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LT 35, Baujahr 2004, Selbstausbau


Oliam am 07 Jun 2020 14:08:04

Hallo zusammen,
ich habe mich hier mal angemeldet, da ich und meine Freundin seit ein paar Tagen nach langer Suche einen LT35 besitzen.
Der Wagen hat 102.000 Km runter, ist aus erster Hand, unfallfrei, durchgehend bei VW Scheckheftgepflegt, Zahnriemen und TÜV neu, nahezu kein Rost.

Diesen möchten wir in den kommenden Wochen ausbauen und haben heute mal mit dem Ausbau des Bodens begonnen.
Unsere Anforderungen sind hierfür:
- Vier Schlafplätze.
- Vier Sitzplätze.
- Platz für zwei Roller oder Motorräder während der Fahrt.
- Herd, Backofen, Spühle.
- Ggf. eine Dusche samt Klo. Das ist aber noch nicht entschieden.
- Nutzung eigentlich nur bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt.

In den kommenden Tagen werden wir weiterhin den Innenraum nackig machen, alle minimalen Rostansätze entfernen und neu schützen sowie die Dämmung anbringen.
Hierbei wollen wir die Seiten und Decke mit selbstklebendem Armaflex und den Boden mit nicht selbstklebenden Armaflex auskleiden. Die Bodendämmung wollen wir mit ein paar Klettsteifen befestigen um bei eventuellem Rost in der Zukunft oder Sonstigem leicht dran zu kommen.

Darüber hinaus werden die Tage alle Blech und Metallteile wie bspw. die seitlich ausfahrbare Stufe zum Verzinken gebracht, sodass Sitzschienen und andere Kleinteile wieder schick und dauerhaft korrosionsfrei sind.

Die Rollstuhlhebebühne werden wir auch drin lassen, oben mit WPC oder gleichartigem bebauen und zum einladen für Mopeds, als Draußentisch und/ oder Außendusche nutzen (Oberkannte der Bühne ist 78 cm).

Parallel planen wir den Innenausbau im CAD weiter um eine Idee von den Abmessungen zu bekommen. Ein 3D Modell des Wagens habe ich leider nicht gefunden, sodass ich mich lediglich den Wagenkonturen annähern kann. Ggf. habe ich jedoch zeitnah die Möglichkeit den Wagen 3D scannen zu lassen, das wäre natürlich das optimale.

Soweit erstmal der Startschuß. Ich werde den Fortschritt hier weiter posten und würde mich über viele Tricks, Tipps und Anregungen freuen.

Viele Grüße aus Hamburg







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Oliam am 07 Jun 2020 16:55:41

Eine Frage ist mir heute aufgekommen.
Um die Bodenplatte, die Spanten sowie Wände am Fahrzeug zu befestigen würde sich m.M.n. Nietmuttern aus verzinktem Stahl anbieten.
Spricht da aus Erfahrung etwas gegen?

Waellerwind am 08 Jun 2020 20:13:01

na da habt ihr ja ein schönes Projekt.
Ich werde das weiter verfolgen.
Viel Freude beim Ausbauen.


Gruß Andreas

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teuchmc am 08 Jun 2020 20:20:16

Oliam hat geschrieben:Eine Frage ist mir heute aufgekommen.
Um die Bodenplatte, die Spanten sowie Wände am Fahrzeug zu befestigen würde sich m.M.n. Nietmuttern aus verzinktem Stahl anbieten.
Spricht da aus Erfahrung etwas gegen?

