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Batteriepol Sicherungen geeignet 1, 2, 3


pfeffersalz am 14 Apr 2020 16:27:31

lisunenergy hat geschrieben:Erst einmal muss man sagen, daß bei erster Benutzung laut Axel 70 Grad bei Dauerbelastung aufgetreten sind.

Bei einer normalen Nutzung merkt man es nicht. Fängt man an zu heizen wird es natürlich ein anderer Last bereich. Beim Auto wäre dies Vollgas über Stock und Stein.


Für welche Dauerlast wurde die Anlage ausgelegt?

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Axel1960 am 14 Apr 2020 17:31:27

Lars hat Recht, erst als ich die Sicherung direkt mit dem Batteriehauptschalter verbunden habe gingen die Temperaturen über 100 Grad.
Und ganz wichtig das war keine Idee von Lars.
Aber auch schon in der Variante wie sie auf dem Foto zu sehen ist, müssen die Temperaturen deutlich über 70 Grad gelegen haben.

Das kann man an diesen Kabel gut erkennen, das ist das kleine Stück von der Sicherung zum Batteriehauptschalter.



Heute habe ich einen Test ohne Batteriehauptschalter und ohne Sicherung durchgeführt, mit der vorhanden Verkabelung.

45 Minuten die Alde auf 3 kw laufen lassen, dabei fließen 3.750 Watt, an allen Punkten unter 60 Grad.

Und die 60 Grad habe ich nur an dem Stromverteiler mit den Einzelsicherungen gemessen, die Kabel waren deutlich darunter.

Somit habe ich aus Unwissenheit einen zu kurzen Kabel zwischen der Hauptsicherung und dem Batteriehauptschalter verlegt.
Dafür möchte Lars nicht verantwortlich machen, den Mist habe ich selber gebaut.

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Stocki333 am 14 Apr 2020 17:49:39

Hallo Axel
Das Foto mit den kurzen Kabeln erinnert mich an meine erste Version der Verschaltung. Da wurde alles zu warm. auch am Hauptschalter. Der ging auch an die 90 Grad mit dem 2,5 KW WR. Darum die Lösung mit den Kupferschienen.
Bist also nicht der einzige der Mist gebaut hat, das erste mal.
Du kennst ja sicher den Spruch:
Das erste für den Feind, das zweite für den Freund und das dritte für sich selber.
Aber du bekommst das schon hin. Bin Neugierig auf deine Lösung. Und Kopf hoch. :mrgreen: :mrgreen:
Gruß Franz

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geralds am 14 Apr 2020 18:52:36

Hallo,

bei den oben verlinkten Bolzensicherungen ( --> Link ) sind die Widerstände angegeben. Selbst die 500A Sicherung erzeugt bei 300A ca. 20W. Auch wenn man 2x250A Sicherungen nimmt und mit je 150A belastet, bleibt es bei ca. 20W.
Da auch der Schalter eine nicht geringe Wärme erzeugt, ist es, wie ich oben schon mal schrieb, sinnvoll die beiden Wärmequellen möglichst gut zu trennen. Egal ob Streifensicherung oder Bolzensicherung.

Um eine gute Wärmeabfuhr zu sichern, würde ich soweit es geht mit Schienen (zumindest zwischen Sicherung(en und Schalter) arbeiten. In der Tiefe (weg vom Akku) ist Platz. Eventuell, falls sinnvoll, könnte auch der Schalter mit Abstand zum Trägerblech montiert werden, um zusätzlichen Platz (z.B. für die Minusschiene) zu schaffen. Die Schienen würde ich blank lassen und sie lieber mit einer Abdeckung schützen. Blanke Schienen erleichtern die Wärmeabgabe.

Für eine vollflächige Auflage der Kabelschuhe muss gesorgt werden, und natürlich keinesfalls Scheiben unter den Kabelschuhen verwenden.

Gruß Gerald

geralds am 14 Apr 2020 19:16:13

Hallo,

jetzt habe ich mich bei der Wärmeabgabe der Bolzensicherungen doch grausam verrechnet, es sind nur rund 8W.
ca. 20W wären es bei max. Strom der Sicherung gewesen.

Entschuldigung

Gruß Gerald

pfeffersalz am 16 Apr 2020 09:42:02

geralds hat geschrieben:Hallo,

jetzt habe ich mich bei der Wärmeabgabe der Bolzensicherungen doch grausam verrechnet, es sind nur rund 8W.
ca. 20W wären es bei max. Strom der Sicherung gewesen.

Entschuldigung

Gruß Gerald


Gerald, du hast dich nicht verrechnet. Siehe Datenblatt. Die 500 A Sicherung hat einen Spannungsfall von 70 mV, das sind bei 300 A 21 Watt. Über den Kaltwiderstand 0,065 Ohm gerechnet wären es nur 19,5 Watt. Unerheblicher Unterschied.

Leider gibt der Lieferant der Anlage keinen Antwort zur Frage nach dem vorgesehenen Nennstrom der Anlage. Das ist schon sehr seltsam? Auch fehlt hier die Information, wie die Anlage gegen Überlast abgesichert ist? Die Schmelzsicherung von 500 A ist nur ein reiner Kurzschlussschutz bzw. Leitungsschutz. Sieht man an der Auslösekennlinie.

Dem TE geht es wohl eher ums Selbst-Basteln und experimentieren, sonst würde er selbst die Frage stellen was man eigentlich grundsätzlich falsch gemacht hat.

Ich sehe hier im Zusammenhang mit diesem Thread eher das Problem, dass leichtgläubige Forenmitglieder denken, sie könnten sich eine solche Anlage mit 700 Ah Winston-Zellen kaufen und dann 500 A Nennstrom bzw. Leistungen über 5 kW aus der Batterie ziehen. Das geht so nicht.

lisunenergy am 16 Apr 2020 10:40:22

Leider gibt der Lieferant der Anlage keinen Antwort




Erst einmal habe ich hier einen Namen und ich muss auf Anspielungen nicht antworten! Die Komponenten wurden einzeln erworben, und es ist kein Projekt. Am Anfang der Anlage war es ein Wechselrichter und ein 250 A Relais.
Wenn Du in deiner Weisheit helfen möchtest, so beantworte dem Fragesteller die Frage, und zeige Lösungen auf.

In diesem Sinne

pfeffersalz am 16 Apr 2020 11:12:15

lisunenergy hat geschrieben:Erst einmal habe ich hier einen Namen und ich muss auf Anspielungen nicht antworten! Die Komponenten wurden einzeln erworben, und es ist kein Projekt. Am Anfang der Anlage war es ein Wechselrichter und ein 250 A Relais.
Wenn Du in deiner Weisheit helfen möchtest, so beantworte dem Fragesteller die Frage, und zeige Lösungen auf.

In diesem Sinne



Ich sehe bei deinem Post keinen Namen. Muss nicht sein, dafür gibt es den Nickname. Also soll ich dich in Zukunft statt mit Lieferant mit Firma Lisunenergy ansprechen? Geht klar.

Frage an Fa. Lisunenergie: Wie ist denn der vorgesehene Nennstrom der Anlage für die der 500 A Schalter und die 500 A Sicherung verkauft wurde? Keine Anspielung, sondern zum dritten Mal die gleiche Frage.

Die Frage des TE habe ich bereits beantwortet. Sogar mit klaren Angaben und Datenblatt.

lisunenergy am 16 Apr 2020 14:58:08

Unsere Empfehlung liegt bei 3KW Dauerbelastung. Hier ist es aber sehr abhängig von Einbauort und Umgebungstemperaturen. Für kurze Lasten gehen auch 5kw. Das Bluesea Relais hat eine Dauerbelastung von 500A bei 2 mal 120mm2 Wärmeabfuhr. Der normale Wohnmobil Fahrer heizt bei 12 volt Systemen nicht mit Strom von 3kw und mehr. Hier geht man dann auf 24 volt.

Energiemacher am 16 Apr 2020 16:06:22

pfeffersalz hat geschrieben:
Ich sehe bei deinem Post keinen Namen. Muss nicht sein, dafür gibt es den Nickname. Also soll ich dich in Zukunft statt mit Lieferant mit Firma Lisunenergy ansprechen? Geht klar.



Ich Frage mich, was diese großspurige Art soll?
Es ist ja schön wenn du dich hier profilieren willst, aber mich stört es beim Lesen doch sehr.

Vielleicht kannst du ja einfach mal einen Gang zurück schalten?
Es ist dir hier ja niemand sonst wo abgefallen. :roll:

Und wenn du schon so überkorrekt sein willst. Der Nickname lautet Lisunenergy und nicht Firma Lisunenergy.

Danke dir!

pfeffersalz am 16 Apr 2020 17:30:19

lisunenergy hat geschrieben:Unsere Empfehlung liegt bei 3KW Dauerbelastung. Hier ist es aber sehr abhängig von Einbauort und Umgebungstemperaturen. Für kurze Lasten gehen auch 5kw. Das Bluesea Relais hat eine Dauerbelastung von 500A bei 2 mal 120mm2 Wärmeabfuhr. Der normale Wohnmobil Fahrer heizt bei 12 volt Systemen nicht mit Strom von 3kw und mehr. Hier geht man dann auf 24 Volt.


Danke für die Antwort. Der Hinweis mit den 24 Volt ist der Wichtigste.

3 KW Dauerbelastung bei rund 13 Volt sind 230 A. Das hört sich vernünftig an. Der TE übertreibt es also mit seiner Belastung, und wundert sich. :oops:

lisunenergy hat geschrieben:Die Komponenten wurden einzeln erworben, und es ist kein Projekt. Am Anfang der Anlage war es ein Wechselrichter und ein 250 A Relais.
Wenn Du in deiner Weisheit helfen möchtest, so beantworte dem Fragesteller die Frage, und zeige Lösungen auf.


Weiter oben habe ich schon die Hinweise zur gezeigten, ungeeigneten Verkabelung für den beabsichtigten Einsatz gegeben. Nicht umsonst schmelzen die Kabel!

Hier nochmals zusammenfassend meine Empfehlungen für TE, Lisunenergie, die Leser des Threads und zukünftige Anwender für solche hohe Ströme:

- Schalter Blue-Sea für UVP/OVP ist zwar nominal bis maximal 500 A belastbar, aber: das ist die absolute Grenze, empfehlenswert sind ca. 10 - 20% weniger
- Schmelz-Sicherung ist in diesem Fall nur für Kurzschlussschutz geeignet, nicht für Überlastschutz in einer sehr knapp ausgelegten Anlage! 500 A Sicherung ist für 300 A Dauerbelastung grenzwertig klein, besser eine Stufe größer wählen.
- geeigneter Überlastschutz fehlt, da der Wechselrichter sogar noch höhere Leistung ziehen kann, hier ist Handlungsbedarf. Ürberlastrelais benutzen (teuer) oder Hinweis: Smart-Shunt mit Schaltausgang benutzen, z.B. 320A einstellen und in UVP-Auslösepfad für Blue-Sea einschleifen. (Hinweis für Fa. Lisunenergie)
- Verkabelung mit Hochflex-Lautsprecherleitung (feindrähtige Leitung) ist falsch gemacht (mit Sechskantpressung gecrimpt), es müssen geeignete Rohrkabelschuhe mit Dorn-Crimp-Werkzeug (oder Mehrdorn je nach Kabelschuh) verwendet werden. Lesestoff für den TE und den Energiemacher: --> Link
- die Kontaktwerkstoffe gehören direkt aufeinander: keine Scheiben zwischen die Leiter!
- Verschraubungen benötigen jeweils eine Spannscheibe vor der Mutter und müssen mit Drehmomentschlüssel angezogen werden!
- alle verschraubten Kontaktstellen mit NOALOX Polfett oder ähnlich gegen Korrosion durch Betauung schützen.

Sind eigentlich alles altbekannte Dinge. Für den Tip "Überlastschutz mit Hilfe des Batterieshunt" benötige ich keine Tantiemen. :wink:

lisunenergy am 16 Apr 2020 17:55:44

Oder anders.
Das Relais kann eine 500A Dauerbelastung. Im Datenblatt steht wie hoch es als Überlast benutzt werden darf. Da geht ordentlich was.
Als Sicherung kann man auch eine NH Sicherung verwenden. Diese benötigt aber extrem Platz. Die Dornpressung wird bei unseren Kabeln durchgeführt. Eine Sechskanntpressung geht auch, wenn Kabelschuhe, Kabel und Zange zusammen passen.
Keiner ist perfekt, und wir sind hier im Austausch, wo es fair und freundschaftlich zugeht. Helfen und nicht belehren!

hmarburg am 16 Apr 2020 18:15:00

pfeffersalz hat geschrieben:...Verkabelung mit Hochflex-Lautsprecherleitung (feindrähtige Leitung) ist falsch gemacht (mit Sechskantpressung gecrimpt), es müssen geeignete Rohrkabelschuhe mit Dorn-Crimp-Werkzeug (oder Mehrdorn je nach Kabelschuh) verwendet werden. Lesestoff für den TE und den Energiemacher: --> Link ...


Sechskantpressung mit ausreichenden Pressdruck und ordentlichen Kabelschuhen an feindrähtigen Leitungen ist nicht falsch.

holger65 am 16 Apr 2020 18:29:51

...und die 2 Multis kann man dahingegen auch via Assistenten programmieren.....

Aber Sinn macht das alles nicht....Er hat eine große Kapazität, 2 Multis und will die Leistung nutzen. Logisch, würde ich auch wollen bei so einer Anlage.

Ich finde es toll, wenn Foristen Ahnung von der Materie haben und diese auch teilen.....

Aber Hochnäsigkeit und Oberlehrertum kommt nicht gut in Foren :P

.

ManfredK am 16 Apr 2020 18:47:02

holger65 hat geschrieben:Aber Hochnäsigkeit und Oberlehrertum kommt nicht gut in Foren :P


Ich kann dich verstehen - aber wenn es der Sache hilfreich ist, sollte man sich einfach mal nicht an der Wortwahl stören, sondern mal für die Infos dankbar sein.

lowbattery am 16 Apr 2020 18:58:03

holger65 hat geschrieben:...und die 2 Multis kann man dahingegen auch via Assistenten programmieren.....

... man kann sie auch direkt an Bat+ anschließen und per BMS schalten. Wie von Victron eigentlich vorgesehen, die haben sich ja vermutlich etwas dabei gedacht, wenn sie Lösungen mit 6kW auf 12V anbieten: --> Link. Nachteil ist ggf. der Standby-Verbrauch der abgeschalteten Multis.

Victron schreibt übrigens eine 400A Sicherung pro Multi vor. Dann gehen auch die vollen 6kW.

Gruß,
Stefan

holger65 am 16 Apr 2020 19:17:42

ManfredK hat geschrieben:
Ich kann dich verstehen - aber wenn es der Sache hilfreich ist, sollte man sich einfach mal nicht an der Wortwahl stören, sondern mal für die Infos dankbar sein.


Das stimmt allerdings :ja:

Holger

andwein am 17 Apr 2020 12:31:07

holger65 hat geschrieben:....Er hat eine große Kapazität, 2 Multis und will die Leistung nutzen. Logisch, würde ich auch wollen bei so einer Anlage. Ich finde es toll, wenn Foristen Ahnung von der Materie haben und diese auch teilen.....Aber Hochnäsigkeit und Oberlehrertum kommt nicht gut in Foren .

Jemanden der solche Leistungsklassen bbauen und benutzen möchte auf die Vorteile einer 24V Anlage hinzuweisen finde ich nicht oberlehrerhaft. Jeder, der sich wirklich mit der Materie beschäftigt müsst von selbst darauf kommen. Ich habe bisher nur mitgelesen und mich gewundert, aber OK, des Menschen Wille ist sein Himmelreich. Aber spätestens bei Anlagen über 2-2,5kW sollte man mit dem Basteln aufhören und das Ganze von vorn vernünftig durchplanen, man landet dann automatisch bei einem 24V Kernsystem.
Ist aber nur meine Meinung als Elektroniker, Gruß Andreas

pfeffersalz am 17 Apr 2020 12:42:58

lisunenergy hat geschrieben:Oder anders.
Das Relais kann eine 500A Dauerbelastung. Im Datenblatt steht wie hoch es als Überlast benutzt werden darf. Da geht ordentlich was.
Als Sicherung kann man auch eine NH Sicherung verwenden. Diese benötigt aber extrem Platz. Die Dornpressung wird bei unseren Kabeln durchgeführt. Eine Sechskanntpressung geht auch, wenn Kabelschuhe, Kabel und Zange zusammen passen.
Keiner ist perfekt, und wir sind hier im Austausch, wo es fair und freundschaftlich zugeht. Helfen und nicht belehren!



