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Truma Boiler B10 geht nach wenigen Minuten aus


SvenKo am 15 Feb 2020 00:05:03

Hallo liebe Gemeinde,
mein Truma Boiler B10 (B105-961 ...) ist auf einmal nur noch in der Lage lauwarmes Wasser zu liefern. Wenn er kalt ist startet er und auch eine Flamme konnte ich mit dem Endoskop sehen. Nach kurzer Zeit geht er dann aber wieder aus (Flamme erlischt). Dabei bleibt die grüne Kontrolllampe an und die rote Lampe aus. Wenn ich dem Boiler bei laufender Flamme das Gas abdrehe (kurz nach dem Starten), kommt die rote Kontrolllampe (wie es in der Gasprüfung überprüft wird).

Ich war heute bei Truma in Putzbrunn und nach einmal ausblasen blieb der Fehler bestehen. Truma meinte: "Neuen Boiler einbauen lassen". Für den alten haben die keine Erstatzteile mehr und dürfen auch nicht daran rumschrauben.... Die haben nach eigenen Aussagen bereits gerichtlich von einem Kunden Stress bekommen.

Meine Frage:
-kennt jemand die Ursache oder hatte jemand das gleiche Problem schon mal?
-Kann mir jemand etwas über die Schaltung des Boilers sagen?

Abdeckplatte ist ab, Gas ist aufgedreht, 12 V liegen an und der Boiler ist geflutet.

Vielen Dank für Eure Rückmeldungen
Grüße Sven

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gespeert am 15 Feb 2020 08:28:26

Schonmal Gasdruck gemessen?
Elektronische Flammüberwachung ok?
Wie sieht deine Gasanlage aus?

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

johannes3101 am 15 Feb 2020 09:49:51

Die Information von Truma für den alten Boiler ist richtig, einzige Möglichkeit NEU !

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blacky9999 am 15 Feb 2020 10:29:24

Ich würde bei der Gasdüse suchen. Ausbauen und reinigen oder tauschen.

Grüße.
Michi.

VOBILU am 15 Feb 2020 10:42:50

Truma langt das Teil wirklich nicht mehr an.
Zuerst will die Firma ja was Neues Verkaufen, zweitens gibt es wirklich keine Teile mehr neu bei Truma.

Zuerst würde ich mich um den Gasdruck kümmern,
den Herd eine Weile brennen lassen,
dann öfters Versuchen den Boiler zu starten.

Wir der Boiler nicht zur Arbeit überredet,
wenn keine technischen Kenntnisse vorliegen,
dann würde ich hier stoppen und einen Neuen kaufen.
Oder jemand suchen der sich damit auskennt.

Ist man(n) sich aber seines Handelns sicher,
zerlegen, Reinigung, nochmal Versuchen.
Das Problem wird an der Düse/Flammüberwachung liegen.
Eine Reinigung wirkt nach Jahrzehnten dann doch Wunder.

Mit etwas Glück und Geduld finden sich manchmal noch Teile im Netz,
Dichtungen lassen sich aber auch selber schneiden.

Die Lösung "aus-zwei-mach-eins" haut nicht immer hin,
meistens sind immer die gleichen Bauteile der Grund für einen Ausfall.

SvenKo am 15 Feb 2020 14:26:44

Hallo und Danke für die schnellen Antworten,
den Gasdruck kann ich nicht messen aber wenn er startet, ist die Flamme super. Der B10 ist für 50mbar ausgelegt und ich habe einen 30mbar Druckminderer verbaut. Bislang hat das auch immer funktioniert. Beim Einbau der Duo wurde dann auch eine Gasprüfung gemacht. Jetzt höre ich, dass es garnicht zulässig ist.

Flammüberwachung könnte die Lösung sein. Kann man die testweise überbrücken und wo liegt das Teil ? Kann es sein, dass der Sensor defekt ist? Kann man den durchmessen?

Der Truma Mitarbeiter sagte auch was von "Luftblase" im Boiler. Das Lau -Warmwasser fließt aber ohne Probleme.

Ich könnte zwar einen neuen Boiler verbauen lassen, aber wenn es sich vielleicht nur um eine Verschmutzung handelt oder nur ein Kabel ab ist ... dann sind die 1300,- Euro für den neuen schon ne Menge. Zudem denke ich, dass die neuen Boiler nicht so robust gebaut sind.

Vielen Dank für Eure Antworten

gespeert am 15 Feb 2020 16:26:48

Tja, wenn das Gerät 50 mbar erwartet, dann gib ihm auch 50 mbar.
Das mit den 30 mbar muß schiefgehen!!

andwein am 15 Feb 2020 16:26:56

SvenKo hat geschrieben:.... Der B10 ist für 50mbar ausgelegt und ich habe einen 30mbar Druckminderer verbaut.
Vielen Dank für Eure Antworten

Das verstehe ich nicht, wieso eine Druckminderung auf 30mbar?? wenn es ein 50mbar Boiler ist??
Möchtest du Gas sparen??
Nur Fragen, Gruß Andreas

SvenKo am 15 Feb 2020 16:55:13

ich habe so einen "Flaschenumschalter" drinne. Habe ich mal preiswert im Handel gefunden und der Druckminderer macht nur 30 mbar. Das ganze läuft jetzt ca ein Jahr ohne Probleme. Die Leistung war auch immer gegeben. Ich konnte damit fast Tee kochen. Heizung, Herd und Kühlschrank laufen super. Also der Druckminderer ist nicht das Problem.

Über Nacht habe ich den Boiler angelassen. Abends Flamme war aus -ich habe gashahn zugemacht- keine rote Kontrollleuchte und morgens leuchtet diese. Bedeutet, in der Nacht hat er dann versucht zu starten. Flammüberwachung sollte somit auch ok sein - oder sehe ich das falsch?

Gibt es da ein Termostat, was die Wasser- bzw Kesseltemperatur überwacht? Kann man hier was testen / austauschen / reparieren? Gibt es dafür eigendlich noch Ersatzteile, weil dieses Bauteil wird ja sicher nicht von Truma hergestellt und ist vielleicht in anderen Geräten verbaut.

SvenKo am 15 Feb 2020 18:14:59

Noch ein kleiner Nachtrag: Habe gerade den Boiler angemacht, bis er wieder von alleine ausging (flamme aus-keine rote Kontrollleuchte), danach warmes Wasser aufgedreht und auf einmal springt der Boiler wieder an. Das Wasser bleibt aber die ganze Zeit lauwarm (kälter als ich zum Duschen brauche ).

Also entweder sagt das Termostat der Steuerung "Boiler / Wasser ist zu heiß" oder die Steuerung sagt "nur auf 30C heizen lieber Boiler". Kann ich da irgendwas an der Steuerung durchmessen und wie kann ich den Temperaturfühler durchmessen?

An der Abluftöffnung ist ein leises pfeifen zu hören. Ist das normal?

Hier noch einige Infos zum Zustand:
- Ich habe leider nie eine Entkalkung vorgenommen.
- die Verschlussklappe ist seit 2 Jahren schon ab - benutze den Boiler allerdings fast täglich
- ich betreibe alles mit LPG Gas von der Tanke - ohne Gasfilter.
Und bei dieser Gelegenheit eine Frage: Sollte ich einen neuen Boiler brauchen, würde ich einen fest verbauten Gas-Durchlauferhitzer vorziehen. Gibt es sowas überhaupt für WoMos?

blacky9999 am 15 Feb 2020 22:06:45

Zitat:
Noch ein kleiner Nachtrag: Habe gerade den Boiler angemacht, bis er wieder von alleine ausging (flamme aus-keine rote Kontrollleuchte), danach warmes Wasser aufgedreht und auf einmal springt der Boiler wieder an. Das Wasser bleibt aber die ganze Zeit lauwarm (kälter als ich zum Duschen brauche ).

Bitte wiederhole diese Prozedur noch einmal und höre genau hin, ob Du das laute Klacken des Magnetventils hörst, wenn der Boiler abschaltet. Insbesondere solltest Du darauf achten, ob das Klacken zeitgleich mit dem erlöschen der Flamme passiert, oder ob zuerst die Flamme ausgeht und dann etwas später das Klacken zu hören ist. Ich will darauf hinaus, ob es sich um eine Druck/Düsenproblem handelt, oder ob die Elektronik meint, daß die Solltemperatur erreicht ist, obwohl das Wasser nur lauwarm ist.

Auf wieviel Grad ist die Temperatur am Drehregler eingestellt?

Ich würde den doch nicht mehr so jungen Boiler wieder mit 50mbar betreiben, denn die Düse ist sicher ein bisschen dreckig. Bei 30mbar Betriebsdruck macht sich der Dreck in der Düse einfach stärker bemerkbar.

Du kannst auch noch nachsehen, ob der Temperatursensor, der die Kesselwassertemperatur regelt defekt ist, oder ob er einfach nur nicht an seinem angedachten Platz sitzt. Ich glaube aber eher nicht an ein Problem mit dem Sensor.

Berichte einfach wieder weiter, was Dir so auffällt.

Joachim170 am 15 Feb 2020 22:57:14

Hier noch einige Infos zum Zustand:
- Ich habe leider nie eine Entkalkung vorgenommen.


Entkalken.
Der Boiler selbst scheint ja zu funktionieren, er erreicht nur die gewünschte Temperatur nicht und schaltet vorher ab.
Wie wird bei diesem Boiler die Wunschtemperatur eingestellt? Drehregler (Poti)?

gruß Joachim

SvenKo am 16 Feb 2020 01:16:05

Ja, es handelt sich um ein Potentiometer. Ist der typische Drehschalter. Kann mann diesen durchmessen?

Joachim170 am 16 Feb 2020 09:57:51

Ja, ein Poti kann man prüfen.
--> Link

gruß Joachim

SvenKo am 17 Feb 2020 02:07:56

FEHLER GEFUNDEN ! Bei der Behebung brauche ich allerdings Hilfe :-(

Es ist der POTI ! Ich habe das Bedienteil mal auseinandergenommen und auf einmal funtionierte mein Boiler und lieferte soviel heißes Wasser, dass ich meine Kopfhaut endlich wieder bis zum Kleinhirn durchkochen konnte. Alles zusammen gebaut und es funktionierte auch noch. Genau 2 Mal :-( OK, damit habe ich gerechnet. So ein Poti ist halt irgendwann mal abgenutzt. Ich bin mir sicher, dass Truma mir sagen wird, "Sowas haben wir nicht mehr - Kauf nen neuen Bouler oder besser gleich ein neues WoMo". Dieses Teil kostet sicher nur wenige Cent. Aber das neue Modell hält dafür 2 Jahre und einen Tag und kostet nur 1500,- Euro :-)

Meine Frage :
- Kann ich so ein Poti irgendwo finden und dann reinlöten?
- Kann ich so ein Poti nicht überbrücken? Ich stelle den Boiler immer auf 60 Grad (volle pulle). Da kann ich dann Duschen, bis die Kopfhaut gar ist. (Bild2 links 3. und 4. von oben zusammenlöten ?)
- Sind die Bedienteile der neuen Truma Boiler kompatibel?

Anbei sind ein Fotos meines Bedienteils.

Bild
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Bild
Bild
Nochmals vielen Dank
Sven

DieselMitch am 17 Feb 2020 09:29:24

Dieses fantastische Bauteil ist bei Truma mundgedengelt und fußbemalt worden und so im Handel eigentlich nie erhältlich [/satire]

Bei einem der "üblichen Verdächtigen", in diesem Fall Conrad-Electronik, gibt es dieses Bauteil allerdings für Kreditkartenschädliche 0,49€ :wink:
Guckt Du hier: --> Link

Nicht davon stören lassen, dass es kein 2,2k Ohm sondern ein 2,5k Ohm Trimmpoti ist. Einfach bestellen, das alte auslöten, das neue einlöten und sich die Kopfhaut verbrennen 8)

Hoffe geholfen zu haben.