Moin! Die Frage wurde gerade erörtert in diesem Teil.
"Aktuell 6. Trööt unter Deinem.
Sonnigen weiterhin. Uwe

jurgen am 12 Jun 2020 15:26:22

Spannendes Projekt :top: viel Spass euch

Gast am 12 Jun 2020 16:01:43

Nahezu kein Rost ist relativ :D
Ist die Rollstuhlhebebühne stark genug für ein Motorrad? Ich würde sie ausbauen und verkaufen. Sie wiegt bestimmt einiges und nimmt Platz weg. Hinten eine Schiene anlegen und Moped rein schieben, geht ganz einfach. Kommt ihr ansonsten mit dem Gewicht klar?

teuchmc am 12 Jun 2020 19:04:29

Moin! Solch Bühne kann schon wat. Ein E-Rolli kann ja durchaus mit Person um 300kg+/- wiegen.
Mir würde auch das Gewicht dieser Bühne dezente Koppschmerzen bereiten.
Leberkas sein Überlegungen sind da nicht die Schlechtesten.
Sonnigen weiterhin. Uwe

Oliam am 18 Jun 2020 21:24:05

So, wir haben in den vergangenen Tagen weiter entkernt, geputzt und aufgeräumt.
Leider mussten wir an den Trittbrettern noch Rost finden (wen wundert es? ;))
Ansonsten haben wir den gesamten Unterboden gereinigt, viele Anbauteile zum strahlen und verzinken gebracht sowie das Einsteigblech von Beifahrer und Schiebetür einer Owatrolbehandlung unterzogen.

Bei den beiden Bereichen werde ich es bei Owatrol und Mike Sander belassen und halbjährlich prüfen. Ich denke, dass ist in den Bereichen ausreichend und man bekommt mit wenn es weitergammeln sollte.
Die Fahrerseite sieht leider schelchter aus und wird irgendwann im Herbst oder Winter mal vom Fachmann repariert.
Der Unterboden sieht ansonsten top aus und hat keine erkennbaren Roststellen.
Morgen wird der Innenraum dann bearbeitet. Flugrost entfernen,, ggf. Rost behandeln und dann grundieren.
Die Löcher der ehemals vernieteten Grundplatte bohren wir auf 6mm auf, konservieren sie Stellen, verschließen sie mit Karosseriegummistopfen und versiegeln die Stellen im Anschluß mit Mike Sander. Das sollte gut funktionieren.
Dafür habe ich eine Druckbecherpistole sowie 8KG Mike Sander bestellt da ich auch alle Hohlräume, Schweller usw versiegeln werden.
Die Schweller und Längsträger sind innen wirklich absolut rostfrei und auch alle Falze in gutem Zustand. Damit habe ich trotz der Historie des Wagens nicht gerechnet.

Ich hoffe, dass wir in 7-10 Tagen den Boden drin haben und der Innenausbau starten kann.

Den Innenausbau selber haben wir mal grob in CAD Skizziert um eine Idee der Abmessungen zu bekommen. Wir werden auf Fensterhöhe hinten ein klappbares Querbett (Länge 185cm x 150cm Breite) sowie darüber ein ausziehbares Hubbett in Längsrichtung einbauen. Das ist aktuell zumindest die Idee.
Die Dämmung werden wir mit Armaflex machen, jedoch nur den Boden, die großen Seitenflächen sowie das Dach dämmen. Das Verkleben von Spanten und co. ist nicht so meins und da wir nicht ständig zum Nordkap fahren halte ich die Luftzirkulation für wichtiger. Hierfür werde ich versuchen das vorhandene Zusatzgebläse für hinten mit Schläuchen hinter verschiedene Stellen der Verkleidung zu verlängern um dort Luft hin zw. Feuchtigkeit weg zu bekommen.

Abschließend haben wir uns nun doch dafür entschieden die Hebebühne raus zu schmeißen. Die hebt zwar 350Kg, ist aber einfach zu sperrig.

Die Tage geht es dann weiter mit Bildern.






kiteliner am 19 Jun 2020 08:25:53

Also, erst mal Hallo viel Spaß bei deinem Projekt.
Zweitens würde ich nicht das teure Armaflex für den Fußboden verwenden. Das ist meiner Meinung nach zu weich und drück sich mit der Zeit unter der Fußbodenplatte platt. Ich würde das günstigere und festere XPS in Platten aus dem Baustoffhandel verwenden. Du hast ja nur gerade Flächen, das braucht es die Biegefähigkeit des Armaflex nicht. Außerdem ist Armaflex für meine Begriffe mit Kanonen auf Spatzen schießen, vor allem, wenn du alle Fenster drin läßt. Die machen nämlich viel kälter (oder wärmer) als eine Wand oder ein Boden der/die statt mit Armaflex "nur" mit XPS gedämmt sind. Aber vermutlich hast du das Zeug schon rumliegen.

Oliam am 29 Jun 2020 20:45:29

So, leider ging es die Tage etwas langsamer voran da ich viel bei der Arbeit war.

Wir haben nun den gesamten Boden abgeschliffen und neu lackiert, sodass alle Roststellen weg sind. Größere Rostprobleme werden die Tage vom Karosseriebauer behoben.

Bei dem Boden bin ich mir auch noch unschlüssig. Die Idee ist, die Aufnahmepunkte der Sitzbänke zur Befestigung zu nutzen da ich kein Freund vom Verkleben bzw. dem Bohren neuer Löcher bin. Die Firma die den Bus vorher altersheimgerecht umgebaut hat, hat leider einen halben schweizer Käse aus dem Boden gemacht und völlig wahllos sachen vernietet bzw. verschraubt. Besonders raffiniert war das aufschweißen von Metalklötzen in welche ein Gewinde zur befestigung der Airlineschinen mit Edelstahlschrauben geschnitten wurden. Darunter hats natürlich schön gegammelt und eine Schweißnaht auf einem Blechfalz ist auch nicht das Beste.
Somit wollen wir jetzt drei 15mm Multiplex Streifen in Längsrichtung einbauen. Sprich vom Heck bis zum Fahrerraum, 150mm Breit und diese in den vorgesehenen Sitzbankmuttern verschrauben. Seitlich würde ich das Ganze gerne nur auf der Dämmung auflegen, bin mir aber unschlüssig ob das steif genug ist. Wäre das mit XPS Platten möglich? Und wie siehts bei XPS mit Quitschgeräuschen aus?
Darüber soll eine 9mm Siebdruckplatte welche mit metrischen Senkkopfschrauben in die Multiplexstreifen geschraubt werden (mit Gewindemuttern oder wie die Teile heißen)

Abschließend sind mir noch zwei Fragen aufgekommen.
Das Verschrauben von Winkeln oder auch den Sitzkonsolen der Vordersitze direkt auf das Blech finde ich noch nicht so optimal. Auf dauer wird der Lack beschädigt und das Ganze fängt an zu gammeln. (Wie es bei mir unter den Vordersitzen bereits ein wenig der Fall ist) Ich würde eigentlich gerne zwischen Winkel/ Sitzkonsole und Karosserie eine Gummiunterlegscheibe oder Art Bautenschutzmatte verbauen. Gibt es bei sowas Erfahrungen um die Einbauten ein wenig schwimmend zu lagern und somit Verwindungen der Karosserie sowie Ausdehnungen zu kompensieren? Dies würde ich auch gerne bei den auf dem Bodenblech aufliegenden Holz machen damit der Lack des Blechs nicht durchscheuert.

Vielen Dank vorab.



Oliam am 29 Jun 2020 20:56:39

teuchmc hat geschrieben:Moin! Die Frage wurde gerade erörtert in diesem Teil.
"Aktuell 6. Trööt unter Deinem.
Sonnigen weiterhin. Uwe

Könntest du mir den Namen des Topics mitteilen? Ich kann nichts passendes finden.

