Caravan
luftfederung

Verbesserung Stromversorgung Laika Ecovip 300


Ruefue am 28 Jul 2020 15:17:29

Liebe Wohnmobilfreunde,
ich schildere mal meine Überlegungen zur Verbesserung der Stromversorgung in unserem Laika Ecovip 300. Zum einen bekomme ich vielleicht noch den ein oder anderen Tipp, zum anderen haben andere vielleicht eine ähnliche Ausgangslage.

Die Aufbaubatterie in unserem Wohnmobil ist nicht mehr die beste, die Anzeige am Originalbedienelement, die sich wahrscheinlich nur grob an der Spannung orientiert, zeigt bei voller Ladung nur noch 80 Prozent und 12,5 Volt an. Vor Kurzem liefen wir mal einen Stellplatz ohne Landstrom an, mit etwas Fernsehen und LED-Beleuchtung ohne andere große Stromverbraucher war bereits nach knapp 1 Tag Schluss mit der Batterie. Deshalb der Entschluss, hier die Sache dahingehend zu verbessern, dass man mindestens zwei Übernachtungen ohne Landstrom auskommen kann.

Sicherungskasten, 230V-Ladegerät und Aufbaubatterie sind bei unserem Modell recht beengt unter dem Quersitz mit Schuhschrank montiert. Drin ist eine AGM-Batterie von Banner mit 80AH, ein italienisches Ladegerät CBE CB-520 mit 20A sowie ein Sicherungsblock mit Trennrelais.
Die vorhandene Mulde für die Aufbaubatterie fällt mit LxBxH von 340x180x250 recht klein aus.

In der Summe habe ich einen täglichen Strombedarf von ca. 40AH für die warme Jahreszeit (ohne Heizung) errechnet. Ich spiele nun mit dem Gedanken, eine LiFePo4-Batterie mit 100AH zu verbauen, was uns für ca. 2 Tage autark werden lässt.

In die engere Auswahl kam ein Modell von Juba Tec, da es mit Maßen von 330x175x245 noch gerade so in den Batterieplatz passt. Im Chat mit der Firma Juba Tec, übrigens mit einer Superberatung, stellte sich heraus, dass das vorhandene 230V-Ladegerät nicht für Lithiumbatterie geeignet ist. Grund ist wohl eine automatische Desulfatierung, bei der das Ladegerät kurzzeitig mit über 15V Spannung arbeitet. Die LiFePo-Batterie steigt bei dieser Spannung nach Aussage der Firma aus und schaltet ab. Wahrscheinlich muss dann zusätzlich noch ein lithiumfähiges Ladegerät her.

Zurzeit warte ich noch kurz, weil Juba Tec in den nächsten Wochen eine kleinere 100AH-Batterie auf den Markt bringt, die dann leichter verbaut werden kann, ohne dass Stress mit dem Kabelsalat entsteht. Ich hänge noch einige Bilder an, werden dann noch berichten, wie es weiter geht.

Gruß Dirk







viking92 am 28 Jul 2020 15:39:55

Hallo Dirk,

ich fahre ebenfalls einen Ecovip & die Einbausituation ist absolut identisch.
Das CBE Ladegrät hatte ich nach Einbau der LiFeYPo4 entfernt, da ich u.a. den Platz benötigte.
Im rechten Teil des Seitensitzes hatte ich eine Winston, aus 4 Stück 200Ah Zellen, eingebaut.
4 Stück 160'er hätten in das Bateriebodenfach gepasst. Allerdings war die Ersparniss zu 200Ah marginal.
Zusätzlich wurde noch einen Victron Booster installiert, der bei Landstrom auch als Ladegrät fungiert.
Alles in allem läuft es absolut problemlos :top:
Bei Einbau eines Booster muss allerding das orig. Trennrelais ausgelötet werden.
Es lässt sich jedoch eine passende fliegende Relaisfassung installieren, so das nur ein Relais gesteckt werden muss, um den Orig.-zustand innerhalb von Sec. wieder herzustellen.

Gruss & viel Erfolg
Birger

Ruefue am 28 Jul 2020 15:46:24

Hallo, danke für den Tipp. 4x 200Ah? Ist dann der "Schuhschrank" nicht komplett ausgefüllt? Wie passt das da rein, oder hast Du ein anderes Ecovip-Modell?

Anzeige vom Forum


viking92 am 28 Jul 2020 15:52:35

Ja, der Schuhschrank ist kpl. ausgefüllt mit Batterie & Wechselrichter.
Schuhe lagern jetzt im davor liegenden Bodenfach.

Einen Tod muss man sterben :-?

Solltest du eine Plug & Play Baterie in das tiefergelegte Bodenfach bekommen, dann steht dir der kpl. Raum nachwievor zur Verfügung.

Gruss
Birger

Ruefue am 28 Jul 2020 19:07:50

Ja, ich versuche die Mulde zu nutzen. Wenn ich den Schuhschrank zubauen, kriege ich Krach mit meiner Frau :) !

fschuen am 28 Jul 2020 19:27:55

Das mit dem Ladegerät stimmt leider - wenn es regelmässig benutzt werden soll, sollte was geeignetes rein.

Ein paar Gedanken zur Kapazität: Bei Bleibatterien ist die Ah-Angabe häufig schon im Neuzustand gelogen. Ausserdem geht sie während der Lebensdauer herunter, und der Verschleiss steigt deutlich an, wenn man sie stärker entlädt. Der Volksmund sagt daher, dass die halbe Nennkapazität bei Lithium die Bleibatterie gut ersetzt; ich sage eher: ein Viertel bis die Hälfte. Ich würde schätzen, dass ihr mit rund 50 Ah und ab 100 Wp Solar beliebig lange stehen könnt, und verstehe nicht, warum so gerne dreistellige Amperestunden verbaut werden. Das gilt natürlich nicht für Wintercamper, Kompressorkühlschrankhaber und Wechselrichter-Intensivnutzer, aber Otto-Normalcamper fährt damit Batterien rum, die höchstens zu 20% entladen werden.

Gruss Manfred

Ruefue am 28 Jul 2020 19:43:29

Hallo Manfred, eine kleinere LiFePo4 und eine Solaranlage ist auch eine Option, die ich als Alternative ins Auge gefasst habe. Etwas Reserve ist aber nicht schlecht. Gruß

viking92 am 28 Jul 2020 22:32:45

fschuen hat geschrieben:.. und verstehe nicht, warum so gerne dreistellige Amperestunden verbaut werden.

OT:
Die Grösse der Kapazität ist natürlich äusserst individuell.
Mit E-Bike Akku laden, 3-4x Tag die Senseo & der Frau ihren Fön....da würde sie mich rund laufen lassen, wenn er mittendrin, leise surrend, seinen Betrieb einstellt. :mrgreen:
Ich empfehle für solche Art von Grundsatzdiskussion doch einen eigenen Fred aufzumachen.

Gruss
Birger

Ruefue am 29 Jul 2020 04:25:37

viking92 hat geschrieben:Bei Einbau eines Booster muss allerding das orig. Trennrelais ausgelötet werden.

Hallo Birger, sind Booster und Totlegen des Trennrelais' bei Ducato Euro 5 absolut notwendig oder könnte die Ladung einer LiFePo auch über Trennrelais funktionieren?

viking92 am 29 Jul 2020 10:38:41

Hy Dirk,

kann Dir leider nicht sagen, wieviel die LiFe ohne die Begrenzung durch den Booster zieht, da ich ihn von vornherein installiert hatte.
Dem Relais & den Leiterbahnen auf der Platine wollte ich keine >40A zutrauen.

Evtl. haben da andere Nutzer Erfahrungen.

Gruss
Birger

Ruefue am 11 Aug 2020 19:36:43

So, der Umbau ist fertig. Was wurde gemacht:
- TBS Batteriecomputer mit Bluetooth-Modul
- LiFePo4-Batterie Relion RB 100-LT mit 100Ah (mit Batterieheizung, kaltwettergeeignet)
- Booster Büttner MT BCB 25/20

Das Originalladegerät von CBE konnte drinbleiben. Das Trennrelais im Elektroblock ist auch noch drauf.
Der Booster regelt alles auf LifePo, auf 230V liefert er bis zu 20 A zusätzlichen Strom zur Batterieladung.

Bei der Aktion wurde die etwas abenteuerliche italienische Verkabelung entwirrt und geordnet.
Zudem gab es eine zusätzliche 230V-Steckdose.

Beim ersten Probelauf hat alles funktioniert :) ! Ich schicke demnächst noch ein paar Bilder.

pfeffersalz am 11 Aug 2020 20:47:08

Ruefue hat geschrieben:Liebe Wohnmobilfreunde,
ich schildere mal meine Überlegungen zur Verbesserung der Stromversorgung in unserem Laika Ecovip 300. Zum einen bekomme ich vielleicht noch den ein oder anderen Tipp



Mein Tipp für dich ist, die 230 Volt Verteilung fachgerecht machen zu lassen. Diese Zusammenknotung von flexiblen Leitungen in drei überdimensionalen Dosenklemmen sind nicht für Kfz geeignet und schlicht nicht fachgerecht.

Ruefue am 11 Aug 2020 20:59:31

pfeffersalz hat geschrieben:Mein Tipp für dich ist, die 230 Volt Verteilung fachgerecht machen zu lassen. Diese Zusammenknotung von flexiblen Leitungen in drei überdimensionalen Dosenklemmen sind nicht für Kfz geeignet und schlicht nicht fachgerecht.


Hallo, vielen Dank für den Tipp. Das ist bereits passiert, die seltsamen Klemmen sind raus und es wurde eine richtige Verteilerdose installiert. Die Kabel sind mit Wago-Klemmen verbunden.

Ruefue am 12 Aug 2020 18:04:36

Hier noch ein paar Bilder ;-)!





pfeffersalz am 12 Aug 2020 19:20:27

Ruefue hat geschrieben:
Hallo, vielen Dank für den Tipp. Das ist bereits passiert, die seltsamen Klemmen sind raus und es wurde eine richtige Verteilerdose installiert. Die Kabel sind mit Wago-Klemmen verbunden.


Wago Federklemmen sind ein Schritt in die richtige Richtung, für die Phase und für den Nulleiter von mir aus akzeptabel. Den Schutzleiter solltest du aber je Ader einzeln auflegen. Entweder mit sauber gecrimten Ösen und einzeln mit Schraube und Federscheibe auf eine PE-Schiene oder mit Adernhülsen in eine PE Schiene, dann aber in der Bohrung mit je zwei Klemmschrauben. (Pollmann HauptleiterAbzweigklemme) Von der P-Schiene mit gesonderter Leitung in mindestens 4mm2 flexibel zum Massepunkt des Fahrzeugs. (besser 10mm2)


Immer dran denken: Im Kfz verschärfte Bedingungen wegen Vibrationen!

Du hast an den FI nach dem Landstromstecker gedacht? Bei Änderungen immer alles auf aktuellen Stand bringen ist Vorschrift.

Ruefue am 12 Aug 2020 20:56:33

Ich glaube, bei uns ist direkt nach der 230V-Einspeisung eine Hauptsicherung mit Fehlerstromschutz verbaut. Es steht mal irgendwas mit C16 und 30mA drauf.

pfeffersalz am 12 Aug 2020 21:32:49

Ruefue hat geschrieben:Ich glaube, bei uns ist direkt nach der 230V-Einspeisung eine Hauptsicherung mit Fehlerstromschutz verbaut. Es steht mal irgendwas mit C16 und 30mA drauf.

Dann ist es gut so. :lach:


  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

LifePo4 24v 800amp Verschaltungsplan - Unterstützung erbeten
Robur LiFePo4 120Ah Akku, hat jemand Erfahrungen?
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2020 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt