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Günstig neu oder für gleichen Preis gebraucht kaufen


Campingvan am 05 Jun 2020 18:33:13

Wir sind ein junges Pärchen, beide 50 plus und möchten uns ein Wohnmobil für verlängerte Wochenenden und Kurzurlaube zulegen. Was dann daraus wird wissen wir selbst noch nicht.

Gedanklich schwanken wir zwischen einem neuen Kastenwagen/Van (z.B. Pössl/Sunlight V66) oder eher etwas gut gebrauchtes als Teilintegrierter/Integrierter. Preisvorstellung ca. 45.000,- Euro.

Keine einfache Entscheidung, da wir wie alle Camper das ideale für den besten Preis erwerben möchten.

Bitte einfach mal sinnvolle Tipps posten die uns bei der Entscheidung helfen könnten. DANKE

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klink_bks am 05 Jun 2020 18:40:18

:) Hallo Campingvan ! :)

Du musst eigentlich 2 Entscheidungegn treffen,
erstmal die, ob Kastenwagen oder Teilintegrierter / Integrierter.
Man muss sich da entscheiden, wie der Platzbedarf ist, gut ist dann,
wenn man vorher mal gemietet hat.
Und die zweite Entscheidung ist, ob man ein Fahrzeug nach "Maul Mass" genau
wie gewuenscht und bestellt haben will, oder auch Zugeständnisse machen will,
weil das TV nur 22 Zoll statt 24 Zoll hat und auch das Klo schon benutzt ist.
Alles hat Vorteile, aber es gibt nix, was nicht auch Nachteile hat.

Viel Erfolg und
Gruss von der schöenen Mittelmosel
Achim

Campingvan am 05 Jun 2020 19:03:34

Stimmt dann eher den Integrierten/Teilintegrierten. Ob 22 oder 24 Zoll TV ist nicht Kauf entscheidend und wenn der Vorbesitzer Nichtraucher und sauber war darf auch das Klo benutzt sein. :-)

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volley97 am 05 Jun 2020 19:25:33

ich denke, wenn Ihr bei Mobile nach Teilintegrierten schaut, lässt sich dort auch eine Preisspanne eingeben, somit ergibt sich eine sehr unterschiedliche Auswahl.
Nun könnt Ihr anhand der Bilder schon mal schauen, was Euch gefällt, dann kristallisiert sich auch raus, was Euch wichtig ist - oder wichtiger wird.
Es ist auch von der Nutzung abhängig - nur im Sommer unterwegs - oder auch im Winter! Wenn man auch im Winter unterwegs ist, macht es Sinn ein "Winterfestes Wohnmobil" zu wählen, erleichtert vieles - ebenso ist eine AldeWarmwasserheizung eine sehr schöne Sache.
GGF dann ein paar Fahrzeuge mal näher anschauen, und wieder Erkenntnisse sammeln, so kommt man dann seinem Ziel näher.
Gebraucht ist nicht so dramatisch, weil es heutzutage tolle Reinigungs- und Desinfektionsmittel gibt - wer hier dann noch will, holt sich ein WC Austauschset mit Brille und Kassette für 110 € auch eine Option. Viel Spaß und Erfolg bei Eurer Suche :-)

huohler am 05 Jun 2020 19:35:25

Und gebrauchte sind
- meist besser ausgestattet
- durchrepariert
- bei gleichem Preis hochwertiger
Ich würde jederzeit wieder einen 6-8 Jahre alten Carthago einem neuen Carado vorziehen. (Achtung Wortspiel, man kann auch andere Marken einsetzen.)

Hubert

DonCarlos1962 am 05 Jun 2020 19:49:13

Campingvan hat geschrieben:Gedanklich schwanken wir zwischen einem neuen Kastenwagen/Van (z.B. Pössl/Sunlight V66) oder eher etwas gut gebrauchtes als Teilintegrierter/Integrierter. Preisvorstellung ca. 45.000,- Euro.


Das muss nicht sein. Wenn man keine all zu hohe Ansprüche stellt, kann man sicher auch einen Teilintegrierten für ca. 45.000€ neu bekommen.
Ich habe gerade einmal bei zwei Händlern nachgesehen. Da stehen auch für ca. 45.000€ neue Fahrzeuge auf dem Hof.

Hier ein Beispiel: --> Link

Brief und Fracht ist schon drin, scheint es.

Extras kosten dann aber noch. Z.B. eine Markise, oder eine Sat-Anlage. Aber das kann man auch in der nächsten Saison nachrüsten!
Wir kommen auch mit einer Sat-Anlage auf Alu-Dreibein hin. Eigentlich sogar ganz ohne TV.

Kastenwagen hat der auch: --> Link

Ich würde einfach einmal die Händler in eurer Nähe abklappern. Vielleicht steht ja das richtige Mobil zum richtigen Preis gerade noch auf dem Hof.
Möglich ist das immer. Ein neues Mobil bietet ebnen auch volle Garantie. Ich finde das immer sehr beruhigend, wenn man beginnt.

LG Carsten

Hornberger am 05 Jun 2020 20:03:43

Hallo, vorher mal etwas mieten, um zu sehen, was dann daraus wird. Kaufen kann folgen, wenn ich genau weiß, was ich will. Ein Kriterium für "ältere Menschen" sind z.B. bequeme Längsbetten. Kaufen ohne probiert zu haben, ist der definitiv falsche Weg.
Eine Möglichkeit ist zum Beispiel die Miete bei einer Vermietung, die zu Saisonende exakt dieses Fahrzeug verkauft.
Gruß Holger

Campingvan am 05 Jun 2020 20:26:41

Viele interessante Hinweise. Längsbetten und vernünftig großen Kühlschrank > 90 Liter sollte das WOHNI definitiv haben.

Wir werden morgen mal mit einem Händler wegen eines Sunlight V66 Team Edition telefonieren, evtl. kann man das Fahrzeug vorher mal für ein verlängertes Wochenende mieten.

Den Tipp mit Mobile setze ich auch mal ein.

rkopka am 05 Jun 2020 21:20:27

huohler hat geschrieben:Ich würde jederzeit wieder einen 6-8 Jahre alten Carthago einem neuen Carado vorziehen. (Achtung Wortspiel, man kann auch andere Marken einsetzen.)

Vom Aufbau her schon möglich (hab da keine "teuren" Erfahrungswerte), obwohl die EInbaugeräte häufig die gleichen sind, aber die Basis ist oft nicht anders und da hast du dann einige Jahre Rückstand, bzw. früher Reparaturen und evt. mehr Probleme wegen EuroX.

Hornberger hat geschrieben:Kaufen ohne probiert zu haben, ist der definitiv falsche Weg.

Generell bin ich der gleichen Meinung. Andererseits gibts auch genug Beiträge, wo jemand spontan gekauft hat und glücklich damit ist. Mein letztes Womo war auch nicht ausprobiert und ich hatte nicht viel Ahnung. Andererseits gibts auch die, die lange probieren und studieren, dann kaufen und nach einem Jahr doch wieder was anderes haben wollen. Also muß jeder seinen eigenen Weg finden.

RK

DonCarlos1962 am 05 Jun 2020 23:01:49

Wenn die Gebrauchtwagenpreise wie bei einem PKW fallen würden, könnte ich der "lieber gebraucht, dafür hochwertiger" Strategie folgen.

Aber die Preise für gebrauchte Wohnmobile fallen nicht in dem Maße wie sie eigentlich sollten. Da werden selbst Gurken für teures Geld verkauft, nur weil die Nachfrage so hoch ist.

Die Abgasnormen sollten tatsächlich auch nicht aus den Augen verloren werden. Schon allein wegen dem zu erwartendem Wiederverkaufswert und den vielleicht sogar drohenden Einfahrverboten in den Umweltschutzzonen. Da diese Zonen wohl mehr zu- als abnehmen, wäre mir ein Fahrzeug mit der letzten Abgasnorm wichtig.

Was hilft mir ein tolles, altes Wohnmobil, mit dem ich keine Städtebesuche mehr machen darf? Klar kann man außerhalb bleiben und mit dem ÖPNV in die Stadt fahren. Aber die anderen sind schon da. Hase/Igel?

