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Rücktritt vom WoMo-Mietvertrag wg Corona 1, 2


abnachlapalma am 20 Mär 2020 09:49:45

Unser Vermieter hat unsere Stornierung ohne Probleme angenommen und den vollen Mietpreis rückerstattet. Bravo. Ich gebe den Namen gerne per PN weiter. Solche Leute haben es verdient, in Zukunft wieder gute Geschäfte machen zu können.

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TiborF am 20 Mär 2020 10:40:56

abnachlapalma hat geschrieben:Unser Vermieter hat unsere Stornierung ohne Probleme angenommen und den vollen Mietpreis rückerstattet. Bravo. Ich gebe den Namen gerne per PN weiter. Solche Leute haben es verdient, in Zukunft wieder gute Geschäfte machen zu können.


Freue mich für dich - und ja - gebe dir voll Recht. Solche Kulanz sollten die Vermieter schon einräumen, damit man weiterhin bei ihnen mietet.

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

VolkerT am 20 Mär 2020 10:49:13

Unser Vermieter (geplant was die Anmietung des Womo für nächste Woche), bietet uns eine kostenlose Umbuchung an.

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Doppelmoppel6572 am 29 Mär 2020 13:09:09

Hallo!

Wir hatten (eigentlich) für die vergangene Woche ein Wohnmobil zum Testen gemietet. Die Buchung haben wir bereits im November 2019 vorgenommen.

Nachdem sich die Situation so langsam zuspitzte, haben wir am 16.03. Kontakt mit dem Vermieter aufgenommen. Dieser teilte uns mit, dass sie gerade in der Klärungsphase wären und wir Ende der Woche nochmal anrufen sollten.

Dies haben wir dann auch am Sa., 21.03.20 gemacht. Zu dieser Zeit war eigentlich schon klar, dass wir weder in Rheinland-Pfalz noch in Bayern zu touristischen Zwecken reisen durften. Die Aussage unseres Vermieters war: "Das Wohnmobil steht hier auf unserem Hof für Sie bereit und sie können es am Montag wie vereinbart abholen. Die Campingplätze sind aber alle geschlossen." Da waren wir für einen kurzen Moment doch sehr sprachlos... :-o

Auch auf den Hinweis bzw. die Frage unsererseits, wie denn nach Meinung des Vermieters die Übergabe unter Einhaltung des Abstands im und um das Wohnmobil stattfinden soll und ob sie überhaupt das Wohnmobil noch herausgeben dürfen, kam erstmal immer wieder der gleiche Satz (Wohnmobil steht hier bereit... usw). Unsere Fragen und Einwände wurden erstmal ignoriert. Lediglich die Ansage kam hinzu, dass wenn wir stornieren wollen, sie die 90% des Mietpreises einbehalten würden. So wären die Stornobedinungen. Wir betonten mehrmals, dass wir NICHT stornieren, sondern dass die Ausgangsbeschränkungen in RLP und BY es nicht erlauben, das Wohnmobil auch nur vom Hof zu fahren...
Zustätzlich kam doch tatsächlich noch die Frage an uns nach einer Reiserücktrittsversicherung... als ob die uns in diesem Fall was genutzt hätte :rolleyes:

Es kamen erstmal keinerlei Vorschläge seitens des Vermieters, wie wir die Kuh gemeinsam vom Eis bekommen können. Wir haben dann vorgeschlagen, dass wir uns die Kosten des Mietpreises doch teilen können, da ja beide Seiten unschuldig an der ganzen Misere sind. Wir hatten keinerlei Interesse (trotz Rechtschutzversicherung ohne SB), dies anwaltlich regeln zu lassen, obwohl uns im Grunde nach Rücksprache mit unserem Anwalt die kompletten Kosten hätten zurückerstattet werden müssen.

Nach weiteren Telefonaten und E-Mails haben wir uns dann darauf geeinigt, dass wir uns die 90% des reinen Mietpreises (= 446,20€) teilen und uns der Vermieter diese zusammen mit dem Rest (Übergabepauschale, Außenreinigung, Kautionsversicherung) zurücküberweist.

Leben und leben lassen...

Dennoch bleibt ein "Gschmäckle", weshalb eine Anmietung bei diesem Vermieter für uns nicht mehr in Frage kommt.