DonCarlos1962 am 17 Feb 2020 10:39:23

Und wenn alles wieder läuft, vielleicht doch einmal eine Entkalker-Kur machen. Kann bestimmt nicht schaden. Vielleicht allein um den Gasverbrauch auch etwas zu senken.

LG Carsten

andwein am 17 Feb 2020 13:27:04

DieselMitch hat geschrieben:....Nicht davon stören lassen, dass es kein 2,2k Ohm sondern ein 2,5k Ohm Trimmpoti ist. Einfach bestellen, das alte auslöten, das neue einlöten und sich die Kopfhaut verbrennen Hoffe geholfen zu haben.

Und dazu vielleicht noch einen Tipp:
Löte alle Lötstellen auf der Platine zur Vorsicht nach bevor du alles wieder zusammen baust.
Gruß Andreas

SvenKo am 17 Feb 2020 16:31:03

Die Alternative wäre doch, wenn ich das Poti einfach umgehe. Dann hätte ich beim Einschalten immer 60C eingestellt. Ich nehme an, dass durch das ewige einschalten auf Max das Poti an dieser Stelle auch besonders abgenutzt wurde. Deswegen nochmal die Frage: Welche Punkte müsste ich dann miteinander verbinden?
Der eigendliche einschaltprozess findet ja über den kleinen Schalter (Bild ein - links unten) statt.
Viele Grüße
Sven

andwein am 17 Feb 2020 16:40:02

SvenKo hat geschrieben:Die Alternative wäre doch, wenn ich das Poti einfach umgehe. Sven

Das ist in meinen Augen keine brauchbare Alternative. Aber wenn du die Beschaffung scheust, dann löte zuerst alle Lötstellen nach und probiere es aus. Und wenn du keinen Lötkolben hast gehe ins nächste Fernsehgeschäft/Reparaturdienst und lass das Poti ersetzen und einen separaten Schalter einbauen. Ich möchte dir keine Antwort auf deine "kurzschließen Variante" geben, dazu müsste ich den Schaltplan kennen.
Gruß Andreas

SvenKo am 17 Feb 2020 19:54:02

Habe gerade bei Conrad 2 von den Potis gekauft und werde mal ins Womo zum Vergleichen. Ich denke auch, es ist erstmal die beste Lösung und wenn die Dinger nicht passen, kann das Überbrücken immer noch als ultima ratio herhalten.
Das blöde ist, dass der Fehler nicht wirklich reproduzierbar ist. Das Bedienteil ein bichsschen zu bewegen reicht oft, dass der Boiler angeht. Deswegen auch vielen Dank für den Hinweis, alle Lötstellen zu erneuern.

Hat irgendjemand einen Schaltplan vom B10 oder vom Bedienteil? Truma wird sowas ja sicher nicht rausrücken. Die haben vor einigen Jahren mir mal erzählt: "Wenn das Gerät von mir geöffnet wurde, erlöscht die Betriebserlaubnis!"

Joachim170 am 17 Feb 2020 20:00:27

Das Bedienteil ein bichsschen zu bewegen reicht oft, dass der Boiler angeht.


Kabelbruch?

SvenKo am 18 Feb 2020 00:30:12

Dem Ziele so na :-) Boiler geht jetzt und das scheinbar zuverlässig. Ob es die finale Lösung ist, muss sich jedoch noch herausstellen. Aber eine schnelle Übergangslösung für unterwegs scheint hier gefunden zu sein.
Da ich ein totaler Laie bin, bitte ich mich zu berichtigen, wenn ich Unsinn schreibe.
Nach nochmaligen Durchmessen konnte ich feststellen, das der Poti tot war und zwischen 1und 3 sowie logischerweise 2 und 3 immer die gleichen Werte lieferte - unabhängig von der Stellung des Schalters. Übrigens scheint 1 der Schalterabgriff zu sein. Bedeutet, dass nur der halbe Poti genutzt wird. Das erklährt auch die immer gleiche Wassertemperatur von Pisswarm. Weil ein Hund Läuse und Flöhe gleichzeitig haben kann, ist ein zusätzlicher Kabelbruch nicht 100% auszuschließen.



Ich habe zwischen 1 und 3 ein Kabel eingelötet und somit den Poti übergangen. Das Kabel habe ich vorsichtshalber nach nach draußen gelegt (Siehe Bild5) um im Falle eines Brandes oder einer Explosion per Scheere trennen zu können. Nun kommen an 3 auch die ganzen 12,xxV an weil Widerstand=0 und der Boiler arbeitet auf höchster Leistung. Leider fehlen mir Daten, wie der Widerstand bei der höchsten Einstellung sein muss. Ich kann mir vorstellen, dass da noch ein geringer Widerstand bleiben muss damit die Werte vom Temperaturfühler bei zu heißem Wasser höher sind als was an 3 anliegt. Das würde das Gasventil schließen. Wie schon gesagt, ist dass alles nur eine Vermutung. Wenn ich einen passenden Schalter irgendwo finde, werde ich diesen mal provisorisch zwischensetzen. Bis dahin stelle ich den Boiler morgens für ca 15 Minuten an, dusche in ruhe und schalte den Boiler danach wieder aus.




Was ich auch noch getestet habe, ist bei laufendem Boiler das Gas aubzudrehen. Jetzt leuchtet die rote Kontrollleuchte wie gefordert auf. Also als Vorbereitung auf die Gasprüfung eine Alternative, solange das Kabel versteckt bleibt.

Meine Bitte: Kann jemand mit dem selben Boiler mal den Widerstand zwischen 1 und 3 messen (bei kleinster Einstellung und bei höchster Stufe) und hier posten? Wenn da ein Restwiderstand bleibt, kann ich diesen mit dem eingebauten Poti von Conrad vergleichen. Möglicherweise ist da auch ne mechanische Sperre verbaut, die dem Drehschalter nur bis zu einem gewissen Wert Freiraum lässt.

Ich werde dann weiter berichen und bedanke mich bereits bei Allen für die Hilfe, ohne die ich es nicht auf die Reihe gebracht hätte.
Viele Grüße
Sven

SvenKo am 18 Feb 2020 00:54:06

Was ich noch vergessen habe, die Erleuterung zu dem Bild der Platine:

6= Masse
5= + rein
9= Schalter, der 5 von 4 trennt (ist auf dem Bild ganz oben von der anderen Seite zu sehen)
7= Rote Kontrollleuchte für Fehler (rechts daneben ist ein kleiner Widerstand)
8= Grüne Kontrolleuche für AN (rechts daneben ist ein kleiner Widerstand)
1= Abnehmer vom Poti (also der eigendliche Spannungsteiler) hoffe ich habe das richtig ausgedrückt
2=Poti -
3=Poti +

Das ist jedenfalls meine Annahme. Wer sich auskennt, sollte mich bitte berichtigen und ergänzen.

gespeert am 18 Feb 2020 07:57:23

Da wird der Schleifer keinen Kontakt mehr haben.
Öffne das Ding um die Drehrichtung rauszufinden.
Die Daten des Alten hast Du bereits erkannt, diese sind Standard und auf dem Gehäuse aufgedruckt.
Alternativ nutze ne Widerstandsdekade zur Ermittlung der Werte und löte nen Stufenschalter mit Festwiderständen ein.

DieselMitch am 18 Feb 2020 09:52:09

gespeert hat geschrieben:Alternativ nutze ne Widerstandsdekade zur Ermittlung der Werte und löte nen Stufenschalter mit Festwiderständen ein.


Ääähhh ... OK, also soweit ich den TE verstanden habe, ist er elektronisch gesehen ein Laie.

Im dann zu verklickern, wie er einen Stufenschalter und eine Widerstandskaskade aufzubauen hat ist in meinen Augen etwas "too big". :roll:

Man verzeihe mir meine Einschätzung, aber als in grauer Urzeit gelernter Elektroniker kann ich dem TE als Laien, der weiß auf welcher Seite der Lötkolben heiß wird, nur raten:
Das 2k2 Trimmpoti auslöten (3 Löstellen), die Lötstellen mit einer Absaugpumpe oder Entlötlitze reinigen, das neue Poti (wichtig: Bauform wg. der Mittellochs!) einsetzen und gewissenhaft einlöten - nicht zu heiß, nicht zu lange, die Oberfläche des Lötpunktes muss glänzen!
Ob das Ersatzpoti nun 2,2 kOhm oder 2,5 kOhm hat ist absolut "Banane", es werden sich evtl. die Zwischenstellungen leicht verändern, da aber davon ausgegangen werden kann, dass bei einer gewünschten Wassertemperatur von 60°C eh 0 Ohm anliegen sollten und die Zwischenwerte dann für niedrigere Temperaturen genutzt werden.

Man sollte nicht in jedem Fall mit Elefanten nach Mäusen werfen :lach: :mrgreen:

SvenKo am 27 Feb 2020 05:18:54

Vorab Danke an Alle, die hier mit an der Lösung geholfen haben.
Also hier mal die Lösungen und meine Erfahrungen mit der Firma Truma:

Wie beschrieben habe ich die Lösung mit dem Überbrücken des Potis als Übergang eingesetzt und nach nunmeh einigen Tagen kann ich sagen, dass es wunderbar funktioniert. Der Boiler macht genau das, was er machen soll. Auch wenn ich den Boiler etwas länger anlasse, schaltet er bei erreichen einer bestimmten Temperatur ab. Die Gefahr, dass eine Überhitzung bzw. ein zu hoher Druck zu einer Beschädigung führt, ist demnach nicht gegeben. Sollte ich mal lange Weile haben, werde ich vielleicht auch den Poti reinlöten.

Auch mit der Firma Truma habe ich gesprochen. Deren Aussage ist: Selbst wenn ich einen baugleichen Poti einbaue, ist die Betriebserlaubnis erloschen. Diese drohkulisse wurde im Telefonat häufig aufgebaut. Meine Frage, welchen Widerstand der Poti bei "voll aufgedrehtem Schalter" hat, wurde als Betriebsgeheimnis abgetan. ?? Betriebsgeheimnis für ein Gerät, dass seit Jahren vom Markt ist??? Die Aussage, man wolle sich auch nicht am eigenen Stuhl rumsägen, hat mich dann fast umgehauen. Die fachliche Kompetenz der Techniker kann ich nicht beurteilen, aber deren hausinterne Schulungen sind scheinbar die gleichen, wie bei Versicherungsverkäufern.

Truma hat über die Jahre einige sehr gute Produkte auf dem Markt gebracht, die sich durch Langlebigkeit auszeichnen (z.B. Heizungen) und diese Geräte finden sich seit mehr als 30 Jahren im Betrieb. Eigendlich sollte man doch stolz darauf sein, wenn solche Dinosaurier heute noch verwendung finden und es werbetechnisch als Qualitätsmerkmal sehen. Aber Truma will unbedingt, dass ich mir einen neuen Boiler (möglichst von Truma) zulege. Sorry aber die neuen Boiler werden höchstwarscheinlich nicht länger als 3 oder 4 Jahre halten. Wo ist denn da noch der Vorteil zu einem China Produkt? Von einer chinesischen Firma habe ich bereits vor dem Kauf Schaltpläne für eine Heizung bekommen. Bei Truma ist sowas undenkbar, weil ansonsten könnten Kunden ja eigene Reperaturen vornehmen oder Anpassungen tätigen. Bei meinem alten Womo wollte ich die Truma Heizung (Umluftheizung) mit einem Raspberry verbinden und über ein Handy anschalten. Am Bedienteil der Heizung war ein einfacher Schalter, den ich mit einem Relais "umgehen" wollte. Dann hätte ich über VPN Zugriff auf eine Webseite des Pi nicht nur Alarmanlage, Licht, Wasser + Batteriestand sondern auch noch Heizung ablesen und schalten können. Truma hat mir damals die Infos nicht gegeben und hat wieder die Betriebserlaubnis - Keule rausgeholt und ich habe eine Chinaheizung eingebaut und vom chinesischen Hersteller sogar Hilfe bei der Umsetzung meines Vorhabens bekommen. Auch wenn Truma versucht eigene Lösungen anzubieten, woher wolln die wissen, was meine Anforderungen sind? Die Truma iNet Box werde ich mir jedenfalls nie kaufen - - Da könnte ich die Stasi auch gleich zu einer Kifferparty mit Erich Witzen einladen :-) Schade, dass die eigene Lösungen garnicht erst zulassen und somit dem Kunden diktieren, was er mit seinem Reisemobil zu machen oder zu lassen hat. Mein Fazit zu Truma ist eindeutig. Die Firmenpolitik ist weder auf Nachhaltigkeit, Umweltschutz, Rohstoffschonung noch auf Kundenwünsche ausgelegt. Meiner Meinung nach ziehen die ihre Kunden so schnell übern Tisch, dass der Kunde es durch die auftretende Reibung als Nestwärme empfindet.

blacky9999 am 27 Feb 2020 08:40:17

at svenko

Du triffst den Nagel auf den Kopf. Danke für den amüsanten Text, der ein Lächeln in mein Gesicht zauberte.

Grüße.
Michi.

Joachim170 am 27 Feb 2020 09:48:09

Arroganz, Überheblichkeit und nachgewiesene Dummheit haben bisher noch jede Firma, und jede Hochkultur auf der Blüte ihrer Zeit vor die Wand gefahren.

DieselMitch am 27 Feb 2020 10:28:48

Also, so aus dem Bauch heraus gehe ich davon aus, dass die Reparatur eines peripheren Gerätes, hier der Temperaturvorwahl mit Ein-/Ausschalter, keinen Einfluss in irgendeiner Form auf die Betriebserlaubnis haben sollte.
Wenn dem so wäre dürfte ja auch kein Auto repariert werden, sinngemäß würde die ABE ja beim Wechseln der Bremsbeläge verfallen :roll:

TRUMA macht allerdings ein Geheimnis aus jedem kleinen Bißchen, trotzdem, oder gerade wegen, sie viel Kram zukaufen und umlabeln, siehe Hersteller GOK und TRUMA Gasumschalter DuoControl.

Die Behauptungen des "Technikers" :?: sind in meinen Augen halbgar, man möchte eben nichts an Unterlagen herausrücken und aus jeder kleinen Wurst gleich Fort Knox machen.

Naja, das Problem ist ja vorerst gelöst ohne das in die KERNfunktionalitäten (Boiler-Temperaturkontrolle, Gaszuleitung, Abgasweg etc.) eingegriffen wurde, so what ...

Trotzdem würde ich das Trimmpoti wechseln, es könnte ja mal sein, dass auch nur 40°C Wassertemperatur genug wären.

NieRechtzeidich am 19 Mär 2020 22:46:31

Hallo Sven Ko,

ich hab dieser Tage (18.3.20) mal einen Schaltplan von einem alten Truma-Gasboiler B10 von 1993 eingestellt, in nem anderen Thread,
Aber auch wenn ich Dein Geschimpfe über Truma gut verstehe, meine Erfahrung mit denen sind auch nicht anders, gleichwohl sollte man da nicht beigehen, wenn man nicht wirlich vom Fach ist, es ist halt schon zu verstehen, dass die vorsichtig sind, es kann rumpsen und ich rümpfe manchmal auch etwas die Nase über die elektronische Hemdsämeligkeit hier. Ich würde da nicht beigehen, wer einen Raspi anschließen kann und ein VPN zum laufen bringt, ist oft trotzdem Anwender, nicht Elektroniker. Aber um Fehlerbilder zu verstehen, ist der Schalplan hilfreich.


Grüße,
--> Link




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