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Solaranlage 2x150Wp Ladestrom, MC4 Stecker, BC Shunt, Kabel


AndreasZ am 13 Feb 2020 14:47:30

Hallo zusammen,

nachdem ich in diesem Forum wochenlang stöbern durfte und ich mir jede Menge Wissen, hilfreicher Tipps und Kniffe anlesen durfte, bin ich zu dem Entschluss gekommen mir eine Solaranlage auf mein schönes Womo Dach zu kleben.

Rahmenbedingungen:
- Alkoven Womo von Dethleffs
- 95Ah AGM Wohnraumbatterie 12V (wenn die irgendwann in die Knie geht werde ich wohl aufrüsten/umrüsten)
- Schaudt EBL 99K
- täglicher minimaler Strombedarf/Verbrauch ca. 30Ah (wird sicherlich noch wachsen durch weitere Bauvorhaben)
- täglicher maximaler Strombedarf/Verbrauch ca. 65Ah
- meine Reisen führen mich meist in die nördlichen Küstenregionen - sowohl im Sommer für längere Aufenthalte als auch im Winter für 2-3 Tage Trips und in er Übergangszeit auch schon mal zwei Wochen 1-2 Wochen, dann aber meist mit Aufenthalt auf einem Camping Platz mit 230V Stromversorgung.
- Platz für Solarmodule ist auf meinem Dach durch die ganzen Fenster sehr begrenzt

Ich habe mir nun folgende Solaranlage "zusammengestellt" und würde gerne Feedback von euch bekommen ob ich das richtig angehe :wink:

2 x 150Wp Solarmodul Monokristallin PERC Schindel Voc 45,36V; Isc 4,5A; Vmpp 36,4V; Impp 4,12A - 1120mm x 670mm - 9kg inkl. 2 Bypass Dioden mit 4mm² Anschlusskabeln
--> Solarmodule würde ich gerne parallel verkabeln und mit Solarspoilern auf das Dach kleben/montieren
--> durch die Größe der Module könnte ich zukünftig noch ein weiteres 150Wp Modul installieren - wenn dann die zweite Batterie kommt usw....
1x Victron Smartsolar MPPT 100/30 Laderegler --> Auswahl habe ich gemäß der Victron Exceltabelle ausgewählt/konfiguriert Link darf ich noch nicht posten :(
1 x Victron Batteriemonitor BMV 700 oder 702 (da schwanke ich noch - eventuell würde ich auch mal auf die Fahrzeugbatterie schauen aber eigentlich ist das nicht nötig)

Verkabeln würde ich alles mit 6mm² twin Ölflex Solar XLS-R T 2X6 BK/RD mit Y Steckverbindern von Multi Contact und MC4 Steckern von Weidmüller (damit ich nicht crimpen muss). Ich denke dass die einfache Kabellänge vom Solarmodul bis zum Laderegler so ca. 8m werden.

Die Batterie würde ich aufgrund des maximalen Ladestroms vom Laderegler von ca. 25A am EBL vorbei direkt an die Batterie anschließen mit einem 10mm² Kabel welches mit 40A abgesichert ist.

Mir stellen sich noch folgende Fragen an denen ich nicht so richtig weiter komme:

1. Kann ich auf der Rückseite der Solarmodule die 4mm² wegnehmen und die durch 6mm² ersetzen oder sind die Kabel da aufgelötet oder sowas? Damit könnte ich 4 Stk. MC4 Steckverbindungen einsparen, Leitungs-Verluste minimieren und mögliche Fehlerquellen reduzieren.

2. Wenn ich die Kabel vom Laderegler an die Batterie anklemme und der EBL auch an die Batterie direkt angeschlossen ist, wie schließe ich dann den Shunt vom Batteriemonitor an? Oder führe ich das Kabel vom Laderegler kommend und vom EBL kommend vor der Batterie zusammen, setze dort den Shunt ein und gehe von dort dann auf die Batterie?

3. Sind 25A maximaler Ladestrom für so eine 95Ah AGM Batterie okay? (meine Rechnung war stumpf 300Wp/12V=25A)

4. Klebt man diese MC4 Stecker einfach unter das Solarmodul oder auf das Dach? Legt man die besser in einen breiten Kabelkanal? Macht man die mit Kabelbindern irgendwo fest?

Danke im Voraus schon einmal für eure Ausführungen, Kommentare und Hilfestellungen. Darüber hinaus beste Grüße aus dem Norden


villadsen am 13 Feb 2020 15:36:48

AndreasZ hat geschrieben:
1. Kann ich auf der Rückseite der Solarmodule die 4mm² wegnehmen und die durch 6mm² ersetzen oder sind die Kabel da aufgelötet oder sowas? Damit könnte ich 4 Stk. MC4 Steckverbindungen einsparen, Leitungs-Verluste minimieren und mögliche Fehlerquellen reduzieren.

Vermutlich nicht. Bei den meistens Module ist der Diode/Kabelkasten verschweisst und auch mit irgend einen Gel gefüllt damit Wasser nicht eindringen kann. Ich würde es nicht versuchen. Die MC4 Stecker sind recht stabil.

AndreasZ hat geschrieben:3. Sind 25A maximaler Ladestrom für so eine 95Ah AGM Batterie okay? (meine Rechnung war stumpf 300Wp/12V=25A)

Sollte kein Problem sein. Ein Ladebooster würde genau so viel liefern.
AndreasZ hat geschrieben:4. Klebt man diese MC4 Stecker einfach unter das Solarmodul oder auf das Dach? Legt man die besser in einen breiten Kabelkanal? Macht man die mit Kabelbindern irgendwo fest?
Entlang/unter das Modul mit Kabelbindern an der Modulrahmen und über das Dach im Kabelkanal. Aufpassen dass keinen Regenwasser Staudamm ensteht!
MfG
Thomas V.

AndreasZ am 13 Feb 2020 16:23:58

vielen Dank für die schnelle Hilfe villadsen. :top:

Jetzt brauche ich nur noch Hilfe bei Frage 2

AndreasZ hat geschrieben:Wenn ich die Kabel vom Laderegler an die Batterie anklemme und der EBL auch an die Batterie direkt angeschlossen ist, wie schließe ich dann den Shunt vom Batteriemonitor an? Oder führe ich das Kabel vom Laderegler kommend und vom EBL kommend vor der Batterie zusammen, setze dort den Shunt ein und gehe von dort dann auf die Batterie?


Allgemeine Kommentare zur Konfiguration sind ausdrücklich erwünscht :D

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Taunuscamper am 13 Feb 2020 16:25:43

Wenn du noch ein drittes Modul planst, sollte der Victron Solar eine Nummer größer sein (100/50). Es zählt der maximale Ausgangsstrom!

Jürgen

Bodimobil am 13 Feb 2020 16:34:13

Der Shunt vom BC kommt an den Minus Pol der Batterie. Sonst soll nichts anderes am Minus Pol angeschlossen sein. Alle Verbraucher und Ladegeräte kommen an das andere Ende des Shunt. So ist gewährleistet dass alle Ströme über den Shunt laufen. Also auch EBL und ein oder mehrere Ladegeräte (Solar, Landstrom, Starterbatterie/Booster)

Gruß Andreas

geralds am 13 Feb 2020 16:37:28

Hallo,

meist sind die Kabelenden der Module ca. 1m lang und schon mit MC4 Steckern versehen. Falls geometrisch möglich geh mit den Kabelenden direkt auf die Y-Stecker und von da mit 6mm² (die gehen noch in die MC4 Steckverbinder) zum Regler.
Sollte das nicht möglich sein, wäre es vielleicht eine Alternative die Kabel der Module zu verlängern, nicht mit Y-Verbinder zusammenzufassen, sondern getrennt bis zum Regler zu ziehen. Dann reicht auch 4mm² pro Modul. D.h. mehr Kabel aber weniger Verbinder.
Bei mehr als 2 Kabel durch das Dach ist die Durchführung --> Link geeignet. Da lassen sich bis zu 6 PG-Verschraubungen anbringen.

Den Regler möglichst nahe an die Batterie.

An den Minuspol der Batterie kommt der Shunt, sonst nichts. Alle anderen Kabel kommen auf die der Batterie abgewandten Seite des Shunts.

Gruß Gerald

AndreasZ am 13 Feb 2020 16:38:51

ät: taunuscamper:
Da hast du natürlich Recht. Der Sprung auf den 100/50er sind halt nochmal ca. 100€ mehr, deshalb hatte ich davon erst einmal Abstand genommen.
Aber guter Hinweis! Da fällt mir ein: Müsste ich beim dritten Panel auch an dickere Verkabelung als 6mm² denken?

AndreasZ am 13 Feb 2020 16:41:38

ät bodimobil: danke. :top: dann war mein Gedankengang ja richtig.

AndreasZ am 13 Feb 2020 16:50:38

geralds hat geschrieben:Hallo,

meist sind die Kabelenden der Module ca. 1m lang und schon mit MC4 Steckern versehen. Falls geometrisch möglich geh mit den Kabelenden direkt auf die Y-Stecker und von da mit 6mm² (die gehen noch in die MC4 Steckverbinder) zum Regler.


Das geht leider nicht. Dafür liegen die Module zu weit auseinander.

geralds hat geschrieben:Sollte das nicht möglich sein, wäre es vielleicht eine Alternative die Kabel der Module zu verlängern, nicht mit Y-Verbinder zusammenzufassen, sondern getrennt bis zum Regler zu ziehen. Dann reicht auch 4mm² pro Modul. D.h. mehr Kabel aber weniger Verbinder.

Was spricht gegen Y Verbinder?

geralds hat geschrieben:Bei mehr als 2 Kabel durch das Dach ist die Durchführung --> Link geeignet. Da lassen sich bis zu 6 PG-Verschraubungen anbringen.


Die ist schon auf dem Dach und da laufen aktuell schon drei Kabel rein (LAN, UKW und DAB+). Somit wird das fast unmöglich 4 Kabel durch die kleine Kiste laufen zu lassen. Alternative noch ein Dach Durchbruch :cry:

geralds hat geschrieben:Den Regler möglichst nahe an die Batterie.

So war der Plan :-)

Taunuscamper am 13 Feb 2020 16:59:09

Auf dem Dach hast du keine großen Ströme, da reichen die 6mm^2. Die 10mm^2 zur Batterie sind auch ausreichend wenn die Leitung rel. kurz ist, sonst schnell geändert.

Jürgen

geralds am 13 Feb 2020 17:56:22

Hallo Andreas,

es spricht nichts gegen Y-Verbinder. Ich hatte die Alternative nur vorgeschlagen da 8m schon eine nicht gerade kurze Strecke sind und 2x4mm² haben halt weniger Spannungsabfall als 1x6mm². Aber bevor eine neue Dachdurchführung nötig wird, würde ich auch Y-Verbinder und 6mm² einsetzen.
Bei Deinen 2x150WP Modulen hast Du max. ca. 0,4V Spannungsabfall (6mm²). Das ist noch ok.

Gruß Gerald

flo16v am 14 Feb 2020 09:20:38

Hi,

deine ausgewählten Module haben eine relativ hohe Leerlaufspannung. Das ist gut für MPPT und damit reicht auch der originale Kabelquerschnitt zum Regler würde ich sagen.

Vom Regler dann mit 10qmm zur Batterie und dann wird das gut funktionieren.


Gruß Flo

AndreasZ am 14 Feb 2020 11:26:32

Nochmals danke für eure schnellen Reaktionen. Auch auf die Gefahr hin das ich mich wiederhole: Das hier ist ein geiles Forum. Respekt :top:

Um das Ding hier mal zum Abschluss zu bringen :juggle:

Frage 5:
Wenn ich ein drittes 150Wp Modul hinzukaufen würde und dann ggf. den MPPT Laderegler tausche auf 100/50 reicht die Verkabelung mit 6mm² bei einer Parallelschaltung noch aus? Der maximale Strom würde dann 41,1A ansteigen.

Frage 6: Und mit welchen Verbindern könnte ich das realisieren? Zwei T-Verbinder hintereinander gebaut oder einen Y Verbinder sehe ich als problematisch an aufgrund der maximal auftretenden Ströme > 30A.

Hintergrund ist, dass ich im Datenblatt der MC4 T Abzweigungen gelesen habe das diese maximal 30A ab können. Gleiches gilt für Y Verbinder die von Multi Contact gar nicht angeboten werden.
--> Link
Ich hatte z.B. hier --> Link gelesen, dass Multi Contact auch Steckverbinder anbietet die mehr als 30A können. Die werden aber nirgends angeboten. Noch zu früh? Hat jemand eine Idee?

geralds am 14 Feb 2020 11:45:53

AndreasZ hat geschrieben:
Frage 5:
Wenn ich ein drittes 150Wp Modul hinzukaufen würde und dann ggf. den MPPT Laderegler tausche auf 100/50 reicht die Verkabelung mit 6mm² bei einer Parallelschaltung noch aus? Der maximale Strom würde dann 41,1A ansteigen.


