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Neulinge welches Womo?


Wagener am 21 Apr 2020 09:17:59

Hallo, wir sind eine 4-Köpfige Familie und sind derzeit auf der Suche nach einem Wohnmobil.
Wir haben es mal Mietweise ausprobiert und nun beschlossen, so unsere nächsten Urlaube zuverbringen.
Leider wissen wir nicht so genau auf was wir achten müssen (Aufteilung etc. ist klar) aber könnt ihr uns sagen, ob es sich noch lohnt ein 2000er Modell zukaufen oder doch lieber "neuer". Die Urlaube sollen auch schon Richtung Spanien, Italien, Kroatien gehen. Gibt es Modelle wo man lieber die Finger von lassen soll? Lieber doch mehr Geld zur Hand nehmen? LG aus dem Norden... Nadine


frankjasper8 am 21 Apr 2020 11:15:31

Hallo Nadine,

mal sehen, ob ich Dir bei deinen Fragen behilflich sein kann. :)
Zuerst mal: Wie alt sind denn die Kiddies?
Wie wopllt ihr die Schlafplatzfrage lösen:
-Ginge noch ein Etagenbett oder die Unterbringung im Alkoven..
-Wollt ihr ( die Eltern ) im Alkoven schlafen oder lieber komfortabler im Heckbett
-dann gibt es ja auch noch die Fahrzeuge mit Heckbett und Hubbett vorn über dem Armaturenbrett (die sogenannten "Integrierten")
-oder wollt ihr jeden Tag die Sitzgruppe zur Schlafstatt umbauen, zusätzlich zum Heckbett oder zum Alkovenbett.

Des weiteren sollte für 4 Personen schon ausreichend Platz auch für Gepäck und weiteren Zubehör vorhanden sein. Ich würde da ein Fahrzeug mit Alkoven (für die Kids) und Heckbett (für die Eltern) auswählen. Unter dem Heckbett sollte eine ausreichend große "Garage" ( so nennt man den Stauraum unter dem Bett ) vorhanden sein. Notfalls kann man da dann auch noch ein oder zwei Fahrräder unterbringen und etwa Kleidung, die im Kleiderschrank keinen Platz mehr findet.

Zur Frage nach dem 2000er Model; da würde ich persönlich abraten. Denn die 2000er Modelle haben meist wenn überhaupt nur die gelbe Umweltplakette und eine Umrüstung - wenn noch nicht gemacht - ist oft kostspielig oder gar nicht möglich.
Man weiß nicht, wie sich die Umweltsache entwickelt. Ich würde so ab 2008 suchen, da gibt es dann schon Fahrzeuge mit grüner Plakette. Mein 2006er hat auch nur die gelbe.
Wenn dann eure Reisen doch schon weiter weg gehen, würde ich da schon ein jüngeres Fahrzeug wählen, weil eben noch hoffentlich besser "in Schuß".
Leider sind momentan die Gebrauchtwagenpreise ziemlich teuer. Kann sein, daß jetzt wegen der Corona-Lage da etwas sich ändert.

Ich wünsche Euch viel Glück bei der Suche nach dem richtigen Fahrzeug.

Wagener am 21 Apr 2020 11:38:55

Vielen Dank für deine Antwort! Die Kinder sind 4 und 7 Jahre alt. Dachte an Alkoven/Hubbett und festes Heckbett. Auf unserer Probetour, hatten wir eins mit Umbausitzecke- das hat mir so gar nicht gefallen. Eine separate Dusche und eine größere Küche mit mehr Ablagefläche wäre wünschenswert.
Der Tipp mit den Modellen ab 2008 ist super. Mit der Frage plagen wir uns am meisten...doch lieber ein jüngeres Womo... wobei dann noch die Frage bleibt, ob auch die Marke super wichtig ist.. Man kennt die namenhaften (wie gesagt, wir sind blutige Anfänger) aber so an und ab kommt auf den Verkaufsportalen Marken, die uns nicht so geläufig sind und im Vergleich, etwas günstiger erscheinen...

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BadHunter am 21 Apr 2020 11:47:32

Man müsste das Budget wissen, um zu irgendwelchen Altersklassen eines Fahrzeuges raten zu können.
Neuer und jünger muss nicht besser sein, Wasserschäden können schon nach ganz wenigen Jahren einen finanziellen Totalschaden bedeuten. Wo wird denn das Fahrzeug hauptsächlich bewegt? Wir wohnen auch im Norden, in Schleswig-Holstein, unser derzeitiges Fahrzeug haben wir nun seit 14 Jahren, Ist Bj. 1995, und eine Umweltplakette habe ich noch nie vermisst oder ein Ziel nicht ansteuern können, selbst, wenn eine Stadt eine Umweltzone hatte. Stellplätze liegen meist ausserhalb dieser Zonen, trotzdem zentral oder verkehrsgünstig gelegen. Allerdings werden die Plaketten oder Schadstoffklassen auch in anderen Ländern immer mehr zum Thema, aber bisher, wie gesagt, konnten wir überall hin wo wir hin wollten.
Mir persönlich wäre beim Aufbau eine gute Qualität wichtiger, möglichst holzfrei, das engt die Auswahl ein. Und ich würde jederzeit wieder lieber bei einem festen Budget ein älteres, qualitativ und in der Ausstattung hochwertiges Fahrzeug kaufen, statt ein junges, bei dem ich immer Angst vor Wasserschäden oder anderen Mängeln haben muss.
Wie sieht es mit den Führerscheinen aus? Auch für Fahrzeuge über 3,5 t vorhanden? Bei 4 Personen, bei denen Kinder auch zwangsläufig älter, größer und anspruchsvoller werden was Freizeitaktivitäten und Hobbies angeht, ist die Zuladung schnell mal ein wichtiges Thema... Anhänger für Sportgeräte und viele andere Dinge könnte auch ein Thema werden... Zumindest für längere Urlaube.

Wie soll denn die Aufteilung sein? Du schreibst, die wäre klar... Etagenbetten? Oder weiteres Doppelbett im Heck? Nicht jeder Hersteller hat alle Konzepte im Programm...

Bei uns war damals, vor 14 Jahren, das Budget für das durch den Nachwuchs etwas größere Fahrzeug auf max. 20.000 € begrenzt. Dafür hätten wir damals ein 5-6 Jahre altes jüngeres Fahrzeug bekommen können, von "Discount"-Herstellern, oder eben ein doppelt so altes Fahrzeug eines Premium-Herstellers. Die Entscheidung für Letzteres, einen damals 11 Jahre alten Concorde, habe ich in diesen seitdem 14 Jahren nie bereut. Zudem ist ein älteres Fahrzeug wertstabiler. Natürlich muss man auch mal mit Reparaturen rechnen, das betrifft aber im Laufe der Jahre jedes Fahrzeug. Die ersten 12 Jahre haben wir neben den normalen Wartungs- und Verschleißkosten insgesamt vielleicht 2.000 € für weitere Reparaturen ausgeben müssen, erst in den letzten 2 Jahren altersbedingt etwas mehr, aber immernoch so, dass ich das Fahrzeug nie deswegen abstoßen wollen würde, im Gegenteil, es sind Sachen, die dazu dienen, die nächsten 5 Jahre weiter auf das H-Kennzeichen hin zu arbeiten.

BadHunter am 21 Apr 2020 11:54:18

Wagener hat geschrieben:wobei dann noch die Frage bleibt, ob auch die Marke super wichtig ist.. Man kennt die namenhaften (wie gesagt, wir sind blutige Anfänger) aber so an und ab kommt auf den Verkaufsportalen Marken, die uns nicht so geläufig sind und im Vergleich, etwas günstiger erscheinen...