Liebe Grüße und bleibt alle gesund!

abnachlapalma am 29 Mär 2020 18:39:19

Nennt doch nach Erhalt der Rücküberweisung Ross und Reiter. Wäre doch dann denkbar, dass diesem Vermieter gegenüber etwas zurückhaltender begegnet wird. Sein Verhalten hat keine Belohnung verdient, um es mal diplomatisch auszudrücken.

Embo am 29 Mär 2020 19:04:52

Hallo,

wir hatten für Ostern einen Campeo von Bürstner gemietet. Konnten wir kostenlos stornieren. Natürlich wird der Vermieter versuchen einen Gutschein anzubieten oder auf einen anderen Termin umzubuchen. Muss man aber nicht annehmen, wir können unseren Urlaub nicht verschieben und im August haben wir ja unser eigenes Mobil.

Rechtlich kann man sich auf den deutschen Tourismusverband berufen, der da schreibt:

"1. Vor der Reise: Dürfen Gäste kostenfrei stornieren, wenn ein Gebiet gesperrt wurde oder ein behördliches Verbot der touristischen Vermietung erlassen wurde?
Ja. Gäste können in diesem Fall kostenlos stornieren. Es handelt sich um einen Fall der Unmöglichkeit. Das heißt, Vermieter können die vertraglich vereinbarte Leistung, nämlich die Zurverfügungstellung der Unterkunft, nicht erbringen. Geleistete Anzahlungen oder - falls der gesamte Mietpreis überwiesen wurde - müssen erstattet werden..."
--> Link

Für die Vermieter und Campingplatzbetreiber ist das die absolute wirtschaftliche Katastrophe... die Camper-Szene wird nach Corona nicht mehr dieselbe sein. Wir werden sehen, dass wir dann privat betriebene CPs anfahren und unterstützen, städtische Stellplätze werden wir dann fürs erste meiden.

Bleibt gesund
Michael

Energiemacher am 29 Mär 2020 19:06:38

abnachlapalma hat geschrieben:Nennt doch nach Erhalt der Rücküberweisung Ross und Reiter. Wäre doch dann denkbar, dass diesem Vermieter gegenüber etwas zurückhaltender begegnet wird. Sein Verhalten hat keine Belohnung verdient, um es mal diplomatisch auszudrücken.


Man muss nun aber auch keine Hetzjagd gegen Unternehmer machen die es vllt. andernfalls in der nächsten Saison sowieso nicht mehr geben würde.

Geschädigte gibt es leider in dieser Situation 2 Personen und wie ich es herauslesen konnte, konnte man sich einvernehmlich einigen.
Also letztendlich ist alles gut.

ManfredK am 29 Mär 2020 19:45:30

Embo hat geschrieben:Rechtlich kann man sich auf den deutschen Tourismusverband berufen, der da schreibt:

....Das heißt, Vermieter können die vertraglich vereinbarte Leistung, nämlich die Zurverfügungstellung der Unterkunft, nicht erbringen...

Bleibt gesund
Michael


Der WoMo Vermieter kann dir aber die vetragsgemäße Leistung (Vermietung eines Wohnmobils/Zubehör/Dienstleistungen) erbringen..... (i.d.R. wird wohl kein Campingplatz/Stellplatz oder ein bestimmtes Urlaubsland im Mietvertrag festgehalten)

Deswegen ein Danke an alle Vermieter die hier eine kulante Stornoregelung finden. (Zumindest nach heutiger Rechtslage)

Doppelmoppel6572 am 29 Mär 2020 23:43:25

Energiemacher hat geschrieben:Man muss nun aber auch keine Hetzjagd gegen Unternehmer machen die es vllt. andernfalls in der nächsten Saison sowieso nicht mehr geben würde.

Geschädigte gibt es leider in dieser Situation 2 Personen und wie ich es herauslesen konnte, konnte man sich einvernehmlich einigen.
Also letztendlich ist alles gut.



Das sehen wir genauso. Keiner von beiden hat diese Situation verschuldet. Wir sind mit der Einigung zufrieden und ich denke, der Vermieter kann es auch sein.
Das "Gschmäckle" bleibt wegen der anfänglichen Uneinsichtigkeit/Ignoranz des Vermieters... Einen Namen werden wir hier oder anderswo deswegen aber nicht nennen.

Ende gut, alles gut.

Bleibt gesund!

Dagster am 30 Mär 2020 07:37:31

ManfredK hat geschrieben:
Der WoMo Vermieter kann dir aber die vetragsgemäße Leistung (Vermietung eines Wohnmobils/Zubehör/Dienstleistungen) erbringen...


sehe ich genauso. Ein Wohnmobil kann ja nicht nur zu touristischen Zwecken gemietet werden, könnte genausogut eine Geschäftsreise oder sonstwas sein. Solange im Mietvertrag nicht ausdrücklich die Verwendung auf touristische Zwecke eingeschränkt ist, sehe ich eigentlich nicht wo der Vermieter seine Leistung nicht erbringen kann, bzw. die Leistung verunmöglicht ist. Eine Wohnmobilvermietung ist ja kein Beherbergungsbetrieb. Wenn der Mieter aus welchen Gründen auch immer (ausgenommen natürlich Mängel am Mietobjekt) das Wohnmobil nicht so nutzen kann wie er wollte, ist das schlußendlich sein Problem.

Also wenn die Vermieter kulanterweise Umbuchungen oder sonstige Kulanzregelungen anbieten, dann ist das schon ein ziemliches Entgegenkommen. Einen Anspruch darauf kann ich beim besten Willen nicht erkennen.

Embo am 01 Apr 2020 11:12:38

Der WoMo Vermieter kann dir aber die vetragsgemäße Leistung (Vermietung eines Wohnmobils/Zubehör/Dienstleistungen) erbringen..... (i.d.R. wird wohl kein Campingplatz/Stellplatz oder ein bestimmtes Urlaubsland im Mietvertrag festgehalten) Deswegen ein Danke an alle Vermieter die hier eine kulante Stornoregelung finden. (Zumindest nach heutiger Rechtslage)



Sorry wenn ich noch mal einhake - der Zweck der Mietsache ist eindeutig das Campen auf einem Campingplatz. Und ich zitiere aus dem BGB §651h:

"... (1) Vor Reisebeginn kann der Reisende jederzeit vom Vertrag zurücktreten. Tritt der Reisende vom Vertrag zurück, verliert der Reiseveranstalter den Anspruch auf den vereinbarten Reisepreis. Der Reiseveranstalter kann jedoch eine angemessene Entschädigung verlangen... (darauf zielen wahrscheinlich ManfredK und Dragster)

--- (3) Abweichend von Absatz 1 Satz 3 kann der Reiseveranstalter keine Entschädigung verlangen, wenn am Bestimmungsort oder in dessen unmittelbarer Nähe unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände auftreten, die die Durchführung der Pauschalreise oder die Beförderung von Personen an den Bestimmungsort erheblich beeinträchtigen. Umstände sind unvermeidbar und außergewöhnlich im Sinne dieses Untertitels, wenn sie nicht der Kontrolle der Partei unterliegen, die sich hierauf beruft, und sich ihre Folgen auch dann nicht hätten vermeiden lassen, wenn alle zumutbaren Vorkehrungen getroffen worden wären."

Auch eine Beförderung von Personen an den Bestimmungsort ist erheblich beeinträchtigt (sprich europaweit nicht möglich). Und dass das keine Geschäftsreise über Ostern seien sollte wird wohl jedes Gericht der Welt einsehen. :)

Trotzdem Danke an alle Vermieter und möget ihr diese dunklen Zeiten überstehen!

Schönen Gruß
Michael

ManfredK am 01 Apr 2020 12:10:36

Embo hat geschrieben:.... der Zweck der Mietsache ist eindeutig das Campen auf einem Campingplatz.
Schönen Gruß
Michael


Michael, wo in einem Mietvertrag wird das zu einem wesentlichen Vertragsbestandteil gemacht?

siehe durchaus gebräuchliches Muster eines Mietvertrages: --> Link

hampshire am 01 Apr 2020 12:38:41

Ich wundere mich wie häufig menschen sich rechtlich vorbereiten wollen bevor sie eine Situation mit dem Geschäftsparter lösen.

Ausgangssituation:
Wohnmobil Anmietung vereinbart, 20% angezahlt, Sorge zum Zeitpunkt der Anmietung nicht in den Urlaub fahren zu können.

Ziele festlegen:
1. Wenn ich wie geplant fahren könnte wäre es am Schönsten.
2. Wenn ich nicht wie geplant fahren könnte hätte ich gerne keine Kosten.
3. Als Entgegenkommen bin ich bereit das Fahrzeug zu einem anderen Zeitpunkt abzunehmen und die Anzahlung beim Vertragspartner zu lassen.

Handeln:
Anruf beim Vertragspartner:
Nach Begrüßung Situation und Ziele schildern: "Ich habe Sorge, dass ich wegen der Corona Pandemie mit dem bestellten Fahrzeug im August nicht in den Urlaub fahren kann. Wenn der Spuk bis dahin vorbei sein sollte will ich gerne fahren. Falls das nicht gehen sollte, möchte ich gerne vom Mietvertrag zurücktreten. "
Antwort abwarten, Zugeständnis anbieten falls nötig, wenn keine Einigung kann man immer noch das Vertragsrecht ansehen.

Embo am 01 Apr 2020 15:46:55

Ja, zu sehr vertiefen wollte ich das auch nicht... gestartet wurde dieser Thread weil jemand aus dem Mietvertrag raus wollte.

At ManfredK: der Zweck steht eigentlich schon im Titel des Vertrags: MIETVERTRAG FÜR WOHN- ODER REISEMOBILE. Mobil zum Wohnen oder/und zum Reisen, geht ja beides nicht. Oder ist eigentlich Quatsch.

schnecke0815 am 01 Apr 2020 16:26:30

Embo hat geschrieben:verliert der Reiseveranstalter den Anspruch auf den vereinbarten Reisepreis.


Embo hat geschrieben:Abweichend von Absatz 1 Satz 3 kann der Reiseveranstalter keine Entschädigung verlangen, wenn am Bestimmungsort oder in dessen unmittelbarer Nähe unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände auftreten, die die Durchführung der Pauschalreise oder die Beförderung von Personen an den Bestimmungsort erheblich beeinträchtigen.


Da lacht dich jeder Richter aus. Seit wann ist ein Wohnmobilvermieter ein Reiseveranstalter?
Deine Zitate beziehen sichnur und ausschließlich auf Pauschalreisen. Wenn z.B. nur der Flug selbst gebucht wird ist es schon keine Pauschalreise mehr.

Embo am 01 Apr 2020 16:44:12

Da lacht dich jeder Richter aus. Seit wann ist ein Wohnmobilvermieter ein Reiseveranstalter?


Ob der Wohnmobilvermieter eher als Vermieter oder eher als Reiseveranstalter bewertet wird kann der Richter entscheiden, für beides habe ich hier Stoff für eine kostenfreie Kündigung geliefert. Zur Erinnerung: hier wurde um Hilfe gebeten.

Embo am 01 Apr 2020 16:55:24

Dem lachenden Richter halte ich dann das hier unter die Nase:

"Zu BGB 651 Untertitel 4 Pauschalreisevertrag, Reisevermittlung und Vermittlung verbundener Reiseleistungen:

1 Eine Pauschalreise ist eine Gesamtheit von mindestens zwei verschiedenen Arten von Reiseleistungen für den Zweck derselben Reise.
2 Eine Pauschalreise liegt auch dann vor, wenn

1. die von dem Vertrag umfassten Reiseleistungen auf Wunsch des Reisenden oder entsprechend seiner Auswahl zusammengestellt wurden oder
2. der Reiseveranstalter dem Reisenden in dem Vertrag das Recht einräumt, die Auswahl der Reiseleistungen aus seinem Angebot nach Vertragsschluss zu treffen.
(3) Reiseleistungen im Sinne dieses Gesetzes sind
1. die Beförderung von Personen,
2. die Beherbergung, außer wenn sie Wohnzwecken dient,
3. die Vermietung
a) von vierrädrigen Kraftfahrzeugen gemäß § 3 Absatz 1 der EG-Fahrzeuggenehmigungsverordnung vom 3. Februar 2011 (BGBl. I S. 126), die zuletzt durch Artikel 7 der Verordnung vom 23. März 2017 (BGBl. I S. 522) geändert worden ist, und
b) von Krafträdern der Fahrerlaubnisklasse A gemäß § 6 Absatz 1 der Fahrerlaubnis-Verordnung vom 13. Dezember 2010 (BGBl. I S. 1980), die zuletzt durch Artikel 4 der Verordnung vom 18. Mai 2017 ..."

ManfredK am 01 Apr 2020 16:59:32

Embo hat geschrieben:...der Zweck steht eigentlich schon im Titel des Vertrags: MIETVERTRAG FÜR WOHN- ODER REISEMOBILE.


Du hast den 651er herangezogen, der sich auf Pauschalreisen bezieht:

Eine Pauschalreise ist eine Gesamtheit von mindestens zwei verschiedenen Arten von Reiseleistungen für den Zweck derselben Reise. Eine Pauschalreise liegt auch dann vor, wenn
1. die von dem Vertrag umfassten Reiseleistungen auf Wunsch des Reisenden oder entsprechend seiner Auswahl zusammengestellt wurden oder
2. der Reiseveranstalter dem Reisenden in dem Vertrag das Recht einräumt, die Auswahl der Reiseleistungen aus seinem Angebot nach Vertragsschluss zu treffen.


Bei einem reinen Mietvertrag ist der 651er nicht zutreffend und du musst dich dem Mietrecht im BGB zuwenden.

Es könnte sein, um deine Argumentation aufzugreifen, dass die Geschäftsgrundlage für den Mietvertrag weggefallen ist, da der "Gebrauch" wegen geschlossener Campingplätze nicht mehr möglich ist oder je nach Bundesland auch Reisen zu touristischen Zwecken untersagt sind. Eine klare Rechtslage ist das aber nicht, da der Vermieter durchaus damit argumentieren kann, vom Zwecke der Reise nichts gewusst zu haben und ja auch eine geschäftliche Reise mit abstellen auf einem Privatgelände denkbar ist.

Ist letztendlich egal - wenn Mieter und Vermieter zusammen reden, werden sie, gelöst von Mietvertrag und Gesetzen eine vernünftige Lösung wie im vorliegenden Fall finden.

ManfredK am 01 Apr 2020 17:00:37

Nachtrag: zum 651er - MINDESTENS zwei verschiedene Reiseleistungen...

schnecke0815 am 01 Apr 2020 17:26:59

Embo hat geschrieben:Zur Erinnerung: hier wurde um Hilfe gebeten.


Ist ja vielleicht auch gut gemeint von dir aber falsche Infos sind keine Hilfe.
Um in unserem Bereich zu bleiben - du buchst bei einem Reiseveranstalter eine Reise z.B. mit mehreren Wohnmobilen.
Der Veranstalter stellt das Wohnmobil, hat alle Fahrunterbrechungen auf Stell- oder Campingplätzen gebucht, macht
vielleicht noch zusätzliche touristische Ausflüge oder Besichtigungen etc.
In diesem Fall würde dein Beispiel greifen.

Embo am 01 Apr 2020 18:16:15

Ein Wohnmobil dient deiner Meinung nach nicht zur Beherbergung? :)

schnecke0815 am 01 Apr 2020 18:35:24

Um es deutlich zu sagen. Du suchst dir einen Begriff heraus der in dein Weltbild dieses Paragraphen passt, vergisst aber die ganzen Sätze
zu lesen und vor allem auch zu verstehen.

Ich lass das jetzt mal mit dir, möchte nicht Schuld sein wenn du von deiner Beratungsresistenz befreit wirst. 8)

Embo am 01 Apr 2020 18:46:50

"Allgemeine Mietbedingungen xxxxxxx (Stand Juli 2018)

1. Abschluss des Mietvertrages

Mit der Übersendung des Mietvertrages bietet die „xxxxxxxx“ – nachfolgend xxxxxxxxxx– den Abschluss eines Vertrages verbindlich an. Der Mietvertrag wird wirksam geschlossen, wenn der vom Mieter unterschriebene Vertrag xxxxxxxx innerhalb von 7 Kalendertagen per Post, Telefax oder als Anlage einer E-Mail zugeht. Der Mietvertrag kann durch den Mieter auch konkludent z.B. durch Vornahme der Zahlung geschlossen werden. Es wird darauf hingewiesen, dass bei den genannten Buchungsarten aufgrund der gesetzlichen Vorschrift des § 312 g Abs. 2, Satz 1 Nr. 9 BGB kein Widerrufsrecht bei Mietverträgen, die im Fernabsatz abgeschlossen wurden, nach Vertragsabschluss besteht.

Ein Rücktritt vom Vertrag gemäß § 651 h BGB hingegen ist unter Berücksichtigung der Regelung in Ziffer 7 jederzeit möglich.

..."

In dem Mietvertrag wird explizit 651 H BGB genannt... seltsam. Doch eine Pauschalreise!?
:mrgreen:

ManfredK am 01 Apr 2020 19:40:34

Embo hat geschrieben:..... wird explizit 651 H BGB genannt... seltsam. Doch eine Pauschalreise!?
:mrgreen:


Nein, da die Kombination von mindestens 2 Reiseleistungen aus dem Katalog des 651er fehlen und daher nur eine "einfachere" Lösung durch Hinweis auf den 651 h im Zuge der AGB. Da Punkt 7 der von dir zitierten AGB unbekannt ist.......

