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motorradtraeger

Ersten Kastenwagen anschaffen


Svennsson am 05 Aug 2020 12:21:17

Hallo liebe Community,

habe mich jetzt hier mal angemeldet weil ich doch ein paar ungeklärte Fragen habe und hoffe, dass ich hier Rat bekomme von erfahrenen Campern :)

Erstmal zu mir, mein Name ist Sven, 31 und komme aus dem schönen Ruhrgebiet. Seit Anfang des Jahres beschäftigen wir (Meine Partnerin und ich) uns damit, einen ausgebauten Kastenwagen anzuschaffen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass wir unser 1. Kind auch diesen Monat erwarten. Wir wollten dann so zum Sommer nächsten Jahres einen Kastenwagen kaufen und haben geplant in der Elternzeit dann die 2 Monate zu nutzen um zu reisen. Und natürlich auch so dann in der Umgebung wenn man dann Frei hat einfach umherzureisen und mit dem Camper unterwegs zu sein, fasziniert und beide (und bald hoffentlich auch uns 3 ) dann doch sehr.
Zu den Reisegästen zählen dann noch ein kleiner Havaneser, der mit 7 Kilo aber kaum ins Gewicht fällt. Wobei wir beim ersten Thema sind.

Wir hatten uns schon mehrere Modelle mal zusammenstellen lassen und kommen da immer (auch wegen Aufstelldach) auf um die 445-500 Kilo Zuladung. Die meiste Zuladung hatte da der Bürstner Campeo, der uns allerdings wegen dem Kühlschrank auf dem Boden und keine Schränke im Staubereich (unten hinten) nicht zusagt. Frage ist, ob es für 3 Personen mit kleinem Hund ausreicht?! Und ggf. ob man noch ein 2. Kind auch noch mitnehmen könnte, wie macht Ihr (die mit Family und Kastenwagen unterwegs sind) das so und kommt Ihr hin?
Hatte in etlichen Foren schon gelesen von unter 600-700 Kilo niemals.... Wir sind da natürlich jetzt etwas verunsichert. Hatten spontan letzte Woche mal ungefähr für eine Woche im Sommer alles abgewogen aber kamen da nur auf ca. 140 Kilo (Lebensmittel für 3 Tage, Tank voll, Klamotten jeder 7 kg, Baby 15 kg Klamotten, Babyschale, Wagen......)

Das nächste ist, wir hatten uns den Hymer Free mit beiden Seitenfenstern konfigurieren lassen, (der Wagen gefällt momentan am besten) Wobei die Fenster ja in die Liegefläche hinein ragen..... Habe da gelesen, bis zu 5 cm, was bei der Liegefläche von 1,96 ja dann eine Liegefläche von 1,86 zur Folge hat. Für meine Partnerin kein Problem, aber ich mit 1,84 würde regelmäßig vorne oder hinten anstoßen und die Plissees würden oft eingedrückt wie man überall liest. Könnt Ihr von solchen Problemen berichten?
Hat man trotz Aufstelldach (kein Heki) und keine Seitenfenster trotzdem genug Belüftung hinten im Schlafbereich? Eine Notlösung wäre ggf. nur das linke Seitenfenster (Fußbereich zu wählen). Hat diese Konfiguration evtl jemand und kann berichten?! Wäre sehr sehr hilfreich :)

Das dritte wäre die Option einer zweiten Aufbaubatterie. Wir wurden ja beraten und uns wurde gesagt eine Aufbaubatterie (110 Ah) wäre völlig ausreichend um auch mal 3 Tage ohne Stromanschluss auszukommen. Kann da jemand berichten?! Kann mir das nicht so vorstellen, beim 90l Kompressorkühlschrank, Beleuchtung halt oft an, da keine Hekis (Aufstelldach)....

Das sind grad die 3 Dinge die uns sehr beschäftigen und weshalb wir noch nicht direkt bestellen wollen, was denke ich, ja verständlich ist.

Hoffe hier kommen ein paar hilfreiche Antworten :) Dankeschön schonmal liebe Community und eine weiterhin schöne und sonnige Woche!

Gruß Sven


Jonah am 05 Aug 2020 13:24:49

Hallo!

Eine Notlösung wäre ggf. nur das linke Seitenfenster (Fußbereich zu wählen).


Du meinst das auf der Fahrerseite? Ja, würde ich wohl machen. Ich habe auf beiden Seiten Fenster, aber öffne das auf der Schiebetürseite so gut wie nie. Ist mir zu riskant, weil ich vergessen könnte, dass das Fenster auf ist.

Zum Gewicht: Wollt ihr Fahrräder mitnehmen? Tisch und Stühle? Grill? Eine 2. Batterie wiegt auch was. Und Hundefutter und Bier muss bei mir auch mit. :wink:

Svennsson am 05 Aug 2020 14:00:42

Ja genau, wäre dann fahrerseitig das Fenster. Zu beachten dabei ist ja auch, dass pro Fenster +5 Kilo an Zusatzgewicht (laut Herstellerpreisliste) angegeben wird.

Fahrräder kommen nicht mit erstmal. Tisch und Stühle (zumindest beim Hymer) kann man ja mitbestellen und sind im Gesamtgewicht dann schon eingerechnet (3055 kg). Da kann man halt noch leichtere Modelle finden. Wäre dann Masse im fahrbereiten Zustand plus Zusatzeinbauten.

Anzeige vom Forum


CKgroupie am 05 Aug 2020 14:42:35

Ich persönlich hab zwei Fenster plus Dach-Mini Heki am Bett und öffne immer nur das Mini Heki. Hab sogar meistens die Jalousien runter bei den Fenstern an Kopf und Fuß. Also ich bräuchte sie nicht wirklich, aber sie waren halt drin.

mkiefer am 05 Aug 2020 15:34:10

Hallo,
Zum Gewicht
Frischwasser ist nur 20l berechnet
Beifahrer
2. Gasflasche
Geschirr Besteck und Töpfe
Bettwäsche
Auffahrkeile
usw usw usw
Es läppert sich!

Michael

zeus am 05 Aug 2020 16:35:18

Darum haben wie unseren 6,36 m langen Karmann Kastenwagen auch auf 3,85 t aufgelastet.

rase am 06 Aug 2020 08:24:28

Hallo Sven, wir haben den Hymercar Grand Canyon mit Aufstelldach. Also ein ähnliches Fahrzeug, wie das welches du möchtest.
Wir waren für 4 Tage zu viert mit 2 Fahrrädern unterwegs. Da lagen wir dann etwas über den 3500kg. Wenn ihr nicht so viel Gepäck benötigt, sollte es also passen.
Auf die angegebenen Gewichte in den Verkaufsprospekten kannst du dich nicht verlassen und auch nicht 1:1 vergleichen.
Der Kühlschrank zieht schon einiges an Strom. Glaube nicht, dass 110Ah für 3-4 Tage reichen. Dass kann dir sicher jemand ausrechnen. Wir hatten bei einem 4-Tage Trip glaube ich ca 4Kw verbraucht.
Wir haben ein Seitenfenster hinten auf der Fahrerseite. Finden wir gut so. Am Kopfende (Beifahrerseite) wollte ich keines haben. 1. Stört, wenn mann abends sich noch anlehnt zum Lesen. 2. Wird es dann mit der Länge knapp. 3. Hast du immer einen Luftzug um den Kopf herum.
Fehlendes Heki ist für uns kein Problem. Öffne im Aufstelldach die beiden Abdeckungen wo der Fliegensschutz drunter ist. Dann hast du einen schönen Kamineffekt, durch die warme Luft welche nach oben zieht.
Viele Grüße Ralf

rkopka am 06 Aug 2020 09:43:20

rase hat geschrieben:Wir hatten bei einem 4-Tage Trip glaube ich ca 4Kw verbraucht.

4kWh -> 1kWh/Tag -> 83Ah / Tag -> 3,5A durchschnittlich

RK

Tinduck am 06 Aug 2020 11:54:57

Kastenwägen sind hip und chic, aber für eine (geplant) 4-köpfige Familie ist eigentlich ein Alkoven mit Stockbetten der Maßstab, was den optimalen Grundriss angeht. Da bleibt dann auch Platz für ein vernünftiges Bad mit Dusche und eine Sitzgruppe, die den Namen auch verdient. Weniger hübsch, aber nicht umsonst DIE traditionelle Aufbauform mit dem höchsten Nutzwert.

Hört sich jetzt erstmal wie das Gerede eines alten Furzes an :D mein Tip: bevor ihr kauft, mindestens eine Woche das Wunschmobil mieten und damit im Herbst an die Nordsee fahren. Da stellt sich schnell raus, was praktikabel ist und was nicht. Mit 4 Leuten bei Schlechtwetter im Kastenwagen - da müssten schon Mutter Theresa und Mahatma Ghandi samt Kindern an Bord sein, damit das länger gutgeht :D bei der Besatzungsgöße kann sich in so einer Dose keiner bewegen, ohne dass es ein oder mehrere andere auch tun, ob sie es gerade wollen oder nicht...

Ich will euch nix ausreden, aber ohne vorher zu testen solltet ihr auf keinen Fall kaufen, egal für was ihr euch entscheidet!

bis denn,

Uwe

rase am 06 Aug 2020 13:00:05

RK, danke.

Uwe hat sicherlich recht. Ein Alkoven ist natürlich viel geräumiger und für Familien konzipiert.
Kastenwagen fahren ist immer ein Kompromiss. Sollte man vorher bei Schlechtwetter ausprobieren.
Aber für uns halt auch eine Lebenseinstellung. Deshalb kam für uns nach 4 Wohnwägen keine Weißware in Frage.
Viele Grüße
Ralf

Svennsson am 06 Aug 2020 13:37:27

Danke erstmal für die vielen Antworten. Wenn man sich nichtmal auf irgendwelche Herstellerangaben verlassen kann, wie macht man das dann mit der genauen Zuladung?! Ist dann halt ne Wundertüte bei Kauf?! Klar gibts die 5% Toleranz, wie sieht es aber zb. explizit bei Hymer aus mit den Angaben zur Masse im fahrbereiten Zustand? Auf Anfrage vor Ort sagte man uns, bei Hymer wird schon relativ genau alles angegeben..... Wie viel wich euer Grand Canyon vom angegebenen Gewicht ab?

Gut, also reicht die Batterie für ca. 1 1/4 Tage im Schnitt und eine 2. wäre schon sinnvoll, wobei bei uns der Anteil von Campingplatz/Freistehen so ca. 80/20 betragen würde denke ich mal.

Hatten uns natürlich auch größere Modelle angeschaut, die aber aufgrund der Einfahrt in den Hof nicht in Frage kommen würden, oder man müsste einen Abstellplatz anmieten. Da gefiel uns sogar ein Carado T334 richtig gut, aber der Wagen sollte halt auch als Zweitwagen genutzt werden und ein Auto von den bestehenden würde abgegeben werden.

Zur Zuladung und Gepäck hatten wir ja mal letzte Woche alles abgewogen für so ca. 1 Woche im Sommer und da würde ich gerne wissen, ob wir irgendetwas übersehen oder vergessen haben, war dann doch vom Gesamtergebnis überrascht (positiv):

Schlafzimmer (6 kg):

1 Bettdecke (220x155)
2 Kissen
Bettzeug
(Laken ist im Hymer bei Gesamtgewicht mit eingerechnet, 1 kg)

Kleidung Erwachsene (5,75 kg x 2):

3 Oberteile
3 Unterteile
7 Unterwäsche
7 Socken
2 lange Oberteile
Regenzeug
1 Jacke
2x Schlappen
1 Schuhe
1 Schwimmzeug

Hund (6,64 kg):

Leine
Geschirr
Decke
Körbchen
Futter (10x 460g)

Lebensmittel für ca. 2-3 Tage (26,9 kg)

das erspare ich mir jetzt, isst ja jeder was anderes :D

Küche (8,56 kg)

Töpfe (3kg)
Geschirr (2,66kg)
Besteck (0,5kg)
Müllbeutel ganze Rolle (0,2kg)
Hundenäpfe (0,2kg)
Babyfläschchen (0,6kg)
Küchentücher 2x (0,35kg)
Geschirrtücher 4x (0,25kg)
Medikamente (0,8kg)

Bordtechnik (21,1 kg)

CEE Adapter (1kg)
Kabeltrommel (5,3kg)
Toilette Chemie (2kg)
Keile (6kg)
Frischwasser Schlauch (2kg)
Wasserschlauch Adapter (0,2kg)
Wasserkanister faltbar (1kg)
Handfeger (0,3kg)
Fußmatte (0,5kg)
Spülschüssel+Schwämme (0,5kg)
Spülzeug (0,2kg)
Fliegenklatsche (0,1kg)
Akku Laterne (0,5kg)
Taschenlampe (0,5kg)
Rucksack (1kg)

Bad (7,75 kg)

4 Handtücher groß, 2 klein (1 kg)
Duschzeug+Kosmetik (2kg)
Klopapier (0,5kg)
Zahnputzzeug (0,2kg)
Fön (0,5kg)
Linsen/Brille (0,3/0,15kg)
Erste Hilfe Set (0,3kg)
Sonnenschutz (0,6kg)
Kamm (0,1kg)
Trockenwaschmittel (0,1kg)
Strandtuch 2x (2 kg)

Babyzeug (51,3 kg)

Brusttrage (0,6kg)
Windeln (4 kg)
Feuchttücher (1,7kg)
Station für Babyschale (8,7kg)
Babyschale (4,8kg)
Kinderwagen (13kg)
Kleidung (15kg)
Pflegeset (0,2kg)
Deckchen, Schlafsack (0,6kg)
Kuscheltier (0,3kg)
Schwimmwindeln (1kg)
Wickelrucksack (1kg)
Spucktücher (0,4kg)

Dann kommen wir insgesamt auf 139,75 kg an Material was mit muss. Hinzu kommt noch +10 kg zum 'Standardfahrer 75kg' hinzu, 60kg Beifahrer, Baby pauschal 10 kg, Hund 7kg. Sind wir bei 226,75kg, jetzt der Tank noch 100% (+ca 10kg) und Wassertank voll (+80kg) wäre man bei 316,75 kg. Wenn es bei der angegebenen Zuladung von 445kg bliebe wäre ja noch richtig Luft nach oben :eek:

Bitte sagt, wenn was nicht bedacht wurde :) Dankeschön auf jeden Fall für eure Hilfe bis dahin! Gruß

rase am 06 Aug 2020 14:11:01

Denk dran, wenn du eine AGM Batterie hast, kannst von deinen 110Ah nur 60Ah entnehmen. Ausser du hast eine LiFePO4.

Unser Gewicht:
Nach der Abholung auf der Waage. Modell 2020, mit 160PS. Schaltgetriebe.
3020kg. VA 1640kg, HA 1380kg.
Besonderheiten: 65 Liter Diesel, kein Wasser, ohne Personen. Mit Markise (26kg), Aufstelldach (120kg), Tisch/Stühle (13kg), Fahrradträger (10kg).

Gruß
Ralf

hdpit am 06 Aug 2020 14:13:58

Hallo,
für uns war nur der Kastenwagen eine Option, aber wir sind eigentlich nur zu zweit, haben aber ein Hubbett vorne, das wir nutzen, wenn wir hinten ab und an das Motorrad oder die Fahrräder drin haben. Da wir im Urlaub nicht jeden Schnickschnack, Fernseher und Satschüssel und sonstiges Gedöns mit rumfahren möchten, kömmen wir gewichtsmässig ganz gut klar. Auch mit dem Platzangebot kommen wir klar. In deinem Fall aber, insbesondere wenn du das Mobil länger nutzen möchstest und die Familie sich noch vergrößern sollte, würde ich dir zu einem TI raten wegen dem Raumangebot.
Auch ich würde dir empfehlen vorher zu mieten.
Gruß Pit

Roman am 06 Aug 2020 15:54:50

hdpit hat geschrieben:...Auch ich würde dir empfehlen vorher zu mieten.


Unbedingt !

Wenn ihr keine Erfahrung mit Wohnmobilen und Camping im allgemeinen habt, unbedingt zuerst mieten. Auch wenn ihr aktuell einen Fehlkauf im günstigsten Fall wieder fast kostenneutral verkaufen könntet, ist es doch ärgerlich fest zu stellen, dass man sich falsch entschieden hat....

I.d.R. fährt man ein Womo sicher um die 10 Jahre oder mehr. Dann habt ihr im Laufe dieser Zeit möglicherweise zwei Kids im Alter von 7 und 9 Jahren dabei, die ihren Platz beanspruchen, nicht nur als Personen sondern auch beim Gepäck und den Freizeitaktivitäten (Fahrräder, Schlauchboote, Luftmatratzen...)

Ein Kasten ist für uns, unter wechselnden Wetterbedingungen, als Reisemobil, nur mit 2 Personen sinnvoll und mit einer gewissen Bequemlichkeit zu fahren. Es gibt bei den aufgebauten Mobilen so viele tolle Grundrisse für Familien. Das geht bis hin zu eigenen kleinen Sitzgruppen im Heck für die Kids. Dort können sie ungestört oder ohne die Eltern zu stören... :D spielen....

Bis zu einem gewissen Alter geht das auch im Alkoven.

Es ist einfach wichtig, dass ihr realistische Tagesabläufe durchspielt. Wenn um das Frühstück zu bereiten alle aufstehen müssen, oder nachst einer auf die Toilette muss und die ganze Familie ist wach, dann ist das nicht optimal.....

Daher: MIETEN vor dem Kaufen... :wink:

Gruß
Roman

bigben24 am 06 Aug 2020 16:11:18

hdpit hat geschrieben:...Auch ich würde dir empfehlen vorher zu mieten.
Roman hat geschrieben:
Unbedingt !

Wenn ihr keine Erfahrung mit Wohnmobilen und Camping im allgemeinen habt, unbedingt zuerst mieten. ..

Gruß
Roman

Klares "Jein" Für manchen, der sich manches eben nicht vorstellen kann, ja, für jemanden der sich viel vorstellen kann und sich viel Zeit für die Recherche und Planung nimmt - nein. Wir haben vorher auch nicht gemietet, haben uns aber 1 Jahr intensive damit auseinandergesetzt, viel gelesen, viel gefragt, viel gesehen und dann gekauft und nach 2 Jahren würden wir genau das Gleiche genauso nochmal entscheiden.

Ohne eine grobe Festlegung, des "wie" will ich unterwegs sein, also z.B CP/SP oder mehr autark, was brauche/möchte ich dafür unterwegs an Technik / Komfort, wie z.B. WR, TV, Markise, Außengas, 2. Akku, Solar (und wieviel) LiFe, Ladebooster, und...und.. und , braucht /sollte man nichts kaufen, denn alles was man später nachrüsten muß oder im "Worst Case gleich ein neues Fahrzeug kaufen müsste, ist definitiv teurer.
Das Einzige, was wir noch nachgerüstet haben war ein 2. 120Wp Panel und den Umbau auf LiFeYPO4.

Also besser vorher viel und lang und hinterfragt überlegen und schlau machen. Vorher mieten halte ich dann nicht für erforderlich.

Gruß

Im Übrigen: Kollege Svennson geht genau den richtigen Weg!! , ich würde nur noch mal prüfen ob ein TI nicht doch die komfortablere Wahl wäre.

Roman am 06 Aug 2020 17:26:01

bigben24 hat geschrieben:Also besser vorher viel und lang und hinterfragt überlegen und schlau machen. Vorher mieten halte ich dann nicht für erforderlich....


Natürlich kann man versuchen möglichst viel vorher theoretisch durch zu spielen. Das funktioniert womöglich ganz gut, wenn man zu Zweit ist.
Das Problem ist allerdings ein Familienleben mit 2 Kindern durch zu spielen, die man noch nicht hat und deren Bedürfnisse man noch nicht kennt.... :P

Da hilft es dann sicher sehr, wenn man sich zumindest die Erfahrungen, die junge Familien im Womo gemacht haben, anhört..

Gruß
Roman

Tinduck am 07 Aug 2020 10:28:52

Richtig.

Unsere Erfahrung mit 3 kleinen Kindern: es nervt UNGEMEIN, wenn dauernd etwas umgebaut werden muss zum Essen, Schlafen, Spielen, Fahren. Oder wenn keiner sich drehen kann, ohne dass die anderen sich vorher neu sortieren. Aus dem Grund haben wir unseren Wowa verkauft und sind aufs Womo umgestiegen, mit für uns optimalen Grundriss (3er Stockbett im Heck, Dinette mit Seitenbank, Alkoven, Bad mit separater Dusche).
Ganz ehrlich, in einem Kawa würden wir nach 3 Tagen den Urlaub abbrechen....

bis denn,

Uwe

tztz2000 am 07 Aug 2020 11:46:33

Tinduck hat geschrieben:Ganz ehrlich, in einem Kawa würden wir nach 3 Tagen den Urlaub abbrechen....

.... und ich wäre vermutlich gar nicht erst losgefahren! :D


Dass es auch anderes geht, beweist diese mir persönlich von einigen Kawa-Treffen bekannte sympathische Familie mit grösseren 4 Kindern und einem Hund, die mit einem selbst ausgebauten 6 m Allrad-Sprinter unterwegs sind. Die reisen um des Reisens willen und legen keinen grossen Wert auf Platz und Komfort.

--> Link

Tinduck am 07 Aug 2020 12:39:56

Gehen tut fast alles, was nicht physikalisch unmöglich ist :D

Aber diese Familie ist schon ziemlich weit von der durchschnittlichen Camperfamilie entfernt, würd ich mal sagen. Ob das der richtige Tip für einen Einsteiger ist?

Und was heisst eigentlich ‚Reisen um des Reisens willen‘? Wer fährt schon nur weg, damit der Diesel im Tank weniger wird??

Mein Tip bleibt: ausprobieren. Der theoretische Ansatz mit 2 Jahren überlegen kann ne Woche Schlechtwetter-Erfahrung nicht ersetzen. Vielleicht ist die ganze Familie sehr Enge-tolerant, vielleicht geht aber auch nach 3 Tagen einer die Wände hoch. Das weiss man erst, wenn man in der Situation ist.

bis denn,

Uwe

Kabelwoman am 07 Aug 2020 13:40:07

Hallole zusammen.
Auch ich würde auf jeden Fall vorher mieten. Und dabei geht es nicht unbedingt drum, ob Kasten, oder Alkoven.
Mein Mann und ich haben vor dem Kauf auch verschiedene Kasten ausgiebig miteinander verglichen, denn nicht jeder ist gleich eingeteilt, verarbeitet und hat den gleichen Fahrkomfort.
Früher sind wir mit unseren beiden Kindern oft zum Campen gefahren, haben aber dort am Platz ein Zelt, oder einen Caravan gemietet. Zwischendurch hab wir uns einmal ein Wohnmobil von unserem Schwager geborgt und festgestellt, dass uns so ein Urlaub gar nicht zusagt. Erst Jahre später haben mein Mann und ich uns wieder an das Thema Wohnmobil rangewagt.
Inzwischen sind die Mädels aus dem Haus und die "Alten" warten voller Vorfreude auf das bestellte Traumhaus auf Rädern :)
Grüßle Sigi

rkopka am 07 Aug 2020 13:53:44

Tinduck hat geschrieben:Und was heisst eigentlich ‚Reisen um des Reisens willen‘? Wer fährt schon nur weg, damit der Diesel im Tank weniger wird??

Oder damit man möglichst viel sehen und erleben kann. Ins Womo geht man zum Fahren und in der Nacht zum Schlafen, sonst ist Action außerhalb angesagt (auch bei Regen, oder da wird gefahren).
Wir sind mal mit 4 Erwachsenen im 5,5m Alkoven 14 Tage durch Schottland gefahren. Da war es fast so, deshalb ging es. Wenn wir ein oder mehrere Tage zusammen da drin hätten hocken müssen, wäre das wohl schief gegangen. Schon so war es nach 14 Tagen genug, weil man sich langsam nervte, wenn die einen lang schlafen wollen, die anderen schon aktiv sind. Oder wenn es bzgl. Essens kaum Übereinstimmungen gibt. Oder wenn 2 immer überall fotografieren wollen und die anderen lieber weiter oder noch eine Destillerie besuchen wollen...

RK

Jonah am 07 Aug 2020 14:02:10

...aber der Wagen sollte halt auch als Zweitwagen genutzt werden und ein Auto von den bestehenden würde abgegeben werden.


Das schreiben viele, die sich überlegen einen Kasten anzuschaffen. Aber das kostet auch. Gerade bei einem Neuwagen und wenn der Arbeitsweg nicht sehr kurz ist. Wenn du dann zB zur Arbeit Hin- und Rückweg zusammen 50 km fährst, sind das bei ca. 200 Arbeitstagen bereits 10000 km pro Jahr. Und im Kastenwagenforum lese ich dann häufiger, dass die Kastenwagen teils sogar 30-40000 km pro Jahr weg haben. Und ob ich 9, oder 5 Liter verbrauche, ist dabei ja auch nicht ganz unerheblich, vor allem, wenn man den Kasten als "Sparmaßnahme" anschafft. Beim WIederverkauf spielt es dann schon eine Rolle, ob der Wagen < 100000 km auf der Uhr hat, oder > 100000, oder <200000, oder > 200000. Je mehr hunterttausend der runter hat, umso weniger Käufer zieht er an. Behaupte ich jetzt mal, weil ich beim Gebrauchtkauf darauf achte.

Tinduck am 07 Aug 2020 14:27:36

Guter Punkt. Ich wage mal zu behaupten, dass sich das Runterrocken eines neuen Womos als Daily Driver gegenüber dem Betrieb eines zusätzlichen günstigen Kleinwagens nicht rechnet.
Wenn man mit dem Womo nur ab und zu fahren muss, ok. Aber zum regelmässigen Gebrauch ist der Betrieb und der Wertverlust einfach zu teuer.
Rechnet das durch (inkl. Abschreibung!), bevor ihr das 2. Auto verkauft.

bis denn,

Uwe

Roman am 07 Aug 2020 16:39:51

Tinduck hat geschrieben:Guter Punkt. Ich wage mal zu behaupten, dass sich das Runterrocken eines neuen Womos als Daily Driver gegenüber dem Betrieb eines zusätzlichen günstigen Kleinwagens nicht rechnet.


Das rechnet sich niemals. Der zusätzliche Wertverlust übersteigt bereits nach 3-4 Jahren bei weitem den Kaufpreis eines gebrauchten Kleinwagens. Den höheren Spritverbrauch beim Womo hast du ja bereits erwähnt.
Steuern und Versicherung fallen dabe so gut wie nicht ins Gewicht. Kawa als 2.Wagen-Ersatz ist pure Geldvernichtung.

An einen Unfall, an dem man womöglich noch selbst Schuld ist, auf dem Weg zur Arbeit, will ich erst gar nicht denken....

Gruß
Roman

matzbln am 07 Aug 2020 18:21:55

Hallo,

wir standen bei unserem ersten Womo 2010, vom VW Bus kommend vor einem ähnlichen Problem.
Also 2 Erwachsene, ich bin 1,82 groß und Kind damals 7. Gemietet hatten wir auch mal Teilintegrierte. Uns war danach klar es kommt nur ein Kasten ins Haus, sicherlich ist er etwas beengter als alle anderen. Geworden ist es ein Pössl 2 Win, siehe Link. Das Gewicht ist natürlich immer ein Problem gewesen, aber das ist ja bei VI, Alkoven oder TI genauso problematisch, wenn man viel Gerödel hat :D . Ich sag mal so, der Kasten also der light mit der 3,5 t Zulassung ist vom Fahrwerk ausgelegt auf 3,85 t, also sind da genug Reseven technisch gesehen, Voraussetzung die Reifentraglast passt, wenn man mal drüber sein sollte. Wir mussten dann nach 5 Jahren den Kasten verkaufen. Danach kam ein VI, im Vergleich dazu war der VI vom Platz her schon schön, vom fahren und Fahrverhalten schlechter für mein Empfinden, kein vergleich zum Kasten. Wir haben immer den Kasten irgendwie vermisst,...wenn ich noch einmal kaufe dann Kasten...Wir sind bei Pössl von allem drum und dran hängengeblieben, beim Weinsberg gibt es ein Model mit Hochdach, da ist vorne noch ein Hubbett möglich...ist vom Preis Interessant finde ich.


--> Link

--> Link


Gruß Matthias

Tinduck am 07 Aug 2020 19:26:07

Probleme mit dem Fahrverhalten grösserer Womos resultieren eigentlich nur aus einer falschen Erwartungshaltung. Um die Ecke halt mal ein bisschen ruhiger angehen lassen...und bei einer Notbremsung ist ein 3,5 T Kasten genauso Scheixxe wie ein 3,5 T TI oder VI oder Alkoven... man kann und soll nen 3,5 Tonner halt nicht fahren wie einen PKW! Aber das werden viele Klasse-B-Fahrer wohl nie kapieren.

Zu den technischen Reserven bei 3,85 Tonnen... ja klar, genauso, als wenn du deinen PKW komplett voll knallst. Fährt echt super dann, oder?

bis denn,

Uwe

rkopka am 07 Aug 2020 19:57:07

Tinduck hat geschrieben:man kann und soll nen 3,5 Tonner halt nicht fahren wie einen PKW! Aber das werden viele Klasse-B-Fahrer wohl nie kapieren.

Habe B-Klasse :-). Ich habe aber mit einem 3,5t VW-LT von 1977 mit 62PS angefangen. Da lernt man mit der Langsamkeit zu leben. Außerdem habe ich mit dem Wohnwagen noch davor gelernt, sanft zu fahren. Der hat das sonst nicht sehr gut vertragen, wenn man ruckig fuhr. Geschwindigkeit war sowieso niedrig. Im Kastenwagen damals war ich fast nur allein und auf CP. Da ging es. Aber schon damals oder mit dem kurzen Alkoven hat mich das Rumräumen genervt. Daher waren die Vorgaben (für mich): Garage und fixe Schlafplätze.

RK

Roman am 07 Aug 2020 20:10:30

matzbln hat geschrieben:...Wir mussten dann nach 5 Jahren den Kasten verkaufen. Danach kam ein VI, im Vergleich dazu war der VI vom Platz her schon schön, vom fahren und Fahrverhalten schlechter für mein Empfinden, kein vergleich zum Kasten. Wir haben immer den Kasten irgendwie vermisst...


Da wäre jetzt der Grund interessant gewesen.... ? Warum "muss" man einen Kawa zugunsten eines VI verkaufen.... ? Das hätte doch sicher den TO sehr interessiert, der sich übrigens wohl inzwischen aus seinem eigenen Faden ausgeklinkt hat.... :(

Ansonsten weiß ich nicht, ob ich das Fahrverhalten so sehr in den Vordergrund stellen würde. Auch aus einem Kasten wird nie ein Sportwagen und wer sowas sucht, sollte vielleicht besser mit nem Porsche von Hotel zu Hotel fahren... :D

Gruß
Roman

hampshire am 07 Aug 2020 22:10:58

Mach mal einen Termin in Bocholt bei Premo, ist nicht zu weit vom Ruhrgebiet. Dort bekamen wir die mit Abstand beste Beratung von den vielen Läden, die wir besuchten und finden auch nach 4 Jahren, dass kein Mist erzählt wurde und das Fahrzeug passt. War der erste Händlerbesuch und der letzte vor dem Kauf. Auch wenn Du nicht das perfekte Fahrzeug dort findest und weiter suchen musst - auf die Aussagen ist Verlass und es entsteht kein Druck.

Svennsson am 08 Aug 2020 10:38:22

Ne lese sehr interessiert mit und Danke auf jeden Fall für so viel Feedback :) Hatte nur Nachtschichten und das Wetter war dann auch nicht das schlechteste :D

Tinduck hat geschrieben:Aber das werden viele Klasse-B-Fahrer wohl nie kapieren


Gewichtstechnisch wäre auch wegen meinem Führerschein noch mehr drin, würde allerdings dann nicht bei uns im Hof, bzw. im Hof schon, nur nicht durch die Einfahrt passen.

matzbln hat geschrieben:Das Gewicht ist natürlich immer ein Problem gewesen


Ja das wird bei egal welchem Modell so sein, ist ja denke ich auch bei Faltern so.... Selbst im Wanderrucksack kommst ja manchmal an Grenzen :D Das ist ja dann auch die Kunst des Weglassens oder etwas zeitgemäßer Minimalismus.

Tinduck hat geschrieben:Ich wage mal zu behaupten, dass sich das Runterrocken eines neuen Womos als Daily Driver gegenüber dem Betrieb eines zusätzlichen günstigen Kleinwagens nicht rechnet.


Das habe ich auch schon hin und her überlegt und behalten werden wir auch erstmal dann die beiden Kleinen. Wäre auch echt schade ein neues Womo so 'runterzurocken' wie Du es schreibst.

Kabelwoman hat geschrieben:Inzwischen sind die Mädels aus dem Haus und die "Alten" warten voller Vorfreude auf das bestellte Traumhaus auf Rädern


Dann wünsche ich ganz ganz viel Spaß mit dem Neuen und viele tolle Eindrücke und Reisen :)

Roman hat geschrieben:Wenn ihr keine Erfahrung mit Wohnmobilen und Camping im allgemeinen habt, unbedingt zuerst mieten.


Darauf wird es wohl hinauslaufen. Hatten evtl. mal 1-2 Nächte im Oktober ins Auge gefasst, je nachdem wie es dann mit dem Baby so läuft und es zumutbar ist...

Jetzt gibts erstmal Frühstück und danach kommt dann noch ein Textchen :D

Schönen Samstag euch allen schonmal

Gruß Sven

Svennsson am 08 Aug 2020 11:10:02

So, also Stand der Dinge ist, momentan liegen bei uns Kastenwägen mit Stockbetten, oder nur mit Umbaumöglichkeit der Sitzgruppe hoch im Kurs. Gerade auch wegen dem Gewicht fällt das Aufstelldach wohl raus.... Ansonsten haben wir auch so, ich sag mal, kleine Teilintegrierte, die nicht so breit sind entdeckt, Ala Bürstner Travel Van und solche Geschichten. Die sind dann in der Breite max. 210-220 cm.
Hat jemand Erfahrung mit Stockbetten? Oder auch mit den 'kleinen TI'?

Bei den Umbaubetten bieten Hymer, Bürstner und Westfalia wohl die größten Betten. Bei den Stockbetten Fahrzeugen ist mit ein Chanson sofort ins Auge gestochen, da sollen aber die Querbetten ziemlich kurz <185 sein, kann das jemand bestätigen? Gibt es so große Unterschiede in den Querbettlängen bei den Herstellern, obwohl sie alle den Ducato als Basis haben?

Tinduck am 08 Aug 2020 15:11:35

Eine umgebaute Sitzgruppe als Bett ist eine Qual, sowohl in der Handhabung als auch beim drauf Schlafen. Eine reine Notlösung! Würde ich bei dauernder Nutzung dringend von abraten. Ausserdem, wo sitzt ihr dann, wenn das Kind früh schläft?

Stockbetten funktionieren gut, wir haben die 3er Variante, die Kinder lieben es. Und man muss nix umbauen.

bis denn,

Uwe

matzbln am 08 Aug 2020 15:26:25

Hallo,

Svennsson hat geschrieben:Hat jemand Erfahrung mit Stockbetten? Oder auch mit kleinen TI ?


...Stockbetten hinten im Kasten haben wir mal ausprobiert, war doch ziemlich beengt vor allem die Länge der Betten ging für mich mit 1,82 schlecht im Prinzip nur Quer. Die Kopffreiheit ist halt auch gering besonders bei Wärme staut es sich da, fanden wir von den Betten unangenehm.

...TI habe ich vor unseren ersten eigenen Womo mehrmals gemietet war ein Hymer Van auf Ford siehe Bild.
Der Vorteil gegenüber einem Kasten war die große Garage wo auch ein Fahrrad reinpasste und die vordere Sitzgruppe welche natürlich mehr Platz also Bewegungsfreiheit bot.



Gruß Matthias


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