Da einen wirklichen Überblick zu bekommen, gerade auch bezüglich Qualität, Bauweise (normales Holzfachwerk/Styropor, Alu-Aussenhaut, GFK, holzfrei mit Hartschaumdämmung und damit nicht so anfällig für Wasserschäden), Grundausstattung usw, braucht man schon seeehr lange...
Deswegen ist es schon sehr sinnvoll, hier für ein bestimmtest Budget nach Vorschlägen zu fragen und die entsprechenden Wünsche und Ansprüche zu nennen.
Auch dann kommen reichlich unterschiedliche Vorschläge, jeder ist meist irgendwie von seiner Marke überzeugt, und dann hilft es, sich Fahrzeuge, die in die engere Auswahl kommen, live anzusehen und hinterher auch nach Meinungen zu fragen.

Also grundsätzlich hast Du schonmal mit Deinem Beitrag hier den richtigen Anfang gemacht. :ja:

bhomburg am 21 Apr 2020 11:54:51

4-köpfige Familie, das klingt nach "auf die Ferien angewiesen und nur begrenzt Zeit". Wie hoch ist denn das Budget?
Unabhängig von Wohnmobilmarken und der Aufbaufrage rein auf die Fahrzeuge bezogen:
Wer für einen zweiwöchigen Urlaub nach Spanien fahren will oder für einen einwöchigen Trip in den Herbstferien nach Kroatien schrubbt für Hin- und Rückreise sehr viele (Autobahn-)Kilometer in kürzester Zeit. Das wird mit einem alten Wohnmobil zur Qual und macht keinen Spass (Lautstärke, Reisegeschwindigkeit), erst recht wenn es ein Alkovenmobil ist.
Ich würde hier mindestens den 244er Ducato als Basis nehmen, der kam 2002 raus. Der neukonstruierte 250er von 2006 ist dann nochmal eine ganze Ecke besser. Da gibts dann Commonrail-Motoren mit genügend Leistung bei akzeptabler Lautstärke und Verbrauch, Airbags und meist auch grüne Plaketten. Auch Klimaanlagen sind hier sehr viel weiter verbreitet als bei älteren Modellen. Der 2.3er mit 110 PS reicht; mehr ist natürlich immer besser.
Bei den anderen Herstellern sieht es ähnlich aus. Im Ford Transit kamen die Commonrail-Motoren auch 2002. Einzig Mobile auf Sprinter-Basis finde ich als 2000er (x12D, x12CDI, ,x13CDI, x16CDI) hier akzeptabel. Die liegen aber preislich auf demselben Niveau wie die jüngeren Fiats.
Solche Mobile gibt es in 'OK' Erhaltungszustand so ab 17.000 Euro VHB in den einschlägigen Anzeigenportalen. Älter bzw. billiger würde ich nicht gehen.

BadHunter am 21 Apr 2020 12:14:12

Und mit den Antworten kristallisiert sich schon die Frage raus: älter und hochwertige Qualität/Ausstattung, oder jünger, modernere Motoren mit etwas mehr Leistung?

Wie schon geschrieben bin ich jemand, dem Aufbauqualität wichtiger ist als die Basis, ich beobachte seit Jahren den Markt bei Gebrauchten der Marke Concorde, habe bei mobile... auf meinem "Parkplatz" für Eure Vorstellungen (festes Heckbett, große Küche, separate Dusche) z.B. folgende Fahrzeuge:

Der erste allerdings mit Stockbetten: --> Link

Von einem Händler, der viel Kritik bekommt, wofür das Fahrzeug aber nichts kann: --> Link

Jünger, entsprechend andere Preisklasse: --> Link

Oder sowas: --> Link

Alle diese Fahrzeuge sind winterfest, haben Wasser- und Abwassertanks und weitere Technik im beheizten Zwischenboden, haben im Doppelboden viel Stauraum, gute Zuladung, super isoliert usw.
Ist für den Einstieg schon auch von der Fahrzeuggröße ne Hausnummer, aber mit sowas hat man auf jeden Fall über noch viele Jahre viel Spaß.

garagenspanner am 21 Apr 2020 13:03:07

Für euch käme auch ein Phoenix A7500G in Frage , es gibt Fahrzeuge um BJ2000-2002 auf IVECO Daily (z.T. schon mit Partikelfilter nachgerüstet)
die liegen zwischen 30000- 45000 Tsd Euro.

