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Transfer in Marokko zur Grenze in Zeiten von Corona 1, 2, 3, 4, 5


mikeno am 23 Mär 2020 13:15:47

Habe gestern am Sonntag Morgen die wichtige Information erhalten, auf die ich schon seit Tagen gewartet habe. Die Rückreise mit Wohnmobil an die Grenze nach Ceuta ist mit einem Passierschein möglich. Daraufhin habe ich unverzüglich meine Abreisebereitschaft hergestellt. Bei der Abreise wurde mir der Passierschein vom Campingplatz ausgehändigt.

Im Bereich Agadir gab es scharfe Kontrollen, und ich hätte ohne dieses Papier die Autobahn nicht erreicht. Wohnmobile ohne dieses Papier wurden aufgehalten und mussten Richtung Agadir wieder zurück.

Nach Erreichen der Autobahn gab es keine weiteren Kontrollen und ich wurde von der Polizei ohne Kontrolle stets durchgewunken. Die Fahrt auf der Autobahn verlief ohne Probleme und habe mit einem Zwischenstop auf einer Autobahnraststätte, nahe Tanger Med, heute Morgen 05:00 Uhr die Grenze Ceuta erreicht.

Vor der Grenze habe ich mich in einer ca. 2km langen Schlange wartender Wohnmobile eingereiht.




Hinter mir hat sich seit 05:00 Uhr diese Schlange gebildet. Das Ende der Schlange ist nicht einsehbar.


Bis jetzt 12:00 Uhr habe ich mein Womo keinen Zentimeter vorwärts bewegt. Der Grund des Stillstandes vor der Grenze ist mir nicht bekannt.
Ich erwarte ohne Abfertigung, dass sich die Situation an der Grenze verschärft.

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Bodimobil am 23 Mär 2020 13:24:46

ein Stau bei dem die Womos zum Teil auf Keilen stehen sieht man auch nicht alle Tage.
Aber was ist in diesen Tagen noch Normal?
Ich hoffe für dich, dass es bald weitergeht.

Gruß Andreas

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Jagstcamp-Widdern am 23 Mär 2020 13:26:43

komm gut nach hause!

alleswirdgut
hartmut

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tztz2000 am 23 Mär 2020 13:27:14

Ich habe grad das hier gefunden!



mikeno am 23 Mär 2020 13:32:28

Bodimobil hat geschrieben:ein Stau bei dem die Womos zum Teil auf Keilen stehen sieht man auch nicht alle Tage.


Habe auch meine Hubstützen ausgefahren, scheinbar müssen wir uns hier häuslich einrichten.

Gruss Michael

schneggenhaus am 23 Mär 2020 13:35:24

Irgend wann wird es weiter gehen aber das kann dauern ....... puuuuah, das sind harte Zeiten vor allem die begrenzt Stom haben :(
wir wünschen Euch alles gute für die Weiterreise und in Spanien und Frankreich wird es auch sehr eng, da die Campingplätze und Stellplätze geschlossen werden oder worden sind und in einer bestimmten Zeit das Land durchquert sein muss ..... aber Ihr schafft das und gute Reise für alle die jetzt noch unterwegs sind, und bleibt ganz einfach Gesund !!

WomoToureu am 23 Mär 2020 13:39:32

Da meine Bekannten bereits vor zwei Wochen ausgereist sind, habe ich keine eigenen sichere Quellen.

Meines Wissens jedoch werden von der Polizei Fahrzeuge von der Grenze von Ceuta zum Hafen geführt, so wie Fährplätze verfügbar sind.

EIne Durchreise durch Spanien und Frankreich ist weiterhin eingeschränkt möglich, allerdings nur in geringer Anzahl ( Fähre ) verfügbar.

So kommt Ceuta dem "ausdrücklichen Wunsch der Europäischen Union an die spanische Regierung zur Erleichterung der Rückkehr der europäischen Bürger"

nach, aber Sonderfähren oder anderes gibt es ( meines Wissens nicht ). D.h. die Wohnmobile müssen auf freie Plätze warten.

schneggenhaus am 23 Mär 2020 13:42:15

tztz2000 hat geschrieben:Ich habe grad das hier gefunden!




das ist heftig :cry:

trotzdem alles liebe und gute und viel Geduld für die wartenden Womos mit Besitzern !!!

babenhausen am 23 Mär 2020 13:53:45

Der Infokanal:
--> Link
von dieser Seite dem Link der Botschaft zu dem Fratzenbuch folgen dort postet die Deutsche Botschaft weiteres Vorgehen und Stand der Dinge.

tztz2000 am 23 Mär 2020 14:02:53

Die Grenze scheint geschlossen zu sein, siehe letzter Satz!





Ruft halt die dt. Botschaft in Rabat an!

mikeno am 23 Mär 2020 14:54:35

In den letzten 8 Stunden hat sich die Warteschlange an der Grenze um 56 Fahrzeuge erhöht.

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groovy am 23 Mär 2020 16:21:08

Der Virus scheint für viele ja überraschend gekommen zu sein.
Kein Internet in Marokko gehabt?

Moderation durch wiebke: --> Link


mikeno am 23 Mär 2020 17:27:09

groovy hat geschrieben:Der Virus scheint für viele ja überraschend gekommen zu sein.
Kein Internet in Marokko gehabt?


Ja, dann betrachte mal mit einer zeitlichen Differenz von 2 Wochen die Nachrichtenlage, dann wirst auch Du dich wundern.
Vor genau 2 Wochen nahm ich die Fähre nach Tanger Med.

tztz2000 am 23 Mär 2020 18:24:30

Spanien ergreift drastische Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Nachdem die europäischen Grenzen geschlossen wurden, schliesst das Land nun auch die inländische Grenze zwischen den Enklaven Ceuta und Melilla und dem spanischen Festland. Hunderte Caravans und PKW stehen am Hafen und warten vergeblich auf die Überfahrt.

Seit heute (23. März), 0 Uhr, dürfen keine Fähren zwischen Ceuta, Melilla und dem spanischen Festland fahren.

--> Link

WomoToureu am 23 Mär 2020 18:34:00

Meines Wissens ist es unwahr, dass die Fähren nicht fahren, kann aber selbstverständlich auch eine Falschinformation haben.

Die CIUDAD DE CEUTA ist z.B. um 10:30 Uhr von Spanien nach Ceuta gefahren. Das kann man auch auf diversen Schiffsradar Seiten überprüfen. Allerdings können nicht alle Wohnmobile mitfahren, logisch oder. Denn es handelt sich nicht um eine reine Wohnmobilfähre die dafür da ist, jetzt alle Marokkourlauber nach Spanien zu bringen, sondern Waren, Personen, LKW usw. wollen auch mitfahren.

Wer mag, kann ja auch den entsprechenden Schiffsradarseiten den Wahrheitsgehalt überprüfen, wie gesagt Bekannte sagten mir, die Fähren fahren wenn auch mit ausgedünntem Fahrplan. Ansonsten wäre Ceuta ja auch von jeglicher Versorgung über LKW`s und Kühltransporter usw abgeschnitten.

Ich persönlich gehe davon aus, dass die Fähren fahren, aber ohne Gewähr da ich nicht vor Ort bin.

Auch die pauschale Aussage, dass die europäischen Grenzen geschlossen sind, gilt meines Wissens - auch aktuell - nicht für Heimkehrer. Auch hier kann ich mich natürlich irren.

wolfherm am 23 Mär 2020 18:35:56

Orakeln hilft nicht viel. Da glaube ich mal eher dem Link von Thomas.

tztz2000 am 23 Mär 2020 18:55:06

Lt. Marinetraffic liegt das Schiff jetzt im Hafen von Ceuta, nachdem es von Algeciras abgefahren ist. Status: Stopped.... was auch immer das bedeuten mag.

Wenn man sich diesen Artikel anschaut, dann sieht man, dass den Spaniern sprichwörtlich das Wasser bis zum Hals steht. :(

--> Link

Da ist es durchaus möglich, dass ein paar Camper "durch den Rost fallen".... so bitter das auch für einige sein mag!

WomoToureu am 23 Mär 2020 19:04:55

tztz2000 hat geschrieben:Lt. Marinetraffic liegt das Schiff jetzt im Hafen von Ceuta, nachdem es von Algeciras abgefahren ist. Status: Stopped.... was auch immer das bedeuten mag.


Das bedeutet lediglich das es ab und zu mal in einem Hafen ist und derzeit zufällig in Ceuta und das das Schiff dort stoppt ist doch wohl logisch. ( Bin aber auch kein Profi dieser Programme )

Die Fähre ist gemäß der von Dir genannten Seite heute 3 x gefahren, dass ist natürlich sehr wenig im Vergleich zu "normalen Tagen", aber sie fährt.

