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Projekt 1000Ah Winston LiFeYPO4 Erfahrungsbericht Selbstbau


PsPMaxi am 26 Feb 2020 12:20:22

Hallo,
Zuerst zu mir: Ich bin Thomas, derzeit noch wohnhaft Wien. Geplant wird nächstes Jahr der Umzug in mein "schwimmendes" Wohnmobil.
Problem, Technik, Lösungen sind aber ähnlich bei einem Campingmobil.

Ich möchte mich zuerst bei Lars bedanken, für seine Unterstützung, vorallem aber, dass er mir viel Mut gegeben hat, das ich es schaffen werde. Danke nochmals für die Tipps und Unterstützung.
Und auch bedanke ich mich für die vielen Infos hier im Forum, ohne diese hätte ich garnicht die Ideen zum Umbau gehabt.

So, nun zum Stand vor dem Umbau:
4x Bleibatterie a 125Ah als Servicebatterie
2x Bleibatterie a 110Ah als Starterbatterie
2x Lichtmaschine 80 Ampere, 2xTrennrelays, 2x Hauptschalter dazwischen ,1x 4 Meter Kabellänge, 1x 9 Meter Kabellänge bis zur Batterie (Spannungsabfall vorprogrmiert)
2x Cristec Ladegerät a 40 Ampere, jeweils laden von 1x Starterbatterie und Servicebatterie



Beitrag Umbau folgt.

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PsPMaxi am 26 Feb 2020 12:32:21

Was will/brauche ich:
komfortabel Leben ohne Landstrom und wenn möglich ohne Gas!!

Plan:
1000Ah Winsten LiFeYPO4 (erweiterbar auf 1400Ah)
2x Victron Multiplus 12V/3000 parallel (Lastverteilung, Ausfallssicherheit, Temperatur)
Lichtmaschinenverkabelung auf 35mm² (teilweise war es schon) und Ladebooster um die Ladespannung anzupassen und Überlast zu vermeiden.
2x Victron Smartsolar 12/30 mit je einem 300 Watt Panel zum Testen. (später kommen 5 Panel/Regler, da Verschattung nicht vermeidet werden kann)
Batteriecomputer
alten Ladegeräte als Reserverve, da diese von 90 Volt bis 265 Volt funktionieren.
220Volt Verkabelung anpassen (Landstrom, Generator, Induktion (später wenn genug Strom vorhanden),Fi , Sicherungen, ...

Fortsetzung folgt

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

PsPMaxi am 26 Feb 2020 12:40:22

Kauf von 20x Winston 200Ah direkt in Prag.
200Ah Zellen deshalb, weil Lars meinte, diese haben die höchste Überkapazität (später beim Test mehr Info dazu)



Alles verladen


Dann noch ein Treffen mit Lars in Dresden für seinen Bausatz:

Fortsetzung folgt

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PsPMaxi am 26 Feb 2020 12:48:55

Aufstellung zum initialisieren

Begin Testaufbau: (Testaufbau deshalb, weill ich alles wieder zerlegen muss und nach Krotien zum Einbau bringen muss)




PsPMaxi am 26 Feb 2020 13:03:47

Test:
ca. 6600Watt auf der 220 Volt Seite = ca. 550 Ampere 12 Volt Seite
Erkenntnis: Kabel, Sicherung,.. werden warm bis heiß.
Danach Änderung: vom Pluspol Batterie mit 2x 95mm² mit je 250A Sicherung zum Abschaltrelay, von dort 2x95mm² Kabel zum Plusverteiler.
Minusseite wurde verändert, im dem direkt am Shunt Ausgang die Wechselrichter über eine Verteilerschiene angeschlossen wurden.
jetzt sind 15 Minuten Dauerlast durchaus möglich.


Man beachte: die Spannung bleibt auch bei grosser Belastung stabil.


Kapazitätstest:
Ich habe den Test beendet, sobald die erste Zelle unter 3 Volt gesunken ist.
Ergebnis sind für 1000Ah Batterie eine Entnahme von 1200Ah (Entladung erfolgte zwischen 70-200Ampere Last)

PsPMaxi am 26 Feb 2020 13:11:23

Finaler Einbau:







PsPMaxi am 26 Feb 2020 13:23:45

Diese Saison testen wir das. Mal sehen, welche Änderungen von Nöten sind.
Der 220 Voltteil wurde mit einem Elektriker dahingehend umgebaut, das nun Landstrom (mit Sicherung) und Generator (mit Sicherung) an einem manuelen Umschalter angeschlossen wurden und von dort zum Multiplus an den Eingang gehen. Multiplus Ausgang geht nun zum Fi/Sicherung und dann zum 220 Volt Verbraucher Netz. Für spätere hohe 220 Volt Verbraucher haben wir einen 25A Fi Automaten vorgesehen.
Die ganze 220V Verkabelung zwischen Landstrom/Generator (4KVA) und Multiplus zu den Fi ist nun 4mm², normale Verbraucher gehen mit 1,5/2,5mm² weiter, 4mm2 haben wir für Induktion vorbereitet.

