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Wattstunde Solarmodule mit unterschiedlicher Leistung


Orvell am 02 Jul 2020 21:54:39

Hallo zusammen,

aufgrund des eingeschränkten Platzangebotes auf dem Dach meines Sunlight T66 möchte ich 2 Wattstunde Blackline (WS240BL --> Link & WS80BL --> Link) Solarmodule miteinander parallel verschalten.

Nun lässt mich der Kundendienst wissen: Leider ist es nicht möglich Module mit so großen Unterschieden in den Leistungen miteinander zu verschalten.

Ist das so?
Wie sehen das die Solar Profis und Erfahrenen hier?


pwdboro am 02 Jul 2020 22:07:52

Hatte eine ähnliche Frage wegen MPPT von Victron Energy u. bekam eben von denen zur Antwort: „Same size panels have to be used...“
Mag vielleicht auch anders funktionieren, aber bei den sehr guten und technisch ausgereiften Ladern heute wohl doch nicht so gut für die Technik.
Gruß, Joachim

stoppie am 02 Jul 2020 22:13:51

Da helfen dann nur zwei MPPT-Regler, je Modul eins.

Anzeige vom Forum


silver34 am 03 Jul 2020 07:09:58

Das ist ja Intressant!

Was hat die Leistung damit zu tun?

Entscheident bei Parallel ist die Modulspannung!

Das 240W Modul ist doch vom Aufbau her das selbe wie das 80W nur halt mal 3!!

Ich sehe da keinen grund die nicht an einem Regler zu betreiben, allerdings würde ich dafür sorgen das kein Rückstrom fließen kann! Am besten mit einen Idealdiode, wenn man bereit ist das Geld hinzulegen!

andwein am 03 Jul 2020 10:59:43

silver34 hat geschrieben:....Was hat die Leistung damit zu tun? Entscheident bei Parallel ist die Modulspannung!

Sorry, das ist, wenn man nicht tiefer einsteigen möchte, eine erste Aussage! Betrachtet man das Thema tiefer ist die Solarzelle eine "Stromquelle" und der MPP-Regler sucht sich aus den Werten Strom und Spannung den optimalen Arbeitspunkt. Sind entweder die Spannungswerte oder die Stromwerte stark unterschiedlich macht der MPP Regler eine Mischkalkulation und ermittelt für sich einen Arbeitspunkt, der keinem der beiden Panels wirklich gerecht wird.
Deshalb in solchen Fällen: zwei getrennte Regler!!!
Ps Ein Lob an die korrekte Aussage des Händlers
Gruß Andreas

CorinnaKBF am 03 Jul 2020 11:14:55

Mir sagte mein Händler, dass ein zweiter Regler auch gut sei, falls eines der Module abgeschattet ist (ich habe Surfboards auf dem Dach). Hat also auch andere Vorteile :-)

silver34 am 03 Jul 2020 14:01:33

[quote="andweinSorry, das ist, wenn man nicht tiefer einsteigen möchte, eine erste Aussage! Betrachtet man das Thema tiefer ist die Solarzelle eine "Stromquelle" und der MPP-Regler sucht sich aus den Werten Strom und Spannung den optimalen Arbeitspunkt. Sind entweder die Spannungswerte oder die Stromwerte stark unterschiedlich macht der MPP Regler eine Mischkalkulation und ermittelt für sich einen Arbeitspunkt, der keinem der beiden Panels wirklich gerecht wird.
Deshalb in solchen Fällen: zwei getrennte Regler!!!
Ps Ein Lob an die korrekte Aussage des Händlers
Gruß Andreas[/quote]

Sorry das ich dir wiederspreche!
Wir Reden hier von parallele Verschaltung!
Die Panelle haben die gleiche Spannung somit auch den gleichen Arbeitspunkt!
Die Strommenge die jedes Panell liefert addiert sich und hat aber keinen Einfuss auf den Arbeitspunkt!
Nach der Aussage von dir dürften keine Module parallel verschaltet werden da wenn eines abgeschattet es ja weniger Leistung als die Anderen bringt!

Was allerdings da nötig ist, ist das man einen Rückstrom verhindert! Da das 240W Modul genauso währe als hätte man 3x80W Module montiert!

Rückstrom verhindern und es geht ein Regler, oder ohne Dies 2 Regler

Und mir ist schon klar was eine Stromquelle (Solar) und eine Spannungsquelle (Batterie) ist!

andwein am 03 Jul 2020 15:14:48

silver34 hat geschrieben:.......Sorry das ich dir wiederspreche!

Das darfst du!
Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass sich ein Solarpanel über die Leistung definiert und zumindest ein MPP Regler die durch Einstrahlung/Verschattung/Paneltemperatur verschiedenen Spannungen/Ströme auf einen max. Leistungspunkt definiert. Die daraus gewonnene Spannung/Strom Arbeitspunkt wird ständig verschoben. Egal ob du parallel oder seriel verschaltest, die Leistung ist immer gleich, es sei den die äußeren Einflüsse (Einstrahlung/Verschattung/Paneltemperatur) auf einem Panel ändern sich gegenüber dem anderen. Die beiden Aussagen:
Die Panelle haben die gleiche Spannung somit auch den gleichen Arbeitspunkt!
Die Strommenge die jedes Panell liefert addiert sich und hat aber keinen Einfuss auf den Arbeitspunkt
! sind halt vereinfacht.
Sie müssten heißen: die jeweilige Spannung und der jeweilige Strom bilden den jeweiligen Arbeitspunkt. Sind beide Panels in Strom und/oder Spannung unterschiedlich haben sie jedes für sich einen individuellen Arbeitspunkt. Verschalte ich diese Panels an einem gemeinsamen MPP Regler muss dieser den gemeinsamen Leistungspunkt aus den Leistungspunkten der beiden Panels ermitteln.
"Nach der Aussage von dir dürften keine Module parallel verschaltet werden da wenn eines abgeschattet es ja weniger Leistung als die Anderen bringt!" Das ist auch so und das habe ich bei auch so schon gemessen. Das Problem ist: Du benötigst 2x Ampere- und zwei Voltmeter und einen Konstandleistungsverbraucher. Die Batterie mit ihrer, durch die Ladung steigenden, Quellenspannung (EMK) ist dafür ungeeignet.
Übrigens: in einem 36 Zellenmodul mit einer Vmpp von 18V sind alle Zellen in Reihe geschaltet, klebst du mal zehn Zellen richtig ab kannst du das messen. Und wenn du zwei gleiche Panels parallel schaltest und du klebst zehn davon ab kannst du das auch messen. Du brauchst nur Sonne, viel Zeit und mehrere Messgeräte damit du zur gleichen Zeit misst!
Das ist das Prinzip und die Theorie. Ab welchem Unterschied du dies im Ertrag mit deinen Messwerkzeugen erkennen kannst steht auf einem anderen Blatt.
Ich hoffe, ich konnte das ein bisschen erklären, Gruß Andreas

Orvell am 06 Jul 2020 19:24:53

Ich lese seit Wochen hier im Forum mit, leider stosse ich sehr schnell an die Grenzen meines Verständnisses, sobald es hier zu technisch wird. Deshalb meine Fragen hier im Forum.
Die Aussage, dass man nicht bereit ist, sich auf die Materie näher einzulassen oder zu lesen, trifft zumindest nicht auf mich zu.
Eure und die Aussagen des Verkäufers sagen mir dass, entweder Module mit gleicher Leistung an einen Regler oder mehrer Module mit Unterschiedlicher Leistung an mehrere Regler.

Meine Vorstellung, passend zu meiner Liontron LiFePO4 12.8V 150Ah wären ca. 300 Watt Solarzellen auf dem Dach. Aber 1 Modul mit der Leistung hab ich (noch) nicht gefunden.

Da ich noch ein Kajak auf dem Dach habe, ist die rechte Seite des Daches belegt.
Das 240 Watt Modul von Wattstunde würde von den Massen (1546x785) gut passen. Ich habe kein anderes passendes mit der oder grösserer Leistung und Qualität gefunden.
Ich hätte sogar noch etwas mehr Platz. 1x 165x45/1x 195x80 oder 1x 130x80/1x 60x150/1x 90x60.
Mit diesen technisch bedingten Vorgaben finde ich kaum passende Module mit guter Qualität.

Wenn ich im Google nach "Black Line Module" suche, führt kein Weg an Büttner und Wattstunde (Solarkontor) vorbei. Ich habe noch keinen Lieferanten oder Hersteller dieser Module gefunden. Nach meinem Verständnis sind diese Module die mit grössten Qualität und höchsten Leistungsausbeute.

Danke für eure Unterstützung
und

gespeert am 07 Jul 2020 11:16:10

Aufgrund der stark unterschiedlichen Ströme gibt es mehrere Arbeitspunkte wo sich der Regler aufschalten kann.
Bleibt er drauf sitzen, hat man ungünstigen Ertrag.
Deswegen sind hier 2 Regler besser.

Der Rückstrom bleibt bei Modulausfall immer noch unter 10A.
Leider ist wiedermal Istrangmax nicht im Datenblatt enthalten!!

taps am 07 Jul 2020 11:29:58

Hallo Orvell,
und wenn Du erst mal das 240er Modul mit einem Regler probierst?
Bei 150Ah Batterie passt das doch oder?
Nachträglich kannst Du immer noch ein Modul mit sepratem kleinen Regler zuschalten, wenns Dir nicht reicht.
Wir haben z.B. 110Wp und 160 Ah Li-Batterie. Meist brauchen wir so 20Ah pro Tag und das kommt z.Zt. immer ungefähr rein. Wenns mal weniger ist, war ich nach 3-5 Tagen nie unter 50% der Kapazität.
Viel wichtiger finde ich einen ordentlichen Batteriecomputer, damit Du im Bilde bist, was passiert...
Gruß
Andreas

Orvell am 07 Jul 2020 12:22:34

Die Liontron LiFePO4 12.8V 150Ah hat ein BMS mit Bluetooth Schnittstelle integriert.
Damit können rudimentäre Informationen abgerufen werden. Es gibt aber noch andere Apps die wohl noch mehr Informationen abrufen können.

Ich werde es dann wohl erstmal mit einem Modul versuchen.

Ist euch denn ein Modul bekannt, dass noch mehr Leistung und gute Qualitätsmerkmale aufweist?
Was haltet Ihr von den Black Line Modulen?
Habt ihr evtl. Empfehlungen für anderer Module?

Das 240 Watt Black Line bietet meines Wissens nur Solarkontor an, hab es noch nirgends anderswo gesehen.
Büttner bietet die Black Line auch an aber mit weniger Leistung. Unklar ist mir auch wer da der Hersteller ist.

andwein am 07 Jul 2020 13:44:03

Orvell hat geschrieben: Ist euch denn ein Modul bekannt, dass noch mehr Leistung und gute Qualitätsmerkmale aufweist?

Um die Module leistungsmässig wirklich vergleichen zu können musst du die Angabe WP durch die Fläche teilen.
also 110 cm x 90 cm = 9900 cm2 = 0,99 m2. Deine 85 Wp teilst du jetzt durch 0,99m2, dann hast du die Panelleistung pro m2.
Wenn du diese Rechnung bei allen Angeboten machst, wirst du zu erstaunlichen Ergebnissen kommen!
Nur als Tipp, Gruß Andreas

rkopka am 07 Jul 2020 14:07:00

andwein hat geschrieben:Um die Module leistungsmässig wirklich vergleichen zu können musst du die Angabe WP durch die Fläche teilen.
...
Wenn du diese Rechnung bei allen Angeboten machst, wirst du zu erstaunlichen Ergebnissen kommen!

Aber sagt das wirklich etwas über die Qualität aus, vorausgesetzt man hat genug Platz ? Verliert man dadurch vielleicht etwas anderes ? Ertrag, wenn die Sonne nicht direkt scheint, diesig...

RK

Orvell am 07 Jul 2020 15:50:45

Hallo Andreas,

danke für dein Rechenvorschlag ganz nach deinem Moto und Fussnote in deinen Beiträgen:
[i]"Der Theoretiker rechnet, der Praktiker bastelt und der Pragmatiker setzt das einfach mal um" :D

Das du deine Module bei Alibaba bestellt hast und dir die 72 Zellen Module zu teuer sind, hab ich mal in einem deiner Beiträge gelesen.
Was hälst du den von dem 240 Watt Black Line Modul?
und
kannst und würdest du mir den ein anderes empfehlen auch ohne diese Rechenaufgabe zu machen ?

dieter2 am 07 Jul 2020 16:57:38

Orvell hat geschrieben:kannst und würdest du mir den ein anderes empfehlen auch ohne diese Rechenaufgabe zu machen ?


Hier mal ein schöner Vergleich

--> Link

Teuer muß nicht viel besser sein.

andwein am 07 Jul 2020 17:15:21

Orvell hat geschrieben:Hallo Andreas, danke für dein Rechenvorschlag ganz nach deinem Moto und Fussnote in deinen Beiträgen:

Das du deine Module bei Alibaba bestellt hast und dir die 72 Zellen Module zu teuer sind, hab ich mal in einem deiner Beiträge gelesen.
Dem muss ich in beiden Punkten widersprechen. Das denke ich nicht einmal. Ich glaube, da verwechselst du mich. Andrease gibt es wie Sand am Meer, deshalb benutze ich auch immer die Nicknames in meinen Antworten, die sind unverwechselbar.
Im Forum empfehle ich grundsätzlich nichts, ich sehe mich als technischer Berater nicht als Verkaufssupport. Und wenn, dann gebe Ich immer 2-3 Vorschläge zur Wahl, aber nur wenn ich die Gesamtkonfiguration kenne. Und meine Vorschläge werden nie vom Preis getragen, denn der ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Außerdem empfehle doch keine Module wenn ich nicht weiß was für ein Regler folgt oder es sich um ein 24V Batteriesystem handelt und zusammensuchen will ich mir das nicht.
Sorry, aber jeder hat halt so seine eigenen Vorstellungen von Hilfestellung in einem Forum, Gruß Andreas

andwein am 07 Jul 2020 17:24:34

rkopka hat geschrieben:......Aber sagt das wirklich etwas über die Qualität aus, vorausgesetzt man hat genug Platz ? RK

Nein, dieser Vergleich sagt garnichts über die Qualität aus!! Aber über die Leistung eines Moduls!! Und wenn man mal die Schindeltechnologie und "normale" Monokristalline oder "Polykristalline Dünnschichtmodule" mit der Leistung pro m2 Formel vergleicht, dann den Preis pro m2 dazu nimmt, dann bin zumindest ich mir nicht sicher welches da auf die Dauer mehr Leistung abgibt und preisgünstiger ist. Aber diese Betrachtungsweise rechnen die wenigsten nach! Die Haustechnik ist da bei weitem besser in der Darstellung von Leistung zu Preis. Wohlgemerkt: in der Darstellung!
Und mit der Qualität ist es halt so eine Sache. Die ist nur sichtbar, wenn man die Dinger auf dem Tisch liegen hat!! In den Prospekten kann man viel schreiben.
Aber wie schon oft gesagt, nur meine Ansicht, Gruß Andreas

