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Rückfahrkamera an unnötige 12V-Buchse


maks am 23 Mai 2020 09:33:30

Guten Morgen liebe Gemeinde,

ich habe mir für meinen Pössl 2Win (2005) endlich eine Rückfahrkamera gegönnt. Primär fürs einparken, ich würde sie aber auch gerne während der Fahrt nutzen. Es handelt sich um diesen Modell: --> Link

Wieso auch immer, befindet sich am Bett direkt hinter den Rückfahrleuchten (also in der Ecke neben der Hecktür) eine 12V-Buchse, die jedoch an der "Fahrbatterie" hängt und entsprechend nur zu gebrauchen ist, wenn die Zündung an ist. Keine Ahnung, was man sich dabei gedacht hat. Da ich die also eh nicht benötige, wollte ich die Kamera an diese Kabel anschließen, so dass sie während der Fahrt durchgehend in Betrieb ist. Die Übertragung zum Monitor geschieht per Funk.

Haltet Ihr das für eine sinnvolle Idee? Worauf muss ich achten (z.B. auch was Sicherungen angeht)?

Vielen Dank!


rkopka am 23 Mai 2020 09:54:26

maks hat geschrieben:Haltet Ihr das für eine sinnvolle Idee? Worauf muss ich achten (z.B. auch was Sicherungen angeht)?

Wenn die Kamera für Dauerbetrieb ausgelegt ist, ja. Die Buchse ist ja abgesichert, bis dahin ist alles OK. Wenn die Kamera ein dünneres Kabel hat als das bis zur Buchse (und auf das die bestehende Sicherung angepaßt ist), sollte man eigentlich gleich nach der Buchse eine Sicherung einfügen, die dem Kabel der Kamera entspricht. Sonst könnte es bei einem Schaden an diesem Kabel passieren, daß das vor sich hin heizt, der Strom für die Sicherung der Buchse aber noch nicht erreicht ist.

RK

stoppie am 23 Mai 2020 10:12:42

Die Absicherung der Kamerazuleitung müsste eigentlich aus den technischen Daten der Kamera hervorgehen.

Wenn an Zuleitung zu der besagten 12V-Buchse keine weiteren Verbraucher angeschlossen sind, kann man auch die zugehörige Sicherung im Kfz gegen eine zur Kamerazuleitung passende Sicherung auswechseln, sofern letztere nicht einen höheren Nennstrom hat.

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rkopka am 23 Mai 2020 10:20:51

stoppie hat geschrieben:Die Absicherung der Kamerazuleitung müsste eigentlich aus den technischen Daten der Kamera hervorgehen.

Normalerweise wird so eine Kamera einen sehr niedrigen Strom haben von z.B. 100-200mA. Die Absicherung der Kamerazuleitung hat (fast) nichts mit dem Stromverbrauch der Kamera zu tun. Es geht darum, daß das Kabel vor der Kamera z.B. durch eine Beschädigung einen Kurzschluß hat. Wenn es dünn ist (wahrscheinlich der Fall), dann wird dieser Kurzschlußstrom nicht hoch genug sein, daß die Aufbausicherung(10-15A) durchbrennt. Somit kann es zu Erwärmung führen. Es geht also weniger um die Geräte, als um die Leitungen.

RK

maks am 23 Mai 2020 10:24:11

Danke Euch schon mal! Und ja, die Kabel sind tatsächlich sehr dünn. Was für eine Sicherung wäre denn sinnvoll?

stoppie am 23 Mai 2020 10:55:07

rkopka hat geschrieben:.....Die Absicherung der Kamerazuleitung hat (fast) nichts mit dem Stromverbrauch der Kamera zu tun.....Es geht also weniger um die Geräte, als um die Leitungen...

Hallo RK,
dieser Sachverhalt ist mir klar. Mir ging es darum, dass man bei der Auswahl der Sicherung nicht den Nennstrom der Kamera unterschreitet. Da bringt ein Blick auf die technischen Daten Klarheit.

stoppie am 23 Mai 2020 10:56:25

maks hat geschrieben:.....Was für eine Sicherung wäre denn sinnvoll?

Wie hoch ist denn der Nennstrom der Kamera?

rkopka am 23 Mai 2020 10:58:29

maks hat geschrieben:Danke Euch schon mal! Und ja, die Kabel sind tatsächlich sehr dünn. Was für eine Sicherung wäre denn sinnvoll?

Man könnte argumentieren, daß da nicht viel passieren kann. Ansonsten würde ich den angebenen oder gemessenen Strom nehmen und eine Sicherung mit dem doppelten Wert einsetzen. Auch ein dünnes Kabel verträgt noch ein Mehrfaches des Kamerastroms. Damit wäre man auf der sicheren Seite.

rkopka hat geschrieben:.....Die Absicherung der Kamerazuleitung hat (fast) nichts mit dem Stromverbrauch der Kamera zu tun.....Es geht also weniger um die Geräte, als um die Leitungen...
stoppie hat geschrieben:dieser Sachverhalt ist mir klar. Mir ging es darum, dass man bei der Auswahl der Sicherung nicht den Nennstrom der Kamera unterschreitet. Da bringt ein Blick auf die technischen Daten Klarheit.

Falls die viel aussagen. Allerdings sind die Kabel (s.o.) meist viel leistungsfähiger, als nötig. Wir haben im Modellbau recht dünne Kabel mit 5A belastet ohne große Erwärmungen allerdings eher für begrenzte Zeiten.

RK

maks am 23 Mai 2020 11:03:44

Leider gibt die Bedienungsanleitung in Sachen technische Daten auch nicht mehr her, als der Link im Ausgangsposting. Lediglich auf dem Sender, der an dem Kabel das zur Kamera führt, hängt, steht 0,3A.

maks am 23 Mai 2020 11:13:24

Wenn ich das alles richtig verstanden habe, ist also eine 1A-Sicherung sinnvoll, wobei die ununterbrochene Aktivierung der Kamera während der Fahrt eh keine so gute Idee ist, weil der "Dauerstrom" die Drähte eh zu heiß laufen lässt?

stoppie am 23 Mai 2020 11:18:50

Dann nimm eine Keramik-Feinsicherung 5x20mm von 1A oder 2A mit passendem Sicherungshalter.

maks am 23 Mai 2020 11:22:29

Ich muss nochmal doof fragen, sorry.

Sowas hier, oder? --> Link

Edit, bzw. das hier: --> Link

stoppie am 23 Mai 2020 11:28:56

maks hat geschrieben:.....weil der "Dauerstrom" die Drähte eh zu heiß laufen lässt?

Das hast Du falsch verstanden. Die Anschlussleitungen dürfen nicht „heißlaufen“. Deshalb ja die höhere Absicherung von dem Mehrfachen des Nennstroms.
Wenn Du es genau machen möchtest, miss den Nennstrom der Kamera im Betrieb, multiplizier diesen mit drei und wähle danach die passende Sicherung aus.
Bsp. die o.g. 0,3A x 3 = 0,9 A; Sicherung danach 1A.

Ansonsten nimm eine 2A-Sicherung, lass die Kamera einige Zeit > 1 Stunde laufen und kontrolliere die Leitungstemperatur. Falls diese zu hoch sein sollte, wähle eine Nummer höher etc.

stoppie am 23 Mai 2020 11:32:31

maks hat geschrieben:.....Sowas hier, oder? --> Link

Edit, bzw. das hier: --> Link


Jep. :top:

maks am 23 Mai 2020 11:33:46

Super, danke Euch allen!!

rkopka am 23 Mai 2020 11:58:24

maks hat geschrieben:Wenn ich das alles richtig verstanden habe, ist also eine 1A-Sicherung sinnvoll, wobei die ununterbrochene Aktivierung der Kamera während der Fahrt eh keine so gute Idee ist, weil der "Dauerstrom" die Drähte eh zu heiß laufen lässt?

Die Drähte sind nicht das Problem. Allerdings sind die Kameras u.U. nicht auf einen Dauerbetrieb ausgelegt und werden zu warm und haben dadurch eine verringerte Lebensdauer.

RK

palstek am 23 Mai 2020 12:35:30

stoppie hat geschrieben:Ansonsten nimm eine 2A-Sicherung, lass die Kamera einige Zeit > 1 Stunde laufen und kontrolliere die Leitungstemperatur. Falls diese zu hoch sein sollte, wähle eine Nummer höher etc.


Wie soll das funktionieren??? Eine Sicherung hat doch keinen Einfluss auf die Leitungstemperatur.

rkopka am 23 Mai 2020 12:47:43

stoppie hat geschrieben:Ansonsten nimm eine 2A-Sicherung, lass die Kamera einige Zeit > 1 Stunde laufen und kontrolliere die Leitungstemperatur. Falls diese zu hoch sein sollte, wähle eine Nummer höher etc.
palstek hat geschrieben:Wie soll das funktionieren??? Eine Sicherung hat doch keinen Einfluss auf die Leitungstemperatur.

Genau. Wenn eine Leitung zu heiß wird, hat entweder der Verbraucher einen Schaden oder die Leitung ist zu dünn (zu hoher Widerstand). Eine höhere Sicherung würde den Strom eher noch ein wenig erhöhen (geringerer Widerstand). Außerdem wird der Strom im Normalfall nie so hoch sein. 2A bei 12V wären 24W. Wie sollte eine kleine Kamera solche Wärmeleistungen los werden ?

In speziellen Fällen kann sowas als Nebenerscheinung auftreten. Eine Sicherung, die in der Nähe des Nennstroms betrieben wird, wird sich erwärmen. Das kann auch die verbundene Leitung erwärmen. Solche Probleme hat man aber eher bei sehr starken WR Anlagen mit >100A.

RK

stoppie am 23 Mai 2020 12:55:01

palstek hat geschrieben:..... Eine Sicherung hat doch keinen Einfluss auf die Leitungstemperatur.


Sogar einen recht großen Einfluss. Genau dafür werden sie eingesetzt. Eine Schmelz- oder anders geartete Sicherung soll die daran angeschlossene nachfolgende Leitung vor zu hohem Strom und somit vor zu hoher Erwärmung schützen.

Die Grundlage in dem von Dir zitierten Beispiel ist der unbekannte Nennstrom der Kamera. Das ist das Prinzip von "Versuch und Irrtum", den ich aber keinesfalls bevorzuge. Ich bin ein Freund des messens von physikalischen Größen. :ja:

stoppie am 23 Mai 2020 12:57:14

uuuups, ich sehe gerade - offensichtlich habe ich mich weiter oben nicht so klar ausgedrückt. Ich meinte nicht die Temperatur der Sicherung sondern die Leitungstemperatur. Vielleicht ist das der Grund des Unverständnisses.

rkopka am 23 Mai 2020 13:00:20

stoppie hat geschrieben:uuuups, ich sehe gerade - offensichtlich habe ich mich weiter oben nicht so klar ausgedrückt. Ich meinte nicht die Temperatur der Sicherung sondern die Leitungstemperatur. Vielleicht ist das der Grund des Unverständnisses.

Die Methodik sollte nur umgekehrt sein. Wenn die Leitung zu warm wird, sollte man die Sicherung kleiner wählen, weil sie dann durchbrennen sollte, um die Leitung zu schützen. Aber natürlich ist eine Messung des Stroms das einzig sinnvolle und nicht ein Rumprobieren mit der Temperatur.

RK


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