CampingWagner
luftfederung

Rücktritt vom WoMo-Mietvertrag wg Corona 1, 2, 3


grabo am 14 Mär 2020 09:08:26

Hallo zussammen, als langjährige Camper haben wir letztes Jahr für kommenden August ein Wohnmobil gemietet und mussten 20 % der Miete anzahlen. Wenn die Pandemie im Sommer dazu führen sollte, daß wir bedingt durch behördlich angeordnete Isolation das Wohnmobil nicht abholen können, haben wir ein Recht auf Erstattung der Anzahlung? Gab es ähnliche Fälle in der Vergangenheit?

Anzeige vom Forum


Tinduck am 14 Mär 2020 09:18:07

Was hat der Vermieter damit zu tun, wo ihr damit hin wollt?

Wenn die Vermietstation im Ausland ist und eine offizielle Reisewarnung besteht, die erst nach Unterzeichnung des Mietvertrages entstand, könnte eine Reiserücktrittsversicherung greifen, wenn man denn eine hat.

Ansonsten fällt das wohl unter Lebensrisiko, manchmal hat man halt Pech. Bei uns sind 500 Piepen für das Trainingslager des ältesten Sohnes in Italien zum Teufel, und die Anzahlung für 2 Wochen Camp Du Domaine werden wir wohl auch nicht wiedersehen, wenn wir nicht fahren können. So what... die Welt hat gerade andere Sorgen, seid froh, wenn ihr gesund bleibt.

bis denn,

Uwe

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

schnecke0815 am 14 Mär 2020 09:18:47

Klar, damals bei der Pest mußten die Pferdewagen auch nicht abgenommen werden :eek:

Sofern ich das richtig in Erinnerung habe ist dies euer eigenes Risiko. Abgesehen davon soll die Geschichte im Sommer eher abflachen.

So und nun zur Vorstellung deiner Person oder?

Anzeige vom Forum


TiborF am 14 Mär 2020 10:04:04

Nein - die Anzahlung wirst Du nicht zurück bekommen. Es sei denn, Du kannst keinen Schritt mehr vor die Haustür machen oder bist selbst an Corona erkrankt, dannn könnte es evtl. klappen. Aber bis August ist noch lange hin - sei froh, dass Du reserviert hast, evtl. ist dann der Ansturm an Mietsmobile ganz groß ;D weil wieder gereist werden darf - wer weiß das schon zum jetzigen Zeitpunkt ?

pipo am 14 Mär 2020 10:51:32

grabo hat geschrieben:daß wir bedingt durch behördlich angeordnete Isolation das Wohnmobil nicht abholen können, haben wir ein Recht auf Erstattung der Anzahlung? Gab es ähnliche Fälle in der Vergangenheit?

Dein Ansprechpartner ist die Behörde, welche die Quarantäne angeordnet hat. Diese übernimmt ggf. nach Prüfung Entschädigungszahlungen.

bhomburg am 14 Mär 2020 13:16:52

Mein für April gebuchtes Mietwohnmobil (Ziel: Kalifornien) wurde vom Veranstalter kostenlos storniert obwohl ich gar nicht vom Einreiseverbot betroffen wäre. Die geleistete Anzahlung wird zu 100% zurückerstattet.
Ich würde einfach beim Vermieter nachfragen.

ecki1962 am 14 Mär 2020 16:55:50

grabo hat geschrieben:Wenn die Pandemie im Sommer dazu führen sollte, daß wir bedingt durch behördlich angeordnete Isolation das Wohnmobil nicht abholen können, haben wir ein Recht auf Erstattung der Anzahlung? Gab es ähnliche Fälle in der Vergangenheit?


Du bekommst das genau für den Fall zurück, gegen den Du Dich versichert hast.
Oder es ist jemand an Deinem Schaden "schuld".
Der Rest ist eigenes Risiko.

Energiemacher am 14 Mär 2020 17:09:29

grabo hat geschrieben:haben wir ein Recht auf Erstattung der Anzahlung? Gab es ähnliche Fälle in der Vergangenheit?


Was sagt euer Mietvertrag?
Wie wäre es einfach mal mit dem Vermieter Konakt auf zu nehmen und versuchen eine Lösung zu finden?

Oder wurde das schon versucht und ihr wollt nun "euer Recht" auf andere Weise einfordern?

meier923 am 15 Mär 2020 10:55:26

grabo hat geschrieben:Hallo.... haben wir ein Recht auf Erstattung der Anzahlung? Gab es ähnliche Fälle in der Vergangenheit?


Nein ->es gibt Rücktrittsversicherungen für solche Fälle .....dann Ja..
Ähnliche Fälle aus der Vergangenheit Ja aber für Vogelgrippe und Schweinepest gelten andere Regelungen .
Wenn Du Pech hast wirst du den vollen Preis bezahlen müssen wenn Du keine Versicherung hast .. Kulanz geht evtl noch ,aber sicherlich nicht wenn Alle Unternehmen an Sanktionen zu knabbern haben ....
Woher ich das weiss -> Wir verchartern Yachten ! -> Ist im Prinzip das gleiche , wir können nichts dafür das die Regierung Leute in Quarantäne steckt .... Ausführliche Details kann ich nicht nennen....

newt3 am 17 Mär 2020 00:36:33

Schau mal ob du eine Rücktrittsversicherung hast. Evtl direkt über den Vermieter, evtl aber auch aufgrund von Kartenzahlung (Karten haben so allerhand versicherungsleistungen von denen man erst erfährt, wenn man mal deren Bedingungen ließt).

Wichtig ist auch mal abzuklären ob da wirklich nur die Anzahlung auf dem Spiel steht. Eine Anzahlung heißt ja nicht dass das eure Strafsumme für einen Rücktritt ist. Im Grunde habt ihr einen Vertrag und seid dem Vermieter 100% der Summe schuldig, ggf etwas weniger wenn ihr nachweisen könnt dass durch nichtbenutzen des Mobils eurerseits gewisse Kosten seitens des Vermieters wegfallen (sprich die Kilometer auf dem Auto die zu Wertverlust führen. sprich die Abnutzung des mobils während eurer Nutzung). Ggf gelingt es dem Vermieter auch anderweitig zu vermieten auch dann seid ihr ihm ggf weniger als die volle Summe schuldig (nur wie wollt ihr das prüfen....).
Ggf gibt es auch eine Vereinbarung bis zu welchem Datum vorher welche Summe bei Rücktritt fällig wird (zb 80% bei Absage 4 Wochen vorher....).

Sucht das Gespräch mit dem Vermieter und findet gemeinsam eine Lösung:
- auflösung des vertrags und anzahlung pfutsch wäre das kleinste übel
- stimmt er dem nicht zu dann ggf beibehaltung des vertrags- und mal abwarten was passiert vielleicht könnt ihr ja reisen. unmittelbar vorher stornieren ist dann vielleicht auch nicht schlimmer als das heute schon zu machen. ggf geht man dann den rechtsweg um nicht 100% zahlen zu müssen (keine abnutzung des fahrzeugs. ggf wurde es anderweitig vermietet)
- evtl hat es auch für euch vorteile den vertrag bestehen zu lassen. vielleicht könnt ihr ja zu dem zeitpunkt tatsächlich wieder reisen
- ggf gibt es auch seitens des Gesetzgebers Regelungen die eine kostenlose Stornierung möglich machen

- vielleicht willigt der vermieter auch ein indem er einen Gutschein ausstellt für eine spätere vermietung. sprich ihr seid weiter an den vertrag gebunden, müßt das mobil aber nicht im vereinbarten Zeitraum nehmen sondern könnt irgendwann später (vielleicht nächstes jahr. vielleicht auch im Herbst).
->das mit dem Gutschein kenn ich von Leuten die ihren Skiurlaub machen wollten und ein Haus für 24 Leute gemietet haben. Der Betreiber der Häuser sichert sich damit seine Auslastung nächstes Jahr. Hat zwar dieses Jahr den Ausfall aber wenigstens nicht den Finanziellen. Ob den Kunden das paßt oder sie gegen Vorgehen (weil sie meinen andere Rechte zu haben) und versuchen an ihr Geld zu kommen (keine Ahnung ob es 80 oder 100% waren die Reise sollte diese Woche sein) bleibt halt ihnen überlassen.

----------
zu guter letzt:
Der Womo Händler will auch "leben". Für den einen oder anderen sind 2,3 Monate Ausfall wie sie jetzt kommen werden ggf Existenzsbedrohend!
Laufende kosten für Finanzierung oder Leasing des Fuhrparks, ggf ein paar Neubestellungen die sich auch nicht mehr Canceln lassen (und ggf auch nicht direkt an Endkunden weiterverkauft werden dürfen...keine Ahnung wie die Rabattkonditionen der Vermieter mit den Fahrzeugherstellern so sind), Kosten für Wertverlust der Fahrzeuge im Bestand, Versicherung und Steuern (sofern man die Karren nicht flux abmeldet) usw usw.
Evtl ist es solidarisch zumindest seine Anzahlung in den Wind zu schießen. Klar kann man das Geld vielleicht selbst gut gebrauchen aber wenn der Händler nicht mehr da ist und man möchte irgendwann wieder mieten ist's manchmal auch blöd. Ob an der Existens nagt oder nicht wisst ihr natürlich nicht. Aber ggf ist die Gutscheinlösung auch wenn sie nur die Anzahlung betrifft (weil der Rest zum jetzigem Zeitpunkt einem Rücktrittsrecht unterliegt) ja auch eine Lösung. Sucht wie gesagt das Gespräch.

Welche verbraucherrechte im "Katastrophenfall" gelten kann man ggf irgendwo nachlesen. Aber was die Miete von Freizeitfahrzeugen angeht wirds vermutlich einfach unter persönliches Pech laufen.

Ulbanau am 17 Mär 2020 13:34:11

Habe für Anfang Mai gebucht, wollte nach Frankreich. Habe heute storniert und darf nun insges. 500.- € zahlen.
Habe dann bei dem Chef per Mail nachgefragt, ob es vielleicht etwas kulanter geht. Hier seine Antwort:

Sehr geehrter Herr Bxxxx,

wir halten eine umfangreiche Mietflotte bereit, für die monatlich erhebliche Kosten anfallen und

ebenso für unsere Mitarbeiter. Was am 11.05.2020 sein wird wissen wir genau so wenig wie Sie.


Was ich aber genau weiß, ist dass ich an jedem Monatsende eine Lohnsumme von weit über

120.000,00 € für meine Mitarbeiter erwirtschaften muss. Den erheblichen Ausfall, der über Ihre

Stornokosten hinaus geht tragen wir sowieso, den Anteil von Ihnen können Sie gerne zu Ihrem

Satz buchen „ Überall müssen Abstriche gemacht werden“ , also auch von Ihnen!

Mit solidarischen Grüßen

Jürgen Nxxxx

Anzeige vom Forum


Jagstcamp-Widdern am 17 Mär 2020 13:44:04

versuch doch umzubuchen auf 2021, da kommt evt mehr kulanz!

alleswirdgut
hartmut

Ulbanau am 17 Mär 2020 13:45:10

Habe ich auch angeboten. Ist "technisch nicht möglich". Arme Firma....

Bodimobil am 17 Mär 2020 13:48:29

Ich denke in dieser schwierigen Zeit hat keiner mehr Luft für Kulanz. Da bleibt jedem nur zu versuchen wenigstens das vertraglich zugesicherte zu bekommen - egal auf welcher Seite man steht.

Gruß Andreas

babenhausen am 17 Mär 2020 13:49:03

Ich kann den Vermieter verstehen,Vertrag ist Vertrag und die Stornoregelung war ein Teil des Vertrags besonders wenn ein Vertrag ohne stichhaltige Gründe sondern nur auf Grund von Vermutungen gekündigt wird.

goldfinger am 17 Mär 2020 13:50:01

500,- klingt erstmal nicht soo viel. Wie hoch waren denn die gesamten Mietkosten? Als wir noch gemietet haben, war 1000,- pro Woche der durchschnittliche Satz. Was steht den im Vertrag über die Storno-Bedingungen?
Die WoMo-Branche wird es dieses Jahr sehr schwer haben.


Andreas

abnachlapalma am 17 Mär 2020 15:05:23

Es gibt auch verständnisvolle Vermieter.

Wir hatten für elf Tage über Ostern gemietet, schon alles bezahlt. Ein Anruf genügte, wir bekommen die gesamte Zahlung zurück. Selbstverständlich mieten wir dort, sobald sich alles wieder etwas beruhigt hat.

Auch interessant: Es gilt seit heute in Deutschland eine allgemeine Reisewarnung. Ich hörte, dass unter diesen Umständen die Vermieter sogar verpflichtet seien, bereits getätigte Zahlungen zurückzuzahlen. Dies gilt auch für Hotels etc. Weiss da jemand was Näheres?

Die komplette Tourismusbranche geht am Stock, so viel ist erst mal Fakt.

pipo am 17 Mär 2020 15:14:27

abnachlapalma hat geschrieben:Es gilt seit heute in Deutschland eine allgemeine Reisewarnung. Ich hörte, dass unter diesen Umständen die Vermieter sogar verpflichtet seien, bereits getätigte Zahlungen zurückzuzahlen. Dies gilt auch für Hotels etc. Weiss da jemand was Näheres?

Die Bundesländer haben jegliche Freizeitaktivitäten eingeschränkt. Dadurch kann zum Beispiel ein Wohnmobilvermieter oder auch ein Hotel ihre Leistungen nicht mehr zu Verfügung stellen. Ergo hat der Kunde anrecht auf Erstattung seiner bereits getätigten Zahlungen bzw. auf Stornierung der Leistung.

scubafat am 17 Mär 2020 15:15:31

Werden nun Campingplätze auch geschlossen?

pipo am 17 Mär 2020 15:21:05

scubafat hat geschrieben:Werden nun Campingplätze auch geschlossen?

Schaust Du --> Link

scubafat am 17 Mär 2020 15:21:53

Danke dir! :D

kartjule am 17 Mär 2020 15:22:34

Augenblicklich gibt es ein Beherbergungsverbot. Daruter fallen auch die Campingplätze,das ist die Aussage auf meine Anfrage.

VG Kartjule

topolino666 am 17 Mär 2020 15:39:01

.... der Bundesverband der Campingplatzbetreiber sieht es auch (grundsätzlich) so: --> Link

hottederwahre am 17 Mär 2020 16:24:12

Ist sicher in erster Linie ein Kulanzfall.
Es wurde ein KFZ gemietet und kein Campingplatz oder Stellplatz.
Was man mit dem gemietet KFZ macht ist in der eignen Verantwortung des Mieters.
Hier dürfte eine Rolle spielen ob ein "Reisemobil" gemietet wurde.

grabo am 18 Mär 2020 05:29:54

Vielen lieben Dank für die vielen Antworten. Es ist ja nicht so, dass wir von der Reise zurücktreten möchten. Wir freuen uns eigentlich riesig darauf. Sondern für den Fall dass wir dort erst gar nicht hinkommen können um das Wohnmobil abzuholen, und ganz Deutschland unter Quarantäne steht, können wir die Reise nicht antreten. Und ich glaube eine offizielle Reisewarnung schließt auch Reisen mit dem Wohnmobil aus. Ich habe den Vermieter des Wohnmobils zwar schon angeschrieben und meine Bedenken geäußert, aber er hat noch nicht reagiert. Solche außergewöhnliche Situationen wie eine Pandemie waren in der Vergangenheit bisher zum Glück sehr selten, als daß man auf Erfahrungen zurückblicken könnte. Warten wir einfach mal ab, in welche Richtung es sich entwickeln wird. Danke für eure rege Beteidigung. Lieben Gruß, Grabo

Hobby1968 am 18 Mär 2020 06:03:34

Wir haben auch mehrere Campingplätze gebucht und anbezahlt und können nicht reisen, bzw die Termine nicht Wahrnehmen.
Aber wir haben uns im guten geeinigt und sind so verblieben das wir einen anderen Termin wählen werden sobald wieder Reisefreiheit gewährleistet ist.

Unsere Gesundheit geht vor, vor allem auch in dieser Zeit die Solidarität gegenüber anderen.!!!

Bleibt Gesund

VG Georg

kdupke am 18 Mär 2020 11:59:17

Ich denke, da ist vieles im Fluß derzeit. Wenn ich mich nicht ad hoc einigen kann mit dem Vermieter, dann würde ich mit dem Rücktritt warten, bis es ein Betretungsverbot/Geschäftsverbot etc. gibt.

Natürlich ist ein Wohnmobil für einen bestimmten Zweck gedacht, nicht umsonst wird das im Englischem Recreational Vehicle genannt.

Wenn ich das Wohnmobil nicht mehr abholen darf oder danach nicht mehr nutzen darf, dann ist ein Rücktritt nach meinem Ermessen möglich.

Ich hatte den Fall jetzt mit Flügen. Die hatte ich stornieren müssen bevor die Grenzen dicht waren - Geld ist weg. Wenn ich heute stornieren würde, würde ich das Geld wiederbekommen.

gruss kai

jochen-muc am 18 Mär 2020 12:05:21

kartjule hat geschrieben:Augenblicklich gibt es ein Beherbergungsverbot. Daruter fallen auch die Campingplätze,das ist die Aussage auf meine Anfrage.

VG Kartjule


Es gibt doch kein Beherbergungsverbot . Aktuelle gibt es nur eine Empfehlung bzw sollen da Regelungen kommen

Jagstcamp-Widdern am 18 Mär 2020 12:39:45

doch, bei den westlichen fischköppen gips beherbergungsverbot (bei touristischen zwecken...)

alleswirdgut
hartmut

wolfherm am 18 Mär 2020 12:42:25

In NRW auch.

jochen-muc am 18 Mär 2020 13:11:05

Steht wo ?


Die Frau Kanzlerin hatte doch nur mitgeteilt das es Regelungen geben soll (in Ihrer Ansprache)


Viertens. Zu erlassen sind


Regelungen, dass Übernachtungsangebote im Inland nur zu notwendigen und ausdrücklich nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden können - das beinhaltet auch und bringt mit sich, dass es keine Urlaubsreisen ins In- und auch keine ins Ausland geben soll -,

Gast am 18 Mär 2020 13:16:55

jochen-muc hat geschrieben:Steht wo ?


also in Baden Württemberg beispielsweise in der
Verordnung der Landesregierung
über infektionsschützende Maßnahmen
gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2
(Corona-Verordnung – CoronaVO)

vom 17.3.2020

dort in §7:
(2) Gewerbliche Übernachtungsangebote dürfen nur zu notwendigen und ausdrücklich nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden.


das ganze gilt bis einschließlich 14.6.2020

Ich gehe einmal davon aus, dass die anderen Bundesländer gestern dieselbe Art von Verordnung erlassen haben.

schnecke0815 am 18 Mär 2020 13:20:38

Leider doch Jochen.
Sowohl SH als auch MVP sind für Touristen gesperrt incl. der Camping- als auch der Stellplätze --> Link

duesselman am 18 Mär 2020 13:37:32

Ich bin jetzt kein RA aber ihr solltet euch mal den §651 BGB anschauen.

In §651a Absatz 3 Satz 3a ist erklärt das die Vermietung von KFZ als Reiseleistung einzustufen ist:
Zitat §651 a:
(3) Reiseleistungen im Sinne dieses Gesetzes sind
1.
die Beförderung von Personen,
2.
die Beherbergung, außer wenn sie Wohnzwecken dient,
3.
die Vermietung
a)
von vierrädrigen Kraftfahrzeugen gemäß § 3 Absatz 1 der EG-Fahrzeuggenehmigungsverordnung vom 3. Februar 2011 (BGBl. I S. 126), die zuletzt durch Artikel 7 der Verordnung vom 23. März 2017 (BGBl. I S. 522) geändert worden ist, und


ergo ist der Vermieter auch als Reiseveranstalter anzusehen.


In 651h werden die Storno Bedingungen geregelt.
Wenn man sich hier Absatz 3 anschaut denke ich das der Reiseveranstalter (Vermieter) keine Storno nehmen darf:
Zitat §651 h
(3) Abweichend von Absatz 1 Satz 3 kann der Reiseveranstalter keine Entschädigung verlangen, wenn am Bestimmungsort oder in dessen unmittelbarer Nähe unvermeidbare, außergewöhnliche Umstände auftreten, die die Durchführung der Pauschalreise oder die Beförderung von Personen an den Bestimmungsort erheblich beeinträchtigen. Umstände sind unvermeidbar und außergewöhnlich im Sinne dieses Untertitels, wenn sie nicht der Kontrolle der Partei unterliegen, die sich hierauf beruft, und sich ihre Folgen auch dann nicht hätten vermeiden lassen, wenn alle zumutbaren Vorkehrungen getroffen worden wären.


Ich würde mit sowas mal zu einem Anwalt für Reiserecht gehen, zumindest für ein Beratungsgespräch

andwein am 19 Mär 2020 12:38:46

Ich habe aus Interesse am Thema (ich selbst bleibe daheim) mal in Bayern herumgefragt. Der Winter-Campingplatz in Grainau hat geöffnet, seine Webseite ist aktuell und geht auf die Beschränkungen ein.
Anders sieht es hier bei CPs aus, die im Winter geschlossen haben. Sie verschieben die Öffnung oder haben ihre Webseiten noch nicht aktualisiert und geben an ab Ostern zu öffnen.
Bei der ganzen Diskussion muss man unterscheiden zwischen:
öffnet der CP gar nicht oder schließt er weil er keinen wirtschaftlichen Sinn im Betrieb sieht, oder
öffnet er, bzw. betreibt weiter weil er den Ausschluss "Beherbergung" für sich in Anspruch nimmt.
Egal, es bleibt spannend. Ich sitze gerade auf der Veranda und genieße die Sonne hier.
Gruß Andreas

scubafat am 19 Mär 2020 12:42:07

Unsere beiden Stellplätze hier sind offen!

scubafat am 19 Mär 2020 12:43:25


scubafat am 19 Mär 2020 12:44:28

Heute früh

pipo am 19 Mär 2020 12:58:58

scubafat hat geschrieben:Unsere beiden Stellplätze hier sind offen!

Ich würde es anders ausdrücken: Sie wurden noch nicht geschlossen. Es gibt hier wohl keine einheitliche Vorgehensweise, obwohl die Rechtslage eindeutig ist.
Ich hoffe mal, dass die Wohnmobile leer sind :ja:

scubafat am 19 Mär 2020 13:04:32

Nein die sind nicht leer. Da herrscht reger Betrieb!

kdupke am 19 Mär 2020 13:05:00

Niedersachsen:

Das Land Niedersachsen hat die Gesundheitsämter angewiesen, Übernachtungen in Hotels, Pensionen, auf Campingplätzen und in privaten Unterkünften für touristische Gäste zu untersagen

pipo am 19 Mär 2020 13:41:23

Dann sind alle sicherlich beruflich unterwegs :roll:

scubafat am 19 Mär 2020 13:50:53

Soooo habe ich das noch garnicht gesehen :D

topolino666 am 19 Mär 2020 14:10:45

.... das ist aber auch relativ einfach abzustellen:

--> Link

Polizei: Verstöße melden

In den sozialen Netzwerken kündigten auch die bayerischen Polizeipräsidien Kontrollen an. "Ein Verstoß gegen die Allgemeinverfügung ist strafbar", twitterten sie. "Daher müssen und werden wir ab sofort die Einhaltung dieser wichtigen Beschränkungen überprüfen." Die (Münchner) Polizei wies darauf hin, dass Betriebe, die trotz Verbots geöffnet seien, gemeldet werden könnten. "Sie werden dann entsprechend kontrolliert."

newt3 am 19 Mär 2020 19:24:54

"Ich denke, da ist vieles im Fluß derzeit. Wenn ich mich nicht ad hoc einigen kann mit dem Vermieter, dann würde ich mit dem Rücktritt warten, bis es ein Betretungsverbot/Geschäftsverbot etc. gibt."

Genau das ist der Punkt. Trittst du jetzt zurück wirst du Stornokosten haben.
Kommt es zu Verboten seitens des Gesetzgebers die deinen Mietzeitraum betreffen mußt du vermutlich nichts bezahlen und siehst auch deine Anzahlung zurück (sofern der Vermieter dann noch existiert).


Ein gewisses Pokern ist da dabei:
->je später du (aus eigenen gründen) stornierst desto teurer wird das storno, also liegt es (theoretisch) Nahe jetzt zu stornieren.
->auf der anderen Seite steigt mit jedem weiterem Tag die Chance dass es Verbote gibt(die vermutlich lang anhalten), so dass man wohl besser einfach abwartet. Herrscht dann Verbot siehst deine Kohle wieder (sofern der Betrieb zahlungsfähig ist....), herrscht keines trittst halt deinen Urlaub an.

Die Reisebranche und darunter auch die WomoVermieter wird es sehr hart treffen. Da werden einige ums überleben strampeln und so mancher wird untergehen. Auch volle Auftragsbücher für nächstes Jahr (von Leuten die bereit sind zu verschieben) helfen da nur begrenzt - dreht die Bank den Geldhahn zu ist so ein Unternehmen ganz schnell in der insolvenz. Volle Auftragsbücher sind der Bank dann oft egal (und komplett in Vorkasse so, dass die Liquidität des Vermieters gesichert ist, werden die nächtest Jahr Kunden sicher nicht gehen, das wäre für sie Roulette)

Campingplätze sind oft verpachtet. Da werden die Pächter ggf auf Pachterlass seitens der Besitzer angewiesen sein. Denn 3 oder 5 Monate Pacht zahlen aber keine Gäste haben so ein Finanzpolster werden die meisten Pächer nicht haben. Ggf ist es auch Vertragsabhängig - wenn das Pachtobjekt nicht bestimmungsgemäß genutzt werden kann ist ggf gar keine Pacht fällig, dass wäre dann der glückliche Fall für die Pächer.

Bei sehr vielen Dingen wird die Politik noch Regelungen erlassen müssen - denn neue Kredite sind nur ein kleiner Baustein (einer den viele gar nicht gebrauchten können weil sie schon genug Kredite haben). Einen Kredit zur Überbrückung kannst du im Grund auch nur abschließen, wenn du weißt wie lange du Überbrücken mußt - genau das kann aber aktuell gar keiner sagen. Sind es 2 monate oder eher 5.

Einige Arbeitnehmer werden in zwangsurlaub geschickt - dem einen oder anderen werden also Urlaubstage fehlen, so dass sie bei Entspannung der Lage gar nicht verreisen können. Diese Kunden werden fehlen, auf den Campingplätzen, in den Pensionen und Hotels.
Im Vergleich mit anderem Längern haben unsere inländischen Reiseziele den Vorteil, dass sie auch sehr viele Inländische Gäste haben. Sprich geht das Reisen im Inland wieder wird es für sieh bergaufgehen. Anders sieht das bei vielen Ausländischen Reisezielen aus die auf ausländische Touristen angewiesen sind (mittelmehrinseln, kanaren, mittelmehrküste usw) - für die wird die Durststrecke vermutlich erheblich länger, je nachdem wie sich die ein und ausreisebestimmungen entwickeln aber auch abhängig davon wie sich Corona dort entwickelt im Vergleich zu hier.


  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Modellwechsel nach Kaufvertrag
aktuelle Gerichtsurteile
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2020 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt