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Wohnmobile - Haltbarkeit und Fehler beim Bau


rkopka am 20 Apr 2020 17:37:04

Kein neues Thema. Ich lese gerade eine WOMO Zeitschrift, wo sie über Dauertestfahrzeuge schreiben, die zwar einige km aber wenig Alter haben. Außerdem sollten die Fahrzeuge doch wesentlich besser vor der Übergabe getestet sein als die üblichen.

Das Billigmobil hat kaum einen Klagepunkt (18.000km).
Der superteure Mercedes Kawa (€120.000) hat mehrere Probleme, MBUX zieht wohl mehr Strom als das Ladegerät bringt (hat das keiner gemessen?), bei 9.300km ist erst der Anlasser und dann der Motor hinüber ! Bewertung: Motor und Getriebe sind Klasse ???
Erschwinglicher(?) Kawa bei 70.000km: Fehlkonstruktionen, Teile klemmen oder sind nicht mehr fest. Der Zahn der Zeit bei den km ?
Erschwinglicher TI: bei 34.000km: Verarbeitungsmängel, Aufbaugeräusche nehmen zu...

Mir scheint Preis und Qualität bewegen sich in entgegengesetzten Richtungen. Ein Womo hat man doch normalerweise für Jahre. D.h. 10 Jahre und 120.000km sind normal kein Thema und bei den heutigen Preisen liegt man wohl noch mindestens beim halben Neupreis.

RK

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Mann am 20 Apr 2020 17:41:20

rkopka hat geschrieben:Mir scheint Preis und Qualität bewegen sich in entgegengesetzten Richtungen. Ein Womo hat man doch normalerweise für Jahre. D.h. 10 Jahre und 120.000km sind normal kein Thema und bei den heutigen Preisen liegt man wohl noch mindestens beim halben Neupreis.

RK


Ich habe heute auch gelesen, in einer großen gelb/ blauen Wohnmobilzeitschrift online, dort steht sinngemäß es ist besser geworden und mehr Mängel gibt es nur weil mehr Fahrzeuge gebaut werden und überhaupt sind wir Kunden ganz schön pingelig.

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

chrisc4 am 20 Apr 2020 18:04:22

Ich war selbst vor vielen Jahre in einer Anwendungstechnik beschäftigt, da wurde sehr intensiv getestet nach möglichen Fehlern gesucht. Mit speziellen Geräten wurde eine Nutzung bzw. eine Alterung simuliert, das ging bis zu zwei Jahren, bis eine neues Produkt im Markt eingeführt wurde.
Das gibt es heute nicht mehr, es gibt Wahrscheinlichkeitsberechnungen, Kosten/Nutzen. Man geht heute lieber das Risiko ein, dass Ware zurückgerufen werden müssen, wenn es gar nicht mehr anders geht, das ist billiger als eine teure Anwendungstechnik-Abteilung.
Der Endkunden ist nun der Tester, bei vielen Reklamationen wird es beim nächsten Modelljahr vielleicht etwas geändert, sonst wird abgestritten, dass es ein Serienprobleme gibt. Das ist mittlerweile leider so!

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Bodimobil am 20 Apr 2020 18:16:39

Das was die Software Industrie mal eingeführt hat (Bananen Produkte die durch Software Updates beim Kunden reifen) haben sich andere Branchen nun abgeguckt.
Bei den Rückrufen werden ja meist nur die Sicherheitsrelevanten einer größeren Öffentlichkeit bekannt. So z.B. Gurtschlösser, ABS oder Airbag die nicht richtig funktionieren.
Bei meinem PKW fiel nach wenigen Wochen (Neuwagen) das im Hauptscheinwerfer integrierte LED Tagfahrlicht aus. Beide Hauptscheinwerfer wurden sofort komplett ausgetauscht. Der Händler hatte die schon auf Lager. War ein bekanntes Problem. Die haben nur gewartet bis ich komme :lol:
Es kann immer was kaputt gehen. Aber ganze Serien ... :wall:

Gruß Andreas

ConcordeAlex am 20 Apr 2020 18:28:12

Ich konnte einen ähnlichen Trend beobachten. Unser Mobil (Concorde) hat inzwischen 23 Jahre auf dem Buckel und fast 200.000Km. Es wird und wurde benutzt, was sich an so manchen Stellen bemerkbar macht. Dennoch ist es nicht Schrott oder macht Anstalten, demnächst den Geist aufzugeben. Letztes Jahr haben wir uns bei einem Händler mal einige Modelle eines namhaften Herstellers angeguckt und sind fast hinten über gefallen. Preise im hohen fünfstelligen oder niedrigen sechsstelligen Bereich und eine Qualität, die diese Preise in keinster Weise widerspiegelt. Im Innenausbau billigstes Holz(-furnier), das, überspitzt gesagt, schon beim angucken auseinander fällt. Sobald jemand die Mobile betreten hat, hat der gesamte Innenausbau gearbeitet. Die Klappen, Schubladen und Türen wackelten fröhlich vor sich hin. Nicht weil die Beschläge schlecht, lose oder falsche eingestellt waren, sondern weil das Material einfach schlecht war. Und von den Verkabelungen, Rohrverlegungen und sonstigen Dingen "hinter den Blenden" möchte ich gar nicht sprechen. Einfach nur Katastrophe.

Ich denke, die Entwicklung ist dem Bedarf geschuldet. Die Nachfrage ist die letzten 5-6 Jahre extrem gewachsen. Kein Hersteller möchte sich dieses Geschäft entgehen lassen und versucht entsprechend viele Fahrzeuge zu produzieren bzw. seine Kapazitäten zu steigern. Leider bleibt dort teilweise die Qualität enorm auf der Strecke. Was die Hersteller in ihrem Tun jedoch bekräftigt ist, dass die Fahrzeuge trotzdem gekauft werden/wurden und der Großteil entweder damit zufrieden ist oder die evt. vorhandenen Mängel gar nicht merkt.

pwglobe am 20 Apr 2020 18:49:44

Hallo,
nachdem wir längere Zeit nach einem neuen Wohnmobil gesucht haben und uns auch verschiedene Neufahrzeuge der gehobenen Mittelklasse zwischen 90.000 und 130.000€ angesehen haben, waren wir von der Verarbeitungsqualität sehr enttäuscht. Man merkt hier deutlich den Zwang zur Gewinnoptimierung, darunter leidet dann zwangsläufig die Qualität.
Wir haben uns dann für ein gebrauchtes Fahrzeug (4 Jahre alt) der Oberklasse entschieden.
Wir sind von der Qualität unseres Phoenix begeistert, nach einem Jahr und mehreren Urlauben, im Sommer, Herbst und Winter, gibt es keinen einzigen Kritikpunkt.

Alter Hans am 20 Apr 2020 18:59:11

Kann hier mit meinem Eigenbau eigentlich nicht mitreden.
Aber: " Dauertests" über wenige Monate und über wenige tausend Kilometer sind wohl ein Witz.
Ein Jahr mit 30 kKm oder mehr wäre aussagekräftiger.
Mein Eigenbau hatte mich zwar sehr lange beschäftigt bis er fertig war, ist aber nun nach gut 18 Jahren und 330 kKm noch nicht klapprig. Reparaturen an der Einrichtung sehr wenig. Am Trägerfahrzeug übliche Verschleissrep. an Fahrwerk u.a.
Keine Motor- oder Getriebeschäden bisher.

schnecke0815 am 20 Apr 2020 19:10:25

Meiner Meinung gibt es eine einfache Lösung - ein Zentralregister in dem in diesem Fall alle in Deutschland zugelassenen Wohnmobile
ab der Erstzulassung inkl. aller Wartungen mit Km-Stand, Unfällen, Reparaturen etc. gespeichert werden.

Die Registrierung ist verpflichtend, jeder Besitzer und jede Werkstatt hat die Historie bei Rechnungsstellung zu melden bzw. zu ergänzen ebenso die
Versicherungen bei Schäden. Werbefinanzierte Provisionen könnten bei Einträgen gezahlt werden, bei Abfragen (z.B. Gebrauchtwagenkauf)
kann die gesamte Historie gegen entsprechenden Obulus abgefragt werden.

Somit wären Qualitätsauswertungen möglich, Betrügereien würden erschwert.

rkopka am 20 Apr 2020 19:34:53

chrisc4 hat geschrieben:Ich war selbst vor vielen Jahre in einer Anwendungstechnik beschäftigt, da wurde sehr intensiv getestet nach möglichen Fehlern gesucht. Mit speziellen Geräten wurde eine Nutzung bzw. eine Alterung simuliert, das ging bis zu zwei Jahren, bis eine neues Produkt im Markt eingeführt wurde.

So lange haben auch wir nicht. In bin in der SW Entwicklung und aus eigener Erfahrung setze ich mich immer dafür ein, möglichst früh Anwendungen einfach laufen zu lassen, weil manche Probleme erst irgendwann auftreten.

Das gibt es heute nicht mehr, es gibt Wahrscheinlichkeitsberechnungen, Kosten/Nutzen. Man geht heute lieber das Risiko ein, dass Ware zurückgerufen werden müssen, wenn es gar nicht mehr anders geht, das ist billiger als eine teure Anwendungstechnik-Abteilung.

Manches kann man realistisch nicht testen, da muß man auf Berechnungen zurückgreifen. Wir sind aber im kommerziellen Bereich. Da ist Testen lebenswichtig (für die Firma, zum Glück nicht für Menschen). Unsere Kunden akzeptieren kein Reifen im Betrieb oder zumindest nur in sehr kleinen Dosen und natürlich auf unsere Kosten.

Mein Womo zeigt mit 87.000km/8Jahre auch einige Schwächen, hauptsächlich die dämlichen Pushlocks und die schlechten Umleimer. Aber das ist auch ein sogenanntes "Billigwomo". Wobei billig relativ ist. Wenigstens keine Fehlkonstruktionen, nur einige fehlende Features (Licht, Steckdosen), die nachgerüstet wurden. Inzwischen ist man ja schon damit zufrieden.

RK

gastino am 20 Apr 2020 20:09:27

chrisc4 hat geschrieben:Das gibt es heute nicht mehr, es gibt Wahrscheinlichkeitsberechnungen, Kosten/Nutzen. Man geht heute lieber das Risiko ein, dass Ware zurückgerufen werden müssen, wenn es gar nicht mehr anders geht, das ist billiger als eine teure Anwendungstechnik-Abteilung.


Sorry, wenn ich das so deutlich sage, aber das ist absoluter Humbug. Nichtqualitätskosten sind seit vielen Jahren eine ganz wichtige betriebswirtschaftliche Kenngröße, gerade im Automobilsektor! Die ppm-Zahlen (in Bezug auf fehlerhafte Komponenten pro Million ausgelieferte) sind in den letzten 15 Jahren um mehrere Größenordnungen gesunken.

Außerdem werden Tests nicht durch Wahrscheinlichkeitsberechnungen ersetzt, sondern beides zusammen genutzt. Schließlich testet keiner Zuverlässigkeit in ein Produkt hinein, sondern die wird hineinkonstruiert. Die Ausfallwahrscheinlichkeit von einzelnen Bauteilen zu erfassen und daraus die Ausfallwahrscheinlichkeit des ganzen Produkts zu bestimmen, ist ganz essentieller Teil der Entwicklung. Zudem finden selbstverständlich jede Menge Alterungstests statt, meistens in Klimakammern.

Meine Wahrnehmung aus der Praxis: Der Testaufwand und die Qualität der Tests sind gerade in den letzten zehn Jahren deutlich(!) erhöht worden. Wenn man heute noch mit den "bewährten" Methoden aus den 80ern arbeiten würde, wäre man mit seiner Kiste dauernd in der Werkstatt.
Und auch meine private Wahrnehmung deckt sich damit: Meine Autos wurden immer zuverlässiger (sofern man um bestimmte Hersteller, die immer wieder konstruktive Probleme einbauen und damit trotzdem Top Absatzzahlen erreichen, einen Bogen macht).

Das eigentliche Problem der Wohnmobilhersteller ist aber ein anderes: Die haben den sehr großen Nachteil, dass ganz viel Handarbeit drin steckt und das bei sehr viel Variabilität und vergleichsweise geringen Stückzahlen. Das schreit gerade nach Qualitätsproblemen. Deutlich mehr Standardisierung und mehr Automatisierung wären eine Lösung, sind aber bei niedrigen Stückzahlen teuer und würden die Variantenvielfalt einschränken.
Ich denke aber trotzdem, dass es bei den Wohnmobilherstellern noch einiges an Potential zur Verbesserung gibt, der besagte P/M-Artikel war leider relativ schwach. Hätte man vielleicht mal einen Qualitätsmanager eines großen OEMs mit den WoMo-Herstellern zusammen in die Diskussion geführt, wäre das sicher um Einiges interessanter geworden. ;)

jack17de am 20 Apr 2020 20:18:44

schnecke0815 hat geschrieben:Die Registrierung ist verpflichtend, jeder Besitzer und jede Werkstatt hat die Historie bei Rechnungsstellung zu melden bzw. zu ergänzen ebenso die
Versicherungen bei Schäden.


Hallo Bernd,

viel Spass beim Umzug (nach z.B. Nordkorea...) ;-)

Andi

Jobelix am 20 Apr 2020 20:42:35

Sehe ich auch wie gastino. Je kleiner die "Serie", desto wahrscheinlicher die im Dauerbetrieb auftretenden Probleme.
Wir haben uns nach einem 14 Jahren mit einem sehr reifen und zuverlässigen Karmann Missouri, 2019 das Weinsberg Sondermodell "Edition Pepper" neu geholt, welcher seit 2017 mit nur kleinen Änderungen zwischen den Modelljahren gebaut wird und auch vorher schon als Caracompact und bauähnlicher Knaus TI seine Serienreife entwickeln konnte.
Man hat dann zwar ein, gerade hier gern verpöntes "Allerweltsmobil". Aber obwohl im absolut untersten Preissegment angeordnet, einen zuverlässigen Aufbau, der sich prima selbst individualisieren lässt.
Die Garantiearbeiten beschränken sich bisher auf, das Befestigen der Rückfahrkamera und ein angebrochenes Kunststoffteil vom Tisch.
Wir haben zwar jetzt keinen optisch und haptisch so "hochwertigen" und schweren Aufbau mehr, wie im Karmann, aber uns reicht es und es hilft ganz easy unter den 3,5t zu bleiben und es rappelt nix.

ManfredK am 20 Apr 2020 21:02:18

Damit zu den 4 von RK genannten Dauertests auch mal was positives kommt....

Beginn des Dauertests 07/2017 mit Kilometerstand 1
Zwischenergebnis 04/2020 mit Kilometerstand (rund) 95.000 km
Objekt LMC Breezer 737
Nutzungstage ca. 150 seit Beginn Dauertest und Nutzung als Daily Driver an jedem Arbeitstag

Aufbau:
Ca. 3 Wochen nach Übernahme lösen sich 2 Möbelfronten bei ca. 40°C Außentemperatur --> Lösung neu festgeklebt (DIY Pattex ca. 0,5 €)
Ablaufschlauch Kühlschrank-Kondensat ca. 2cm zu kurz (DIY Neuer Schlauch montiert, ca 2 €)
Klappergeräusche von Plexiglastür Dusche (DIY Filzbank ca 2 €)
Quietsch/Klappergeräusche 1 Möbelklappe (DIY Silikonfett ca. 0,10 €)
Wassereintritt nach Sintflutartigen Regen an der Eingangstür (DIY nicht mehr so durch tiefe Pfützen fahren)

Nachrüstung:
Solaranlage bis heute kein Problem
Diesel-Luftzusatzheizung Webasto bis heute kein Problem
Anhängerkupplung bis heute kein Problem
Außensteckdose Gas bis heute kein Problem
Gastankflasche Alu bis heute kein Problem

Fahrzeug:
Marderbiss Unterdruckleitung - Neuer Schlauch, Fehlerspeicher löschen (30 €)
Manschette Antriebswelle defekt (ca. 45.000 km; Garantie)
Folgeschaden Lager Antriebswelle defekt (ca. 88.000km, Garantie)
3 Rücklichtbirnen defekt (DIY ca. 3 €)

Der Dauertest wird fortgesetzt - Ziel 300.000 km (mindestens)


Ich denke so schlecht ist die Qualität nicht.... Foren erwecken manchmal einen zu negativen Eindruck

rkopka am 20 Apr 2020 21:09:17

ManfredK hat geschrieben:Ich denke so schlecht ist die Qualität nicht.... Foren erwecken manchmal einen zu negativen Eindruck

Du bist zufrieden, hast aber trotzdem einige Punkte zum Aufbau, wo was nicht paßte oder sich schon kurz nach Kauf löste. Und du hast Sachen mit DIY gelöst, die eigentlich der Hänlder machen müßte, oder die bei einer besseren Kontrolle und Test eines fertigen Modells gar nicht hätten auftreten sollen.

RK

ManfredK am 21 Apr 2020 10:58:26

Naja... ich denke dass eine Außentemperatur von 40°C einfach außerhalb der Spezifikationen des Klebers war, ja den 2cm zu kurzen Schlauch hätte man bei der Montage besser ablängen können. Die Klappergeräusche sind tatsächlich systembedingt und hängen an der Auswahl der halbrunden Plexiglasscheiben der Duschabtrennung. Das ist halt der Widerspruch zwischen leichtgängig und einfachem Handling vs. Klappern.

Da die "Reparaturzeiten" jeweils bei wenigen Minuten waren, wäre ein Gang zum Händler (Fahrzeiten 40 Min. einfach) wenig sinnvoll gewesen.

pwglobe am 21 Apr 2020 11:24:35

Hallo,
das Problem sind minderwertige Materialien, wenn ich ein Wohnmobil besichtige und bei einem 120.000€ Mobil knarzt der Fußboden, klappert die Tür an der Dusche und Armaturen sind aus Plastik, dann sind dies für mich keine Kleinigkeiten.
Wenn man sich dann noch die Verarbeitung ansieht wie die schlechte Verlegung der Kabel und Schläuche, überdrehte Schrauben an einer Klappe, Schublade schief, usw., da kann mir doch niemand etwas von do it yourself erzählen um die Mängel des Herstellers abzustellen.
Dies waren übrigens nur Dinge die wir bei einer Besichtigung festgestellt haben, ich frage mich was da im Betrieb noch hinzu kommt.
Fehler passieren immer und auch bei einer Endkontrolle wird mal etwas übersehen, dies kann ich tolerieren aber die Häufung bei solchen Preisen ist ein NO GO.
Bei Schell werden die Fahrzeuge auch von Hand zusammengebaut, aber da ist alles Top, wie bereits erwähnt, haben wir bis jetzt keinerlei Mängel festgestellt.

thomas56 am 21 Apr 2020 11:53:38

pwglobe hat geschrieben:Hallo,
das Problem sind minderwertige Materialien, wenn ich ein Wohnmobil besichtige und bei einem 120.000€ Mobil knarzt der Fußboden, klappert die Tür an der Dusche und Armaturen sind aus Plastik, dann sind dies für mich keine Kleinigkeiten.

und ab welcher Summe kann man minderwertige Materialien und "Pfusch am Bau" ausschliessen?

rkopka am 21 Apr 2020 11:58:00

ManfredK hat geschrieben:Naja... ich denke dass eine Außentemperatur von 40°C einfach außerhalb der Spezifikationen des Klebers war

Bei einem Womo im Sommer oder bei den Kästen über dem Herd ist das kein so ungewöhnlicher Fall.