Manchmal frage ich mich, ob hier der 1.April als Dauerdatum eingestellt ist. :roll:

Eine NH-Sicherung ist wie der Nahme schon sagt (Niederspannungs-Hochleistungs-Sicherung) für Niederspannung (Schaltvermögen ungefähr 440 V AC, 250 V DC) ausgelegt. Für den TE mit seinen 500 A wäre das eine NH00 Baugröße 3. Je nach Hersteller haben diese Sicherungen ungefähr folgende Daten:

Gewicht 1 kg, (Halter ein weiteres kg)
Verlustleistung 50 Watt.

Wer sich informieren will, bitteschön: --> Link ab Seite 11.

pfeffersalz am 17 Apr 2020 12:47:42

Um nochmal auf das Klemmenthema einzugehen:

Der TE zeigt fogendes Bild:

Bild

Am unteren Kabelstück, Rohrkabelschuh rechts sieht man, dass die Schmelze zwischen die Klemmstelle gelaufen ist. Also war der Kabelschuh nicht ordnungsgemäß verschraubt.

lisunenergy am 17 Apr 2020 13:14:17

--> Link

Bei Dir mag zwar der 1. APRIL sein aber hier werden diese auch verwendet.
Die haben aber bestimmt keine Ahnung!?

gespeert am 17 Apr 2020 13:26:12

At Pfefferstreuer,

Das war ja auf den Bildern auf Seite 1 ja zu sehen, teils lagen Scheiben zwischen den Kabelschuhen.
Das mußte heiß werden!!

6kant Pressung ist auch bei Feindraht kein Problem wenn man es richtig macht. Meine hielten immer und waren auch bei Prüfung mit ner IR Kamera unauffällig. Trotzdem gilt es immer zu optimieren, wenn es besser geht, dann nehme das Bessere.

At TE
Wie sieht es aus, die Akkus und WR über ne abgesetzte Sammelschiene zu koppeln wo man auch mit 120 qmm+ anklemmen kann??

pfeffersalz am 17 Apr 2020 13:37:57

lisunenergy hat geschrieben:https://ecs-online.org/Selbstbau-komplett-Sets/12V-Systeme/SET_400AH_12V_BMS_VIS::159.html

Bei Dir mag zwar der 1. APRIL sein aber hier werden diese auch verwendet.
Die haben aber bestimmt keine Ahnung!?


:?: Willst du damit sagen dass du deine Empfehlungen für Produkte von anderen Anbietern kopierst? Der Schuß kann nach hinten losgehen. :|

gespeert am 17 Apr 2020 13:56:56

Was heißt kopieren?
Stand der Technik bedeutet, daß eine identische Montage auch woanders eingesetzt wird, bei ECS mit einigen Zusatzangaben zum Auslegungsfall. Da dürften auch einige angebratene Kabel aufgeschlagen sein.

Die Sache mit dem Einschaltstromstoß ist auch noch interessant hinsichtlich Magnetwirkung und damit zu betrachtender Befestigungsart der Leiter.

Aber auch im vorliegenden Akku des TE gibt es noch einige gefährliche Böcke, bspw. die Rückleitung der dünnen Masseschiene zum Shunt. Diese ist seitens Masseschiene mit zwei Einzelleitern angeschlossen. Die zwei Masseleiter laufen auf die Shuntschraube. Falls ein Kontaktpunkt der Masseschiene versagt, wird der andere Restleiter Feuer fangen da überlastet. Dieser Fehler wird nicht abgefangen.

Daher mein Vorschlag einen Fachmann hinzuziehen und den gesamten Block sowie die restliche Installation zu prüfen.

Axel1960 am 17 Apr 2020 16:52:56

pfeffersalz hat geschrieben:Um nochmal auf das Klemmenthema einzugehen:

Der TE zeigt fogendes Bild:

Bild

Am unteren Kabelstück, Rohrkabelschuh rechts sieht man, dass die Schmelze zwischen die Klemmstelle gelaufen ist. Also war der Kabelschuh nicht ordnungsgemäß verschraubt.


Nein da muss ich widersprechen was dort rausgelaufen ist, der Kleber vom Schrumpfschlauch.

Axel1960 am 17 Apr 2020 16:54:45

Moderation:Bitte nutze die Zitatfunktion, wenn Du Mitglieder zitieren willst - dies macht es den anderen Nutzern leichter, Deine Texte von den Zitatinhalten zu unterscheiden. Das unvollständige Zitat wurde entfernt.



Für eine 24 Voltsystem ist im Batteriefach kein Platz, daher 4 x 700 AH Zellen.

gespeert am 17 Apr 2020 17:08:26

Er meinte daß da der Kleber auf der Unterseite des Kabelschuhs nicht sein darf wenn da sauber geklemmt worden wäre.

Axel1960 am 17 Apr 2020 17:11:49

Ja es ist richtig das zwischen Kabelschuhen keine Unterlegscheiben gehören, aufgrund der geringen Platzverhältnisse hatte ich mich für diese extrem flexibelen Kabel entschieden.
Und nein es wird nicht an den Kabelschuhen heiß, auch wenn sich dort Unterlegscheiben befinden.

Also noch mal, ich habe die Hauptsicherung nun weggelassen und den Batterieswitsch ohne Sicherung angeschlossen, nun besteht kein Temparaturproblem mehr, auch mit all den Unterlegscheiben.

Dennoch habe ich die Verkabelung auf das notwendigste reduziert.



Weiter ist ein Sicherungshalter verbaut, dieser hat eine Verbindungsschiene von 70 mm2, deshalb werde ich hier noch eine zweite Schiene zubauen.

Die neue Verkabelung wird eine 108 mm2 von Fraron, das werden dann 30 cm vom Batteriehauptschalter zum Sicherungshalter.


Axel1960 am 17 Apr 2020 17:12:51

gespeert hat geschrieben:Er meinte daß da der Kleber auf der Unterseite des Kabelschuhs nicht sein darf wenn da sauber geklemmt worden wäre.


Das ist so aber nicht richtig, erhitze ich den bereist geschrumpften Schrumpfschlauch erneut,wird der Kleber weich und verläuft.

Axel1960 am 17 Apr 2020 17:27:16

Aber richtig ist schon das diese beiden Kabelschuhe nicht vollflächig aufeinander liegen, scheinbar habe sie sich beim verschrauben etwas verbogen.

Axel1960 am 17 Apr 2020 17:59:26

Und hier ein Foto von der originalen Absicherung bei Phoenix ab Werk.


gespeert am 17 Apr 2020 18:13:11

at Pfefferstreuer

Hier sind deine NH Sicherungen!!

Es gibt aber auch entsprechende Automaten. Wichtig ist das Lichtbogenlöschvermögen (deswegen NH)

Die KS liegen vollflächig auf bei der Originalabsicherung und die Schienen sind nicht wärmeisoliert. Das ist wichtig.

andwein am 18 Apr 2020 13:08:20

Axel1960 hat geschrieben:.....Für eine 24 Voltsystem ist im Batteriefach kein Platz, daher 4 x 700 AH Zellen.

Klar, Platz ist ein Problem, aber Wärmestau, sehr hohe Strombelastung für die Kabel und deren Verbindung aber halt auch!
Aber fürs Umstellen ist der Umbau halt schon zu weit fortgeschritten.
Die meisten Gabelstabler fahren auch nicht mit einem 12V Bordnetz und Ford und Audi geh in den nächsten Jahren auf ein 48V Netz und ich spreche hier nicht von Elektrofahrzeugen!
Selbst wenn man hochflexible Schweißkabel verwendet, das größte Problem bei Übergangswiderständen sind immer Kabelschuhe und Verschraubungen.
freundlichste Grüße, Andreas

MountainBiker am 18 Apr 2020 13:33:47

Hallo,

die höhere Spannung erzeugt aber auch andere Probleme - bei Gleichstrom entstehen ab ca. 12V Lichtbögen, bei ca. 30V werden diese dauerhaft und verlöschen nicht von selbst, das stellt an die Schaltertechnik große Herausforderungen!

Die Probleme des TE sind vielfältig - ich denke auch die Zellverbindungen sind zu prüfen, alle Kabel und Kabelschuhe sind professionell auszuführen, die hier vorgestellten Stromschienen sind nicht geeignet, werden stromschienen verbaut sind diese nicht nur einfach mit einer Schraube zu verbinden hier entsteht der Kontaktdruck sehr begrenzt. Die 60V-Anlagen mit Lastströmen >200A die ich kenne sehen anders aus, das sind sehr viel größere Profile, die mit min. 4 Schrauben verbunden werden. Auch die Kabelschuhe benötigen eine ausreichend große Auflägefläche und Kuperschrauben verwenden (Edelstahl ist ein schlechter Leiter, da ist Messing schon erheblich besser). Die dargestellten schweren NH-Sicherungen sind übrigens die einzigen denen ich bei einer 24V-Anlage vertrauen würde Ströme von >200A trennen.

Es wird hier auch ein wenig das Thema Maximalleistung fehlinterpretiert, maximal-Parameter sind keine Werte für einen dauerhaften (>1h) Betrieb. Anlagen für einen dauerhaften Betrieb >200A und vielen Schaltvorgängen sehen anders aus, auch das bei mir verbaute Philipi-Relais würde bei ca. 100 Auslösungen >200A abgebrannt sein (nur eine Annahme aufgrund der Baugröße, keine Edelgasfüllung).

Nur meine Meinung dazu!

Rockerbox am 18 Apr 2020 13:38:16

Nur interessehalber:

Wie oft finden denn Schaltvorgänge UNTER LAST statt?

Das sollte doch eher die Ausnahme sein oder?

MountainBiker am 18 Apr 2020 14:11:47

Hallo Adi,

natürlich gibt es hier Unterschiede zwischen einer Industrie Kleinspannungsanlage 60V und Wohnmobilen! Die mir bekannten Anlagen sind für einen Betrieb von 50 Jahren ausgelegt, mindestens 2x pro Jahr werden bei Wartungsarbeiten normalerweise "Umschaltungen" durchgeführt - bei anderen Industrieanlagen eventuell bei Lastumsschaltungen mehrmals am Tag!

Im Wohnmobil ist das Trennrelais ja eine Schutzschaltung, wobei ich nicht weis, ob der TE nicht damit auch Dinge tut die er nicht sollte. Ich wollte nur auf den Unterschied von betriebssicheren Industrieprodukten und "Spielzeug" aufmerksam machen. Auch ich benutze dieses Spielzeug aber nicht mit dem Betriebsparametern des TE.

Ich habe auch schon mal als Betriebselektriker in einer Raffinerie gearbeitet. Wie "gespeert" in einem anderem Beitrag geschrieben hat, wenn eine Verbindung mit >300A schaltet, pass auf die Befestigung auf. Erfahrung aus Prüfungen der Sicherheitseinrichtungen (Kurzschluß) - ein Kabel das lose rumliegt - stehe nicht im Weg!

MountainBiker am 18 Apr 2020 14:43:50

Nachtrag:

das verwenden von mehreren kleineren Kabeln ist gefährlich, denn größere Kabel haben größere (zum Teil viel größere und schwerere) Kabelschuhe mit größerer Kontaktfläche und besserer Wärmeleitung!

Meine Meinung dazu!

gespeert am 18 Apr 2020 16:37:49

At Rockerbox,
einige Schaltelemente sollen regelmäßig geschalten werden zum "Reinigen und Pflegen der Kontakte".
Das kann richtig fiese Effekte geben.

Wie schon gesagt, das soll sich mal jemand aus dem Hochstrombereich vor Ort ansehen.
Womöglich müssen noch Kühler verbaut oder Gehäuse angepaßt werden, das Fach ist definitiv kein Stauraum mehr und mit Funkenschlägen ist im Ernstfall immer zu rechnen.

geralds am 18 Apr 2020 16:52:50

MountainBiker hat geschrieben:Nachtrag:

das verwenden von mehreren kleineren Kabeln ist gefährlich, denn größere Kabel haben größere (zum Teil viel größere und schwerere) Kabelschuhe mit größerer Kontaktfläche und besserer Wärmeleitung!

Meine Meinung dazu!


Im Kraftwerksbau haben wir auch schon mal 3 Kabel parallel verlegt. Ist im höheren Spannungsbereich wegen der dicken Isolierung (und der damit verbundenen Biegeradien) oft vertreten.

Gruß Gerald

MountainBiker am 18 Apr 2020 17:26:17

Ja, und zwar richtig parallel verlegt (eigenes Anschraubterminal), und nicht übereinander geschraubt!

lisunenergy am 18 Apr 2020 19:42:17

Die separaten Sammelschienen habe ich angeboten.
Das 500A Relais ist extra dafür gebaut und kostet auch richtig Geld.
Ich finde es extrem wichtig, das man hier sich gegenseitig hilft, und dem Fragesteller eine freundliche Hilfe anbietet. Leider ist es hier gern so, dem hilfesuchenden noch richtig eins reinzutreten. Bei der eigenen Frau verschwindet man unter dem Tisch. Einfach nur traurig was hier los ist!

gespeert am 18 Apr 2020 22:55:38

Leider steht man nicht neben dem Mobil.
Dann wäre einiges klarer.

MountainBiker am 19 Apr 2020 08:00:03

Hallo Lars,

ich stimme Dir zu, wenn man das Material korrekt verbaut und bestimmungsgemäß verwendet, dann wird das sicher funktionieren, leider ist die korrekte mechanische und elektrische Verarbeitung des Materials nicht mit einem 2zeiler erklärbar und der TE bewegt sich in einem Lastbereich, bei dem Strom auch bei kleiner Spannung gefährlich wird.

Meine Meinung dazu!

pfeffersalz am 19 Apr 2020 10:03:29

Axel1960 hat geschrieben:Also noch mal, ich habe die Hauptsicherung nun weggelassen und den Batterieswitsch ohne Sicherung angeschlossen, nun besteht kein Temparaturproblem mehr, auch mit all den Unterlegscheiben.

Dennoch habe ich die Verkabelung auf das notwendigste reduziert.



Und wie sicherst du die Anlage ab Batterie nun gegen Kurzschluss und wie gegen Überlast?

Hinweis zu deinen Bild:

Masseschiene: Mehrere Kabel an einen Bolzen verschraubt (schlecht), obwohl daneben 2 Bolzen und 4 Bohrungen frei sind. Warum? Sind dir die Muttern ausgegangen? Wenn zuwenige Bolzen: Das Kabel mit dem höchsten Strom ganz nach unten (zur Schiene) , darüber max. ein Kabel mit gleich großem Kabelschuh, dann eine Spannscheibge, dann die Mutter. Die Kabel mit der höchsten Belastung nebeneinander in die Mitte der Schiene. "Spannscheibe" "Schnorrscheibe" googeln! --> Link
Sicherungshalter: Wenn du die Kabelanschlüsse unter die Sicherung legst, dann brauchst du beim Sicherungstausch nicht die Kabel bewegen.

offtopic:

gespeert hat geschrieben:At Pfefferstreuer,

Das war ... ??

gespeert hat geschrieben:at Pfefferstreuer

Hier sind deine NH Sicherungen!!
... Das ist wichtig.


lisunenergy hat geschrieben:.... Bei der eigenen Frau verschwindet man unter dem Tisch. Einfach nur traurig was hier los ist!


:?: Foristen beleidigen? Muss das sein? Lieber fachgerechten Rat geben.

geralds am 19 Apr 2020 11:54:46

Hallo Axel,

mal als Anregung in welche Richtung ich beim Aufbau denke.
Da ich kein vernünftiges Zeichenprogramm habe, habe ich aus Deinen Bildern und Paint was zusammengeschustert.
Ich würde soweit als möglich mit Schienen arbeiten. Z.B. 30x5mm (gibts bei ebay)

Minus:
Shunt wie auf dem Bild. Von da aus mit einer Schiene nach unten und dann 90° abgewinkelt parallel zum Boden.
Die Schiene könnte damit --> Link abgestützt werden. Den waagerechten Teil der Schiene als Verteiler für Minus verwenden.

Plus:
An den Winkel des Akku´s die Sicherung (max. 400A). Die 2. Seite der Sicherung auch mit --> Link abstützen und mit einer Schiene, ähnlich wie auf dem Bild dargestellt, zum Schalter.
Die Abgangsseite des Schalters ebenfalls als Winkel. Der waagerechte Teil des Winkels (parallel zum Boden) könnte eventuell direkt für Abgänge zu den Multiplus verwendet werden. Die Schiene endet dann auf Deinem Plusverteiler (eventuell über eine Querverbindung, ebenfalls als kurzes Schienenstück) von dem alle anderen Leitungen über Sicherungen abgehen.



Ob das vom Platz her geht müsste noch geprüft werden. (Eventuell den waagerechten Teil der Minusschiene mit etwas mehr Abstand zum Boden)
Mal als grobe Idee.

Gruß Gerald


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