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Robel-Mobil, Feuchtigkeit im Alkoven


chewbacca am 07 Mär 2020 19:48:12

Hallo,

ich suche seit einiger Zeit ein Robel-Mobil, weil die Qualität herausragend sein soll, kompletter
GfK Aufbau mit PU Hartschaum, Alurahmen.

Jetzt wurde mir ein Fahrzeug von Privat angeboten, welches bis zum letzten Besitzerwechsel gemäss
Unterlagen gut gewartet worden ist, Dichtigkeitsprüfung zuletzt 2016 - 60Euro incl. Material.

Die derzeitige Besitzerin hat das Wort Dichtigkeit leider nicht gekannt, bis letztes Jahr dann Regenwasser durch eine Fuge an der Naht zwischen Alkovenoberteil und Seitenteil eingedrungen ist.
Die Naht wurde dann durch einen NICHTfachmann ausgebessert und scheint jetzt dicht zu sein.
Jedenfalls ist die Stelle des Bezuges innen neben dem Fenster getrocknet.

An der Vorderseite des Alkovens befinden sich 2 Leuchten oberhalb der Frontscheibe, die von Innen
wässrig sind, ich frag mich jetzt ob das Wasser von Innen kommt durch den Wasserschaden?

Leider habe ich keinen Plan und Kenntnisse, einschätzen zu können, ob das ein grosser Schaden sein könnte oder nicht. Ich würde das Fahrzeug gerne kaufen, weil es in allen anderen Aspekten das perfekte
Fahrzeug für mich ist, obwohl die Verkäuferin sehr unrealistische, überzogene Preisvorstellungen hat.
Wenn ich aber zusätzlich einen größeren Schaden reparieren müsste, wäre der Kauf ein zu schlechter,
zumal es ansonsten auch Wartungsstau und kleine Unfallschäden gibt, die nicht korrekt repariert sind. Das Problem ist, dass die Dame technisch nullkommanull Ahnung hat.

Der ganze Blödsinn wegen 60,00 Euro gespart!


Jedenfalls würde ich mich über fachmännischen Rat freuen, hinsichtlich der weiteren Vorgehensweise.

MfG

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DoReNo am 07 Mär 2020 20:02:03

Hallo
wir finden die Robel Mobile auch gut aber..

- 4 Jahre nichts gemacht und wenn, dann schlecht..
- Wasserschaden vorhanden gewesen...schlecht/nicht fachmännisch repariert..
- Feuchtigkeit in zwei Lampen .. Entstehung unbekannt?

Da würde ich das Mobil probefahren zum nächsten Fachmann (Wohnmobilfachwerkstätte, Dekra usw) und eine wirklich gründliche Dichtigkeitsprüfung machen lassen.

Alles Andere würde mir Bauchschmerzen bereiten bei einem Kauf.

Niemand hier im Forum hat eine Kristallkugel und nur vor Ort und vom Fachmann kann eine Aussage bezüglich Dichtigkeit, Ursache der Feuchtigkeit in den Lampen gegeben werden. Ansonsten sind es nur Vermutungen.

Viele Grüße

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

chewbacca am 07 Mär 2020 20:57:12

Ja, natürlich hat niemand ein Kristallkugel.

Fachleute zu finden wird hier eher schwierig, es gibt nur den TÜV, ob die das hier vor Ort können ist fraglich. - Wie würde denn ein Fachmann vorgehen, der hat ja auch keine Kristallkugel?

Laut Robel besteht der Aufbau ja aus wasserabweisenden Pu Schaum - das kenne ich von Surboards, wenn die ein Loch haben, wird nur wenig Wasser in unmittelbarer nähe Feucht.
Probleme könnten sich ergeben, wenn das Laminat nicht fest auf dem Schaum ist, das soll bei Robel aber unter Druck festlaminiert sein, jetzt bleibt noch der Rahmen, der soll aus Alu sein - daran könnte sich das Wasser auch seinen Weg bahnen, wenns da Hohlräume gibt, natürlich muss ja das Kabel für
die Beleuchtung auch ein Weg haben,dass laminieren die doch nicht mit ein?
Das Problem ist, ich habe keine Ahnung, wie genau die Konstruktion aufgebaut ist.

Jedenfalls gehts mir erstmal darum abschätzen zu können, wie hoch der Schaden maximal wäre.


MfG

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Robelfahrer am 07 Mär 2020 21:30:28

Jetzt habe ich mich nur angemeldet, um dir antworten zu können. Robelfahrer, oder die, die es werden wollen, müssen schließlich zusammenhalten. Zu mir ist zu sagen, dass ich 68 Jahre bin und seit 2013 einen Robel fahre. Ich habe hier im Forum immer nur still mitgelesen, weil für alle Probleme rund um das Wohnmobil die Firma Robel stets ein topp Ansprechpartner ist Je nachdem, wie alt das Fahrzeug ist, für das du dich interessierst, sollte das komplette Fugenmaterial am gesamten Fahrzeug ausgetauscht werden. Da musst du schonmal mit ca. 2.000 Euro rechnen. Neue Alkovenlampen bzw. das Abdichten und evtl. ein neuer Fleeceteppich im Alkoven kämen auch noch dazu. Am sinnvollsten ist es, bei Robel Mobil Fahrzeugbau anzurufen und die Problematik zu schildern. Weder der TÜV noch ein Wohnmobilverkäufer können dir adäquate Antworten geben, das kann halt nur Robel.

Viele Grüße, Hans

chewbacca am 07 Mär 2020 23:34:52

Guten Abend Hans,

vielen Dank für deine Mühe!!!

Das klingt ja jetzt nicht übermässig schlimm, 2000 Euro würde ich gerne investieren, da kommt sowieso
noch einiges dazu, der Zahnriemen ist natürlich auch überfällig, der Turbo macht Geräusche, kleine Unfallschäden vom Einparken, etc.

Ich befürchtete, dass der komplette Alkoven vielleicht abgenommen und ausgetauscht werden muss?

Mit Robel hatte ich bereits freundlichsten Kontakt hinsichtlich der Vermittlung eines Gebrauchtfahrzeugs, leider wird genau dieser Fahrzeugtyp den ich suche nie angeboten, der ist auch selten.

Montag rufe ich dort an.

Also vielen Dank nochmal!

Peter

Gast am 07 Mär 2020 23:51:31

Robelfahrer hat geschrieben: Je nachdem, wie alt das Fahrzeug ist, für das du dich interessierst, sollte das komplette Fugenmaterial am gesamten Fahrzeug ausgetauscht werden.

Echt? Sowas habe ich ja noch nie gehört. Ich dachte immer, es werden dauerelastische Dichtstoffe genutzt.
Ich habe ein 24 Jahre altes Eura. Da war noch nichts mit verkleben. Unter der Stoßkanten drückt der Dichtstoff immer noch raus und klebt wie am ersten Tag. Bei unser 27 Jahre alten Sealine, die viel Salzwasser und UV-Strahlung ausgesetzt war, genau das Gleiche an den Luken. Da kommt auch nichts durch, wenn die Wellen dagegen knallen.

PapaSito am 08 Mär 2020 00:50:31

Hallo chewbacca,
wir hatten mit unserem Wochner (letztes Jahr erworben und dann saniert, renoviert etc, siehe meine Beiträge bei Wochner, denmächst kommt noch mehr dazu) vergleichbare Probleme. z.B. Wassereintritt im Alkoven durch Prüfungsstau der Dichtigkeit seit einigen Jahren. Der Aufbau ist in etwa vergleichbar mit Robel, komplett GfK, kein Holz, Pu-Schaum. Die Fugen habe ich dann überall ausgeräumt und neu mit Dekasyl MS-5 (Polymerkleber) neu verklebt... War eine Menge Arbeit und etliche Stunden. Jetzt ist alles dicht, UV-beständig und elastisch. Will damit sagen: mit etwas handwerklichem Geschick selbst machbar, aber das sollte sich im Kaufpreis richtig widerspiegeln, ich würde so etwas nicht in Auftrag geben. Wasser oben in den Lampen kann leicht geprüft werden, ausbauen und sorgfältig neu abdichten.
Wenn bei den GfK-Aufbauten durch die Fugen Wasser eindringt, läuft es logischerweise irgendwie durch Ritzen ( diese Aufbauten sind keine ausgeschäumten Wannen!) zu Material welches saugfähig ist, wie Holz oder Gewebe etc. und meistens Richtung Schwerkraft :) Also alles mit gutem Feuchtemesser kontrollieren. Falls Fragen sind, wie ich es gemacht haben, fragen, wobei ich diese Arbeiten auch das erste Mal gemacht habe, und die Weisheit nicht mit Löffeln...
Beste Grüße, Gottfried

chewbacca am 08 Mär 2020 12:27:10

Hallo Gottfried,

ich würde selbstverständlich so viel wie möglich selbst machen, nicht nur um Geld zu sparen,
sondern weil man dann sein Fahrzeug besser kennen lernt.
Manchmal lohnt es sich aber nicht weil die Mittel fehlen, Spezialwerkzeuge z.B. womit bekommt man
die alte Dichtmasse raus?

Was ich verstanden habe bisher ist, dass eine Abdichtung notwendig ist - logisch, aber was ist mit der
bereits eingedrungenen Feuchtigkeit, wie bekommt man die wieder raus?

Ein Feuchtigkeitmessgerät besitze ich nicht, ob ich ohne Erfahrung damit sinnvolle
Messergebnisse bekomme?

MfG

PapaSito am 08 Mär 2020 15:20:18

Hallo chewbacca und schönen Sonntag, (jetzt wird es lang)
zuerst möchte ich dir Mut machen, das einmal gefundene "Traummobil" auch zu realisieren. Aber, nach unseren Erfahrungen mit dem Wochner sollte man(n) genau überlegen, ob es handwerklich, finanziell und zeitlich passt (vom Wetter ganz zu schweigen, wenn keine Halle zur Verfügung steht, ich hatte im Freien im Sommer gearbeitet, mit viel Wetterglück).
Da du wohl etliches selbst machen möchtest, hier meine Tipps (falls überflüssig, bitte nicht weiter lesen):
Guten Feuchtemesser kaufen (meine Empfehlung, wie von anderen auch, Trotec BM31, ca €60, Kalottenmesser), in der Luft kalibrieren und über die Innenflächen streichen, höherer Wert = mehr Feuchtigkeit. Prozentangaben sind m.E. unsinnig, da zu ungenau. Damit hast du es schon mal eingegrenzt.
Für die Fugen (ja, das freimachen und säubern ist das wichtigste) habe ich zwei alte, kleine Flachschraubendreher rechtwinklig abgebogen, passend geschliffen und erst mit Cuttermesser die Fugenmasse aufgeschnitten und dann mit den "Hilfswerkzeugen" die Masse rausgehebelt, gekratzt etc. Mühselige Arbeit, geht aber. Mit grobem Schleifpapier dazwischen geschliffen, es muß alles richtig!! sauber sein im Bereich der Überlappung, ausgeblasen, mit Spiritus gesäubert !!, ge"primert" mit Dekasil Dekavator, die Kanten mit dem blauen PRECISION OUTDOOR Kreppband von Tesa abkleben.
Luftdruck Kartuschenpresse besorgen (die von BGS für ca.€ 46 ist sehr brauchbar), normaler Kompressor reicht, und mit Vorversuchen reichlich Dichtungskleber (meine Empfehlung Dekasyl MS-5) dazwischen füllen. Mit der Handpresse: no go. Nacharbeiten wie im Bad bei Silikonfugen. Und so Meter für Meter...Rechtzeitig die freigelegten Fugen abkleben, falls der Regen droht...wäre sonst peinlich :lol:
Jetzt zum Inneren:
Wenn du Stellen mit viel Feuchte findest, jetzt wird es hart: von innen durch den Pu-Schaum schneiden, bis zur GfK-Rückseite und schauen ob es "läuft". Mit Warmluft austrocknen. Nachher das Ganze zuschäumen mit gutem Pu-Schaum ist dann eine Nebenbeschäftigung. Isolation ist damit wieder gegeben. So habe ich es gemacht.
Das war jetzt alles im Schnelldurchgang, Erfahrungen und handwerkliche Korrekturen von Anderen sind willkommen. Ich befürchte, das Problem haben wohl noch mehr.
Die sonstigen Reparaturen, alle Öle wechseln, Bremsen evtl. neu, Zahnriemen, hast du schon genannt, etc. sind natürlich mit einzurechnen, aber das weißt du natürlich!
Fragen? fragen :wink:
Ob es sich gelohnt hat? Wie schon geschrieben, ja. Damit hat man(n) ein WoMo, bei dem erst mal alles stimmt.
Ob ich jemandem empfehlen würde, so zu handeln? Ich bin mir nicht so sicher. (Meine blauen Augen waren letztes Jahr seehr groß beim Kauf)
Einen sonnigen Tag,
Gottfried
PS: ich habe keine Aktien bei einer der genannten Firmen, es sind halt nur meine Erfahrungen.

chewbacca am 08 Mär 2020 17:43:11

Hallo Gottfried,

so wie ich das jetzt verstanden habe, müsste man also bei einem größeren Schaden nicht komplett
den Alkoven abnehmen und tauschen, sondern die innere (GFK?)-Schicht aufschneiden um an die
feuchten Stellen zu kommen, dann ausschäumen und Laminieren. So weit so einfach (auch wenn es Arbeit bedeutet).
Hoffentlich kommt man auch an alle Stellen ran, das Wasser läuft ja mit der Schwerkraft vielleicht
bis zur Verbindung zwischen Alkoven und Karosserie, wie auch immer die Verbindung hergestellt wurde?