Kein Ahnung wie Du auf 41,1A kommst?

Zwischen Regler und Batterie: 450W/ca. 13V = ca. 34A. Die 10mm² reichen.

AndreasZ hat geschrieben:Frage 6: Und mit welchen Verbindern könnte ich das realisieren? Zwei T-Verbinder hintereinander gebaut oder einen Y Verbinder sehe ich als problematisch an aufgrund der maximal auftretenden Ströme > 30A.


Auch hier keine Ahnung wie Du auf > 30A kommst?

Die Module arbeiten mit ca. 36V.
450W/36V = ca. 12,5A
Du hast doch selbst geschrieben: Vmpp 36,4V; Impp 4,12A (bei 3 Modulen 3x4,12A)

Kein Problem für die Y-Verbinder (die es auch mit 3 Eingängen und 1 Ausgang gibt)
auch dann reichen noch 6mm² Kabel

Gruß Gerald

AndreasZ am 14 Feb 2020 12:27:53

Ich habe von Victron diese wie ich finde geniale frei zugängliche Exceltabelle benutzt um den richtigen Laderegler auszuwählen. --> Link

Wenn ich dort die spezifischen Werte vom Solarmodul eintrage, den Laderregler wähle, parallelverschaltung angebe, den leitungsquerschnitt einstelle und die Kabellänge angebe usw. kommt folgendes raus:


geralds am 14 Feb 2020 12:59:46

Hallo Andreas,

da musst Du aber im Hochsommer wahrscheinlich auf den höchsten Pass Europas fahren und dort müssen bei strahlendem Sonnenschein auch noch minus 10° sein, damit Du auch nur in die Nähe der Werte kommst. Und die Batterie muss dann auch noch fast leer sein. :)

Sehr, sehr theoretisch. Und selbst dann passt doch noch alles.

Realistisch dürften die Ströme unter optimalen Bedingungen vielleicht mal 10% über den von mir genannten Werten liegen.
Meist wirst Du die genannten Ströme nicht erreichen.

Gruß Gerald

AndreasZ am 14 Feb 2020 13:51:43

Hallo Gerald,

du hast natürlich Recht und ich denke auch dass das in meinem Womo Lebenszyklus sehr selten vorkommen wird. Aber einmal kann halt ausreichen und ich habe wenns glimpflich abläuft nur einen Defekt. Bin halt wie die meisten von uns immer darauf bedacht Risiken zu minimieren oder komplett auszuschließen.

Vielleicht gibt es ja jemanden hier im Forum mit elektrotechnischem Sachverstand der meine Bedenken komplett ausräumen kann. Würde mich freuen.

VG
Andreas

geralds am 14 Feb 2020 14:15:56

Hallo Andreas

nett das Du mir nicht ganz vertraust. Aber zu Deiner Info, ich habe eine Elektriker-Lehre gemacht und anschließend E-Technik studiert.
Du kannst meinen Angaben vertrauen. :)

Im übrigen habe ich mir das Excel-Blatt von Victron mal genauer angeschaut.
Für die Module, die Du ausgewählt hast, sind einfach falsche Werte von Victron eingetragen worden! :evil:
Das Ergebnis kam mir doch schon gleich seltsam vor.

Da sind die Werte von 125W bis 250W gleich - kann ja wohl nicht sein!
Vergleich die mal mit den Werten Deines Moduls.



Gruß Gerald

AndreasZ am 14 Feb 2020 14:39:25

Hallo Gerald,

alles gut. Ich zweifle nicht an dem was du geschrieben hast und bin auch sehr dankbar für deine Hilfe. Ich dachte nur vielleicht gibt es eine technische tiefer gehende Erklärung warum ich mir überhaupt keine Sorgen machen brauche.

