Caravan
luftfederung

Neue STVO tritt heute in Kraft - Änderungen 1, 2, 3, 4, 5


Leberkas am 16 Mai 2020 22:57:59

dieter2 hat geschrieben:Das wegen dieser Sache eine Existenz vernichtet werden kann weil der Lappen weg ist,daran denkt keiner.
Klar hat der selber Schuld,kann ja langsamer fahren.

Genauso gut könnte man einen Ladendieb zu 10 Jahren Knast verurteilen,selber Schuld,er brauchte ja nicht zu klauen.
Auf jeden Fall stimmt die Verhältnismäßigkeit nicht im geringsten


Bei uns ist es leider so, dass ein Autofahrer, der eine OWi gemacht hat, oft härter bestraft wird als ein Ladendieb. Gegen die wird teilweise nicht mehr ermittelt oder verhandelt. Die Verfahren werden einfach eingestellt. Wenn du 21 km/h zu schnell fährst sieht das anders aus.

Anzeige vom Forum


launig am 17 Mai 2020 00:16:18

Eine Existenz vernichtet wegen 1 Monat Fahrverbot.
10 Jahre Haft für Ladendiebstahl als Vergleich.
Aber in den Ländern mit harten Strafen da fahrt ihr im Urlaub oder berufsbedingt immer höchst komod, nicht wahr ? :lach:

Wenn Euch nichts besseres einfällt gehts uns doch prima.
.

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Jobelix am 17 Mai 2020 10:19:15

...in anderen Ländern mit härteren (Geld) Strafen, wird einen aber auch nicht der Lappen weggenommen.

Anzeige vom Forum


DonCarlos1962 am 17 Mai 2020 10:37:43

Hier mal ein Beispiel unserer Schweizer Eidgenossen:

Geschwindigkeitsüberschreitung in der Schweiz Buße/ Strafe
Fahrverbot & weitere Folgen:

innerorts​
1-5 km/h 37 €
6-10 km/h 110 €
11-15 km/h 229 €
16-20 km/h unbestimmte hohe Buße Verwarnung
21-25 km/h unbestimmte hohe Buße bis Freiheits- oder Geldstrafe (1 Monat Fahrverbot)
Über 25 km/h Anzeige (3 Monate Fahrverbot)


Ein Beitrag eines Deutschen über sein Fahrvergehen in der Schweiz:

"Ich habe soeben bescheid aus der Schweiz bekommen.
24kmh zu schnell- ich soll 780 chf zahlen alternativ 4 Tage Haft."

Jetzt soll mir noch einer mit dem überzogenen deutschen Bußgeldkatalog kommen! :lol:

Komisch, bei den Schweizern geht es. Nur wir Weicheier bekommen das nicht hin?
Sind in der Schweiz alle Menschen die auf das Auto angewiesen sind jetzt Arbeitslos, bankrott, oder den Job los?
Wer bescheißt, wird bestraft. Zumindest wenn er erwischt wird. War schon immer so.

Der Vergleich mit dem Ladendieb hinkt in meinen Augen schon deshalb, weil er keine Menschenleben in Gefahr bringt.
Wenn man Geschädigter nach einem Unfall wegen zu schnell fahren, in zweiter Reihe parken, nicht beachten der Radfahrer ist, hat man schnell eine andere Sichtweise.
Kommt immer darauf an, auf welcher Seite man gerade steht.

Wie geschrieben, der Tacho muss schon etwa 55-56Km/h anzeigen, bevor man in der 30er Zone um den Lappen Angst haben muss.
In der Stadt anstatt der 50Km/h wird es auch erst bei 75-76Km/h auf dem Tacho eng.

Die Straßenverkehrsordnung einzuhalten kann doch nicht so schwer sein. Und wenn ich, und da schließe ich mich selbst nicht aus, mit 5-10Km/h drüber erwischt werde, bin ich es selbst schuld, nicht der Gesetzgeber. (Wenige Ausnahmen mag es geben.)

Am Heumarer Dreieck auf der A3 steht eine feste Blitzanlage. Vorher ist schon lange die Geschwindigkeit reglementiert und es stehen sogar Schilder mit dem Hinweis auf die Radarkontrolle am Wegesrand. (Welcher Unsinn)
Trotzdem erwischt es hier dauernd unbelehrbare Autofahrer. Mitleid? Kann ich da gerade nicht finden.
Die Stadt freut es indes. Ca. 5 Millionen Euro bringt der Blitzer jedes Jahr!

Zu schnell unterwegs ein Augenblickversagen? Diese Zahlen sprechen dagegen. Vielmehr scheint es doch, dass wissentlich eine Strafe in Kauf genommen wird.
Erst wenn es an die Pappe geht, sieht es anders aus.