Die Kollegen, die aus welchen Gründen auch immer in Marokko geblieben sind können leider nicht erwarten, in einer Pandemiezeit SOFORT übergesetzt zu werden.

Denn das nur noch wenige Fähren fahren dürfte jedem klar sein, aber Ceuta will ja auch versorgt werden und dafür müssen auch z.B. Kühl LKW übergesetzt werden. Die wollen aber auch wieder zurück werden nicht im Meer versenkt oder so, also ist nicht viel Transportraum wo die Wohnmobil Rückkehrer mit können, das sollte jedem klar sein.

Es geht hier also nicht um "GLAUBEN" oder "Oraklen" sondern um Fakten. Diese lassen sich z.B. mit den Schiffradarportalen überprüfen.

Fakt ist, es ist unwahr das die Fähren nicht fahren, wahr ist das nur wenige fahren, bei extrem hohem Bedarf der Wohnmobil Rückreiser. Von diesen können und werden nur wenige mitgenommen eben so wie sie auf die Fähre passen.
So wie gesagt mein Wissensstand.

Gast am 23 Mär 2020 19:11:37

WomoToureu hat geschrieben:Fakt ist, es ist unwahr das die Fähren nicht fahren, wahr ist das nur wenige fahren, bei extrem hohem Bedarf der Wohnmobil Rückreiser. Von diesen können und werden nur wenige mitgenommen eben so wie sie auf die Fähre passen.
So wie gesagt mein Wissensstand.

Spanien hat glaube ich letzte Woche beschlossen den Fährverkehr zu den Inseln und den Enklaven zu reduzieren, und den Flugbetrieb einzustellen. Weiss blos nicht mehr wo ich das gelesen habe. Aber das nützt den Leuten ja auch nichts, dass ein paar Fähren fahren, wenn sie nicht nach Ceuta rein kommen, weil für sie die Grenze geschlossen ist.

cheldon am 23 Mär 2020 19:21:19

--> Link
Es gibt täglich nur noch diese drei Abfahrten.

tztz2000 am 23 Mär 2020 19:25:18

cheldon hat geschrieben:Es gibt täglich nur noch diese drei Abfahrten.

Ok, das nützt den Campern im Moment nichts, wenn die Grenzen geschlossen sind.

Das muss dann diplomatisch geklärt werden!

Elgeba am 23 Mär 2020 19:31:37

Da spielt ja auch ein nicht zu unterschätzender finanzieller Aspekt mit.Die Beförderung von LKW ist das Hauptgeschäft der Fährenbetreiber,die Beförderung von Wohnmobilen ist nur ein Zubrot,damit ist klar wie die Prioritäten bei der Beförderung liegen.


Gruß Bernd

WomoToureu am 23 Mär 2020 19:37:12

Elgeba hat geschrieben:Da spielt ja auch ein nicht zu unterschätzender finanzieller Aspekt mit.Die Beförderung von LKW ist das Hauptgeschäft der Fährenbetreiber,die Beförderung von Wohnmobilen ist nur ein Zubrot,damit ist klar wie die Prioritäten bei der Beförderung liegen.
Genau so sieht es aus, so hart es für die Camper ist !

Nochmals: Die Fähren fahren, wenn auch nur bedarfsgerecht 3 mal täglich von Spanien nach Ceute und nach Spanien zurück.

Nochmals die Grenze Marokko - Spanien ( Ceuta ) ist nach den mir vorliegenden Informationen für diejenigen die einen Platz auf einer der Fähren haben, OFFEN.

wolfherm am 23 Mär 2020 19:39:55

Hallo Uli,

hast du dazu einen Link?

WomoToureu am 23 Mär 2020 19:48:01

Meine Bekannten sagten mir das die Fähre fährt und das auch Wohnmobile in Spanien von der Fähre gefahren sind. Er hat jemanden angesprochen bzw. getroffen der erzählte, dass die Polizei mit einem Polizei PKW zur Grenze gefahren sein und eine entsprechende Anzahl von Wohnmobilen aufgefordert habe, ihnen zu folgen ( dem Polizeifahrzeug ).

Man sei dann in den Hafen gebracht worden, wo man auf die Fähre fahren durfte, wo aber leider auch nicht viel Platz war. ( weil dort LKW, Kühlcontainer, PKW usw. ebenfalls drauf waren )

Dies wurde mir von einem verläßlichen Bekannten erzählt, der keinen Grund hat zu lügen.

Das Fähren fahren, entgegen den Behauptungen das keine Fähren fahren, kann man sich wie gesagt bei diesen Schiffsradar Seite überprüfen, auch da habe ich kein Link, sondern gehe auf den Hafen von Ceuta, da liegt derzeit die Fähre. Wenn man auf "vergangene Zeit" oder so klickt und den heutigen Tag einstellt, kann man genau sehen, das die Fähre heute gefahren ist, was wieder die Aussage des Kollegen stützt.

Ebenfalls der vorherige Link --> Link das derzeit 3 x täglich die Fähre fährt, stützt die Aussage des Bekannten.

Ich möchte gern den Kollegen dort aber auch Bekannten hier Informationen liefern die mir zur Verfügung stehen. Mehr kann ich leider nicht.

wolfherm am 23 Mär 2020 19:54:48

Vielen Dank, Uli.

tztz2000 am 23 Mär 2020 20:06:37

Das steht auf der FB-Seite der deutschen Botschaft in Rabat:





Man bezieht sich auf eine Twitter-Nachricht der spanischen Botschaft in Marokko:

--> Link


AVISO URGENTE
URGENT WARNUNG

.... von heute, Sonntagnachmittag, 22. März, veröffentlicht die Verordnung 270/2020 von....

.... die die vorübergehende Schliessung der Grenzübergänge durch Ceuta und Melilla ab 12 Uhr heute Nacht ankündigt, um die Ausbreitung von Covid-19 zu begrenzen.

mikeno am 24 Mär 2020 04:56:46

tztz2000 hat geschrieben:Das muss dann diplomatisch geklärt werden!


Über die Klärung der Situation auf diplomatischer Ebene berichtet die SZ --> Link

mikeno am 24 Mär 2020 18:04:21

Komme gerade von der Abfertigung an der Grenze zurück. Dort sollten sich alle Deutschen melden.
Personal vom deutschen Konsulat hat informiert, dass zeitgleich gerade Verhandlungen laufen.
Das Prozedere soll wohl so aussehen, dass alle wartenden Wohnmobilisten von Ceuta nach Tanger Med umgeleitet werden und von dort die Überfahrt zum spanischen Festland stattfinden soll.
In den Tagen zuvor sollen in Ceuta Einreisende aus Marokko Hamsterkäufe getätigt haben, und es gab auch Übertragungen mit Corona.

MK

Beduin am 24 Mär 2020 18:30:12

Danke dir für diese wichtige Nachricht und drücke die Daumen das ihr und all die anderen bald raus kommt

pipo am 24 Mär 2020 18:51:34

Ich lese viele Reiseblogs, auch von Reisenden die in Marokko waren/sind. Noch vor einer Woche hatte der überwiegende Teil eine riesen Klappe und das obwohl Spanien vor 10 Tagen Spanien die Grenzen dicht gemacht hat. Und jetzt ist die Panic groß. Naja :gruebel:

Ausderasche am 24 Mär 2020 20:25:48

Auch Spiegel Online berichtet über die Situation in Marokko: --> Link

U.a. wird dort ein Reisender zitiert, dass das Problem noch viel größer sei, da viele Reisende noch im Landesinneren unterwegs seien:

Aus Spiegel Online Zitat:

"Der große Stau vor Ceuta ist nur ein Brennpunkt. Das Problem ist viel größer", sagte ein süddeutscher Urlauber auf einem Campingplatz nahe der Küstenstadt Essaouira im Südwesten des Landes. Mit dem Flugzeug hätten sie nicht ausreisen können, weil sich so kurzfristig kein Stellplatz für den Wohnwagen organisieren ließ.

Gruß
Frank

Elgeba am 24 Mär 2020 21:32:51

pipo hat geschrieben:Ich lese viele Reiseblogs, auch von Reisenden die in Marokko waren/sind. Noch vor einer Woche hatte der überwiegende Teil eine riesen Klappe und das obwohl Spanien vor 10 Tagen Spanien die Grenzen dicht gemacht hat. Und jetzt ist die Panic groß. Naja :gruebel:



Genau so ist es,ich finde so ein Verhalten unverantwortlich,erst sich selbst in die Sch....reiten und jetzt nach dem Staat schreien,super.


Gruß Bernd

wolfherm am 24 Mär 2020 21:34:47

Jetzt seid mal nicht so streng. Zurück müssen sie ja. Bezahlen tun sie es ja auch. Für diplomatische Aktivitäten haben wir die Fachleute im AA.

Maxima am 24 Mär 2020 22:07:25

Warum gibt es so wenig Solidarität unter uns Wohnmobilisten. Habt Ihr alle in Eurem Leben noch nie eine Situation falsch eingeschätzt?