Da die "Reparaturzeiten" jeweils bei wenigen Minuten waren, wäre ein Gang zum Händler (Fahrzeiten 40 Min. einfach) wenig sinnvoll gewesen.

Für dich klar. Allerdings ist damit dem Händler/Hersteller auch nichts bekannt oder er kann sagen, das ist ein Ausreißer, obwohl es bei allen Modellen auftritt und es wird sich nichts ändern, weil es den Hersteller so nichts kostet.

RK

waldheini am 21 Apr 2020 12:10:57

Hallo,
anscheinend haben wir Glück gehabt. Unser Womo neu in 2013, heute 95 Tsd km, jährliche Nutzung 360 Tage, hat bis jetzt wenig Probleme bereitet.
Im ersten halben Jahr Balge der Alko Hinterachse geplatzt, wurden auf Garantie ausgetauscht und verstärkt. Seither Ruhe.
Ein Alde Heizkörper nach 5 Jahren undicht. Sonst nur Kleinigkeiten, wie zu wenig und zu kleine Schrauben, z.B. bei Schubladenschienen (Wieso spart man bei Centartikel?)
Aussenhaut glänzt noch wie neu, regelmäßige Pflege wichtig.
Aufbaubatterien nach 5 Jahren schwach, mussten bei drei deutschen Wintern viel leisten.
Solaranlage noch Top. Benötigen nur selten Landstrom.
Möbeloberflächen zeigen an häufigen Berührpunkten Verschleiß, aber unsere Nutzung ist natürlich überdurchschnittlich.
Fahrzeug Fiat ohne Probleme, nur Verschleiß, wie Bremsscheiben, Beläge und Reifen.
Wir haben mit einer Lebensdauer von 10 Jahren kalkuliert und so wie es heute aussieht, werden wir das Ziel locker erreichen.
Also wir beklagen uns nicht. Hoffentlich bleibt es so.
Grüße aus dem Süden
Waldheini

Tinduck am 21 Apr 2020 12:34:05

thomas56 hat geschrieben:und ab welcher Summe kann man minderwertige Materialien und "Pfusch am Bau" ausschliessen?


Ganz schwieriges Thema.

Ich denke mal, beim Möbelbau und der Kabine kann man davon ausgehen, dass die Kleinserienbauer am oberen Ende der Preisskala deutlich besser sind als die Großserie.

Doof wird es bei den Einbauten. Da steckt im 150.000 Euro Mobil der gleiche miese Kühlschrank und das gleiche billige Plastikklo wie im Discount-Mobil. Will man da was Besseres, gehen die Preise erst richtig ab... Gleiches gilt für die Elektrik, Sanitärinstallationen etc.

Die Gleichteilestrategie ist da die Wurzel allen Übels. Die macht die Modelle aus den billigeren Serien billig, aber leider die hochwertigeren Modelle schlecht, weil da dann eben auch der Plastikwasserhahn und der billige Wasserverteiler, der nach 3 Jahren spröde wird, rein muss.

Den Eindruck hier im Thread kann ich teilen, wenn man ein gut gebautes, älteres Mobil fährt, geht man selbst aus hochpreisigen Modellen der Massenhersteller rückwärts wieder raus, das ist echt kein Gegenwert, den man da bekommt.

bis denn,

Uwe

ManfredK am 21 Apr 2020 13:11:25

rkopka hat geschrieben:...Allerdings ist damit dem Händler/Hersteller auch nichts bekannt oder er kann sagen, das ist ein Ausreißer, obwohl es bei allen Modellen auftritt und es wird sich nichts ändern,...

