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Abschreibung 1 gegen Fahrtenbuch


road-king am 27 Feb 2020 10:56:17

Hallo

Bei mir steht demnächst ja der VW California im Hof
und den möchte ich in meinem Büro nutzen und daher auch steuerlich geltend machen
habe mir das mal zusammen gestellt und ... oh Schreck .. da kommt gar kein Vorteil bei raus , wenn man die 1 % Regelung nutzt
also wollte ich hier mal meine Rechnung vorstellen .. in der Hoffnung dass ein Steuerberater mich eines besseren belehren kann

kleine Rechnung
Listenpreis 80000 Euro Brutto
Kaufpreis 66318 Euro Brutto

Mehrwertsteuer 10588 wird erstattet

Nettopreis von 55730 wird in 6 JAhren auf 0 abgeschrieben
Hinzu kommen die Betriebskosten von 2500 € im Jahr

somit werden 70730 euro in 6 Jahren steuerlich geltend gemacht
dafür 1 % Regelung 48984 Euro ( vo,m Listenpreis ) privat versteuert
nach 6 Jahre wird das Auto verkauft .. der Restwert dürfte dann bei 30000 € netto liegen die voll versteuert werden müssen
hinzu kommt die Mehrwertsteuer darauf mit 5700 €

somit werden in Summe 78984 € versteuert .. bei einem Steuersatz von 42 % ergibt das 33173,29 € zzgl 5700 € Mwst also Kosten von 38873,28 €

dem gegenüber steht die Abschreibung von 70730 mit 42 % = 29706,60 + die gespart Mehrwertsteuer von 10588 . macht also Eoinsparungen in Höhe von 40294,6 e

bei einer 6 Jährige berufliche Nutzung von mindestens 50 % wird also in Summe nur ein Steuervorteil von 1421,30 €
gewährt obwohl Wertverlust und Unterhalt anteilig etwa 24000 € ausmachen
soviel zur Abschreibung von Geschäftswagen und zur Steuergerechtigkeit

LG

Klaus

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road-king am 27 Feb 2020 11:04:39

Sorry .. in der Überschrift ist das % Zeichen verloren gegangen ( event kann man das nachbessern .. ich kanns leider nicht mehr )


die Berechnung mit einem Fahrtenbuch hat ein etwas besseres Ergebnis erbracht ..bei 40 % Nutzung .. konnte dann ein Anteil von etwa 11000 e generiert werden
aber 6 JAhre Fahrtenbuch mit beruflich hauptsächlich Kurzstrecken möchte ich mir nicht antun

MfG

Klaus Eberle

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Jagstcamp-Widdern am 27 Feb 2020 11:09:25

irgendwie fehlen in deinem 1% - modell die anteiligen betriebskosten...
und das netto vom listenpreis paszt nicht.
bin kein steuerberater!

allesbleibtgut
hartmut

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chrisc4 am 27 Feb 2020 11:58:56

Ich würde unbedingt einen Steuerberater in Anspruch nehmen!
Ein Campingfahrzeug, mit teilweiser privaten Nutzung, da ist das Finanzamt besonders misstrauisch!
Da muss der berufliche Anteil sehr deutlich überwiegen um anerkannt zu werden.
Da wird wohl deshalb ein Fahrtenbuch als Auflage vorgeschrieben werden.

Gast am 27 Feb 2020 12:41:10

Du stellst das ja auch falsch an!

1. Least man das Fahrzeug für x Jahre zum maximalen Leasingbetrag, also minimalster Restwert, durch die Firma. Das schmälert auf jeden Fall den Firmengewinn um die Leasingraten.
2. Am Ende des Leasingzeitraums kauft man das Fahrzeug zum Restwert des Leasingvertrags als Privatperson von der Firma. Also zum "Buchpreis".
3. Jetzt kann man das Fahrzeug entweder als Privatperson zum Marktpreis verkaufen oder aber sich selber daran erfreuen. Und genau da liegt der Vorteil eines solchen Firmenwagens.

Inselblick am 27 Feb 2020 12:58:45

TruckerWilli hat geschrieben:3. Jetzt kann man das Fahrzeug entweder als Privatperson zum Marktpreis verkaufen oder aber sich selber daran erfreuen. Und genau da liegt der Vorteil eines solchen Firmenwagens.

Glaubst du das wirklich? Dieses Vorgehen kennt doch jeder Prüfer auf dem Finanzamt.
Das Finanzamt wird im Fall einer Prüfung den Differenzbetrag als "Erlöse" betrachten. Weiteres sollte bekannt sein.

Jagstcamp-Widdern am 27 Feb 2020 13:01:16

und die problematik fahrtenbuch ist beim leasen / bruttolistenpreis unverändert...

allesbleibtgut
hartmut

schnecke0815 am 27 Feb 2020 13:02:29

Ohne auf die Rechnung einzugehen - es gibt auch digitale Fahrtenbücher.

wolfherm am 27 Feb 2020 14:15:20

Und: Leasinggesellschaften verkaufen wegen der Gewährleistung ungern an privat. Die Fahrzeuge gehen im Paket an gewerbliche Verwerter.

Und: Die Versteuerung der privaten Nutzung erfolgt über den Bruttolistenpreis.

Ahorne7500 am 27 Feb 2020 14:43:59

Hallo,
Rechne mal mit deinem Steuerberater das Modell

Altes günstiges Auto privat(!) kaufen, nur Haftpflicht versichern (billig)
zB 20 Jahre alter Fiesta.
Auf 'privat' anmelden. Dann hast du fürs FA ein Auto !
Soweit ich weiß, kannst du sogar die Haftpflichtversicherung für Privatwagen
in deiner Einkommensteuererklärung geltend machen.
Den California nutzt du dann 100% gewerblich. Wer will das kontrollieren.

Schlag das mal deinem Steuerberater vor.
.

Jagstcamp-Widdern am 27 Feb 2020 15:52:07

auch bei der "fiestavariante" kommst du um ein fahrtenbuch nicht rum, weil dir das sonst kein schwein glaubt...
aber es geht!

allesbleibtgut
hartmut

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road-king am 27 Feb 2020 16:57:04

Jagstcamp-Widdern hat geschrieben:irgendwie fehlen in deinem 1% - modell die anteiligen betriebskosten...
und das netto vom listenpreis paszt nicht.
bin kein steuerberater!

allesbleibtgut
hartmut


doch .. 15000 € Betriebskosten sind drin und bei 10000 km reichen die auch

und gemeiner Weise darf man bei den Kosten nur den tatsächlichen Kaufpreis ( auch bei Gebrauchtwagen ) ansetzen ...aber den Listenpreis bei der 1 % Berechnung versteuern

LG

Klaus

Reimobil am 27 Feb 2020 18:43:36

Hallo road-king,
bei deiner Rechnung ist dir noch ein Fehler unterlaufen. Die 1% die bei Selbstnutzung versteuert werden müssen, werden vom Bruttolistenpreis des Fz berechnet, in deinem Fall als von 80.000 €. Das ergibt bei 6 Jahren Nutzungsdauer insgesamt 72% von 80.000 € = 57.600 € die als Eigennutzung zu versteuern sind. Aus dem Grund rechnet sich die 1% Methode in der Regel nur für Angestellte, die von ihrem Arbeitgeber einen Firmenwagen erhalten und wegen der anfallenden Selbstnutzung 1% des Bruttolistenpreises mtl. versteuern müssen. Alle laufenden Kosten (Versicherung, Benzin, Reparaturen, Inspektionen etc) plus die Anschaffungskosten werden von der Firma getragen, hierdurch beträgt der steuerliche Aufwand in der Regel weniger, als die Unterhaltung eines eigenen Autos den Arbeitnehmer kosten würde.

Als Gewerbetreibender bzw. Freiberufler ist es in der Regel steuerlich günstiger, es so zu handhaben, wie es Truckerwilli beschrieben hat. Fahrzeug nicht kaufen sondern leasen. In diesem Fall kann man die monatlichen Leasinggebühren, die laufenden Betriebskosten + darauf entfallende Mwst. als Betriebsausgaben in voller Höhe absetzen und nach Ablauf des Leasingvertrages gibt man das Fz an die Leasinggesellschaft zurück, es entsteht somit kein steuerpflichtiger Veräußerungsgewinn. Lediglich die Besteuerung für die Selbstnutzung bleibt mit 1% gleich. Wenn man Glück hat, kann man das Fz nach Abschluss des Leasingvertrags auch zu einem günstigen Restwert privat kaufen, kommt auf den Vertrag an. In vielen Leasingverträgen steht auch schon bei Abschluss des Vertrages drin, zu welchem Preis man das Fz nach Ablauf des Vertrages kaufen kann.

road-king am 27 Feb 2020 19:28:31

Wenn die 1 % tatsächlich vom bruttopreus berechnet werden ...dann geht die Rechnung negativ aus ...ich werd mich wohl nach einem digitalen fahrtenbuch umsehen müssen.

Ich wollte nur mal aufzeigen wie das sich so mit den Geschäftswagen verhält ..."die man ja abschreiben kann"...denke da verrechnen sich einige ganz schön.

Heimelini am 27 Feb 2020 20:22:18

Die 1% werden tatsächlich vom Brutto Listenpreis angenommen.
Ich denke das ist der einfachste Weg so ein Auto zu fahren.
Kein Fahrtenbuch etc. - kostet aber schon viel Geld.
Aber ich denke das Finanzamt wird genau hinschauen bei so einem Auto - die wissen schon das man sowas Privat nutzt, da kann man denen nicht viel vormachen.
Ein Fahrtenbuch würde ich mir nicht freiwillig antuen wollen.

Gruß Ralf

BestiaNegra am 27 Feb 2020 21:18:17

´n Abend,

zur Leasingvariante zitiere ich meinen Steuerberater: Den Betrag, den ein Steuerpflichtiger absetzen kann, muss ein anderer versteuern. Das heißt, dass Du auf jeden Fall die Steuer zahlst, entweder direkt oder indirekt.

Ich führe seit 1996 ein Fahrtenbuch, so schlimm ist das gar nicht. Vor fünfzehn Jahren habe ich dadurch festgestellt, dass mein Betriebsanteil bei knapp unter 50 % liegt. Seitdem habe ich auf die Vollkostenabrechnung umgestellt, das Auto kommt gar nicht ins Betriebsvermögen. Das bedeutet, dass nicht mehr das komplizierte Fahrtenbuch geführt werden muss, sondern dass die einfache Variante reicht. Es werden nur noch die betrieblichen Fahrten in einer Exceltabelle festgehalten. Alle Kosten inklusive der Abschreibung können erstmal abgesetzt werden, dagegen muss der Privatanteil versteuert werden. Daraus ergibt sich bei mir, dass mein Auto etwa 12.000,— Euro Kosten verursacht. Bei 20.000 km p.a. ergibt sich ein Kilometerpreis von 60 Cent. Privatanteil sind z. B. bei 52% 6.240,— Euro, 5.760,— Euro können abgesetzt werden.

Die „übliche“ Berechnung würde so aussehen: SLK Listenpreis 60.000,— Euro, Kaufpreis als Gebrauchtwagen lag bei 30.800,— Euro. Abschreibung p.a. über 5 Jahre 6.160,— Euro, Unterhaltungskosten knapp 6.000,—, gerundet also 12.000,— genau wie vor.

Einprozentregelung bedeutet 7.200,— Euro zu versteuern, da ich zu Hause mein Büro habe, kommen die Fahrten zur Arbeitsstelle nicht in den Ansatz. Das heißt erstmal, dass ich p.a. mehr, vor allem aber die echten Kosten absetzen kann. Es wird nicht mit irgendwelchen fiktiven Pauschalzahlen gearbeitet, die natürlich nicht den Steuerzahler bevorzugen.

Zum Schluss der Clou: Das Auto ist nicht im Betriebsvermögen und damit ist der Verkaufserlös irrelevant für die Steuer.