Ich werde mir jedenfalls das Feuchtigkeits-Messgerät bestellen.

Vielen Dank Peter

Robelfahrer am 08 Mär 2020 18:31:33

Hallo Peter,

Ich muss dir ganz dringend davon abraten, am Alkoven eines Robel irgendwas aufzuschneiden. Der Alkoven ist ein GFK Formteil mit einer Innenverkleidung, die mit Fleece bezogen ist. Diese Fleeceabdeckung ist mit Schrauben an dem Formteil befestigt.

Die Premium-/Individualhersteller haben unterschiedliche Aufbaumethoden, da kann man nicht einfach von einem Hersteller auf den nächsten schließen. Bevor du irgendetwas machst, ruf bei Robel an. Es wäre hier vielleicht auch hilfreich, wenn du noch ein paar Informationen zum Fahrzeug geben könntest, wie Baujahr, Modell und aufgerufener Kaufpreis zum Beispiel.

Hans

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PapaSito am 08 Mär 2020 19:18:03

Hallo Peter, hallo Hans,
natürlich ist es gut den Hersteller vorher zu konsultieren! Was ich beschrieben habe, war auf den Wochner bezogen, speziell die Innenarbeiten versteht sich. Fugenarbeiten außen dürften vergleichbar sein.
Robel wird den Aufbau des Formteils ja erklären können 8). Ist es eine ausgeschäumte Wanne, dann gibt es wahrscheinlich auch keine Ritzen, wo Wasser laufen kann. Sind es Platten, wie bei Wochner und anderen, sieht es anders aus. Anyway, nachfragen ist sicherlich ein guter Ratschlag!
Schönen Sonntag noch,
Gottfried

chewbacca am 08 Mär 2020 22:27:35

Hallo Hans,

schön, dass du Angst hast um jeden Robel, auch wenn er dir nicht gehört.

Den Vlies hätte ich schon nicht mit der Flex bearbeitet, es sei denn ich hätte gerade keinen
Schraubenzieher zur Hand.

Natürlich werde ich mich erst genau informieren, bevor ich was mache, deshalb Frage ich ja erstmal
auch hier.

GFK Formteil wird in einer Form laminiert, die Frage wäre nur wie genau. In einem Arbeitsschritt doppelwandig oder einfach?
Oder anders gefragt was ist unter dem Vlies, - Schaum oder GFK?

Naja ich frag einfach wie geraten bei Robel.

Jedenfalls habe dank euch schon ein bischen was gelernt.
Ich hatte mal eine alte Yacht günstig gekauft,
dass war auch ne Baustelle -Am Ende habe ich mich nicht als Kapitän gefühlt,
aber zum Boardingeneur habe ich es mindestens gebracht.

Vielen Dank Peter

chewbacca am 03 Jun 2020 22:22:13

Also ich habe das Wohnmobil nun gekauft und festgestellt, dass auch im Heck Feuchtigkeit ist. Teilweise ist der Holzboden unter dem PVC durchmodert an der Tür. Unter dem Holz ist der Hart-Schaum zum Glück knochentrocken. Möglicherweise ist auch noch an anderen Stellen im Heck Feuchtigkeit. Da ist leider auch Holz verbaut in den Eck-Kanten zwischen dem Rücklicht und dem Positionslicht , welches vielleicht auch durchfeuchtet ist. Messungen mit dem Feuchtikkeitsmessgerät von Trotec gelingen ganz gut, jedoch weiss ich leider mit erhöhten Werten nichts anzufangen, weil ja auch ein Alurahmen die Ergebnisse beeinträchtigen könnte. Ich schätze mal, dass ich den Velour erstmal runterziehen muss, dazu muss wohl das Bett ausgebaut werden, um dann zu sehen, was da los ist.

Der Alkoven ist unproblematisch, weil einfach aufgebaut: Aussen eine Schicht aus GFK, an der Innenseite wurden Schaumplatten verklebt, die wenn sie nicht abgetrocknet wären, relativ leicht zu entfernen und auszutauschen wären. Darunter ist die verschraubte Velourverkleidung.

Jedenfalls habe ich Robel diesbezüglich kontaktet und Frau Robel hat mir eine ausführliche Antwort gesendet, wofür ich mich hier mal öffentlich bedanken möchte!

Weiteres wird dann hier berichtet.


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