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Liebe Wohnmobilfreunde, ich schildere mal meine Überlegungen zur Verbesserung der Stromversorgung in unserem Laika Ecovip 300. Zum einen bekomme ich vielleicht noch den ein oder anderen Tipp, zum anderen haben andere vielleicht eine ähnliche Ausgangslage.
Die Aufbaubatterie in unserem Wohnmobil ist nicht mehr die beste, die Anzeige am Originalbedienelement, die sich wahrscheinlich nur grob an der Spannung orientiert, zeigt bei voller Ladung nur noch 80 Prozent und 12,5 Volt an. Vor Kurzem liefen wir mal einen Stellplatz ohne Landstrom an, mit etwas Fernsehen und LED-Beleuchtung ohne andere große Stromverbraucher war bereits nach knapp 1 Tag Schluss mit der Batterie. Deshalb der Entschluss, hier die Sache dahingehend zu verbessern, dass man mindestens zwei Übernachtungen ohne Landstrom auskommen kann.
Sicherungskasten, 230V-Ladegerät und Aufbaubatterie sind bei unserem Modell recht beengt unter dem Quersitz mit Schuhschrank montiert. Drin ist eine AGM-Batterie von Banner mit 80AH, ein italienisches Ladegerät CBE CB-520 mit 20A sowie ein Sicherungsblock mit Trennrelais. Die vorhandene Mulde für die Aufbaubatterie fällt mit LxBxH von 340x180x250 recht klein aus.
In der Summe habe ich einen täglichen Strombedarf von ca. 40AH für die warme Jahreszeit (ohne Heizung) errechnet. Ich spiele nun mit dem Gedanken, eine LiFePo4-Batterie mit 100AH zu verbauen, was uns für ca. 2 Tage autark werden lässt.
In die engere Auswahl kam ein Modell von Juba Tec, da es mit Maßen von 330x175x245 noch gerade so in den Batterieplatz passt. Im Chat mit der Firma Juba Tec, übrigens mit einer Superberatung, stellte sich heraus, dass das vorhandene 230V-Ladegerät nicht für Lithiumbatterie geeignet ist. Grund ist wohl eine automatische Desulfatierung, bei der das Ladegerät kurzzeitig mit über 15V Spannung arbeitet. Die LiFePo-Batterie steigt bei dieser Spannung nach Aussage der Firma aus und schaltet ab. Wahrscheinlich muss dann zusätzlich noch ein lithiumfähiges Ladegerät her.
Zurzeit warte ich noch kurz, weil Juba Tec in den nächsten Wochen eine kleinere 100AH-Batterie auf den Markt bringt, die dann leichter verbaut werden kann, ohne dass Stress mit dem Kabelsalat entsteht. Ich hänge noch einige Bilder an, werden dann noch berichten, wie es weiter geht.
ich fahre ebenfalls einen Ecovip & die Einbausituation ist absolut identisch. Das CBE Ladegrät hatte ich nach Einbau der LiFeYPo4 entfernt, da ich u.a. den Platz benötigte. Im rechten Teil des Seitensitzes hatte ich eine Winston, aus 4 Stück 200Ah Zellen, eingebaut. 4 Stück 160'er hätten in das Bateriebodenfach gepasst. Allerdings war die Ersparniss zu 200Ah marginal. Zusätzlich wurde noch einen Victron Booster installiert, der bei Landstrom auch als Ladegrät fungiert. Alles in allem läuft es absolut problemlos :top: Bei Einbau eines Booster muss allerding das orig. Trennrelais ausgelötet werden. Es lässt sich jedoch eine passende fliegende Relaisfassung installieren, so das nur ein Relais gesteckt werden muss, um den Orig.-zustand innerhalb von Sec. wieder herzustellen.
Gruss & viel Erfolg Birger
Ruefue am 28 Jul 2020 15:46:24
Hallo, danke für den Tipp. 4x 200Ah? Ist dann der "Schuhschrank" nicht komplett ausgefüllt? Wie passt das da rein, oder hast Du ein anderes Ecovip-Modell?
Anzeige vom Forum
viking92 am 28 Jul 2020 15:52:35
Ja, der Schuhschrank ist kpl. ausgefüllt mit Batterie & Wechselrichter. Schuhe lagern jetzt im davor liegenden Bodenfach.
Einen Tod muss man sterben :-?
Solltest du eine Plug & Play Baterie in das tiefergelegte Bodenfach bekommen, dann steht dir der kpl. Raum nachwievor zur Verfügung.
Gruss Birger
Ruefue am 28 Jul 2020 19:07:50
Ja, ich versuche die Mulde zu nutzen. Wenn ich den Schuhschrank zubauen, kriege ich Krach mit meiner Frau :) !
fschuen am 28 Jul 2020 19:27:55
Das mit dem Ladegerät stimmt leider - wenn es regelmässig benutzt werden soll, sollte was geeignetes rein.
Ein paar Gedanken zur Kapazität: Bei Bleibatterien ist die Ah-Angabe häufig schon im Neuzustand gelogen. Ausserdem geht sie während der Lebensdauer herunter, und der Verschleiss steigt deutlich an, wenn man sie stärker entlädt. Der Volksmund sagt daher, dass die halbe Nennkapazität bei Lithium die Bleibatterie gut ersetzt; ich sage eher: ein Viertel bis die Hälfte. Ich würde schätzen, dass ihr mit rund 50 Ah und ab 100 Wp Solar beliebig lange stehen könnt, und verstehe nicht, warum so gerne dreistellige Amperestunden verbaut werden. Das gilt natürlich nicht für Wintercamper, Kompressorkühlschrankhaber und Wechselrichter-Intensivnutzer, aber Otto-Normalcamper fährt damit Batterien rum, die höchstens zu 20% entladen werden.
Gruss Manfred
Ruefue am 28 Jul 2020 19:43:29
Hallo Manfred, eine kleinere LiFePo4 und eine Solaranlage ist auch eine Option, die ich als Alternative ins Auge gefasst habe. Etwas Reserve ist aber nicht schlecht. Gruß
viking92 am 28 Jul 2020 22:32:45
fschuen hat geschrieben:.. und verstehe nicht, warum so gerne dreistellige Amperestunden verbaut werden.
OT: Die Grösse der Kapazität ist natürlich äusserst individuell. Mit E-Bike Akku laden, 3-4x Tag die Senseo & der Frau ihren Fön....da würde sie mich rund laufen lassen, wenn er mittendrin, leise surrend, seinen Betrieb einstellt. :mrgreen: Ich empfehle für solche Art von Grundsatzdiskussion doch einen eigenen Fred aufzumachen.
Gruss Birger
Ruefue am 29 Jul 2020 04:25:37
viking92 hat geschrieben:Bei Einbau eines Booster muss allerding das orig. Trennrelais ausgelötet werden.
Hallo Birger, sind Booster und Totlegen des Trennrelais' bei Ducato Euro 5 absolut notwendig oder könnte die Ladung einer LiFePo auch über Trennrelais funktionieren?
viking92 am 29 Jul 2020 10:38:41
Hy Dirk,
kann Dir leider nicht sagen, wieviel die LiFe ohne die Begrenzung durch den Booster zieht, da ich ihn von vornherein installiert hatte. Dem Relais & den Leiterbahnen auf der Platine wollte ich keine >40A zutrauen.
Evtl. haben da andere Nutzer Erfahrungen.
Gruss Birger
Ruefue am 11 Aug 2020 19:36:43
So, der Umbau ist fertig. Was wurde gemacht: - TBS Batteriecomputer mit Bluetooth-Modul - LiFePo4-Batterie Relion RB 100-LT mit 100Ah (mit Batterieheizung, kaltwettergeeignet) - Booster Büttner MT BCB 25/20
Das Originalladegerät von CBE konnte drinbleiben. Das Trennrelais im Elektroblock ist auch noch drauf. Der Booster regelt alles auf LifePo, auf 230V liefert er bis zu 20 A zusätzlichen Strom zur Batterieladung.
Bei der Aktion wurde die etwas abenteuerliche italienische Verkabelung entwirrt und geordnet. Zudem gab es eine zusätzliche 230V-Steckdose.
Beim ersten Probelauf hat alles funktioniert :) ! Ich schicke demnächst noch ein paar Bilder.
Gast am 11 Aug 2020 20:47:08
Ruefue hat geschrieben:Liebe Wohnmobilfreunde, ich schildere mal meine Überlegungen zur Verbesserung der Stromversorgung in unserem Laika Ecovip 300. Zum einen bekomme ich vielleicht noch den ein oder anderen Tipp
Mein Tipp für dich ist, die 230 Volt Verteilung fachgerecht machen zu lassen. Diese Zusammenknotung von flexiblen Leitungen in drei überdimensionalen Dosenklemmen sind nicht für Kfz geeignet und schlicht nicht fachgerecht.
Ruefue am 11 Aug 2020 20:59:31
pfeffersalz hat geschrieben:Mein Tipp für dich ist, die 230 Volt Verteilung fachgerecht machen zu lassen. Diese Zusammenknotung von flexiblen Leitungen in drei überdimensionalen Dosenklemmen sind nicht für Kfz geeignet und schlicht nicht fachgerecht.
Hallo, vielen Dank für den Tipp. Das ist bereits passiert, die seltsamen Klemmen sind raus und es wurde eine richtige Verteilerdose installiert. Die Kabel sind mit Wago-Klemmen verbunden.
Ruefue am 12 Aug 2020 18:04:36
Hier noch ein paar Bilder ;-)!
Gast am 12 Aug 2020 19:20:27
Ruefue hat geschrieben: Hallo, vielen Dank für den Tipp. Das ist bereits passiert, die seltsamen Klemmen sind raus und es wurde eine richtige Verteilerdose installiert. Die Kabel sind mit Wago-Klemmen verbunden.
Wago Federklemmen sind ein Schritt in die richtige Richtung, für die Phase und für den Nulleiter von mir aus akzeptabel. Den Schutzleiter solltest du aber je Ader einzeln auflegen. Entweder mit sauber gecrimten Ösen und einzeln mit Schraube und Federscheibe auf eine PE-Schiene oder mit Adernhülsen in eine PE Schiene, dann aber in der Bohrung mit je zwei Klemmschrauben. (Pollmann HauptleiterAbzweigklemme) Von der P-Schiene mit gesonderter Leitung in mindestens 4mm2 flexibel zum Massepunkt des Fahrzeugs. (besser 10mm2)
Immer dran denken: Im Kfz verschärfte Bedingungen wegen Vibrationen!
Du hast an den FI nach dem Landstromstecker gedacht? Bei Änderungen immer alles auf aktuellen Stand bringen ist Vorschrift.
Ruefue am 12 Aug 2020 20:56:33
Ich glaube, bei uns ist direkt nach der 230V-Einspeisung eine Hauptsicherung mit Fehlerstromschutz verbaut. Es steht mal irgendwas mit C16 und 30mA drauf.
Gast am 12 Aug 2020 21:32:49
Ruefue hat geschrieben:Ich glaube, bei uns ist direkt nach der 230V-Einspeisung eine Hauptsicherung mit Fehlerstromschutz verbaut. Es steht mal irgendwas mit C16 und 30mA drauf.
Dann ist es gut so. :lach:
Moverbee am 28 Feb 2023 22:19:48
[quote]Ruefue hat geschrieben,- Booster Büttner MT BCB 25/20/quote] Guten Tag. Ich möchte mir auch eine Lithium Batterie einbauen. Ecovip 410. Meine Elektrik ist identisch mit deiner. Kannst du mir schreiben, warum du dich für diesen Booster entschieden hast? Funktioniert alles sowie vorher mit dem Relais? Danke Jens
Ruefue am 01 Mär 2023 10:06:57
Hallo Jens, für den Büttner MT BCB 25/20 hatte ich mich damals entschieden, weil er parallel zur vorhandenen Elektrik verbaut werden kann und alles weitere regelt. Das aufgelötete Trennrelais konnte auch auf der Platine des EBL verbleiben. Bisher funktioniert alles mit zwei kleinen Einschränkungen: 1.) Scheinbar läuft bei mir das abgegriffene D+Signal über "Zündung ein" und nicht über "Motor läuft". Das führt dazu, dass der Büttner bei eingeschalteter Zündung und "Motor aus" in einer Dauerschleife "klackt", weil er laden will, aber keinen Strom von der LiMa kriegt. Das ist für mich aber nicht hinderlich, da ich die Zündung einfach auslassen kann. 2.) Beim Laden über LiMa während der Fahrt zickt die Spannungsanzeige am originalen Laika-Bedienelement manchmal kurz rum und piept, da es kurzfristig zum einem Stromrückfluss von der LiFePO4 zur Starterbatterie kommt. Die Anzeige registriert dann eine Unterspannung, die eigentlich gar nicht vorhanden ist. Das tritt aber nur für wenige Sekunden auf und dann nicht mehr. Stört mich auch nicht weiter.
Für den Fehler 1.) könnte ich mich mal auf die Suche nach dem richtigen D+ machen, hatte ich aber bisher noch keine Zeit und Lust dazu ;-).
Gruß Dirk
Moverbee am 01 Mär 2023 22:38:29
Hallo Dirk. Danke für deine schnelle Antwort. Ich werde mir den Booster dann mal genau anschauen. Eigentlich wollte ich mir einen Victron Booster bestellen. Dann fing ich an zu lesen. Ich hätte nicht gedacht, dass es solche Probleme macht. Bei meinem vorigem Kastenwagen Euro 6 war das kein Problem. Nun habe ich die alte 280 Ah Lifepo zu Hause liegen und komme nicht weiter. Gruß Jens
Ruefue am 02 Mär 2023 00:43:30
Moverbee hat geschrieben:...Ich hätte nicht gedacht, dass es solche Probleme macht...
Mein Campingschrauber des Vertrauens hat mir damals zu dieser Lösung "auf Nummer Sicher" geraten. Es gibt mit Sicherheit auch andere, einfachere Lösungen, die funktionieren. Ich bin ja kein Elektroniker. Bestimmt gibt's hier im Forum Spezialisten, die Ideen haben. :-)
Ruefue am 02 Mär 2023 08:05:56
Moverbee hat geschrieben:...Eigentlich wollte ich mir einen Victron Booster bestellen...
Ich habe mir die Victron-Produkte mal angesehen, da gibt es bestimmt auch funktionierende Schaltungen mit Ladebooster Orion und 230V-Ladegerät Blue Smart, das man als Ersatz für das vorhandene CBE-Ladegerät verwenden könnte. Interessant ist die Motorlauferkennung des Orion, die ohne Extraverkabelung funktioniert. Im Shop bei Anumot --> Link steht, dass sich das Blue Smart als Ersatz für ein CBE-Ladergät eignet. Gruß Dirk
Moverbee am 04 Mär 2023 09:49:29
Ruefue
Das Victron IP22 Ladegerät hatte ich mir schon bestellt. Das liegt nun schon seit 10 Tagen bei mir. Mal sehen, wie ich nun weiterkomme.
backspin am 05 Mär 2023 13:14:10
Im Shop bei Anumot --> Link steht, dass sich das Blue Smart als Ersatz für ein CBE-Ladergät eignet.
Ja, aber nur die Versionen mit 3 Ausgängen. Mit einem IP22-20A (3) habe ich mein altes CBE-516 ersetzt. Die dünne graue Einzelleitung, die vom CBE zu Elektroverteiler geht, wird dabei an einen der 3 Ladeausgänge des IP22 angeschlossen. So bekommt die Zentrale mit, dass Landstrom anliegt.
Moverbee am 06 Mär 2023 20:44:52
Dann werde ich das Ladegerät wohl noch einmal umtauschen müssen. Besten Dank "Backspin" für deinen Post. Zum Glück ist mein Schwiegervater Elektriker A.D. Und wir können alles durchmessen.
bmg1900 am 23 Mär 2023 18:12:28
Hallo,habe auch die selbe Elektronik wie ihr in meinem eco Vip 309. Habe gerade auf Lifepo4 gewechselt. Nach etlichen Stunden lesen in den Foren,habe ich nichts an der Elektronik geändert,außer das vorhandene CBE 520 Ladegerät gegen ein Victron blue Smart 12/30 ausgetauscht. Sowohl die Lifepo4 als auch das Ladegerät ist mit Bluetooth überwacht und per App mit dem Handy verbunden. Hier kann man immer gut sehen,wieviel Strom gerade geladen wird. Das Ladegerät mit etwa 25-26 A und die Lichtmaschine liefert knapp 30A,wenn die Lifepo4 geladen werden muss. Das einzige was nicht funktioniert ist das Laden der Starterbatterie über Landstrom,da das Victron nur 1 Ausgang hat. Es gibt dieses auch mit 3 Ausgänge,wo man dann das Steuerkabel (graues Kabel was am CBE Ladegerät angeschlossen war),anschließen kann und dann regelt das Trennrelais auch die Starterbatterie. Da ich mir nun aber nicht wieder ein neues Ladegerät kaufen möchte,werde ich mir einen Schalter zwischen Pluspol und graues Kabel bauen,dann kann ich manuell schalten,wenn die Starterbatterie mitgeladen werden soll. Diese muss ja nicht zwingend laden,wenn Landstrom anliegt,da sie sich ja beim autarken stehen kaum entlädt. Auf einen Booster habe ich verzichtet,da die Lichtmaschine alles super regelt und ich auch nicht über 30A komme beim Laden während der Fahrt. Gruß, Ingolf
Ruefue am 23 Mär 2023 18:24:36
Hallo, ich habe bei mir zusätzlichen einen Standby-Lader Pro von Büttner (LiFePO4-geeignet) zwischen Aufbau- und Starterbatterie gehängt. Das hat den Vorteil, dass die Starterbatterie mitgepuffert wird. Die Starterbatterie wird dann auch bei Ladung über Solar und ohne Landstrom bei Laune gehalten. Funktioniert tadellos und würde auch den Einsatz eines Schalters unnötig machen. Gruß Dirk