Gruss
Jan

Wagener am 21 Apr 2020 19:55:42

Ihr seid wirklich super- vielen Dank für eure Antworten und wirklich hilfreichen Tipps. So als Laie verliert man schnell den Überblick.. und hat Angst eine falsche Entscheidung zutreffen. Unser Budget liegt so bei +~ 25.000€. Dachten erstmal an einen 3,5to (aber einem zusätzlichen Führerschein stünde auch nichts im Wege) Aufteilung wäre Etagen od. Min.140er Heckbett + Alkoven oder Hubbett. Separate Dusche und eine Küche mit etwas größerer Ablage (mein Thermomix muss mit auf Reisen :) ) LG Nadine

Reimobil am 21 Apr 2020 20:13:36

Anders als Badhunter und Garagenspanner bin ich der Meinung, dass es besser ist, statt der überteuerten 20 Jahre alten Gebrauchtfahrzeuge (der Markt gibt die Preise halt im Moment her) würde ich mir lieber ein günstiges neues Wohnmobil kaufen, wenn es das Budget hergibt. In der Preisklasse zwischen 45. bis 60.000 € kann man schon FZ gängiger Marken wie z.B. Carado, Sunlight, Forster, Dethleffs und einige mehr erhalten, vor allen Dingen Alkovenfahrzeuge, die normalerweise preisgünstiger als Teil- oder gar Vollintegrierte sind. Auch diese Fahrzeuge waren zumindest in den letzten Jahren sehr wertbeständig und verloren gegenüber dem Neupreis nur wenig an Wert. Ich bin auf jeden Fall mit meinem 5 Jahre alten Carado immer noch sehr zufrieden und hatte in dieser Zeit keine technischen Probleme und nur wenige Beanstandungen am Aufbau. Die "Billigmarken" bieten zwar nicht den Luxus der teureren Marken, aber nach meinen Erfahrungen und Meinungsaustausch mit vielen anderen Besitzer von Carado oder vergleichbaren Marken, ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Das können viele der teuren Marken nicht immer für sich in Anspruch nehmen.

Reimobil am 21 Apr 2020 20:15:19

Wenn euer Budget bei 25.000 € liegt, hat sich das Thema Neufahrzeug natürlich erledigt.

Heimelini am 21 Apr 2020 22:12:04

Für 4 Personen würde ich mich von 3,5 Tonnen verabschieden, ihr werdet immer mit einem voll ausgereiztem Womo fahren oder sogar überladen rumfahren.
Evtl.würde ich die 25.000,- € als Anzahlung nehmen zzgl. Finanzierung und ein neuwertiges Fahrzeug kaufen.
Der Wertverlust bei Wohnmobilen ist um einiges niedriger wie z.B.bei PKW´s

Gruß Ralf

heinhein am 21 Apr 2020 22:42:16

Du hast geschrieben, dass ihr das schon ausprobiert habt. Und wenn die Kinder jetzt vier und sieben sind, kann man davon ausgehen, dass ihr mindestens zehn Jahre dabei bleibt. Ohne weitere Details zu kennen, würde ich unbedingt empfehlen, die 25.000 € als Anzahlung zu nehmen und ein neues Wohnmobil zu finanzieren. Die Kapitalkosten sind im Augenblick auf alle Fälle geringer als die zu erwartenden Reparaturkosten bei einem Fahrzeug das zehn Jahre oder älter ist. Natürlich ist das auch Geschmackssache, mann muss das halt wollen. Aber objektiv betrachtet ist es bestimmt der bessere Weg.

Ich habe es selbst gerade hinter mir, wenn allerdings mit etwas anderen Voraussetzungen und einer anderen Nutzung. Aber nach einem Jahr Suche nach einem gebrauchten in der Preisklasse um 25.000 € bin ich jetzt bei einem neuen für 50 kleben geblieben. Habe noch nicht einen Moment Kaufreue.

Ich wünsche euch Mut für die Entscheidung
Gruß
Heini

rkopka am 21 Apr 2020 23:30:26

heinhein hat geschrieben:Aber nach einem Jahr Suche nach einem gebrauchten in der Preisklasse um 25.000 € bin ich jetzt bei einem neuen für 50 kleben geblieben. Habe noch nicht einen Moment Kaufreue.

