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Norge 2019 Nordkap, Vesteralen u Lofoten 1, 2


bebubo am 30 Mär 2020 19:27:59

Hallo

Da ja vorläufig keiner mehr eine Reise in die Skandinavischen Länder mehr machen kann, möchte ich mal mit einem kleinen Reisebericht, von unserer 4 wöchigen Tour aus dem letzten Jahr berichten.

Los gings am 24 Mai, wir haben uns für die Nachtfähre von Travemünde nach Malmö entschieden, die dann auch pünktlich gegen 22Uhr den Hafen verließ



Kurz vor halb 7 unter der Öresundbrücke, und um halb 8 verließen wir die Fähre



Dann ging es großteils über die Autobahn, mit einigen Pausen Richtung Norden






Gute 600km weiter übernachten wir in Enköping auf einem kl. Stellplatz am Hafen



Am nächsten Morgen ging es bei strömenden Regen weiter nordwärts



später lockerten die Wolken wieder etwas auf





Bei einer Rast am Nachmittag ließ ich dann noch kurz die Drohne steigen





Den Tag beenden wir auf einem kl. Rastplatz in der Nähe der E4

Morgens wurde ich schon um 5 Uhr wach, ich schaue aus dem Fenster und sehe einen strahlend blauen Himmel. Naja, wir sind nun nur noch ca 600 km vom Polarkreis weg und da werden die Nächte halt immer kürzer
Ich leg mich aber wieder ins Bett und wir ruhen noch bis kurz vor 8 Uhr
Nach dem Frühstück gleich wieder auf die E4, immer mal wieder sieht man Fahrräder und auch jede menge dieser Monstertrucks





Strahlend blauer Himmel den ganzen Tag, Das Ziel für heute ist ein Stellplatz am kleinen Hafen von Nikkala, ca. 15 km vor der Grenze zu Finnland
Während meine Frau das Abendessen vorbereitet starte ich noch schnell die Drohne







Spät Abends mach ich nochmals ein paar Luftbilder



Am nächsten Morgen verlassen wir diesen traumhaften Stellplatz und machen uns auf den Weg nach Finnland
Ziel ist die Stadt Rovaniemi




Nach 140 km erreichen wir Rovaniemi.
Das erste Ziel ist dieses Gebäude, welches wir dann auch besuchen





von hier aus gehts weiter zum Weihnachtsmann und zum Artic Circle



natürlich wurden auch Postkarten geschrieben, die übrigens auch alle pünktlich zu Weihnachten ankamen



18° warm war es übrigens an dem Nachmittag




Nach ca. 3 Stunden Aufenthalt fuhren wir noch ein Stückchen weiter und fanden an einem See eine schöne Schlafstätte





Nach einer geruhsamen Nacht fuhren wir weiter, vorbei an dem Goldgräberdorf Tankavaara (hatte noch geschlossen) vorbei am Inarisee und dann später links ab Richtung Norwegen.








ca. 70 km schnurgerade Straße bis zur norwegischen Grenze.
Dort tankten wir nochmals wieder voll, denn in Norge ist der Kraftstoff noch teurer als in Finnland.



Am Nachmittag kommen wir dann in Honnigväg an.
Bis jetzt sind wir schon 2940 km gefahren, haben 276 ltr. Diesel verbrannt, und sind immer noch nicht am Nordkap.
Das hätten wir natürlich auch locker schaffen können, aber wir haben dann doch lieber auf dem CP Nordcapcamping in Honningvag eingecheckt. Da der Wetterbericht für die nächsten 20 Std. nichts Gutes meldet, bleiben wir hier bis zum nächsten Tag.
Morgen nachmittag soll dann am Kap die Sonne rauskommen bevor es am Abend wieder ungemütlich wird.
So können wir all unsere Akkus von Fotoapperat, Drohne und Laptop wieder aufladen.
Am nächsten morgen wird dann noch alles entsorgt und frisches Wasser getankt,
Noch ist es trocken, und ich mache noch schnell ein paar Bilder aus der Vogelperspektive.







Das waren nun die Bilder der Anreise
Bald gehts weiter mit Teil 2

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bebubo am 30 Mär 2020 20:52:59

Heute gehts zum Nordkapp, jedoch fuhren wir vorher noch zurück um uns die Nördlichste Stadt Norwegens anzuschauen.
Natürlich lag hier auch ein großes Kreuzfahrtschiff der AIDA Flotte und ein Postschiff der Hurtigurten.







Von dort aus dann zum Nordkapp
Die letzten km zum Kap war es noch am tröpfeln,
und dann wurde es schlagartig besser.
13:00 angekommen, noch bedeckt
13:30 die Wolken verziehen sich so langsam
14:00 die Busse mit den Hurtigurten Gästen verlassen das Kap
14:30 wir sind fast allein am der Kugel



Da noch sehr viele Leute an der Kugel sind gehen wir erst eine Runde spazieren in der fantastischen Landschaft











1 Std. später sind wir zurück zum Kap, sund sind wir fast alleine dort



Später am Womo laß ich auch wieder meine Drohne hoch











Spät am Nachmittag wurde das Wetter richtig übel, erst fing es an zu regnen, dann etwas Schneefall und dann kamen auch noch Orkanböen dazu, einfach grauselig.



Aber der Wetterbericht versprach, das es ab 2 Uhr in der Früh wieder besser wurde und so war es auch.
Zuerst verzogen sich die Wolken und später auch die vielen Touris der AIDA Luna und wir waren wieder allein am Nördlichsten Punkt Europas (den man mit einem Fahrzeug erreichen kann)











Bei strahlend blauen Himmel verlassen wir unser Sehnsuchtsziel und verlassen kurze Zeit später die Halinsel Mageroya durch den Nordkaptunnel in richtung Süden.








Gegen 16 Uhr haben wir keine Lust mehr am Fahren, schließlich war die Nacht auch recht kurz.
Wir stellen unser Womo auf einem Stellplatz in der Nähe von Skorslett ab und schlafen fast 12 Std.







Unser nächstes Ziel ist die 72000 Einwohner zählende Stadt Tromso.
Ausgeschlafen fahren wir gegen 10 weiter.
Obwohl es ziemlich bedeckt ist, gelingen uns dennoch einige schöne Aufnahmen von der fantastischen Landschaft







Die Wolken werden immer mehr und als wir in Tromso ankommen, regnet es heftig.

Als der Regen später nachläßt, nehmen wir unsere Räder und fahren in die Stadt.
Für Besichtigungen ist es leider schon zu spät, so machen wir halt nur ein paar Bilder.