Aber da du fest von einer Pauschalreise bei Anmietung eines Wohnmobils überzeugt bist, lass ich das jetzt auch gut sein

Embo am 02 Apr 2020 08:07:24

Punkt 7 ist einfach nur die Auflistung der normalen Stornokosten, hier nicht relevant. Es handelt sich um eine Pauschalreise, hier ein Link zu einem typischen Anbieter:

--> Link

"Die nachfolgenden Bestimmungen werden, soweit wirksam vereinbart, Inhalt des zwischen Ihnen und uns zu Stande kommenden Pauschalreisevertrages (im Folgenden „Reisevertrag“ genannt). Sie ergänzen die gesetzlichen Vorschriften der §§ 651a - y BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) und der Artikel 250 und 252 des EGBGB (Einführungsgesetz zum BGB) und füllen diese aus."

ManfredK am 02 Apr 2020 09:31:01

--> Link --> Punkt 1.3

Ein Blick in die jeweilig gültigen AGB hilft im Einzelfall weiter - es ist müßig weiter darüber zu diskutieren.
Wenn ein Anbieter sich entschließt als Pauschalreise-Veranstalter aufzutreten, dann darf/muss er das (weil er z.B. auch noch eine Hotelunterkunft am Mietort organisiert). Pauschalreiserecht ist Verbraucherfreundlicher.

Wenn es um eine reine Vermietung geht (siehe Link) gilt Mietrecht und nicht Pauschal-Reiserecht 651 ff. BGB

Embo am 02 Apr 2020 10:45:09

Zustimmung: es kommt auf die jeweilig gültigen AGBs im Einzelfall an.

Wenn es um eine Vermietung geht, dann gilt die Stellungnahme vom Deutschen Tourismusverband DTV, den ich hier schon gepostet hatte:

"
"Dürfen Gäste kostenfrei stornieren, wenn ein Gebiet gesperrt wurde oder ein behördliches Verbot der touristischen Vermietung erlassen wurde?
Ja. Gäste können in diesem Fall kostenlos stornieren. Es handelt sich um einen Fall der Unmöglichkeit. Das heißt, Vermieter können die vertraglich vereinbarte Leistung nicht erbringen."

Embo am 04 Apr 2020 00:35:28

Okay, bin dann weg.

Auf Dienstreise... mit gemietetem Miet-Womo... über Ostern... Schlüssel-Übernahme machen wir per Drohne... Zur Rückgabeinspektion besorgt der Vermieter/Reiseveranstalter einen ferngesteuerten Roboter von der Kampfmittelbeseitigung...

Bleibt sauber und gesund!
M

abnachlapalma am 04 Apr 2020 09:58:25

Unser Vermieter stellte sich als freundlich und kulant heraus, wir haben die gesamte vorab bezahlte Miete zurück bekommen. Dort machen wir dann irgendwann den nächsten Versuch.

Es handelt sich um einen größeren Betrieb in Kirchheim/Neckar, Name und Adresse gerne per PN.

donaldmobil am 04 Apr 2020 10:54:34

grabo hat geschrieben:haben wir letztes Jahr für kommenden August ein Wohnmobil gemietet und mussten 20 % der Miete anzahlen. Wenn die Pandemie im Sommer dazu führen sollte, daß wir bedingt durch behördlich angeordnete Isolation das Wohnmobil nicht abholen können, haben wir ein Recht auf Erstattung der Anzahlung?


Unabhängig von der rechtlichen Bewertung wäre - sollte der Vermieter die Anzahlung nicht zurückzahlen (z.B. weil ihm das Wasser bis zum Hals steht, er Mitarbeiter nicht entlassen und Firmenräume nicht aufgeben möchte und - sollte er pleite gehen - das von Dir / Euch gemietete WoMo eh in die Insolvenzmasse kommt und Euch dann nicht mehr zur Verfügung stehe würde) ihn um einen Gutschein zu bitten: das hilf ihm jetzt und Euch dann in der Zukunft, wo er dann hoffentlich wieder Oberwasser hat. Und sollte es zur Insolvenz kommen, behaltet Ihr wahrscheinlich sogar Euren Anspruch...




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