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Transit 2,4 ltr, 101 kW, Motormanagement leuchtet


Orsito am 06 Jul 2020 22:06:22

Betrifft Ford Transit 135 T350, Baujahr 2005 (Euro Transit) 2,4ltr Durateq, 101 kW.
So ca. alle 15.000 km leuchtet die Anzeige für das Motormanagement. Bei Ford ist das beim Start auch die Anzeige für das Vorglühen. Erstmalig bei 45.000 km ging diese Leuchte während der Fahrt an. Fahrzeug ausgemacht und die nächsten 15.000 km war Ruhe. Es wurde zu keinem Zeitpunkt ein Fehler festgestellt. Die Fehlereinträge, jedes Mal unterschiedlich, wurden gelöscht und gut war es.

Bei etwa 87.000 km leuchtete vor 3 Wochen diese Anzeige. So wie immer, Fahrzeug ausgemacht, 5 Minuten gewartet, weiter gefahren. Nach etwa 10 km Fahrt ging die Leuchte wieder an. Nach dreimaligem stehenbleiben und ausmachen des Fahrzeugs ist nach etwa 30 km das Fahrzeug stehengeblieben. Der Motor ist während der Fahrt ausgegangen.

Danach war die nächsten 60 km Ruhe, ohne Fehler. Am letzten Wochenende ging die Leuchte bereits nach 8 km an. Danach alle 10 km. Zum Schluss ging der Motor wieder während der Fahrt aus.

Der gerufene ADAC hat mit seinem Messgerät festgestellt, dass die Fehlercodes P0251 und P1211 hinterlegt waren. Bei der Messung des ADAC ist kein Fehler aufgetreten. Diese Fehler bedeuten dass die Einspritzventile defekt sind (Fehler P1211) und die Kraftstoffdosiersteuerung (P0251) fehlerhaft arbeitet. Wenn die Kraftstooffdosierung fehlerhaft ist, dann tritt zwangsläufig auch der Fehler P1211 auf. Der freundliche ADAC Helfer zeigte auf den Raildruckregler und meinte, der sei es wohl. Der Fehler tritt erst auf, wenn das Fahrzeug warm ist. Durch leichtes Klopfen auf den Regler lässt sich der Fehler herbeiführen, bzw. beseitigen, so der ADAC.
Das ist mir nicht gelungen. Ich konnte den Fehler nicht herbeiführen. Weder durch erhitzen des Raildruckreglers, noch durch klopfen, bzw, Beides. Nach Recherche im Internet habe ich gelernt, dass bei Leuchten der Vorglühlampe während der Fahrt das Motormanagement die Leistung herunterregelt. Wenn das Fahrzeug ausgegangen ist, lässt es sich nicht mehr starten, bis der Fehler behoben wurden. Beide Fehler treten eigentlich nicht zusammen auf.

Ich habe daraufhin den Stecker zum Raildruckregler abgezogen und mit Kontakt 60 gereinigt. Danach bin ich etwa 40 km ohne Fehleranzeige gefahren. Bis heute.

Wer kennt diesen Fehler, der besonders beim Transit mit Baujahr 2003 bis 2005 auftritt. Wie wurde der behoben, ohne bei Ford eine unbegrenzt hohe Lastschriftmöglichkeit einzuräumen (1.700€ ohne Grenze nach oben). Wer hat Erfahrung mit OBD 2 Testern, die besonders für ältere Ford geignet sind und welche sind dieses. Obwohl der Fehler hinterlegt ist, wird er durch den OBD 2 Tester nicht angezeigt.

Für jede gehaltvolle Hilfe bin ich dankbar.

Gruß
Orsito


tweiner am 06 Jul 2020 23:04:48

Moinsen,
leider keine Erfahrung mit Ford.
Aber als Tipp mit ähnlichem Fehler: die Kabel zu den Sensoren prüfen. Bei unserem lag ein Kabelbruch ca. 1 - 2 cm vor dem Sensor. Die Diagnose hat den Sensor als defekt erkannt. Tauschen des Sensors durch die Werkstatt hat die Lage des Kabel etwas verändert so das für ca. 1000 km kein Fehler mehr auftrat.
Jedenfalls viel Glück bei der Fehlerfindung, gerade sporadische Fehler sind schlecht zu diagnostizieren.

gruß
Thomas

teuchmc am 07 Jul 2020 07:58:59

Moin Orsito! Möglicherweise können einfache OBD II-Tester da überhaupt nicht drauf zu greifen. Unsere Erfahrung mit div.Kfz aus Baujahren ab 00.
Der ADAC hat m.W.n. Geräte, welche mit einfachen Testern nix mehr zu tun haben. Ne gute freie WS wäre evtl.ne Alternative, wenn der örtliche FFH nicht Dein Vertrauen genießt.
Sonnigen weiterhin. Uwe

Anzeige vom Forum


schmiddi am 07 Jul 2020 19:42:30

Der Raildrucksensor wurde nicht getauscht? Dann tausche ihn doch, der wird nicht die Welt kosten und wechseln kannst du ihn evtl selber. Diese Sensoren machen manchmal die seltsamsten Fehler.

wosch03 am 07 Jul 2020 19:59:32

Für Ford gibt es recht gute kostenlose Diagnose SW namens Forscan. Benötigt wird dann noch ein mit Forscan kompatibler OBD2 Adapter, der mittels USB oder Bluetooth verbunden wird. Google mal danach, gibt auch Anleitung und Forum.

Gruß Wolfgang

Orsito am 07 Jul 2020 21:46:41

Hallo,

danke für die bisherigen Tips.

Die freie Werkstatt in der Nähe (die ich auf gar keinen Fall kontaktieren werde) hat bei dem Austausch der Bremsflüssigkeit einiges davon in einen Steckverbinder zum Radsensor hinten rechts laufen lassen. Das wusste ich zunächst nicht. Die Bremsflüssigkeit hat dafür gesorgt, dass die Steckerkontakte korrodiert sind. Das Ergebnis war das Aufleuchten der Warnlampe für ABS. Die leuchtete aber nur, wenn ich z. Bsp über eine Dehnungsfuge einer Brücke gefahren bin. Fahrzeug ausgemacht, wieder gestartet, Fehler weg bis zur nächsten Bodenwelle/Schlagloch.

Die Firma, die das verursacht hat, war noch bereit den Fehlerspeicher auszulesen. Die Liste, was dann angeblich defekt war lang und sehr teuer.

Der daraufhin kontaktierte FFH hatte eine noch längere Liste. Noch teurer. Auch der zweite FFH hatte eine ähnlich lange Liste, aber andere Fehler, ähnlich teuer. Das hat mich stutzig gemacht. Letztlich habe ich den Fehler mit dem Einsatz von normalen Messgeräten und logik gefunden.

Den Raildrucksensor tauschen würde ich gerne machen, wenn ich den bekäme. Bisher gibt es den nur bei Ford, aber nicht lieferbar (der geht eigentlich nie kaputt....). Herausgefunden habe ich diesbezüglich, dass der der bei mir verbaut ist, nur in den Eurotransit verbaut wurde. Der Preis bei Ford liegt bei 350 € Angeschlossen ist der mit 12 Volt, hat weiterhin ein Rechtecksignal mit festem Signal/Pause Verhältnis und einen Anschluss, vermutlich das dazugehörige Differenz signal für die Einspritzregelung über Bordcomputer. Bisher ist das alles da, der Fehler nicht wieder aufgetreten.
Ich werde die Leitungen des Steckers/Kontakt des Steckers mal prüfen. Was passiert, wenn welches Signal fehlt.
Dazu benötige ich aber ein vernünftiges OBD2 Gerät, mit dem ich den/die Fehler sehen und vor allen Dingen auch löschen kann. Jeder der Besuche beim OBD auslesen kostet 21€ da kann ich mir das Gerät auch selber kaufen. Die Frage ist halt welches!?

Die Sache mit Forscan hört sich gut an. Ich google das mal.

Ich bleib dran und informiere, sobald ich etwas Weiterführendes habe.

Danke für die Beiträge

Orsito

Orsito am 15 Jul 2020 21:59:24

Vorläufiges Ergebnis:

Die plötzlich aufleuchtende Motormanagementleuchte, die nach Motorneustart zunächst geraume Zeit nicht anging, hing mit dem oxidierten Steckerkontakten am Railsensor zusammen. Nach Behandlung mit Kontakt 60 läuft das Fahrzeug jetzt seit 200 km ohne Fehler. Der heutige Besuch beim Boschdienst hat keinen Fehler im Fehlerspeicher gezeigt.

Das war es wohl.

Der Hinweis auf die Software Forscan habe ich geprüft. Ich bin derzeit dabei die dafür verfügbaren OBD 2 Adapter anzuschauen. Der Hinweis auf den verbauten Chip ELM 327 im OBD 2 Adapter habe ich mir wegen der notwendigen Protokolle angeschaut. Auf den ersten Blick ist Forscan kostenlos. Auf den zweiten Blick werden für die benötigten Motormanagement-Protokolle auf jeden Fall 50€ fällig. Bisher habe ich aber mein Fahrzeug (Eurotransit) nicht in der kostenlosen Software gefunden. Auch kostenpflichtig finde ich da nichts.
Also weitersuchen. Bin weiterhin dankbar für Tips und Hinweise

Gruß
Orsito

gespeert am 16 Jul 2020 10:23:25

Fahr mal nach Köln Bergheim zu ner Firma am Sonnenhang die u. a. markenunabhängige Diagnosegeräte im Angebot führt.
Da ist sicher was dabei.
Es gibt zwei Möglichkeiten, Tokens oder eine Art Abo für tiefergreifende Geräte. Da man mit solchen Systemen auch große Schäden anrichten kann, ist das verstândlich.


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