Im nächsten Teil gehts dann über die Halbinsel Senja auf die Vesteralen

Wäre toll wenn ihr weiterhin unsere Reise verfolgen würdet.

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

bebubo am 30 Mär 2020 21:44:00

Am nächsten Morgen verlassen wir Tromso bei nebeligen, fiesen und trüben regnerischen Wetter.
Zuerst geht es durch eine, meiner Meinung nach, recht tristen, langweiligen Gegend.
Vielleicht lag es auch nur am Wetter.





Überall auf den Grundstücken stehen alte Autos, Schlepper, Maschinen und sonstiges Gerümpel.
Eigentlich schade, denn die Gegend ist sonst überall sauber und nirgendwo liegt Müll herum.





Mit der Fähre gehts dann von Brensholm nach Botnham, die Fahrt dauert ca. 40 Min und kostet stolze 80,-€
Von der Pole Position gehts auf die Fähre





Auf dieser Strecke sind leider recht viele Tunnel.
Es ist beinahe abenteuerlich dort hineinzufahren, teilweise sehr eng und dunkel.





Immer wieder geniale Aussichtsplattformen





schöne Wohnlage





Gegen 16 Uhr sind wir dann im Fährhafen von Grylleford
Hier legt die Fähre um 19:00 Uhr ab, nach ca. 100 Min Fahrzeit erreichen wir dann Andenes auf den Vesteralen.
Im Hafen haben wir noch die Tickets für die Walsafari online gebucht, da für den nächstenTag Sonne pur vorhergesagt wurde.





Am nächsten Morgen strahlte die Sonne vom blauen Himmel.
Um 9 Uhr liefen wir zur Rezeption der Whalewatching, dort sagte man uns das schon um 9:30 Uhr die MS Reine ablegt und erst im Anschluß der Besuch des Museums ansteht.















Nach 2,5 Std dreht die MS Reine wieder um und nach gut 3 Std. sind wir wieder im Hafen.
Bei eisigen Wind und gefühlten 0° Grad waren wir froh das wir uns im Walmuseum wieder aufwärmen konnten.
Dennoch war es ein ganz tolles Erlebnis, Wale in freier Wildbahn zu erleben.







Weiter geht die Fahrt, über 2 Brücken erreichen wir die Insel Hadseloya.
Ein paar Eindrücke während der Fahrt, bzw. den Fotostopps.














Hier an der gigantischen Brücke, in der Nähe von Stokmarkenes, haben wir dann unsere Nacht verbraucht.
Am nächsten Tag besuchten wir dann das Hurtigurten Museum.

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LSNM am 30 Mär 2020 23:41:35

Bernhard, DAS ist heute mit Abstand der schönste Faden im Forum für meine Seele. Dankeschön für's mitnehmen und die schönen stimmungsvollen Bilder!

TiborF am 31 Mär 2020 08:02:29

Was für ein schöner Urlaubsbericht und so schöne Fotos dazu. Daumen hoch.
Der Beitrag erfreut richtig mein Herz (und weckt ungeahnte Sehnsüchte nach Wohnmobil fahren, Urlaub machen etc.)

Mit den Wetter am Nordkap hattet ihr ja echt noch Glück, als wir 2018 dort waren (im Juli), war so grausames Wetter schon bei Ankunft, dass wir es mit Müh und Not schafften, mal kurzzeitig auszusteigen - eisiger Orkanwind, wir dachten, dass Wohnmobil hebt ab und fliegt durch die Gegend.

schuga am 31 Mär 2020 09:56:27

Hallo Bernhard,

vielen vielen Dank für diesen tollen Reisebericht.

Eine wunderschöne Reise habt Ihr da gemacht. - Da können wir nur von träumen. Denn 4 Wochen Zeit zu
haben ist ein unglaublicher Luxus ! ;D

Danke, das Du hilfst ein bißchen vom momentan alles beherrschenden Dauerthema zu entfliehen :)

LG
Gabi

TiborF am 31 Mär 2020 10:07:53

306 x Zugriff auf diesen schönen Reisebericht, aber nur wenig Resonanz - für die Mühe und Arbeit, die sich Bernhard hier gegeben hat. Das finde ich echt schade.

Statt sich in den Corona-Themen gegenseitig aufzuheizen, könnte man hier doch mal Daumen hoch und Lob verteilen, was ich sehr gerne gemacht habe.

bebubo am 31 Mär 2020 10:29:44

Am nächsten Morgen besuchten wir dann das Museum
Hier begann 1893 die Erfolgsgeschichte der Postschiffe im Hohen Norden.
Schon von weitem sieht man das Muesumsschiff "Finnmarken", welches man eigentlich auch besichtigen kann.
Leider ist es aber zur Zeit wegen einer Restaurierung nicht zugänglich.
Dennoch ein lohnenswerter Besuch.





Wie man hier gut sieht, wurde wegen der fortschreitenden Korrosion das Museumsschiff kurzfristig mit einem Leichtbau-Dach aus Trapezblechen abgedeckt.





Dann gings weiter auf die Insel Langoya, dort fuhren wir bis ins Dorf Hovden.
Bei den Fotostopps und kleinen Spaziergängen machten wir unter anderem diese Bilder.











Unterwegs überlegten wir uns dann, dass wir doch noch gerne die Bird-Safari in der Nähe von Andenes mitmachen möchten.
Also fuhren wir über Sortland wieder nach Andenes.
Auf dem CP in Bleik haben wir dann für unser Womo ein nettes Plätzchen gefunden.







Nach der Walsafari schieben wir noch eine Birdsafari hinterher.

Wir hatten dann telefonisch reserviert für 15:00 Uhr am nächsten Tag.
So konnten wir einen schönen Tag am nahegelegenen Campingplatz verbringen.
Nach einem langen Strandspaziergang brechen wir pünktlich zur Anlegestelle der MS Laura auf. Natürlich musste ich vorher noch meine Füße in das europäische Nordmeer stecken.









Bei der vorherigen telefonischen Reservierung hat man uns gesagt, es würde reichen, eine Viertelstunde vor Abfahrt des Schiffes um 15:00 Uhr vor Ort zu sein. Als wir aber um kurz nach halb drei zur Anlegestelle gehen, sehen wir gerade noch, wie die MS Laura in See sticht. Na, Prost Mahlzeit.

Die Veranstalter wollten wohl noch schnell eine Zwischentour einlegen. Wir sollten bis zur nächsten Tour um 16:00 Uhr warten.
Gott sei Dank, war das Wetter hervoragend. Wir haben die Sonne genossen und uns mit anderen Besuchern aus Frankreich und Holland nett unterhalten. Der ganze Vorteil an der ganzen Sache war, dass die Bootstour, die wir dann unternahmen eine schöne VIP-Tour war. Wir waren zu fünft alleine auf der MS Laura.















Von Bleik aus, wo wir die Puffin Safari hatten, sind wir abends um 18 Uhr weitergefahren.
120km südlicher haben wir dann einen schönen Stellplatz bei Sigerfjord gefunden.



Gegen 23 Uhr, es war schön windstill, hab ich noch den Kopter fliegen lassen.





Mit der Midnightsun ist es immer noch nichts geworden, immer wieder Wolken im Weg.





Wir verlassen den schönen Stellplatz und fahren nach Svolvaer.
Auf dem Weg dorthin immer wieder schöne Aussichtspunkte für Fotoaufnahmen.









Eines der vielen Ribs für die Touren in den Trollfjord.





Im nächsten Teil fahren wir weiter von Svolvaer nach Henningsvaer.

TiborF am 31 Mär 2020 10:33:32

Da sind aber richtig schöne Postkartenmotive dabei - super - vielen Dank.

bebubo am 31 Mär 2020 10:53:42

TiborF hat geschrieben:Da sind aber richtig schöne Postkartenmotive dabei - super - vielen Dank.


Ja, es ist aber auch eine wunderschöne Landschaft dort

wolfherm am 31 Mär 2020 11:02:26

Traumhaft. Da kommen Erinnerungen auf. Vielen Dank.

cheldon am 31 Mär 2020 11:10:23

Schöne Fotos und eine stramme Leistung in nur vier Wochen....

Pius05 am 31 Mär 2020 11:12:43

Hallo Bernhard

Sehr schöne Fotos, danke für den Bericht

Gruß Edgar

Spooky am 31 Mär 2020 11:17:52

Es gibt doch noch positive Dinge in dieser Zeit: Euer Reisebericht!!! :top: :top: :top:
Danke für's Mitnehmen. Jetzt kann ich kaum erwarten, dass die Seuche durch ist und die Beschränkungen aufgehoben werden.
Wunderbare Bilder. Perfekt zum Lesen, wenn man jetzt viel daheim hocken muss.

Grüße aus Xanten!
Andreas

kleibeeke am 31 Mär 2020 11:41:29

Toller Bericht. Heitert einen in diesen tristen Zeiten etwas auf. Vielen Dank.
Gruß Walter

bebubo am 31 Mär 2020 11:54:25

Von Svolvaer fahren wir weiter, nächster Stopp ist Henningsvaer.
Leider ist es immer noch bewölkt. Trotzdem stellen wir unser Womo auf den großen Parkpatz vor dem Ort ab und gehen eine große Runde durch die Stadt.









Weiter geht es auf die Insel Vestvagoy, wo unser nächster Übernachtungsort sein soll.

Einen schönen Platz finden wir beim Ort Uttakleiv.
Unterwegs verziehen sich die Wolken und wieder können wir die atemberaubende Landschaft bewundern.
















Nachts um 0:30 Uhr, ich kann nicht einschlafen, gehe ich nochmal nach draußen.
Dabei hab ich dann diese Bilder gemacht. Leider ist die Mitternachtssonne nur halb zu sehen. Immer wieder legen sich Nebelschleier davor.





Weiter am nächsten Morgen,
Nach etwa 65 km ereichen wir die Insel Moskenesoy................










.......................dort stellen wir unser Womo auf dem Campingplatz Moskenes ab.

Die Sonne strahlt vom blauen Himmel, es sind Temperaturen um die 18 Grad.

Sofort nach dem Ausrichten des Womos, nehmen wir gleich die Fahrräder und radeln los.
Unser erstes Ziel ist die Stadt mit dem kürzesten Ortsnamen der Welt:










Wir gehen in eine uralte, kleinen Bäckerei, die für ihre Zimtschnecken bekannt ist.
Diese gönnen wir uns und die schmecken echt fantastisch.



Über den "Kong Olavs veg", so nennt sich hier die E10, radeln wir wieder an Moskenes vorbei mit dem Ziel Reine.
Gsd geht hier an den Tunneln ein Radweg vorbei.

















Nach 25 km erreichen wir wieder den CP und es wird erst mal ein Kaffee gekocht.
Schon am Nachmittag bei der Rückfahrt von Reine hatte der Wind ordentlich zugelegt, gegen 19 Uhr bezog es sich wieder und später regnet es.


Da der Wetterbericht für den nächsten Tag wesentlich schlechtere Prognosen abgibt, beschließen wir, entgegen unseren eigentlichen Planungen, morgen die Fähre nach Bodo zunehmen und die Lofoten zuverlassen.



Nach unserer Radtour am Vortag zu den beiden südlichsten Städtchen der Lofoten, begann es dann am Abend zu regnen.
Dieser hielt bis zum nächsten Mittag um 12 Uhr an, so dass wir unsere Entscheidung, die Lofoten zu verlassen, nicht bereuten.

Ein paar letzte Bilder aus Moskenes und die Fähre legte pünktlich gegen 12 Uhr ab.







Nach ca.4 Std Überfahrt erreichen wir gegen 16 Uhr Bodo
Hier kommt übrigens zum ersten mal unsere Ferje Kort Karte zum Einsatz





Wir verließen den Hafen von Bodo mit dem Ziel, uns den stärksten Gezeiten Strom der Welt in Saltstraumen anzusehen.

Schon gigantisch, wenn innerhalb von 6 Stunden 40 Millionen Kubikmeter Wasser mit einer Strömungsgeschwindigkeit von etwa 20 Kn durch eine kleine Meerenge fließen müssen.







Nach weiteren 70 Kilometern fahren wir auf einen kleinen CP in Reipa.
Schon überraschend, wenn man in perfektem Deutsch begrüßt wird.
Der Betreiber, ein junger Mann hatte den CP erst im April des Jahres übernommen und kommt gebürtig aus Münster.



Im Hintergrund von unserem Womo sieht man schon das Svartisen Gebirge.



Geplant war, das wir evt. dort eine Wanderung hinauf machen..........
.......aber seht selber.
Heute Abend gehts weiter, wir fahren ja noch die gesamte RV 17 und ..........

also, dabei bleiben

bebubo am 31 Mär 2020 11:57:47

Spooky hat geschrieben:Es gibt doch noch positive Dinge in dieser Zeit: Euer Reisebericht!!! :top: :top: :top:
Danke für's Mitnehmen. Jetzt kann ich kaum erwarten, dass die Seuche durch ist und die Beschränkungen aufgehoben werden.
Wunderbare Bilder. Perfekt zum Lesen, wenn man jetzt viel daheim hocken muss.

Grüße aus Xanten!
Andreas


Da bist du nicht der einzige
Können es auch kaum noch erwarten unser neues Womo endlich mal zu bewegen

TiborF am 31 Mär 2020 12:02:45

Ich freue mich schon riesig auf die Fortsetzung. Dieser schöne Reisebericht hätte zu keiner Zeit passender sein können als gerade jetzt. :zustimm: :daumen2:

volkermuenster am 31 Mär 2020 13:27:58

Moin Bernhard,

vielen lieben Dank für den tollen Bericht und den schönen Fotos.
Genau das richtige in der Zeit!!! :)

ICH WILL WEG! - genau dahin! :lol:

So viele Positivs kann ich gar nicht geben wie ich möchte. Hoffe es geht bald noch weiter.

Frage: Wie lange ward ihr unterwegs?

Gruß vom
Volker

shoe1 am 31 Mär 2020 15:15:39

Hallo,
mir geht es ebenso, wie so vielen hier - die Erinnerungen und Bilder im Kopf werden wieder lebendig …
Herzlichen Dank für diesen Reisebericht.
Liebe Grüße
Rupert

joschr am 31 Mär 2020 17:31:45

Hallo!
Danke für die "Mitnahme" und der vielen schönen Bildern. Da kommt richtige Reisevorfreude auf, aber leider sind wir derzeit "schaumgebremst".
Danke und schöne Grüsse joschr

Birgit1953 am 31 Mär 2020 17:52:10

Lieber Bernhard,

danke, danke für den tollen Bericht. Da kamen Erinnerungen hoch, zum einen von unserer 6- wöchige Nordkapreise vom September 2018 und von
unserer Reise zu den Lofoten im September 2019 ( 4 Wochen). Vieles haben wir erkannt und das war schon ein gutes Gefühl. Der Höhepunkt bei beiden Reisen waren jedoch die Polarlichter.

Die Bilder, die Du aus der Luft aufgenommen hast - einfach Spitze !

Wenn alles vorbei ist steht noch einmal eine Reise in Richtung Lofoten an, dabei wollen wirdort liebe Freunde besuchen und die umliegenden Inseln der Lofoten sollen
erkundet werden. Da hast Du uns mit Deinem schönen Reisebericht viele Anregungen geliefert.

Vielleicht sieht man sich sogar mal irdendwo unterwegs...






bebubo am 31 Mär 2020 17:59:49

volkermuenster hat geschrieben:Moin Bernhard,

Frage: Wie lange ward ihr unterwegs?

Gruß vom
Volker



Hallo Wir waren genau 4 Wochen u. 2 Tage unterwegs, sind Fr. Mittags die 400 Km nach Travemünde und dann mit der Nachtfähre nach Malmö.

Es war leider noch bis kurz vor der Abfahrt unklar, ob wir überhaupt fahren konnten. Mein Vater (81) erkrankte ca 6 Wochen vor der Abreise schwer und musste ins KH. Nach einer vorrübergehenden Besserung verstarb er aber leider 2 Wochen vor Abfahrt.
Wenn er weiter so schlecht gelegen hätte, wäre natürlich die ganze Fahrt abgesagt worden.
Pünktlich zum 6 Wochen Seelenamt waren wir dann wieder zurück

TiborF am 31 Mär 2020 18:04:22

bebubo hat geschrieben:
Es war leider noch bis kurz vor der Abfahrt unklar, ob wir überhaupt fahren konnten. Mein Vater (81) erkrankte ca 6 Wochen vor der Abreise schwer und musste ins KH. Nach einer vorrübergehenden Besserung verstarb er aber leider 2 Wochen vor Abfahrt.


Das tut mir sehr leid für euch Bernhard. Dann hatte die ganze Reise einen traurigen Aspekt dabei.

haroba am 31 Mär 2020 18:15:44

Moin!
Vielen Dank für den tollen Reisebericht.
Auch bei uns kommen viele Erinnerungen...
Norwegen ist einfach toll.
Wir waren dreimal dort oben.
2011, 2013 und 2018. (siehe HP)
War das schön!
Ihr hatte wirklich tolles Wetter.
Macht Spaß, Deinen Reisebericht zu lesen.
Und danke für die wundervollen Fotos.

Munterholln!
Harmut

bebubo am 31 Mär 2020 19:05:44

Für den heutigen hatten wir uns den Swartisengletscher vorgenommen. Der ist vom letzten Campingplatz nur 50 km entfernt.

Leider haben wir heute morgen den frühen Vogel verpennt. Erst gegen 10:00 Uhr wurden wir wach und kamen dementsprechend erst um 12:00 Uhr weg.

Gegen 13:00 Uhr waren wir dann an der Anlegestelle der Fähre, die zum Swartisengletscher fährt. Dummerweise haben wir uns mit den Ablegezeiten geirrt. Eine für 13:00 Uhr geplante Abfahrt der Fähre gab es gar nicht. So mussten wir bis um 14:00 Uhr warten. In dieser Zeit verschlechterte sich das Wetter zusehends.







Dicke Wolken zogen über den Himmel. Dennoch haben wir die Fahrt von 15 Minuten unternommen.

Hier legt die Fähre an. Man kann sich bereitgestellte Fahrräder für ca. 7 Euro ausleihen. So ist der 4 km lange Weg bis zum Fuß des Gletschers nicht ganz so anstrengend.



Trockenen Fußes kamen wir leider nur ca. 1 km weit. Wir retten uns vor den ergiebigen Regenfällen in eine Hütte.





Wir entschließen uns, direkt die nächste Fähre zurück zu nehmen und radeln durch den Regen zurück zu der Anlegestelle. Um 15:30 Uhr sind wir dann völlig durchnäßt wieder am Wohnmobil.
Wir folgen der RV 17 südwärts bis zur Fähre von Halsa nach Agskardet.



Direkt danach nehmen wir noch die Fähre von Jektvik nach Kilboghamn.
Da wird das Wetter auch schon wieder besser.
Die Regenwolken haben sich verzogen und es war bei 15 °C eine schöne, einstündige Überfahrt mit ganz tollen Landschaftseindrücken.







Bei der Fährfahrt überqueren wir wieder den Polarkreis. Diesen kann man wieder deutlich an dem Globus erkennen.






Wir fahren noch ein Stückchen und stehen jetzt auf einem schönen Rastplatz am Meer.



Eigentlich gibt es für den nächsten Tag erstmal nichts zu berichten.
Gestern Abend nach der Fährüberfahrt von Jektvik nach Kilboghamn fing es wieder an zu regnen.
Heute Nacht Regen.
Heute Morgen Regen.
11:00 Abfahrt, natürlich im Regen.
Fähre von Nesna nach Forvik, immer noch Regen.