Bei mir ähnlich. Vor einigen Jahren suchte ich bei €30.000 (2-3 Jahre) und hab dann eines mit etwas über €40.000 genommen (eine Saison in der Vermietung, dafür eine Euro neuer).

RK

ConcordeAlex am 22 Apr 2020 08:29:52

heinhein hat geschrieben:Die Kapitalkosten sind im Augenblick auf alle Fälle geringer als die zu erwartenden Reparaturkosten bei einem Fahrzeug das zehn Jahre oder älter ist. Natürlich ist das auch Geschmackssache, mann muss das halt wollen. Aber objektiv betrachtet ist es bestimmt der bessere Weg.



Diese Aussage ist aber sehr pauschaliert. Wir haben seit 5 Jahren ein Wohnmobil, das inzwischen 23 Jahre alt ist. Außer einer defekten ESP für 2000€ waren dort keine teuren Reparaturen, die nicht auch bei einem neuen hätten anfallen können (Bremsen, Lima). Und solange man nicht schon für einen Glühlampenwechsel in die Werkstatt fahren muss, kann man gerade bei älteren Kisten auch einige Sachen selber machen, wenn denn was anfällt.

Gerade für längere Reisen lernt man sein Fahrzeug so viel besser kennen und kann dann, wenn man gerade z.B. im spanischen Hinterland, Sonntags Abends um 21:00 Uhr liegen bleibt, evt. doch selber den Defekt beheben :D

Sprinterklasi am 22 Apr 2020 09:06:21

Hallo,
für ein Womo-Forum habe ich einen etwas ketzerischen Rat: Für 4 Pers. sind 3,5 to nicht machbar, jedenfalls nicht legal. Wenn man nicht weitgehend draußen campieren will, braucht man für etwas Luft um sich herum mindestens ein Womo ab 7,5m. Preiswerter und mit viel mehr Bewegungsfreiheit am Urlaubsort ist sicher ein Wohnwagengespann. Sicher , man braucht einen starken PKW, erfüllt damit aber spielend alle Umweltvorschriften und dazu einen preiswerten, großen Caravan. Umstieg auf ein Womo, wenn die Kinder so ab ca. 16-18 nicht mehr mitfahren.
Schöne Grüße, klasi

pwglobe am 22 Apr 2020 09:55:47

Hallo,
nehmt euch Zeit, es gibt immer mal ein günstiges Angebot.
Fixiert euch nicht auf die 25.000€, wenn es euer Einkommen erlaubt kann man auch einen kleinen Kredit aufnehmen.
Wir haben unseren Vorgänger 15.000€ unter Preis aus einer Konkursmasse gekauft, 1 Jahr alt, Messefahrzeug.
Von Billigfahrzeugen rate ich euch ab, ein Neufahrzeug ist zwar schön, aber die Verarbeitung und Material der Möbel dieser Kategorie ist Schrott. Ihr habt kleine Kinder, da geht so schon genug kaputt.
Macht den Führerschein und geht über die 3,5t, da wird es auch günstiger.
Ein altes Fahrzeug der Oberklasse kann man auch in Betracht ziehen, hängt aber von euren Urlaubsgewohnheiten ab.
Wenn ihr jetzt nichts passendes findet mietet halt nochmal, es gibt auch die Möglichkeit ein Fahrzeug aus der Vermietung zu kaufen.
Viel Erfolg bei der Suche

rkopka am 22 Apr 2020 10:01:18

ConcordeAlex hat geschrieben:Wir haben seit 5 Jahren ein Wohnmobil, das inzwischen 23 Jahre alt ist. Außer einer defekten ESP für 2000€ waren dort keine teuren Reparaturen, die nicht auch bei einem neuen hätten anfallen können (Bremsen, Lima).

Mit Einzelfällen kann man sowas schlecht erfassen. Der eine hat Glück, der andere nicht. Ich hatte neben einigen anderen Sachen (Bremsleitungen, Turbo, Antriebswellen, Kühler) als letztes noch eine defekte Ölpumpe beim alten Womo (am Ende 20 Jahre alt). Das hat mir dann gereicht, weil es nervig wurde. Außerdem wurde die Wartezeit auf Ersatzteile immer länger. Ölpumpe eine Woche. Turbo mußte erst gesucht werden, weil es keine neuen mehr gab.
Beim neuen (8 Jahre) war bisher ein Sensor defekt, der mich nicht komplett lahm gelegt hat und der auch in Kroatien sofort getauscht werden konnte.

Und solange man nicht schon für einen Glühlampenwechsel in die Werkstatt fahren muss, kann man gerade bei älteren Kisten auch einige Sachen selber machen, wenn denn was anfällt.

Ja, manches ist einfacher. Sogar ich hab beim alten LT mal eine Treibstoffpumpe getauscht oder das Standgas eingestellt.

Gerade für längere Reisen lernt man sein Fahrzeug so viel besser kennen und kann dann, wenn man gerade z.B. im spanischen Hinterland, Sonntags Abends um 21:00 Uhr liegen bleibt, evt. doch selber den Defekt beheben :D

Solange man kein Ersatzteil braucht. Bei 3,5t kannst du nichts mitnehmen. Und selbst wenn, dann hat man nach Murphy immer das falsche dabei. Und manches kann man ohne großen Werkzeugpark und eine Grube nicht reparieren. Das ist also vielleicht ein Argument für einen Expeditionstrip nach Afrika oder Fernost, aber weniger nützlich für normale Fahrten in Europa.

Sprinterklasi hat geschrieben:Für 4 Pers. sind 3,5 to nicht machbar, jedenfalls nicht legal.

Kann man so nicht sagen. Mit dem passenden Womo und wenig Gepäck geht es schon. Es kommt immer drauf an, wie man reist. Wer eher im VW-Bus Style unterwegs ist, keine Sportgeräte mitnimmt und nicht 2 Kisten Bier dabei haben muß, kann auch so reisen. Wer immer die komplette Gartengarnitur mit großem Grill, 4 E-Bikes, Ersatzrad und Vorräte für 2 Monate mitnimmt, schafft es nicht. SAT, Klima, Heavy Fahrwerk... helfen auch nicht.

Wenn man nicht weitgehend draußen campieren will, braucht man für etwas Luft um sich herum mindestens ein Womo ab 7,5m. Preiswerter und mit viel mehr Bewegungsfreiheit am Urlaubsort ist sicher ein Wohnwagengespann.

Das kommt sehr auf die Art des Urlaubs an. Länger am CP mit Bespaßung und auch bei Regen am Ort -> CP und Wowa. Viel Sehen wollen und ständig unterwegs, bei Regen einfach andere Aktivitäten und nur in der Nacht im Womo, dann ist ein Womo passender, das nicht unbedingt ein Bungalow sein muß. Immerhin reisen auch Kleinfamilien in Kawa oder VW-Bus. Wäre nicht meins, aber es geht.
Preis und Bewegungsfreiheit sprechen natürlich für den Wowa. Ist auch viel praktischer bei manchen Hobbys/Sportarten, die einen Transport benötigen.

pwglobe hat geschrieben:Von Billigfahrzeugen rate ich euch ab, ein Neufahrzeug ist zwar schön, aber die Verarbeitung und Material der Möbel dieser Kategorie ist Schrott.

Kann man so nicht stehen lassen. Wie in anderen Threads schon ausgeführt wurde, ist auch bei teuren Fahrzeugen die Möbelqualität nicht unbedingt so toll. Meines ist ein billiges und die Möbel halten recht gut. Wenn du da für angemessenes Geld etwas sehr gutes willst, dann muß es ein recht altes ehemals sehr teures Womo sein. Das wiederum hat steigende Probleme mit Motor etc. Von der Euro ganz zu schweigen.

RK

bhomburg am 22 Apr 2020 11:16:24

Sprinterklasi hat geschrieben:Hallo,
für ein Womo-Forum habe ich einen etwas ketzerischen Rat: Für 4 Pers. sind 3,5 to nicht machbar, jedenfalls nicht legal.


In älteren Modellen schon - wo wir bei der angedachten Preisklasse hier definitiv landen.
Sowohl die Basisfahrzeuge als auch die Aufbauten waren bis ~2005 herum (Modellwechsel bei Fiat) wesentlich leichter als sie das heutzutage sind. Was natürlich auch Nachteile beim Komfort und der Crashsicherheit hat. Und teilweise durch niedrigere zulässigere Gesamtgewichte (3.0, 3,1 oder 3,3t statt 3.5) kompensiert wurde...

FastFood44 am 23 Apr 2020 14:58:54

Hallo Nadine

Vergiss die ganzen Ratschläge.
Jeder Mensch ist verschieden und jeder gestaltet sich sein Leben und damit seinen Urlaub anders.

Wir haben uns ein Wohnmobil gekauft (nagelneu) als unsere Kinder ganz klein waren. (auch Familie mit 4 Köpfen)
Und wir haben vorher nie Wohnmobilurlaub gemacht. Nie gemietet.
Aber wir wussten genau was uns gefällt und was wir wollen. Wir waren ohne Kinder schon mit Fahrrad oder Mietwagen unterwegs und haben dann immer irgendwo für eine Nacht in einer Unterkunft übernachtet. Gerne
ohne Vorbuchung. Lieber immer ganz spontan.

Hier wird immer der Tipp gegeben:
Viel mieten und viele Fahrzeuge probieren.
War bei uns nicht der Fall.
Wir sahen unser Fahrzeug und da war gleich dieses Gefühl. Schauten noch andere an, gingen auf die Messe, sahen es dort wieder und wussten: Das ist es!

Man bekommt auch als Familie immer gesagt:
3,5 t geht nicht. Doch geht. Wir hatten immer noch Zuladung immer übrig und haben immer alles so mitgenommen wie wir es wollten.
Es wird gesagt das Mobil muss groß sein oder lieber ein Wohnwagen und bitte als Familie tagelang fest auf Campingplätze.
Nein, all das haben wir so nie gemacht. Passt nicht zu uns.
16 Jahre später kann ich mit gutem Gewissen sagen:
Frag nicht andere, hört in euch hinein und findet heraus was ihr braucht.

Gruss Petra

rkopka am 23 Apr 2020 15:06:04

FastFood44 hat geschrieben:Frag nicht andere, hört in euch hinein und findet heraus was ihr braucht.

Kann gut gehen oder auch nicht. Wie war das mit der Familie, die zu viert (5?) einen Kastenwagen gekauft hat, der ihnen genau richtig vorkam und den sie dann recht schnell wieder losgeworden sind, weil er absolut nicht gepaßt hat. Einmal Mieten hätte ihnen das billiger gezeigt.
Andererseits paßt man sich an manche unpraktische Sachen einfach an, weil ein Wechsel keine Option ist. Und manches findet man einfach erst mit der Erfahrung oder der von anderen heraus.

RK

UliBulli am 12 Mai 2020 17:40:09

Hallo Nadine,

es ist schon so viel gesagt, ich hoffe ich komme nicht zu spät :roll:

Wir sind auch auf der Suche und wissen noch nicht wirklich was wir wollen, entweder einen Kastenwagen oder einen Teilintegrierten.
Wir mieten uns jetzt Anfang und Mitte Juni jeweils über PaulCamper unsere Favoriten, kostet zwar in Summe 1.500 Euro, aber dann können wir uns bestimmt ein besseres Bild machen. Vielleicht wäre das mit dem Mieten auch für Euch eine Idee!

Gruß
Uli

Ruedi1952 am 12 Mai 2020 17:50:20

Unser Weinsberg 591g Bj 2006 kommt gewichtsmässig auch mit 3 Personen hin inkl 3 E Bikes. Da haben wir noch 160 kg Luft gehabt.
Wasser, Diesel, zwei 11 kg Stahlpropanflaschen, Lebensmittel, Markise, Campingtisch, Stühle einfach alles.
Bei einem TI würde ich von ausgehen es wird schwierig werden.


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