Orvell am 07 Jul 2020 18:38:49

at andwein

Danke Andreas für deine Rückmeldung und sorry wenn ich dich mit einem anderen Andreas verwechselt habe. Ich bevorzuge die persönliche Anrede mit dem Vornamen und wenn es dann im ein und demselben Tread mehrer Andreas gibt, mach ich dann gerne den Unterschied.

at Dieter2

Danke dir für den aufschlussreichen YouTube Film, so werde ich wohl von der Schindel Technologie wegkommen und mich den normalen Monokristalline Modulen widmen.
Die Wahl viel halt auf dies Modul weil die Grösse und Leistungsangaben gepasst hatten.

Mit meinem Platzangebot: 1x 165x45/1x 195x80 oder 1x 130x80/1x 60x150/1x 90x60
wird das wohl nicht so einfach sein und ich bin für weiter Hinweise und Empfehlungen dankbar.

gespeert am 07 Jul 2020 19:22:11

Die Schindeltechnik wird sowieso die anderen Modultechnologien auf lange Sicht ablösen.
Auf die Fläche gesehen, bringt es am Meisten.
Wichtig ist das Material hinsichtlich Wirkungsgrad. Mono ist besser wie Poly Silizium. Am unteren Ende rangiert Dünnschicht.
Aber PV ist vielschichtig, um sauber zu planen, braucht es alle Infos sowie die Energiebilanz deines Anwendungsfalls.

Losrennen und Komplettsets aus der Bucht zu ziehen, heißt Geld verbrennen oder Ärger einhandeln.

jawattdenn am 07 Jul 2020 19:33:45

Hallo Orvell !

Ich habe vor zwei Tagen zwei 195W Black Line Panel von Wattsunde in Parallelschaltung installiert.
Optional habe ich noch Platz für ein drittes Panel der selben Bauart gelassen, will aber erst mal prüfen, ob meine Berechnungen zu den Leistungsdaten richtig sind.
Als Solarregler nutze ich einen Victron SmartSolar 100/50 und einen Liontron 100 AH 12,8V Akku.
Verkabelung ist mit 6 qmm je Panel bis zum Regler ausgeführt. Längste Strecke sind 3,5m.
Der erste Test ergab morgens bei bewölktem Himmel mit sonnigen Abschnitten folgendes:



Ich habe folgende Berechnung gemacht: 1170Wh/d x 2 x 0,4 (Tagesmittel in DE) = 936Wh
Ergibt ca. eine Ladung von 70Ah pro Tag beim 12V-System.
Reicht mir für Ebikes (40Ah) , Kompressorbox, Beleuchtung, Wasserpumpe, Handys.
Bei schlechtem Wetter radeln wir nicht oder weniger, also entfällt das Laden oder wird gemindert, dafür evtl. mit Dieselheizung geheizt, was einen ähnlichen Verbrauch bedeutet.
Zur Zeit lasse ich tagsüber einige Verbraucher an und werte dann die Victron Daten aus. Mal sehen, ob alles klappt.

Zu Deinem Projekt:
Dein Wunschpanel hat BL240W und dein Akku hat eine Kapazität von 150Ah.
Somit bist Du also in der Leistung des Solarpanels um 40% niedriger, der Ladestrom müsste mit 1440Wh/d bei ca. 45Ah liegen.
Dafür hast Du ja beim Akku 50% mehr Kapazität.
Ob das ausreicht, kannst nur Du beurteilen.

Ich persönlich habe mich gegen das Anbauen unterschiedlicher Panel aus den bereits genannten Gründen und wegen der freien Dachfläche meines Ahorn Alaska entschieden.
Für mein Faltpanel mit der selben BlackLine-Schindeltechnologie von Wattstunde habe ich deshalb zusätzlich den Victron 75/15 verbaut. Des weiteren dient er als Backup, falls der große Regler mal defekt ist. Der reicht dann zumindest für ein 195W Panel, und der Urlaub kann weiter gehen.
Auf die Tests mit den unterschiedlichen Panels an einem gemeinsamen Regler habe ich verzichtet, dafür sind mir die Komponenten zu teuer.

Orvell am 07 Jul 2020 20:49:46

guten Abend jawattdenn,

besten Dank für deine ausführliche und für mich sehr hilfreiche Rückmeldung.
Durch deine Anlage hast du ja einen wunderbaren Ertrag. Auf den werde ich wohl nicht kommen, da ich ja nur wenig Platz auf den Dach zur Verfügung habe und auf zusätzliche Faltpanele werde ich verzichten.

Nach langem Suchen habe ich mich für die Liontron 150Ah Untersitzbatterie entschieden. Die passt gut und hat 5 Jahre Garantie. Ich bin von dem Produkt überzeugt und zusammen mit einem brauchbaren Booster gibt es die bei greenakku zu einem guten Preis. --> Link
Ich hoffe das Manco an Leistung des Solarmoduls mit der Liontron und einem Booster etwas wett machen zu können.
Und wenn die Praxis mir zeigen würde, dass es meinem Nutzugs- und Verbraucherverhalten nicht entspricht, werde ich noch das zusätzliche 80 Watt mit einem 2 Regler verbauen.

Was dich dazu bewogen die Black Line von Wattstunde zu nehmen?

George67 am 07 Jul 2020 21:35:07

Wenn die Zellenzahl gleich ist, kann man ein 240W und ein 80 W einfach parallelschalten.

Orvell am 07 Jul 2020 21:55:32

Hallo George,

wie aus den Datenblättern der beiden Module ersichtlich ist und wie mir der Verkäufer sagt, geht das eben nicht.

das 240 Watt Black Line hat 312 Zellen und das 80 Watt 102 Zellen

jawattdenn am 08 Jul 2020 03:03:07

at orvell

Einen Votronic 1212-30 Ladebooster habe ich auch integriert. Das Gesamtpaket mit 120W Solartasche + 390W Solar, Lithiumakku und Booster teste ich jetzt mal eine Saison und entscheide dann über eine Erweiterung bei den Solarpaneln auf dem Dach.
Die Blackline Serie wollte ich wegen der Schindeltechnik und der technischen Daten mal ausprobieren. Ich hab mich eher am Tagesertrag orientiert, daher hätte ich für den gleichen Ertrag 3 (eigtl. 3,25) Stück WS180m aufbauen müssen. Das wär ein Panel mehr, plus mehr Gewicht und keine Möglichkeit zur Erweiterung. Preislich wäre das quasi das gleiche.
Ob das so clever war, werde ich demnächst wissen. :lol:

Orvell am 08 Jul 2020 06:20:01

guten Morgen nawattdenn,

änliche Überlegungen habe ich mir auch gemacht. Lass mich wissen, wie deine Erfahrungen sind.

Kommst du eigentlich aus dem Norden?

George67 am 08 Jul 2020 07:27:18

At Orvell, du hattest dich von der Blackline schon verabschiedet. Ich kenne die Dinger nicht, aber bei "leitfaehigem Kleber" kribbelt es bei mir.

Meine Aussage ist grundsätzlicher Art. Du kannst so verschiedene Leistungen parallelschalten.Auch ein winziger Unterschied wie bei denen, 0,5 V, ist wurscht.
Irgendjemand hat hier gesagt, Solarpanel sind Stromquellen. Recht hat er, zumindest bezüglich MPPT Betrieb.

jawattdenn am 08 Jul 2020 15:45:34

at George67 : "Ich kenne die Dinger nicht, aber bei "leitfaehigem Kleber" kribbelt es bei mir."

Ich habe kein tiefgehendes wissenschaftliches Verständnis für Klebetechnik.
Jedoch: Leitfähige Kleber werden nicht nur bei der Chipherstellung verwendet. Die Klebetechnik im allgemeinen ist eine Schlüsseltechnologie z.B. in der Luft- und Raumfahrt und Automobil- und Flugzeugbaubau.
Es herrschen dort die selben physikalischen Gesetze wie auf meinem Womo-Dach. Das beruhigt mich. Ich hoffe ,dass Du stressfrei in den Urlaub fahren kannst, ohne an all die geklebten Fahrzeug- und Flugzeugteile zu denken. :lenker:

Schweißen, Nieten, Schrauben, Löten etc. Jede Verbindungsmethode hat Vor- und Nachteile. Hitze, Materialabtrag, Verformung, spezifischer Ohmscher Widerstand von Leiterbahnen, Einbringen von Metallen, Reaktion mit Sauerstoff, etc.

Die Panel haben 5 Jahre Produktgarantie und 25 Jahre Leistungsgarantie, genau wie die anderen Panels bei Wattstunde.
Kann der nächste Besitzer sich drum kümmern.

Für den Strom ist bei mir der MPPT-Regler zuständig. Der kann mit der "hohen" Solar-Spannung bestens umgehen. Letztendlich ist am Ende des Tages ist der Akku geladen. Ziel erreicht.

George67 am 09 Jul 2020 13:26:23

Meine Institutskollegen vom Kunststoff Institut haben immer gesagt:

Wer Kleber kennt nimmt Schrauben.

Ich habe mir dieses Vorurteil zu eigen gemacht, weil ich es oft genug bestätigt finde.
Das Kunststoff und Kleber sich trotzdem virusartig ausbreitet liegt nicht daran, dass das gut ist, sondern dass es billig ist.
Aber wie du sagst, es gibt auch Anwendungen mit Flugzulassung, du wirst da aber immer klare Lebensdauerlimitierung finden.

Wenn du oben schaust, habe ich den leitfähigen Kleber nicht schlecht gemacht, ich habe nur keine Erfahrung damit. Mit normalen polys schon.

jawattdenn am 09 Jul 2020 14:29:35

at George67

Ich bin mir bewußt, dass Du das Thema Black Line Solarpanel rein auf der Gefühlsebene beurteilt hast und nicht auf technischer Ebene. Du hast ja keine Argumente gebracht, die deine Meinung stützen.

Mein Groß-Cousin Andreas vom Fraunhofer IFAM verdient seit 34 Jahren Geld mit der Forschung und Zertifizierung nach DIN. Der sagte auf Familienfeiern immer spaßeshalber "Ich kleb' dir gleich eine!". Weil er wusste, das hält ein Leben lang.

Die normalen Polykristallinen Solarpanels scheinen auch nicht länger zu halten, deshalb habe ich auf die gleichen Garantiebedingungen hingewiesen, wenn man z.B. bei Wattstunde kauft.
Die 2 Jahre gibt es bei den Angeboten aus der Bucht für diese Panels nicht. Trotz Löttechnik.

George67 am 09 Jul 2020 17:25:50

Löttechnik ?
Oh je. Seit dem ROHS Reinzinn kannste Löten auch vergessen. Das Prozessfenster ist dermaßen schmal geworden....

Nicht umsonst dürfen Medizin und Militär noch Bleizinn verwenden...

SusanneHo am 09 Jul 2020 19:25:33

Ich habe mit verklebten Leiterbahnen in Anzeigeinstrumente in Premium KFZs verschiedener Herstellern gewerbsmäßig leider keine gute Erfahrungen gemacht, außer beim Umsatz, deshalb bin ich skeptisch.
Wenn wegen solcher "Kleinigkeiten" Komponenten oft in 4 Stelligen Bereich erneuert werden müssen,
hinterläßt das einfach Frust beim Kunden.

jawattdenn am 09 Jul 2020 20:40:02

George67 hat geschrieben:Löttechnik ?
Oh je. Seit dem ROHS Reinzinn kannste Löten auch vergessen. Das Prozessfenster ist dermaßen schmal geworden....

Nicht umsonst dürfen Medizin und Militär noch Bleizinn verwenden...


at George67

1 Minute Internetrecherche:
Mikrolegiertes Reinzinn ist eine Legierung hoher Reinheit nach DIN EN 61190-1-3, die zusätzlich mit Cobalt, Nickel und Ce dotiert ist .
Ich bin entsetzt...! Muss man sowas verbauen?
Ich werde das mal mit meinem Schwager von der Müllabfuhr und meiner Tante bei der "Grünen Partei" ausdiskutieren.
Ich sehe immer die Bilder von ausgebeuteten Kinder in Afrika vor mir.
Schlaflos im Ruhrpott....

Bin ich froh, dass ich Kleber nutze..

jawattdenn am 09 Jul 2020 20:45:41

at SusanneHo

Danke für Deinen Beitrag.

In meinem Youngtimerclub haben wir Autos aller Fabrikate und Modelle und Baujahre. Keines Davon hatte jemals einen von Dir beschrieben defekt.
Laut Gaußscher Normalverteilung eher ungewöhnlich, gelle?

jawattdenn am 09 Jul 2020 20:59:05

at SusanneHo

Liste doch mal bitte die Hersteller mit deinen beschriebenen Tachoproblemen auf. Die Community würde sich über diese Info freuen. Wir kaufen schließlich alle mal ein neues oder gebrauchtes Womo.
Thema KBA Sammelklage und so....

Orvell am 09 Jul 2020 21:20:31

Hallo Leute,

was hat das noch mit dem Thema zu tun?

George67 am 09 Jul 2020 22:27:05

jawattdenn hat geschrieben:Mikrolegiertes Reinzinn ist eine Legierung hoher Reinheit nach DIN EN 61190-1-3, die zusätzlich mit Cobalt, Nickel und Ce dotiert ist .
Ich bin entsetzt...! Muss man sowas verbauen?

Heute schon.
Einführung ROHS hat die Industrie Milliarden gekostet, die Lötqualität ist hin, Lebensdauer ist hin...

jawattdenn hat geschrieben:
Ich werde das mal mit meinem Schwager von der Müllabfuhr und meiner Tante bei der "Grünen Partei" ausdiskutieren.

ROHS ist doch ein Kind der Grünen. Genau wie Elektroautos.

George67 am 09 Jul 2020 22:30:05

sorry, gelöscht.

SusanneHo am 09 Jul 2020 23:23:16

jawattdenn hat geschrieben:at SusanneHo
Danke für Deinen Beitrag.
In meinem Youngtimerclub haben wir Autos aller Fabrikate und Modelle und Baujahre. Keines Davon hatte jemals einen von Dir beschrieben defekt.
Laut Gaußscher Normalverteilung eher ungewöhnlich, gelle?


Kein BMW Mercedes Opel dabei???

Dann seid ihr der Club der glücklichen?

BMW 5er 7er 8er Reihenweise von 90-00 KLima/Lüfter Radio Anzeigen Innenspiegel getauscht,
Opel der Baujahre die Multianzeigen mit Navi,
Mercedes kannste Dir in den entsprechenden Foren selber raus suchen, Citroen 94 - 2002 Klartextanzeigen von ehemals Leitgummi auf Klebebahnen gewechselt da gibts nicht eine die noch ohne Rückrüstung auf Gummi iO ist usw usw.
Kann Dir aber sagen, das bei den Japaner solche Geschichten schon Damals im Verhältnis fast nie vorkamen.
Jeder KFZler TÜVler sagt Dir inzwischen das heutige Moderne Fahrzeuge wegen dieser Art Technik nicht mehr auf solche Standzeiten kommen, weil die eben auch in der ganzen Fahrzeug/Sicherheitstechnik Einzug gehalten hat.
Werden immer schneller zu Wegwerfprodukten.


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