Die riesige Helgeland Brücke, im Regen.






Dann wurde es für einige Zeit trocken und wir sind beim Petter Dass Museum und der Kirche von Alsterhaug eine kl. Rund spazieren gegangen.





Das Museum wurde schon 1967 eröffnet und 2007 ganz neu umgebaut.
Einen Besuch des Museums von innen haben wir uns allerdings erspart.



Petter Dass war ab 1869 dort Pfarrer, ihm ist auch dieses Monument gewidmet.



Kurze Zeit später biegen wir, es ist erst 15:30 Uhr, rechts ab auf einen kleinen Campingplatz.
Dieser ist nur noch 7 km von der Fähranleger in Tjotta entfernt.



Wir verließen um Punkt 12 den CP in Tjotta und fuhren die 8 km bis zum Fähranleger.
Leider hat sich die Sonne etwas verspätet und kam erst gegen 15 Uhr am Nachmittag heraus.
Dennoch waren die 5o Minuten auf der erst 2 Jahren alten Fähre sehr schön.
Der Kapitän steuerte sein Schiff gekonnt durch die Inseln u. Schären.










15 km weiter wartet schon die nächste Fähre, diese ist aber eine offene und so bleiben wir im Womo sitzten.



Kurze Zeit später scheint dann auch die Sonne.
Wir überqueren die Bronnoysund Brücke und sehen ein Kreuzfahrtschiff und ein Luxusschiff der Hurtigurten.







Torghatten, der Berg (mit dem Loch) ruft.

Torghatten ist ein Berg in der Nähe von Brønnøysund in Norwegen mit einer besonderen geologischen Form. In seiner Mitte hat er ein etwa 35 Meter hohes und rund 160 Meter langes Loch.

Unser Wohnmobil können wir am Fuße der Bergs Torghatten auf einem großen Parkplatz abstellen.













Nach dieser Wanderung gehts weiter, wir wollen heute noch die letzte Fähre auf der RV 17 nehmen.
Diese geht von Vennesund nach Holm.
Unterwegs immer wieder tolle Ausblicke.







Claudia hat immer während der Fahrt die Kamera im Anschlag, um schnell einsatzbereit zu sein, wenn mal ein Elch in der Nähe ist.
Und tatsächlich steht plötzlich eine Elchkuh auf der Wiese.
Ich konnte wegen des geringen Verkehrsaufkommen auch schnell halten und ein paar Meter zurücksetzen.




bebubo am 31 Mär 2020 19:09:37

Das freut mich riesig, das euch der Bericht gefällt :lol:

Macht auch Spaß die Reise noch einmal Revue passieren zulassen, man erlebt alles nochmal ganz Hautnah bei der Bilder Auswahl

TiborF am 31 Mär 2020 20:27:03

Boah - sogar das Elch Fotographieren hat dann noch geklappt. Super - ihr habt alles gesehen, was ihr euch erträumt habt.
Und mal ehrlich, auch schlechtes Wetter gehört einfach dazu - der Himmel sieht dann besonders spannend aus.

bebubo am 31 Mär 2020 20:30:44

Noch einige Bilder von der letzten Überfahrt.








Wir finden einen schönen Platz für die Nacht, etwas abseits der Straße.




Obwohl starker Wind war, machte ich noch ein paar Bilder aus der Vogelperspektive.









Immer weiter gehts auf der RV 17 südwärts.
Hinter jeder Bergkuppe oder Kurve bietet sich eine andere schöne Aussicht.






Nach 650 km verlassen wir die Fv 17 an dieser Stelle.
Bis zum 31. Dezember 2009 war die Küstenstraße, eine Reichsstraße mit der Bezeichnung Rv17 und seit 2010 heißt sie halt Fv 17



Übernachtet haben wir dann ca. 80 Km vor Trondheim im kleinen Städtchen Levanger aud dem dortigen CP.
Dort haben wir noch schnell eine Radtour gemacht.
Besonders schön ist dieses Örtchen, unsere Meinung nach, aber nicht.








Eigentlich wollten wir am nächsten Tag etwas Sightseeing in Trondheim machen wollten.
Leider regnete es schon am Morgen heftig und der Wetterbericht versprach erst am späten Nachmittag Besserung.
Spontan haben wir umgeplant, da für den Trollstigen und den Geirangerfjord bestes Wetter mit Temperaturen um die 24 °C vorausgesagt waren.

Also dem Wetterbericht (--> Link) gefolgt, der bisher immer die richtigen Prognosen abgegeben hat.

Wir lassen nach 80 km Trondheim rechts liegen, es regnet immer noch und fahren auf der E6 südwärts.
320 km weiter sind wir gegen 18 Uhr am Aufstieg zum Trollstigen, bei schönsten Wetter.















Kurz vor Valldal, auf einem schönen Rastplatz schlagen wir unser Nachtlager auf.
Die tosenden Wassermassen hindern uns beinahe am Einschlafen.








Ein Brautpaar macht an dieser atemberaubenden Location ihr Hochzeitsfotos



Nach der Nacht am rauschenden Bach gehts noch 10 km bergab zum Ort Valldal.
Früher ging von hier direkt eine Fähre bis zum Ort Geiranger. Jetzt fährt man etwas weiter und nimmt dann die Überfahrt vom Ort Linge nach Eidsdal. Diese dauert nur 15 Minuten, dann fährt man noch 25 km.
Auf den Weg dorthin gibt es noch 2 Aussichtpunkte mit super Aussichten auf den Geirangerfjord.

Der Sportboothafen von Valldal




Wieder die Poleposition auf der Fähre.



Von diesem Platz aus der erste Blick auf den Fjord.





Wir sind schon früh, ca 11 Uhr, auf den CP direkt im Ort Geiranger.
Das Glück ist uns hold und wir übernehmen einen gerade frei gewordenen Platz nah am Wasser.



Eine kleine Radtour wird auch gemacht, dabei sehen wir, wie ein Postschiff der Hurtigurten kommt.





Bei Ebbe, ein Foto aus einer anderen Perspektive.



Nachmittags, 17 Uhr, haben wir dann eine Rundfahrt über den Geirangerfjord gemacht.
Hier eine kl. Auswahl an Bildern, überall fällt Wasser aus den Bergen.
Die bekanntesten Wasserfälle hier sind die "sieben Schwestern".







Auf dem Rückweg kommt uns die "Norwegian Pearl" entgegen.



Wir laufen zum CP zurück und sehen, dass dieser ganz ausgebucht ist.



Heute, es ist schon der 15.6 2019, haben wir den ganzen Tag, von morgens bis abends, Sonne pur.
Das Thermometer klettert auf 25°C, einfach traumhaft.

Schon früh um 9 Uhr schaue ich das erste Mal aus dem Fenster und sehe das erste Kreuzfahrtschiff kommen.
Es ist die Silver Spirit mit 211 mtr. Länge, diese muß aber etwas weiter draußen ankern.





Kurz vor 11 Uhr kommt auch schon das nächste Schiff um die Ecke.
Stolze 290 mtr. misst die Costa Pacifica. Wir beobachten das Wende- und Festmachermanöver vom Frühstückstisch aus. Einfach Wahnsinn.






Die schweren Trossen werden heruntergelassen und dann mit einem Boot zu den Bojen gebracht und dort befestigt.






Wir beschließen, einen schönen, großen Spaziergang zu machen.
Erst geht es zu den Wasserfällen hinauf.........







.................anschließend zum Norsk Fjordsenter..........



.................bevor wir an der Kirche mit dem Friedhof, zurück in den Ort gehen.







Nach 2 Erlebnissreichen Tagen am wohl bekannsten Fjord der Welt wollen wir weiter.
Kurz vor 12 legen wir dann ab und fahren los.
Ein letzter Blick auf den Geirangerfjord.



Den Aussichtspunkt "Dalsnibba", von dem man bei gutem Wetter eine sehr gute Weitsicht hat, schenken wir uns. Mittlerweile ist es ziemlich bewölkt und die ersten Tropfen fallen auch schon.
Hier oben an der Passstraße auf 1030 mtr. sind die Bergseen noch teilweise zugefroren.





Im letzten Teil werde ich dann noch über die Rückfahrt berichten

bebubo am 31 Mär 2020 20:32:27

TiborF hat geschrieben:Boah - sogar das Elch Fotographieren hat dann noch geklappt. Super - ihr habt alles gesehen, was ihr euch erträumt habt.
Und mal ehrlich, auch schlechtes Wetter gehört einfach dazu - der Himmel sieht dann besonders spannend aus.


Im letzten Teil haben wir noch einen gesehen, die Bilder fast noch schöner

eddi26789 am 31 Mär 2020 21:23:45

Hallo!

Vielen Dank für den wunderschönen Bericht. :lol: Es ist eine schöne Ablenkung vom Corona-Thema. Norwegen ist auch bei uns ein noch ein Thema.

Schöne Grüße von Eduard

bebubo am 01 Apr 2020 10:18:10

Weiter geht die Fahrt über die Straße 15, bis wir bei Otta wieder auf der E6 sind.

Die schöne Stabkirche in Lom.





Die tolle Landschaft unterwegs.






An Lillehammer rauschen wir vorbei und wenig später verlassen wir die E6 in Richtung Skarnes.
Kurz vor Skarnes fahren wir dann auf einen Rastplatz und beenden dort den Tag.









Am nächsten morgen weiter in Richtung Schweden
Wir sind gerade erst wenige Kilometer unterwegs und schon sehen wir wieder eine Elchkuh am Waldrand stehen.
Auch diese bleibt schön stehen, bis wir einige Bilder von ihr gemacht haben.







In Skarnes biegen wir dann auf die E16 in Richtung Schweden ab.

Unser Etappenziel für heute ist die schwedische Kleinstadt Karlstad am Vänerernsee.
Dort stellen wir unser Womo 15 km auserhalb auf einem Stellplatz an einem Golfplatz ab und radeln bei schönstem Wetter in die Stadt.







Nach einer Stärkung gehts über gut ausgebaute Radwege am Golfplatz vorbei, zurück zum Womo.







Wir möchten noch einen weiteren Tag am Vänern verweilen und haben uns einen Stellplatz in der Nähe von Mellerud ausgesucht.
Kurz nach der Abfahrt fängt es leider zu regnen an und das teils sehr ergiebig.
Schon gegen 14 Uhr haben wir unser Ziel erreicht.



An Aktivitäten ist nicht zu denken, da es immer wieder heftige Schauer gibt. Also machen wir uns einen chilligen Tag mit Kaffee trinken und ordentlichen Mittagschlaf. Erst gegen Abend gibt es einen längeren trockenen Abschnitt und wir spazieren noch eine kleine Runde.

Als Entschädigung für den verregneten Tag gibt es dann aber noch einen schönen Sonnenuntergang.





Der nächste Tag ist dafür wieder wolkenlos und wir machen uns nach dem Frühstück auf den Weg in das 15 Kilometer entfernte Städtchen Haverud.
Dort besichtigen wir eine alte Schleusenanlage am Dalslandkanal. Das besondere daran ist, dass mit einer der vier Schleusenkammern eine große Schlucht überwunden werden muß.
Wir hatten Glück und konnten ein Sportboot beim Schleusen beobachten.









Von Haverud sind wir dann weiter nach Göteborg gefahren, denn eine große Stadt wollten wir uns auch anschauen.
Unseren fahrbaren Untersatz stellten wir ca. 10 km vor der Stadt in einem Industriegebiet ab und radelten in die Stadt.
Wir stellten die Räder ab und schlenderten durch die Innenstadt. Da wir ja schon seit einer Ewigkeit keine Menschenmassen um uns hatten, fühlten wir uns irgendwie unwohl.










Schon nach 1,5 Stunden fuhren wir zum Womo zurück.
Nun mussten wir uns ja langsam überlegen, wo wir die Nacht verbringen wollten. Geplant war nichts und so fuhren wir einfach etwas nördlich von Göteborg, um uns einen Platz zu suchen.

Immer noch nichts gefunden, standen wir plötzlich am Fährhafen in Hajuvik, von wo die gelben Fähren auf die nördlichen Schären übersetzten.
In meiner Stellplatzapp waren dort mehrere Stellplätze aufgeführt. So nahmen wir einfach die nächste Fähre und stehen jetzt auf der kleinen Insel Fotö auf einem Stellplatz.

Übrigens sind alle Fähren, die auf die nördlichen Schären gehen, kostenlos.









Hier fühlen wir uns wieder so richtig wohl, so dass wir noch einen weiteren Tag hier verweilen wollten.

Leider hat das Wetter aber nicht mitgespielt und so verlassen wir nach einem vertrödelten Vormittag den kleinen Hafen von Fotö, einer der nördlichen Schäreninseln vor Göteborg.



Mein Vorschlag, das nahe gelegene Volvo Museum zu besichtigen, wurde angenommen und so standen wir um 13 Uhr am Eingang.













Nach 2 Stunden fuhren wir dann weiter.
Einen kleinen Schlenker ins Lanndesinnere und schon waren wir in Ullared.
Ullared hat zwar nur 800 Einwohner, aber das größte Kaufhaus in Scandinavien.

Gekås Ullared AB ist ein Kaufhaus in Ullared, Schweden und der größte Supermarkt der Welt. Das Unternehmen wurde 1963 von Göran Karlsson als „Ge-Kås Manufaktur“ gegründet. Das Kaufhaus hatte im Jahr 2011 insgesamt 4,6 Millionen Kunden (2016, 4.8 Millionen), die Waren für 4,2 Milliarden SEK kauften.[2] Es verfügt über eine Fläche von 35.000 m²,[3] 6700 Einkaufswagen und 69 Kassen. Das Kaufhaus kann von 5500 Kunden gleichzeitig besucht werden. Am 30. Juli 2013 wurde eine Rekordbesucherzahl von 27.500 Kunden erreicht.

Ergänzt wird der Hypermarkt durch ein Feriendorf, einen Campingplatz und ein Hotel (115 Zimmer).

Quelle: Wikipedia


Wenn es an diesem Tag auch so überfüllt gewesen wäre, dann wären wir einfach weitergefahren.
Aber die Parkplätze waren relativ leer und auch im Kaufhaus war keinerlei Gedränge.
Das viele Schweden eine lange Anreise in Kauf nehmen, können wir gut verstehen. Die Preise für viele Waren entsprechen denen in Deutschland, einige sogar noch preiswerter.
So kauften auch wir dort noch einige Sachen und fahren dann weiter nach Falkenberg. Hier stehen wir wieder am Hafen auf einem Stellplatz.

Am nächsten Tag gehts nur noch bis Malmö weiter, dort stellen wir uns auf den uns bekannten Stellplatz am Sportboothafen und verbringen den Tag mit Chillen und Lesen.

Fazit:

Uns hat Norwegen als Reiseziel auf jeden Fall sehr gut gefallen.
Beim nächsten Besuch dieses Landes werden wir uns dann Südnorwegen und Fjordnorwegen vornehmen.

Ich denke wir hatten für skandinavische Verhältnisse recht gutes Wetter.
Natürlich hat es auch geregnet, aber bei den geplanten Highlights schien die Sonne vom blauen Himmel.

Nordkapp, ja oder nein.
Diese Frage taucht immer wieder auf, wenn man in verschiedenen Foren liest.



Wir beantworten diese Frage jetzt auf jeden Fall mit ein klaren Ja.
Vielleicht wäre dies nicht so, wenn wir nur Sturm, Nebel und Regen am Kap gehabt hätten.

Norge, wir kommen wieder.


volkermuenster am 01 Apr 2020 10:24:12

Moin Bernhard,

nochmal vielen vielen Dank für die schönen Erinnerungen.
Viele Stellen - besonders von den letzten Teilen - kommen mir bekannt vor. Wir waren jetzt schon mehrmals in Norwegen, zuletzt 2018 die RV17 hoch zu den Lofoten. Deine Bilder und der Bericht erinnert mich sehr daran, auch der Geiranger etc....

Es ist eine schöne Ablenkung und lädt ein zum Träumen, was man alles machen kann, wenn man wieder kann :-).

Unsere Reise, die für Ende Mai bis Mitte Juni geplant war, fällt mit großer Sicherheit aus. Aber mal sehen, wir versuchen das beste daraus zu machen. Und hoffen, dass es hier im Forum auch allen gelingt.

Gruß und schöne gesunde Zeit euch allen....
Der Volker

PS: Ich warte auf die Fortsetzung - so genug Druck aufgebaut... :-)

bebubo am 01 Apr 2020 10:25:16

In den nächsten Wochen nach unserer Rückkehr haben wir dann mal alle Zahlen zusammengefaßt.
Dabei ist im wesentlichen folgendes herraus gekommen.

Gefahren sind wir in den 29 Reisetagen insgesamt 7720 km. Diese Zahl ist vom Tacho des Womos abgelesen. (Das Garmin Navi, welches immer während der Fahrt an war, zeigt nur 7475 km an).
Verbrannt haben wir auf der ganzen Fahrt 692 Liter Diesel.
Vom Fahrzeug ausgehend ist das dann ein Verbrauch von 8,95 ltr. auf 100 Km.
Der niedrige Verbrauch ist sicherlich auch auf die nicht so hohen Geschwindigkeiten zurückzuführen, peinlichst genau wurden die Tempolimits eingehalten.

Übernachtet haben wir 10x auf Womo-Stellplätzen, 9x kostenlos auf Rastplätzen oder anderen Plätzen, wo es erlaubt ist und 9x auf Campingplätzen.
Insgesamt sind uns für die Übernachtungen Kosten von 430 € entstanden.

Für die Überfahrt nach Skandinavien nutzten wir die Fähren der Finnlines von Travemünde nach Malmö. Für diese insgesamt 18,5 Std. auf den beiden Fahrten mussten wir gesamt 265 € zahlen.

Desweiteren nutzten wir auf unserer Reise noch 12 weitere Fähren.
Mit diesen waren wir ziemlich genau 10 Std zwischen den ganzen Inseln unterwegs.
Für diese Autofähren hatten wir uns vorab die "Autopass-Ferjekort" bestellt und konnten die auch bis auf 2 Überfahrten immer nutzen.
Diese "Autopass-Ferjekort" ist quasi eine Prepaidkarte, auf der man vorher 350 € einzahlt und von der dann alle Fähren bezahlt werden.
Mit der Karte hat man dann eine Ermäßigung von ca. 50% auf den regulären Fahrpreis.
Dennoch entstanden uns Kosten von etwa 500 € für die innernorwegischen Fähren, denn auf den ersten beiden Überfahrten wurde die Ferjekort nicht akzeptiert. Diese Fähren kosteten allein schon etwa 240 €.

Abschließend noch das Thema Mautkosten.
Zuhause angekommen, hatten wir schon eine Rechnung der "Swedish Transport Agency" im Briefkasten. Dese Forderung von umgerechnet 0,85 € für die Nutzung der Sundsvallbrücke haben wir natürlich sofort überwiesen, obwohl wir unterwegs gar nicht registriert haben, dass wir eine mautpflichtige Straße nutzten.
Ebenfalls aus Schweden kommt noch eine kleine Rechnung für die Citymaut in Göteborg.

In Norwegen haben wir den Mautchip von "Autopass" benutzt, (waren mit 3,85to unterwegs) hier stehen auf unserem Konto 190,40 NOK als Saldo für die Nutzung der Norwegischen Straßen und Tunnel.

bebubo am 01 Apr 2020 10:28:26

volkermuenster hat geschrieben:Moin Bernhard,



Gruß und schöne gesunde Zeit euch allen....
Der Volker

PS: Ich warte auf die Fortsetzung - so genug Druck aufgebaut... :-)



Äähmm, ich bin jetzt aber fertig
(war wohl Zeitgleich unser Posting)

volkermuenster am 01 Apr 2020 10:38:15

[quote=
PS: Ich warte auf die Fortsetzung - so genug Druck aufgebaut... :-)[/quote]

Sorry - hat sich überschnitten.
Als ich geschrieben hatte, wurde der letzte Teil zeitgleich eingestellt.

Vielen vielen Dank.

Gruß
Volker

Alex Wittig am 01 Apr 2020 16:44:46

Vielen Dank für den tollen Reisebericht und die schönen Bilder!! :lol: :razz:
Einfach super....

LG
Tina

fritzi2015 am 01 Apr 2020 20:45:09

Was für ein Genuss!
Herrlichste Bilder, tolle Beschreibung, Erinnerungen aktiviert und Fernweh geweckt. Es gibt noch einige Orte die auf die Bucketliste kommen.
So sind Reiseberichte eine Bereicherung.
Herzlichen Dank fürs Teilhaben lassen und Mitnehmen. Leide kann ich noch kein Positiv hinterlassen.
Viele Grüße
Fritzi

rotkehlchen am 02 Apr 2020 13:24:39

Hallo,

vielen Dank für diesen tollen Bericht. Es war fantastisch, in dieser Zeit etwas abgelenkt und inspiriert zu werden.!!!

LG Ute

Znasch am 07 Apr 2020 11:19:36

Hallo Bernhard,

vielen vielen Dank für den genialen Bericht. Die Lofoten und die Fv17 wären heuer unser Ziel gewesen. Es tut einerseits gut, einen so gut gemachten Reisebericht zu lesen mit den vielen schönen Bildern, andererseits kommt angesichts der Reisebeschränkungen schon etwas Traurigkeit darüber auf, dass es heuer aller Wahrscheinlichkeit nicht klappen wird.

Bei all der Wehmut aufgrund der aktuellen Covid-19-Thematik und bei aller Reiselust darf man trotzdem nicht vergessen, dass wir wohl alle zu den Priviligierten gehören, die bereits viel gesehen haben und in Zukunft auch noch viel von dieser Welt sehen werden. Wir gehen wahrscheinlich alle mit offenen Augen, unvoreingenommen und mit Respekt in fremde Länder und wir werden dort hoffentlich bald wieder unsere Erfahrungen, Eindrücke und Erlebnisse sammeln. In diesem Jahr ist es halt komplett anders.

Trotz allem denke ich gebietet es der Respekt gegenüber den besonders gefährdeten Menschen, die Anordnungen zu befolgen. Die Gesundheit geht vor.

Vielen Dank also nochmal, dass Du uns hier mitgenommen hast. Leider kann ich noch keine positiven Bewertungen vergeben, ansonsten hättest Du von mir schon eine.

Bleibt gesund und freut Euch auf viele neue Ziele, auch wenn's noch einige Zeit dauern wird.

Globalrider am 01 Mai 2020 09:48:08

Danke für den schönen Reisebericht.
Wir planten für dieses Jahr eine ähnliche Tour. Die haben wir aufgrund der aktuellen Lage auf nächstes oder übernächstes Jahr verschoben; dann wird bei uns das Zeitfenster deutlich größer sein. So hat die Pandemie auch einen kleinen positiven Aspekt.
Beste Grüße in die Nachbarschaft.

phoenix am 03 Mai 2020 11:41:21

Hallo Bernhard,

vielen Dank für Deinen Bericht mit den süchtigmachenden Bilder, ich darf leider noch kein Positiv vergeben.
Du hast mir den Sonntagvormittag verschönert, und mich zum Nachdenken, bezüglich meiner Reiseplanung 2021, gebracht.
Ich war schon häufig in Norwegen und Schweden, bin aber aufgrund mangelnder Urlaubszeit nie nördlicher als Trondheim gekommen.
Im nächsten Jahr könnte ich vier Wochen realisieren. Nun meine Frage, bei der Wahl des Reisezeitpunktes, ist es ja immer ein Abwägen zwischen schlechterem Wetter und dafür nicht so voll, und gutem Wetter und übervoll. Wie siehst Du im Nachhinein eueren gewählten Termin ab dem 24.Mai.
Würdes Du ihn wieder so wählen, oder eventuell doch lieber erst ab Mitte Juni? Bin für Tipps auch von anderen Norwegenfahrern zum Thema Reisetermin dankbar.

Einen schönen Sonntag von der anderen Seite des Münsterlandes

Franz-Bernd

Elgeba am 03 Mai 2020 12:17:40

Auch von mir ein herzliches "Danke" für den tollen Bericht.Ich war bisher 3 x am NK und wollte eigentlich nicht mehr hinfahren,aber nach dem Bericht.... :mrgreen:


Gruß Bernd

CamperJogi am 03 Mai 2020 12:19:49

Moin Bernhard

Recht herzlichen Dank für den wunderbaren Bericht. Es tut so gut in dieser Zeit auf eine wunderschöne Reise virtuell mitgenommen zu werden.

Ich freue mich auf 2021 - dann gehts endlich nach Norwegen.

Herzliche Grüße
Jürgen

bebubo am 03 Mai 2020 19:38:07

Hallo

vielen Dank für die netten Kommentare :lol: die ihr hier hinterlassen habt
Natürlich auch für die vielen "positiv" Bewertungen, die ihr abgegeben habt.

phoenix hat geschrieben:..... Nun meine Frage, bei der Wahl des Reisezeitpunktes, ist es ja immer ein Abwägen zwischen schlechterem Wetter und dafür nicht so voll, und gutem Wetter und übervoll. Wie siehst Du im Nachhinein eueren gewählten Termin ab dem 24.Mai.
Würdes Du ihn wieder so wählen......

Franz-Bernd


Den Reisezeitpunkt hatten wir so geplant, damit wir uns die 3 Feiertage mitnehmen konnten.
Nur so war es möglich das wir 4 Wochen am Stück fahren konnten.
Wir fanden den gewählten Termin absolut ok, denn auch der Wettergott war meistens auf unserer Seite.
Natürlich kann es in einem anderen Jahr völlig anders sein und man hat im Norden völlig andere Temperaturen, auch Schnee ist noch möglich. (WR hatten wir noch auf beiden Achsen)

Der große Vorteil an diesem frühen Termin ist vor allem, das es noch schön ruhig ist und auch die Strassen nicht so überfüllt sind.


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