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Reisebericht Niedersachsen - eine Woche Lüneburger Heide


frankjasper8 am 10 Jul 2020 23:16:00

Nachdem ich nun schon auf zwei Ausfahrten zu meinen Urlaubstagen in diesem verflixten Corona-Jahr verzichten mußte und nach einer Kurzreise über vier Tage nach Steinhude ans Steinhuder Meer, stand nun der erste „richtige“ Urlaub in diesem Jahr kurz bevor. Aber auch diesmal konnte man nicht von richtigem Urlaub sprechen, denn von den geplanten zwei Wochen wie ich sie in der Urlaubsplanung eingetragen hatte, konnte ich jetzt auch nur eine Woche raus auf die Strassen. Meine Mutter hat in der drauffolgenden Woche noch kurzfristig glücklicherweise einen Krankenhaustermin wegen Hüft-OP bekommen und da kann ich natürlich nicht die Welt bereisen, sondern bleibe zuhause beim Vater, der Pflegestufe II hat.
So, nun geht es aber erst einmal los... und ich hoffe, daß wieder viele Leser dieses tollen Forums hier zusteigen. Ich wünsche uns eine schöne gemeinsame Reise und soviel kann ich schon mal versprechen: es wird tierisch schön! Über ein paar kleine Zugaben zum Reiseproviant würde ich mich sehr freuen, aufgrund der Corona-Lage ist es ja immer noch schwer, irgendwo in ein Restaurant zu gehen. Wir versorgen uns doch lieber selbst. Nun aber alle einsteigen, sucht Euch ein schönes, gemütliches Plätzchen, Mu-Na-Ma aufgesetzt und mit guter Laune hinein ins neue Abenteuer.



Das Wohnmobil rollt über die Straßen hier im südlichen Niedersachsen, es geht nordwärts durch das Leinetal hier im westlichen Landkreis Hildesheim.



Noch keine Stunde unterwegs und nach nur etwa 40 Kilometern zurückgelegter Wegstrecke erfolgte der erste Halt. Auf einer Anhöhe über dem kleinen Fluss Leine erhebt sich die Marienburg, noch bis vor wenigen Jahren im Besitz der „Welfen“.



König Georg V von Hannover ließ dieses Schloss in den Jahren 1858 bis 1869 als Jagdschloss, Sommerresidenz und späteren Witwensitz für seine Ehefrau, Königin Marie als Geschenk zu ihrem 39. Geburtstag am 14. April 1857 erbauen. Die Königin und ihre Tochter bewohnten die Marienburg von 1866 bis zu Ihrer Abreise ins Exil im Jahr 1869. Seitdem war es über 80 Jahre nur vom Hausmeister bewohnt worden. Seit 1945 war dort die Familie von Ernst-August III von Hannover (ja, der „Prügel-Prinz“) zuhause. Seit 2004 war es in privatem Besitz von Prinz Ernst-August von Hannover Junior. 2018 wurden Pläne bekannt, wonach das Schloss an öffentliche Hand wegen Finanzierung der Renovierung veräußert werden sollte.
Das Schloss kann heute zum Teil besichtigt werden und wenn man will, ist es auch möglich dort zu heiraten. Ein paar Fotos vom Schloss:





Nach einem Rundgang durch den noch ohne Eintritt zugänglichen Innenhof, nahm ich wieder im Mobil meinen Platz hinterm Lenkrad ein; es ging weiter zum Wisentgehege bei Springe. Ein Rundgang durch diesen Tierpark ist jetzt wieder unter Einhaltung von coronabedingten Auflagen möglich. Vom Faultier, über Wildpferde, Waschbären, Wildschweinen, verschiedenen Wisentrindern, verschiedenen Greifvögeln, über Elche bis hin zu Bären und diversen Wölfen bietet das Wisentgehege auf großer Fläche einige Tiere an.








Sind diese Kerle nicht niedlich, das sind Waschbären, wie wir sie wohl alle kennen.
Aber kennt Ihr auch die Waschbären im 4XL-Format? Ich habe auch die dort im Wisentgehege Springe gesehen:



Wahrscheinlich mußte sich der "Dicke" nach einer hitzigen Liebelei mit der Auserwählten erst einmal abkühlen.



Ein Wolf lebte mit den Braunbären im gleichen Gehege, leider das Foto etwas unscharf, weil der Knabe sich nicht so recht zeigen wollte. Ich mußte ihn sehr stark heranzoomen.



Nicht verstecken konnten sich diese Bewohner,



das Gehege der Wildschweine war doch arg wild zugerichtet, da wuchs (fast) kein Grashalm.
Da sah´s bei den Schafen und Ziegen doch noch grüner aus...



Wißt Ihr eigentlich, wie man eine Kreuzung aus Schaf und Ziege nennt? Na ist doch klar! "Scha(t)zie".
Die großen Stars im Wisentgehege, das sind natürlich die Namensgeber, die Wisente: Da laufen einige Kräftige Burschen herum.







Sehen die nicht furchterregend aus? Da gefällt mir so ein Sorraia-Pferdchen viel besser...





Auch den "Elchtest" konnte ich im Wisentgehege machen...



und habe ihn bestanden. Die Tiere sind nicht vor mir weggelaufen.
Auch einige gefiederte Freunde habe ich bei dem Gang durch das Wisentgehege kennenlernen dürfen.





Stolz saß er da, der Weißkopf-Seeadler.



Normalerweise werden auch Flugvorführungen der Greifvögel gezeigt, aber da die Zuschauer wegen der Corona-Auflagen nicht so eng zusammen sein sollten, fanden zumindest bei meinem Besuch,keine Vorführungen statt.



Ein paar der Tiere möchte ich Euch gern noch zeigen, bevor die Reise dann weitergeht... aber erst im nächsten Teilbericht, also dranbleiben! :)


haroba am 11 Jul 2020 09:11:46

Moin Frank!

Ich sitze schon mit im WoMo.
Hatte ich ja versprochen.
Und bitte fahr schön langsam, damit noch viele zusteigen können.

Munterholln!
Hartmut

Kistenmann am 11 Jul 2020 09:18:46

Lüneburger Heide als Ziel, da muss ich ja zusteigen :ja:

Anzeige vom Forum


volkermuenster am 11 Jul 2020 10:01:17

Moin Frank,

diesmal habe ich es rechtzeitig geschafft!

So - bin auch drinne. Kannst Gas geben! :-)

Bin gespannt wie es weiter geht.

Gruß
Volker

Julia10 am 11 Jul 2020 10:03:10

Ich hab auch einen guten Platz ergattert und bringe zum Einstand ein Frühstück mit :)



frankjasper8 am 11 Jul 2020 13:05:37

Hallo, liebe Mitreisenden!
Ich möchte Euch alle hier an Bord des Straßenkreuzers ganz herzlich begrüßen und wünsche Euch eine angenehme Reise. Ich werde mich bemühen, sehr umsichtig zu fahren, damit keine Verletzungen entstehen. Langsam fahren ist eh angesagt, wir wollen ja unterwegs viel Neues sehen und erleben, also "Gas geben" nur bis zur optimalen Reisegeschwindigkeit so um die 90 Km/h außerorts und innerorts dürft Ihr auch gern mal schieben, wenns zu langsam werden sollte.

Julia hat uns das Essen schon serviert, ´n Schluck zur Spülung wäre da evtl noch ganz angebracht. Also ich wäre dann fertich zum Weitermachen! :D


weiter geht´s!

Ein paar der Tierparkbewohner möchte ich hier noch vorstellen.

Passt bitte auf, daß Ihr hier keine "Schwalbe" macht!



--> Link ... und bitte Alle laut mitsingen, damit wir in Stimmung kommen! :D

Ja, da kommt doch gute Stimmung auf. Da wir ja schon ziemlich weit im Jahreskalender fortgeschritten sind, müssen wir langsam auch wieder an die Weihnachtszeit denken. Der Weihnachtsmann kommt bald, jedenfalls sind seine Rentiere schon startklar, sie scharren bereits mit den Hufen, stärken sich noch mit leckerem Futter und warten, daß es dann irgendwann das Zeichen zum Start gibt...







Ja, liebe ältere Foristen, die Ihr Euch immer so gern als Rentiere bezeichnet; seht her, so sehen echte Rentiere aus!

Dann möchte ich Euch noch ein paar grimmige Gesellen zeigen, bei Familie Wolf in der "Wohnung".



Also, ich finde, der hier...



hat den richtigen Wolf-Gang drauf! :D



... und von ihm kommt wahrscheinlich der Begriff "gerupftes Huhn"

... und zum Abschluß noch bei Familie Wildpferd im Waldgehege:



Das Parkgelände ist zu einem Großteil in so richtig "urwaldartigem" Gelände mit ganz altem Baumbestand gelegen. Einen Besuch kann ich jedem ans Herz legen, der sich hier im Raum Hildesheim-Hameln-Hannover nach sehenswerten Dingen umschaut. --> Link Von der A 7, Ausfahrten Hildesheim oder Laatzen bei Hannover, ist man in kurzer Zeit beim Wisentgehege Springe/Eldagsen

So, wenn Ihr Euch dann von den Tieren losreissen könnt, kann die wilde Fahrt weiter gehen. Wir haben bis zur ersten Etappenstation noch ein kleines Stück zu fahren. Wir nähern uns der Region Hannover und weil ich Großstädte nun überhaupt nicht so mag - jedenfalls verkehrsmäßig mit dem WoMo! - umfahren wir die niedersächsische Landeshauptstadt, indem wir uns bei Laatzen auf die A 7 begeben. Vorbei am Kreuz "Hannover-Ost" ( da wo man auf die A 2 fahren kann ) zum Kreuz "Hannover/Kirchhorst". Und da verlassen wir die Autobahn auch schon wieder. Weiter geht´s über die gut ausgebaute Bundesstraße B 3 zum Etappenziel nach Celle. Vom Navi geleitet finden wir uns auf dem schönen Wohnmobilstellplatz am "Celler Badeland" in der "77er Straße" wieder.



Der Stellplatz wurde erst 2019 neu angelegt und bietet sämtlichen Bedürfnissen gute Möglichkeiten. In der Datenbank des Forums ist er hier zu finden: --> Link
Wer allerdings schattenspendende Bäume oder Hecken sucht, sucht hier noch vergeblich. Durch die Neuanlage ist noch kein großer Baum zu finden. Für Stromanschlüsse stehen für jeden Platz auch Steckdosen zur Verfügung, alle Plätze sind groß angelegt, zum Teil auch für lange Fahrzeuge geeignet. Ausreichender Rangierraum macht das einparken zum Kinderspiel. Eine gut erreichbare V+E-Anlage ist gut durchdacht mit getrennter Versorgungsmöglichkeit mit Frischwasser. Das Bezahlsystem erfolgt über eine Service-Card, die man über die EC-Geldkarte mit Guthaben aufladen kann. Hiermit wird dann Strom, Wasserversorgung und die Duschzeit genau abgerechnet und der Zugang zum Sanitärtrakt geregelt. Unbenutztes Guthaben wird zurück gebucht.

So, Ihr Lieben, das erste Etappenziel ist erreicht, macht Euch etwas frisch, pudert Euch das Näschen, rasiert Euch oder legt die müden Beine hoch. Ich muß jetzt zu Mama ins Krankenhaus und heute Abend machen wir zusammen einen Zug durch die Stadt, einverstanden? Bis dahin lasst Euch gern den Kaffee und Kuchen schmecken! Ist genug für Alle da!



Fortsetzung folgt! :)

MaFiHa am 11 Jul 2020 20:45:52

Halthalthalthalthalt,
Ich möchte auch noch mit! :ja:

frankjasper8 am 11 Jul 2020 21:33:28

Es ist aber ziemlich leise bei Euch, liebe Mitfahrer/innen. Ihr seid doch noch munter? Hat die Torte geschmeckt?
Dann sollten wir uns jetzt noch ein Wenig die Beine vertreten und ein paar erste Eindrücke der alten, schönen, niedersächsischen Fachwerkstadt Celle einfangen.
Im Jahr 985 erstmals in den Urkunden erwähnt. Bereits im 10. Jahrhundert soll sich im heutigen Stadtteil Altencelle ein Ringwall in Burgform als Wehranlage befunden haben; Herzog Otto II. gründete dann in 1282 etwa 4 Kilometer von diesem Wall entfernt eine rechteckige Siedlung an einer bestehenden Burg. Seit dem Jahr 1301 wurde darf sich Celle als Stadt benennen, etwa gleichzeitig begann der Bau der Stadtkirche. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts wurde mit dem Bau der Stadtbefestigung begonnen, Seither wurde die Stadt größer und größer. Wer mehr zur Entstehung erfahren möcht, liest bitte hier --> Link weiter.
Wir begeben uns jetzt duch den Französischen Garten --> Link hinein in die schöne Altstadt mit mehr als 400 teils restaurierten Fachwerkhäusern.









Wenn ich Euch jetzt jedes der 400 und mehr Fachwerkhäusern zeigen würde, wären wir wahrscheinlich an Heilig Abend noch nicht fertig. Wer sich für das Fachwerk interessiert, sollte wirklich mal Celle besuchen, es lohnt sich sicherlich. Auf der Nord-Süd-Autobahn A 7 ist man ja fast in der Nähe, etwa 25 Kilometer vom Kreuz Hannover-Kirchhorst. Die Bundesstraße B 3 wäre vom Norden her noch eine Alternative, man umfährt da auch die derzeitigen Baustellen im Bereich Dreieck Walsrode.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das schmucke Celler Schloss, --> Link aus dem Jahr 1318



das von einem Wassergraben umringt ist, in dem ich eine Bisamratte erblickte...



Nach dieser ersten Runde durch die Celler Altstadt ging mein erster Reisetag zuende. Hier noch die etwa gefahrene Route, am Ende in Celle waren etwa 130 Kilometer auf dem Tageszähler.

--> Link

Fortsetzung folgt! :)

frankjasper8 am 11 Jul 2020 21:38:41

MaFiHa hat geschrieben:Halthalthalthalthalt,
Ich möchte auch noch mit! :ja:


Na, dann spring mal noch ganz schnell rein! :ja:

TiborF am 12 Jul 2020 08:43:28

Darf ich auch noch mit ? Ist noch ein Plätzchen frei ?

Bisher ja sehr vielversprechend und viel gesehen. Bin gespannt, wie es weiter geht.

Guenni3967 am 12 Jul 2020 10:35:46

Frank warte, ich möchte auch mit

frankjasper8 am 12 Jul 2020 13:06:44

Guenni3967 hat geschrieben:Frank warte, ich möchte auch mit


TiborF hat geschrieben:Darf ich auch noch mit ? Ist noch ein Plätzchen frei ? ...


Ihr beiden, steigt ruhig noch mit ein! Das ist ja das Schöne an diesen virtuellen Reisen. Man findet immer ein nettes Plätzchen... und braucht doch nicht von zuhause weg.

Ganz schön trockene Luft ist hier im Übrigen; hätte da vielleicht jemand ein Mittel dagegen? :eek:

So, ich mache dann gleich mal mit dem nächsten Teil des Berichtes weiter.

Der nächste Reisetag, ein Tag in Celle. Vom Stellplatz wanderte ich zunächst zum Landgestüt der Stadt Celle. Hier sah ich mir die verschiedenen Stallgebäude, das Verwaltungsgebäude und am Hof liegende Wiesenflächen an. Einige Pferdchen grasten auf den Weiden.







Später ging ich wieder in den Altstadtbereich und schaute mir diesmal die vielen Fachwerkhäuser in den Geschäftsstraßen etwas genauer an.. .









Ihr seht es sicherlich ein, daß ich auch hier nur eine klitzekleine Auswahl der Fachwerkhäuser zeigen kann, es soll ja auch keine Fachzeitschrift des Baugewerbes werden, sondern ein Reisebericht.

Auch um das Schloss wanderte ich diesmal herum, in der Sonne lockte eine Bank zur Rast. Ein Rasentraktor brachte den Rasen in Feinschliff.
Das Mittagessen im „Nordsee“-Restaurant mit XXL-Schollenfilet und Bratkartoffeln. Narürlich mußte wegen der Pandemie-Lage ein Meldezettel ausgefüllt werden. Dann noch eine weitere Runde durch die Straßenzüge, bevor ich langsam zum Stellplatz zurückkehrte. Kurze Pause am Wohnmobil bei Sonnenschein, anschließend eine kleine Runde mit dem Fahrrad. Wegen der Wärme blieb es bei einer ganz kleinen Runde. Den Rest des Tages nutze ich, um mir die Sonne um die Nase scheinen zu lassen und mich zu erholen.

Ein paar Fotos aus der Celler Innenstadt werde ich sicherlich auch bei anderen Gelegenheiten hier in den unterschiedlichen Themenbereichen dieses Forums einbringen. :eek:


Und schon sind wir schwupp-di-wupp am dritten Reisetag angelangt. wer übernimmt denn mal die Ent- und Versorgung??? :eek:
Niemand? Okay, dann mach ich´s eben selbst! :eek:

Dann ging es auch schon weiter...


Von Celle ging es in Richtung Nordosten weiter auf der B 244 durch die Heidelandschaft in Richtung Wittingen. Und dann hieß es bald „Herzlich Willkommen im Otterzentrum Hankensbüttel“.



In einer tollen Landschaft, ein Waldgebiet und ein kleiner Heidesee, hat man hier einen Tierpark rund um Fischotter, Dachs, Frettchen, Marder und einiges andere Getier aufgebaut. Eine Runde durch diesen recht gut aufgezogenen Tierpark ist echt zu empfehlen. Coronabedingt fanden leider nur vereinzelt Fütterungen statt, denen ich dann doch eher zufällig und durch die „Mund-zu-Mund-Propaganda“ eines kleinen Jungen beiwohnen konnte. Gefüttert wurde bei den Dachsen,





deren unterirdische „Wohnungen“ man durch einen in die Erde gebuddelten Tunnel besichtigen konnte.



Auf dem gesamten Gelände wurden Hinweisschilder zum Abstandhalten aufgestellt...



Nun, es war an diesem frühen Morgen noch nicht viel los im Parkgelände, da war es leicht, Abstand zu halten.

Auf der Hermelinwiese war leider gähnende Leere, Familie Hermelin zeigte sich nicht den Besuchern.



Dafür war im Otterteich aber Leben zu beobachten. Eine hier angesagte Fütterung war aber leider ausgefallen.





Dann kam ich zu den bei uns Autofahrern sehr „geschätzten“ Mardern. In einer Scheune zeigten sich diese Nager sehr agil und stellten sich willig als Kamera-Model.





Auch die Frettchen posierten vor der Linse und ließen sich bereitwillig fotografieren.



Nicht so die Nerze im Gehege nebenan; oder war da doch was im Gewirr aus hohem Gras?
Dann zwei mir völlig unbekannte Tiere, zwei Otterhunde.



Ich wußte gar nicht, daß es sowas gibt. Es handelt sich wohl um eine aus Großbrittanien stammende Rasse, die zum Zwecke der Otterjagd gezüchtet wurde.

Als nächstes drehte in seinem großen Gehege ein Baummarder fleißig seine Runden. Unaufhörlich rannte das Tier immer rund um den Zaun. Gear nicht so einfach, von diesem agilen Kerlchen ein brauchbares Bildchen zu machen:



Höhepunkt für mich auf dem Rundgang war dann der Wasserfall der Fischotter.
Wieder machte mich der kleine Junge auf eine anberaumte Fütterung dieser putzigen Tierchen aufmerksam und dann kam auch tatsächlich die Pflegerin mit leckerem Futter. Fisch und auch kleine Küken wurden den zwei Fischottern von ihrer Pflegerin zugeworfen. Hungrig waren die beiden und zeigten sich bereitwillig den Zuschauern. Fressen, schwimmen, fressen, klettern. Lustig anzusehen.









Doch dann machte ich mich nach etwa 2 ½ Stunden im Tierpark wieder zum Ausgang; Zeit zum Weiterfahren.
Noch eine Runde um den kleinen Heidesee



, dann setzte ich mich wieder hinters Lenkrad und weiter ging die Reise nach Wittingen und dann nordwärts Richtung Uelzen. Ein Stop an der Schleuse Esterholz, Schleusenbesichtigung am Elbe-Seitenkanal.



Leider war der Zugang zur Aussichtsstelle der Schleuse wegen Bauarbeiten versperrt. Gut, ich hatte schon einige Schleusen gesehen und es war kein Weltuntergang, diese nicht gesehen zu haben. Weiter nach Uelzen. In Groß Liedern gab es einen Stellplatz, der aber leider mit einer Kette versperrt war, „voll belegt“ stand auf einem Schild. Also weiter! Ich war auf der B 191 in östlicher Richtung unterwegs und irgendwann erblickte ich ein Hinweisschild auf Hitzacker. Da war ich zwar schon mal, aber okay... fahr ich halt noch einmal nach Hitzacker. Das ist allerdings dann nicht mehr Heide, das ist dann schon im Wendland. Richtung Dannenberg ging meine Reise, dann irgendwann bog ich von der Bundesstrasse 191 ab und über Landstrasse erreichte ich Hitzacker. Die Region um Danenberg herum ist ja in vergangenen Jahren öfter mal im Fernsehen in den Schlagzeilen gewesen. Hier ist ja in Gorleben das Atommüll-Endlager. Hitzacker ist aber davon doch ein Stück entfernt. Es liegt an der Elbe und so war ich wieder einmal an der Elbe. Das Wohnmobil parkte ich auf dem Stellplatz am Elbdeich. Zwar waren die stromversorgten Plätze schon belegt, aber es war noch genügend Parkraum frei auf dem großflächigen Parkplatz für Reisebusse und Wohnmobile. Die Reisebusse dürfen ja ohnehin nicht fahren wegen der Corona-Lage. Die Zufahrt über die Elbuferstraße ist wegen Bauarbeiten am Elbdeich zur Zeit gesperrt und so quälte sich der Womo-Verkehr durch die kleine Ortsstraße von Hitzacker Richtung Stellplatz.

Angekommen in Hitzacker, Ein paar Informationen und natürlich auch noch ein paar untermalende Bilder dann in der nächsten Teilausgabe dieses Reiseberichtes. Für mich wird es nun Zeit, wieder ins Krankenhaus zu meiner Mutter zu fahren, aber Ihr seid ja erst einmal wieder mit Lesestoff und Bildern versorgt, also bis später! :)

JoFoe am 12 Jul 2020 13:24:15

Moin Frank ,
wie immer schöne Bilder und toller Bericht. Dafür :daumen2:

Und dafür das du mach einem unsere schöne Heimat näher bringst

frankjasper8 am 12 Jul 2020 22:03:15

Joachim, auch für Dich haben wir noch ein gemütliches Plätzchen; immer rein in die gute Stube! :)


Der Stellplatz am Ortsrand von Hitzacker ist kostenfrei nutzbar, nur für die Stromabnahme und Versorgungssäule fallen Gebühren an. Was es aber kostet, kann ich nicht sagen, weil ich weder Strom noch Frischwasser dort entnommen habe. Jedenfalls ein ruhiger Stellplatz, wenn man mal vom derzeitigen Baulärm absieht. Es wird dort z.Zt. an der Erhöhung des Elbdeiches gearbeitet, Baggerarbeiten und Bodentransporte finden da statt. Aber auf den vorderen Plätzen zum Ortszentrum hört man das nicht. Die stromversorgten Plätze liegen im hinteren Bereich hinter der V+E-Anlage und einer niedrigen Hecke. Am Platzrand sind schattige Plätze vorhanden, da stehen höhere Bäume. Ansonsten recht wenig Schatten auf den restlichen Parkflächen.





Ein öffentliches WC mit Duschmöglichkeit ist für die Platzgäste in etwa 200 m Entfernung an der Touri-Info nutzbar; zu Kosten und Sauberkeit da kann ich aber auch nichts sagen - habe ich auch nicht genutzt.

So, dann schauen wir uns mal in Hitzacker ein Wenig um, los geht´s! :)



Ich habe mal den Stellplatz auf dem Ortsplan farbig markiert. Die Zufahrt über die Elbuferstrasse war zur Zeit meines Besuchs nicht möglich.



Zunächst läuft man vom Stellplatz ein paar hundert Meter an der in den letzten Jahren neu errichteten Hochwasserschutzanlage entlang und gelangt zum kleinen, ebenfalls neu entstandenden Yachthafen....



Ich wurde beobachtet von einer Storchenfamilie, die ihr Zuhause in luftiger Höhe hatte...




Man merkt, daß man in der Nähe eines schiffbaren Gewässers ist,



maritime Motive bestimmen das Stadtbild, die Hausfassaden hier in der Gegend bestehen zumeist aus rotem Ziegelstein.



mit oder ohne Fachwerk.



Von den Elbwiesen aus hat man eine schöne Ansichtskartenmotiv-Position:







Ziemlich breit ist die Elbe hier bereits, eine Personenfähre verbindet die beiden Seiten des Flussufers.
Im Ort findet man ein aufgeräumtes Stadtbild





Die Skulptur " De groode Butt"



auf dem Marktplatz im Ortszentrum erinnert an eine Sage, nach der das Fabelwesen "der große Butt" die einst zum Schutz des Ortes durch Heinrich von Braunschweig errichtete Schutzmauer zerstörte und das Elbhochwasser den Ort zerstörte. --> Link



Ein Eis schmeckt immer, auch in Hitzacker. Und dann noch ein paar Eindrücke im Ort eingefangen...









So, das soll als Apetitanreger für´s Erste reichen. Damit endet dann unser Ortsrundgang durch Hitzacker, zurück zu dem wartenden Wohnmobil. In Hitzacker gab es vor einiger Zeit einmal sogar einen Weinberg, ob das immer noch so ist kann ich gar nicht beantworten. Es war jedenfalls damals wohl der nördlichste Weinberg Deutschlands. Inzwischen gibt es ja auch in Hamburg einen Weinberg, der Titel ist also Hitzacker auf alle Fälle abgenommen worden.

Soviel zu meinem Abstecher nach Hitzacker. Jetzt wird geschlafen



und im nächsten Teil fahren wir dann weiter gemeinsam durch die schöne Lüneburger Heide. Es gibt noch viel zu entdecken.

Die nächste Geschichte dauert jetzt aber etwas, muß Morgen mal wieder arbeiten und bitte Euch um etwas Geduld. :)

TheWall am 13 Jul 2020 13:57:01

Prima, die Lüneburger Heide steht auch noch auf meiner Liste, da fahre ich gerne ein Stück mit :ja:

volkermuenster am 14 Jul 2020 09:18:18

Moin Frank,

danke für den schönen Bericht.

Und lass uns nicht solange hinten im Mobil warten bevor es weiter geht :-)

Gruß
Volker

frankjasper8 am 14 Jul 2020 21:49:37

Liebe Reisegesellschaft, ich hoffe, es ist nicht zu unbequem da hinten bei Euch, aber das Warten hat sich gelohnt, wir starten jetzt zu unserem nächsten Zwischenziel. Alle Mann an Bord? Dann geht es nun weiter!

Wir verlassen Hitzacker am Morgen des 4. Reisetages und wir verlassen die Elbe und das Wendland, es geht zurück in die Lüneburger Heide und wenn Ihr Lust habt, singt laut mit bei diesem Lied "Auf der Lüneburger Heide" --> Link , damit wir in Heidestimmung kommen.



Etwas planlos durchkreuzte ich die Heidelandschaft; auf Landstraßen fuhr ich in westlicher Richtung, nachdem ich zuerst die B 191 als Startbahn gen Westen genutzt hatte. Irgendwann bog ich aber von der Bundesstraße ab und kam über einige kleine Orte nach Bad Bevensen. Hier wies mein Stellplatzführer im Smartphone einen Stellplatz aus, der am Elbe-Seitenkanal liegt. Hier der --> Link zum Platz, wie er hier in der Forumsdatei gelistet ist. Als ich allerdings in Bad Bevensen ankomme, ist der Stellplatz zwar vorhanden und wäre vielleicht auch nutzbar gewesen, allerdings wird rund um den Platz kräftig gebaut. Es entsteht dort wohl ein neues Wohnviertel, jedenfalls sah es nicht einladend aus und ich verließ schnell wieder den Platz. Schnell noch an einer Tankstelle dem Ducato neuen Dieselkraftstoff gegeben, damit er auch die nächsten Kilometer locker bewältigt. Und weiter geht´s Richtung Westen auf der Suche nach einer Bleibe für die kommende Nacht. Kleine Orte wie Ebsdorf oder Wriedel sind mir jetzt noch in Erinnerung, ich erreiche Munster und fahre dann auf der B 209 nach



Auf dem dort befindlichen WoMo-Stellplatz am Waldbad --> Link ist noch reichlich Platz und ich suche mir eine Parklücke aus und stelle das Mobil ab.



Stromanschluss gelegt - fertig eingerichtet, Fernsehempfang hatte ich auch. Da es seit Bad Bevensen fast ununterbrochen mal mehr, mal weniger geregnet hatte, hatte ich auf meiner Heidefahrt nicht viel versäumt. Jetzt trocknete es etwas ab und ich machte einen Spaziergang in den Ort, Wegstrecke ins Ortszentrum ist dann doch schon etwa ein Kilometer. Vom Stellplatz kann man auch gut zu Wandertouren starten, ob zu Fuß oder per Fahrrad und das Waldbad ist wie gesagt gleich vor dem Platz.
Der Ort Amelinghausen, eine Kleinstadt mit Einkaufszentren, einigen Discountern und kleineren Läden, lädt zum Shoppen ein. Es hat noch dörflichen Charakter.









Im Ort findet in jedem Jahr die Wahl der Heidekönigin statt --> Link , nur in diesem Jahr leider nicht, wegen der Corona-Pandemie.



Bekannteste Heidekönigin war wohl Jenny Elvers im Jahr 1990, das ist ja auch schon wieder 30 Jahre her.

Mein Ortsrundgang mir Regenschirm endete dann wieder auf dem Wohnmobil-Stellplatz und es kam am Abend sogar noch mal die Sonne heraus. Und noch jemand kam heraus zum Stellplatz, nämlich der Kassierer, Beauftragter der Stadt Amelinghausen. 8,- € kostet die Übernachtung hier, inklusive Strom und V+E-Nutzung; da kann man nicht meckern.

So, liebe Mitreisenden, Ihr habt wieder etwas zum Lesen. Die Tagesstrecke von Hitzacker nach Amelinghausen verlief über 119 Kilometer, insgesamt war ich bisher 369 Kilometer gefahren.

Fortsetzung folgt, bitte bleibt dran! :)

Thoddie am 15 Jul 2020 07:52:13

Danke für die Bilder!
Ich lese seit Beginn mit und freue mich über die Bilder von Orten, die ich so nicht kenne.
Ja, ich wohne hier in der Gegend, aber Amelinghausen beispielsweise kenne ich auch nur von der Durchfahrt in Richtung Lüneburg. :oops:
Die zahlreichen SP in Amelinghausen haben wir in der Vergangenheit bereits erkundet und mein persönlicher Favorit ist dieser naturnahe Platz: --> Link
Ich bleibe gespannt und erwarte den nächsten Teil.

Vielen Dank!

frankjasper8 am 15 Jul 2020 21:27:39

So, dann kommen wir auch schon zum fünften Tag meiner Wohnmobiltour durch die Lüneburger Heide. Ich hoffe, liebe Mitfahrer, bei Euch ist noch alles gut. :)

Es begann der nächste Tag und er begann mit frischen Brötchen, denn der Bäckerwagen rollt um 8 Uhr auf den Stellplatz am Waldbad. Ich stärkte mich, bevor die nächste Reiseetappe anstand. Von Amelinghausen ging es wieder auf Landstraßen südwärts. Mein Ziel war Suderburg-Hösseringen und hier das Freilichtmuseum. Hier waren einige alte Höfe und Gebäude aus dem Gebiet der Lüneburger Heide an ihren ursprünglichen Standorten ab- und hier im Museumsgelände wieder aufgebaut. Ein meiner Meinung nach recht empfehlenswertes Museum. Ein Rundgang ist zu empfehlen. Der Eintritt hier wurde wegen dem verminderten Angebot an Führungen und Vorführungen vorübergehend auf 5,- € gesenkt. Dafür kann man jetzt halt ohne Erklärungen durch die großräumig angelegten Höfe und Heideflächen wandern. Aufgestellte Erklär-Tafeln helfen hier aber gut bei der Orientierung. In einige Höfe und Häuser kann man hinein, andere sind wegen zu enger Räume nicht zugänglich, obwohl ich auf meiner Runde fast allein unterwegs war. Es war halt noch Vormittag, vielleicht waren nachmittags ja mehr Menschen unterwegs.
Ein paar der dort wieder aufgestellten Gebäude...









Das Gelände ist recht weitläufig und liegt in einem Heidegebiet mit Mischwald, manchmal denkt man, der Heidedichter Hermann Löns kommt einem jeden Moment entgegen.





Okay, ich hielt mich hier etwa 2 Std. auf, dann ging es weiter über Faßberg,Müden/Örtze nach Hermannsburg. Der Stellplatz für uns Wohnmobilisten liegt auf dem waldumsäumten Platz am Schützenhaus. Es standen etwa 10 Mobile auf dem großen Areal, genug Platz, um sich breit zu machen. Ich ging in den Ort, machte eine kurze Runde und kaufte auf dem Rückweg noch eine Platte Heidjer Butter-Mandelkuchen. Der war lecker, schade... ich habe versäumt ein Foto zu machen und für Euch etwas aufzuheben. Auf dem Stellplatz in Hermannsburg ging dann auch dieser Tag zuende.





Die Platzgebühr von 2,- € (!!!) wurde abends von einem Kassierer eingenommen, ansonsten bietet der großflächige Waldparkplatz am Schützenhaus außer diesen Stellflächen allerdings keinen weiteren Service an. Die V+E-Station am gegenüberliegenden Schwimmbad war bei meinem Besuch leider defekt. Zwar konnte ich die 50-Cent-Münze einwerfen, aber der Rolladen zur Entleerung der WC-Cassette öffnete sich nicht.

So langsam neigt sich meine Urlaubswoche schon dem Ende und in Hermannsburg gibt es auch ein paar Gebäude, die ich später noch hier im Forum an anderer Stelle zeigen werde, darum "verheimliche" ich sie hier im Bericht mal vor Euch.

Die letzten Stationen meiner Heide-Reise dann im nächsten Teil dieses Berichtes, also dürft Ihr gern dran bleiben!

Fortsetzung folgt! :)

botego am 15 Jul 2020 22:05:05

Hallo Frank, ..tolle Tour und schöner Bericht.
Seit ja direkt an unserer Haustür vorbei gefahren. Das nächste Mal hänge ich mich einfach hinten dran. :ja:

:lol:

iwoi am 16 Jul 2020 17:37:34

hallo Frank, jetzt bin ich dir aber schnell hinterhergefahren. Da ich mit dem Womo unterwegs bin, war das gar nicht so einfach.
Nen Sitzplatz bei dir im Womo brauch ich diesmal nicht. Ich mach es mir diesmal in meinem Womo gemütlich zum mitreisen.
Wie immer kurzweilig geschriebener Reisebericht! Immer wieder interessant die Tierwelt zu beobachten.

jorgito am 16 Jul 2020 20:57:02

Wie ? Und nicht im schönen Lüneburg gewesen ?

frankjasper8 am 16 Jul 2020 21:07:39

Ein "Hallo!" auch an Ines und an Ralf,

heute gibt´s mal keinen Bericht; ich gönn mir mal ´ne schöpferische Pause. :)
Da ist ja unsere Reisegruppe wieder ziemlich groß und ich freue mich, wenn euch diese kleine Heide-Tour wieder gefällt. :)

bonjourelfie am 16 Jul 2020 22:04:22

Hallo, ich konnte leider nicht mitfahren, wir waren auch unterwegs, in Freiburg. Aber danke für den schönen Bericht und die vielen Bilder, ich hab mir einiges gemerkt. Hoffentlich schaffen wir im Spätsommer noch eine größere Deutschlandtour.

LGElfie

frankjasper8 am 17 Jul 2020 22:13:12

bonjourelfie hat geschrieben:Hallo, ich konnte leider nicht mitfahren, wir waren auch unterwegs, in Freiburg. Aber danke für den schönen Bericht und die vielen Bilder, ich hab mir einiges gemerkt. Hoffentlich schaffen wir im Spätsommer noch eine größere Deutschlandtour.

LGElfie


Hallo Elfie,

in Freiburg war ich mal mit meiner damaligen Schulklasse auf Klassenfahrt... vor vielleicht 35 Jahren, oder so. :D
Hat sich bestimmt Einiges seitdem verändert!
Wenn Du auch nicht seit Anfang meiner Reise dabei warst, so hast Du dennoch die Gelegenheit, jetzt und hier alles Wichtige nachzulesen. Gut das es dieses Forum gibt, da kann man von zuhause aus die ganze Welt bereisen! :)

So, dann wollen wir die Story mal zuende bringen, bevor mir hier die Mitreisenden langsam einschlafen. Sicher steht Ihr auch schon in den Startblöcken für Eure eigenen Reisen. Hier in Niedersachsen sind schon Schulferien, die anderen Bundesländer beginnen dann in den nächsten Wochen auch damit. Dann will ich Euch nicht länger auf die Folter spannen und mache hier weiter!


Dann war auch schon der vorletzte Tag meines Urlaubs da.



Von Hermannsburg ging es auf einer kleinen Rundfahrt über Unterlüß und Faßberg nach Müden/Örtze. Zwischen Hermannsburg und Unterlüß durchfährt man die Misselhorner Heide. Ich war hier mal mit unserem örtlichen Verein auf einem Vereinsausflug. Man konnte da mit einer Pferdekutsche eine Kutschfahrt durch die Heide machen. Das wird leider derzeit wegen der Corona-Lage nicht möglich sein; ich würde es aber im "Normalfall" gerne als Aktivität empfehlen. Oder macht einfach eine Wanderung; hier der --> Link zur Misselhorner Heide. Am Restaurant/Hotel "Misselhorner Hof" gibt es auch ein paar Stellplätze für Wohnmobile --> Link

Aber kommen wir zurück zu meiner Reise und "springen" nach Müden/Örtze --> Link . Ein Rundgang durch den kleinen Heideort mit einer alten Mühle und einem kleinen Heidesee und einem historischen Ortskern. Ein paar Fotos aus dem Ort...









Dann zum Mittagessen ins Restaurant am Heidesee, es stand Jägerschnitzel mit Pommes auf der Karte. Ich wollte im Freien sitzen, die Kellnerin trocknete mir auch einen Tisch meiner Wahl von den Regentropfen des Vortages ab. Sonnenschein bei der Bestellung des Essens. Das Essen kam, der Regen auch! Daß es mir nicht so erging, wie Rudi Carrell im Fernsehsketch, wechselte ich dann lieber doch in den Gastraum des Restaurants. Das Essen war lecker und bei einer Umrundung des kleinen Heidesees waren dann die angefressenen Kalorien teilweise auch gleich wieder abgelegt.







Als ich dann wieder an der historischen Wassermühle ankam, hatte ich die einstündige Runde um den Heidesee beendet...



Das Wohnmobil hatte ich auf dem für Wohnmobile bestimmten Stellplatz am Ortseingang aus Richtung Munster abgestellt: --> Link Hier steht man auf Rasenboden, mehrere durch Hecken abgeteilte Parkmöglichkeiten sind dort vorhanden und eine V+E-Anlage gibt es auch, Strom allerdings nicht. Ich habe den Platz allerdings nur für etwa 2 Stunden in Anspruch genommen. Die Übernachtungsgebühr beträgt, wenn ich das richtig erinnere, 5,- €, die man überweisen kann, bzw. am Platz kassiert wird.
Zurück am rollenden Hotel und wieder auf den Straßen unterwegs ging es nach einer Schleife über Faßberg mit kurzem Fotohalt an der Gedenkstätte zur Luftbrücke... --> Link



wegen der Ansteckungsgefahr durch die Corona-Lage war das Museum geschlossen.
Weiter ging es dann über Bergen auf der Suche nach einem letzten Stellplatz auf der B 3 zu meiner letzten Station nach Celle. Auf dem Weg lag am Ortseingang von Celle der Werksverkauf der Keksfabrik Bahlsen --> Link und mein Wohnmobil zog mich auf den Parkplatz. Ich mußte in den Laden, mußte dann auch ein paar Tüten Kekse, Schokoladen und Salzgebäck käuflich erwerben und dann im dicken Bauch des Wohnmobils verstauen.
Dann weiter zum Stellplatz; Celle war eine Baustelle und ich konnte das Navi wegen mehrerer Strassensperrungen nicht nutzen. So irrte ich durch Celle, geleitet von Umleitungsschildern. Okay, ich fand den Stellplatz am Badeland auch wieder, ich fand aber dort keinen Parkplatz mehr. Weiter zum Schützenplatz, hier durften Womo´s auch über Nacht stehen. Wieder diese blöde Baustellenumfahrung. Ich kam drei mal an der gleichen Kreuzung vorbei. Jetzt reicht´s, Navi an und drei Kilometer später stand ich auf dem Schützenplatz. Feierabend für das Mobil und Füßevertreten für den Fahrer, aber nur noch ein Stück an der Aller entlang. Ich hatte keine Lust mehr. Das Radio dudelte mich alsbald in die Koje, die letzte Nacht der Reise.





Der Schützenplatz liegt auch nur wenige hundert Meter von der "City" entfernt und weil der Stellplatz am Badeland doch oft recht voll ist, werden Wohnmobile hier auch geduldet. Auf eine V+E-Anlage oder Stromanschlüsse muß man hier aber verzichten.Es ist sicher kein schöner Platz, aber für eine Stadtbesichtigung reicht es allemal.


Der letzte Tag des Urlaubs war dann auch schnell da, das Frühstück fiel spärlich aus, der Kühli war recht übersichtlich beladen. Dann setze ich das treue Wohnmobil zur letzten Etappe dieser Urlaubsreise in Bewegung. Recht schnell war ich dann auch über die B 3 und auf der A 7 um Hannover herum wieder auf der B 3 in Richtung Heimat unterwegs. Zur Mittagszeit stand das Wohnmobil dann schon vor der heimatlichen Haustür und ich merkte beim Ausräumen des Reisegepäcks, daß mein Urlaub beendet war. Trotzdem war es ein schöner Urlaub, ich hatte viele neue Eindrücke sammeln können. Und „nach der Reise ist vor der Reise“, der nächste Urlaub kommt bestimmt. Zu Corona-Zeiten kann das sogar schon früher sein, als bei der Urlaubsplanung gedacht.

So, liebe Mitreisenden, nun sind wir am Ende unserer kleinen Kreuzfahrt durch die Lüneburger Heide angelangt. Natürlich kann man in einer Woche nicht alle Highlights der Heideregion anfahren, dazu sind es denn doch zu viele. Meine Tipps können nur ein kleiner Teil des Angebotes an Sehenswertem sein.

Ich hoffe, es hat Euch Allen gefallen. Jetzt ist es Zeit auszusteigen, das Wohnmobil hat jetzt Urlaub und wartet in der heimatlichen Scheune auf die nächste Reise.

*** E N D E ***

Aretousa am 17 Jul 2020 22:36:35

Vielen Dank für deinen so toll bebilderten Bericht.
Ich mag die Gegend sehr. Vor vielen Jahren war ich mindestens 5 oder 6 mal je 3 Wochen als Erzieherin mit Schülern auf Klassenfahrt in Bevensen, damals noch ohne Bad.
Als du das Lied "Auf der Lüneburger Heide....." angestimmt hast, konnte ich natürlich laut und falsch mitträllern......
Ich hoffe, deiner Mutter geht es gut und sie erholt sich von der OP und dein Vater hat deine Abwesenheit auch gut verkraftet.

Lancelot am 18 Jul 2020 10:37:00

Ich bedanke mich auch, Frank !
Ein schöner und informativer Bericht. Vor allem, weil uns die Lüneburger Heide eigentlich nur vom durchfahren mit vielleicht mal einem Zwischenstopp bekannt ist.
Könnte sich bald mal ändern :ja:

:dankeschoen:

Guenni3967 am 18 Jul 2020 14:19:11

Das war eine sehr schöne Reise mit Dir, Danke Frank

frankjasper8 am 18 Jul 2020 20:53:25



Ein "Dankeschön!" an Lena, an Wolfgang und an Günter und Elke für´s Mitreisen! Es hat wieder viel Spaß gemacht, Euch mit auf Fahrt zu nehmen. :)
Ein "Dankeschön!" ebenfalls an alle, die wieder inzwischen 14 mal eine positive Bewertung zu meinem Bericht gemacht haben. :)

Aretousa hat geschrieben:Als du das Lied "Auf der Lüneburger Heide....." angestimmt hast, konnte ich natürlich laut und falsch mitträllern......
Ich hoffe, deiner Mutter geht es gut und sie erholt sich von der OP und dein Vater hat deine Abwesenheit auch gut verkraftet.


Ach Lena, Du warst das, die so falsch gesungen hat :D , aber egal, Hauptsache Du hast überhaupt mitgesungen! :lach:
Meine Mutter hat ihre Hüft-OP übrigens gut hinter sich gebracht und ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Nach insgesamt 10 Tagen im Krankenhaus hat sie seit Montag jetzt etwa 3 Wochen Reha. Bisher ist sie sehr gut drauf, alles okay.
Und mein Papa war ja praktisch nur 1,5 Tage allein zuhause, die Sozialstation kommt aber täglich 2 mal zum an-/ausziehen der Stützstrümpfe und 2mal wöchentlich zum Duschen. :)

Lancelot hat geschrieben:Ein schöner und informativer Bericht. Vor allem, weil uns die Lüneburger Heide eigentlich nur vom durchfahren mit vielleicht mal einem Zwischenstopp bekannt ist.
Könnte sich bald mal ändern :ja:


Wolfgang, nicht nur durchfahren, auch mal anhalten! :lach:
Am Schönsten ist die Heide natürlich zur Blütezeit im Herbst, aber auch sonst läßt es sich gut wandern, radeln oder halt per Pferdekutsche erkunden.
Und an Stellplätzen mangelt es auch nicht. Ihr seid ja oft oben in Norddeutschland, da läßt sich doch bestimmt auch mal ein längerer Zwischenstop in der schönen Heide einlegen. :) Unsere Stellplatzkarte hier im Forum zeigt gerade im von mir befahrenen Gebiet ganz viele Anlaufstellen.

Säcker am 20 Jul 2020 16:47:39

Vielen Dank für diesen schönen Bericht. Die Lüneburger Heide lässt sich tatsächlich noch ausführlicher bereisen, als wir es bisher getan haben. :top:

Jonah am 20 Jul 2020 21:43:29

Mir hat dein Bericht auch super gefallen. Vielen Dank. Die letzten 2 Jahre hat mich mein Weg Richtung Norden auch immer auf den Stellplatz in Amelinghausen geführt. Da hat dein Bericht Erinnerungen geweckt.

frankjasper8 am 21 Jul 2020 20:53:37

Dankeschön, Michaela und Hans-Werner, daß auch Ihr wieder zu meinen Reisebegleitern gehört! :D

Ja, durch die Lüneburger Heide führen ja mehrere Ausflugsstraßen. Die A 7 durchläuft die Heide in Nord-Süd-Richtung, die A 27 führt ab Walsrode etwa nordwestlich Richtung Bremen. Die Bundesstraßen B 3 und B 4 queren die Heide ebenfalls in Nord-Süd-Richtung. Es gibt noch weitere "Hauptverkehrswege", die ein Vorankommen gerade als Alternativstrecke zur doch oft staugeplagten A 7 anbieten. Oftmals lohnt sich ein Abstecher über diese Strecken und ein Stop in einer der vielen Heideortschaften.
Ich hatte ja im Sommer 2017 in meinem Reisebericht --> Link eine westlichere Region der Heide um den Wilseder Berg und dann den namensgebenden Ort Lüneburg beschrieben. Vielleicht sind da ja auch noch ein paar Ziele für Euch dabei. :)


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