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Reisebericht Festspiele in Bregenz und Sachsentour 2019


kukeulke am 05 Apr 2020 21:57:53

Wir möchten die Zeit, die wird jetzt zuhause verbringen müssen und nicht wie geplant verreisen können dafür nutzen einen weiteren Reisebericht aus dem letzten Jahr ins Forum zu stellen. Los gehts:

Da wir dieses Jahr die ersten drei Wochen der Sommerferien Urlaub haben, entscheiden wir uns wieder einmal dafür, eine Gegend in Deutschland zu bereisen. Wir wollen Sachsen erkunden. Ein lieber Arbeitskollege aus Sachsen hat uns tonnenweise mit Tipps versorgt und wir sind schon sehr gespannt ob wir allen Tipps nachgehen können.

Doch bevor wir die anvisierte Urlaubsgegend unter die Räder nehmen können, geht es erst mal in die entgegengesetzte Richtung. Wir fahren nach Bregenz. Wir haben Karten für die Seebühne, dort wollen wir uns dieses Jahr Rigoletto ansehen.

Am Sonntag, den 28.7. fahren wir gegen 10 Uhr los. Wir brauchen für die 250 Kilometer bis Bregenz etwas über 4 Stunden – viel Verkehr, viele Staus und immer wieder starker Regen behindern unser Fortkommen. Gegen 14:45 Uhr treffen wir in Neu-Amerika auf dem Campingplatz Weiss in Bregenz ein. Wir richten uns im strömenden Regen nur notdürftig ein, warten auf eine kurze Regenpause um den Stromanschluss zu legen und verbringen ansonsten einen faulen Nachmittag im Womo.

Am frühen Abend lässt der Regen überraschend nach und wir nutzen die Unterbrechung für einen kurzen Spaziergang zum See, wo wir am gegenüber liegenden Ufer im Dunst Lindau erkennen können.



Der nächste Regenschauer treibt uns aber bald zurück auf den Campingplatz. Wir braten die mitgebrachten Würstchen in der Pfanne – zum Grillen ist es viel zu nass.

Die Hoffnung auf besseres Wetter stirbt bekanntlich zuletzt (Stichwort: „da vorne wird’s hell“) und wir werden am nächsten Morgen für unseren Optimismus tatsächlich belohnt. Die Sonne scheint, fast durchgehend blauer Himmel und wir spazieren gleich nochmal in Richtung See:



Lindau liegt zwar immer noch im Dunst ...



... aber vom Pfänder her wird das Wetter eindeutig besser:





So können wir hoffen, dass es am Dienstag während der Rigoletto Vorstellung trocken bleibt. Zurück auf dem Campingplatz warten wir auf die Ankunft von Ulkes Geschwistern samt Anhang. Ein Teil kommt mit dem Zug aus Zürich, der andere Teil mit dem Wohnmobil aus Ludwigsburg. Zum Abendessen gibt es das mitgebrachte Chilli-con-carne und viel zu tratschen...

Am Dienstagnachmittag freuen wir uns auf eine Führung durch die Kulissen und die Technik der Seebühne. Wir fahren mit dem Bus zum Bregenzer Bahnhof. Von dort sind es nur noch wenige Geh-Minuten zur Seebühne.



Wir sind sehr gespannt auf das, was hinter den Kulissen von Rigoletto abgeht. Vor dem Haupteingang der Seebühne werden wir von unseren Führern abgeholt und in mehrere Gruppen aufgeteilt. Die für unsere Gruppe zuständige Führerin ist sehr nett und erklärt uns, dass der riesige Kopf viele Tonnen wiegt und dennoch voll beweglich ist. Alleine die Augen haben je eine Breite von ca. 2,70 Meter.



Selbst die Augen sind beweglich. Auch die Sound Technik zählt zum Besten was es derzeit auf der Welt gibt, die circa 7000 Zuschauer wollen schließlich mit dem bestmöglichen Sound beschallt werden.



Dies ist die Hydraulik, mit der der 35 Tonnen schwere Kopf bewegt wird.



Um die Augen zu bewegen, sind 8 verschiedene Antriebe nötig.



Die beiden Hände des Bühnenbilds sind jeweils rund zwölf Meter hoch. Eine Hand mit sechs Meter langen Fingern ist über einen hydraulischen Schwenkantrieb manövrierbar. Die Bewegungen sollen während der Vorstellung an jene einer menschlichen Hand erinnern. In der anderen Hand wird ein Ballon gehalten. Auch dieser verfügt über gigantische Dimensionen. Er hat einen Durchmesser von 13,5 Meter und ist mit 1.300 Kubikmeter Helium gefüllt. Durch Leinen ist der Fesselballon stets mit dem Boden verbunden. Wir sind sehr beeindruckt!





Nach vielen technischen Daten und Geschichten rund um Rigoletto ist unsere Führung zu Ende und wir fiebern der Vorstellung entgegen. Die Zeit bis dahin verbringen wir mit einem Spaziergang an der See Promenade.

Nach einer äußerst beeindruckenden Vorstellung geht es für einen Teil von uns per Taxi zurück zum Campingplatz. Der andere Teil spaziert zu Fuß zurück nach Neu-Amerika. Wir trinken dort noch ein Gläschen zusammen und nehmen die tollen Eindrücke der Aufführung mit ins Bett.

[... Fortsetzung folgt ...]


Aretousa am 05 Apr 2020 22:25:34

Ich freue mich sehr über und auf deinen Bericht.

Wir waren vor 4 Jahren in der Turandot und auch auf dem CP Weiss. War sehr schön. Und dieses Jahr haben wir für den 30. 7. Karten für den Rigoletto.
Im Moment glaube ich nicht wirklich dran. Aber wir haben letztes Jahr die Premiere im Fernsehen gesehen. War richtig klasse.

wiebke am 06 Apr 2020 00:09:38

Danke für den Bericht bisher

wir sind da Wiederholungstäter :)
waren schon einige Male in Bregenz zu den Festspielen.
Der Rigoletto letzes Jahr aber war so toll, sodass wir für diesen August gleich nochmals
Karten vorbestellt haben. Ob es etwas wird???

Nun bin ich gespannt auf Sachsen :ja:

Anzeige vom Forum


TiborF am 06 Apr 2020 06:57:53

Das hat euch sicher gut getan und war ein schöner Ausflug.

Wie gerne würde man jetzt mal so einen Ausflug machen, da müssen wir uns gedulden.

Daumen hoch für den interessanten Reisebericht und ein Danke schön an dieser Stelle.

abnachlapalma am 06 Apr 2020 10:59:48

Riegel-Otto (so sagte mein Vater immer :D ) war ganz große Klasse!!!! Danke für euren Bericht.

kukeulke am 06 Apr 2020 22:22:38

at alle: Vielen Dank für die positiven Rückmeldungen. Wir waren 2018 ebenfalls in Bregenz und haben die Vorstellung "Carmen" besucht. Auch das war ein unvergessliches Erlebnis. Aber in der Tat: Rigoletto toppt selbst noch dies. Unsere Empfehlung: Wenn Ihr die Möglichkeit habt, bucht unbedingt eine Führung hinter die Kulissen. Man erfährt erstaunliches und sieht wie viel Arbeit und wie viel Technik erforderlich ist um dieses grandiose Ereignis auf die Bühne zu bringen. Wenn man wie wir die Führung vor der Vorstellung besucht nimmt dies ein wenig von dem Zauber den man abends verspürt. Ich denke deshalb dass es nochmals schöner ist, wenn man die Führung erst am Tag nach der Vorstellung bucht. Man sieht dann hinter den Kulissen alles nochmals mit ganz anderen Augen.

Jetzt aber weiter nach Sachsen:

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen brechen wir (Kuke und Ulke) auf zu unserer Sachsen Tour. Für die anderen ist der Kurzurlaub vorbei, sie müssen schon wieder nach Hause fahren.

Wir nehmen Regensburg als Zwischenziel ins Visier und fahren um 11:15 Uhr in Bregenz los. Wieder verbringen wir mehrere Stunden in Staus und beschließen daher, einen Stellplatz irgendwo neben der Autobahn aufzusuchen. Nachdem wir in 5 Stunden Fahrt nur ca. 300 km weit gekommen sind, werden wir in Wolnzach am Freibad fündig. Der eigentliche Stellplatz ist zwar voll, aber auf dem Parkplatz davor finden wir noch locker ein Plätzchen.

Nach der anstrengenden Fahrt sind wir hungrig. In der Nähe des Stellplatzes gibt es einen netten Biergarten, in dem wir bei schönem Wetter sogar draußen essen können. Der anschließende Verdauungsspaziergang führt uns noch durchs Städtchen und schließlich wieder ans Wohnmobil. Nach einer ruhigen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück räumen wir das Feld am nächsten Morgen, als die ersten Badegäste gegen 10:00 Uhr eintreffen und einen Parkplatz suchen.

Das nächste Etappenziel ist Plauen im Vogtland. Auch heute wird die Fahrt nicht ohne Stau verlaufen und wir brauchen für die 230 km wieder ungefähr 5 Stunden. Allerdings war dieses Mal noch ein Tank Stopp dabei. In Plauen parken wir nahe dem Zentrum und vertreten uns erst einmal die Beine bei einer Stadtbesichtigung.

Wir finden auch ein Café, in dem wir unsere Lebensgeister nach der ermüdenden Fahrt mit Cappucino und Espresso wieder aufwecken. Die Stadt Plauen hat durchaus Charme es gibt hier schön renovierte Ecken und der Rathaus- bzw. Marktplatz ist wahrscheinlich die schönste davon.



Die Stadtwerke von Plauen setzen hier e.o. plauen alias Erich Ohser ein Denkmal. --> Link





Bei unserem Stadtrundgang entdecken wir das Vogtland Museum. --> Link

Das interessiert uns, wir kaufen Eintrittskarten und flanieren durch das kleine aber feine Museum. Gleich bei den ersten Exponaten entdeckt uns ein etwas gelangweilter Aufsichtsbeamter – Glück für uns, dass hier praktisch nichts los ist. So gibt uns der auskunftsfreudige Herr jede Menge Informationen zu den verschiedenen Exponaten. Wir müssen nicht mal die reichlich vorhandenen Beschreibungen lesen. :lol:



Der Museumsrundgang steht zum größten Teil unter dem Thema „Plauener Spitze“. Das Museum erzählt in vielen Exponaten die Geschichte vom Aufstieg und Niedergang eines ganzen Industriezweiges.



Hier gibt es auch viele andere Ausstellungsstücke zu sehen, die zum Beispiel die Lebensumstände von reichen Kaufmannsfamilien aus der Hochzeit der Spitzenindustrie beschreiben.



Wir treffen immer wieder auf den „gelangweilten Angestellten“, der außer uns derzeit wohl keine anderen Ansprechpartner hat. Er weiß wirklich zu allen Ausstellungsstücken etwas zu sagen und klärt uns geduldig und exklusiv über die Geschichte der Spitzenindustrie, des Vogtlandes und Plauen auf.



Wir möchten uns an dieser Stelle bei dem uns unbekannten Museumsmitarbeiter ganz herzlich bedanken. Ohne ihn wäre dieser Museumsrundgang nur halb so interessant gewesen. Zurück am Marktplaz suchen wir nach einer Einkaufsmöglichkeit - wir müssen unsere Vorräte etwas auffrischen.



Wir finden ganz in der Nähe eine Einkaufsmall und decken uns dort mit Wasser und anderen Lebensmitteln ein. Anschließend fahren wir noch wenige Kilometer bis zum Campingplatz Gunzenberg --> Link an der Talsperre Pöhl. Hier ist es bereits ziemlich voll und wir bekommen ‚nur‘ noch einen Stellplatz auf der etwas schrägen Zeltwiese. Wir fahren auf Keile, stellen Tisch und Stühle raus, stöpseln unser Stromkabel in eine abenteuerliche Kabeltrommel ein und sind nach vielen Staus endlich in Sachsen angekommen.

Die kleine Kneipe auf dem Campingplatz macht auf uns einen guten Eindruck. Kurz entschlossen bleibt die Womo-Küche kalt und wir essen heute 'auswärts'. Es gibt hier zum ersten Mal Schnitzel mit Würzfleisch. --> Link Eine wirklich interessante Kombination, das haben wir so noch nirgends gefunden. Frei nach einer Forums-Moderatorin: Schmegge musses! :lol:

Am nächsten Morgen (Freitag, 2.8.) wandern wir die zweieinhalb Kilometer zur Bootsanlegestelle und buchen eine Schiffs-Rundfahrt auf dem Stausee.







Bei schönem Wetter macht uns die Rundfahrt auf dem Stausee richtig Spaß. Per Lautsprecher werden wir mit Informationen zur Talsperre und der näheren Umgebung versorgt. Die Talsperre hat ihren Namen vom Dorf Pöhl, welches damals evakuiert wurde und jetzt unter Wasser liegt.

Die Talsperre Pöhl wird auch das vogtländische Meer genannt. Sie ist mit einer Länge von sieben Kilometern und einer Breite von zwei Kilometern die drittgrößte Talsperre Sachsens. Der Hauptzufluss ist das Flüsschen Trieb, welches, nachdem es von der Talsperre Pöhl wieder abgegeben wird, schließlich in die Weiße Elster mündet. Die mittlere Jahreszuflussmenge aller eingehenden Gewässer beträgt 45,4 Mio. m³. Der gewöhnliche Betriebsstau der Talsperre Pöhl liegt bei 54 Mio. m³ inklusive der beiden Vorsperren. Um dem Zweck des Hochwasserschutzes gerecht zu werden, ist zwischen dem Stauziel (54 Mio. m³) und dem Vollstau der Talsperre in Höhe von 63 Mio. m³ ein gewöhnlicher Hochwasserrückhalteraum von 9 Mio. m³ berücksichtigt.



Der Blick ins Triebtal. Uns wurde ein Spaziergang durch dieses Tal wärmstens empfohlen. Aber der steile Abstieg (und der spätere Wiederaufstieg!) hat und von diesem Vorhaben abgehalten.



Stattdessen haben wir uns aufgemacht den Julius Mosen Turm zu finden. Dieser 14 Meter hohe Turm steht auf dem 435 Meter hohen Eisenberg und ist zu Fuß von der Staumauer aus in wenigen Minuten zu erreichen.



Die Aussicht vom Turm auf die Talsperre – aber auch in andere Richtungen – ist sehr schön. Der Weg hier her und die Treppen bis zur Turmspitze haben sich gelohnt.





Auf dem Weg zurück zum Campingplatz versuchen wir einem Wanderweg zu folgen. Aber irgendwo verpassen wir wohl eine Abzweigung und so finden wir uns wieder zurück auf der Straße, der wir dann bis zur Bootsanlegestelle folgen. Hier gibt es noch ein Matjesbrötchen und eine Currywurst zur Stärkung, bevor wir den Rückweg zum Campingplatz in Angriff nehmen.

[... Fortsetzung folgt ...]

kukeulke am 07 Apr 2020 21:30:28

Weiter geht es mit unserer Sachsen Tour 2019:

Talsperre Pöhl - Plauen - Syrau - Elsterberg - Netschkau



Am nächsten Morgen verlassen wir den Campingplatz und fahren nochmal ins nahe gelegene Plauen zum Einkaufen.



Interessantes Geschäftsmodell: Gewürzgurken, Sauerkraut und asiatische Lebensmittel:



Nach dem Einkauf geht es weiter: von Plauen zur Drachenhöhle von Syrau. --> Link Wir können in Syrau direkt vor dem Eingang zur Höhle parken, müssen aber noch einige Zeit bis zur nächsten Führung totschlagen. Das gelingt uns leicht – wir machen Mittagspause!

Die ca. 550 m lange „Drachenhöhle“ beinhaltet zahlreiche kleine Seen, viele Tropfsteine und ist ziemlich interessant beleuchtet. Die Höhle wurde 1928 bei Steinbrucharbeiten zufällig entdeckt und kurze Zeit später für den Publikumsverkehr erschlossen.





Zum Abschluss der Höhlenwanderung wird der Drache Justus via Lasershow zum Leben erweckt …



Wir peilen für die nächste Übernachtung einen Stellplatz in Elsterberg an. Als wir dort ankommen werden wir von einer Stellplatznachbarin auf diversen Unrat aufmerksam gemacht. Offensichtlich hatten in der letzten Nacht einige Jugendliche hier ziemlich randaliert und deutlich gemacht, dass Fremde nicht willkommen sind. Da fällt uns die Entscheidung weiter zu fahren nicht schwer…

Wir fahren bis Netzschkau. Hinter dem Schloss gibt es einen Parkplatz, auf dem wir die Nacht verbringen. Ein Spaziergang über die Felder bringt uns zu einem Aussichtspunkt, von dem wir die Göltzschtalbrücke sehen können. Leider behindern einige neue Häuser die Sicht auf das monumentale Bauwerk. Diese Brücke wollen wir definitiv morgen vor der Weiterfahrt näher in Augenschein nehmen.



Der anschließende Bummel durch den Ort ergibt nichts interessantes, selbst am Samstagnachmittag ist hier ‚tote Hose‘ ...



Der von uns gewählte Stellplatz liegt direkt neben dem Schlosspark. Das führt später dazu, dass einige Jugendliche in Partylaune hier vorbei kommen um im Park zu feiern. Wir werden aber nicht wirklich gestört und verbringen eine ruhige Nacht.





Weiter geht es nach einem ausgiebigen Frühstück zur Göltzschtalbrücke --> Link:

Göltzschtalbrücke - Mylau - Morgenröthe-Rautenkranz - Oberwiesenthal:







Die Göltzschtalbrücke ist die größte Ziegelsteinbrücke der Welt. In insgesamt 98 Bögen überspannt sie das Göltzschtal. Für den Bau der Brücke, der 1846 begonnen wurde, mussten täglich 50.000 Ziegel gebrannt werden. Für das Baugerüst wurden 23.0000 Bäume benötigt. Auf der Baustelle waren mehr als 1700 Arbeiter beschäftigt. Nach 5 Jahren Bauzeit wurde die zu ihrer Zeit höchste Eisenbahnbrücke der Welt im Juni 1851 eröffnet. Noch heute gilt sie als die größte Ziegelsteinbrücke der Welt.

Wie man sieht wird die Brücke immer noch genutzt:



Wir würdigen das Bauwerk mit einem ausgiebigen Spaziergang – bei schönstem Wetter!



Ein wirklich imposantes Bauwerk – selbst nach heutigen Maßstäben!



Nach wenigen Kilometern landen wir in Mylau. Aufgrund eines weiteren Tipps halten wir hier an und besichtigen die Burg. Der Weg zur Burg führt uns an der beeindruckenden Kirche vorbei…



Die Burg Mylau --> Link ist eine der am besten erhaltenen Burgen in Sachsen und steht seit 1998 unter Denkmalschutz. Sie wurde wahrscheinlich bereits um 1180 erbaut.







Die Aussicht von der Burg ist nicht schlecht.





Aber wir haben heute noch viel vor und brechen nach einem eher kurzen Rundgang um die Burg wieder auf.



Wir wollen tiefer ins Erzgebirge! Unsere Fahrt führt uns nach Morgenröthe – Rautenkranz. Schon der Ortsname ist eine Reise wert. Hier wurde der erste deutsche Kosmonaut Sigmund Jähn --> Link geboren. Er flog im Rahmen des Interkosmos Programmes 1978 in einer Sowjetischen Raumkapsel ins All. Aus diesem Grund wurde wenig später hier die ‚Deutsche Raumfahrtausstellung‘ gegründet, die bis heute von einem gemeinnützigen Verein getragen wird. --> Link



Wir finden leicht einen Parkplatz und besuchen die Ausstellung und das Museum. In einem tollen Film zum Thema Raumfahrt werden wir vor unserem Museumsrundgang über Sinn und Nutzen der Raumfahrt informiert.



In so einer Mercury Kapsel ist nicht wirklich viel Platz. Man beneidet den ersten amerikanischen Astronauten Alan Shepard --> Link nicht wirklich um den ersten bemannten amerikanischen Raumflug. Später hat dann John Glenn die ersten Erdumkreisungen ebenfalls in einer Mercury Kapsel --> Link durchgeführt.



Dies ist der Blick in die russische Raumstation MIR. --> Link Das Original flog von 1986 bis 2001 um die Erde. Hier geht es schon ein bisschen komfortabler zu.



Den Besuchern wird wirklich eine sehr interessante Ausstellung geboten. Wir sehen unter anderem auch den Original Raumanzug von „Astro Alex“ – dem deutschen Astronauten Alexander Gerst.



Nach dem Besuch der Ausstellung machen wir erst einmal ausgiebig Mittag. Es gibt Reste vom Vortag, einen Kaffee und für Ulke auch etwas Süßes. Frisch gestärkt nehmen wir die Straße nach Oberwiesenthal unter die Räder.

Diese Straße führt uns immer tiefer ins Erzgebirge. Sie ist schmal, kurvig und unübersichtlich. Wir fahren trotzdem gut gelaunt durch eine fantastische Landschaft, die uns auch ein bisschen an unsere Heimat – den Schwarzwald – erinnert.



Oberwiesenthal liegt in 915 m Höhe und ist die höchst gelegene Stadt Deutschlands. Der WoMo Stellplatz liegt oberhalb des Ortes direkt an einem Sportzentrum, dessen sanitäre Anlagen man gegen einen geringen Obulus benutzen darf. Wie wir später feststellen ist die hiesige Entsorge ziemlich abenteuerlich. Der Stellplatz selbst ist riesig und (im Sommer) ziemlich leer. Im Winter sieht das hier vermutlich ganz anders aus. Immerhin gibt es einen Brötchenservice den wir gerne in Anspruch nehmen. Der nächste Bäcker ist zwar in Luftlinie nicht sehr weit weg – aber die Höhenmeter …

… lernen wir kennen, als wir gegen Abend in den Ort spazieren. Hier ist alles steil und somit auch der Weg in den Ort. Wir finden ein Restaurant und aufgrund des schönen Wetters können wir sogar noch draußen essen. Nach dem Abendessen liegt der Anstieg zum Stellplatz vor uns – wir sind ziemlich froh als wir den Berg schließlich erklommen haben.

[... Fortsetzung folgt ...]

pipo am 08 Apr 2020 11:12:54

Hmmmmmmmmmm toller Reisebericht :zustimm:
Ich freue mich auf die Fortsetzung :ja:

kukeulke am 08 Apr 2020 13:44:00

pipo hat geschrieben:Hmmmmmmmmmm toller Reisebericht :zustimm:
Ich freue mich auf die Fortsetzung :ja:


Danke für das Lob! Heute Abend geht es weiter...

kukeulke am 08 Apr 2020 20:40:23

Weiter geht es ...

Oberwiesenthal - Karlsbad - Oberwiesenthal - Crottendorf - Scheibenberg


Nach einer ruhigen Nacht in Oberwiesenthal möchten wir Karlovy Vary (Karlsbad) besuchen. Auf nach Tschechien! Über Serpentinen geht es von Oberwiesenthal auf die Ostseite des Erzgebirges und dann nach Karlsbad. Dort finden wir zwar den anvisierten Stellplatz - aber der ist so zugewachsen, da hat schon seit Ewigkeiten kein Wohnmobil mehr geparkt. Guter Rat ist teuer und wir kurven kreuz und quer durch Karlsbad. Mehr durch Zufall entdecken wir einen riesigen Parkplatz in der Nähe vom Bahnhof auf dem bereits viele Wohnmobile parken.





Karlsbad ist eine schöne Stadt – tolle Bäderarchitketur, schöne Parks und ein kleiner Fluß (die Teplá) die mitten durch die Stadt fließt. Karlsbad liegt im Egertal und die Teplá mündet hier in die Eger. Hier sprudeln viele Thermalquellen und auch deshalb ist Karlsbad eine weltbekannte Kurstadt. --> Link















Mit diesen Schnabeltassen laufen die Touristen von Quelle zu Quelle, füllen das Kännchen mit heißem (!) schwefligem Mineralwasser und schlürfen die Brühe durch den Schnabel der Kanne. Das sieht dann in der Masse ziemlich lustig aus ...



... und so sehen die Quellen aus, aus denen man die Schnabeltassen füllt:



Wir haben das natürlich auch probiert (allerdings ohne Schnabeltasse) und ich muss sagen ...



... dass der Genuss dieses schwefelhaltigen Mineralwassers offensichtlich zu Halluzinationen führt. Man sieht danach Leute in komischen Schlafanzügen über die Straße schweben :-o
Wir haben als Gegenmittel sofort eine Bratwurst und ein Eis verzehrt und - soweit wir das beurteilen können - sind weitere Schäden ausgeblieben. :lol: Natürlich haben wir auch noch echte Karlsbader Oblaten eingekauft - die Spezialität aus Karlsbad. --> Link

Am Nachmittag fahren wir wieder über den Berg nach Sachsen und wollen einen Stellplatz in Crottendorf anfahren. Nach einer abenteuerlichen, kilometerlangen Straße landen wir – mitten im Wald – bei einem Anwesen (Hotel / Jugendherberge / Campingplatz) aber hier ist wohl gerade niemand zuhause.



Im Bordatlas finden wir in Scheibenberg-Elterlein eine Alternative. Wieder ist schon der Ortsname eine Reise wert. Der Stell- und Miniatur-Campingplatz gehört zu einer Teichwirtschaft und wir werden gleich bei der Ankunft sehr freundlich begrüßt. Abends gehen wir in der gut besuchten Wirtschaft lecker essen.

Scheibenberg - Schwarzenberg - Scheibernberg - Annaberg-Buchholz - Seiffen


Am Dienstagmorgen (6.8.2019) führt uns unser Weg zur ehemals freien Republik Schwarzenberg. Hier finden wir unterhalb des Ortes einen Parkplatz und besuchen das Ortszentrum mit einem Schrägaufzug.



Vor dem Eingang zum Schrägaufzug steht diese Lok:



Wir waren zur Mittagszeit in Schwarzenberg. Da hatten im "schönsten Dorf Sachsens" die meisten der netten Kleinen Geschäfte Mittagspause und geschlossen. Schade.





Nach der Kapitulation des Deutschen Reiches blieb Schwarzenberg aus historisch nicht geklärten Gründen zunächst unbesetzt. Am 11. Mai 1945 übernahmen mehrere Bürger Schwarzenbergs mit einem „antifaschistischen Aktionsausschuss“ die Initiative, um das entstandene Machtvakuum zu füllen. Diese Episode endete bereits am 25. Juni 1945 mit dem Einmarsch sowjetischer Truppen. 1984 prägte der Schriftsteller Stefan Heym mit seinem an die damaligen Ereignisse angelehnten Roman „Schwarzenberg“ den Begriff „Republik Schwarzenberg“. Um diese Zeit rankt sich eine rege Legendenbildung. 2004 beschäftigte sich auch der Schriftsteller Volker Braun in seiner Erzählung „Das unbesetzte Gebiet“ mit dieser Zeit. --> Link

Nach einem gemütlichen Bummel durch ‚das schönste Dorf im Erzgebirge‘ - natürlich inclusive Cappucino und Espresso in einem der netten Cafes - peilen wir die nächste Station auf unserer Sachsen Rundfahrt an: Annaberg Buchholz.

Dort besteigen wir den Kirchturm und lernen dabei eine Frau kennen, die als Türmerin mit Ihrer Familie im Kirchturm wohnt.





Die Aussicht vom Turm ist genial. Auch hier hat sich der Aufstieg gelohnt:





Zwischen den Stockwerken findet man viele liebevoll arrangierte Szenerien, aus dem Alltag der Türmer in früheren Zeiten.



Wie uns die Türmerin erklärte, gibt es in Deutschland nur noch ganz wenige Kirchtürme, die ganzjährig bewohnt sind. Hier in Annaberg-Buchholz ist das Türmerleben relativ komfortabel, es gibt ein Bad, fließend Wasser und einen Lastenaufzug, mit dem man die Einkäufe nach oben und den Müll nach unten transportieren kann.



Nach der Besichtigung des Ortskerns kaufen wir auf dem Markt und in einer Metzgerei noch Lebensmittel ein. Selbstverständlich wird auch hier sowohl Cappucino als auch Espresso genossen. Sogar ein Eisbecher darf es diesmal sein.

Unsere Fahrt führt uns durch enge Täler und noch engere Straßen nach Seiffen. --> Link Hier fahren wir den Stellplatz Ahornberg oberhalb des Ortes an. Dieser Platz gehört zu einem Hotel und es gibt Duschen die man benutzen darf. Der Platz liegt wunderschön und hoch über dem Ort - wir haben eine tolle Aussicht.



Abends wird der Sonnenuntergang richtig spektakulär:



Am nächsten Morgen lassen wir uns mit dem Bus nach Seiffen fahren. Für € 1,50 pro Person und Fahrt werden wir von den Platzbetreibern in einem Kleinbus bis in den Ort chauffiert.



Wir bummeln bei trübem Wetter durch den sehenswerten Ort und Ulke kauft einen kleinen „Herrenhuter Stern“ für die nächste Weihnachtsdekoration.



Wir besuchen auch das Bergbau- und Spielzeugmuseum und lernen einiges darüber warum die Leute im Erzgebirge anfingen Spielzeug zu schnitzen. Mit zunehmender Bekanntheit dieser Spielzeuge und Schnitzarbeiten hielt auch die Industrialisierung Einzug. Immer mehr musste hergestellt werden, vieles im Akkord und in Heimarbeit. Ein Zuckerschlecken war das nicht!







Erzgebirgische Volkskunst --> Link



Als wir zur Rückfahrt die Platzbetreiber anrufen wollten, treffen wir die Besatzung eines Nachbar-Wohnmobils, die ebenfalls auf den Bus warten und bereits telefoniert haben. Perfekt, so gibt es für uns keine lange Wartezeit und wir werden wieder bequem zurück auf den Berg chauffiert. Beim Wohnmobil angekommen packen wir zusammen, nutzen noch die Entsorgungsmöglichkeit und programmieren Mathilde (unser Navi) für Boxberg in der Oberlausitz.

[... Fortsetzung folgt ...]

frankjasper8 am 08 Apr 2020 22:12:50

Schöne Reise und schöne Fotos! :daumen2:

Die Talsperre Pöhl und die Golzschtalbrücke habe ich auch schon besucht, ansonsten ist die Region, die Ihr durchreist, noch Neuland für mich. Ich bleibe mit an Bord, danke fürs mitnehmen! :)

kukeulke am 09 Apr 2020 21:12:58

frankjasper8 hat geschrieben:Schöne Reise und schöne Fotos! :daumen2: ... Ich bleibe mit an Bord, danke fürs mitnehmen! :)


Aber gerne, herzlich willkommen. Alle die mitfahren wollen - bitte einsteigen, bald geht es weiter ...

kukeulke am 09 Apr 2020 22:55:25

Erzgebirge (Seiffen) - Oberlausitz (Bärwalder See):


Da wir eine größere Strecke vor uns haben entscheiden wir uns ausnahmsweise dafür Autobahnen zu benutzen. Wir checken nach ca. 3 Stunden Fahrt auf dem „Marina Camping“ am Bärwalder See ein und dürfen hier bis Freitag 11:00 Uhr bleiben. Dann treffen die Wochenendurlauber ein und der Platz ist dann voll belegt. Wir sind damit zufrieden und bekommen einen Platz direkt am Strand mit toller Aussicht auf den Bärwalder See. --> Link



Gleich nachdem wir uns häuslich eingerichtet haben satteln wir die Fahrräder und statten dem örtlichen Lidl noch einen späten Besuch ab. Mit dem Nötigsten versorgt finden wir auf der Rückfahrt zum Camping sogar ein geöffnetes Restaurant (Gaststätte "zum Findling"), in dem wir später lecker essen gehen.

Am nächsten Morgen, nach einem gemütlichen Frühstück fahren wir mit den Fahrrädern zum „Findlingspark Nochten“. Der Lausitzer Findlingspark Nochten ist ein etwa 20 Hektar großer Landschaftsgarten nordöstlich von Nochten. Er entstand in den Jahren 2000 bis 2003 auf der Rekultivierungsfläche des Braunkohletagebaues Nochten. --> Link



Als charakteristisches Gestaltungselement wurden hier etwa 6000 Findlinge aufgestellt, die aus dem Abraum des regionalen Bergbaues stammen. Diese Findlinge wurden von den Gletschern der Eiszeit aus Nordeuropa in die Lausitz verfrachtet. Ein Lehrpfad erschließt über 90 repräsentativ ausgewählte Exemplare. Informationstafeln geben Auskunft über Gesteinsart und Herkunft. Die Felsbrocken sind teilweise beeindruckend große Strecken "gewandert".





Es gibt auch diverse Kunstwerke zu besichtigen und man hat hier freie Sicht auf das Braunkohlekraftwerk Boxberg. --> Link
Wir sind mit den Rädern an den Kohle-Förderbändern vorbei gefahren, die dieses Kraftwerk täglich mit 50.000 Tonnen Braunkohle füttern. Einst war es mit über 3500 Megawatt das größte Kohlekraftwerk der DDR.





Im Findlingspark gibt es mehrere Themengärten zu bestaunen. Von Heidelandschaften über Teiche bis zu Kakteenhügeln ist alles vertreten.





Die Teichlandschaft im Findlingspark. Der Bärwalder See und auch dieser Park waren ehemals Tagebaustätten an denen Braunkohle abgebaut wurde. Mittlerweile sind viele dieser Gebiete renaturiert und als Park, Seenlandschaft und andere Freizeiteinrichtungen wieder eröffnet.



Der Bärwalder See liegt in einer sogenannten Bergbaufolgelandschaft, die von der LMBV (=Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft) rekultiviert wird. Der See selbst ist das „Restloch“ des Tagebaus Bärwalde. Seine Flutung begann am 13. November 1997 und sollte 2007 abgeschlossen sein. Ausbleibende Niederschläge haben dieses Ziel jedoch mehrfach verzögert. Im April 2008 wurde mit 123 Metern über NN erstmals die untere Staulamelle und ein Jahr später, im April 2009, mit 125 Metern die obere Staulamelle erreicht. Mit dem Erreichen des Vollstauzustandes ist die eigentliche Flutung beendet. Gespeist wird der See aus der Spree, dem „Schulenburgkanal“ und dem „Dürrbacher Fließ“. Über den „Schwarzen Schöps“ fließt ein Teil des Wassers in die Spree zurück.
Der Name „Speicher Bärwalde“ deutet an, dass der See die Funktion eines wasserwirtschaftlichen Speicherbeckens hat. Mit ungefähr 174 Mio m³ Wasser (Maximalvolumen) ist der Bärwalder See der sechstgrößte Speichersee Sachsens. [Quelle: Wikipedia]

Zurück am Campingplatz statten wir dem Strand einen Besuch ab. Ulke geht sogar baden. Hier sieht es aus wie an der Ost- oder an der Nordsee. Sandstrand, Wasser, Sonne – einfach perfekt. Es gibt sogar Strandkörbe hier!



Heute am Freitag, den 9.8.2019 müssen wir unseren schönen Standplatz mit Seeblick zeitig räumen. Die Wochenendurlauber kommen und wir fahren weiter nach Bad Muskau.

Bärwalder See - Bad Muskau - Dreiweiberner See


Der Stellplatz in Bad Muskau war leicht zu finden und hat für uns sogar noch ein Plätzchen frei. Wir holen die Fahrräder aus der Garage und erkunden Bad Muskau. Der Ort liegt direkt an der Neiße und wir fahren mit den Fahrrädern an der Neiße entlang bis in den Fürst-Pückler Park. --> Link Ulke kauft im neuen Schloss Muskau einen Plan des riesigen Parks und wir machen uns auf das Gelände zu erkunden.





Der Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau ist ein Landschaftspark mit einer Gesamtfläche von 830 Hektar und er ist damit der größte Landschaftspark Zentraleuropas im englischen Stil. Der nach seinem Schöpfer Hermann Fürst von Pückler-Muskau benannte Park liegt zu etwa einem Drittel in Bad Muskau, der größere Teil des Parks liegt östlich der Neiße in Polen. Beide Teile sind durch mehrere Neißebrücken miteinander verbunden. Zentrales Gestaltungselement des Parks ist das Neue Schloss Muskau. Der zum Weltkulturerbe gehörende Park ist das einzige ostsächsische Welterbe und eine der wenigen staatenübergreifenden Welterbestätten.



Das riesige Gelände kann per Fahrrad sehr gut erkundet werden. Allerdings kommen wir trotz Plan ein wenig vom Weg ab und wir müssen uns mit den Rädern durch etwas unwegsameres Gelände kämpfen, bevor wir wieder zu den Hauptwegen zurück finden.





Auf unserer Park Erkundungstour haben wir die Grenze zwischen Polen und Deutschland mehrfach überquert – ohne jede Grenzkontrollen :D



Nach dem Parkbesuch genehmigen wir uns in einem Restaurant in Bad Muskau noch eine Soljanka und Ulke probiert zum Dessert noch ein Fürst-Pückler-Eis.



Direkt neben dem Park Eingang kann man über eine Brücke radeln und man findet sich mitten im "Polenmarkt" wieder. Hier werden Zigaretten und Alkohol und Alkohol und Zigaretten und … angeboten. Die Händler verkaufen in Wellblechhütten, ehemaligen Lagerhallen und anderen baufällig anmutenden Baracken alles was nicht niet- und nagelfest ist und ein Geschäft verspricht.



Wir trauen uns nicht die Fahrräder irgendwo abzustellen und können deshalb diesen skurrilen Markt nur oberflächlich erkunden.

Um halb drei sind wir am Wohnmobil zurück. Der Stellplatz hier in Bad Muskau gefällt uns nicht so richtig. Also packen wir die Fahrräder wieder in die Garage und suchen im Bordatlas einen anderen Stellplatz aus. Unsere Wahl fällt auf den SP am Dreiweiberner See. Unterwegs zum neuen Stellplatz kaufen wir in Weißwasser noch Lebensmittel ein. Der Stellplatz ist – als wir ankommen – schon ziemlich voll (um nicht zu sagen überfüllt). Aber wir quetschen uns noch auf einen Platz direkt neben der Entsorge, so dass wir niemand zu nahe auf die Pelle rücken. Wegen der vielen Womos hier gibt es keine Schlüssel für die WCs mehr – aber wir haben ja alles an Bord und sind autark. Da auch alle Stromanschlüsse belegt sind nutzen wir den Strom aus unserer Bordbatterie – kein Problem also. Nachdem wir uns eingerichtet haben machen wir noch einen Spaziergang am See entlang und trinken in der zum Stellplatz gehörenden „Strandbar“ noch ein Bier.

Morgen geht es nach Bautzen – hier bleiben wir nicht, es ist uns einfach zu voll.

Dreiweiberner See - Bautzen - Görlitz - Kulturinsel Einsiedel




In Bautzen parken wir auf dem riesigen Parkplaz hinter der Schützenplatzhalle. Von hier aus geht es zur Stadtbesichtigung in die Innenstadt. Bautzen ist wirklich sehenswert – viel altes Gemäuer, schön hergerichtet und genügend Türme gibt es obendrein.





...und noch ein Turm:







Bautzen wird auch als „Stadt der Türme“ bezeichnet. Einer der bekanntesten Türme ist der Reichenturm, der auch als „Schiefer Turm von Bautzen“ bezeichnet wird. Dass dieser Turm wirklich schief ist sieht man auf diesem Bild leider nicht wirklich.

Gegen 15:00 Uhr sind wir wieder am Parkplatz und wir überlegen, wie es weiter gehen soll. Klar, wir wollen nach Görlitz. Aber noch viel wichtiger: wir wollen eine Dusche, möglichst auf einem Camping- oder auf einem gut ausgestatteten Stellplatz. Der Platz in Görlitz am Reiterhof ist aber voll, hier findet gerade ein großes Fest statt. Die nächst mögliche Alternative heißt „Kulturinsel Einsiedel“. Hier können wir telefonisch einen Platz für uns reservieren.



Wir stehen sehr schön auf einer Wiese am Waldrand und können von unserem Stellplatz aus bequem Toilette und Dusche benutzen, die sich in einem in der Nähe aufgestellten Container befinden.



Unser Stellplatz bei der Kulturinsel Einsiedel führt uns in die „geheimnisvolle Welt der Turisede“ …



Das Volk von Turisede wurde von kindlichen Königen regiert und feierte das Ende des Sommers mit zweieinhalbtägigen Festspielen. Den Haushalt beim Volk von Turisede führten stets die Männer. Die Kulturinsel Einsiedel schlägt eine Brücke in die Ära der Turiseder, deren Kultur vor tausend Jahren auf geheimnisvolle Weise verschwand. Bauwerke, Spiele und Feste sind turisedisch geprägt und eröffnen uns die staunenswerte Welt des alten Volkes. Im HISTORUM und im FESTSPIELHAUS (dem Ausstellungsort mit Informationen zu den wieder auferlebten zweieinhalbtägigen turisedischen Festspielen) ist der aktuelle Stand der Turisedeforschung höchst anschaulich dokumentiert. :D



Dieser Park ist für Kinder eine tolle Attraktion. Man kann in Baumhäusern wohnen (es gibt tatsächlich ein Baumhaus Hotel) und viele Abenteuer im „turisedisch“ geprägten Gelände erleben. Wir haben uns keine Eintrittskarte gekauft und begnügen uns mit den ‚Exponaten‘ die außerhalb des Parks zu sehen sind.



Es gibt auch einen kleinen Tierpark, in dem sich dieses Kamel gerade ziemlich langweilt …





[... Fortsetzung folgt ...]

pipo am 10 Apr 2020 08:48:43

Ich bin begeistert. Tolle Bilder und hervorragende Hintergrundinfos aus einer wunderschönen Gegenden Deutschlands. Der Osten ist so schön (wild).. Danke!!

kukeulke am 10 Apr 2020 14:06:19

pipo hat geschrieben:Ich bin begeistert. Tolle Bilder und hervorragende Hintergrundinfos aus einer wunderschönen Gegenden Deutschlands. Der Osten ist so schön (wild).. Danke!!


Das freut mich - und danke für das Lob!
Heute abend geht es weiter durch den "wilden Osten". :lol:

kukeulke am 10 Apr 2020 22:07:06

So, alle einsteigen "wilden Osten":

Kulturinsel Einsiedel - Campingplatz Neißecamp (Rothenburg Oberlausitz)


Die nächste Mini-Etappe führt uns in wenigen Minuten Fahrt ins „Neißecamp“. --> Link Ein Veranstalter von Rafting Touren auf der Neiße betreibt hier in Rothenburg (an der Neiße) einen schönen, kleinen Campingplatz. Wir wollen zwar nach Görlitz, aber heute am Sonntag wäre eine Stadtbesichtigung langweilig. So verbringen wir lieber einen faulen Sonntag auf dem schönen Campingplatz und machen nachmittags noch eine kleine Radtour.



Unsere Radtour führt uns an der Neiße entlang. Nach ungefähr 15 km Kilometern auf dem Neiße Radweg kehren wir wieder um und genehmigen uns einen Snack an der Bootsanlegestelle der Neiße-Tours, die auch unseren Campingplatz betreibt.



Am Montagmorgen (12.08.2019) packen wir unsere Siebensachen so gegen 10:30 Uhr zusammen und nehmen etwas wehmütig Abschied vom Neißecamp.

Rothenburg (Oberlausitz) - Görlitz - Obercunersdorf - Zittau


Auf geht’s nach Görlitz. --> Link Hier parken wir auf dem offiziellen Stellplatz in der Nähe des Zentrums. Auch Görlitz ist sehr schön und wir genießen die Stadtbesichtigung, kaufen bei einem Metzger ein, trinken einen Cappuccino, Urlaub im besten Sinne.







Ein alter Handwerkerhof von innen:















Auch hier ist die Neiße die Grenze zu Polen: einfach „nübber übber die Brück“ und man ist in Polen.



Kleiner Grenzverkehr …



Der Stellplatz in Görlitz ist nicht nach unserem Geschmack. Deshalb geht es weiter, zunächst nach Obercunnersdorf. Auch hier gefällt uns zwar der Ort aber der Stellplatz eher nicht. Also später weiter nach Zittau – aber erst, nachdem wir Obercunnersdorf besichtigt haben.





Der Kottmarer Ortsteil Obercunnersdorf zählt zu den schönsten Dörfern Ostsachsens. 1221 erstmals urkundlich erwähnt, gehört er zu den seltenen noch in ihrer Ursprünglichkeit erhaltenen Zeitzeugen ländlicher Lebensweise und Architektur. --> Link
Das Einmalige in Obercunnersdorf sind die Umgebindehäuser. --> Link Die einzigartige Verbindung von Blockstube und Fachwerkbau macht diese Häuser so interessant.

Ca. 250 unter Denkmalschutz stehende Umgebindehäuser bilden hier einen wirklich sehenswerten Dorfkern.

arnom am 10 Apr 2020 22:31:53

Hallo Kukeulke,
danke für diesen tollen und super bebilderten Reisebericht,ein Augenschmaus
Wir hatten vor einigen Jahren eine fast identische Tour gemacht.Sind allerdings
in der Lausitzer Seenlandschaft hängengeblieben.Sehr interessant ist auch die
Abraumförderbrücke F60,bei der auf dem angrenzenden Parkplatz das übernachten erlaubt ist.

kukeulke am 10 Apr 2020 23:07:56









Die Weiterfahrt nach Zittau gestaltet sich – abgesehen von einer etwas „schrägen“ Umleitung – ereignislos. Wir kommen im Dreiländereck (Polen – Tschechien – Deutschland) etwas später am Nachmittag an und finden einen riesigen, größtenteils betonierten und eingezäunten Wohnmobilstellplatz vor. Es gibt hier Duschen und Toiletten sowie einige Schafe, die in einem Gehege grasen.



Die Stadt Zittau kann sich nicht mit Görlitz oder Bautzen messen – obwohl es eine nette Altstadt gibt. Wir machen uns gegen 19:00 Uhr auf den Weg in die Innenstadt weil wir heute Abend auswärts essen wollen. Im ersten Restaurant weist man uns ab (keine freien Tische obwohl fast alles frei war??) im zweiten werden wir sehr freundlich gefragt, ob wir noch wenige Minuten warten möchten und werden dann auch schnell an einen Tisch geführt. Nach einem leckeren Abendessen spazieren wir noch ein wenig durch die Stadt und kehren bald darauf wieder zum Wohnmobil zurück.

Zittau - Oybin - Struppen - Reinsberg


Am nächsten Morgen (Dienstag, 13.8.2019) brechen wir auf nach Oybin. --> Link Wir finden trotz vieler Touristen einen Parkplatz und machen uns an den Aufstieg zum Kloster und der Burg. --> Link



Hier gibt es viele interessante Felsen und Felsformationen.



Von der Burg bzw. vom Kloster aus hat man einen schönen Ausblick. Im Jahr 1290 wurde die Burg als „Moybin“ erstmals urkundlich erwähnt. Schon vorher war der Berg besiedelt und auch befestigt. Im Jahr 1291 wurde die auf dem Berg befindliche Burganlage von der Stadt Zittau eingenommen und zerstört. Bereits wenige Jahre später wurde die Burg von Heinrich von Leipa wieder auf- und ausgebaut. Kaiser Karl IV. ließ die Burg weiter ausbauen und stiftete 1369 dort ein Cölestinerkloster.





Es gibt einen etwas abenteuerlichen Weg rund um die Ruine herum. Hier eröffnen sich uns viele schöne Ausblicke auf den Ort Oybin und die umgebende Erzgebirgslandschaft.



Immer wieder trifft man bei dem Rundgang auf solche Findlinge.



Für den Weg rund um das Kloster braucht man ungefähr eine halbe Stunde. Wir waren etwas länger unterwegs, einfach weil es viel zu schauen und fotografieren gab.



Die Bergkirche Oybin --> Link macht sich das natürliche Gefälle des Hanges auf dem sie steht zunutze und vermittelt deshalb im Innern das Gefühl man ist im Kino.



Was hier aussieht wie Marmor ist bemaltes Holz. Eine spezielle Technik versucht das Aussehen von Marmor zu imitieren.



Wir verlassen Oybin nach einer Thüringer Bratwurst und werfen einen letzten Blick zurück auf die skurrilen Felsen.



Unsere Fahrt nach Struppen an der Elbe führt uns auf steilen Passstraßen wieder nach Tschechien. Wir haben uns in der sächsischen Schweiz in Struppen einen Stellplatz ausgesucht, der ist aber als wir ankommen gerammelt voll. Also geht es weiter nach Pirna. Mittlerweile ist es Spätnachmittag und wir kommen in den Berufsverkehr. Wir stehen vor Pirna geraume Zeit im Stau und quälen uns im Feierabendverkehr durch die Stadt. Wir folgen einem zufällig entdeckten Stellplatzschild, aber auch dieser Platz ist bereits überfüllt. Das Elbetal und die sächsische Schweiz ziehen viele Touristen an. Wir fliehen. Nach Reinsberg auf einen Campingplatz. Auch hier ist fast alles belegt, aber wir bekommen noch einen Platz für eine Nacht. Der Platz ist sehr schön, die sanitären Anlagen sehr sauber und das Wasser der Dusche ist heiß!



Nach einer ruhigen Nacht stellen wir Mathilde auf Freiberg ein. Hier gibt es einen Stellplatz am Johannis Bad und es ist tatsächlich für uns noch ein Plätzchen frei.

Reinsberg - Freiberg (Sachsen)




Beim Stadtbummel durch Freiberg kommen wir an der Petri Kirche --> Link vorbei. Beim Eintreten werden wir aufgefordert uns in eine Bank zu setzen. Wir wollen zwar keinen Gottestdienst besuchen, aber auch kein Aufsehen erregen. Folgsam setzen wir uns auf einen freien Platz und gleich darauf beginnt ein Orgelkonzert. Ein ziemlich guter Orgelspieler bringt die Silbermannorgel zum klingen - und wie! Virtuos! Einfach Klasse! Wahnsinns Sound! Nach einer halben Stunde ist das Konzert leider schon zu Ende und wir besichtigen den Rest der Altstadt.



In einem Bilderbuch – Cafe gibt es den üblichen Stadtbesichtigungs-Cappuccino und eine original Dresdner Eierschecke.







Um halb fünf sind wir zurück am Womo, wo wir bis um 19:00 faulenzen. Dann geht es noch einmal in die Stadt um in einem böhmischen Restaurant zu essen. Die „Stadtwirtschaft“ --> Link ist wirklich sehenswert. Alleine die Speisekarte bringt uns mehrfach zum Lachen. Da findet man flapsige Sprüche, viele Sorten Bier und auch tolles böhmisches Essen.

Freiberg - Stadtsteinach


Bestens gestärkt machen wir uns auf dem Heimweg. Tja Heimweg, das ist jetzt leider auch Programm. Unser Urlaub neigt sich dem Ende zu, wir wollen am Samstag wieder zuhause sein. Aber: heute ist Donnerstag, da können wir uns noch ein Zwischenziel aussuchen. Die Wahl fällt auf Kulmbach, genauer auf den Campingplatz in Stadtsteinach.

Um 14 Uhr sind wir in Kulmbach. Die Rezeption des Campingplatzes öffnet aber erst nach 15 Uhr, also parken wir in Kulmbach am Schwedensteg und steigen auf zur Plassenburg. --> Link



Nach einem steilen Aufstieg machen wir einen Rundgang durch das Bug Gelände.



Die Plassenburg wurde erstmals 1135 erwähnt, als sich Graf Berthold II. von Andechs, der sie vermutlich erbauen ließ, als „comes de Plassenberch“ bezeichnete. Umstritten ist in der Forschung, ob es sich bei dem im 16. Jahrhundert nach seinem Besitzer Hans Kopp benannten Koppenhof, einem ehemaligen Maierhof der Familie Guttenberg, um eine Vorgängeranlage, die Altenplassenburg, handelte, die angeblich im ersten Viertel des 14. Jahrhunderts zerstört wurde. Ein im Buchwald ca. 1300 Meter östlich der Plassenburg gelegenes Schweinegehege aus dem 17. Jahrhundert und ein Jagdgarten des Markgrafen Christian werden in dem Zusammenhang immer wieder als Burgruine missdeutet. Zunächst war die Plassenburg ein zentraler Rückhalt für die meranischen Herrscher am Obermain und im Frankenwald. 1158 werden die Herren von Plassenberg als Ministerialen auf der Burg erwähnt.





Allmählich entwickelte sich die Plassenburg zu einem neuen Herrschaftszentrum der Hohenzollern. Zur Zeit von Burggraf Friedrich von Nürnberg (1357–1397) hatte die Plassenburg der Cadolzburg – einem der traditionellen burggräflichen Aufenthaltsorte – bereits den Rang abgelaufen. 1397 legte Burggraf Friedrich V. die Regierungsgeschäfte nieder und wählte die Plassenburg zu seinem Altersruhesitz. Das zollerische Territorium in Franken wurde gemäß der Dispositio Fridericiana von 1385 unter seinen Söhnen Johann III. und Friedrich VI., dem späteren Kurfürsten Friedrich I. von Brandenburg, aufgeteilt. Damit war die Plassenburg zum Herrschaftsmittelpunkt des sogenannten Fürstentums ob dem Gebirg, des späteren Markgraftums Brandenburg-Kulmbach geworden. Nach dem Tod Johanns III. im Jahr 1420 fiel dessen Erbe seinem Bruder Friedrich zu, der 1421 das Amt des „Hauptmanns ob dem Gebirg“ zu seiner Statthalterschaft schuf. Bis nach der Mitte des 16. Jahrhunderts blieb die Plassenburg das administrative Zentrum des obergebirgischen Fürstentums.



Nach diesem Ausflug in die Geschichte steigen wir wieder ab und fahren zum Campingplatz. Hier ist die Mittagsruhe mittlerweile rum und die Rezeption ist geöffnet.



Nachdem wir uns auf dem Platz eingerichtet haben, gehen wir zum Abendessen in das zum Platz gehörende Restaurant. Ein leckeres Abendessen rundet unseren vorletzten Urlaubstag ab. Am nächsten Morgen satteln wir die Räder und machen eine Radtour nach Kulmbach. Wir nutzen einen wirklich schönen Radweg und radeln die ca. 15 km bis nach Kulmbach. Hier gibt es den obligatorischen Stadtbesichtigungscappuccino und einen Espresso. Bei einem Metzger am Marktplatz erstehen wir noch einen LKW.



Nach der Mittagspause geht es wieder zurück auf den Campingplatz, wo wir erneut im Restaurant zu Abend essen. Am Samstag den 17.8.2019 geht es wieder zurück Richtung Stuttgart.

Fazit: Mit Rigoletto startete unser diesjähriger Sommer Urlaub ziemlich furios. Die anschließende Tour durch Sachsen führte uns dank zahlreicher Tipps meines Arbeitskollegen aus Sachsen an viele Sehenswürdigkeiten an denen wir sonst achtlos vorbei gefahren wären. Im südlichen Sachsen (Vogtland und Erzgebirge) hatten wir nie Probleme einen Stellplatz zu finden, obwohl auch in Sachsen noch Sommerferien waren. Erst in der Lausitz wurde es voller. Dennoch haben wir die Zeit in Sachsen sehr genossen und mit Sicherheit noch einmal hier her kommen.

Falls Euch dieser Bericht gefallen hat, gibt es noch weitere Reiseberichte von uns:

Durch Lothringen entlang der Mosel bis nach Luxemburg --> Link

Ein langes Wochenende in Hessen --> Link

Im Oktober durch den französischen Jura --> Link

Entlang der Elbe und in die Lüneburger Heide --> Link

Im Spätsommer durch die Bretagne --> Link

Aretousa am 10 Apr 2020 23:50:39

Toller Reisebericht. Und mal abgesehen von Bregenz für mich gänzlich unbekannte Orte und Ziele. Ich habe Lust bekommen, einen Teil eurer Reise nachzufahren.

Vielen Dank!

frankjasper8 am 11 Apr 2020 09:01:25

Och, schade, schon vorbei... :cry:
Das war eine sehr schöne Reise, die ich hier mit Euch erleben durfte. Zwischendurch kannte ich noch den Pückler-Park und Bad Muskau, ansonsten aber viele neue Eindrücke, welche Ihr durch die schönen Bilder und die Erklärungen sehr gut vermittelt habt.
Danke Euch für´s Mitnehmen und für die Lektüre in dieser "etwas anderen Osterzeit". :)

:daumen2:

kukeulke am 11 Apr 2020 12:36:10

Aretousa hat geschrieben:Toller Reisebericht. Und mal abgesehen von Bregenz für mich gänzlich unbekannte Orte und Ziele. Ich habe Lust bekommen, einen Teil eurer Reise nachzufahren.


Danke Lena! Ich denke, dass die Reise-Saison dieses Jahr - sofern es eine gibt - weitgehend auf Deutschland beschränkt sein wird. Unser (und soweit ich weiß auch Euer) geliebtes Reiseland Frankreich wird dieses Jahr wohl eher schwierig werden. Also: auf in den wilden Osten. Da gibt es viel zu entdecken, insbesondere das Erzgebirge hat es und als gebürtigen Schwarzwäldern sehr angetan.

kukeulke am 11 Apr 2020 12:41:32

frankjasper8 hat geschrieben:Och, schade, schon vorbei... :cry: Das war eine sehr schöne Reise, die ich hier mit Euch erleben durfte. Zwischendurch kannte ich noch den Pückler-Park und Bad Muskau, ansonsten aber viele neue Eindrücke, welche Ihr durch die schönen Bilder und die Erklärungen sehr gut vermittelt habt.


Danke für dein Feedback. Ja der Fürst-Pückler-Park ist schon ein Highlight. Wenn man dort sieht, wie grenzüberschreitend ein so schöner Park gepflegt und genutzt wird, dann macht das Mut für "Europa".

Capoliveri am 02 Jun 2020 12:57:09

Schöner Bericht. Es gefällt mir immer, wenn konkrete Aussagen zu den CP und SP enthalten sind wie hier.
Gruß Andreas

kukeulke am 02 Jun 2020 19:52:49

Capoliveri hat geschrieben:Schöner Bericht. Es gefällt mir immer, wenn konkrete Aussagen zu den CP und SP enthalten sind wie hier.
Gruß Andreas


Danke Andreas!

Jede positive Antwort motiviert uns weiter Reiseberichte zu schreiben...

Aretousa am 02 Jun 2020 21:18:57

Bregenz für dieses Jahr ist übrigens abgesagt.
In den nächsten Tagen suchen wir uns einen Termin für 2021. Die Tickets können umgetauscht werden.

kukeulke am 03 Jun 2020 20:36:39

Aretousa hat geschrieben:Bregenz für dieses Jahr ist übrigens abgesagt.
In den nächsten Tagen suchen wir uns einen Termin für 2021. Die Tickets können umgetauscht werden.


Prima dann habt ihr wenigstens keinen finanziellen Schaden - und länger Vorfreude! :)
Darüber hinaus bietet sich noch die Gelegenheit eine (sehr empfehlenswerte) Führung
hinter die Kulissen zu buchen. --> Link

Aretousa am 03 Jun 2020 21:03:45

Die Führung haben wir bei Turandot gemacht. War wirklich sehr beeindruckend.

lilakatze am 09 Jun 2020 08:48:04

Ein sehr schöner und vor allem auch informativer Reisebericht, vielen Dank für‘s Mitnehmen! Wir waren in den letzten Herbstferien auch in der Ecke, haben uns Karlsbad, Freiberg und auch die Drachenhöhle in Syrau angesehen, da wurden gerade Erinnerungen wach. Zusätzlich waren wir noch in Prag und in der sächsischen Schweiz wandern. Aber der Rest eures Berichtes klingt so spannend, dass wir sicher noch mal in diese Gegend fahren werden :top:


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