Das "junges Pärchen" sollte sich also mal die Zeit nehmen und sich beim Händler beide Wohnmobiltypen ansehen und dann selbst entscheiden.

Da die Beiden schon genaue Vorstellungen von ihren Wünschen haben, denke ich nicht, dass sie unbedingt vorher etwas mieten müssen. Einfach die Zeit nehmen und sich in die Mobile beim Händler setzen und den Campingalltag einmal durchdenken. Ein paar Berichte lesen und die eigenen Vorstellungen mit einfließen lassen.

Es gilt z.B. eine Wahl zu treffen, ob man Dusche und WC getrennt, oder gemeinsam haben möchte. Wir haben uns für die getrennte Version entschieden, weil wir die Toilette nach dem Duschen nicht aufwändig trocken legen wollen.
Bei der separaten Dusche ist das viel einfacher und es ist im Regelfall auch mehr Platz vorhanden. Wir (auch "junges Pärchen" Mitte 50) finden diesen Raum um uns beim duschen sehr wichtig.

Ob als Basis ein FIAT oder ein Mitbewerber dient, ist eigentlich nicht so wichtig. Es gibt Unterschiede, aber das Für und Wider gleicht es wahrscheinlich wieder aus.
Mercedes und Iveco scheiden in dieser Preisklasse wohl aus.
Wenn man kann, sollte man nicht an den Pferden im Stall sparen. 130/140 PS sollten es in dieser Klasse schon sein. Mehr ist besser, aber nicht Voraussetzung um glücklich zu werden.

Was uns wirklich wichtig war, ist der Händler in der Nähe. Wenn man zur Durchsicht oder wegen Garantiearbeiten zum Händler muss, will man ja nicht quer durch die Republik fahren müssen. Das kann nerven, wie man in diesem Forum hinreichend lesen kann.

Das sind nur ein paar Gedanken dazu.

LG Carsten

Campingvan am 06 Jun 2020 07:51:36

Guten Morgen Carsten,
toller Beitrag vielen Dank, ihr spürt wie wir denken.

Wir tendieren durch die Abgasvorschriften und die (aus unserer Sicht) überzogenen Preise bei gebrauchten WOHNIS zum Kauf eines neuen Modells.

Wenn das Bett, die Toilette und die Dusche passt kann aus unserer Sicht nichts schiefgehen. Vor dem Kauf das eine oder andere Modell auszuprobieren ist sicherlich eine Methode, aber nicht unsere. Das Geld investieren wir lieber in Zubehör für unser eigenes Fahrzeug.

Bei der Ausstattung und dem Modell tasten wir uns jetzt einfach mal über die Händler nach vorne. Fachpublikationen lese ich schon seit gut 3 Jahren um grob informiert zu sein.

Tinduck am 06 Jun 2020 08:17:05

Ich würde den Tip mit der Miete nicht einfach abtun. Es gibt viele Grundrisse, die auf den ersten Blick toll und intelligent aussehen, aber eben nicht für jeden gleichermassen geeignet sind, und das merkt man erst, wenn man mal bei einem Regentag etwas mehr Zeit im Mobil gelebt hat. Insbesondere irgendwelche Raumsparlösungen können voll nach hinten losgehen, wenn z. B. in der Küche keiner mehr was machen kann, wenn das Bad benutzt wird. Zu enge Durchgänge und mickrige Sitzgruppen mit schlechten Polstern sind weitere Fallen, die man erst ‚erwohnen‘ muss.

Wir haben uns vor 5 Jahren ebenfalls für einen hochwertigen älteren Gebrauchten anstatt für was Neueres einer günstigeren Marke entschieden. Für uns war das der richtige Weg, weil robust und voll wintertauglich. Auch Aufbau- und Möbelqualität muss man erleben, um den Unterschied zu bemerken. Mehr fürs Geld bekommt man definitiv beim Gebrauchten, auch wenn die Preise im Moment etwas überhöht sind.

Die Abgasnorm ist uns wumpe, unsere Urlaubsziele liegen seltenst in Umweltzonen, und wenn das mal vorkommt (z. B. London), dann campt man halt draussen und fährt mit ÖPNV rein. Dafür macht das Alteisen keine Elektronikprobleme. Grüne Feinstaubplakette ist dran, das reicht in D für 99,99% der Fälle aus.

bis denn,

Uwe

klink_bks am 06 Jun 2020 10:55:57

Tinduck hat geschrieben:Ich würde den Tip mit der Miete nicht einfach abtun. ........
Uwe


Dem kann ich absolut nur zustimmen, mein Fahrzeug wurde vom Vorbesitzer nach nur 380 km verkauft,
weil er und seine Frau mit der Bettenanordnung nicht glücklich waren. hatten vorher auch nie gemietet,
und der Preisnachlass für mich war schon gut 6.000. Euro.

Gruss von der schönen Mittelmosel
Achim

Campingvan am 07 Jun 2020 10:36:24

Wir sprechen gerade mit einem Käufer über die Möglichkeit einen V66 für ein verlängertes Wochenende zu mieten und dieses Modell danach gleich u kaufen (wenn alles passt).

klink_bks am 07 Jun 2020 15:17:28

Campingvan hat geschrieben:Wir sprechen gerade mit einem Käufer über die Möglichkeit einen V66 für ein verlängertes Wochenende zu mieten und dieses Modell danach gleich u kaufen (wenn alles passt).


Sehr gute und kluge Entscheidung

Gruss von der schönen Mittelmosel
Achim

Campingvan am 14 Feb 2026 19:14:40

Fahren jetzt seit ca. 8 Monaten einen fast neuen Knaus ti650 Vansation MEG. Alles richtig gemacht, wir haben uns vorher gut informiert und fahren jetzt genau unser Wohnmobil. Kann das Fahrzeug nur weiterempfehlen und auch die vielen neuen Bekanntschaften unterwegs hatten mit unserem Modell kaum Schwierigkeiten.

Jeder muss mit seiner Methode glücklich werden, die einen leihen vorher und die anderen kaufen gleich.

Allen vielen Dank für Ihre Ratschläge und weiterhin tolle Tage mit euren WoMo´s.

BadHunter am 15 Feb 2026 09:15:41

Campingvan hat geschrieben:Fahren jetzt seit ca. 8 Monaten einen fast neuen Knaus ti650 Vansation MEG. Alles richtig gemacht, wir haben uns vorher gut informiert und fahren jetzt genau unser Wohnmobil. Kann das Fahrzeug nur weiterempfehlen und auch die vielen neuen Bekanntschaften unterwegs hatten mit unserem Modell kaum Schwierigkeiten.



Da sag ich mal: Glück gehabt, bisher....
Ein sehr guter Freund von uns hat sich vor 2 Jahren einen nagelneuen Knaus Kastenwagen gekauft. Von Beginn an etliche Mängel beim Ausbau, aber noch viel mehr Probleme mit der Ducato- (Stellantis-) Basis. Bisher eine endlose Geschichte, war schon kurz davor, ein neues Fahrzeug eines anderen Herstellers auf der Messe in Hamburg am letzten Wochenende zu kaufen, aber kein Händler war bereit, das Fahrzeug, unabhängig vom Preis (ein Preis für eine Inzahlungnahme wurde nicht einmal in Erwägung gezogen!), in Zahlung zu nehmen.
Man sagte ihm, er solle das Fahrzeug privat verkaufen, denn wegen der Händlergewährleistung beim Weiterverkauf wolle man keinen Knaus aus 2023/2024 in Zahlung nehmen.

flo1979 am 23 Feb 2026 17:30:56

BadHunter hat geschrieben:Ein sehr guter Freund von uns hat sich vor 2 Jahren einen nagelneuen Knaus Kastenwagen gekauft. Von Beginn an etliche Mängel beim Ausbau, aber noch viel mehr Probleme mit der Ducato- (Stellantis-) Basis.

Unsere Stellantis-Basis (Peugeot) von 2023 macht 0,0 Probleme. Ich denke, ein Montagsauto kann man überall erwischen. Beim Ausbau wirst Du überall was haben, PKW-Qualität wirst Du im Ausbau nirgends finden, sollte das der Anspruch sein. Habe auch keine Ahnung, ob das Werk groß eine Rolle spielt. Unser Weinsberg-Alkoven kommt aus Jandelsbrunn und da war bisher nix großes dran, was auf die Fertigung zurückzuführen war. Keine Ahnung, ob es da Unterschiede zu Ungarn gibt...

aber kein Händler war bereit, das Fahrzeug, unabhängig vom Preis (ein Preis für eine Inzahlungnahme wurde nicht einmal in Erwägung gezogen!), in Zahlung zu nehmen.

Als Händler ohne endlos Kapital würde ich momentan auch erstmal versuchen, Bestände abzubauen.

dietmardd am 23 Feb 2026 18:28:46

Habt Ihr auch daran gedacht, wo das neue Womo abgestellt werden kann und ob der Platz für beide Varianten reicht?

Bezüglich der Entscheidung Kastenwagen oder teilintegriert gebe ich zu bedenken, dass die Kastenwagen meist nicht oder kaum wärmeisoliert sind, Im Frühjahr und Herbst kann es Nachts recht kalt werden. Nach einiger Zeit ist im Kastenwagen Innentemperatur = Außentemperatur. Im Teilintegrierten dauert die Abkühlung innen etwas länger. Durch die Wärmeisolation im Teilintegrierten ist der Gasverbrauch für die Heizung geringer.

In Teilintegrierten sind meist Gasheizungen eingebaut. Diese sind leise und i.A. wartungsfrei.

In Kastenwagen sind oft Dieselheizungen eingebaut.
Vorteile:
- Diesel aus Fahrzeugtank, kein häufiger Gasflaschenwechsel wegen Heizung, gut für Wintercamping, denn im Winter braucht man alle ca. 3 bis 4 Tage eine neue 11 kg-Gasflasche. Diesel gibt es an jeder Tanke und in jedem Land.

Nachteile:
- brauchen sehr viel Strom. Kleine Aufbaubatterien sind schnell leer. Wer jede Nacht an E-Säulen auf Camping- oder Stellplätzen steht, hat dieses Problem nicht.
- Der größte Nachteil besteht darin, dass sich Dieselheizungen recht schnell mit Ruß voll setzen. Nachteilig ist das vor allem in der Übergangszeit, da die Heizung nicht frei gebrannt wird. Einmal im Jahr sollte die Heizung gewartet werden, insbesondere von Ruß gereinigt. Wenn das in der Werkstatt gemacht wird, sind die Folgekosten hoch. Besser wäre, man lässt es sich beim Kauf genau zeigen, damit man es selbst machen kann. Eine gute Zugänglichkeit der Dieselheizung ist vorteilhaft.
- je nach Typ und ob Schalldämpfer und Flüsterpumpen eingebaut sind, sind Dieselheizungen etwas lauter als Gasheizungen und riechen manchmal etwas nach Diesel, vorwiegend außen.

In Kastenwagen sind manchmal Kompressorkühlschränke verbaut, in Teilintegrierten meistens Gaskühlschränke (Absorber) . Kompressorkühlschränke kühlen besser, vor allem im Hochsommer und man braucht kein Gas. Allerdings sind die standardmäßig verbauten Aufbaubatterien zu kapazitätsschwach für Kompressorkühlschrank und Dieselheizung. Daher sollte man eine größere LiFePO4-Batterie nachrüsten. Das ist jedoch auch in jedem anderen Fall von Vorteil.

Der Gasverbrauch von Absorberkühlschränken ist abhängig vom Alter und Typ des Absorberkühlschrankes, der Größe und der Außentemperatur. Im Hochsommer reicht nach meinen Erfahrungen eine 11 kg-Gasflasche zwischen 12 und 20 Tagen (nur für Kühlschrank). Aber man braucht auch Gas für die Heizung und zum Kochen. Für 3 Wochen ist man mit 2 Stück 11 kg-Flaschen auf der sicheren Seite. Wenn man mit nur einer Gasflasche unterwegs ist, kann das Probleme bereiten. Ältere Wohnmobile haben manchmal nur Platz für eine Flasche. EURO-Ersatzflaschen gibt es nur in Deutschland, Österreich und an wenigen Stellen in der Niederlande. In allen anderen Ländern gibt es landeseigene Flaschenabmessungen (Achtung: manchmal zu hoch für ein dt. Wohnmobil) und andere Anschlüsse. Hierfür gibt es diverse Adapter zu kaufen. Die ausländischen Gasflaschen gibt es gegen Pfand. Man muss sich unbedingt die Rechnung aufheben. Oft werden die ausländischen Gasflaschen nur von der gleichen Tankstellenkette zurück genommen, bei der sie gekauft wurden. Außerdem sind diese Gasflaschen nach Rückreise meist noch recht voll. Wenn man jedes Jahr in das gleiche Land reist, ist das kein Problem, aber ansonsten hat man mit der Zeit eine kleine Gasflaschensammlung aus verschiedenen Ländern.

heiner57 am 23 Feb 2026 18:57:40

Hallo Dietmar,

Du hast sehr gut auf die "Eingangsfrage" geantwortet!
Eine kleine (Teil) Zusammenfassung von vielen Empfehlungen hier im Forum.

Die Frage war allerdings 2020.
Der TE "Campingfan" hat am 14.02 26 geschrieben, das er sein passendes Mobil vor 8 Monaten gekauft hat.
Also wohl kein Beratungsbedarf mehr.

Allerdings werden deine Ausführungen dem einen oder anderen "Neuling hier", welcher gerade Tipps sucht bei seiner Auswahl helfen.

VG
Heinrich

BadHunter am 24 Feb 2026 07:45:07

flo1979 hat geschrieben:
Als Händler ohne endlos Kapital würde ich momentan auch erstmal versuchen, Bestände abzubauen.


Dann habt Ihr offenbar Glück mit Eurem Fahrzeug.

Die zitierte Aussage aber kann ich überhaupt nicht nachvollziehen! Als Händler muss man immer das Interesse haben, neue Fahrzeuge zu verkaufen! Und in der Fahrzeugbranche ist es dann oft unumgänglich, dafür gebrauchte Fahrzeuge in Zahlung zu nehmen.
Wie im Falle unseres Freundes: hätte irgendein Händler überhaupt ein Angebot gemacht, auch wenn unser Freund damit reichlich Verlust gemacht hätte, wäre es sicherlich zum Kauf eines neuen Mobils gekommen!
Aber die Aussage mehrerer Händler, den Knaus (aus den beschriebenen Gründen und Erfahrungen, die auch die Händler gemacht haben) nicht in Zahlung nehmen zu wollen, sagt schon viel aus...

BikeAir am 24 Feb 2026 10:43:07

Tinduck hat geschrieben:Ich würde den Tip mit der Miete nicht einfach abtun. Es gibt viele Grundrisse, die auf den ersten Blick toll und intelligent aussehen, aber eben nicht für jeden gleichermassen geeignet sind, und das merkt man erst, wenn man mal bei einem Regentag etwas mehr Zeit im Mobil gelebt hat.
Mieten kann man, muß man aber nicht, wir haben auch nie gemietet und damals einfach gekauft, allerdings haben wir uns ein Jahr Zeit genommen um erst einmal herauszufinden, was wir genau haben wollen, dann genau danach gesucht und gekauft. Nach 7 Jahren würden wir das gleiche Auto wieder kaufen.

Eine halbe Stunde reinsetzten und Türe zu, dann fällt zum Beispiel Ford schon ganz schnell raus, weil die Fahrersitze für den Dinette Tisch viel zu niedrig sind.

Grüße

Tinduck am 24 Feb 2026 12:49:55

BikeAir hat geschrieben:
Eine halbe Stunde reinsetzten und Türe zu, dann fällt zum Beispiel Ford schon ganz schnell raus, weil die Fahrersitze für den Dinette Tisch viel zu niedrig sind.

Grüße


Dafür sehen da während der Fahrt größere Personen auch noch was und nicht nur den oberen Rahmen der Windschutzscheibe - irgendwas ist halt immer.

