Wir starten am Mittwochabend zwischen Ulm und Stuttgart und tuckern die A8 in Richtung Karlsruhe. So wenig Verkehr vor einem langen Wochenende hat man selten. Bis Karlsruhe brauchen wir ungefähr so lange wie früher als wir noch studiert haben. Herrlich!
Spontan entscheiden wir uns ein schönes Übernachtungsplätzchen am Rhein zu suchen. In Eggenstein-Leopoldshafen werden wir fündig und reihen uns mit Abstand in die „weiße Wand“ der Wohnmobile ein. Dafür aber direkt am Wasser mit schönem Sonnenuntergang.



Man merkt richtig, dass das Reisegen in uns juckt und so haben wir ein nettes Gespräch mit einer Alleinreisenden Dame aus der Gegend, die uns von ihren Reiseabenteuern erzählt. Doch wir wollen ja am nächsten Tag weiter und verabschieden uns. Zum Ausklang des Tages genießen noch ein Gläschen Wein im Wohnmobil.
Am nächsten morgen frühstücken wir bei strahlendem Sonnenschein und 18 Grad. Wir fahren durch den Pfälzer Wald und entsorgen in Pirmasens am Stellplatz. Kurz überlegen wir einen kleinen Rundgang durch die Stadt zu machen. Aber in unmittelbarer Nähe zum Stellplatz feiern einige angetrunkene Persönlichkeiten den Vatertag sehr ausgiebig. Da wollen wir unser rollendes Heim nicht unbeaufsichtigt stehen lassen und fahren weiter nach Zweibrücken.
Gegen die Mittagszeit erreichen wir den Stellplatz in Zweibrücken, der sich quasi in unmittelbarer Nähe zum Rosengarten befindet. Am Stellplatz hat es sogar noch einige freie Plätze. Wir suchen uns einen schönen Platz aus und gehen zum Hotel am Rosengarten wo man sich anmelden muss. Dort bezahlen wir 14 €, normalerweise könnten auch die Duschen und WCs am Stellplatz genutzt werden, aber wegen Corona ist das geschlossen. Es gibt sogar Waschmaschinen und Trockner. Aber so lange sind wir jetzt noch nicht unterwegs :-)
Mittlerweile hat es 26 Grad und wir machen uns auf zum Rosengarten.


Der Eintritt kostet pro Person 4,50€. Die Hauptblüte der Rosen ist leider erst später. Aber die ersten frühen Rosen und viele Wildrosen blühen schon. Aktuell blühen sehr viele Rhododendren in den schönsten Farben.





Die Besucherzahl ist auf 250 Personen begrenzt, so hat man ausreichend Abstand zu den anderen Besuchern. In das Dornröschen dürfen nur 7 Personen, man hätte es sich denken können, dass 7 nur ein Richtwert ist. Denn nachdem die Zahl 10 überschritten wurde, habe ich fluchtartig den Laden verlassen.
Aber der Garten ist ein Traum und wir waren hier sicher nicht das letzte Mal.





Auf dem Rückweg ist uns noch dieses Schild aufgefallen, welches wir fotografieren mussten. :lol:

Zurück am Wohnmobil machen wir uns Bratwurst mit Brötchen und lassen den schönen Tag ausklingen. Erst jetzt merken wir, dass die Sonne ganz schön aggressiv war. Wir haben uns einen leichten Sonnenbrand eingefangen.
Am nächsten Tag überlegen wir, was wir mit dem Tag anfangen. Vielleicht einen Besuch der Style Outlets Zweibrücken? Lieber nicht. So muss man das Glück dann doch nicht herausfordern. Wir fahren am Parkplatz vorbei als wir auf die Autobahn heimwärts auffahren. Das Glück fordern dort viele andere heraus.
Wir steuern die Gemeinde Dierbach an. Unser heutiges Ziel ist das Familienweingut Geiger. Unterwegs machen wir einen Stopp in Hauenstein. Hier schlagen Frauenherzen höher. Schuh-City!


Hier kann man wunderbar Schuhe shoppen und zwar unter Einhaltung der Corona-Regelungen. Vier paar Schuhe später fahren wir weiter. Allerdings hätten wir hier auch das dt. Schuhmuseum besichtigen können. Das heben wir uns für die maskenfreie Zeit auf.
Am frühen Nachmittag erreichen wir den Stellplatz am Familenweingut Geiger in Dierbach.

Der Platzwart weißt uns einen Platz zu. Viel Auswahl hätte es eh nicht gegeben. Der Stellplatz ist rappelvoll, aber Familie Geiger hat viel Platz und so werden aus Wiesen Ausweichstellplätze.


Am frühen Abend öffnet die Straußwirtschaft. Auch hier werden die Corona-Regeln vorbildlich umgesetzt. Wir finden ein schönes Plätzchen im Freien und bestellen für jeden von uns die 5er Weinprobe und deftiges aus der Küche.




Anschließend kaufen wir noch für den heimischen Keller Wein, Schnaps, Likör und noch eine Flasche vom Haustrunk für den Abend. Es ist noch herrlich warm uns so lassen wir uns vor dem Wohnmobil nieder und genehmigen uns ein Gläschen. Die „Kollegen “ des angrenzenden Wohnmobils setzen sich in gebührendem Corona-Abstand dazu und wir verbringen einen netten kurzweiligen Abend mit Horst und Brunhilde aus „Vettelheim“.
Am nächsten Morgen regnet es und da auch hier die Sanitäranlagen geschlossen bleiben müssen, duschen wir im Womo. Wir entsorgen und reisen weiter Richtung Heimat. Allerdings nicht auf direktem Weg. Unser nächstes Ziel ist das Weingut Albrecht Kiessling in Heilbronn. Hier möchten wir unser Tastingpaket für die Onlineweinprobe mit Viola am 28.5. abholen. Für ein Mittagsschläfchen halten wir am Stellplatz in Schwaigern. Am späten Nachmittag erreichen wir unser Ziel. Am Stellplatz melden wir uns an und kaufen das Tastingpaket und noch zwei weitere Flaschen Wein. Hier gibt es Platz für einige Mobile, allerdings steht man nur am oberen Ende gerade. Bei trübem Wetter gehen wir am Wartberg, dem Hausberg von Heilbronn, in den Weinbergen spazieren.




Den Abend verbringen wir mit dem Gesellschaftsspiel Phase10. Und dann kommt nochmal die Sonne raus.

Am nächsten Morgen fahren wir den Stellplatz der Stadt Heilbronn am Freibad an und entsorgen. Der Stellplatz ist bis auf den letzten Platz besetzt und wir freuen uns, dass wir am Weingut mit Blick auf Reben alleine übernachten konnten. Keine zwei Stunden später kommen wir wohlbehalten zu Hause an.
Insgesamt waren wir auf dieser Ausfahrt 528 km unterwegs.
Jetzt begeben wir uns in die selbstverordnete Quarantäne und warten auf Pfingsten und weitere Lockerungen. :razz: :roll:
Viele Grüße
Anne-Liese