Vielen Dank vorab.

teuchmc am 01 Jul 2020 22:42:54

Moin! Der Trööt heißt " Wandmontage mit Niet oder Blechmuttern". Aktuell der 13./14. Trööt unter Deinem.
Sitzkonsolen " schwimmend" zu befestigen ist m.W.n.nicht erlaubt wegen Kräfteeinleitung bei Unfällen etc..
Sonnigen weiterhin. Uwe

Oliam am 12 Jul 2020 20:12:58

Wir waren in den letzten Tagen fleißig und haben den Boden sowie die hinteren Schränke und Spanten fertig.
Der Boden besteht aus 12mm Siebdruckplatten die mit einer Unterkonstruktion in den M10 Sitzbankmuttern verschraubt ist. Von unten sind die Platten mit 4mm Kork gedämmt. Wie gut das funktioniert werden wir mal erproben.
Die Schränke hinten haben wir um die Radkästen herum und in einem herausnehmbaren Stück aus 9mm bzw. 18mm Multiplex gebaut. Die Spanten sind aus 24mm Multiplex da an diesen das Hubbett geführt werden soll und somit Stabilität wichtig ist.
Morgen werden alle Kanten mit der Oberfräse verrundet, die Spanten auf oben etwas verschmälert und der Eckschrank zwischen Rückbank und Spant gebaut (Fahrerseite).
Sobald dieser fertig ist geht der Wagen endlich zum Karosseriebauer. Insgesamt ist der Innenausbau mit 11 M8 Nietmuttern befestigt und kann in 30 min ausgebaut werden. Geklebt wurde auch nichts, da ich gerne jeder Zeit an die Radkästen für etwaige Schweißarbeiten in der Zukunft kommen möchte.
Das Ganze ist bombenfest und lässt sich nicht ansatzweise bewegen. Mal sehen ob sich da nach ein paar tausend Kilometern etwas ändert..
Kommende Woche wird noch der Himmel neu bezogen, der Boden verlegt und mit der Verkabelung begonnen.
Als Kühlschrank haben wir uns für einen 67 Liter 12V Kompressorkühlschrank entschieden da wir viel in warmen Ländern unterwegs sein werden. Als Herd werden wir normale, mobile Kartuschenkocher nehmen da wir vermutlich eh zu 80% draußen kochen werden.


Derzeit bräuchte ich noch zwei Tipps.
Wir möchten mindestens 140Ah AGM BAtterien verbauen welche dann über Solar sowie durch die Lichtmaschine geladen werden sollen.
- Welche Batterien haben eurer Erfahrung nach das beste Üreis Leistungsverhältnis?
- Welches B2B Ladegerät ist sinnvoll und bezahlbar? Oder kommt man um die 150€ Geräte nicht herum?
- Oder gibt es Laderegler die den Saft von der Lichtmaschine sowie von Solarpanels aufnehmen und verarbeiten können? Quasi 2 in 1?

- Wir hätten gerne einen Korkfußboden. Gibt es hier Erfahrungen welcher geeignet ist?

Vielen Dank vorab.


Oliam am 24 Jul 2020 19:22:44

Kurzes Zwischenupdate. Der Rohbau steht. In den kommenden WOchen wird dann ach Feierabend an Türen, Elektrik, Betten und co. weiter gearbeitet. Hat ggf. noch jemand Antworten zu meinen Fragen im letzten Post?





Beduin am 24 Jul 2020 19:31:53

Wow, das wird echt gut!
Ich hatte mal Kork in meinem VW-Bus. Mit Hund und Kind/ern am Strand............. Nach 4 Jahren wollte ich ihn nicht mehr haben, da war er nicht mehr schön. War ein elendiges Geschäft den wieder raus zu machen. vollverklebt

hesse67 am 28 Jul 2020 23:34:16

Wow....bislang eine echt gründliche und saubere Arbeit! :top:
Ich freue mich insbesondere auf die Konstruktion des Hubbetts. Mal schauen, ob sich Parallelen zu meiner Idee erkennen lassen.

Oliam am 24 Aug 2020 21:23:00

Da das letzte Update ein wenig her ist, gibt es mal wieder eins.
Da wir derzeit viel zutun haben kommt der Umbau etwas zu kurz, sodass wir nicht wirklich schnell voran kommen.
WIr haben jedoch mittlerweile das untere Klappbett, die 200W Solaranlage, einen Ladebooster, den Kühlschrank, eine anständige Musikanlage samt Radio, die Drehkonsolen sowie die Push Locks eingebaut und alle Schrankfronten weiß transparent geölt.
Das Hubbett folgt demnächst und es liegen, bis auf den Antrieb, alle Teile bereit.

Als nöchste Schritte folgen dann Oberschrank auf der Fahrerseite, der Schrank über den Fahrersitzen, Gardinen, Dachluke und ein Schiebe- oder Aufstellfenster für die Schiebetür. Das Fenster suche ich leider schon seit Wochen und finde keins. Sofern hier noch jemand soetwas zu verkaufen hat, kann er sich gerne bei mir melden.

Sobald die genannten Sachen fertig sind geht es dann an den Kleinkram wie Beleuchtung, Steckdosen usw.

Soweit sind wir ganz zufrieden und das Klappbett funktioniert wie erhofft. Dies besteht aus 4040 Nutprofilen welche auf 10mm Flanschlagern und der Wand drehend verankert sind, sodass keine Scharniere oder Schrauben zu sehen sind. Dies war uns recht wichtig und ist auch glücklicherweise gelungen.

Soweit der Zwischenstand.








Oliam am 21 Sep 2020 17:38:23

Wir haben mittlerweile vorne 2 Schiebefenster verbaut und die ELektrik schick gemacht.

Nun beschäftigen wir uns mit der Wasserversorgung und sind uns unschlüssig. Daher würde ich mich über Erfahrungswerte und Anregungen zu unserem Konzept freuen.
Wir haben uns einen 60L Wassertank bestellt, welcher unter den VW LT passt und auf der Beifahrerseite montiert wird. Ziel ist es, den Wasserhahn sowie die Betankung mit einer Pumpe machen zu können wobei die Umschaltung durch 2-Wege Ventile erfolgen soll. Darüber hinaus möchten wir aus jedem Wasser Trinkwasser machen können um autark "tanken" zu können und Plastik zu vermeiden.

Spricht aus eurer Sicht etwas gegen den folgenden Schaltplan? Dieser würde m.M.n. die Anforderungen erfüllen und darüber hinaus die Möglichkeit bieten den Tank auch umwälzen und Filtern zu können. Bspw. wenn das Wasser bereits ein Paar Tage im Tank stand. Da das getankte Wasser durch einen Vorfilter sowie einen Aktivkohle und Nanofilter fließt würde der Tank theoretisch immer sauber bleiben und das Wasser vor dem Wasserhahn quasi 2 mal das Filtersystem durchlaufen. Zum einen beim Tanken und erneut bei der Entnahme.

Vorteil wäre auch, dass unabhängig vom Wasserdruck an der "Zapfsäule" getankt werden kann.

Da die Pumpe nur ca. 30 cm über dem Tank liegt und kein Schlauch länger als 50 cm sein wird sehe ich bei dem Wechsel der Leitungen kein Problem.

Über Tipps würde ich mich freuen und vielen Dank vorab.


HartyH am 22 Sep 2020 02:48:45

Oliam hat geschrieben:...
Spricht aus eurer Sicht etwas gegen den folgenden Schaltplan? Dieser würde m.M.n. die Anforderungen erfüllen und darüber hinaus die Möglichkeit bieten den Tank auch umwälzen und Filtern zu können. ...

Über Tipps würde ich mich freuen und vielen Dank vorab.


Für einen 60 Liter Tank willst du einen recht hohen Aufwand für die Wasserreinigung machen.
Die Idee ist grundsätzlich gut, hat aber auch Nachteile:
  1. Beim Befüllen muß die Druckpumpe immer mitlaufen, das kostet Energie und ist außerdem laut,
  2. Du mußt jedes Mal 2 Stück 2-Wegehähne betätigen, zusätzlich mußt du dich aber auch um die Zuleitung, den Wasserschlauch, den Gardena-Anschluß und eventuell um ein Reduzieranschluß kümmern,
  3. Die Wasserfilter reinigen nur auf mechanischem Weg, reduzieren aber nicht die Bakterien u. Viren im Trinkwasser,
  4. Der Wassertank wird auf Dauer nicht sauber bleiben auch wenn du über dein Filtersystem reinigst.
    Am Ende beruhigt das nur dein Gewissen.

Mein Vorschlag:
Zulauf (absperrbar) >> Vorfilter >> 2-Wegehahn (umgedreht in Richtung Tank) >> Tank
Tank >> 2-Wegehahn >> Druckpumpe >> Aktivkohle >> UV-Lampe >> Wasserhahn

Oliam am 22 Sep 2020 19:09:18

Für einen 60 Liter Tank willst du einen recht hohen Aufwand für die Wasserreinigung machen.
Die Idee ist grundsätzlich gut, hat aber auch Nachteile:
  1. Beim Befüllen muß die Druckpumpe immer mitlaufen, das kostet Energie und ist außerdem laut,
  2. Du mußt jedes Mal 2 Stück 2-Wegehähne betätigen, zusätzlich mußt du dich aber auch um die Zuleitung, den Wasserschlauch, den Gardena-Anschluß und eventuell um ein Reduzieranschluß kümmern,
  3. Die Wasserfilter reinigen nur auf mechanischem Weg, reduzieren aber nicht die Bakterien u. Viren im Trinkwasser,
  4. Der Wassertank wird auf Dauer nicht sauber bleiben auch wenn du über dein Filtersystem reinigst.
    Am Ende beruhigt das nur dein Gewissen.

Mein Vorschlag:
Zulauf (absperrbar) >> Vorfilter >> 2-Wegehahn (umgedreht in Richtung Tank) >> Tank
Tank >> 2-Wegehahn >> Druckpumpe >> Aktivkohle >> UV-Lampe >> Wasserhahn


Danke für die Anregungen und nachfolgend meine Kommentare zu deinen.
- Das mitlaufen beim tanken sehe ich als weniger kritisch an da bei der Tankgröße nur ca. 7 Minuten lang gepumpt werden muss. Bei einer Stromaufnahme von 3A wären das ca. 252Watt die aus der Batterie gezogen werden.
- Die Hähne würde ich so anbringen, dass sie sehr einfach zugänglich sind. Daher glaube ich, dass das Ganze nicht umständlicher ist als die Verwendung einer externen Zweitpumpe. Für die Betankung würde eine Gardenasteckdose herhalten an welche ich den Saugschlauch anstecken kann.
- Laut Hersteller der Filter (0,1 µm) werden auch Bakterien gefilter, bei hartnäckigen Viren wird dann natürlich schwierig mit mechanischer Filterung. Sollte aber in Europe ausreichend sein.
- Viren werden sicherlich weiterhin in den Tank gelangen können, ich denke aber, dass man damit auch in normalen Campern mit "normaler" betankung die gleichen Probleme hat.

Insgesamt war ggf. meine Formulierung nicht ganz optimal. Wir werden nur Wasser aus Quellen tanken in denen wir auch baden würden. Sprich südeuropäische Wasserhähne oder schwedische Badeseen. Ein dreckiger Tümpel oder Industrieverseuchter Fluss würden wir nicht nehmen.

Gibt es bei den Ergänzungen weiterhin Einwände oder welceh UV Lampe würde man für Europareisen empfehlen?

Vielen Dank

HartyH am 23 Sep 2020 12:14:02

Oliam hat geschrieben:Gibt es bei den Ergänzungen weiterhin Einwände oder welceh UV Lampe würde man für Europareisen empfehlen?
Vielen Dank

ich habe diese --> Link UV-Lampe verbaut.

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