Zusatzluftfeder
anhaengerkupplung

Wohnmobil als Zugfahrzeug für Autoanhänger 1, 2


drooper am 06 Jul 2020 11:11:24

Hallo zusammen.

Ich habe einen Traum und wollte hier kurz nachfragen ob sich dieser wirklich realisieren lässt, oder eher vorerst ein Traum bleiben wird.
Wir (4-köpfige Familie) überlegen uns ein gebrauchtes Wohnmobil (Alkoven) älteren Baujahrs (älter 2002) zu kaufen und die Frage ist, ob mit einem solchen Gefährt die Möglichkeit besteht einen Autoanhänger mit einer zulässigen Gesamtmasse von 2t anzuhängen.
Rein technisch sollte es ja möglich sein bzw. habe ich schon hier von Anhängelasten bis 3t gelesen, aber kann man damit wirklich noch fahren oder ist es eher ein Schleichen mit permanenten Tritten in den A**** des WoMo? Rein von der Leistung finde ich vor allem WoMo um die 125 PS, mit 2,3l – 2,8l Motor, z.B. 2.8l idTD, 2.8l JTD oder 2.8l TD.
Beim WoMo sind wir ja ca. schon bei Leermasse von knapp 3t + wir/Gepäck und dann der Autotrailer macht zusammen mindestens 5,5t….ist das realistisch mit solch einem Motor?

Danke und liebe Grüße


kartjule am 06 Jul 2020 11:33:54

Hallo Drooper
Eigentlich sollte es kein Problem sein. Du mußt letztentlich immer die Gesamtmasse deines Verbundes betrachten. Bei meinem Fahrzeug mit Rallyeauto sind meine zulässigen 5.500 kg ausgereizt.
Mein Womo hat aber eine Leistung von 160PS, welche ich aber nur an den Steigungen spüre/brauche. Auf ebener Straße würden mit Sicherheit auch weniger reichen. Aber Hubraum ist durch nichts zu ersetzen. :D
VG Andreas

DonCarlos1962 am 06 Jul 2020 11:51:40

Mir wären die 125PS für das Zuggewicht schon etwas knapp.

Aber es hängt nicht allein von der Motorleistung ab! Wichtig sind hier auch der Drehmomentverlauf und die Getriebeübersetzung.

Wenn das größte Drehmoment und die Leistung bei Anhängergeschwindigkeit anliegen, kann auch das gehen. Allerdings werden schon kleine Hügel und Berge die Fuhre langsam werden lassen.
Ich persönlich würde nach einem stärkeren Motor im Wohnmobil suchen.

Darüber hinaus interpretiere ich, dass ihr mit einem 3,5 Tonner liebäugelt und das bei vier Personen. Uff, dass wird schon schwierig.
Übrigens könnte man das Anhängergewicht auch etwas reduzieren:

--> Link

Ich sah diesen Anhänger eines Camperkollegen auf Fehmarn. Er hatte einen viertürigen Toyota Aygo darauf transportiert. Der Anhänger ist sehr leicht. Die Nutzlast liegt bei etwa 1100Kg bei 1500Kg Gesamtgewicht. Es passt also ein Daihatsu Cuore, FIAT Panda, KIA Picanto, Dacia Sandero ect. darauf. Alle mit vier Türen und Platz für eine vierköpfige Familie.

500Kg gespart.

Ansonsten: --> Link

Der wir wohl bald unserer, weil wir unser 1,5To Cabrio mitnehmen wollen.

LG Carsten

Anzeige vom Forum


Solofahrer am 06 Jul 2020 12:11:08

Naja, es gibt da mindestens 2-3 Kriterien:
1. = je mehr PS um so besser.
2. = je leichter der Trailer (mit Ladung) um so besser.
3. = mit über 2 Tonnen am Haken und voll beladenem WoMo (womöglich auch noch mit einem langen Hecküberhang) ist ein Heckantrieb nahezu unerlässlich!

