Hallo Gemeinde,
ich habe vor drei Jahren ein gebrauchtes Wohnmobil (Knaus Traveller 708; BJ2002) gekauft. Anfangs hat die Aufbaubatterie (2x 90 Ah, Nassbatterie Bosch L5 013) gute Dienste geleitet. Jetzt ist sie jedoch hinüber und ich überlege auf LiFePO4 umzusteigen.
Mein Favorit ist die „LIONTRON LiFePO4 12,8V 100Ah LX Smart BMS mit Bluetooth“. Neben den einschlägig bekannten Vorteilen der LiFePO4-Technologie überzeugt mich an diesem Modell das integrierte BMS und der Batteriecomputer (Bluetooth). Ich frage mich jedoch, ob der Einbau tatsächlich so einfach ist, wie vom Hersteller behauptet. Dieser gibt an, dass keine Anpassungen an Ladereglern, Verkabelung etc. vorzunehmen ist.
Ich habe bei mir eine Calira EVS 20/30 und einen Solarregler Calira SR13 verbaut. Die EVS hat eine Ladungserhaltungsspannung von 13,8 V. Über einen Schalter (Gel/Flüssig) kann man lediglich einstellen, ob die Nachladephase (14,4 V) für 10 oder 4 Stunden geschaltet wird. Die SR13 wird von zwei 55 Wp-Modulen versorgt und „lädt die Batterie mit maximalem Strom, den das Solarpanel entsprechend der momentanen Sonneneinstrahlung liefern kann bis zur Gasungsspannung und schaltet danach auf Erhaltungsladung um.“ Dabei wird die Spannung angegeben mit: Hauptladung 14,4Volt/ Erhaltungsladung 14,2Volt. Die Spezifikationen meiner Lichtmaschine kenne ich leider nicht.
Was meint ihr kann man zunächst die o.g. LiFePO4-Batterie einbauen (1:1-Austausch)? Der Hersteller gibt die Ladeschlussspannung der Batterie mit 14,4 - 14,6 V an. Insofern müsste das doch passen, oder?
Sicherlich gibt es optimalere Settings. Da ich jedoch Elektrotechnik-Einsteiger bin, suche ich einen LiFePO-Einstieg mit möglichst geringem Einbauaufwand. Perspektivisch würde ich noch den Solarregler erneuern, um insbesondere auch noch Potential für einen zusätzlichen Solarkoffer oder neue Solarmodule zu haben. Außerdem könnte ich dann auf MPPT umstellen, um ggfs. aus meinen alten Solarmodulen noch etwas mehr Ertrag heraus zu bekommen.
Im Schnitt fahren wir jeden Tag 1-2 Stunden. Landstrom möchte ich möglichst selten anschließen; nur wenn es sich „zufällig“ ergibt. Vielleicht 1x pro Woche; bei Bedarf aber auch öfter. Uns reicht es aus, wenn wir mit vollen Batterien 2-3 Tage autark stehen können.
Ich freue mich über jeden Hinweis. Wie geschrieben bin ich elektrotechnisch noch nicht sehr bewandert, habe aber den Ehrgeiz mich einzuarbeiten, um zukünftig möglichst viele Arbeiten selbst durchführen zu können. Also was meint ihr, ist mein Vorhaben sinnvoll?
Grüße
womojack

