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Sinus Wechselrichter - Sicherheit bei mobiler Anwendung


Ftmmsch am 16 Feb 2020 19:46:33

Hallo,
grundsätzlich bin ich hier im WoMo Forum wohl falsch.

Meine Hoffnung ist, dass ich hier evtl. Hilfe finde...

Ich habe einen kleinen Sinus Wechselrichter von Studer - aus der AJ - Serie.
Sinuswechselrichter Studer AJ 350-24 350 Watt nominal / 24 VDC

Diesen habe ich schon häufiger in einer mobilen Einheit genutzt. 24 v lion Akku / LED-Strahler ect.

Nun bin ich - was Personenschutz betrifft - nach wie vor schwer verunsichert...
Dass, mit 2 Verbrauchern am Ausgang - bzw. weshalb NICHT - habe ich soweit kapiert.

Ein Auszug aus der Bedienungsanleitung:

"Bemerkung: Ein Wechselrichter ist eine vom Netz unabhängige Spannungsquelle vergleichbar mit
einem Notstromgenerator. Phase und Neutralleiter können darum vertauscht werden.
Zwischen Phase und Neutralleiter liegt eine Spannung von 230V.
Zwischen Phase und Erde sowie zwischen Neutral und Erde liegen jeweils 115V an.
Je nach Installationsvorschrift oder Anwendung (beim Benutzen eines FI Schutzschalters) können
Neutral-Leiter und Erde (gelb-grün und blau) verbunden werden."

Ich habe NICHTS verbunden oder geändert - lediglich die Kabel richtig angeschlossen.
Wenn ich das Prinzip Schema richtig interpretiere, IST das Gehäuse bereits an PE ????

Kann ich in irgend einer Form Personenschutz installieren?
Die Einheit hat während des reg. mob. Betriebes KEINE Erde.

Btw: was, wenn ich die mob. Einheit auf der Hebebühne betreibe?
- zwar ist auf der Hebebühne - genau wie im reg. "Berieb" keine Erde vorhanden
Aber: was, wenn man bei der Arbeit auf der Bühne geerdete Teile berührt?
Bzw. falls ein Fehler vorhanden wäre - man geerdete teile berührt?

Das ganze ist im Rahmen von Kleingeräten, mit einer max. Leistungsaufnahme von ca. 500 Watt
- kleiner Winkelschleifer / kleine Stichsäge / kleine Fitting-Presse

Auf Anfrage hielt man sich bei Studer verst. Weise bedeckt...

Den Rat, den ich anderweitig bekam - Neutral-Leiter und Erde zu verbinden,
bin ich (noch) nicht nachgegangen.
- zumal ich (Laie) dass nicht verstehe, weil mich die Angabe:
"Zwischen Phase und Erde sowie zwischen Neutral und Erde liegen jeweils 115V an"
schwer irritiert - dass bezieht sich NUR? auf den Einsatz eines FI ?

Vielleicht könnt Ihr mir helfen?

Im Anhang - bzw. versuche mal hochzuladen - das Prinzip Schema des AJ

P.S. hochladen geht wohl doch nicht... sagt: erfolgreich - Bild ist aber NICHT da......
(Und täglich grüßt das Murmeltier... Geht einfach nicht...)

Ich kapier's Nicht!
- versuche es mal so: (keine Ahnung, wie dass hier funktioniert...)

Bild

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Ftmmsch am 16 Feb 2020 20:04:28

! Ändern geht nicht mehr !

Hier der Link zum Prinzip Schema der AJ Serie:
--> Link

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Ftmmsch am 16 Feb 2020 21:05:37

Auf nachstehender Seite:
--> Link

habe ich bzgl. Sicherheit Weiteres lesen können..

Allerdings stellt sich mir immer noch die Frage:

Wenn nur ein Verbraucher angeschlossen wird / werden kann / darf:
Szenario: ein Benutzer eines unwissentlich defekten Gerätes, sitzt im Mobil zwar in einem "Käfig",
gibt aber gerade einem außerhalb stehenden die Hand...
An und für sich nicht schlimm... Nur, dass der Jenige gerade Barfuß ist oder schlecht bzw. nicht isolierendes Schuhwerk trägt???

Ok - ist ein wenig "abgedreht" - evtl. vergleichbar mit meinem Szenario,
von einem Benutzer, der auf einer Hebebühne steht und geerdete Anlagenteile berührt????

Dass mit den mehreren Verbrauchern lässt sich evtl. mittels 2 poligem Umschalter realisieren.
Damit min. 2 Steckdosen verwendet werden können, ohne die Stecker ein- u. auszustecken...

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Ftmmsch am 17 Feb 2020 18:37:44

Btw: als Laie, vermute ich mal, dass ein bzw. Mein Wechselrichter keine galvanische Trennung hat?

Denn, wenn ich den Text / die Angaben von Studer richtig interpretiere, würde bei der Kopplung von Neutralleiter, Erde, Gehäuse, die galvanische Trennung doch aufgehoben werden?

Ich hätte Elektriker werden sollen.....

geralds am 17 Feb 2020 19:10:59

Hallo,

was den Personenschutz angeht, solange Du nur ein Gerät am WR benutzt, ist der Schutz gewährleistet. Selbst dann, wenn Du mit einem der spannungsführenden Leiter in Berührung kommst. (Auch wenn Du jemandem die Hand gibst der barfuß in einer Pfütze steht.) Der Stromkreis über Erde ist ja nicht geschlossen.
Daher:
Keine Verbindung mit Erde oder Masse herstellen.
Erde und Neutralleiter nicht verbinden!

Die 2x115V sind völlig normal und werden von Siebkondensatoren am Ausgang verursacht. Es kommen dadurch aber keine gefährlichen Ströme zum Fließen.

Erst wenn Du mehrere Geräte betreiben möchtest, wird es etwas kompliziert. Bei einem mobilen WR würde ich generell davon abraten.

Gruß Gerald

Ftmmsch am 17 Feb 2020 19:25:45

Hallo Harald,

Vielen herzlichen Dank für deine Antwort.

Dem Prinzip Schema nach, ist PE (wohl intern) mit dem Gehäuse verbunden.

Dass ist kein Problem für mich? - in Bezug auf, bei mir, nicht vorhandene Erdung?

Zu dem Betrieb mit 2 Steckdosen:

Ist mein Gedanke, die beiden Steckdosen durch einen 2 poligen Umschalter mit Nullstellung - zu trennen, grundsätzlich richtig?
Oder müsste ich einen 3 poligen haben, um PE auch zu schalten?

Vielen Dank im Voraus

Lothar

geralds am 18 Feb 2020 01:11:03

Ftmmsch hat geschrieben:Hallo Harald,

Vielen herzlichen Dank für deine Antwort.

Dem Prinzip Schema nach, ist PE (wohl intern) mit dem Gehäuse verbunden.

Dass ist kein Problem für mich? - in Bezug auf, bei mir, nicht vorhandene Erdung?


Die Verbindung zum Gehäuse ist kein Problem. Das Gehäuse darf auch mit Erde verbunden sein.

Ftmmsch hat geschrieben:Zu dem Betrieb mit 2 Steckdosen:

Ist mein Gedanke, die beiden Steckdosen durch einen 2 poligen Umschalter mit Nullstellung - zu trennen, grundsätzlich richtig?
Oder müsste ich einen 3 poligen haben, um PE auch zu schalten?

Vielen Dank im Voraus

Lothar


PE wird grundsätzlich nicht geschaltet. Einen 2-poliger Umschalter kannst Du einsetzen.

Gruß Gerald

pfeffersalz am 18 Feb 2020 12:00:40

Hallo Lothar,

Die Errichtung von elektrischen Anlagen hinter diesem Wechselrichter durch Laien ohne Auslegung einer Schutzart ist laut DIN/VDE generell unzulässig. Das Einzige was du ruhigen Gewissens machen darfst, ist in die vorhandene Steckdose EIN Gerät einzustecken. Wenn du das andere Gerät brauchst, steck einfach um.

Also:

Bevor du den Hinweis von Geralds umsetzt, lass dir für etwaige Regressforderungen dessen ladefähige Adresse geben.

kdupke am 18 Feb 2020 12:32:19

Du kannst garantiert Fälle nennen, wo jemand wg. eines Forumpostings über Elektrofragen in Regress genommen wurde. Ansonsten ist das einfach nur Panikmache, und aus meiner Sicht total fehl am Platz.

gruss kai

andwein am 18 Feb 2020 13:13:27

kdupke hat geschrieben:Du kannst garantiert Fälle nennen, wo jemand wg. eines Forumpostings über Elektrofragen in Regress genommen wurde. Ansonsten ist das einfach nur Panikmache, und aus meiner Sicht total fehl am Platz. gruss kai

Der Beitrag von "peffersalz" ist vollkommen gerechtfertigt und weist auf die technischen und sicherheitstechnischen Regeln hin.
Es steht jedem frei diese im Privatleben nicht zu beachten, nichts desto trotz sind sie da und richtig. Gerade in Foren von Hobbybastlern sind sie essentiell und notwendig. Mit Regress hat das alles nichts zu tun, bei Fehlern in der 230V Anlage ist die Chance, dass noch jemanden zu Regressforderungen in der Lage ist äußerst gering!
Übrigens: lt BG ETEM gab es 2018 3287 gemeldete Stromunfälle, bei denen 4 tödlich endeten. Also selbst dioe Professionellen fallen ihrem fehlenden Sicherheitsbewußtsein zum Opfer.
Lt VDE waren 2015 im Haushalt 7 tödliche Stromunfälle, 7 bei Männern (die Basteln) und 0 bei Frauen (sie lassen die Hände weg vom Strom und basteln weniger).
Gruß Andreas

geralds am 18 Feb 2020 14:30:39

pfeffersalz hat geschrieben:Hallo Lothar,

Die Errichtung von elektrischen Anlagen hinter diesem Wechselrichter durch Laien ohne Auslegung einer Schutzart ist laut DIN/VDE generell unzulässig.


Die Schutzart ist gegeben, sie nennt sich Schutztrennung!

pfeffersalz hat geschrieben:Das Einzige was du ruhigen Gewissens machen darfst, ist in die vorhandene Steckdose EIN Gerät einzustecken. Wenn du das andere Gerät brauchst, steck einfach um.


Umstecken ist sicher besser. ABER: Kannst Du mir bitte die Vorschrift nennen, in der ein Schalter hinter dem WR verboten ist.
Die gibt es nicht! Wenn ein Schalter, hier ein 2-poliger Wechsler mit 0-Stellung, eingesetzt wird, ist das absolut in Ordnung.

pfeffersalz hat geschrieben:Also:

Bevor du den Hinweis von Geralds umsetzt, lass dir für etwaige Regressforderungen dessen ladefähige Adresse geben.

[/quote]

Dem sehe ich aber ganz entspannt entgegen. Immer diese Panikmache. :evil:


andwein hat geschrieben:Der Beitrag von "peffersalz" ist vollkommen gerechtfertigt und weist auf die technischen und sicherheitstechnischen Regeln hin.


Andreas
Der Betrag war kein Hinweis, sondern unterstellt, dass hier Regeln (oder Vorschriften) gebrochen werden.
Wenn Du dem zustimmst, kannst Du die Vorschrift sicher auch zitieren.