Aber wieder ein Argument dafür, nicht im Fahrerhaus zu wohnen :) Ein Fahrerhaus ist ein Fahrerhaus und auch genau darauf optimiert. Da muss man sich nicht wundern, wenn es für alles andere nur mäßig geeignet ist.

bis denn,

Uwe

leverkusen3 am 24 Feb 2026 13:56:41

Hallo

Ob die Schwerpunkte einzelner Fahrzeugherstellers zu mir passen, ist Individuell.

Was ich mir aber überlege, ist folgendes:
Unsere Womos werden viel länger gehalten als normale PKW. Gut erhaltene 30 Jahre alte Autos haben noch einen hohen Wert.
Ob die mit Elektronik und vielen Helferlein vollgepackten aktuellen Basisfahrzeuge dann noch funktionieren bezweifele ich. Es ist ja heute schon schwierig einen Fehler in der Fahrzeugelektronik zu lokalisieren. Glaubt ihr wirklich, das es besser wird, wenn das Auto 20 Jahre alt ist?

Dazu kommt, das die vielen Funktionen nur bei Schönwetter einigermaßen funktionieren. Wenn es Nass oder Dunkel wird, nerven sie mit permanentem Gebimmel und ständig aufpoppenden Warnmeldungen. Bevorzugt dann, wenn es eng wird und Konzentration gefragt ist, will das Auto auch noch zusätzliche Zuwendung, die vom Wesentlichen ablenkt.

Das wird mit jedem Modelljahr verpflichtend mehr und ist auch HU relevant.

Der bisherige Tiefpunkt ist unser Golf8, zusätzlich noch alle Schalter durch Touchfelder ersetzt, Wer entwickelt so etwas?

Was für eine Erleichterung ist dann ein Auto, das einfach fährt und tut was es soll, mich aber sonst nicht weiter belästigt.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas

rkopka am 24 Feb 2026 14:17:35

leverkusen3 hat geschrieben:Ob die mit Elektronik und vielen Helferlein vollgepackten aktuellen Basisfahrzeuge dann noch funktionieren bezweifele ich. Es ist ja heute schon schwierig einen Fehler in der Fahrzeugelektronik zu lokalisieren. Glaubt ihr wirklich, das es besser wird, wenn das Auto 20 Jahre alt ist?

Sicher nicht. Irgendwann wird man die Ersatzteile nicht mehr bekommen und man wird sie auch kaum nachbauen können. Erst recht nicht für eine legale Zulassung.

Dazu kommt, das die vielen Funktionen nur bei Schönwetter einigermaßen funktionieren. Wenn es Nass oder Dunkel wird, nerven sie mit permanentem Gebimmel und ständig aufpoppenden Warnmeldungen. Bevorzugt dann, wenn es eng wird und Konzentration gefragt ist, will das Auto auch noch zusätzliche Zuwendung, die vom Wesentlichen ablenkt.

Da habe ich wohl Glück. Hin und wieder beklagt sich die Kamera, wenn die Scheibe sehr angelaufen ist, hat aber sonst keine Folgen. Die Geschwindigkeitswarnung ist so leise, daß ich sie kaum höre.

Der bisherige Tiefpunkt ist unser Golf8, zusätzlich noch alle Schalter durch Touchfelder ersetzt, Wer entwickelt so etwas?

Das war für mich mit ein Grund beim letzten PKW VW gar nicht erst weiter anzuschauen. Jetzt habe ich einen (recht neuen) Renault mit vielen Schaltern. Danach habe ich zwar nicht gesucht, aber er hat sogar noch physische Rundinstrumente und nur einen kleinen Bildschirm in der Mitte (plus das Multimediasystem, das ich aber nicht fürs Fahren brauche).

Was für eine Erleichterung ist dann ein Auto, das einfach fährt und tut was es soll, mich aber sonst nicht weiter belästigt.

Naja. in einigen Fällen möchte ich schon, daß es mich belästigt (Öldruck, Übertemperatur...).

RK

Trouw am 25 Feb 2026 19:38:47

Hallo, das Pferd ist tot!

Tinduck am 26 Feb 2026 09:03:39

Schon sehr lange oder kann man wenigstens noch Wurst draus machen? :)

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