LG Carsten

rkopka am 18 Mai 2020 11:07:59


Tinduck am 18 Mai 2020 14:06:17

Möchte mal wissen, wer wegen 4 Wochen Fahrverbot gekündigt wird. Dann muss man halt mal auf Malle verzichten und den Jahresurlaub da reinbuttern. Oder notfalls unbezahlten Urlaub nehmen... der Termin für das Fahrverbot ist ja in gewissem Rahmen wählbar.

Wenn das Verhältnis mit dem Arbeitgeber normal ist, wird DESWEGEN keiner den Job verlieren. Wenns das x-te mal ist oder man sich vorher schon überworfen hat, kanns natürlich anders aussehen. Ist dann aber auch nicht gerade ein Unschuldslamm, dass es da trifft.

bis denn,

Uwe

Bodimobil am 18 Mai 2020 15:41:54

Tinduck hat geschrieben:Möchte mal wissen, wer wegen 4 Wochen Fahrverbot gekündigt wird.


Als Mitarbeiter beim Pizza Auslieferer kann ich mir das schon vorstellen. Die sind aber wohl kaum Wohnmobilfahrer und damit hier auch kaum vertreten.
Eher haben selbständige die auf das Auto angewiesen sind (selbständige Taxifahrer, Kleinst-Spediteure) ein finanzielles Problem. Es ist nicht nur der Verdienstausfall. Sie müssen auch noch eine Aushilfe engagieren damit die laufenden Kosten weiter bezahlt werden können und die Stammkundschaft weiter bedient werden kann.

Ich halte auch das Punktesystem für das Mittel der Wahl. Damit bekommt man wenigstens die Wiederholungstäter.

Gruß Andreas

VFrei am 19 Mai 2020 21:03:00

Nach dem ersten Lesen fand ich
4 Wochen Fahrverbot bei mehr als 26 km/h ausserorts und mehr als 21 km/h innerorts
gar nicht so problematisch.
Im Ort bin ich eh für Tempo 30, somit bemüht, nicht schneller als 50 zu fahren.
Falls ich dann doch mal versehentlich eine Beschränkung auf 30 übersehe, dann bin ich wahrscheinlich immer noch unter der 21 km/h Grenze.
Damit sollte ich dann innerorts einigermaßen zurecht kommen.
Das haben die letzten Tage dann auch erst mal bestätigt.
Heute war ich dann länger auf der A7/A39 unterwegs. Die Strecke kenne ich recht gut, zwischen Kassel und Braunschweig sind nur wenige Kilometer nicht in der Höchstgeschwindigkeit begrenzt. Die Erfahrung zeigt, dass obwohl ich relativ genau weiß, wo Beschränkung auf 120 km/h oder gar 100 km/h angeordnet ist, hat man ein Problem, wenn man vorher schneller als 150 / 160 km/h unterwegs ist. Die Zeit bzw. der Weg, von der Wahrnehmung des Begrenzungsschildes bis zum Schild ist zu kurz, um nur durch Gas wegnehmen hinreichend langsam zu werden, um das Fahrverbot zu verhindern. Ich war immer mind. 20 km/h zu schnell beim Schild. Bleibt nur entsprechend starkes Bremsen, finde ich auf der Autobahn aber nicht so toll. Insofern ist die Sanktion eine Einführung einer Höchstgeschwindigkeit auf 150 km/h durch die Hintertür. Dann wäre man immer auf der sicheren Seite, da dann Gas weg in den meisten Fällen reicht.

Gruß
Vincenz

DonCarlos1962 am 19 Mai 2020 22:47:05

VFrei hat geschrieben: Die Zeit bzw. der Weg, von der Wahrnehmung des Begrenzungsschildes bis zum Schild ist zu kurz, um nur durch Gas wegnehmen hinreichend langsam zu werden, um das Fahrverbot zu verhindern. Ich war immer mind. 20 km/h zu schnell beim Schild. Bleibt nur entsprechend starkes Bremsen...


Und wenn ich mit 200Km/h unterwegs bin, muss ich noch mehr bremsen. Das liegt in der Natur der Sache. Dafür ist die Bremse ja auch da.

Tja, was soll man dazu schreiben, Du hast es ja richtig erkannt. Es ist also möglich am Schild die vorgegebene Geschwindigkeit einzuhalten. Und damit ist der Lappen auch nie gefährdet. Alles ist gut.

Allzeit gute Fahrt!

LG Carsten

Leberkas am 19 Mai 2020 23:18:54

DonCarlos1962 hat geschrieben:Und wenn ich mit 200Km/h unterwegs bin, muss ich noch mehr bremsen. Das liegt in der Natur der Sache. Dafür ist die Bremse ja auch da.
Es ist also möglich am Schild die vorgegebene Geschwindigkeit einzuhalten. Und damit ist der Lappen auch nie gefährdet. Alles ist gut.