Da bin ich jetzt aber sehr gespannt. :)

Gruß Gerald

andwein am 18 Feb 2020 17:03:30

geralds hat geschrieben:...."Der Beitrag von "peffersalz" ist vollkommen gerechtfertigt und weist auf die technischen und sicherheitstechnischen Regeln hin".
Andreas
Der Betrag war kein Hinweis, sondern unterstellt, dass hier Regeln (oder Vorschriften) gebrochen werden.
Gruß Gerald

Hallo "geralds"
War eine Unschärfe von mir, ich kommentierte den 1. Absatz!!
Gruß Andreas

fschuen am 18 Feb 2020 17:37:42

Ftmmsch hat geschrieben:Auf nachstehender Seite:
--> Link
habe ich bzgl. Sicherheit Weiteres lesen können..


Das ist interessant, weil der Artikel in einfachen Worten beschreibt, welches abstruse Szenario gerne als Sicherheitsrisiko bei Betrieb mehrerer Geräte an einem WR dargestellt wird. Ich bestreite aber, dass das passieren kann: Die Metallgehäuse der Geräte sind über den Schutzleiter der Mehrfachsteckdose leitend miteinander verbunden. Folglich führt der "Doppelfehler" immer zum Kurzschluss, auch wenn er in verschiedenen Geräten vorkommt. Und der WR schaltet ab.

Darüber hinaus würde mich mal interessieren, welche VDE-Vorschrift überhaupt für Inselanlagen gelten soll, und auf welcher Basis und für welche Spannungen. Muss ich in Zukunft zum Elektriker, wenn ich Batterien in einer Fernbedienung wechseln will, oder gilt das nur für den Fotoblitz?

Gruss Manfred

pfeffersalz am 18 Feb 2020 17:53:03

fschuen hat geschrieben:
... Die Metallgehäuse der Geräte sind über den Schutzleiter der Mehrfachsteckdose leitend miteinander verbunden. Folglich führt der "Doppelfehler" immer zum Kurzschluss, auch wenn er in verschiedenen Geräten vorkommt. Und der WR schaltet ab.
...

Gruss Manfred



Welcher Doppelfehler führt zum Kurzschluss?
Welcher Doppelfehler führt nicht zum Kurzschluss?
Welcher Doppelfehler ist ungefährlich?
Welcher Doppelfehler kann tödlich sein?

Ist das ein Doppelfehler?

Bild

Ist das ungefährlich?

Bild

Linke Hand am Schutzleiter, rechte Hand am Schraubenzieher? Ungefährlich?

Bild

Habt ihr alle Fälle berücksichtigt?

geralds hat geschrieben:
... ganz entspannt ... Immer diese Panikmache. :evil:


Gruß Gerald


Panikmache?

:?:

George67 am 18 Feb 2020 17:59:11

Weder sind Normen Gesetze, noch gibt es Strafen für deren nicht-Einhaltung.

Weder kenne ich alle Normen bis zum kleinsten Detail, noch rate ich dazu, sie nicht einzuhalten.

Aber ich bin beruflich oft genug gezwungen, Normen zu umgehen, wenn sie für einen Anwendungsfall einfach nicht passen, und stattdessen ersatzweise Einrichtungen vorzusehen, die gleiche oder bessere Sicherheit gewährleisten. Das wird geprüft, bewertet und im Rahmen einer CE schriftlich dokumentiert.

Was hilft das jetzt dem OP?

Nichts, ausser der Erkenntnis, dass er mit seinem Fall formal ausserhalb der aktuellen Norm arbeitet, und eigentlich Fachkenntnisse braucht, um genau beurteilen zu können, was er machen will.

Deswegen fände sogar ich es interessant, wenn die Normenkundigen mal einen Praxisfall angeben könnten, in dem ein Wandler mit einer Mehrfachsteckdose zu einer Gefahr führen kann.

pfeffersalz am 18 Feb 2020 18:06:25

George67 hat geschrieben:Deswegen fände sogar ich es interessant, wenn die Normenkundigen mal einen Praxisfall angeben könnten, in dem ein Wandler mit einer Mehrfachsteckdose zu einer Gefahr führen kann.

Zu faul zum googlen? :lol:

--> Link

--> Link

ANMERKUNG: Wenn in Stromkreisen mit Schutztrennung Körper entweder zufällig oder absichtlich mit
Körpern anderer Stromkreise in Berührung kommen können, hängt der Schutz gegen elektrischen Schlag
nicht mehr allein von der Schutzmaßnahme Schutztrennung ab, sondern auch von der Schutzmaßnahme,
in die die letztgenannten Körper einbezogen sind.

fschuen am 18 Feb 2020 18:08:25

So viele Fragen! Hier die Auflösung: ja, das ist ein Doppelfehler (Schutzleiter unterbrochen und ein Leiter blank). Gefährlich ist das aber nur im Haus ohne FI mit 50% Wahrscheinlichkeit (wenn's die Phase ist), nicht am WR. Darum geht es hier aber nicht, es geht um einzelne Fehler in zwei verschiedenen Geräten. Lies mal den Artikel.

Die anderen Situationen sind sicher; beim Fön sind die Innenleiter ja noch ordentlich isoliert, und dem Kind kann schon gar nix passieren. Erstens ist der Schraubenziehergriff isoliert, und zweitens ist die Steckdosenleiste nicht eingesteckt.

Falls du Bezug zum Fach haben solltest: ich wüsste das mit den Inselanlagen wirklich gern. Wenn du nur Panik machen willst: mehr davon - das ist lustig!

Gruss Manfred

rolfblock am 18 Feb 2020 18:35:22

Wenn das aufgeschnittene Kabel am IT Netz hängt, ist es sicher.
Ebenso der Fön, selbst wenn eine Ader abisoliert wäre.
Das Kind ist sicher, weil es nur einen Schraubendreher hat.

Dank IT Netz sind alle Beispiele sicher, und das ohne FI Schalter.

MountainBiker am 18 Feb 2020 19:57:54

Hallo,

hier die Beschreibung eines 2fach-Fehlers (Doppelfehler erinnert mich zu sehr an Tennis :) )

Im Gerät 1 ist ein Erdschluß der Phase, das wird aber unter Umständen nicht bemerkt. Der Mann nimmt Gerät 2 in die Hand es liegt Netzspannung am Gehäuse. Ohne RCD/FI löst der Leitungsschutzschalter erst bei überschreiten des Nennstroms aus, ggf 16-25A. Das ist für den Mann mit der Bohrmaschine kein Spass. Mit FI wird bei Differenzstrom N zu L von 30mA ausgelöst und Spannungsfrei geschaltet (hier der Fall da ja Strom L zu PE/Erde fließt).
Bild

Wurde im Thread eingehend behandelt: --> Link

George67 am 18 Feb 2020 20:26:21

Man braucht also gleich 2 Fehler/aufgeschnittene Kabel, um zusammen mit einem 3. Fehler/dem Falschen Netz einen Fehler zu konstruieren, den ein anderes Netz abfängt.
Und die ersten Beiden Fehler sind einem Laien klar, während der 3. Fehler Spezialwissen ist?

George67 am 18 Feb 2020 20:30:41

At MB:
Das ist ein Fall mit 2 Geräten mit Gehäuse an Schutzerde.
Verstanden.
Das haben heute immer weniger Geräte.

Gibt es auch einen Fall mit 2 schutzisolierten Geräten, die PN garnicht benutzen?

kdupke am 18 Feb 2020 21:03:49

Und wenn mein Womo einen FI hat (und der vom Typ B - wg. potentiellem Gleichstromanteil ist), und ich den WR an den Außenanschluß (da wo ich sonst das 25m Kabel einstecke) ankoppel. Was ist dann?