Kastenwagen haben i.d.R. die höheren Anhängelasten, als die Alkovenmobile.
Ich hatte bei meinem frontgetriebenen Jumper Kastenwagen mit HD-Fahrwerk und 3,0 Liter Maschine mit ca. 180 PS eine Anhängelast von 3,0 Tonnen eingetragen. Das zulässige Gesamt-Zuggewicht lag bei 6,5 Tonnen (auch wenn dies von einigen hier bezweifelt wurde). :D
Auf der Autobahn ging's, aber das Problem war, dass ich schon mit meinem leeren Trailer Schwierigkeiten hatte, von einer feuchten Wiese runter zu kommen. :(

Jetzt habe ich einen Teilintegrierten von La Strada auf Basis des Sprinters, der bekanntlich einen Heckantrieb hat, und fahre absolut problemlos von der gleichen feuchten Wiese mit meinem gleichen, aber beladenen Trailer herunter. ;D
Die eingetragene Anhängelast beträgt zwar nur noch 2,5 Tonnen, aber das reicht mir.

Fazit: Ich halte 125 PS auf der Ebene für knapp ausreichend. An Steigungen kann das jedoch eine Quälerei für die Nerven und den Motor werden. Und solltest Du das Asphaltband mit dem Trailer verlassen wollen, dann achte beim Kauf des WoMos auf einen kurzen Hecküberhang und vergiss vor allem alle Fronttriebler :!:

drooper am 06 Jul 2020 13:15:00

Wow das ging ja schnell!
Ich danke euch für die wertvollen Tipps.
Die Gesamtmasse des Verbundes wird auch durch das Zugfahrzeug gegeben (steht im Fahrzeugschein)?
Denke, dass es schon so 1,8t Anhängelast werden. Mein Anhänger ist ca. 500kg schwer + Rennauto ca. 1200 kg + Reifen etc.
Da braucht es wohl doch mehr Motor- und Finanzpower :cry:
Mit welcher Leistung muss ich ca. planen? Lese was auf Basis Mercedes Benz Sprinter mit 5 Zylinder und 156PS. Nach was kann man noch Ausschau halten wenn die Kriterien Heckantrieb, Leistung > 145PS und Preis < 23000 EUR??? Habt ihr Modelle, die ich mir mal näher anschauen kann?

Liebe Grüße,
Marcus

gummiprofil am 06 Jul 2020 14:04:22

Hallo Marcus.
Da wir auch im Rennsport unterwegs sind kenne ich das mit 5500kg Grenzen zur genüge.
Unsere Konstelation war am Anfang ein Adria 660SP Alkoven BJ 2005 mit 2.8L und 128 Ps. Aufgelastet auf 3850 KG. Einen Anhänger Blyss Sonda 1 und unseren Clio RS.
War alles grenzwertig, hat aber gepasst.
Da wir am Nürburgring und Spa an den Start gehen war es mir schon wichtig die Berge hoch zukommen.
Aber war alles im grünen Bereich, gibt immer schnellere.

CorinnaKBF am 06 Jul 2020 14:13:52

Darf ich fragen, warum ihr keinen Wohnwagen nehmt?
Wäre doch viel einfacher und günstiger noch dazu.

WomoToureu am 06 Jul 2020 14:14:33

Solofahrer hat geschrieben:... aber das Problem war, dass ich schon mit meinem leeren Trailer Schwierigkeiten hatte, von einer feuchten Wiese runter zu kommen....vergiss vor allem alle Fronttriebler...


Das sehe ich nichts so wie Du, wir haben mit unserem Ducato mit 3l Motor verschiedene schwere Anhänger ( > 2 t ) gezogen und hatten nie Schwierigkeiten, sicherlich auch eine Frage der Achslast vorn.

--> Link

silverdawn am 06 Jul 2020 14:19:54

drooper hat geschrieben:
Lese was auf Basis Mercedes Benz Sprinter mit 5 Zylinder und 156PS.



Darauf würde ich mich konzentrieren, möglichst ein 416 CDI, denn mit den Zwillingsrädern kommst du aus jeder durchnässten Wiese raus !

Gruß
Harald

gummiprofil am 06 Jul 2020 14:23:07

Wenn man ehrlich ist, muss man zugeben, das man mit einer Frontfräse nicht unbedingt auf nassen Gras anfahren muss.
Habe zwei oder dreimal festgesessen und musste mit Muskelkraft befreit werden.
Glaube aber auch nicht das man mit Heckantrieb von jeder nassen Wiese kommt.

crossover0480 am 06 Jul 2020 14:30:41

Hallo,

in diesem Preissegment liegen wir bei Mercedes Sprinter (meistens die 316er), diese sind dann aufs maximum aufgelastet um halbwegs mit dem Gewicht hinzukommen. War halt damals das günstigste der Mercedes-Fahrgestelle, markierte es den Einstieg in die Transporterliga.

Wer mehr in die Tasche gegriffen hat, der hatte dann evtl ein längeres EuraMobil oder einen Hymer auf MB Sprinter der höheren Klassen, welche mit Zwillingsbereifung hinten kamen (Hymer Starline bspw). Dies waren häufig Cruiser, welche dann die Automatik gewählt haben. Und die hat ihre Macken, Sprinter mit Wandler scheint der Himmel zu sein, mit der Sprintshift aber das genaue Gegenteil. So nach dem was ich persönlich mitbekommen habe.

Aus eigener Erfahrung kann ich Dir zu den Iveco Daily´s raten. Heckantrieb, Zwillingsbereifung. In deiner Preisliga reden wir vom Daily II oder evtl einem runtergerockten Daily der III. Generation. Wenn du aber solche Fahrgestelle ansiehst, dann bewegen wir uns ganz hart an der 3.5to Grenze. Es gibt zwar die 3.5to Varianten, die haben aber dann eine Begrenzung der eingetragenen Sitzplätze. Vom Iveco II ein gepflegtes Exemplar hat aber nicht die Leistung, aber da setz ich den Hubraum als wichtiger an (die 2.5 oder 2.8er wären erste Wahl mit Ladeluftkühler).

Sonst fallen mir noch die Ford Transit Modelle ein, 140PS, Heckantrieb mit Zwillingen und so Baujahre Anfang 2000er bis 2010 (TEC, Carado, Sunlight etc.). Achte auf die Motorproblematik, sollte aber die Heckangetrieben Modelle mit 140PS nicht so betroffen haben.

Und der VW LT. 125PS aus 2.5er Maschine. Waren auch unter einigen Concord.

Ein Heckgetriebenes Wohnmobil bis 3.5to plus die Anhängelast.... das heißt größte Maschine mit höchstem Drehmoment. Daran bemisst sich die Anhängelast mit Steigungsfaktor. Ich würde auf ein leichtes Basisfahrzeug achten, bspw Carado oder Sunlight. Dann alles raus was geht, keine Markise sondern Sonnensegel mit ner Kederleiste. Aufbauklima? Raus und Turbovents rein. Massive Lattenroste? Raus und Froli rein. TV und Sat drin? Raus und aufm Tablet streamen. Hubstützen? Abmontieren und Gewicht gegen zwei Schwerlastböcke rechnen (hab welche gefunden mit 2.7kg Gewicht).

Aber jetzt gerade auf dem Markt.... wünsche ich Dir viel Geduld, Nerven und das bisschen Glück was notwendig ist.

So long!

Crossover0480

partliner am 06 Jul 2020 14:33:11

CorinnaKBF hat geschrieben:Darf ich fragen, warum ihr keinen Wohnwagen nehmt?
Wäre doch viel einfacher und günstiger noch dazu.

dann bräuchte der TE aber grundsätzlich 2 Zugfahrzeuge; einen für den WW und einen für den Transportanhänger.
Ist im Paket dann auch nicht mehr so günstig.

Ruedi1952 am 06 Jul 2020 14:46:06

Auf einer richtig durchnästen Wiese ist es wurscht da kommst du mit einem Heckkratzer auch nicht raus.
Ich habe im Baugewerbe diverse Gefahren.
Unser Alkoven mit 3,5 to darf nur 1500 kg ziehen.
Die PS Zahl ist nicht aussagekräftig wenn da ein schlecht untersetztes Getriebe verbaut ist nutzt alles nicht.
Ich habe früher Schwertransporte bis 100 to gemacht mit 230 PS Zugmaschine.
Unsere 40 to Gespanne hatten zum Teil nur 130 PS aus einem 6 ltr. Motor.
Die Kasseler Berge waren kein Problem es ging eben nur langsam.
Heute ist eher die Frage möchtest du soviel Leistung haben um mit dem Verkehr mitschwimmen zu können.

CorinnaKBF am 06 Jul 2020 15:30:07

partliner hat geschrieben:dann bräuchte der TE aber grundsätzlich 2 Zugfahrzeuge; einen für den WW und einen für den Transportanhänger.
Ist im Paket dann auch nicht mehr so günstig.


Ich hatte es so verstanden, dass er mit dem Womo in den Urlaub möchte und auf dem Anhänger einen PKW transportieren möchte, um vor Ort mobil zu sein (Ok, das habe ich als Frau so hinein interpretiert)
Daher der Gedanke, den PKW einfach einen Wohnwagen ziehen zu lassen, auf dem Campingplatz steht der Wowa und man ist mit dem PKW mobil.

schnecke0815 am 06 Jul 2020 15:50:23

Nur mal als Denkanstoß - --> Link

Damit habe ich 8 Jahre die Rennstrecken in Deutschland und Europa besucht. Leistung satt, völlig entspanntes Fahren mit Automatik und Overdrive, Anhängerlast mind. 3to.
Platzmäßig mit 4 Personen natürlich nicht so üppig, spritmäßig gute 15 - 20L. (damals gab es noch Normalbenzin) dafür sind evtl. Ersatzteile in der Regel sofort
verfügbar und sehr sehr günstig.

Es gibt auch richtige Wohnmobile mit Alkoven auf G20 Basis, müßtest halt mal suchen.

teuchmc am 06 Jul 2020 20:44:16

Moin! Wenn Ami als Womo, dann gleich mit v8-Diesel. Stehen jetzt nicht unbedingt an jeder Ecke rum.
Da ist das Limit der zulässigen Anhängelast nach unserer Erfahrung sehr häufig die Ahk selber.
Sonnigen weiterhin. Uwe

drooper am 06 Jul 2020 20:52:33

Und wieder ein großen Dank an euch, geht ja wahnsinnig flott hier!
Habe wieder was mitgenommen. Aber das mit dem maximalen Gewicht des Gespanns habe ich nicht verstanden. Was für Grenzwerte gibt es da?

CorinnaKBF
Wie von partliner richtig erkannt, ist das "nur" ein Rennauto und dient nicht dem Zweck vor Ort die family spazieren zu fahren :D .

Ich dachte ich könnte den Urlaub auf dem Campingplatz und mein Hobby miteinander verbinden. Wie sich herausstellt, aber nicht ganz so einfach bei den gegebenen Rahmenbedingungen.

Liebe Grüße,
Marcus

teuchmc am 07 Jul 2020 08:14:32

Moin Marcus! Das zulässige Gesamtzuggewicht steht in den Papieren in den Anmerkungen.
Das Auto darf z.b.2t ziehen, aber aufgrund ZGG des Autos und dem erlaubten Gesamtzuggewicht darf man halt nur 1,5t anhängen. Ziemlich vereinfacht. Gibt hier auch ne Abhandlung zu dem Thema. Nutze mal die SuFu.
Sonnigen weiterhin. Uwe

kartjule am 07 Jul 2020 08:34:05

Das findest Du wie schon gesagt im Fahrzeugschein bzw. auf dem Typenschild des Fahrzeugs.
VG Andreas


mv4 am 07 Jul 2020 08:36:43

so ist es...man muss erstmal ein Auto in dem Baujahr finden wo du 2 t Anhängelast eingetragen hast.

silverdawn am 07 Jul 2020 08:43:16

Ruedi1952 hat geschrieben:
Auf einer richtig durchnästen Wiese ist es wurscht da kommst du mit einem Heckkratzer auch nicht raus.



Auf alle Fälle bist du mit einem "Heckkratzer" mit Zwillingsrädern einem "Frontkratzer" haushoch überlegen ! :D

Habe ich schon mehrfach selbst erlebt.

Gruß
Harald

Scimitar am 07 Jul 2020 08:51:02

silverdawn hat geschrieben:Auf alle Fälle bist du mit einem "Heckkratzer" mit Zwillingsrädern einem "Frontkratzer" haushoch überlegen ! :D

Habe ich schon mehrfach selbst erlebt.

Gruß
Harald


Das ist auch meine Meinung, aber die Frontkratzer wollen das nicht hören. :? Ich bin viel mit Trailer unterwegs und eine feuchte Wiese oder Steigung mit Split hat mich bis jetzt noch nicht aufgehalten. :)

drooper am 08 Jul 2020 08:28:06

Aha, ok verstehe. Ein Blick in den Fahrzeugschein löst das Rätsel. Danke.
Ich nehme an, dass es nur dann drin steht, wenn eine AHK verbaut ist, oder? Das Zuggesamtgewicht steht dann unten in dem Bemerkungsfeld, es gibt keine zugeordnete Nummerierung oberhalb?
Hier mal zwei Kandidaten:
--> Link
Mit AHK bis 3to, hier ist das Zuggesamtgewicht interessant und wird die Anhängelast dementsprechend beschränken, wenn ich das richtig verstanden habe.
Ich werde da mal das Zuggesamtgewicht und Leergewicht erfragen.

--> Link
Da steht nichts über die Anhängelast, auch diese würde ich mal erfragen.

Liebe Grüße,
Marcus

kartjule am 08 Jul 2020 08:58:09

Moin...
der erste hat ja 4200 kg und mit deinem Anhänger ( 500 kg ) bleiben Dir noch 800kg fürs Auto, vorbehaltlich er hat auch 5500 kg als Masse. Den zweiten mit 3500 kg halte ich für ziemlich sportlich.
Ich habe z.b. einen Anhänger mit 270 kg und darauf den Astra mit 1000 kg. Weis ja nicht wo du Motorsport machst und ob es wirklich so wichtig ist mit dem Heckantrieb. Bin auf Rallies unterwegs und immer weggekommen mit dem Frontantrieb.
Der erste steht bei mir in der Nähe, wenn Du unterstützung brauchst, sag einfach bescheit.

VG Andreas

drooper am 08 Jul 2020 09:24:57

kartjule hat geschrieben:Moin...
Der erste steht bei mir in der Nähe, wenn Du unterstützung brauchst, sag einfach bescheit.
VG Andreas


Super, dank dir für das Angebot, komme sicher darauf zurück sollte ich mir den anschauen wollen. Frontantrieb ist wohl leichter als Heckantrieb, weil du das so ansprichst? Gut ein Kardanwelle + Hinterachsdifferential kommen hinzu beim Hecktriebler.

Ist aber schon komisch, dass ein 4,2t WoMo eine solche Anhängerkupplung mit 3t Anhängelast hat und das auch noch so in die Anzeige reingeschrieben wird.

Liebe Grüße,
Marcus

starlight am 08 Jul 2020 09:28:02

Hallo Markus,

Ggf. solltest Du auch einen Hymercamp starline 640 (sind einige in mob.....de) in Betracht ziehen. Habe selber so ein Fahrzeug mit 156 PS und AHK und bin von der Zugkraft ( habe allerdings nur Motorradanhänger mit 2 größeren Rollern dabei) her sehr zufrieden. Einziger Nachteil meines Fahrzeugs ist fehlende Garage, d.h. größere sperrige Gegenstände lassen sich schwer verstauen. Dafür ist das Innenraumgefühl dieses Fahrzeugs unübertroffen.

DonCarlos1962 am 08 Jul 2020 10:09:24

Neben den Anhängelasten und der Antriebsform würde ich ein Augenmerk auf die Achslast der hinteren Achse legen.

Ihr wollt mit vier Personen reisen. Das allein bringt das 3,5 to Mobil schon an seine Gewichtsgrenzen.
Wenn jetzt noch hinten eine AHK, mit um die 30-40Kg Eigengewicht montiert und mit einer Stützlast von 100Kg beaufschlagt wird, kommt die Hinterachse sehr schnell an ihre Grenzen.

Fahrräder im/am Heck dürften sich dann wohl schon ausschließen.
Vielleicht hat da ja jemand Erfahrungen aus der Praxis! Wie viel Stützlast ist nötig? Da hat doch bestimmt jemand schon einmal die Hinterachse gewogen. Oder?

LG Carsten

drooper am 08 Jul 2020 10:48:24

starlight hat geschrieben: Hymercamp starline 640

Der ist auch auf Basis vom Mercedes Sprinter? Das wäre ja der Motor, den ich u.a. oben verlinkt habe. Was ziehst du gesamt ca. hinterher?

DonCarlos1962 hat geschrieben:Neben den Anhängelasten und der Antriebsform würde ich ein Augenmerk auf die Achslast der hinteren Achse legen.
LG Carsten

Oh man, immer mehr beeinflussende Faktoren. Achslasten und Stützlast stehen auch im Fahrzeugschein dann? Also 3,5t können als Gesamtgewicht auch überschritten werden, wenn es das WoMo zulässt. Ich lese immer mal wieder von diesen 5500 kg zulässiges Zuggesamtgewicht. Das ist wohl der Standard. 6000 kg würden reichen, 1800 kg hinten dran und gut 4000 kg Gesamtgewicht für den WoMo...aber das stelle ich mir zu einfach vor.

Liebe Grüße,
Marcus

DonCarlos1962 am 08 Jul 2020 11:51:01

Hallo Marcus.

Hier einmal ein Beispiel für die Achslasten von unserem 3,5 Tonner FORD:

Achslast vorn: 1850 Kg
Achslast hinten: 2250 Kg - Summe: 4100 Kg

Zulässiges Gesamtgewicht: 3500 Kg
Zulässige Anhängelast: 1990 Kg

Gesamtzuggewicht 5540 Kg

Das soll bedeuten:

Man kann zwar die Achslasten ausnutzen, aber in der Summe dürfen - wenn nicht aufgelastet wurde - die 3,5 Tonnen nicht überschritten werden.

Der FORD darf gebremst max.1990 Kg als 3,5 Tonner anhängen.
Mit Auflastung auf 4100 Kg reduziert sich die Anhängelast auf bis zu 1440 Kg. (Ges.Zuglast 5540 Kg - 4100 Kg Eigengewicht.)

Was aber in keinem der Fälle überschritten werden darf, sind die Achslasten. Und die verändern sich, zumindest in diesem Fall, auch nach dem Auflasten nicht.

Vielleicht haben ja Renault, Citroen oder Fiat andere Achslasten eingetragen? Das wäre einmal ganz interessant zu wissen. Denn wie man hier im Forum lesen kann, ist das immer wieder ein Thema.
Hier ein sehr schöner Beitrag aus diesem Forum: --> Link

Darum würde ich vor dem Kauf die hintere Achslast ganz besonders im Auge behalten.

Gib einmal "Hebelwirkung" in die Suchmaschine des Forums ein.
Da gab es sogar einmal einen Beitrag von Mitglied "nanniruffo", der eine AHK nachrüsten ließ und 100 Kg mehr ZGG eingetragen bekam. Sehr interessant.

LG Carsten

Heinz53 am 08 Jul 2020 12:47:58

Ich fahre ein WoMo auf Iveco Daily 50C13 und habe gelegentlich einen Pferdeanhänger am Haken, geladen mit 2 Pferden ca. 1,8 bis 2,0 t.
Die zulässige Anhängelast beträgt 3,5 t. Mit der Fahrleistung bin ich ganz zufrieden, der Unterschied zwischen mit und ohne Anhänger ist nicht gravierend.
Der Daily fällt unter die Leicht-Lkw's, seine Endgeschwindigkeit ist nicht so hoch, entsprechend ist das Getriebe untersetzt, was sich wiederum positiv auf die Zugleistung auswirkt.
Heckantrieb halte ich für Anhängerbetrieb empfehlenswert.

Heinz

starlight am 08 Jul 2020 13:56:58

Hallo Marcus,

Ja, der starline 640 ist auf Sprinterbasis. Das war für mich der einzige Grund, vom Camp544 (Fiat) bei nahezu gleichem Grundriss zu wechseln.
Ich ziehe circa gute 600 kg hinterher, das merkt man gar nicht, außer beim Rangieren natürlich.

drooper am 08 Jul 2020 14:13:13

Carsten
Ja, danke für die Infos und das mal anhand eines konkreten Beispiels! Und der andere Thread ist sehr interessant. Ziehe daraus eigentlich den Schluss, dass 3500 kg bei mir mit der 4-köpfigen Familie nicht reichen werden, genauso wenig wird es reichen ein zulässig Zuggewicht von 5500 kg zu haben...da müssen 6000 kg her. Zudem sind die Achslasten, Anhängelast und Stützlast zu beachten.

Heinz53
Unter welcher Bezeichnung findet man WoMo mit der Basis Iveco Daily 50C13? Was für einen Motor hast du da drin? Wie hoch ist das zulässig Zuggewicht bei dir?

starlight
Wie sind bei dir die übrigen Werte Zuggewicht, Anhängelast etc.?


Liebe Grüße,
Marcus

starlight am 08 Jul 2020 14:42:06

Markus,
Ich weiß nicht ob Du mit diesen Angaben was anfangen kannst:
Laut meinem Fahrzeugschein:
Zu 7.1: 1750 kg
Zu 7.2: 2240 kg
Zu 8.1: 1750 kg
Zu 8.2: 2240 kg
Zu O.1: 1700 kg
Zu O.2: 750 kg
Zu 13: keine Eintragung

drooper am 08 Jul 2020 15:30:19

starlight hat geschrieben:Markus,
Ich weiß nicht ob Du mit diesen Angaben was anfangen kannst:
Laut meinem Fahrzeugschein:
Zu 7.1: 1750 kg
Zu 7.2: 2240 kg
Zu 8.1: 1750 kg
Zu 8.2: 2240 kg
Zu O.1: 1700 kg
Zu O.2: 750 kg
Zu 13: keine Eintragung


Super, ja kann ich...Danke!
Du kommst mit den Daten rein rechnerisch auf eine Zuggesamtgewicht von 5690 kg. Oder habe ich mich verrechnet (1750 + 2240 + 1700)?`
Normalerweise müsste ja noch irgendwo das max. Zuggesamtgewicht stehen (siehe Post von Andreas weiter oben).

Liebe Grüße,
Marcus

CorinnaKBF am 08 Jul 2020 15:45:35

drooper hat geschrieben:CorinnaKBF
Wie von partliner richtig erkannt, ist das "nur" ein Rennauto und dient nicht dem Zweck vor Ort die family spazieren zu fahren :D .


Ok, sorry, dann hatte ich das falsch verstanden.

partliner am 08 Jul 2020 17:07:18

drooper hat geschrieben:Du kommst mit den Daten rein rechnerisch auf eine Zuggesamtgewicht von 5690 kg. Oder habe ich mich verrechnet (1750 + 2240 + 1700)?`

verrechnet eher nicht, aber wohl fehlinterpretiert; die Addition der beiden Achslasten muß nicht zwangsläufig das zGG ergeben. Wären ja hier bei Deiner Rechnung 3990 kg.
Ich glaub ehr nicht, daß ein 316er Sprinter auf 3990 kg aufgelastet werden kann, eher auf 3850 kg vielleicht. Dann hättest Du ein max. Zuggesamtgewicht von 5550 kg.

Das sollte in den Bemerkungen unter Pkt. 22 eingetragen sein.

starlight am 08 Jul 2020 17:31:00

Ja Frank,
Stimmt, 3850 kg maximales Gesamtgewicht!

Heinz53 am 08 Jul 2020 17:37:53

Hallo Marcus,
es ist ein Phoenix 8000 G, Erstzulassung 12/1999
Der Motor hat 2,8 l, 92 kW bei 3600 Umdr., Höchstgeschwindigkeit ist mit 122 km/h eingetragen
Die Anhängelast (gebremst) beträgt 3500 kg, ein max. Zuggewicht ist nicht eingetragen.

Gruß
Heinz

kartjule am 08 Jul 2020 18:30:04

Dann musst du mal auf dein Typenschild am Fahrzeug schauen, da muss/soll die Angabe zu finden sein :lol:
VG

drooper am 09 Jul 2020 23:51:35

Ich habe ein paar Infos zu diesen bekommen:
--> Link
Achslasten sind: 1800kg/2600kg, Leergewicht laut Schein: 3500kg, Anhängelast ist im Schein nicht eingetragen unter Q.1, aber die AHK ist unter Punkt 22 aufgeführt (scheinbar nachträglich eingebaut) u.a. mit Stützlast aber nichts zur Anhängelast. Laut Besitzer ist alles korrekt eingetragen worden. Wie findet ihr das? Sollte die dann nicht im Schein stehen, oder wird nach Einbau die Anhängelast aus dem Gutachten verwendet und das wars? Zudem fehlt das Zuggewicht gesamt...müsste doch auch immer mit eingetragen werden oder kann es auch nur eine Begrenzung durch das zulässig Gesamtgewicht addiert um die Anhängelast geben?
Wenn man rein theoretisch die Achslasten addiert, kommt man auf 4400kg, was für Gründe könnte es geben, dass das zulässige Gesamtgewicht darunter bei 4200gk liegt? Was meint ihr zur Zuladung, reicht das für eine 4-köpfige Familie?
Und noch eine Sache...als Reifen sind 195/65R16C eingetragen (Hinten soll es Zwillingsbereifung sein), kommt mir ein bissel marger vor, oder?

Heinz53
Die Motordaten sind ähnlich von deinem, sogar ziemlich identisch, gleicher Motor wahrscheinlich. Sind 130 km/h eingetragen, verteilt auf 6 Gänge.
Kannst du noch mal schauen, ob bei dir die Anhängelast im Schein unter Q.1 steht? Und vielleicht findest du ja das Typenschild wie von kartjule geschrieben?

Liebe Grüße,
Marcus

Solofahrer am 10 Jul 2020 00:26:09

... ich halte die Angabe: "AHK mit bis 3 Tonnen Anhängelast" bei dem laaangen Hecküberhang für ungewöhnlich und problematisch ...

Tinduck am 10 Jul 2020 07:48:52

Nee, das ist schon normal.

Wir fahren einen 50C15 mit 5,2 Tonnen zGG, zulässige Anhängelast 3,5 Tonnen gebremst, zulässiges Zuggesamtgewicht 8,7 Tonnen.

Unser Hecküberhang ist auch eher gross, ist halt ne massive Rahmenabsenkung für die AHK drunter, dann geht das schon.

Die 195/75er Reifen sind in diesen Baujahren Standard. Passt mit den Achslasten, vorn 1900 Kg, hinten 3700 kg. Bei diesem 50Cxx Fahrgestell bekommst Du mit Sicherheit keine Probleme mit der Hinterachslast, wir haben da voll beladen mit 5 Fahrrädern auf der Heckbühne noch 400 Kg Reserve.

Sind halt nicht leicht zu finden als Gebrauchter.

bis denn,

Uwe

Heinz53 am 10 Jul 2020 08:40:16

Hallo Markus,
hier schon mal als erste Info: Ja die zulässige Anhängelast ist unter Q.1 eingetragen.

Mit dem langen Überhang hab ich keine Probleme, inwieweit das an der zusätzlichen Luftfederung der Hinterachse liegt kann ich nicht beurteilen. Hab noch keinen anderen in der Größenordnung gefahren.
Als einen positiven Nebeneffekt des langen Überhanges sehe ich darin, daß der Anhänger quasi aus der Kurve gezogen wird.
Beim Einschlagen schwenkt ja die Anhängerkupplung zur Straßenmitte hin, ich muß zugeben, daß ich damit weniger "Bordsteinberührung" als mit unserem Pkw vor dem Hänger habe.

Nach dem Typenschild guck ich noch mal.

Viele Grüße
Heinz

dieter2 am 10 Jul 2020 09:48:16

Wir hatten an unseren Sunlight mit 7,4 Meter Länge und langen Hecküberstand auch einen Hänger mit Smart.

Durch den langen Überhang ist der Hänger wunderbar in der Spur vom Womo gelaufen.
In Kurven brauchte ich nicht weiter ausholen.

Die Fuhre lief sehr stabil,auch bei höheren Geschwindigkeiten,in Frankreich teils 100-110 kmh.

drooper am 11 Jul 2020 13:15:36

Servus zusammen.

Vielen Dank dir schon mal Heinz und auch dir Dieter für deinen Erfahrungsaustausch.

Tinduck/Uwe
Du beziehst dich bei deinem Post aber ausschließlich auf dein Fahrgestellt (klingt komisch, oder... :D )? Oder hat der Mobilvetta auch ein 50Cxx Fahrgestellt? Das von dir genannte Zuggesamtgewicht von 8,7t steht im Schein oder Typenschild?

Ich werde mal meinen Dekraprüfer dazu befragen, den kenne ich ganz gut und hoffe da auf eine sichere Aussage was das Zuggesamtgewicht / Eintragung AHK etc. angeht.

kartjule hat geschrieben:Moin...
der erste hat ja 4200 kg und mit deinem Anhänger ( 500 kg ) bleiben Dir noch 800kg fürs Auto, vorbehaltlich er hat auch 5500 kg als Masse...
Der erste steht bei mir in der Nähe, wenn Du unterstützung brauchst, sag einfach bescheit.

VG Andreas

kartjule/Andreas
Steht das Angebot noch? Ich kann dir noch keine Nachrichten schicken, aber du vielleicht mir mit deinen Kontaktdaten? Anonsten werde ich Mitglied im WoMo Club...

Auch kein schlechter Kandidat, oder?
--> Link

Liebe Grüße,
Marcus


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