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Kaufbesichtigung von Campingfahrzeugen, Grenzen gesetzt?


starlight am 13 Jul 2020 12:21:39

Hallo,
habe mir gestern einen von Privat angebotenen Eriba-Wohnwagen, der mir günstig erschien, angeschaut.
Neben einer ausführlichen Checkliste hatte ich auch eine große Trittleiter, ein Feuchtemessgerät, ein Batteriezustandsprüfgerät, eine starke Taschenlampe und für den Fall, dass eine Gasflasche nicht (mehr) vorhanden ist, auch eine 5 kg Gasflasche dabei.
Der Verkäufer war etwas angefressen, dass ich hier beabsichtigte, das Dach zu besichtigen (evt. Hagelschaden) und auch eine Feuchtemessung durchzuführen. Meiner Frau war es peinlich, dass ich mit diversem Werkzeug bzw Messgeräten etc. anrückte.
Deshalb meine Frage, ob es seitens eines Kaufinteressenten unverschämt ist, sich mittels technischer Hilfsmittel einen genauen Eindruck in der Sache zu verschaffen. Wie sollte ich zB auch prüfen, ob der Kühlschrank oder die Heizung funktioniert, wenn Gas nicht vorhanden ist?
Der Kauf ist dann nicht zustande gekommen, nachdem das Dach diverse Hageldellen aufwies ( Hagelschaden wurde durch Verkäufer ausdrücklich verneint) und die Rückwand des Wohnwagens weiß foliert und das Fenster mit Sikaflex pfuschig abgedichtet war. Der Verkäufer räumte lediglich ein, der Vorbesitzer hätte einen kleinen Parkschaden gehabt, der wohl repariert, er meinte wohl kaschiert wurde.
Das Fahrzeug aus EZ 2013 stand ansonsten topsauber und zu einem attraktiven Preis da. Ich hätte es für meinen Sohn gekauft.


duca250 am 13 Jul 2020 12:34:32

Moinsen,
grundsätzlich wird der Verkäufer bei der Terminvereinbarung zur Besichtigung von mir darauf hingewiesen, dass ich das Womo genau checke. Ich erkläre ihm auch, was ich machen werde und frage in dem Zusammenhang auch, ob eine Leiter und eine Gasflasche verfügbar ist. Ich begründe das dem Verkäufer gegenüber auch. Noch nie war das ein Problem, auch vergangenen Samstag nicht, als mein Bruder mit meiner Hilfe und Unterstützung einen gebrauchten Knaus von privat kaufte.

Vorher drüber reden und alles ist gut. Den Verkäufer "überraschen" ist blöd, weil das könnte er falsch verstehen, wie in Deinem Fall...
Grüße
der Duc

Pechvogel am 13 Jul 2020 12:54:51

Wenn ich mir ein Auto kaufe gucke ich auch unter die Motorhaube. Wo ist das Problem.
Natürlich sollte ein Käufer das Fahrzeug in Augenschein nehmen können wie er es will.

Grenzen sähe ich wenn er auf dem Dach rumrennt und u.U. Beulen in die Dachhaut drückt, Möbel oder sonstwas auseinanderschrauben will, ....




Grüße
Dirk

Anzeige vom Forum


starlight am 13 Jul 2020 12:56:33

Hallo Duc,

Natürlich habe ich vorab dem Verkäufer telefonisch erklärt, dass ich zB eine Feuchtemessung durchführen und mir das Fahrzeug auch nach Funktionsprüfungen sehr genau anschauen werde.
Dass ich bei Besichtigung nichts beschädige, auseinandermontiere oder auf das Dach steige, versteht sich von selbst.

Russel am 13 Jul 2020 13:43:41

Ganz ehrlich: wenn ich verkaufe und keine Geheimnisse habe kannst du schauen und messen so viel du möchtest.

Bei mir als Verkäufer wäre Wasser im Tank, Gas angeschlossen und der Stecker drin. Eine Leiter steht auch bereit. Ich würde dir alles vorführen oder dir bei allem helfen......aber nur wenn es nichts zu verheimlichen gäbe.....

Also, nicht schlimm und du brauchst kein schlechtes Gewissen haben!

Grandeur am 13 Jul 2020 13:45:32

Hallo Starlight,
es kommt immer auf das Objekt an. Ich war auch schon durch einen Käufer angefressen, der bei einem unfallfreien Pkw 1,5 Jahre alt mit 6tkm und Werksgarantie anfing das Auto zerlegen zu wollen, obwohl das Auto nicht einmal eine Parkdelle/ Steinschlag hatte. Seiner Gattin war es peinlich und Sie bedankte sich nachher noch schriftlich für das makellose Auto.
Bei einem älteren Fahrzeug soll der Käufer gerne alles anschauen und in den Vertag werden die Punkte reingeschrieben. Ich denke das beugt späteren Ärger/Kaufreue vor. Anders sieht’s aus, wenn beim Besichtigen unsachgemäß gearbeitet wird und Schäden entstehen, dann kann ich auch jemand bitten ein anderes Fahrzeug zu kaufen. :razz:

Einen Schichtdickenmesser nehme ich auch immer mit, ist aber nur zum prüfen, ob der Verkäufer Schäden bagatellisiert oder verheimlicht. Ich will halt wissen was ich kaufe. ;D

Gruss Grandeur

Tinduck am 13 Jul 2020 14:23:27

Der Verkäufer kann dir an SEINEM Fahrzeug verbieten oder erlauben, was er will. Ob dann ein Kauf zustande kommt, steht auf einem anderen Blatt.

Wir hatten auch schon Käufer auf der Matte stehen (für einen T5), denen ich eben nicht den Schlüssel für die Probefahrt gegeben habe. Ich weiss, furchtbar intolerant von mir. Der Wagen war trotzdem in einer Woche verkauft.

bis denn,

Uwe

Lancelot am 13 Jul 2020 14:30:23

Tinduck hat geschrieben:Der Verkäufer kann dir an SEINEM Fahrzeug verbieten oder erlauben, was er will. Ob dann ein Kauf zustande kommt, steht auf einem anderen Blatt.

SO sehe ich das auch !
Wem´s nicht paßt, der soll sich ein anderes Fahrzeug kaufen ...

Als Kaufinteressent würde ich deshalb VOR einer Besichtigung abklären, was ich (außergewöhnlich) sehen will - dann gibt´s auch keine Überraschungen oder Schneiderfahrten.

nanniruffo am 13 Jul 2020 15:55:58

Lancelot hat geschrieben:Als Kaufinteressent würde ich deshalb VOR einer Besichtigung abklären, was ich (außergewöhnlich) sehen will - dann gibt´s auch keine Überraschungen oder Schneiderfahrten.


Dann hat der TE ja alles richtig gemacht. Er hätte also auch nix vorher abklären müssen, denn alles das, was er prüfen wollte, ist ja keineswegs aussergewöhnlich. (Hagelschaden, Feuchtigkeit, Gasfunktionen, Wasserleitungen etc.etc. sind ja alles keine aussergewöhnlichen Bestandteile, Schäden oder Funktionen eines WoWa.) :razz:

Tom

Lancelot am 13 Jul 2020 16:25:48

nanniruffo hat geschrieben: Dann hat der TE ja alles richtig gemacht.

Genau !

Hätte er aber statt "große Trittstufe" eine ausgewachsene Leiter zum rumlatschen auf dem Dach dabei gehabt ..
und/oder so einen Feuchte-Meß-Piekser, um in den Wänden rumzustochern ...
:bindagegen:

thomas56 am 13 Jul 2020 16:54:34

hatte schon Interessenten, die waren 8h hier.......haben dann aber auch gekauft.
Bei mir hat noch nie jemand gefragt ob alle Geräte funktionieren, das sehe ich als Voraussetzung an wenn ein Fahrzeug verkauft wird. Anders mag es aussehen, wenn man sich Fahrzeuge ansieht, die eigentlich schon zum Verwerter gehören.

Eine "gute" Anfrage hatte ich letztens, da hat einer angekündigt eine min 50km Probefahrt machen zu wollen. Den habe ich mal angerufen und gefragt welche Erfahrung er mit 9m langen und 2,5m breiten Fahrzeugen hat. Er meinte gar keine, hat aber schon mal einen Wohnwagen gekauft und wenn mir seine Vorstellungen nicht passen, müsse ich mir einen anderen Käufer suchen. -Ende des Gesprächs-.:lach:

kdupke am 13 Jul 2020 17:10:05

Was ist normal? Beide Seiten mögen davon unterschiedliche Vorstellungen haben.

Vorher Bescheid geben/abstimmen, dann passt das. Kann dann natürlich sein, dass der Verkäufer derzeit an einen anderen verkauft, der einfach nur ein Wohnmobil haben will. Kann dann natürlich sein, dass es hinterher mehr Ärger gibt, weil der unerfahrene Käufer direkt mit dem Anwalt kommt.

gruss kai

womifahrer am 13 Jul 2020 17:42:38

hallo.bei der Gelegenheit,wie seht ihr es mit Probefahrt,ich würde ungern jemand Fremdes mein Wohnmobil zur Verfügung stellen,höchstens selber mit ihm fahren.

catalpa am 13 Jul 2020 18:49:01

Gott sei dank, habe ich bisher kein WoMo verkauft sondern nur PKW. Da war der letzte Fall aber auch schon sehr lästig. Es ging um n stinknormalen Octavia für 7000€. Erst langes Palaver am Telefon, dann Besichtigung mit Bühne beim örtlichen Autohaus. Dann sind die wieder abgezogen, obwohl alles gut war. Noch ein Termin bei einer anderen Werkstatt, zwecks Gutachten. Dann verkauft... fand ich schon etwas viel Heckmeck. Wenn man bedenkt, dass es der Verkäufer evtl. mit mehreren Interessenten zu tun hat, dann ist das schon sehr zeitraubend. Dazu noch das ganze Volk, das als erstes „was ist letzte Preis?“ fragt. Inzwischen bin ich der Meinung, lieber n schlechter Preis beim Händler als der Aufwand. Also, wenn du bei mir eine Herz&Nieren-Prüfung machen wolltest, würde ich sagen, ja o.k. aber das ist zeitlich begrenzt. Nach max. einer Stunde will ich hop oder top hören und Ende der Veranstaltung.

rkopka am 13 Jul 2020 19:32:48

womifahrer hat geschrieben:hallo.bei der Gelegenheit,wie seht ihr es mit Probefahrt,ich würde ungern jemand Fremdes mein Wohnmobil zur Verfügung stellen,höchstens selber mit ihm fahren.

Ja, da hatte ich (erst einmal) auch kein so gutes Gefühl. Andererseits will der andere ja wissen, wie er läuft, d.h. z.B. Federung, Lenkung und Bremsen. Und das kann man nur selber erspüren. Zumindest würde ich ihn nie alleine fahren lassen. Mein (unerfahrener) Käufer hatte einen Mechaniker mit, der dann ca. 10km gefahren ist und zufrieden war, obwohl wir keine schnelle Fahrt machen konnten (ging dort einfach nicht im näheren Umkreis und ohne Vignette).

RK

hypermotard am 13 Jul 2020 21:32:56

Als wir unser erstes WoMo verkauft haben wurden erst einmal die „Letzte-Preis-Typen“ aussortiert. Dann mit denen, die wirklich Interesse hatten am Telefon alles Wichtige besprochen.
Und beim ersten, der dann zur Besichtigung kam, merkte man schnell das tatsächliche Interesse und ich habe mir die notwendige Zeit genommen. Er konnte prüfen was er wollte, natürlich ohne etwas zu zerstören!
Wir haben auch zusammen eine Probefahrt gemacht. Erst ich um alles live zu erklären, dann nach Prüfung vom Führerschein, der Interessent auf einer einfachen Strecke zurück.
Anschließend Kaufvertrag gemacht und WoMo gegen Bargeld übergeben.
Die sog. Time-Wastern“ erkennt man schnell und da investiere ich auch keine Zeit!

Off Topic:
Ihr müsst mal ein IPhone über eBay Kleinanzeigen verkaufen, da lernt ihr Time-Waster und andere „besondere“ Typen kennen. Mann oh Mann, nie wieder!


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