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Kaufberatung Rimor BJ 1999


indiewelthinaus am 03 Mär 2020 02:53:50

Hallo liebe Mitglieder,

ich habe es tatsächlich geschafft, die erste Anruferin auf ein Anzeige zu sein;) Heute hatte ich die Besichtigung. Und ich bin etwa zwi :thema: gespalten.

Es handelt sich um einen Rimor, BJ 1999. für etwas über 11.000 Euro. Der Preis ist deutlich unter dem üblichen. Allerdings hat das gute Stück auch eine reparierte Delle am Alkoven. Ich habe weder muffigen Geruch wahrgenommen noch matschige Stellen ertastet.

Aufgefallen ist mir, dass an etlichen Stellen der Leistenfüller fehlt. Er ist einfach nicht da. Stattdessen lachen einen rostige Schrauben an.
Meine Frage an euch:

ist dies per se ein No go? Allem Anschein nach dienen die Leistenfüller ohnehin nur zur Verblendung und sind kein Schutz gegen Undichtigkeit.

Als zweites ist mir aufgefallen, dass im Oberschrank, über der Küche, die "Folie" der Innenwand des Schrankes, leicht wellig ist. Die Wände fühlten sich fest an. Die eine Hälfte des Schrankes fühlte sich kalt an - irgendwie auch feucht. Fast wie eine Kältebrücke. aber feucht und kalt verwechselt man ja gerne. Es stellte sich raus, dass dort eine Art Rohr oder Abluftschlauch war. Dies ging quasi von der Kochstelle durch die Decke aufs Dach des Womos - wie eine Mini-Abzugsanlage.

Ist dies bedenklich? Kann es sein, dass durch diese Kältebrücke, die durch den "Abzug" entsteht, die Innenwand des Schrankes - oder besser gesagt die Folie sich wellt?

Des weiteren wüsste ich gerne, ob ein Schaden am Alkoven grundsätzlich einen Totalschaden bedeutet.
Der Vorbesitzer habe einen Carport gerammt. Es habe eine Delle im Alkoven gegeben. Aber keinen Durchbruch. Alles sei bei einem Fachmann repariert worden inklusive Dichtigkeitsprüfung.

Innen am Alkoven sind auch keine weichen oder nassen Stellen erkennbar.
Ich wüsste gerne von Euch, wie ich diese Macken einzuschätzen haben. Denn unterm Strich steht das Womo sehr gut da. Soweit ich das als Laie erkennen kann (neutraler Geruch, alles fest).

Schöne Grüße
Birke

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garagenspanner am 03 Mär 2020 06:48:49

Ich besaß über 6 Jahre lang einen Rimor Europeo 78 aus dem Baujahr 2000.
Das gute Stück hatte auch schon feuchte Stellen als er 10 war . Z.B. am Übergang vom Alkoven in die
flachere Dachfläche und im Bad am Heckfenster. Mit etwas handwerklichem Geschick kriegt der
geneigte Camper bzw. Camperin das auch wieder hin.

Gruß
Jan

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Tinduck am 03 Mär 2020 08:49:04

Ohne Bilder... was soll man da beurteilen? Meine Glaskugel ist gerade in der Spülmaschine :D

Vielleicht wohnt ja einer aus dem Forum, der sich mit so was auskennt, in Deiner Nähe und kann dich unverbindlich bei einer zweiten Besichtigung beraten...

bis denn,

Uwe

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Beduin am 03 Mär 2020 09:19:44

indiewelthinaus hat geschrieben:
ist dies per se ein No go? Allem Anschein nach dienen die Leistenfüller ohnehin nur zur Verblendung und sind kein Schutz gegen Undichtigkeit.


Die haben schon ihren Sinn und wenn die Schrauben rostig sind ist es höchste Zeit zum handeln. Durch die Kapilarwirkung kann das Wasser dann rein
Kann man aber auch selber machen --> Link

indiewelthinaus am 03 Mär 2020 15:31:41

Hallo zusammen und vielen Dank für die Antworten!

Da folge ich mal gleich Uwes Idee und frage einfach mal in die Runde, ob ein kundiger Womofahrer aus dem Ruhrpott kommt bzw. aus der Nähe von Lünen;) Vielleicht meldet sich ja einer bzw. eine.

Ich hatte gestern vor lauter Freude über den guten Zustand des Innenraumes des Womos und angesichts des Preises, den Verkäufer gar nicht nach der Bescheinigung für die Dichtigkeitsprüfung gefragt. Die Macke am Alkoven (dummerweise auch noch an der Kante zum Seitenteil. Also Übergang Alkovendach zum Seitenteil, da wo die Leistenfüller normalerweise sitzen. Ich hoffe, Ihr versteht, was ich meine...) soll von einer Fachfirma vor zwei Jahren repariert worden sein, wie gesagt inklusive Prüfung der Dichtigkeit. Heute habe ich den Verkäufer angeschrieben und gefragt, ob es darüber eine Rechnung und Bescheinigung gibt. Die Antwort war "nein". Was soll man davon halten?

Die letzten beiden TÜV-Berichte habe ich gesehen. Im letzten war von beginnender Korrosion die Rede und von "Kardanwelle - beginnendes Spiel". Ersteres war zu sehen, aber was die Kardanwelle betrifft übersteigt das leider meine Kenntnisse... Ist das ein Drama? Oder ist es (wie vom Verkäufer geäussert) normal, dass die Spiel hat?

Freue mich über Eure Ratschläge! Danke schon mal im voraus!

indiewelthinaus am 03 Mär 2020 16:02:46

Hallo Jan,
eine Frage an Dich bezüglich Deines Rimors. Zufällig handelt es sich um dasselbe Modell. Welchen Übergang genau meinst Du? Ich hatte bei einer anderen Besichtigung einen Wasserschaden entdeckt genau im Knick, wo der Alkoven abflacht und das Dach dann horizontal verläuft. Hier sammelt sich wohl gerne Wasser. Bei dem Fahrzeug war der Wasserschaden in den Schränken.
Aufgrund dieser Erfahrung habe ich die Stelle im Rimor gesucht, wo das Alkovendach quasi seinen "Tiefpunkt" hat und das Dach dann horizontal wird. Dieser Punkt ist beim Rimor recht weit hinten. Am Ende der 4er-Dinette am Übergang zur Küche. Und an diesem Punkt hängt der besagte Oberschrank, in dem sich die "Folie" gewellt hat und es kalt und leicht feucht war.

Meinst Du zufällig dieselbe Stelle?

Stocki333 am 03 Mär 2020 19:44:34

indiewelthinaus hat geschrieben: "Kardanwelle - beginnendes Spiel". Ersteres war zu sehen, aber was die Kardanwelle betrifft übersteigt das leider meine Kenntnisse... Ist das ein Drama? Oder ist es (wie vom Verkäufer geäussert) normal, dass die Spiel hat?

Ist das Basisfzg. ein Ford. Wo ist das Spiel wirklich.
In den Kreuzgelenken..?
Am Schiebestück...?
Ein Schwachpunkt sind die Kardanwellenlager. Die Kontrollieren ob die Gummi riesig sind.
Gruß Franz

garagenspanner am 03 Mär 2020 19:50:01

indiewelthinaus hat geschrieben:Hallo Jan,
Zufällig handelt es sich um dasselbe Modell. Welchen Übergang genau meinst Du?
Meinst Du zufällig dieselbe Stelle?


Genau so ist es , der Punkt wo die Alkovenerhöhung in die Horizontale übergeht.Dort war bei meinem Rimor auch Wasser eingedrungen.
Ausserdem beachte bitte Inas Hinweis mit den rostigen Schrauben in der Kantenleiste am Dach. Ich hatte damals die gesamten
Dachkanten überarbeiten müssen und die alten Roheisenschrauben aus Italien gegen verzinkte Schrauben austauschen müssen.

Gruss
Jan

indiewelthinaus am 04 Mär 2020 01:45:36

Hallo Franz, da fragst Du mich leider zuviel. So detailliert stand das leider nicht im TÜV Protokoll. Es handelt sich um einen Ford, 2,5 Liter, 101 PS, Heckantrieb und Zwillingsbereifung. Dies machte für mich das Fahrzeug auch u.a. interessant. Was genau an der Kardanwelle im Argen liegt stand nicht so genau im Protokoll. Wenn ich aber eventuell drei Baustellen habe - Alkovenmacke, rostige Schrauben ohne Leistenfüller plus gewellte Folie im Schrankinneren... sollte ich als Laie wohl einen großen Bogen darum machen.

Eine Frage hätte ich noch zum Alkoven. Macht es einen großen Unterschied, wo die Delle ist? In meinem Fall war sie eben exakt am Übergang Alkovendach - Seitenwand. Die Kante war zugespachtelt. Aber als Neuling kann ich absolut nicht einschätzen, ob diese Reparatur ordentlich gemacht wurde. Zum "Verschleiern" oder "Verschönern" klebte noch ein riesiger Aufkleber auf der Macke, was es noch schwieriger machte, den Schaden einschätzen zu können.

Gibt es diesbezüglich idiotensichere Hinweise, die mir ermöglichen, den Schaden richtig einzuschätzen?

Stefan-Claudia am 04 Mär 2020 18:47:00

aus 2008 :
Rimor 678 auf Ford Transit mit 2,5 Liter Diesel-Maschine Baujahr 95

Beide Schweller im Bereich der Türen mussten von innen geschweißt werden,
sie waren unter einer dicken Schicht Unterbodenschutz arg durchgerostet.
Der Ford hat Heckantrieb, das verleit ihm auch in Zusammenhang mit der Zwillingsbereifung zu einem tadellosen Geradeauslauf und Fahrverhalten.
Leider mussten bei ca 200000 km die Aufhängungen der Kardanwelle ausgetauscht werden,
dazu muß die Welle komplett ausgebaut und zu einem Spezialisten geschickt werden.
Mit ein paar kleinigkeiten mehr kamen damals wohl Kosten von 1200 - 1400 Euronen zusammenrechnen.

Später kam noch massiver Wassereinbruch dazu, aus dem "Knick" .
Der Alufraß war auch nicht zu stoppen.
Und der TurboLader war Schrott...

Bin froh das er für wenig Geld nach PL ging!

indiewelthinaus am 09 Mär 2020 22:37:28

Hallo Stefan, auch Dir vielen Dank für Deine Antwort! War ein paar Tage nicht im Forum wegen Womo-Recherche-Stress... dazu gleich mehr. All die schlechten Erfahrungen, die Ihr so schildert haben mich drin bekräftigt, dem Verkäufer abzusagen. Inzwischen wurde es wohl anderweitig verkauft.

Nun bin ich auf meiner Suche bei etwas gelandet, das so nicht geplant war. Ein Kastenwagen Pössl. Wollte ja ursprünglich ein Womo zum drin leben. Mit am liebsten 1 Tonne Zuladung. Motorrad Träger, Doppelboden etc. pp.
Nach fast 2 Jahren Suche, habe ich die Idee fürs erste auf Eis gelegt. Realistischer Weise lande ich da bei alten Concordes mit 4,5 Tonnen und einen derartigen zu finden, gut erhalten, für unter 20000 ist die berühmte Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Da mein "Leben im Womo Plan" erst wohl in 2-3 Jahren umzusetzen ist (vorher muss ich mir beruflich ein "mobiles Arbeiten" erstmal aufbauen...und Geld sparen für ein richtig großes Womo) dachte ich mir, dass es ohnehin völlig hirnverbrannt ist, als totaler Laie, mit null Erfahrung, technisch minderbegabt und ohne eigene Schrauberkenntnisse.... sich gleich ein 7 Meter Geschoss ans Bein zu binden. Erstmal heißt es wohl Erfahrung sammeln :D Zu schauen, wie es sich im Womo (am Wochenende und Urlaub) lebt, technisches Verständnis sich anzueignen usw usf. So landete ich dann wider Erwarten bei den Kastenwagen. Hierzu sollte ich wohl besser einen neuen thread erstellen... denn ich hätte nun hierzu einige Fragen. Wäre total nett, wenn ich auch bei diesem neuen Thema hilfreiche Tips von Euch bekomme!!

Schöne Grüße und bis vielleicht bald im neuen thread!




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