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Teil 2 CS- Fertigaccu 100 Ah Was kann er 1, 2


Stocki333 am 12 Aug 2020 10:07:26

Bedingt durch eine erzwungene Pause, geht die Geschichte weiter. Wer den ersten Teil nicht mitgelesen hat und das nachlesen will.
--> Link
Es wurden der geöffnete Accu mit einem alten Wechselrichter und einem Heizstrahler belastet. Die Strombelastung war bei diesen Messungen bei 117 A.
Die Messdauer war immer 5 min mit dieser Last. dann erfolgte immer eine Pause von 5 min. In den 5 min Pause war die Last bei 3 Ampere.
Dies entspricht auch den typischen Betrieb in einem Womo. Mich intressierte das Temperaturverhalten der Verbinder, Kabel und vor allem der Zellen selber.
Der !00 Ah Accu stand ja jetzt 4 Wochen auf meiner Werkbank. Mit einem Ladezustand von 40 %.
Ruhespannung: 13,16 Volt
Temperatur des Accus 25 Grad.
Geladen wurde der Accu bis 14.4 Volt mit 7 A.
Und hier erlebte ich die erste Überraschung. Die Spannung stieg langsam an. Hätte ich nur die Spannungswerte gesehen, ohne zu wissen was dort für ein Speicher nachgeschaltet ist, hätte ich jede Wette verloren. Der Accu verhielt sich wie ein Bleiaccu. nicht so wie man es von anderen LiFePO4 Zellen gewohnt ist.
Gemessen wurden auch die einzelnen Zellspannungen. Die lagen +/- 00,1 Volt beisammen.
Erst ab 14,2 Volt stieg Zelle Nr. 4 um 0,3 Volt höher. Bei einem Strom von 1,5 A wurde das Laden beendet. Dieses Verhalten gibt mir zu einem späteren Zeitpunkt die Möglichkeit die Funktion des BMS zu testen.
Nach aufschalten der Last von 118 A ergab sich nach 10 sec folgende Situation.

Nach 10 min Betrieb ergaben sich folgende Daten.
Die Kabeln ereichten eine Temperatur von 49 Grad.
Die Zellverbinder an denen die Plus und Minus Kabel befestigt waren waren immer um 10 Grad höher als die Kabeltemperatur. War auch zu erwarten,bei diesen dünnen Blechen.
Die Zellenköpfe hatten bereits eine Temperatur 34 Grad.
Die Rückseite der Zellen hatten bereits eine Temperatur von 30 Grad.
-
Nach 20 min stellte sich folgende Situation ein.


Stocki333 am 12 Aug 2020 10:54:14


Die Temperatur wurde an Zelle 2 an der Rückseite gemessen.
Kabeltemperatur 50 Grad
Durch den Intermetierenden Betrieb mit 5 min WR - Betrieb und immer 5 min Pause mit einer Last von 3A ergibt sich somit eine typische Frühstückssituation mit Kaffeemaschine, und kurzen Betrieb von 230 Volt Verbrauchern wie Toster , Fön, oder einem Minibackofen.
Allerdings sollte man nicht Vergessen, der Accu lag geöffnet, also ohne Gehäuse auf der Werkbank. In einem Standartbatteriegehäuse liegen die Temperaturen um einiges höher.
-
Der test wurde bis zur Unterspannungswarnung des WR fortgeführt.

basste315 am 12 Aug 2020 11:05:24

Stocki333 hat geschrieben:Nach 10 min Betrieb ergaben sich folgende Daten.
Die Kabeln ereichten eine Temperatur von 49 Grad.
Die Zellverbinder .. immer um 10 Grad höher als die Kabeltemperatur....
Die Zellenköpfe hatten bereits eine Temperatur 34 Grad.
Die Rückseite der Zellen hatten bereits eine Temperatur von 30 Grad.


Hallo Franz, schön wieder von dir zu hören, hat die Kur/Reha gutgetan?

Was zeigt der Test? Sind etwa gemessenen Temperaturen bedenklich?

Helmut

Anzeige vom Forum


Stocki333 am 12 Aug 2020 11:18:35



Nach einer Stunde wurde eine Ruhespannung von 12,48 gemessen.

Die Zelltemperatur lag immer noch hoch. Eine Masse von ca. 9 Kilo braucht einfach Zeit um wieder auf Normaltemperatur zu kommen.
Nach diesem Test wurden noch 8 Ah nachgeladen, mit 3,7 A um den Accu aus dem kritischen unteren Bereich der Kapazität zu bekommen.
15 Stunden später stellte sich eine Ruhespg. von 12,86 Volt ein.
Geplant ist als nächster Schritt den Accu ins WOMO einzubauen. Dort kann ich den Accu mit 50-55 Ampere laden.
Auch ist es mir dort möglich den Accu mit 200 A zu belasten.
Schätze mal das wird eine warme Angelegenheit. :cry: :heiss:
Gruß Franz

HartyH am 12 Aug 2020 11:41:27

Stocki333 hat geschrieben: Dort kann ich den Accu mit 50-55 Ampere laden.
Auch ist es mir dort möglich den Accu mit 200 A zu belasten.
Schätze mal das wird eine warme Angelegenheit. :cry: :heiss:
Gruß Franz

Hallo Franz,

schön, wieder von dir zu lesen.
200A ?? Willst du dir das wirklich antuen?

Stocki333 am 12 Aug 2020 11:45:15

basste315 hat geschrieben:Hallo Franz, schön wieder von dir zu hören, hat die Kur/Reha gutgetan?

Was zeigt der Test? Sind etwa gemessenen Temperaturen bedenklich?

Hallo Helmut
Danke der Nachfrage. Hab meine Krücken bereits in die Ecke gestellt. Noch einige Probleme mit der Muskulatur. Viel Training notwendig.Aber ich bin voll zufrieden.
-
Eigentlich schon. ich persönlich kann mir nicht vorstellen, das die hohen Zelltemperaturen der Lebensdauer zuträglich sind. Es bleibt immer noch das Problem des diletantischen Aufbaus. Das kannst du auch nicht mit Einbau eines 2 Accus lösen. Nur das Temperaturverhalten beeinflussen. Und du darfst nicht vergessen, der Accu war nicht im Gehäuse.
In dem von mir geschilderten Beispiel des Frühstück mit ca 20 min Intervallbetrieb wird dem Accu bereits warm. und mit dem Stromwerten lag ich in der Norm eines WR-Betriebs mit Kaffeemaschine inkl.
Wollte einfach den Test praxisbezogen darstellen. Messkurfen sind zwar sehr schön. Aber nicht alle haben den Background das auch zu verstehen und zuzuordnen.
Von der Spannungsstabilität gibt es kein wirkliches Problem. Der Accu stellte die benötigte Leistung zur Verfügung. Bis zum Ende. Dieses Verhalten ist auch für LiFePO4 Accus typisch. Das können auch billige Zellen.
Gruß Franz

Stocki333 am 12 Aug 2020 12:00:24

HartyH hat geschrieben:Hallo Franz,
200A ?? Willst du dir das wirklich antuen?

Hallo Harty.
Mir nicht aber dem Accu. :roll: :mrgreen:
Und 200 Ampere gibt ja der Vertreiber an. Nicht ich. Schätze mal, das wird ein kurzes Vergnügen.
Geplant ist von mir ein Test mit 150 und 200 Ampere. Das die Spannung in die Knie geht, ist mir bewußt und auch nicht das wichtigste Kriterium.
Wichtiger ist mir eigentlich das Vehalten des BMS. Es gab mal kein Problem mit dem Einschalten des WR. Auch die Temperatur bei dem Test auf der Alu-Kühlplatte hielt sich mit 37 Grad in einem Vernünftigen Rahmen. Der Rest heizte viel mehr als das BMS.
Sollte einer mal ein Selbstbauprojekt in Angriff nehmen, so kann er abschätzen ob das Teil brauchbar ist. Der Fred sollte auch für Foristen einen Nutzen haben. Sonst ist ja das Ganze für die Katz.
Gruß Franz

DieselMitch am 12 Aug 2020 12:49:19

Stocki333 hat geschrieben:Hallo Harty.
Mir nicht aber dem Accu. :roll: :mrgreen:
Und 200 Ampere gibt ja der Vertreiber an. Nicht ich. Schätze mal, das wird ein kurzes Vergnügen.

Mit was willst Du löschen? Sand oder ein Wasserfaß, so wie die Feuerwehr? :roll: :twisted:

Mir schwant Böses bei 200A :evil:

Good luck und immer in Deckung bleiben.

Stocki333 am 12 Aug 2020 14:30:37

DieselMitch hat geschrieben:Mit was willst Du löschen? Sand oder ein Wasserfaß, so wie die Feuerwehr? :roll: :twisted:

Mir schwant Böses bei 200A :evil:


Lösche mit Diesel. Frau will neues Wohnmobil. :explodieren:
Gruß Franz

ReinSig am 19 Aug 2020 09:24:51

Hallo,
sehr interessanter Versuchsaufbau und die Erkenntnisse daraus!

Jetzt eine Frage gesamthaft zum Th. : Hat schon jemand - um dem Problem der hohen Ströme auszuweichen - schon mit höheren Spannungen gearbeitet, so , wie das bei großen Photovoltaik-Anlagen gemacht wird? ( Bei uns(Dach) liegt z.B. die Generatorspannung bei bis zu 800V zum WR)
Ich möchte aber keine Diskussion über gefährliche Berührungsspannungen >50V anstossen, die Problematik ist mir bekannt. Aber 48V wären doch auch nicht schlecht?
Auch parallel laden und serielle Stromentnahme, um der "Spannungsproblematik" der PV-Module zu entgehen.(Schaltungsthema)
Ich denke, dass das in Zukunft von den WoMo-Herstellern aufgenommen wird und eine komplette Trennung von Aufbau- und Fzg-Elektrik ins Spiel gebracht wird.

Hat hier jemand schon Informationen?

George67 am 19 Aug 2020 10:43:52

ReinSig hat geschrieben:Jetzt eine Frage gesamthaft zum Th. : Hat schon jemand - um dem Problem der hohen Ströme auszuweichen - schon mit höheren Spannungen gearbeitet, so , wie das bei großen Photovoltaik-Anlagen gemacht wird? ( Bei uns(Dach) liegt z.B. die Generatorspannung bei bis zu 800V zum WR)

So hoch musses ja nicht sein.
ReinSig hat geschrieben:Ich möchte aber keine Diskussion über gefährliche Berührungsspannungen >50V anstossen, die Problematik ist mir bekannt. Aber 48V wären doch auch nicht schlecht?

Ich benutze einen 36 V Akku mit bidirektionalem Wandler. Bei Interesse schau mal in mein Blog.
Ich arbeite auch gerade an einer Umschaltung auf 48 V, um den Wandler bei 48 V zu betreiben.
Bei 2 kW werde ich <50 A Strom haben....

ReinSig hat geschrieben: Auch parallel laden und serielle Stromentnahme, um der "Spannungsproblematik" der PV-Module zu entgehen.(Schaltungsthema)

Das braucht es garnicht. Ein bidirektionaler Wandler ist viel bequemer. Und erlaubt es, eine AGM-WB beizubehalten, die alle "unter null Grad" Fälle abdeckt.

ReinSig hat geschrieben:Ich denke, dass das in Zukunft von den WoMo-Herstellern aufgenommen wird und eine komplette Trennung von Aufbau- und Fzg-Elektrik ins Spiel gebracht wird.

Hat hier jemand schon Informationen?

Ich propagiere das hier seit einem Jahr, und nur einer hier hats bisher aufgenommen... :D

silver34 am 19 Aug 2020 10:50:41

ReinSig hat geschrieben:Jetzt eine Frage gesamthaft zum Th. : Hat schon jemand - um dem Problem der hohen Ströme auszuweichen - schon mit höheren Spannungen gearbeitet, ...
Ich denke, dass das in Zukunft von den WoMo-Herstellern aufgenommen wird und eine komplette Trennung von Aufbau- und Fzg-Elektrik ins Spiel gebracht wird.


Warum sollte hier das Thema verwässert werden!
Es geht ja hier nicht darum der Problematik auszuweichen!
Sondern um auszuloten was der Akku kann und ob das den Versprechungenen nahe kommt!

Den Womo-Herstellern ist das Thema egal, warum sollten die es trennen es funktioniert so wie es ist und alles andere ist Teurer ...

Direkt zum Thema:
Schade das hier keine Werte bezüglich verhalten des Akkus nach 20min usw. angegeben sind (vielleicht reicht die Stocki333 noch nach).
Ich lese es hier auch mit Interesse, grad weil ich auch Besitzer einer CS bin.
Teilweise kann man schon fast glauben das das hier der Größte mist ist!
Allerdings kann ich das bei meinem Nutzungsverhalten nicht bestätigen!
Ich würde auch nie auf die Idee kommen den Akku regelmäßig und lang mit 1C oder mehr zu belasten.
Maximal wird diese bis 0,5C , vielleicht mal 15min mit 0,7C Belastet, da konnte ich noch keine starke Erwärmung feststellen!

Was ich schade finde ist das die angebebene Ah scheinbar nicht wirklich erreicht werden (Im Teil 1 sind es glaub ich um die 93Ah, wenn ich das umrrechne auf die Wh komme ich auf nur 90% der angegebenen Kapazität).

Ich frage mich auch bei dem vielen Bauschaum ob da bei den selben Abmessungen nicht 120Ah bzw. gar 140Ah reinpassen würden!!!

Bis jetzt bin ich mit der CS jedenfalls zufrieden und (Bei anderen Akkus!) hatte bis jetzt kein OVP oder wie hier manche klagen das beim einschalten des WR die abschalten.

Stocki333 am 19 Aug 2020 11:52:46

silver34 hat geschrieben:Schade das hier keine Werte bezüglich verhalten des Akkus nach 20min usw. angegeben sind (vielleicht reicht die Stocki333 noch nach).
Ich lese es hier auch mit Interesse, grad weil ich auch Besitzer einer CS bin.

Hallo Silver.
Der Accu steht bei der Last im intermetierenden Betrieb sehr stabil. Liegt immer über 12,1 Volt bei der hohen Last.
Hier ist das Verhalten absolut Grenzwertig von der Temperatur.
Würde der längere Zeit durchlaufen mit der der Last von 115A, sähe die Sache vermutlich anders aus. Und wenn der noch im gehäuse wäre. Naja.
Ich würde auch nie auf die Idee kommen den Akku regelmäßig und lang mit 1C oder mehr zu belasten.
Maximal wird diese bis 0,5C , vielleicht mal 15min mit 0,7C Belastet, da konnte ich noch keine starke Erwärmung feststellen!

Hier bist du auch noch " im normalen Nutzerverhalten". Bei deinem Verhalten kannst du noch lange Freude damit haben.
Mein Test zielt aber auf die Gruppe der Kaffeeliebhaber und die schönen Haare der Frauen ab. :lach:
Sehr kritisch sehe ich die Lage, wenn nur ein Accu verbaut ist. Gepaart mit kräftigen WR. Eine schlechte Kombination.
Ich frage mich auch bei dem vielen Bauschaum ob da bei den selben Abmessungen nicht 120Ah bzw. gar 140Ah reinpassen würden!!!

Geht sicher mit anderen Zellen. Und einer vernünftigen Plazierung des BMS.
Bis jetzt bin ich mit der CS jedenfalls zufrieden und (Bei anderen Akkus!) hatte bis jetzt kein OVP oder wie hier manche klagen das beim einschalten des WR die abschalten.

Das kann ich dir bestätigen. Was am wenigsten Warm wurde war das BMS. War aber auch für mich eine Überraschung. Hatte mit mehr Erwärmung gerechnet.
Gruß Franz

ReinSig am 19 Aug 2020 12:07:02

silver34 hat geschrieben:Warum sollte hier das Thema verwässert werden!
Es geht ja hier nicht darum der Problematik auszuweichen!
Sondern um auszuloten was der Akku kann und ob das den Versprechungenen nahe kommt!





Hallo Silver 34, danke! Ich habe das Thema schon verstanden!-- >Sondern um auszuloten was der Akku kann und ob das den Versprechungenen nahe kommt! :wink:
Hätte ja sein können, dass es hier jemanden gibt, der bereits mit höheren Spannungen arbeitet. WR für höhere Spannungen gibt es ja günstig zuhauf.
Ich möchte zukünftig das/mein Womo mit konventioneller 230V Technik/Elektrik ausrüsten. Das ist der eigentliche Ansatz von mir

ReinSig am 19 Aug 2020 15:14:27

ät George67
Bei Interesse schau mal in mein Blog.