Für die Zweifler und Meckerer: Ich hatte mittlerweile eine Steuerprüfung, es wurde keine Beanstandung festgestellt.

road-king am 28 Feb 2020 11:10:15

habe das nochmal mit dem Ansatz des Bruttopreises bei der 1 % Regelung durchgerechnet:


Listenpreis 80000 Euro Brutto
Kaufpreis 66318 Euro Brutto
Mehrwertsteuer 10588 wird erstattet
Nettopreis von 55730 wird in 6 JAhren auf 0 abgeschrieben
Hinzu kommen die Betriebskosten von 2500 € im Jahr also in Summe 15000 €
somit werden 70730 euro in 6 Jahren steuerlich geltend gemacht
dafür 1 % Regelung 57600 Euro ( 1% *12 Monate *6 Jahre vom brutto Listenpreis ) privat versteuert
nach 6 Jahre wird das Auto verkauft .. der Restwert dürfte dann bei 30000 € netto liegen die voll versteuert werden müssen
hinzu kommt die Mehrwertsteuer darauf mit 5700 €
somit werden in Summe 87000 € versteuert .. somit sind 17000 euro mehr zu versteueren als man abschreiben konnte .
macht bei 42 % Steuersatz 7140 €
dagegen kann man die gesparte Mehrwertsteuer von 10588-5700 gegenrechnen mit 4888 ergibt aber immer noch eine um 2252 € höhere Last als Einsparung

Also muss ich zwingend ein Fahrtenbuch führen .. Ich schätze dass dabei auch etwa 50 gewerblich rauskommt .. und überlege daher eine elektronische Lösung .. Vincard ? oder was würdet ihr empfehlen ?

LG

Klaus

womostocki am 28 Feb 2020 11:29:59

Servus Klaus,

ich benutze seit Jahren TravelControl. Dieses wird auch von den Finanzbehörden akzeptiert, was nicht für jedes elektronische Fahrtenbuch gilt. Sie bieten auch einen Vorort-Einbauservice an, was sehr praktisch ist.

Schau' einfach mal auf deren Seiten:

--> Link

Es grüßt

Andreas

ManfredK am 28 Feb 2020 18:57:56

road-king hat geschrieben:Hinzu kommen die Betriebskosten von 2500 € im Jahr also in Summe 15000 €
LG
Klaus


Sicher dass du mit den angenommenen Betriebskosten hinkommst?
Erscheint mir mit Versicherung, Steuer, TÜV, Wartung, Reifen, Bremse und Kraftstoff recht niedrig..... von etwaigen Reparaturen in den späteren Betriebsjahren ganz abgesehen.

ollimk am 04 Mär 2020 16:35:53

….kommt ja aufn die Jahres-km-Leistung an, aber 2500 Euro im Jahr (200 im Monat) sind schon sehr wenig Einsatz für ein Fahrzeug in der Liga. Ich rate aber dazu, nochmals genau zu prüfen, wie viele km privat und geschäftlich jeweils zusammen kommen im Jahr. Wenn der Privatanteil an den km über 50% liegt, würde ich auch nur noch das vereinfachte Modell nehmen und die geschäftlich gefahrenen km erfassen und steuerlich absetzen (z.B. pauschal mit 30 Cent - mache ich auch, wenn ich meinen Pössl mal geschäftlich nutze). Liegt man über 50%, dann ist das Fahrtenbuch eine gute Lösung, und ich schließe mich der Meinung an, dass das überhaupt nichts schlimmes ist. Mache ich durchweg seit 2006, in Papier, und hat auch bereits eine Betriebsprüfung überlebt. Die 1% Regel ist eine Pauschal-Regelung, die oft funktioniert, aber eben nicht immer.

Grüße
OlliMK

voba am 04 Mär 2020 17:13:28

- Nutzungsdauer (AfA) für Wohnmobile liegt bei 8 Jahren und nicht bei 6 Jahren
- bei mir (Privatnutzung < 50%) hätte das FA auch bei 1%-Regelung auf ein Fahrtenbuch bestanden, um die min. 10% betriebliche Nutzung nachzuweisen
- Fahrtenbucher wurden bei mir bislang 2x im Rahmen einer Umsatzsteueraußenprüfung durchgesehen und nicht beanstandet


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