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motorradtraeger

LMC I695G - Fahrzeug unter Strom 1, 2


Ohhmille am 08 Jul 2020 00:16:08

Hallo Community

Ich bin noch relativ frisch in der Wohnmobilwelt unterwegs. Daher weiß ich nicht genau, ob mein Problem überhaupt ein Problem ist?!

Zur Sache:
Mir ist beim letzten Campingausflug aufgefallen, dass unser Wohnmobil scheinbar "unter Strom" steht. 
Beispiel: Wenn ich Barfuss vor der Eingangstür / Aufbautür stehe und an dem metallernen Verschluss der Aufbautür fasse, dann merke ich ein leichtes Kribbeln. Ebenso merke ich ein Kribbeln im Finger, wenn ich den metallernen Rand der Kochfläche berühre, während ich noch außerhalb des Wohnmobils stehe.Ebenfalls merke ich es, wenn ich den Rahmen der Heckgaragentür berühre.
Stehe ich IM Wohnmobil, spüre ich es nicht! 
Dieses Phänomen konnte ich nur feststellen, wenn wir am externen Strom angeschlossen sind. Ziehe ich die externe Stromquelle ab, ist dieses Phänomen nicht mehr spürbar.Ich kann nicht beurteilen, ob das so normal ist?! Ich find "Kriechströme" in Verbindung mit einer Gasanlage aber im ersten Augenblick nicht so vertrauenserweckend. :-(

Kennt ihr das? Ist das normal?

Bin für jede Meinung dankbar

Viele Grüße
Mille


geralds am 08 Jul 2020 02:10:12

Hallo,

nein das ist absolut nicht normal.
Die Frage ist jedoch, ob das am Fahrzeug oder an der Versorgung des CP liegt.
Meine Vermutung, wie gesagt nur eine Vermutung, das es an der Versorgung des CP liegt.

Deshalb mal testen ob das auch an anderen Versorgungen (andere CP´s oder an anderen Stromversorgungen) der Fall ist.

Gruß Gerald

CamperJogi am 08 Jul 2020 06:20:54

Moin

Nein, das ist nicht normal! Meiner Meinung nach ist da auch an Deinem Fahrzeug was faul...auch wenn es am CP oder Deinem Kabel/Kabelrolle/Adapter ursächlich liegt.

Weg vom Stromanschluss :!: :!:

Hier werden sich sicherlich in kürze die Fachleute melden.....Ich allerdings, würde das von einer Fachwerkstatt untersuchen lassen. Dazu hänge Ich zu sehr am Leben - kein Feld für nicht fachmännische Experimente/Untersuchungen.

Und - den CP/SP-Betreiber würde Ich auch in Kenntnis davon setzen :!:

Gruss
Jürgen

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bubale159 am 08 Jul 2020 06:25:42

Hallo

Hast du das Problem auch an anderen Orten.?

Wenn ja , liegt es an deinem Womo .

Wenn nein ,am CP.

Jason

stoppie am 08 Jul 2020 06:36:11

Wie beide Vorredner bereits schrieben, ist das absolut nicht normal und kann, nicht muss, lebensgefährlich werden.

Es ließt sich so, dass der L1 (die Phase) der Stromversorgung mit dem Schutzleiter vertauscht wurde. Das kann an der CP-Versorgungsstation liegen, an der Verlängerungsleitung zum WoMo, an dem internen 230V-WoMo-Anschluss oder an eines der im WoMo angeschlossenen 230V-Geräte.

Dein WoMo gehört in fachliche Hände, die die Ursache finden müssen. :!:

Stefmax am 08 Jul 2020 07:37:45

Hallo,

das muss nicht an deinem Fahrzeug liegen, ist in den meisten Fällen so.
Wir hatten es in Holland auf einem Campingplatz, hier war ein schwacher Strom auf der Erde.
Ich hatte alles vor Ort durchgemessen.
Habe den Platzbetreiber dann informiert.

Irgendwo war wohl ein Schluss im System.

Gruß Stefan.

tztz2000 am 08 Jul 2020 08:29:55

Bevor Du jetzt mit dem Womo in die Werkstatt fährst (das wäre der 2. Schritt)....

.... erst mal Dein Anschlusskabel und / oder Deine Kabeltrommel zum Elektriker bringen und überprüfen lassen.

Ohhmille am 08 Jul 2020 08:41:43

Guten Morgen und vielen Dank für eure Antworten. Vor allem schon um diese Uhrzeiten ;D

Witziger Weise habe ich am Montag sowieso noch einen Termin beim Händler, da werde ich das Thema auf jeden Fall nochmal ansprechen.

Aber vorher werde ich eure Tipps nochmal berücksichtigen und versuchen die Kabel / Adapter zu testen. Am Wochenende sind wir wieder auf einem Campingplatz, da werde ich alles nochmal ausprobieren. Hoffentlich tritt das Problem dann nicht wieder auf, wäre das Einfachste... ;-)

Vielen Dank und Grüße
Mille

eddan am 08 Jul 2020 09:16:31

... das ist sinnvoll.

Munter bleiben !

.
.

rkopka am 08 Jul 2020 09:17:06

Ohhmille hat geschrieben:Am Wochenende sind wir wieder auf einem Campingplatz, da werde ich alles nochmal ausprobieren. Hoffentlich tritt das Problem dann nicht wieder auf, wäre das Einfachste... ;-)

Aber nur, wenn du weißt, warum. Sonst ist es nur ein Fehler, der sich nicht klar reproduzieren läßt und jederzeit wiederkommen kann, und das sind die lästigsten.

RK

silver34 am 08 Jul 2020 09:23:30

Zu 90% wird es wohl dein Kabel sein!

Entweder ist dar Erdungsleiter nicht mehr am Stecker.. oder wie es bei mir war im Kabel gebrochen.

Durch den Wechselstrom wird nun in dem nun nicht mehr geerdetem Womo Spannung induziert (Parallel liegen vom Leiter und dem nicht mehr verbundenen Gelbgrünen).

Wenn du zu der Erdung etwa die hälfte der Netzspannung hast wird es das sein!

Das der Leiter bzw. der Neutalleiter ein Problem hätten ist unwarscheinlich bzw. würde sich anderst darstellen (Da würde es sicher mehr Bitzeln bzw. der RCD würde sich melden!)

Womofreund2 am 08 Jul 2020 11:23:13

Hatte das auch schon mal nach Stromanschluss bei einer alten Scheune. Da war die Elektroinstalation von 1970 noch mit Aluleitungen und den originalen alten Steckdosen. Seit dem ist es aber nie wieder aufgetreten. Ich würde das mit den 90% Fehlerquelle im Kabel deshalb so nicht unterschreiben, sondern auf die Verkabelung am Platz tippen.

andwein am 08 Jul 2020 12:06:05

Ohhmille hat geschrieben:.....Beispiel: Wenn ich Barfuss vor der Eingangstür / Aufbautür stehe und an dem metallernen Verschluss der Aufbautür fasse, dann merke ich ein leichtes Kribbeln. Viele Grüße Mille

Zu diesem Zustand kann es keine Meinungen geben, hier zählen nur Fakten:
Der TE spürt ein Kribbeln wenn er mit nackten Füßen auf dem CP steht und sein Womo berührt. Das bedeutet lebensgefahr, den wird der Boden feuchter wird auch der "Kribbelstrom" größer!
Ich lese Kabeltrommel, Anschlussstecker, Fehler beim CP!!
Fakt ist. Wäre ein funktionierender FI Schalter installiert würde der auslösen!
Fakt ist: Wäre das Womo über vorgeschriebene, verpolungssichere, CEE Stecker an den CP angeschlossen könnte kein L1 an der faschen Stelle angeschlossen sein.
Fakt ist: alle angedachten Fehler sind Fehler des Womos, die 230V Verkabelung ist nicht VDE gerecht.
Hier kann es nur einen lebenserhaltenden Ratschlag geben: Alle 230V Verbindungen irgendwohin kappen und schleunigst in die Fachwerkstatt. Und dabei immer an Unbeteiligte denken: Auch ein Nachbar könnte sich an dem Womo abstützen. Ob er das darf steht nach einem Stromschlag nicht mehr zur Debatte!!!!!
Andreas

CamperJogi am 08 Jul 2020 12:09:36

Andreas

Mein reden! Da gibt es keine Spielräume für Experimente....

Ein Plus!

Gruß
Jürgen

pfeffersalz am 08 Jul 2020 12:15:03

Zunächst habe ich mal dem andwein einen positiven Punkt geklickt. Das erschien mir richtig.

Fehlerursache und Auswirkung: Am Fahrzeug liegt Spannung oberhalb Potential Erde NULL an. Das kann durch Netzeinspeisung (Nullung), Verbindungskabel, Womo-Installation usw. verursacht sein.
Anlagenfehler: Es gibt keine wirksame Schutzmaßnahme (FI-Schutzschalter) in- oder außerhalb, deshalb besteht der Fehler weiterhin. - Lebensgefahr!

Erste Hilfe: Landstromkabel an der Säule ausstecken, dann erst am Womo. Zusätzlich zur fachmännischen (damit meine ich nicht "Forenfachleute") Untersuchung des Landstromkabels und des WoMo durch einen Elektriker MUSS der Platzbetreiber informiert werden!

rkopka am 08 Jul 2020 12:28:44

andwein hat geschrieben:Der TE spürt ein Kribbeln wenn er mit nackten Füßen auf dem CP steht und sein Womo berührt. Das bedeutet lebensgefahr, den wird der Boden feuchter wird auch der "Kribbelstrom" größer!
Ich lese Kabeltrommel, Anschlussstecker, Fehler beim CP!!
Fakt ist. Wäre ein funktionierender FI Schalter installiert würde der auslösen!

Tatsächlich ? Ein Kribbeln hast du schon bei wenigen mA. Die FI gehen meist ab 30mA(?). Das wäre schon ein recht unangenehmes Gefühl.

RK

Agepi am 08 Jul 2020 12:31:53

Benutzt du denn ein vorgeschriebenes CEE Kabel mit und CEE Stecker und CEE Kupplung? (Also 1 Kabel nicht ein normales Verlängerungskabel mit Schuko, wo an einem Ende eine kurze Verlängerung mit CEE Stecker und am anderen Ende die CEE Kupplung eingesteckt wird.)
Falls du die von mir in Klammern Variante hast, ist uU dein FI nicht auslösefähig.
LG HP

silver34 am 08 Jul 2020 13:20:27

Da hier gern nur nach Fakten geliebeugelt wird!

Fakt ist wenn das Womo nicht geerdet ist entseht ein Induktionsstrom!
Fakt ist der Induktionsstrom (so um 110V) lößt keinen RCD das! Es fließt ja kein Fehlerstrom. Parallel liegende Kabel sind pracktisch wie ein Trafo ohne Wickelungen.
Fakt ist das solche Induktionsströme in der Regel nicht gefährlich sind (Klar alles was über 60V ist laut definition gefährlich und wenn ganz ungüstig ....)
Fakt ist selbst wenn der Womo über Schuko und falschrum angesteckt ist beeinträchtigt das nicht die Funktion des RCD.(Es ist zwar nicht VDE gerecht ...).

Ein Erdungsfehler imKabel läßt sich doch ganz einfach überprüfen. Einfach Wiederstand prüfen. Wenn Hochohmig dann Kaputt...

Aber ich schließe mich auch deman erst die 230V wieder anschließen wenn der Fehler gefunden.

So mal schauen wer da wieder aufschreit was ich geschrieben hab!

OstfrieslandBE am 08 Jul 2020 13:32:02

silver34
Fakt ist wenn das Womo nicht geerdet ist entseht ein Induktionsstrom!
Fakt ist der Induktionsstrom (so um 110V) lößt keinen RCD das! Es fließt ja kein Fehlerstrom. Parallel liegende Kabel sind pracktisch wie ein Trafo ohne Wickelungen.

Fakt ist das solche Induktionsströme in der Regel nicht gefährlich sind (Klar alles was über 60V ist laut definition gefährlich und wenn ganz ungüstig ....)
Fakt ist selbst wenn der Womo über Schuko und falschrum angesteckt ist beeinträchtigt das nicht die Funktion des RCD.(Es ist zwar nicht VDE gerecht ...).


:daumen2:

Dafür ein Plus....

geralds am 08 Jul 2020 23:07:18

Leider wird in den Antworten vieles als Fakt bezeichnet, was durchaus nicht Fakt sein muss.
Der Fehler kann am Womo liegen, am Kabel oder der Einspeisung des CP.
Ohne Messung vor Ort lässt sich das nicht entscheiden.
Wenn die Fehlerströme >30mA wären, müsste nicht nur der Fi im Womo auslösen, sondern auch der hoffentlich vorhandene Fi an der CP-Einspeisestelle. Auch Ströme unter 30mA kann man spüren! Den Fehler im Womo zu suchen und eine nicht VDE-gerechte Verkabelung zu unterstellen, kann falsch sein.

Auf jeden Fall ist es richtig die Versorgung zu trennen und den Platzwart zu informieren.

Gruß Gerald

Hannus am 09 Jul 2020 09:21:56

Mach mal einen ganz einfachen Test.
Schlag mal ein Stück Eisen in die Erde und verbinde es mit der Fahrzeugmasse.
Wenn jetzt das Kribbeln weg ist, ohne das sonst noch was passiert, könnte der "Fakt" Induktionsspannung hinkommen.
Wenn jetzt aber der FI Schalter auslöst, dann hast du einen Verdrahtungsfehler.

Gruß Egon

pfeffersalz am 09 Jul 2020 09:58:08

OstfrieslandBE hat geschrieben:[Zitat:
Fakt ist der Induktions[b]strom (so um 110V) lößt keinen RCD das!

:daumen2:

Dafür ein Plus....[/b]




Wie kann man für die Bezeichnung Induktionsstrom mit der Einheit Volt ein Plus vergeben? :lol:

andwein am 09 Jul 2020 10:22:15

silver34 hat geschrieben:Da hier gern nur nach Fakten geliebeugelt wird! Fakt ist wenn das Womo nicht geerdet ist entseht ein Induktionsstrom!

Ich glaube, du solltest diese Aussage einfach noch mal überdenken und ggf die Grundlagen von Induktion- bzw- Induktionsspannungen nochmals nachschlagen. Ich habe einen von vielen Links einmal eingefügt: --> Link
Und natürlich muss ein Kribbeln noch nicht tödlich sein, es genügt aber ein schwaches Herz und schon reagierst du anders als ein gesunder, 25 jähriger Sportler. Der Strom ist auch nicht alleine ausschlaggebend. Die 50 Hz Netzfrequenz (50 Schwingungen in der Sekunde) bringt den Sinusknoten/ Herzfrequenzgeber (60-80 Schwingungen in der Minute) außer Tritt, die Herzkammern flimmern, die Pumpleistung sinkt rapide, die Muskeln krampfen, du kannst die Finger nicht mehr öffnen, du bleibst an der Spannungsquelle hängen-------- und bald hast du keine Probleme mehr!!°
Nur ein kleiner Abriss was passieren kann.
Gruß Andreas

CamperJogi am 09 Jul 2020 10:31:02

Hannus hat geschrieben:Mach mal einen ganz einfachen Test.
Schlag mal ein Stück Eisen in die Erde und verbinde es mit der Fahrzeugmasse.
Wenn jetzt das Kribbeln weg ist, ohne das sonst noch was passiert, könnte der "Fakt" Induktionsspannung hinkommen.
Wenn jetzt aber der FI Schalter auslöst, dann hast du einen Verdrahtungsfehler.

Gruß Egon


Test am (noch) lebenden Objekt!? Leute Leute.....

Ich empfehle dem TE nochmals eindringlich sein Fahrzeug in die Werkstatt zu bringen - soviel sollte einem das eigene Leben und/oder das sichere Gefühl wert sein...

Gruss
Jürgen

Hannus am 09 Jul 2020 13:46:04

Gut, ich hab vergessen zu erwähnen das man erst das Fahrzeug erden sollte, und dann erst das Netzkabel einstecken. Was soll da dran gfährlich sein. Jetzt kommt im Fehlerfall zumindestens der FI.

Gruß Egon

Ohhmille am 10 Jul 2020 08:04:28

Hallo in die Runde.

Vielen Dank für eure Anregungen und Vorschläge.
Wie bereits erwähnt habe ich am Montag eh einen Termin in der Werkstatt. Sollte das Wohnmobil "sauber" sein, bin ich auf jeden Fall beruhigt.

Zu der ein oder anderen Frage:
Ja, ich habe passende geprüfte Adapter und auch eine Kabeltrommel für Außenbereich. z.B. h**ps://www.movera.com/elektro-solar/elektronik/elektroanschluesse/71265/stecker-cee-auf-schukokupplung-0-5-m?number=9975043&c=1482
Alles direkt vor ein paar Monaten erst beim WoMo-Händler gekauft! Ich denke mal, dass die mir keinen Scheiß verkauft haben. Aber Fabrikationsfehler gibt es ja immer...

Ich hab zwar ein wenig Ahnung von Strom und Leitungen und kann auch eine Lampe in meiner Wohnung anbauen, aber bei der Thematik steige ich dann doch aus!
Und bevor es hier noch großen Streit gibt, möchte ich mich recht herzlich bei euch bedanken.

Ich werde hier das Ergebnis der Untersuchung bekannt geben... ;-)

Vielen Dank und herzliche Grüße
Mille

Friedhelm19 am 10 Jul 2020 08:31:52

Hallo,

berichte uns bitte das Ergebnis der Untersuchung der Fachwerkstatt. Bei meinem vorherigen Alkoven ist das auch einmal passiert, die Ursache wurde nie gefunden, verdächtigt wurde aber eine am Außenanschluss angeschlossene - wohl defekte - Schukodoppelsteckdose.

MfG

Friedhelm

nkag16 am 10 Jul 2020 09:53:53

Hallo,
wieso gehst Du mit so einem Adapter von der ordentlichen CEE-Anbindung auf Schuko?
Und dann vielleicht noch mit einem weiteren Adapter zurück von Schuko auf CEE im Womo?
Unverständlich, zumal das auf vielen CP und SP gar nicht erlaubt ist.
Ich würde hier zuerst die Fehlerquelle vermuten.
Die Werkstatt würde das sicher mit einem vernünftigen CEE-Kabel testen und dann wohl auch nichts finden.

So, genug in der Glaskugel gelesen, viel Erfolg bei der Fehlersuche.

andwein am 10 Jul 2020 11:45:29

Ohhmille hat geschrieben: .....Ja, ich habe passende geprüfte Adapter und auch eine Kabeltrommel für Außenbereich. z.B. stecker-cee-auf-schukokupplung Alles direkt vor ein paar Monaten erst beim WoMo-Händler gekauft! Mille

Die Kabeltrommel und die Adapter sind für den Womo Anschluss an eine CP Campingplatzanschlusssäule nicht zugelassen!!
Egal wie und wielange du verlängerst, das Problem sind die nicht verpolungssicheren Schukostecker. Wäre der Händler gut, hätte er dir eine CEE Kabeltrommel verkauft! Gibt es auch, ist halt teurer.
Gruß Andreas

Ohhmille am 10 Jul 2020 12:36:41

??? Wieso sind die nicht zugelassen ???

Nille am 10 Jul 2020 12:42:45

Steht so in der VDE-Norm. Nur blaue Stecker und nur 2,5mm² Gummi-Kabel sind zulässig.

Ohhmille am 10 Jul 2020 12:55:41

Das ist die Beschreibung des Adapter Kabels

Stecker CEE auf Schukokupplung 0,5 m
CEE Stecker auf Schukokupplung 3 x 2,5 mm²

ppgg am 10 Jul 2020 13:15:44

Es geht in diesem Fall nicht um das Kabel der Adapter sondern um die Verwendung von Adaptern überhaupt. Da der Platz einen CEE-Anschluss bereitstellt und das WoMo einen ebensolchen Anschluss hat, ist die Verbindung mit einem CEE-CEE-Kabel herzustellen. Die Verwendung der Schuko-CEE-Adapter ist unzulässig, wenn auch weit verbreitet; meistens funktioniert es ja auch. Ich würde das nur dann machen, wenn es nicht anders geht, weil kein CEE zur Verfügung steht, z. B. zuhause oder aus Plätzen im Ausland, wo nur Schuko vorhanden ist. Allerdings habe ich zur Prüfung evtl. Verpolung noch einen Steckdosentester, auch wenn das in der Regel auch so funktioniert.

LG Peter

Jjoerg am 10 Jul 2020 13:17:12

Hallo Mille,
was die Herren Dir sagen wollen ist, dass diese Adapter streng genommen nicht VDE gerecht sind, weil Sie den Sinn der CEE-Stecker ad absurdum führen. Die Cee-Stecker haben den Sinn, dass man die nur in einer Stellung reinstecken kann und dadurch der Nullleiter immer der Nullleiter und die Phase immer die Phase ist, was bei den Schukosteckern nicht möglich ist, weil du den drehen kannst und er so zwei unterschiedliche Stellungen ermöglicht. Im normal Fall auch weniger ein Problem aber beim Womo kann es zu einem werden.
Ich habe von Elektro nur rudimentäre Kenntnisse, so habe ich es aber verstanden.
Die Adapter, die ich auch verwende um zuhause einzustecken stellen halt eine zusätzliche Fehlerquelle da.
lg Jörg

Tinduck am 10 Jul 2020 15:40:15

Ich würde mal sagen, wenn es am Womo britzelt, weil man nen Schuko-Stecker falschrum reingesteckt hat, ist trotzdem bei der internen Verkabelung im Womo oder in einem 230-V-Einbaugerät was nicht ok, oder? Normalerweise sollte weder Phase noch Neutralleiter des 230-Volt-Netzes Kontakt mit der Fahrzeugmasse haben, oder liege ich da falsch??

bis denn,

Uwe

andwein am 10 Jul 2020 16:13:10

Tinduck hat geschrieben:Ich würde mal sagen, wenn es am Womo britzelt, weil man nen Schuko-Stecker falschrum reingesteckt hat, ist trotzdem bei der internen Verkabelung im Womo oder in einem 230-V-Einbaugerät was nicht ok, oder? Uwe

Ja da liegst du richtig.
Aber wenn man liest was in dem Wom sonst noch alles nicht VDE konform ist und welche Auswirkungen es hat und welche schwereren Auswirkungen noch geschehen könnte, dann ist es halt in der Gesamtheit lebensgefährlich!
Der TE weißt das halt nicht, muss er auch nicht unbedingt wissen, aber er muss halt sein Womo und sein Zubehör von einem Wohnmobilkundigen Elektriker überprüfen lassen. Die 08/15 Hauselektriker kennen auch nicht alle Finessen der VDE Normen.
Für Installation und Betrieb eines Campingplatzes innerhalb der EU und Schweiz gelten die DIN VDE 0100-708:2016-11, Teil 7-708, die DIN VDE 0100-721:2019-10 sowie die DIN VDE 0623-1:2013-02 bzw. deren nationalen Vorschriften.
In Wohnmobilen/Caravans sind/werden für den 230 V Bereich über-wiegend TN-S Netze installiert. Für deren elektrische Einrichtung und Betrieb gelten u.a. die DIN VDE 0100-410: 2019-10 und die aktuelle DIN VDE 0100-721: 2019-10, Teil 7-721.
Der 230 V Anschluss an die CP Stromsäule muss über ein verpolungssicheres CEE Anschlusskabel nach DIN VDE 0285-525:2012-01, Teil 2-21, erfolgen. Am Besten ein Gummikabel Typ H05RR-F 3G 2,5 mm2 in Signalfarbe, mit blauen CEE Steckern und Kupplungen. In der CEE Anschussbox muss der gelb/grüne Schutzleiter (PE) mit einem Kabelquerschnitt von 4mm2 flexibel mit dem Fahrzeugchassis verbunden werden.
In Bezug auf Personenschutz mittels FI/RCD gilt die DIN VDE 0100-410:2018-10 und die DIN EN 60204-01:2019-6 (VDE 0113-1)
So, jetzt kann der Elektriker prüfen! Gruß Andreas

Ruedi1952 am 10 Jul 2020 17:04:08

egal ob mit zusammengesteckte Schukoadapter es darf kein Kriechstrom fließen.
Die freundlichen Hinweise auf CEE ist ja schön aber graue Theorie denn wenn der SP oder CP es nicht hat was dann?
In Scandinavien musste man das nehmen was es gab und in Deutschland braucht ich zweimal alles was ich an Kabel mit an Bord hatte fast 80m.
Wenn wir nächsten Monat nach Ungarn fahre da gibt es nur Schukosteckdosen soll ich mich beschweren?
Werde mich hüten die sagen dann schere dich zum Teufel.

geralds am 10 Jul 2020 18:15:24

Hallo,

egal ob ein vorgeschriebenes Kabel mit CEE-Stecker/Kupplung verwendet wird oder über Schuko-Adapter eingespeist wird, es darf keine Spannung vom Womo zur Erde vorhanden sein. Das einzige, was sich ableiten lässt ist, wenn der Schuko-Stecker gedreht wird und die Spannung vom Womo zur Erde ist weg, liegt der Fehler im Womo.

Aber was ist, wenn der PE in der CP-Steckdose bereits Spannung zur Erde hat?
Kommt nicht vor - sollte / darf nicht. Passiert aber, habe ich auch bei Hausanschlüssen schon einige Male am PEN feststellen dürfen.
(Aussage der Hausfrau:" Wenn ich Herd und Spüle gleichzeitig anfasse, krippelt in der Hand.")

Die Erläuterung der möglichen Ursachen spare ich mir hier. :)

Gruß Gerald

andwein am 11 Jul 2020 11:22:25

Ruedi1952 hat geschrieben:.....Die freundlichen Hinweise auf CEE ist ja schön aber graue Theorie denn wenn der SP oder CP es nicht hat was dann?

Das ist recht einfach, ist aber halt "vorausschauend" und hat mit "grauer Theorie" nichts zu tun, nur mit konstruktivem Nachdenken:
Man markiert sich an Schukostecker und Kupplung mit einem blauen wasserfesten Edding den L1 Leiter analog zum CEE. Dann muss man die Stecker nur noch richtig zusammenstecken (sollte doch möglich sein!) und prüft am CP Anschlusssäule (Schuko) mit dem Phasenprüfer die L1 Leitung aus.
Das Problem, das anscheinend sehr viele Womobenutzer haben ist darüber nachzudenken wie man die Vertauschungssicherheit auch mit Schuko herstellen kann. Das Satz: "wenn die nicht haben, was dann" ist schon geradezu stereotypisch.
Andreas

JayTee2312 am 11 Jul 2020 11:48:30

Ruedi1952 hat geschrieben:In Scandinavien musste man das nehmen was es gab und in Deutschland braucht ich zweimal alles was ich an Kabel mit an Bord hatte fast 80m.

80m halte ich schon für Fahrlässig, wenn da was Passiert wirst Du Deines Lebens nicht mehr froh.

Ein Ausschnitt aus --> Link

Was sagt uns hierzu unsere Camping DIN-Norm?

Die DIN Norm VDE 0100 Teil 708 schlägt vor, ein Stromkabel mit der Bezeichnung H07RN-F 3G2,5 einzusetzen.

Kabelquerschnitt mindestens 2,5mm²
  • Das Kabel darf max. 25 Meterlang sein. Bei längeren Kabeln oder Kabel mit kleinerem Querschnitt besteht das Risiko eines verzögerten Auslösens des FI-Schalters.
  • Verlängerungen über 25 Meter sind nicht zulässig.
  • Beide Seiten müssen mit CEE- Anschlüssen ausgestattet werden.
  • Kabeltrommeln sollten eine Thermosicherung haben.
Wenn wir nächsten Monat nach Ungarn fahre da gibt es nur Schukosteckdosen soll ich mich beschweren?

Die Verbindung mit max. 25m mit einem Phasenprüfer testen, wenn was nicht stimmt einfach nicht anschließen, es gibt ja auch Solarpanels, die paar Euros für Solarpanels wären mir das Risiko wert.

Energiemacher am 11 Jul 2020 11:49:31

andwein hat geschrieben:
Nur ein kleiner Abriss was passieren kann.
Gruß Andreas


Wenn du schon einen Abriss zum Besten gibst, solltest du auch dazu schreiben das auch insbesondere die Einwirkdauer wichtig ist.
Und deine dramatisierte Darstellung von Tod und am Totesten, liegt weit ab der Wahrnehmbarkeitsgrenze und deutlich über der Auslösung eines funktionierendem FI.
Auch wenn der FI keinen 100% Überlebensschutz darstellt, ist die Gefahr von einem HK-flimmern im Bereich der Wahrnehmbarkeit wohl als ausgeschlossen anzunehmen.

Die Grafiken dazu kennst du ja sicherlich. :-)

Grüße

George67 am 11 Jul 2020 11:50:49

pfeffersalz hat geschrieben:
Wie kann man für die Bezeichnung Induktionsstrom mit der Einheit Volt ein Plus vergeben? :lol:


Dafür ist mir jetzt ein Plus rausgerutscht.

Leute, Leute...

T4Wohnmobil am 11 Jul 2020 12:17:40

Tinduck hat geschrieben:Ich würde mal sagen, wenn es am Womo britzelt, weil man nen Schuko-Stecker falschrum reingesteckt hat, ist trotzdem bei der internen Verkabelung im Womo oder in einem 230-V-Einbaugerät was nicht ok, oder? Normalerweise sollte weder Phase noch Neutralleiter des 230-Volt-Netzes Kontakt mit der Fahrzeugmasse haben, oder liege ich da falsch??

bis denn,

Uwe


In den allermeisten Fällen wird die gefährlichen Berührungsspannung durch Entstörkondensatoren in den Ladegeräten bei der Unterbrechung des Schutzleiters verursacht.

Gerade bei älteren Ladegeräten mit Schaltnetzteiltechnik wurden häufig Entstörkondensatoren aus EMV Gründen gegen Erde (Schutzleiter) eingebaut. Die Verursachen einen kapazitiven Ableitstrom, der bei Unterbrechung des Schutzleiters, wo auch immer, zu gefährlichen Berührungsspannungen führen. Das Fahrzeug ist ja isoliert gegen Erde durch die Reifen!

Gruß

Erik

pfeffersalz am 13 Jul 2020 12:21:54

Das frustrierende an all diesen Bitzel-Threads ist, dass die TE`s erst fragen dann aber so unglaublich beratungsresistent sind. :nixweiss:

Mir fehlt hier die Rückmeldung vom TE, wie die Reaktion des CP-Betreibers auf die Problemmeldung war. Oder hat man den nicht gewarnt? Nach mir die Sintflut? :gruebel:

andwein am 13 Jul 2020 15:23:16

pfeffersalz hat geschrieben:......Mir fehlt hier die Rückmeldung vom TE,

Vielleicht hat der TE den Ratschlag mit dem Erdspieß ernst genommen?? Erst hats ein wenig mehr gebizzelt, jetzt kann er sich nicht mehr melden!
Bevor jemand aufschreit, das ist schwarzer Humor! Gruß Andreas


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