Allzeit gute Fahrt!

LG Carsten


Das würde ich gerne sehen. Wenn du mit 200 daherkommst und plötzlich taucht das Schild 120 auf. Wenn das überwacht wird ist die Chance, dass du danach Fußgänger bist, sehr sehr groß
Ich wäre für 130 auf der Autobahn, glaube aber nicht, dass es deshalb weniger Unfälle gibt oder das es besser für die Umwelt wäre. Das Fahren wäre entspannter und angenehmer.

rkopka am 19 Mai 2020 23:46:48

Leberkas hat geschrieben:Das würde ich gerne sehen. Wenn du mit 200 daherkommst und plötzlich taucht das Schild 120 auf. Wenn das überwacht wird ist die Chance, dass du danach Fußgänger bist, sehr sehr groß

Wenn man 200 fährt, sollte die Straße weit genug einzusehen sein. Und entsprechend vorausschauen muß man sowieso, da dort ja auch gerade ein Womo einen LKW überholen könnte. Also sollte es kein Problem sein, das Schild zu sehen und auf die Bremse zu steigen. Bei 200km/h gibt der Rechner 400m auf 0km/h aus (normale Bremsung, Gefahrenbremsung die Hälfte). Bei 120km/h 144m, ergibt also etwa 256m von 200 auf 120. 250m sind jetzt nicht gerade ewig weit. Wobei ja schon das Schild an sich zum Verzögern anregen sollte, auch wenn man es noch nicht genau lesen kann. Dazu kommt, daß Blitzer je nach Straße und Bundesland 75m bis 250m hinter dem Schild aufgestellt werden müssen.

Aus einer Website: "Aus 120m Entfernungsdistanz muss dieses Schild (Geschwindigkeitsbegrenzung) mindestens erkannt und verstanden werden. Gute "Seher" erkennen die Schildinformation bereits aus 210m oder mehr."
D.h. wer so schnell fahren will, muß gut sehen oder eine gefüllte Geldtasche haben. Sonst sollte man es lieber lassen. Ich fahr selten so schnell, aber mit 180km/h hatte ich noch keine Probleme, bis zu den Schildern auf 100km/h zu sein.

RK

Marsu123 am 20 Mai 2020 06:43:19

VFrei hat geschrieben:.. Beschränkung auf 120 km/h oder gar 100 km/h angeordnet ist, hat man ein Problem, wenn man vorher schneller als 150 / 160 km/h unterwegs ist. Die Zeit bzw. der Weg, von der Wahrnehmung des Begrenzungsschildes bis zum Schild ist zu kurz, um nur durch Gas wegnehmen hinreichend langsam zu werden, um das Fahrverbot zu verhindern.


VFrei hat geschrieben:.. Ich war immer mind. 20 km/h zu schnell beim Schild. Bleibt nur entsprechend starkes Bremsen, finde ich auf der Autobahn aber nicht so toll. Insofern ist die Sanktion eine Einführung einer Höchstgeschwindigkeit auf 150 km/h durch die Hintertür. Dann wäre man immer auf der sicheren Seite, da dann Gas weg in den meisten Fällen reicht.


Hm, dann machst du Grundsätzlich was falsch.
Auf deutschen Autobahnen gilt seit 1978 ! eine Richtgeschwindigkeit von 130Km/h.

--> Link

Auszug :
Der Begriff Richtgeschwindigkeit existiert seit 1978 und gilt seitdem auf deutschen Autobahnen und autobahnähnlichen Straßen.
Als Richtgeschwindigkeit wird in Deutschland das Tempo von 130 Stundenkilometern auf Autobahnen definiert...

Haftet man, wenn es beim Überschreiten der Richtgeschwindigkeit zu einem Unfall kommt?
Ja, zumindest anteilig. Überschreitet ein Verkehrsteilnehmer die Richtgeschwindigkeit auf einer Autobahn oder autobahnähnlichen Straße, auf der kein Tempolimit gilt, und entsteht dadurch ein Verkehrsunfall, so hat der Autofahrer mit "haftungsrechtlichen Konsequenzen" zu rechnen.....

fschuen am 20 Mai 2020 07:27:12

Marsu123 hat geschrieben:Auf deutschen Autobahnen gilt seit 1978 ! eine Richtgeschwindigkeit von 130Km/h.


Diese wird aber gerne ignoriert, da nicht sanktioniert. Logische Folge: nur Bussgelder werden auch tatsächlich verstanden. Es gibt nämlich noch den §1 der StVO, nach der niemand mehr als nötig behindert oder gefährdet werden darf. Demnach kann man in DE nur auf nahezu leeren Autobahnen schneller als 130 fahren.