Es muss die Hölle sein in so einer Autoschlange festzustecken und nicht zu wissen ob und wie es weitergeht, ganz zu schweigen von V/E, Getränken und Lebensmittel.
Die Gestrandeten haben mein ganzes Mitgefühl und ich hoffe inständig, dass es bald eine Lösung geben wird und alle gut und gesund zuhause ankommen.

Elgeba am 24 Mär 2020 22:31:56

Hallo, Maxima

Das hat nichts mit Solidarität zu tun,die sind selbst verschuldet durch Leichtsinn in diese Situation geraten,die Nachrichtenlage war doch schon vor Tagen eindeutig.Die Problemlösung kann jetzt eigentlch nur sein eine Fähre durch die Regierung zu chartern die nur für die Touris fährt,so könnte das Problem schnell gelöst werden,erst mal raus aus Marokko und dann auf kürzestem Weg nach hause,notfalls in einer Gewaltfahrt wie ich sie vor einigen Jahren machen mußte.


Gruß Bernd

Maxima am 24 Mär 2020 23:04:24

Das Wort „Schuld“ finde ich in diesem Zusammenhang unangebracht, man kann eine Situation auch einfach falsch einschätzen. Wer von uns hätte es denn für möglich gehalten, dass die Welt innerhalb kürzester Zeit stehen bleibt?

Es wehrt sich in mir etwas auf jemand, der sich eh schon in einer prekären Situation befindet, auch noch herumzuhacken.
Die Betroffenen brauchen jetzt alles andere als negative Energie, sie verdienen in ihrer schwierigen Lage Solidarität, Zuspruch und Unterstützung.

Solofahrer am 24 Mär 2020 23:54:33

So sehe ich das auch, Maxima.

Aber offensichtlich gibt es einigen Zeitgenossen eine Befriedigung, auf Menschen in Not auch noch herumzutrampeln. Und das auch noch ohne die genauen Zusammenhänge zu kennen, warum sie in diese Situation gekommen sind. Traurig.

christiancastro am 25 Mär 2020 00:13:21

Solofahrer hat geschrieben:So sehe ich das auch, Maxima.

Aber offensichtlich gibt es einigen Zeitgenossen eine Befriedigung, auf Menschen in Not auch noch herumzutrampeln. Und das auch noch ohne die genauen Zusammenhänge zu kennen, warum sie in diese Situation gekommen sind. Traurig.


Ich glaube Pipo ging es darum das wohl Einige die jetzt in dieser misslichen Lage sind noch ein paar Wochen vorher etwas großspurig geprallt haben wie gut es ihnen, wo auch immer geht, und etwas die belächelt haben welche verängstigt nach Hause gefahren sind.

Das man ihnen jetzt helfen sollte, ja unbedingt und da sollten wir als Gemeinschaft solidarisch sein, aberrrr ein bisschen Kritik muss dennoch erlaubt sein.

herbstfrau am 25 Mär 2020 00:17:40

Axel, nein. Das ist nicht so.
Ich bin mir ganz sicher, das das kein Spaß ist.
Aber kann man abstreiten, dass die Situation nicht urplötzlich entstanden ist?
Kann man abstreiten, dass Leute wie Richy und viele andere lange als “Panikmacher” verlacht wurden?
Und jetzt sind die, die bis zum Schluss gewartet haben in Not und ich bin mir sicher, alle hier wünschen sich, sie kommen heil nach Hause.
Dennoch bleibt aber das Gefühl, dass sie das Risiko, in diese Situation zu gelangen bewusst oder leichtsinnig in Kauf genommen haben, oder?
Und jetzt soll der Staat sie gefälligst retten (was er ja auch pflichtschuldigst tut - und das ist gut so)
Die Vernünftigen sind längst zu Hause. Da beißt die Maus keinen Faden ab und das müssen sich die Betroffenen jetzt auch vorwerfen (lassen)
Meine Meinung

Einfach mal zugeben, dass man Mist gemacht hat.

Bodimobil am 25 Mär 2020 00:39:38

In den Aachener Nachrichten --> Link (kostenpflichtiger Artikel) stand heute ein Bericht über ein Aachener Rentnerehepaar das am 5.März mit dem Wohnmobil Richtung Marokko aufgebrochen ist um dort an einer geführten Tour mit 15 Wohnmobilen teilzunehmen. Sie hätten nicht gedacht, dass der Virus auch nach Afrika kommt und deshalb lautete der Plan B: Dann bleiben wir in Afrika bis man wieder nach Europa kann.
Sie sind übrigens kurz vor Schließung der Grenze wieder zurück gekommen.

Casi82 am 25 Mär 2020 00:43:50

Vor genau einem Jahr hatten wir die Möglichkeit, eine längere Auszeit zu nehmen. Vorgestern vor einem Jahr sind wir in Algeciras angekommen und setzten mit der Fähre nach Marokko über.
Ich gebe zu, dass ich ziemlich genau bis zu diesem Zeitpunkt das politische Geschehen verfolgt habe. Wahrscheinlich hätten wir in der derzeitigen Situation die Überfahrt sein lassen. Mit der Nachrichtenlage von vor 2 Wochen hätten wir aber wahrscheinlich doch den Schritt noch gewagt. Einfach weil wir uns die Vorfreude, die Vorbereitung und die für uns zu diesem Zeitpunkt einmalige Chance nicht kaputtmachen lassen hätten. Der gesunde Menschenverstand mit der Nachrichtenlage aus Deutschland würde bestimmt anders entscheiden. Im Urlaubsmodus mit 3000 km auf der Uhr, habe ich aber für viele Verständnis, warum man nicht gleich panisch die Heimreise antritt. Welche Entscheidung die Richtige gewesen wäre sehen wir jetzt.
Aber selbst wenn wir die Überfahrt abgeblasen hätten, wären wir vor 2 Wochen eher nach Portugal abgebogen und würden es bis zur unvermeidbaren letzten Minute herausfordern.
Wer hätte sich denn vor wenigen Wochen vorstellen können, das in so rasanter Geschwindigkeit, alles was an Reisefreiheit in Europa möglich war, auf null gefahren wird und eine Heimreise aus Portugal zum Spießrutenlauf wird. Jedenfalls geht es mir so, dass ich mein mobiles Datenvolumen fast ausschließlich für die weitere Routenplanung und nicht für die permanente Überdosis Nachrichten verwende.

Ich wünsche allen, die noch unterwegs sind, dass Sie diesen Mist der hier gerade passiert heil überstehen und geholfen wird, wo es nur geht.

Viele Grüße
Carsten (jung und naiv)

Ausderasche am 25 Mär 2020 01:20:56

Ich zitiere noch einmal Spiegel Online: --> Link , wobei sich der Artikel nicht nur auf Marokko bezieht.

"In den sozialen Medien stoßen die Gestrandeten nicht nur auf Mitleid und Verständnis, im Gegenteil. Dort gibt es wie immer auch jene, die alles schon vorher gewusst haben wollen – und sie überziehen die Gestrandeten jetzt mit Spott, Häme und Vorwürfen.

"Wer vor ein paar Wochen noch freiwillig auf Fernreise gegangen ist, ist selbst schuld", schreibt ein User. "Selbst bezahlen" sollten die Zurückgeholten, findet eine andere. Schließlich habe man "im Freundeskreis" vor Reisen gewarnt. Man fragt sich, wie viele dieser Freunde selbst bereit gewesen wären, Tausende Euro teure Fernreisen verfallen zu lassen, bevor es Absagen der Veranstalter und damit Aussichten auf eine Erstattung des Reisepreises gab."

Wir waren selber schon selbstorganisiert in Marokko 2014 3 Monate unterwegs. Vermutlich haben hier die wenigsten eine Vorstellung von der Größe des Landes, dass es nicht überall Internet gibt, dass man nicht immer auf einem CP, sondern in der Wüste oder bei einem "Beduinenzelt" steht, d.h. man hat nicht die Informationslage wie hier im Land.

Und selbst, wenn man informiert ist, man ist in Marokko nicht in Null-Komma-Nix vom Süden zurück oben im Norden, wie es hier vielleicht notwendig gewesen wäre. Und es hätte in dem Tempo, wie Spanien die Grenzen geschlossen hätte, nichts genützt.

Wir selbst waren unterwegs nach Griechenland, konnten täglich per APP des AA : "Sicher Reisen" beobachten, wie Reisewege "zu" gingen und frühzeitig noch in D umkehren.

Diese Chance hatten die Marokkofahrer NICHT.

Gruß
Frank

tztz2000 am 25 Mär 2020 08:00:36

Es läuft was!



herbstfrau am 25 Mär 2020 08:19:46

Oh, das dürfte eine große Erleichterung für die Leute in der Warteschlange sein.


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