Bin schon da! Sehr interessant.

andwein am 20 Aug 2020 09:49:59

silver34 hat geschrieben:......Den Womo-Herstellern ist das Thema egal, warum sollten die es trennen es funktioniert so wie es ist und alles andere ist Teurer ....

Nur als Info: Ford plant ab 2021/22 auf eine 48V Chassisanlage zu gehen und nicht mehr mit einer Lima sondern mit einem Rekuperationsgenerator zu arbeiten. Das gleiche gilt für die VW Gruppe. Das Thema "trennen/höhere Spannung kommt auf schleichenden Socken schneller als wir denken.
Gruß Andreas

ReinSig am 20 Aug 2020 10:33:59

andwein hat geschrieben:Nur als Info: Ford plant ab 2021/22 auf eine 48V Chassisanlage zu gehen und nicht mehr mit einer Lima sondern mit einem Rekuperationsgenerator zu arbeiten. Das gleiche gilt für die VW Gruppe. Das Thema "trennen/höhere Spannung kommt auf schleichenden Socken schneller als wir denken.
Gruß Andreas

Interessant! Nur mal so OT : Läuft so wie bei Glühfaden und LED. Nur Nostalgiker und "Heiz-Freaks" kaufen/verwenden noch die Glüher ....
Kann mir´s nicht verkneifen, sorry!

ReinSig am 20 Aug 2020 10:40:25

DieselMitch hat geschrieben:
Mir schwant Böses bei 200A :evil:

Good luck und immer in Deckung bleiben.

... und an das Magnetfeld hat auch wieder keiner gedacht! :P

George67 am 20 Aug 2020 15:31:33

ReinSig hat geschrieben: ... und an das Magnetfeld hat auch wieder keiner gedacht! :P


Magnetfeld?
Der Nadelimpuls ist viel schlimmer! :D

ReinSig am 20 Aug 2020 16:58:53

George67 hat geschrieben:Magnetfeld?
Der Nadelimpuls ist viel schlimmer! :D

:zustimm:

Bastelwastel68 am 25 Aug 2020 08:35:43

Hallo Stocki333,

hiermit möchte ich mich bedanken für die Mühen die Du Dir damit gemacht hast und noch vorhast zu machen! :)
Wenn ich fragen darf, ist irgendwo auf der blauen Schrumpffolie (oder auch darunter) der Zellen eine Angabe zum Hersteller erkennbar?
So weit wie ich recherchiert habe, finde ich keine prismatischen 100 Ah Zellen von A123 Systems...

Vorab danke und weiterhin gutes Gelingen - bitte ohne gravierende thermische Ereignisse! :)

LG
Bäda

Stocki333 am 26 Aug 2020 07:20:19

Bastelwastel68 hat geschrieben:Wenn ich fragen darf, ist irgendwo auf der blauen Schrumpffolie (oder auch darunter) der Zellen eine Angabe zum Hersteller erkennbar?

Auf den Zellen ist weder eine Nummer noch irgendeine Bezeichnung. Leider.
Ich habe auch schon versucht auf Ch-seiten aufgrund der Bauform festzustellen, welche Zellen es sind. Aber das ist fast unmöglich. Die Zellen haben anscheinend keine Befestigungsmöglichkeit für Schrauben. Sondern sind Punktgeschweißt.
Es besteht zwar die Möglichkeit, das sich unter den zellverbindern ein Schraubkopf befindet.
So weit wie ich recherchiert habe, finde ich keine prismatischen 100 Ah Zellen von A123 Systems...

Firma A123 wurde von den Chinesen aufgekauft. Allerdings werden die Original Zellen nur bis 20 Ah gebaut. Wenn ich das richtig im Kopf habe. :cry:
Das sind entweder Dauerstromzellen für geringe Entladungen. Oder Ausschußzellen (B, C,) die noch einem Einsatzzweck zugeführt wurden.
Könnten auch von A123 produziert worden sein. Aber für einen anderen Einsatz. Speculieren kann man hier viel, leider.
Nächste Woche ist meine Baustelle im Haus fertig, dann ist wieder Zeit für die nächste Messung.
Gruß Franz

Stocki333 am 05 Sep 2020 14:29:55

Hallo Zusammen...
Jetzt mir die Zeit genommen, weiter zu machen.
Der Accu ohne Gehäuse ins Womo eingebaut. Die Pluspol Verbindung wurde auf die +Verteilerschiene gelegt.
Die Minus kam direkt anden Zulaufenden Pol des Shunt. Somit war meine Winston von der + Seite über das Relais getrennt.
Und die Minusseite war auch abgeschlossen. Im Motorraum befindet sich noch die Bufferbatterie mit 33Ah. AGM. Die wurde heute vormittag noch von der Solaranlage vollgeladen.
Die LM schickt somit den gesammten ladestrom in den lithiumaccu.
Die Ausgangssituation war ja das der Accu bei Alarm des WR (11 Volt) abgeschaltet wurde und 8 Ah eingeladen wurden. Aus Sicherheitsgründen.
Der Transit wurde mit einer externen Starterbatterie gestartet. Maschine Kalt. LM 95 Ampere.Laufleistung ca. 25 t Km.
Aussentemperatur Luft. 24 Grad.
Accutemperatur 22,5 Grad.
Ruhespannung 13,07 Volt
Nach Start der Maschine die erste Überraschung.
Erwartet wurde, da LM kalt ein, Ladestrom 70 - 80 Ampere.