Einen gut gefüllten Geldbeutel braucht man sowieso beim Schnellfahren: die Leistung zum Überwinden des Fahrwiderstands steigt mit der dritten Potenz der Geschwindigkeit. Bedeutet: für 200 km/h muss ich achtmal so viel Leistung abrufen wie für 100 km/h. Das sorgt für entsprechend viel Abwärme, und zahlreiche Komponenten laufen am thermischen Limit. Die Werkstattrechnungen geben das dann indirekt wieder, und meiner Meinung nach ist das auch der Grund, warum die Autoindustrie die Raserei hofiert.

Eine ähnliche Geschwindigkeit aller Fahrzeuge auf einer Strecke führt zu entspannterem Fahren, weniger Stau, weniger Schadstoffausstoss, weniger CO2, und weniger schweren Unfällen. Kann man alles wissen, muss man nicht glauben.

Ganz grossartig sind dann die flexiblen Regelungsanlagen: vorgestern bin ich ein Stück über die A5, schön mit 80, mit ner halben Tonne Asbestmüll auf nem wackligen Baumarktanhänger. Vor dem Darmstädter Kreuz war dann Tempo 60 angezeigt - wegen Nebel. Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein. Klar, so kann man auch ein Tempolimit "durch die Hintertür" einführen. Aber 60 finde sogar ich übertrieben.

Gruss Manfred

Trashy am 20 Mai 2020 07:34:12

Leberkas hat geschrieben:Bei uns ist es leider so, dass ein Autofahrer, der eine OWi gemacht hat, oft härter bestraft wird als ein Ladendieb. Gegen die wird teilweise nicht mehr ermittelt oder verhandelt. Die Verfahren werden einfach eingestellt. Wenn du 21 km/h zu schnell fährst sieht das anders aus.


Warum auch nicht.
Mal abgesehen von dem Grundsatz keine Gleichheit im Unrecht tangiert mich der Ladendieb wenig. Die Diebstähle sind eh mit eingepreist und wenn keiner zum klauen kommt ist es halt Gewinn.
Der Raser gefährdet aber seine Mitmenschen, genau wie die Vollpfosten die ihre Corona Entscheidungen selbst treffen wollen.
Wie ich gestern im ÖffiTv gesehen habe will der "bescheuerte" Andy das wieder kippen.

cbra am 22 Mai 2020 09:25:33

kam gerade per newsletter einer NAVI Firma

ist das auch teil der neuen STVO ?

wie sind die konsequenzn / strafen? wenn mn gernznah wohnt vergisst man evtl. öfter das feature zu deaktivieren.


##################

Die deutsche Gesetzgebung verbietet Radarkamerawarnungen

Die neue Straßenverkehrsordnung in Deutschland untersagt die Verwendung von Geräten, welche die Positionen von fest installierten und mobilen Radarkameras anzeigen.

......

Sie können die Warnungen jedoch für Fahrten außerhalb Deutschlands wieder aktivieren. Wir empfehlen, dass Sie die Radarkamerawarnungen vor und während Ihrer Fahrten innerhalb Deutschlands deaktivieren.

Marsu123 am 25 Mai 2020 07:04:10

cbra hat geschrieben:Die neue Straßenverkehrsordnung in Deutschland untersagt die Verwendung von Geräten, welche die Positionen von fest installierten und mobilen Radarkameras anzeigen.
ist das auch teil der neuen STVO ?
wie sind die konsequenzn / strafen? wenn mn gernznah wohnt vergisst man evtl. öfter das feature zu deaktivieren.
.

Moin Moin,

siehe hier : --> Link
Auszug :
Seit der Einführung der StVO-Novelle am 28. April 2020 weist das Regelwerk erstmals Angaben dazu auf, dass der reine Besitz eines Radarwarner-Navis nicht strafbar ist.
Die Geräte an sich dürfen zwar benutzt werden, die Zusatzfunktion als Blitzerwarner muss jedoch ausgeschaltet sein. Somit ist das Navi mit Radarwarner im Auto an sich erlaubt.

Wer jedoch bei der Benutzung der Zusatzfunktion erwischt wird, muss ein Bußgeld von 75 Euro und einen Punkt in Flensburg erwarten. In diesem Fall kommen die gleichen Konsequenzen auf Sie zu, als hätten Sie ein Gerät verwendet, welches ausschließlich dem Zweck dient, vor Blitzern zu warnen.

Grüße Ralf.


  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Modellwechsel nach Kaufvertrag
Eine unendliche Geschichte
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2020 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt