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Einbau Wechselrichter Vorrangschaltung in Chausson 727ga


horchi am 06 Apr 2020 10:01:07

Hallo

Ich wollte ein Wechselrichter von Solartronics ins Mobil einbauen. Der WR hat 2000w/4000w reiner Sinus. Habe zum Probieren an die Wohnbatterie Varta start/stop 95ah (war schon drin) angeschlossen und eine Kapselmaschine mit 1300w ran. Nun sehe ich an der Fernbedienung das die Batterie in den Keller geht. Unter 10.4V geht der Alarm an, zu wenig Spannung. Batterie sollte aber voll sein. Hing die ganze Zeit am Landstrom.
Batterie tot? Ist erst knapp 3 Jahre. Oder schlechte Batterie fürd en Wohnraum? Welche Empfehlung habt ihr?
Oder wo liegt der Fehler. Danke fur Tips.


pluplus am 06 Apr 2020 10:08:51

Moin,
das könnte das Ende deiner Batterie gewesen sein.
Mit 95 Ah Batterie kurzzeitig bis 80 A ziehen, schafft auch keine neue Blei/ AGM/ Gel Batterie.
Da müsstest du mindestens die Kapazität verdoppeln. Und auch das machen die og. Batterien nur kurz mit.

VG Holger

hmarburg am 06 Apr 2020 10:22:08

Hallo,

wann hast du den Spannungseinbruch gemessen? Als du die Batterie mit ca. 120A (=1300W/12V+ Wandlerverluste) belastest hast?
Miss mal die Spannung ca. eine viertel bis halbe Stunde nach der Entnahme des Kaffees.

Gruß, Holger

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andwein am 06 Apr 2020 10:49:41

pluplus hat geschrieben: Mit 95 Ah Batterie kurzzeitig bis 80 A ziehen, schafft auch keine neue Blei/ AGM/ Gel Batterie.
Da müsstest du mindestens die Kapazität verdoppeln. Und auch das machen die og. Batterien nur kurz mit.
VG Holger

So ist es!!
Ich komme auf 100A, aber das ist egal, es geht nicht. Da sagt jeder gute Lader: Unterspannung!! Klar kann man dann auf einen WR mit "Softstart" ausweichen, aber 100A bleiben halt 100A und selbst eine volle 95Ah Batterie geht da kurzzeitig in die Knie.
Sowas macht man halt einfach nicht mit einer Bleibatterie!! Gruß Andreas

nethunter am 06 Apr 2020 11:32:19

pluplus hat geschrieben:Mit 95 Ah Batterie kurzzeitig bis 80 A ziehen, schafft auch keine neue Blei/ AGM/ Gel Batterie.

Jede Starterbat kann mehrere Hundert Ampere bringen kurzzeitig, das ist nicht das Problem.

Eine moderne Start / Stop Batterie wird eine AGM sein. Diese machen 800A mit 95AH nicht viel aus wenn sie OK ist!

Über einen Kaffee zu Testzwecken lacht die Batterie.

Bodimobil am 06 Apr 2020 11:40:15

nethunter hat geschrieben:Über einen Kaffee zu Testzwecken lacht die Batterie.


Dann gehört sie zu denjenigen die zum lachen in den Keller gehen. :lol:

tschuldigung, das passte gerade so schön

Gruß Andreas

nethunter am 06 Apr 2020 11:46:37

horchi hat geschrieben:Batterie tot? Ist erst knapp 3 Jahre. Oder schlechte Batterie fürd en Wohnraum? Welche Empfehlung habt ihr?
Oder wo liegt der Fehler. Danke fur Tips.

Sehe ich ja jetzt erst... dachte du hättest das an die Starterbat angeschlossen zu Testzwecken.

Diese Art Batterien sind völlig ungeeignet für den Wohnraum und evtl deshalb schon nieder. Zudem ist die Frage ob es wie vermutet eine AGM ist und sie richtig geladen wurde.