-
Fünf Minuten später:

Ich nach hinten gelaufen, Accu ist in der Heckgarage verbaut, die Amperezange geschnappt und gemessen. Ergebnis korrekt vom BC. Momentan einen Schreck bekommen. Ale Fotos wo der Timer zu sehen ist, bitte 7 min dazu addieren.
7 Minuten später:

Das BMS scheint anfangs den Ladestrom zu begrenzen. Dauerte dann 7 min bis der Ladestrom diesen Wert erreichte. Das ist der maximale Wert die der Accu ereichte.

George67 am 05 Sep 2020 14:40:50

Woraus schliesst du, dass das BMS den Strom begrenzt und nicht die Lima?

Stocki333 am 05 Sep 2020 16:22:01

Nach einer Stunde ergab sich folgende Situation
Der Solarregler war anfangs abgeschaltet. Wurde 20min nach Ladebeginn aktiviert. Den der LM.Regler reagierte auf die höher Spg dieses Accus. Ladestrom des Solarregler ca. 8-10 A. zur Leistung der Lima. der BMV zeigt die Gesammmtladung in den Accu.

Stocki333 am 05 Sep 2020 16:29:49


Intressant das Temperaturverhalten des Accus beim Laden.
Die Temperatur war auf diesen Wert nach 30 min Laden und blieb dort fast ca. 80% in diesen Bereich.


-

Stocki333 am 05 Sep 2020 16:38:52

Ab 13.85 V ging der Ladestrom von der LM immer mehr zurück.
Die Temperatur war zu diesen Zeitpunkt bei 30,9 Grad. Also nahezu gleichbleibend.
-
-

Stocki333 am 05 Sep 2020 16:58:48

Erst die letzten 20 min vor Abbruch der Ladung stieg die Temperatur wieder an. Trotz sich immer mehr veringerten Strom.
Hier wurde der Ladetest beendet. Den Rest soll der Solarregler erledigen.
-

-

-
Das war die Temperatur am Ende der Ladung. Gemessen an der Seitenwand. Aber die Zellköpfe und die Kabelverbinder und die Kabel selber wurden zu keinem Zeitpunkt warm. Nur die Zellen selber.
Am BMS war zu keinem Zeitpunkt eine Erwärmung festzustellen.
Für mich war es eine Überraschung, das die Zellen beim laden nicht stärker erwärmt haben. Hätte eigentlich erwartet, das die sich bei einem Ladestrom von 45 Ampere, der ja ca. 1.5 Std geflossen ist, viel stärker erwärmen. Erst zum Schluß stieg die Temperatur noch einmal um 5 Grad an.

Stocki333 am 05 Sep 2020 18:09:41

Nachdem der Accu nun Voll ist und die Temperatur, bei 26 Grad aussen, auf 30 Grad abgesunken war, ging s weiter.
Mit einem Heizstrahler. Das Teil ist schon ein treues Opfer bei meinen Test der Winston.
Die Leistungsaufnahme mit meiner Anlage beträgt 206 Ampere. Auf Stufe 2.
Nachdem nun der Testaccu an meinem Wechselrichter hängt, wurde der WR mal eingeschaltet. Das BMS macht keine Mucke wegen dem Einschaltstrom.
nach dem Einschalten des Heizstrahlers auf Stufe 2

Nach 1 min

Nach 6 min

Test abgebrochen. Die Polerbinder die zu den + - Polen gehen waren sehr heiß. Ebenso die Kabel. Die konnte man nur kurz anfassen.
Die Accutemperatur ging von 30 Grad auf 40 Grad hoch. Lag nach ein paar Minuten bei 42 Grad. Und fiel dann. Gefühlsmäßig wurden die Zellen gleichmäßig warm.
Die Spg. blieb über die paar min konstant. Der Accu war aber voll.
Intressant sind für mich die 170 Ampere. Mehr stellt der Accu bzw. das BMS nicht zur Verfügung. Die Temperatur an der Kühlplatte lag nach dem test bei 53 Grad.
Gruß Franz
Der Wechselrichter hat jedoch klaglos seinen Job absolviert.

Stocki333 am 05 Sep 2020 18:52:14

Noch kurz einen Test mit dem Wr und Heizstrahler gemacht.
Schaltet man den Heizstrahler, Stufe 2 ein, ist der Stom bei 161 Ampere. Steigt dann nach 30 sec auf die 172 A.
Liegt vermutlich an der internen Methode der Strommessung bzw Begrenzung.
Die Zellspannungen lagen um 3 - 4 mV auseinander. Bei der Last von 172 A.
Weiter Test machen eigentlich keinen Sinn mehr. die Verbinder und die Verkabelung geben nicht mehr her. Kurzzeitbetrieb mit 120A ist das höchste der Gefühle. Mit Bauchweh. :cry: :cry:
Man könnte diesen Accu von der Hardware überarbeiten, um in sicherer zumachen. bleibt immer noch das Problem das sich die Zellen erwärmen, bei moderaten Strömen wie beim E-Bike laden. Ein Bike das geht noch, aber 2 gleichzeitig sollte vermieden werden. Die Kapazität ist dafür aber auch zu gering.
Einige Gedanken zum Abschluß des Ganzen von meiner Seite.
Der Test wurde einfach unter Womo Bedingungen gemacht. Die Fotos des Aufbaues sprechen für sich. Auch die gemessen Temperaturen.
Den Fred hier verstehe ich auch als Warnung an die Verkäufer. Die lesen hier hoffentlich mit.
Günstige Preise sind in Ordnung. sollte aber nicht zu Lasten der Qualität gehen. Eigentlich sollten solche Accus zurückgerufen werden. Den es gibt ein Mißverhältnis was das BMS leisten kann. aber der Rest spielt falsch in diesem Orchester. Hier öffnet man Brandgefahr Tür und Tor. Den der Accu wurde ohne Gehäuse belastet. Wenn der User auf die technischen Daten vertraut. In Verbindung mit einem 1500er Wechselrichter!!!
Und noch ein Schlußwort:
Man muß zwar nicht ausgesprochen blöd sein, so einen Fred zu Verfassen. Aber es erleichtert die Sache ungemein. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Gruß Franz

andwein am 06 Sep 2020 11:46:22

George67 hat geschrieben:Woraus schliesst du, dass das BMS den Strom begrenzt und nicht die Lima?

Und genau das ist der Punkt" bei allen Ford Transit Chassis der Baujahre 2007-2013 wird durch den Multifunkionsregler (MFR) nach dem Start (Anlasser) der Strom begrenzt!! (siehe Load response)
Bei Ford heißt das ganze Zusammenspiel zwischen Lichtmaschine, Multifunktionsregler und Motorsteuerung "Smart-Charge-Funktion", bei Fiat lautet der Name „Engine Smart Management (ESM), die Regelung ist aber ähnlich.
Die Regelfunktionen sind:
• Leistungabgaberegelung unter Berücksichtigung der Wicklungstemperatur
• Temperaturkompensation der Ladespannung,
• Batterie Sensing der Batteriespannung,
• Load Response (Start & Fahrt), Aktivierung / Desaktivierung von elektrischen Verbrauchern, z.B. Generatorabschaltung bei Motorstart und Anheben der Leerlaufdrehzahl bei niedriger Spannung und hoher elektrischer Last sowie Ruhestrom-abschaltung nicht benötigter Verbraucher.
Lt Techniker meiner Ford Werkstatt ist eine plausible Verbraucherstrommessung für die ersten 10 Minuten nach dem Start schlicht nicht möglich weil MFR und die Motorsteuerung ECM hier korrigierend eingreifen.
Gruß Andreas

Stocki333 am 06 Sep 2020 12:55:30

George67 hat geschrieben:Woraus schliesst du, dass das BMS den Strom begrenzt und nicht die Lima?

Hallo Georg
Tut mir leid, hab deinen Eintrag erst jetzt gesehen.
Deine Frage ist berechtigt. Es gibt für mich keine andere Erklärung. Ich habe ja nur die Winston mit dem CS Accu vertauscht.
Und die Anlage läuft jetzt 5 Saisonen. Und die LM ist nach 5 sec auf Leistung.
Und das die Pufferbatterie den Strom begrenzt, das kann ich nicht glauben. Wäre sonst nicht auf die 55 A gekommen.
Die Winston kommt bei Kaltstart auf ca 75-80A. Erst nach 15 min schlägt die temperaturkontrolle des LM-Regler zu. Dort liegt der Ladestrom bei dieser Temperatur bei ca 53 A.
Das ich einen niedrigeren Strom bei dem CS hatte, liegt an der höheren Spg beim Laden als die Winston.
Franz

Stocki333 am 06 Sep 2020 13:01:20

andwein hat geschrieben:Und genau das ist der Punkt" bei allen Ford Transit Chassis der Baujahre 2007-2013 wird durch den Multifunkionsregler (MFR) nach dem Start (Anlasser) der Strom begrenzt!! (siehe Load response)

Sorry, der Transit ist Bj 99. 2,5l, 116PS.
Wollte das nur klarstellen, damit meine Messung nicht mißinterpretiert wird. Das ist gute, einfache alte Technik.
Die LM wurde vor 2,5 jahren getauscht. Bosch orginal.
Franz

Stocki333 am 06 Sep 2020 18:48:07

Hallo Zusammen.
Als Abschluß, ließ mir einfach keine Ruhe, habe ich mich noch kurz mit dem verbauten BMS beschäftigt. Der Hersteller gibt ja keinen Balancerstrom an.
Balancer: Ja, aktiver Balancer
Auch nicht wann die Balancer einsetzen. Diese Funktion gibt hier im Forum immer Anlass zu fragen, welche Ladeschlußspannung soll ich einstellen bei den vorhandenen Ladequellen. Zieht sich ja wie ein roter Faden seit Jahren durch. Gemessene Werte sind rar.
Einsetzen des Balancer: 14 Volt.
Beginnt eigentlich schon bei 13,9 Volt. Schwingt jedoch. Erst bei 14 Volt steht er Stabil.
Balancerstrom: 37 mA.
Für die technisch Intressierten. Eine Zelle Nr.4 ist mir schon beim ersten Test aufgefallen, das die bei 14.6 Volt Spannung nach oben wegzieht. War damit ein willkommens Opfer zum messen. Die anderen Zellen wurden nicht aktiviert.
Die Meßmethode dazu ist nicht gerade genau. für Zelle 1 - 3. Wurde mit der Amperezange gemacht. Ausgenomen Zelle 4. Hier mit dem Multimeter gemessen. Die Anzeige als Vergleich an der Zange war 130 mA. Aber 000 bei inaktiven Balancer.
Dafür ist die Zange auch nicht gebaut. Aber man sieht ob Strom fliest oder nicht. Das ist das wichtigste um die Funktion zu überprüfen. Primitiv, aber es geht.
So als Fazit könnte man die Einstellung der Ladequellen bei 14.2 als Minimumspg. verwenden. Besser ist jedoch 14.4 Volt.
Eine Einstellung von 14,6 Volt ist nicht zwingend erforderlich.
Und jetzt noch ein Hinweis. Das gilt nur für das Verbaute BMS des 100 Ah Accus. Andere BMS können sich auch anders verhalten.
Gruß Franz

George67 am 06 Sep 2020 21:18:31

Stocki333 hat geschrieben:Hallo Zusammen.
Balancer: Ja, aktiver Balancer
....
Balancerstrom: 37 mA.


Sorry,das passt imho nicht zusammen. :mrgreen:

lowbattery am 06 Sep 2020 21:21:40

Hallo Franz,
danke für die Mühe, die du dir mit dem Test gemacht hast. Ich hätte ein paar Anmerkungen und Fragen:

zum Thema Brandgefahr: hier wird Herr Forster, nicht ganz unberechtigt, auf die Temperaturüberwachung hinweisen. Laut Handbuch schaltet das BMS bei hohen Zell- oder BMS-Temperaturen ab. Dadurch wird ein Brand verhindert.

zu deinem WR: du hast ca. 11,73V x 172,6A = 2025W gezogen. Was hängt da für ein WR dran (Leistung)? Nur interessehalber.

Und noch eine Bitte: könntest du bei Gelegenheit Bilder vom BMS einstellen? Ich würde gerne wissen ob da z.B. ein Shunt drauf ist und wo die Temperatursensoren angebracht sind. Laut Handbuch hätte der Akku zwar Kurzschlußschutz und Temperaturüberwachung, aber auch A123 Zellen.

Was die Balancer angeht, die Batteriespannung, bei der das Balancing beginnt, variiert natürlich. Die Balancer der China-BMS setzten normalerweise ein wenn eine bestimmte Spannungsdifferenz zwischen zwei Zellen gemessen wird. Du kannst daher nicht pauschal sagen 14,2V reichen aus. Wenn die Differenz größer ist reichen auch weniger. Um den Drift zu minimieren sind höhere Spannungen immer besser, da hier bei kleinen SOC-Differenzen schon der Schwellwert erreicht wird.

Gruß,
Stefan

Stocki333 am 06 Sep 2020 21:39:44

George67 hat geschrieben:Balancerstrom: 37 mA.

Sorry,das passt imho nicht zusammen. :mrgreen:

Korrekt.
Die Aussage von dem aktiven Balancer steht so bei den technischen Daten. Ist nicht meine Defination.
Franz

Stocki333 am 06 Sep 2020 22:29:20

lowbattery hat geschrieben:zu deinem WR: du hast ca. 11,73V x 172,6A = 2025W gezogen. Was hängt da für ein WR dran (Leistung)? Nur interessehalber.

Hallo Stefan
Der WR ist ein Exctive 2500 Watt. läuft seit 5 Saisonen Problemlos. Und einmal im Jahr wird der mit dem Heizstrahler gequält. Zur Kontrolle der Verbinder und um Wärmeentwicklung zu orten. Mag übertrieben sein, aber ich machs.
zum Thema Brandgefahr: hier wird Herr Forster, nicht ganz unberechtigt, auf die Temperaturüberwachung hinweisen. Laut Handbuch schaltet das BMS bei hohen Zell- oder BMS-Temperaturen ab. Dadurch wird ein Brand verhindert.

Hab keine temperatursensoren an den Zellen gesehen. Ob das BMS welche hat. Gibt ja mehrere Möglichkeiten an den Halbleitern, die Temperatur zu begrenzen.
Bei meinen Test mit normaler Belastung mit 115 A blieb das BMS der kühlste Teil. Meiner Einschätzung nach ist das das belastbarere Teil in dem Accu.
Und noch eine Bitte: könntest du bei Gelegenheit Bilder vom BMS einstellen? Ich würde gerne wissen ob da z.B. ein Shunt drauf ist und wo die Temperatursensoren angebracht sind.

Bin jetzt noch mal in die Werkstatt gegangen und den bauschaum rausgepullt. Ebenso die Platine von den Accuzellen gelöst. Ist mit Doppelklebeband befestigt. Rückseite ist eine Aluplatte. Mach dir morgen ein paar Fotos davon.
Es ist auf der Hauptplatine in der Nähe der Leistungsteile, ein Kleiner weiser Teil zu sehen. Davon gehen 2 Kabel weg die am Ende der Platine angelötet sind. Schaut verdächtig nach einer Temp-Kontrolle aus.
Was die Balancer angeht, die Batteriespannung, bei der das Balancing beginnt, variiert natürlich. Die Balancer der China-BMS setzten normalerweise ein wenn eine bestimmte Spannungsdifferenz zwischen zwei Zellen gemessen wird.

Das hat mir keine Ruhe gelassen. Ich habe mal die Ruhespannung der Zellen gemessen. Der Block hatte ja jetzt ein paar Stunden Ruhe.
Bei Beginn waren die ja fast gleich.
Zelle1....3,4 Volt
Zelle2.....3,52 V
Zelle3.....3,42 V
Zelle4.....3,65 V
Meine Messung wurde an Nr 4 durchgeführt. Von der wußte ich, das die Hochläuft bei Volladung. Nach der nicht gerade sanften Behandlung sind die nicht gerade schön beieinander. Und der Test der Balancer lief heut Mittag ab. Ich habe einfach bei 13,9 Volt unterbrochen, das Multimeter in Serie an Zelle 4 geklemmt.
Damit hatte der Block keine Chance auf Gleichstand zu kommen.
Seit ich den Block aufgeschnitten hatte, wurde nach Belastung keine Ladung durchgeührt, die es den Balancern die möglichkeit gegeben hätte zu arbeiten. War aber auch Absicht dahinter. :mrgreen:
Wenn die Differenz größer ist reichen auch weniger.

Das kann ich überprüfen wenn der Block ausbalanciert ist.
Aber eine Intressante Fragestellung. :lol:
Gruß Franz
Um deine Aussage zu untermauern, werde mal den Accu ans Ladegerät hängen und länger Zeit laden.

lowbattery am 06 Sep 2020 22:47:42

Stocki333 hat geschrieben:Um deine Aussage zu untermauern, werde mal den Accu ans Ladegerät hängen und länger Zeit laden.


Hallo Franz,
bin mir nicht sicher ob das etwas bringt. Die meisten China-BMS haben passive Balancer, die nicht über Zellspannung sondern über eine BMS-Chip gesteuert sind. Der misst die Zellspannungen und entlädt die vorauseilende Zelle, sobald er hinreichenden Drift erkennt (z.B. 0,3V). Das Balancing wird beendet wenn der Drift unter einen Schwellwert fällt (z.B. 0,1V). Ob dabei Ladestrom fließt ist egal.

Du kannst einfach morgen nochmal messen. Wenn der Unterschied dann geringer ist (also Zelle 4 abgesunken ist) dann arbeitet er so. Aktiv ist das dann aber noch nicht, dazu müssten andere Zellen in der Spannung steigen.

Wenn du die Beschriftungen der größeren Bauteile (alles mit mehr als 4-6 Füßen :)) auf der Leiterplatte fotografieren oder ablesen kannst können wir die Datenblätter suchen.

Gruß,
Stefan

Stocki333 am 07 Sep 2020 09:01:36

Hallo Stefan
Die Ruhespg der einzellnen Zellen.Jetzt
Zelle1.....3,39V
Zelle2.....3,51V
Zelle3.....3,42V
Zelle4.....3,62V
Balancer nicht Aktiv. Kein Strom Meßbar.
Geladen mit 1 Ampere.
Bei 13,9 Volt fangen die Balancer zu schwingen an . Bei 14 Volt laufen sie Stabil.
36,5 mA bei 14 Volt.
-
Bei 14,35 Volt.... 37,5 mA
Ladung gestoppt. Balancer weiterhin aktiv. Lasse die mal laufen. Accu ohne Last und ladung.
15 min nach ende Ladung
14,2 Volt Balancer aktiv.
Franz

Stocki333 am 07 Sep 2020 10:21:21

die Spannung ist auf 14,1 Volt gesunken.
Die Balancer fangen zu schwingen. So wie im ungekehrten Fall mit der Ladung.
bei !4 Volt ist Schluß mit Balancieren.
Es wurde auch noch die Abschaltspg des BMS getestet.
Ladestrom war 200mA.
Abschaltung bei 17,2 Volt. Schaltet aber nach nicht einmal 1 sec wieder zu. So ca bei 16,8 Volt. Also keine Zeithysterese oder ähnlichen Schutz vor Überspg.
Damit bleibt der Accu bei einem Defekt der Ladequellen auf dieser Spg.
Franz

Stocki333 am 07 Sep 2020 10:59:46

Jetzt die Kühlplatten abgeschraubt um die IC zu sehen. :cry: Hab mir das schon gedacht, bei Sichtkontrolle von der Seite.
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Sensor bekomme es leider nicht besser hin.

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Die Rückseite der Platine. Nur der Form halber auch geöffnet.
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So jetzt bin ich schon gespannt, was die Wissenden zu diesem Board sagen.
Gruß Franz

lowbattery am 07 Sep 2020 13:44:09

Stocki333 hat geschrieben:Abschaltung bei 17,2 Volt. Schaltet aber nach nicht einmal 1 sec wieder zu. So ca bei 16,8 Volt. Also keine Zeithysterese oder ähnlichen Schutz vor Überspg.


Hallo Franz,
jetzt wird's abenteuerlich. Ist das ein Tippfehler mit den 16,8V / 17,2V? Das hält doch keine LiFePO4 aus. Das sind Werte für Li-Cobalt (4,2V). Bei 14,8V / 3,75 V pro Zelle allerspätestens muß das BMS zumachen.
Gruß,
Stefan

lowbattery am 07 Sep 2020 13:50:24

zum BMS hier mal ein Bild mit Beschriftung:


Was fällt auf:
  • Shunt vorhanden -> erforderlich um Kurzschluss zu erkennen (gut)
  • Nur ein Temperatursensor (auf Board) erkennbar. Das Handbuch sagt, es schaltet bei 70° Zellentemperatur ab. Wie macht es das ohne Messung? Im Zusammenhang mit der starken Erwärmung der Zellverbinder nicht unwichtig.
  • Balancer: ich sehe da je einen 100 Ohm Widerstand direkt am Anfang. Das sieht stark nach passivem Balancing und irgendwie gar nicht nach aktivem aus.
Alle Funktionen sind mit einer Vielzahl Einzelkomponenten realisiert, es ist kein BMS-IC zu erkennen. Viel Funktion und Einstellbarkeit kann daher nicht vorhanden sein. Dafür Platz für 16s.

Stocki333 am 07 Sep 2020 15:12:53

lowbattery hat geschrieben:Hallo Franz,
jetzt wird's abenteuerlich. Ist das ein Tippfehler mit den 16,8V / 17,2V? Das hält doch keine LiFePO4 aus. Das sind Werte für Li-Cobalt (4,2V). Bei 14,8V / 3,75 V pro Zelle allerspätestens muß das BMS zumachen.

Tut mir leid kein Tippfehler.
ALs sich bei 15.5 V noch nichts tat, abgebrochen, Den Strom reduziert auf 200 mA. Und dann geht das innerhalb von ein paar Secunden hoch. Bis zu den 17.2 V
Die 16,8 sind nur an der Anzeige für Augenblicke zu sehen gewesen. Dann sofort abgeschaltet. will den nicht ins Nirwana schicken wollte.
Gruß Franz


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