Zu dem Excel Sheet: Auf der Seite zwei (siehe dein Screenshot) kannst du die Werte in dem "customs" Bereich verändern/anpassen
Die Ausgabe Seite (mein Screenshot) basiert auf den von mir eingetragenen Solarmodul Rahmendaten des Herstellers. Ist ja kein Victron Solar-Modul was ich da ins Auge gefasst habe :wink:

VG
Andreas

geralds am 14 Feb 2020 14:44:23

Hallo Andreas,

ich habe für die 3x150W Module die max. Leistung bei minus 10° mal "von Hand" gerechnet.
Die Nenndaten der Module beziehen sich auf 25°C.
Der Temperaturkoeffizient der Module liegt bei -0,4 % pro Grad Kelvin (siehe --> Link)
Der Temperaturunterschied 25° - -10° = 35° --> 35x0,4%=14%.
Die Modulleistung würde also bei 114% landen. 150W x 1,14 = 171W
171W / ca. 13V = ca. 13A; für 3 Module könnten dann 39A fließen.

Passt also noch.

Wenn Du die Werte jemals sehen solltest, mach ne Flasche Sekt auf. ;D

Gruß Gerald

AndreasZ am 14 Feb 2020 14:55:44

Hallo Gerald,

okay krass. Das wäre jetzt die andere Seite "hinter" dem Laderegler Richtung Batterie die mit 40A abgesichert wäre. Somit bräuchte ich an der Verbindung/Verkabelung zwischen Laderegler und Batterie nichts verändern.

Und cool das du so was mal eben von Hand rechnen kannst. Respekt. Für mich sind Solarmodule Wundertechnologien. Da dreht sich nichts. Da macht keiner Feuer... Liegt nur rum und erzeugt Energie. *Teufelswerk* :lach:

Danke und VG
Andreas

bernierapido am 14 Feb 2020 15:01:07

bezüglich Dachdurchführung.
Ersetz einfach deine alte Dachdurchführung durch diese hier --> Link
Da kann man dann auch die Kabel von den Solarpanelen in der aufschraubbaren Dachdurchführung zusammenfassen. Die bekommt man auch super dicht.
Ich habe mir die gleich drauf gemacht und konnte schön immer wieder umklemmen und neue Sache durchführen ohne die Durchführung abzunehmen.

AndreasZ am 14 Feb 2020 15:09:15

Hallo bernierapido,

ja die habe ich schon auf dem Dach. Ich habe aber gerade hier im Forum gesehen dass man die auch ohne weiteres ein wenig pimpen kann.

Bild

Irgendwann gehen halt nicht mehr alle Kabel durch das "Loch" in die Wohnkabine. Mal sehen wie sich das bei mir verhält.

VG
Andreas

geralds am 14 Feb 2020 15:12:57

AndreasZ hat geschrieben:
Zu dem Excel Sheet: Auf der Seite zwei (siehe dein Screenshot) kannst du die Werte in dem "customs" Bereich verändern/anpassen
Die Ausgabe Seite (mein Screenshot) basiert auf den von mir eingetragenen Solarmodul Rahmendaten des Herstellers. Ist ja kein Victron Solar-Modul was ich da ins Auge gefasst habe :wink:

VG
Andreas


Hallo Andreas,

wenn Du schon genau sein willst, musst Du auch die Werte für die Temperaturkoeffizienten anpassen. :mrgreen:
Die Monokristallin-PERC-Technik soll den Temperaturkoeffizienten verbessert haben (Habe ich gelesen). Falls das so ist, sinkt der Strom noch etwas. Aber mit dem Mppt 100/50 hast Du außerdem genügend Reserven.
Ich lege meine Geräte fast immer mit 20% Reserve aus. Bezogen auf die Nennwerte bei 25°C (34A x 1,2=41A) sollte der Regler also >41A können.


Gruß Gerald

AndreasZ am 14 Feb 2020 17:36:59

Das passt ja zu den 41,1A aus der Victron Tabelle ganz gut. Erfahrung ist viel Wert beim Schätzen. Danke nochmal.

Der Solarmodule Verkäufer schreibt auf seiner Homepage, dass der Temp. Coef -0,45%/°C beträgt. Leider fordert dieses Excel Tool zwei Werte. Einmal für Strom und einmal für Spannung. :cry:
Kann man das umrechnen oder muss ich den Hersteller/Vertriebler anschreiben?

geralds am 15 Feb 2020 03:01:24

Hallo Andreas,

es kommt doch nicht auf das letzte Ampere an. Höchst wahrscheinlich wirst Du selbst 40A zwischen Regler und Batterie nie erleben. Und selbst wenn, bis zu den 50A für die der Regler ausgelegt ist, sind genug Reserven vorhanden.
Das gleiche gilt auch für die Verbindung Module - Regler. Auch da bietet die Leitung mit 6mm² ausreichend Reserven.

Meist liegt der Solarertrag bei ca. 2/3 der max. Modulleistung. Sehr sehr selten erreicht man die Nennleistung oder liegt geringfügig darüber.
Du machst Dir zu viele Gedanken. Die Auslegung passt so schon.

Gruß Gerald

AndreasZ am 18 Mai 2020 12:25:23

Hallo zusammen,
2 neue Fragen sind aufgetaucht.

Ich habe nun den MPPT 100/50 von Victron bestellt und 3x150Wp. Frei nach dem Motto: Stell dich nicht so an...sei nicht so geizig du wirst damit Spass haben.(Mal sehen ob das ein Fehler war)
Jetzt ist mir gestern aufgefallen, dass meine Batterie in die Knie gegangen ist. Unabhängig davon ob ich die alte nochmal retten kann oder ich mir eine neue kaufen muss, habe ich feststellen müssen, dass bei mir eine AGM Batterie verbaut wurde zusammen mit einem EBL99K der eigentlich die Ladekennlinie einer AGM gar nicht richtig kann. Okay...blöder Fehler vom Aufbauer aber....Egal mit Solar wird auch das "geheilt" durfte ich hier im Forum lernen!
Beim Suchen von neuen Batterien ist mir dann allerdings aufgefallen dass einige Hersteller einen maximalen Batterie-Ladestrom angeben. Victron gibt z.B. für seine Gel Batterie 24A an. Die Datenblätter anderer Hersteller geben da leider nichts her. Irgedwo im Internet habe ich noch einen "Richtwert" für das Laden von Batterien bezogen auf ihre Kapazität gefunden, aber eben alles ohne Gewähr.

1. Jetzt habe ich eine Solaranlage die maximal 50A "schieben" kann. Heißt das ich muss mir z.B. zwei Gel/AGM Batterien (BK oder LiFPos sind nix für mich) einbauen um ggf. den maximalen möglichen Ladestrom von 50A abfangen zu können, vor allem mit dem Ziel die Batterien nicht zu schrotten bzw. zu misshandeln (Annahme jede Batterie kann maximal 24A)?
2. Oder kann der MPPT Solarregler von Victron auch die Lade-Stromstärke begrenzen? (Hoffentlich keine blöde Frage)

HartyH am 18 Mai 2020 13:21:42

AndreasZ hat geschrieben:(Hoffentlich keine blöde Frage)

Blöde Fragen soll es ja nicht geben, nur ...

AndreasZ hat geschrieben:Ich habe nun den MPPT 100/50 von Victron bestellt und 3x150Wp.
1. Jetzt habe ich eine Solaranlage die maximal 50A "schieben" kann.

Nein, nicht richtig.
Deine Solaranlage schiebt nur max. 450Wp : 12V = 37,5A
Und bei idealen Bedingungen noch etwas mehr, wie sonnenreicher Wintertag eventuell noch in den Bergen, dann 37,5A * 1,15 = 43,1A

Also sollten so maximal ca. 37A von deinem MPPT-Regler zu den Batterien kommen.
Aber: Deine Batterien werden fast nie so leer sein, dass diese den kompletten Solarstrom aufnehmen, sondern diesen selbst noch begrenzen.
Bei Lithium-Batts. sieht das anders aus.

Falls du dich nun fragst, warum du 450Wp gekauft hast?
Du hast mit einer größeren Anlage halt mehr Reserven bei schlechten Bedingungen und nur das zählt. Aber du bist auch gerüstet für ein anderes Batteriekonzept.

AndreasZ hat geschrieben:2. Oder kann der MPPT Solarregler von Victron auch die Lade-Stromstärke begrenzen?

Nein.
Nicht in diesem Fall. Es wird nur auf max. Stromstärke begrenzt, beim 100/50 auf 50 Ampere oder beim 100/15 auf 15 Ampere.

karlausw am 18 Mai 2020 19:05:30

Moin
Ihr geht immer vom Maximalen aus, . Was ist maximal ?
Maximal ist dann, wenn du z. b. im Winter die module um ca. 50 grad aufstellen müßtest, um auch nur annähernd Maximalwerte zu erreichen, .( Sonnenstand ) , oder du bist am Äquator .
und wer hat das schon auf dem Wohnmobil,
ich würde klar sagen, die maximalen ( Labor) -Werte wirst du nie sehen.
Gruß Karl


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