Eine 95 er Starterbat kann... wenn sie OK ist... auch zwei Kaffee machen.

Aber wie schon erwähnt wurde ist eine 95er Batterie für einen 2 KW WR zu schwach als Versorgungsbatterie.

horchi am 06 Apr 2020 13:06:08

Ne
Ist schon die Wohnbatt. Welche soll ich denn nun nehmen wenns ne Neue werden soll. Sollte schon wieder eine AGM o.ä.sein und keineLifePo.
Messen werde ich mal vorher und nacher vor dem Anschliessen des WR.

fschuen am 06 Apr 2020 13:28:31

horchi hat geschrieben:Welche soll ich denn nun nehmen wenns ne Neue werden soll. Sollte schon wieder eine AGM o.ä.sein und keineLifePo.


Vor dem Thema stand ich vor ein paar Jahren auch. Das Problem bei Blei ist, dass sie entweder mit dicken Platten gebaut werden, und damit zyklenfest sind, oder mit dünnen, und dann hohe Ströme liefern können. Bei einer Wohnraumbatterie mit Wechselrichterbetrieb hat man da einen Konflikt. Ich hab ein paar gute AGM-Batterien und eine Optima Yellow Top verheizt und bin jetzt bei LFP (LiFePO4). An deiner Stelle würde ich gleich auf LFP wechseln. Wenn du die Erfahrung selber machen willst, würde ich die billigsten Bleibatterien kaufen, denn sie werden eh nicht lange halten.

Gruss Manfred

nethunter am 06 Apr 2020 13:33:23

:top:
Dem ist nichts hinzu zu fügen. Geschätzte 286 Diskussionen im Forum über „die richtige Batterie“ in einem Beitrag zusammen gefasst.

Muscha am 06 Apr 2020 17:04:48

pluplus hat geschrieben:Moin,
Mit 95 Ah Batterie kurzzeitig bis 80 A ziehen, schafft auch keine neue Blei/ AGM/ Gel Batterie.
Da müsstest du mindestens die Kapazität verdoppeln. Und auch das machen die og. Batterien nur kurz mit.

VG Holger


Vorsicht, nicht Ah mit A verwechseln oder gleichsetzen.
Selbst eine 50Ah Batterie kann 80, 90 oder mehr A liefern,
nur halt nicht so lange.

horchi am 13 Apr 2020 18:35:08

Erschlagt mich nicht... Würde es Sinn machen noch eine 2. AGM Batterie mit dran hängen. Dann verdoppeln sich ja die AH ?!?!
Welche Stärke würde dann passen?
LivePo scheidet im Momment noch aus.

Gruß Uwe

gespeert am 13 Apr 2020 18:50:08

Wenn für Dich Li ausfállt, wirst Du mehrere Batteriesätze im Jahr verheizen!!
Um dann am Ende festzustellen daß man gleich hätte umbauen sollen.

Wenn Du Blei nutzen willst, denke daran, daß die Batts besser nur 30 Prozent, max.50 Prozent entladen werden sollen.
In deinem Fall sollte erstmal ne Energiebilanz erstellt werden was da überhaupt noch so alles Strom verbraucht.
Dann siehst Du ob Du nicht besser 3 oder 4 Batterien kaufen mußt (Neue dazustellen ist nicht da vorgeschädigte Batterie).
Und dafür kriegst Du schon LiYFe! Du müßtest weitere 95 Ah Batterien dazubauen.

Kannst aber auch für 2000 Euros Batterien verheizen bevor Du dann doch umbaust (Billigbatterien schaffen das nicht)

horchi am 13 Apr 2020 18:58:10

Wäre dann vielleicht doch eine Überlegung wert mit der LifePo. Wieviel AH müsste denn die dann bringen um den WR mit 2000W zu betreiben. Wobei ich eigentlich nur unterwegs eine Kapselmaschine für 2-3 Kaffee dran hängen habe. Sonst wenn möglich LS. In Zukunft vielleicht mal Solar. Aber das dauert noch.

hmarburg am 13 Apr 2020 19:34:03

horchi hat geschrieben:...Wäre dann vielleicht doch eine Überlegung wert mit der LifePo...


Welche Lithium die Richtige für dich ist, kommt etwas auf dein Nutzungsverhalten an.
Bist du auch bei tiefen Temperaturen unterwegs oder nur von Frühjahr bis Herbst?
Bei Lithiumzellen gibt es zwei Hauptunterschiede, LiFePO4 oder LiFEYPO4.
Die mit dem Y können weit unter 0°C geladen werden, die anderen nicht.

Worauf du auch noch achten musst ist die maximale Hohe des Entladestroms.
Für deinen Wechselrichter benötigst du mindestens 170A, besser 250A.

Gruß

Holger

horchi am 13 Apr 2020 19:44:16

hmarburg hat geschrieben:Für deinen Wechselrichter benötigst du mindestens 170A, besser 250A.

Holger


Auch bei nur ca. 1300Watt Kaffeemaschine? Wahrscheinlich wegen dem "Startstrom". Sind "nur" 3-11 unterwegs. Also nicht soo kalt.

hmarburg am 13 Apr 2020 20:07:44

horchi hat geschrieben:...Auch bei nur ca. 1300Watt Kaffeemaschine? Wahrscheinlich wegen dem "Startstrom". Sind "nur" 3-11 unterwegs. Also nicht soo kalt.


Für die Auslegung des Akkuentladestroms sollte der Wechselrichter maßgebend sein. Nicht das mal eine neue Kaffeemaschine kommt die mehr braucht.

horchi am 13 Apr 2020 20:25:06

hmarburg hat geschrieben:
Für die Auslegung des Akkuentladestroms sollte der Wechselrichter maßgebend sein. Nicht das mal eine neue Kaffeemaschine kommt die mehr braucht.


Das ist Richtig. Hab dann ja nicht nur die Maschine an. Werde das mal alles Berücksichtigen.
Danke schon mal.

rolfblock am 14 Apr 2020 13:21:21

Es wird immer wieder der Zusammenhang zwischen Wechselrichter und Batterie falsch verstanden.
Für einen 2 kW WR reicht eine 30 Ah Gel Batterie um ihn im Leerlauf zu betreiben!

Die "Fehlanpassung", um die es hier geht, ist NICHT der Wechselrichter zur Batterie, sondern die Batterie zur geforderten Leistung. Das ist völlig unabhängig vom WR.

Wer das nicht kapiert, kauft evtl. wegen der Batterie einen zu kleinen WR, dann kommt die Li Batterie und ein stärkerer WR ist fällig.
Daher die ganz klare und eindeutige Empfehlung:

Der Wechselrichter wird immer und nur nach der maximal jemals in Zukunft zu erwartenden Last dimensioniert.

Danach erst macht man sich an die Batterie dran.

Wer es anders herum macht, kauft evtl. zwei mal.

Eine Starterbatterie ist durchaus dafür gebaut, Leistungen im kW Bereich abzugeben. Daher spricht überhaupt nichts dagegen, mal einen Kaffee damit zu probieren.

thomker am 14 Apr 2020 15:33:49

Tach zusammen,

drehen wirs doch mal um. Wenn ich immer auf Stellplätzen mit Stromsäule oder Campingplätzen stehen würde, hätte ich mir nie eine Li-Batterie gekauft, wozu auch.
Wenn ich dabei für unterwegs mal nen Kaffee über einen WR ziehen möchte, würde ich mir genau eine Starterbatterie für ein paar Euros einbauen, die ich dann alle 1-2 Jahre wechsel. Damit bin ich dann in 20 Jahren bei den Kosten einer ordentlichen Li-Batterie, die allerdings noch ganz andere Gewohnheiten abdecken kann.
Gel scheidet bei den Stromorgien aus, AGM halten für viel mehr Geld auch nicht viel länger.

Gruß
Thomas


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