Danke nochmals an Lars und auch die Forumsmitglieder, welche interessante Beiträge schreiben.
Thomas

stoppie am 26 Feb 2020 14:02:00

Whow - geiles Projekt, welches Du realisiert hast. Von Ah kann man nicht genug haben! Ich bin da auch ein Freund von. :D

Habe ich das richtig gelesen, es sollen 1,5 PV-kW-peak auf das Dach? Ob das Gesamtkonzept in diesem Zusammenhang mit 1.400 Ah LiFeYPOs in etwa passt, ist von den zukünftig angeschlossenen Elektrogeräten abhängig. Ich habe nur etwas von einem Induktions-Kochfeld gelesen. Wie sieht es mit dem Kühlschrank und weiteren Elektroverbrauchern aus? Soll es ein Kompressor werden?

Auf jeden Fall gefällt mir Deine Anlage. Die Lixxxs sind unverrückbar schön puschelig eingebaut. Mit den 2x95mm² Hauptstromleitungen bist Du vom Spannungsfall her auf der sicheren Seite. Wesentlich Erwärmungen der verbauten E-Komponenten dürftest Du jetzt nicht mehr haben, oder?

Weiterhin viel Spaß und Erfolg bei Deinem Elektroprojekt wünscht

Stoppie

PsPMaxi am 26 Feb 2020 14:26:31

Hallo Stoppie,

Ich habe jetzt schon 2x 12 Volt Kompressorkühlschränke eingebaut. Später kommt ein Tiefkühler dazu. Navi und Autopilot + Transponder System brauchen ca. 8 Ampere/ Stunde wenn es läuft. Von daher ist schon ein gewisses "Grundrauschen" vorhanden.

Ich kann 5 Panel einbauen, 170 cm oder 200 cm lang, 1 Meter breit. die 2 Meter Panel haben derzeit 400Watt pro Stück. Also bis 2 PV-kW-peak möglich, aber Verschattung kann ich eben nicht verhindern.
An Elekto 12Volt kommt noch als großer Verbraucher eine Wasserentsalzungsanlage. Die zieht pro Tag voraussichtlich 50Ah.
An Elektro 220V must have: Microwelle, Wasserkocher, Kaffeemaschine, Waschmaschine.
nice to have: Induktionskochfeld, E-Herd, kleine Wassergekühlte Klimaanlage -> diese Dinge stehen erst zur Diskussion, wenn ausreichend Energie dafür vorhanden ist.

Wie geschrieben, ich habe später fast keine Möglichkeit mehr, einfach so an Landstrom anzustecken.

2x95mm² Hauptstromleitungen: bei 500Ampere Belastung werden die Kabel selbst handwarm. Problematisch ist eher der Anschluss am Relay, das hat nur eine M10 Schraube pro Seite, auch die Sicherungen/Stecker werden warm. Aber, soviel Apmere ziehst du normal nicht so lange. Das ist der maximalwert für Induktion. (ca. 6500 Watt)

lg
Thomas

BenNemsa am 27 Feb 2020 20:51:12

Servus PsPMaxi,
wir hatten im Eigenheim über Jahre insgesamt zweifasig nur 16A für ein ElektraBregenz Induktionskochfeld! Dies hat für zwei Kochfelder immer gereicht (Leistung wurde automatisch reduziert). Einzig ein Bügeleisen oder der Geschirrspüler, oder.., dazu haben dann die Sicherung geschossen. Also: wenn du kein Catering auf deinem Boot betreiben willst, wirst du nie in die Verlegenheit kommen, die Grenzen des Systems zu erreichen!

Super Projekt!

peter

mivoc am 28 Feb 2020 03:57:40

warum keine 24V?

PsPMaxi am 28 Feb 2020 11:04:06

Akku mit 24 Volt hatte ich auf der Liste.
Allerdings ist die Liste, was ich dann alles Umbauen/Ändern muss/sollte sehr lang geworden. Original ist alles 12 Volt. Angefangen von beiden Lichtmaschinen, Beleuchtung, Kühlschränke, Standheizung, Gasanlage,
da ein Boot habe ich auch eine Ankerwinch (1200Watt) und eine andere Winsch auf 12V (1000 Watt), sowie einiges an Navigation, Sensoren, Bussystem,..... Alles 12 Volt.
Klar hätte ich einen 24->12 Volt DC Wandler (oder mehrere für die benötigte Leistung) einbauen können, aber wäre auch eine Fehlerquelle mehr gewesen. Ohne 12 Volt geht eben nichts.
Kosten/Nutzen für einen Umbau auf 24 Volt wäre nicht so besonders gut gewesen.
Unterm Strich reichen 12 Volt für vermutlich 98% aller Anwendungen, und für Spitzenlast beim zb. Kochen für die kurze Zeit funktioniert es ausreichend gut.
Ist nur meine Meinung/Entscheidung nach langem Überlegen zwischen 12/24 Volt (allerdings hatte ich auch über 48 Volt nachgedacht ;-)

lg
Thomas




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