So wird in den US der Generator angeschlossen. Das Zuleitungskabel wird entweder in die Campground-Dose gesteckt oder den Generator.

gruss kai

hmarburg am 18 Feb 2020 21:44:59

kdupke hat geschrieben:Und wenn mein Womo einen FI hat (und der vom Typ B - wg. potentiellem Gleichstromanteil ist), und ich den WR an den Außenanschluß (da wo ich sonst das 25m Kabel einstecke) ankoppel. Was ist dann?


Kreisladung, da dein Landstromladegerät die Batterie bedient und die Batterie den Wechselrichter. Ist selten gewünscht!

Gruß, Holger

MountainBiker am 18 Feb 2020 22:24:46

Hallo George,

Gibt es auch einen Fall mit 2 schutzisolierten Geräten


Bei schutzisolierten Geräten gibt es keine verdeckten Fehler (jeder Fehler zeigt sofortige Wirkung), deshalb gibt es auch keinen Fall mit 2 Geräten, der sich von 1 Gerät unterscheidet.

geralds am 19 Feb 2020 03:00:04

Hallo,

Ich denke die Frage des TE wurde geklärt.

Die darüber hinausgehenden Fragen wurden in dem von MountainBiker zitieren Thread eingehend behandelt: --> Link
Ich denke wir müssen das hier nicht nochmal aufrollen.


Gruß Gerald

Ps.: Wer mehr zu den verschiedenen Netzformen wissen möchte, kann sich bei Wikipedia oder auch hier ein wenig einlesen: --> Link

fschuen am 19 Feb 2020 10:22:36

geralds hat geschrieben:Ich denke die Frage des TE wurde geklärt.


Aus meiner Sicht wurde sie nicht geklärt, und der TE müsste sich selbst dazu äussern. Die Diskussion und die Bilder dazu sind aber abwegig, daher zurück zum Thema:

Ein Anschluss mehrerer Geräte über z.B. eine Verteilersteckdose mit Schutzleiter stellt keinerlei Gefahr da, weder in der Situation des TE noch im Wohnmobil. Das ist meine persönliche Ansicht, der gerne widersprochen wird, weil es möglich sei, über zwei (versteckt) defekte Geräte mit beiden Händen quasi indirekt in die Steckdose zu greifen. Und ich habe das bestritten, weil die beiden Geräte (Gehäuse) über den Schutzleiter leitend miteinander verbunden sind, und damit der zweite Fehler einen Kurzschluss verursacht und der WR abschaltet. Ganz ohne Erdung und ohne FI. Und es ist sicherer als das Gebastel mit einer Brücke, bei der ich freiwillig das Fahrzeug gegen einen Innenleiter Netzspannung führen lasse, um dann dieses Risiko mit einem FI wieder abmildern zu können. Leider kann auch ein FI versagen, aber man kann ja zwei nehmen. Sicher ist sicher ...

Gruss Manfred

geralds am 19 Feb 2020 12:02:02

Hallo,

ich möchte eingangs erwähnen, dass die Forderungen der Schutzmaßnahmen aus VDE 410 ja nicht für die Verhältnisse in Wohnmobilen gemacht wurden, sondern insbesondere auch für das Leben und Arbeiten draußen. Man denke da u.a. an Feuerwehren, THW, Baustellen u.s.w.

Der von Manfred beschriebene Fall trifft zu, wenn 2x eine widerstandsarme Verbindung zum Gehäuse vorhanden ist. Dann fließt ein Kurzschlussstrom und der WR schaltet ab.
Was passiert aber, wenn der 1. Fehler keinen Kurzschluss mit dem Gehäuse herstellt, sondern über einen Übergangswiderstand erfolgt. Dann schaltet die Kurzschlussüberwachung vielleicht nicht ab und es entsteht am defekten 2. Gerät eine hohe Berührungsspannung.

Vielleicht im Womo schwer vorstellbar, aber z.B. bei Feuerwehreinsätzen in feuchtem Umfeld schon eher vorstellbar.

Was bei einem Schluss (Fehler) mit Übergangswiderstand passieren kann, durfte ich am Anfang meiner Berufslaufbahn mal life miterleben.
Ich habe bei einem EVU (Elektrizitätsversorgungsunternehmen) meine Lehre gemacht und dort auch während des Studiums in den Semesterferien regelmäßig gearbeitet.
Einmal kam eine Frau auf uns zu, die erzählte, sie bekomme gelegentlich einen elektrischen Schlag wenn sie in der Küche arbeite, insbesondere wenn sie den Wasserhahn anfasse.

Nach vielen Messungen und auch vielen Fragen stellte sich dann folgendes heraus:
Es war ein älteres Fachwerkbauernhaus, d.h. ohne Fundamenterder. Das war neu verputzt worden und dafür wurden Platten aus Metallgeflecht an die Wand als Putzuntergrund genagelt. Ein Nagel traf die Zuführung zur Hoflampe, natürlich nur die Phase.
Wurde die Lampe abends eingeschaltet, wurde das ganze Haus durch das Metallgeflecht auf etwas über 60V angehoben. Die Sicherung löste auf Grund des Übergangswiderstandes nicht aus. Ein Fi war für diesen Stromkreis nicht vorhanden. Fasste jetzt die Frau die auf Erdpotential liegende Wasserleitung an, spürte sie die Spannung von etwas über 60V natürlich, mit nassen Händen ganz besonders.

Jetzt mag jeder für sich überlegen und entscheiden ob ein ähnlicher Fall (mit einem Fehler mit Übergangswiderstand) auch in einem Wohnmobil auftreten kann. Ich möchte mich zu dem Risiko nicht äußern. Insbesondere, da Womo´s unterschiedlich ausgerüstet sind und jeder andere Geräte einsetzt. Ich z.B. habe kein Gerät im Womo, dass über einen Stecker mit Schutzkontakt betrieben wird. Nur Geräte mit Schutzisolierung.

Gruß Gerald

pfeffersalz am 21 Feb 2020 13:59:39

geralds hat geschrieben:Hallo,

ich möchte eingangs erwähnen, dass die Forderungen der Schutzmaßnahmen aus VDE 410 ja nicht für die Verhältnisse in Wohnmobilen gemacht wurden, sondern insbesondere auch für das Leben und Arbeiten draußen. Man denke da u.a. an Feuerwehren, THW, Baustellen u.s.w.

...

Gruß Gerald


VDE410: Errichten von Niederspannungsanlagen
:lupe:
Ist doch klar: Man kann nicht erwarten, dass Jeder weis was Schutztrennung ist und den Unterschied zu Schutzisolierung kennt. Beispiele aus dem IT Netz bringen nichts, Hinweise dass der FI auslöst auch nichts, der TE hat nämlich keinen.

Übrig bleibt für Geralds, seinen falschen Rat, hinter den kleinen Wechselrichter ein Netz zu installieren zurückzunehmen und seine Fehlberatung einzugestehen. Ist das so schwer wenn man ausnahmsweise nicht immer recht hat?

George67 am 21 Feb 2020 14:50:58

Ich habe diesen Thread (und auch den vorherigen) deswegen interessiert verfolgt, wil ich wissen will ob mein grundsätzliches Gefühl richtig ist oder nicht - man will schon gerne wissen, ob das was man tut auch "in Ordnung" ist.

Mittlerweile denke ich ich, dass ich beide Seiten des Problems verstanden habe.

Ich sach ma so:

Hinter einem Wandler habe ich ein System, bei welchem die Schutzerdung von Geräten bei fehlendem FI zur Gefahr werden kann, wenn mehrere Geräte parallel angeschlossen sind. (Unter Annahme mehrerer Fehler im System).

Damit bleibt entweder der Ratschlag der Normung - nur ein Gerät anschliessen.
Oder ich schliesse nur Geräte ohne Schutzerdung an, es gibt ja sogar Vielfachstecker ausschliesslich für Europastecker. Dann hätte ich zwar die gleiche Sicherheit für die Benutzer, aber es ist formal nicht normengerecht.
(oder ich mogele einen FI hinter den Wandler, was bei unklarer Nullung nicht einfach ist)

Und an der Stelle bin ich genau da, was ich oben bereits geschrieben habe, entweder die Befolgung von Normen, oder die Beurteilung der Situation aufgrund von eigener technischer Fachkenntnis. Das schliesst ein, dass die Norm ja grundsätzlich gilt, die Verhältnisse im Womo ja u.U. einvernehmlich anders beurteilt werden können.

geralds am 21 Feb 2020 22:25:07

pfeffersalz hat geschrieben:

Übrig bleibt für Geralds, seinen falschen Rat, hinter den kleinen Wechselrichter ein Netz zu installieren zurückzunehmen und seine Fehlberatung einzugestehen. Ist das so schwer wenn man ausnahmsweise nicht immer recht hat?


Ich verstehe wirklich nicht, dass Du nicht verstehen willst, dass wenn 2 Steckdosen alternativ (Über einen Umschalter geschaltet) an einem WR betrieben werden, immer nur eine Steckdose / ein Gerät aktiv ist. Und das entspricht den Vorschriften.

Schalter hinter einem WR sind erlaubt. Beispiel NVS.

Ich habe also gar nichts zurückzunehmen!

Gruß Gerald

P.s.: I"st das so schwer wenn man ausnahmsweise nicht immer recht hat?" Gilt in diesem Fall eher für Dich.
Wenn Du meinst, dass Du recht hast, belege das auch.

gespeert am 26 Feb 2020 18:36:40

Pfeffer,
der Schalter hat die Stellung 1--0--2.
Wenn das ne Ausführung mit zwangsgeführten Kontakten ist, also die schweren Industriedrehschalter bspw., so ist das ok.

Ein No Go ist ein Schalter 0--1--2. Hier könnte der Kontakt unbemerkt hängenbleiben und beim Umschalten knallt es (eine Hand am Gerät, eine Hand am Schalter)

MountainBiker am 26 Feb 2020 19:44:41

Hallo gespeert,

die schweren Industriedrehschalter

solche Umschalter gibt es auch etwas kompakter für die Hutschiene - nennt sich Gruppenschalter - Kontakte werden in der Mittelstellung erst getrennt und dann mit mit dem anderen Kontaktsatz verbunden (rechts neben der FI/LS-Kombination):
Bild
Ich benutze diesen für meine manuelle Netzumschaltung (Netzvorrangschaltung)!

Ftmmsch am 28 Feb 2020 14:20:59

Hallo Erstmal :-)

Als Thread-Starter habe ich mal reingeschaut - und habe mich erstmal mächtig erschrocken :-)

Ich dachte:
"Was habe ich denn da vom Zaun gerissen"

Nachdem ich in Ruhe (musste mich beruhigen:-)

Alles sorgfältig gelesen und verarbeitet habe, möchte ich kurz folgende Info's geben:

Zu den Geräten:
Zwar werden in der Regel 2-polige verwendet, aber eine Verwendung 3-poliger kann ich nicht ausschließen, da es Schweizer Steckdosen sind und somit jederzeit auch reg. 3-polige zur Anwendung kommen könnten.

Zum Schalter:

Für Sowas verwende ich sowieso Immer meine (Kistenweise) vorhandenen Kraus-Naimer mit Null-Stellung.

Was mich dabei erinnert:

Die 2-poligen 3-Stufen Schalter haben KEINE "Mittelstellung"

Doof ist nur: aus Platzgründen habe ich eine Feuchtraum - Dreifach-Dose von Feller gekauft...

Na Ja. :-)


Werde jetzt mal öfter reinschauen.

Dachte gar nicht mehr an diesen Thread...

Nahm an, dass der totgelaufen ist...

Wesgalb? Bekam keine Benachrichtigungen.....




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