RK


Da stimme ich dir zu - zur Qualitätsverbesserung beim Hersteller habe ich nichts beigetragen (anderer Klebstoff, 2cm längerer Schlauch)
Der Rest ist einerseits dem Konzept Raumbad geschuldet (da habe ich in der normalen Preisklasse Türmäßig bisher nichts vernünftiges und auch langlebiges als Alternative gesehen) und andererseits sind natürlich die Scharniere Massenware, wenn auch der robusteren Sorte.

Da der Hersteller aber in meiner Gegend nicht mehr präsent ist (gekauft in Wertheim) muss ich mir bei einer eventuellen Neuanschaffung zumindest über die Qualität dieses Herstellers keine Gedanken machen und darf andere ausprobieren. Dort haben dann hoffentlich alle reklamiert und der Hersteller hat alles in Serie umgesetzt. :D

duesselman am 21 Apr 2020 13:17:44

waldheini hat geschrieben:Unser Womo neu in 2013, heute 95 Tsd km,

Was für ein Fahrzeug ist es denn :?:
und wie hoch war der Anschaffungspreis :?:


waldheini hat geschrieben:Wir haben mit einer Lebensdauer von 10 Jahren kalkuliert ……….

Das versteh ich nicht :eek:
Und was passiert nach 10 Jahren , Wert = 0 , alles Geld weg oder wie verstehst du Deine Kalkulation

kdupke am 21 Apr 2020 13:31:56

Wenn ich ein aktuelles Wohnmobil mit einem 20 Jahren alten Mobil vergleiche, dann vergleiche ich einen VW-Käfer mit einem VW-Passat.

Welches ist das qualitativ bessere Mobil? Der Käfer, weil der damals die beste Qualität hatte, oder der Passat, weil er so Dinge wie ABS, Gurte, funktionierende Scheibenwaschanlage und Heizung hat?

Für mich hat sich einiges geändert in der Technik und was früher noch aktzeptiert wurde, wird heute nicht mehr so aktzeptiert. Ich sag' nur IEKA Türsicherung gegen aufspringende Schubläden.

Andernseits bekommen wir Technik, die begesitert - aber auch sinnvoll ist? Warum brauche ich ein elektrische Hubbett, wenn es mechanisch auch wirklich gut geht?

Auf der anderen Seite kann ich erwarten, dass das was ich bekomme auch funktioniert und hält.

gruss kai

P.S.: Was ich an an älteren Mobilen unter der Haut gesehen habe - z.Bs. Verkabelungen - das ist wirklich 'spannend'. Da hoffe ich, dass die Serienfertiger das aktuell nicht so machen.

P.P.S.: Wir warten auf unser neues Mobil - mal sehen, was ich dann 2 Jahre später sagen werde....

thomas56 am 21 Apr 2020 13:34:59

Tinduck hat geschrieben:
Doof wird es bei den Einbauten. Da steckt im 150.000 Euro Mobil der gleiche miese Kühlschrank und das gleiche billige Plastikklo wie im Discount-Mobil. Will man da was Besseres, gehen die Preise erst richtig ab...

Wo landet man denn, wenn die Preise richtig abgehen?

Im 300.000,- Mobil findest du Plastikwasserhähne für 3,- aus China und im Grosseinkauf dürften die noch um einiges günstiger sein.

Aber egal, so lange die Hersteller ihre Ware für die Preise an den Mann bringen, haben sie doch alles richtig gemacht! :D

rkopka am 21 Apr 2020 15:29:10

kdupke hat geschrieben:Wenn ich ein aktuelles Wohnmobil mit einem 20 Jahren alten Mobil vergleiche, dann vergleiche ich einen VW-Käfer mit einem VW-Passat.

Welches ist das qualitativ bessere Mobil? Der Käfer, weil der damals die beste Qualität hatte, oder der Passat, weil er so Dinge wie ABS, Gurte, funktionierende Scheibenwaschanlage und Heizung hat?

Aber mußte der VW damals auch wieder zurück, weil irgendwas nicht funktionierte und getauscht wurde ? Wobei ein Autovergleich hinkt, da die viel stärker getestet werden, bzw. der Bau stärker automatisiert ist. Und weil der Aufbau zumindest bei den einfacheren Womos bei der Technik in den letzen 20-30 Jahren kaum eine Änderung hatte.
Wenn ich an meinen 1992er Bürstner denke, dann ist da nicht viel Unterschied. Die Heizung ist heute mit dem Boiler integriert, mein Regler macht kaum was anderes, eher weniger, weil ich damals die Lüftung steuern konnte. Licht ist auch gleich. Das Ladegerät ist jetzt ein Schaltnetzteil. Damals hatte ich Zeigerinstrumente, jetzt LEDs. Ohne Nachrüstungen wars das auch schon.

Für mich hat sich einiges geändert in der Technik und was früher noch aktzeptiert wurde, wird heute nicht mehr so aktzeptiert. Ich sag' nur IEKA Türsicherung gegen aufspringende Schubläden.

Ist das so ? Ich bin noch nicht so lang dabei und hatte immer gebrauchte, teils alte Womos. Mußte man vor 20 Jahren auch mehrmals zum Händler zurück um was reparieren zu lassen, bzw. mußte das selber machen bei einem neuen Womo ?

Auf der anderen Seite kann ich erwarten, dass das was ich bekomme auch funktioniert und hält.

Das ist der Punkt. Nach 20 Jahren war beim alten Womo ein Umleimer etwas lose, ein Abwasserschlauch ebenso, mehrere Möbelschlösser wurden getauscht, sonst eigentlich kaum was. Das EBL hat Wackelkontakte entwickelt. Am Ende war der Boiler defekt. Ich hatte ihn aber nur die letzten 10 Jahre, weiß als nicht, was davor war. Mit der Basis (FIAT) hatte ich mehr Ärger als heute.

RK

pwglobe am 21 Apr 2020 15:32:39

thomas56 hat geschrieben:und ab welcher Summe kann man minderwertige Materialien und "Pfusch am Bau" ausschliessen?

Hallo Thomas,
man kann den Pfusch nicht mal am Preis festmachen. Die Nordstar Kabine von unserem Defender war damals auch günstiger als manches Womo, aber top verarbeitet.
Mir geht es auch nicht um die eingebauten Geräte, da muss jeder Hersteller nehmen was er auf dem Markt bekommt.
Hat dein Concorde Armaturen aus Plastik? Dann hättest du doch einen Phoenix kaufen sollen. :mrgreen:

waldheini am 21 Apr 2020 15:55:37

Hallo,
ist ein fränkischer Hersteller, Preis knapp sechstellig.
10 Jahre deshalb, weil dann wahrscheinlich ein neues Mobil ansteht, da die Entwicklung ja weitergeht.
Preis hoffentlich nicht bei null. Wenn ich allerdings die Diskussion zur aktuellen Qualität verfolge,
müssen wir dann sehr genau schauen, wer in die engere Wahl kommt.
Haben wir das letzte Mal auch so gemacht. Zwei blieben übrig, allerdings betrug die Preisdifferenz 50Tsd Euro. Da fiel die Entscheidung leicht, zudem tatsächlich die Einbaugeräte fast identisch waren.
Auch wird das nächste Mobil kleiner, aber nicht unbedingt billiger.
Aber schaun wir mal, wie wir aus der aktuellen Krise rauskommen.
Grüße Waldheini
PS: Die Qualitätsanmutung oder z.B. die Verkabelung waren aber schon deutlich unterschiedlich.

thomas56 am 21 Apr 2020 16:18:41

pwglobe hat geschrieben:Hat dein Concorde Armaturen aus Plastik?


Hallo Peter,

klar Plastik, aber hochglanzverchromt! :D --> Link


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