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Norden Frankreichs September 2019


hotchili am 15 Aug 2020 14:29:40

Hallo ihr Lieben,
da ich so langsam den Sesshaften-Koller bekomme und mir denken kann dass Andere die wie ich zu Hause fest sitzen, vielleicht auch davon betroffen sind, wollte ich Euch einen kleinen Bericht vom letzten Jahr nachreichen.
Ich hoffe es gefällt Euch.
Ich habe versucht Bilder hoch zu laden, aber es ist sehr mühselig, da ich meine Bilder nicht in .jpg habe. Dies bedeutet ein stundenlanges umformatieren, deswegen hier der reine Text, wer möchte kann sich die Bilder auf meinem Blog ansehen. Link ganz am Ende.


15. September 2019 Stella-Plage
Es fing an in Stella-Plage, oft bei Reisen an die nördliche Küste Frankreichs unser erstes Ziel.
Der Ort selbst ist nur von mässigem Interesse aber der Strand ist der absolute Hammer! Endlos (zumindest bei Ebbe) leer und wunderschön.
In Stella gibt es 2 Campingplätze, der erste innerorts und hauptsächlich mit kleinen Häuschen belegt und der andere liegt gleich neben der Düne, er ist recht einfach was mich nicht stören würde denn ich benutze sowieso nur mein eigenes Bad. Gleich daneben gibt es einen gratis Stellplatz mit V+E (letzteres kostenpflichtig).
Es ist recht kuschelig aber zum Übernachten reicht es.



An der Ortseinfahrt gibt es einen Supermarkt mit recht günstiger Tanke.
Was nicht bemerkt wurde, waren die vielen Mücken die unser Womo heimgesucht haben und die erste Nacht etwas zermürbt haben.

Echt wahr: der Strand ist genau so leer!

Etwas an den Farbreglern gespielt.
Wir haben in Stella 2 Tage verbracht und sind am Abend des 2. Tages weiter nach Honfleur gefahren.
16. September 2019 Honfleur
Sind sehr spät abends in Honfleur angekommen und haben nur noch einen Platz unter einer Lampe auf dem Stellplatz bekommen. Honfleur ist wunderschön, das wissen aber nicht nur wir. Es ist sehr voll was mit Hund nicht gerade einfach ist und für den Hund auch nicht so ganz prickelnd. Sie im warmen Womo zu lassen kommt aber nicht in Frage und wir suchen uns ruhigere Plätze, nur wir müssen kurz durch die Menschenmenge. Ich entdecke leckere Sachen und muss flugs auch einiges kaufen. Maronen mmmh lecker. Später kaufe ich noch handgemachte Seife, toll aber auch recht teuer.

Die Gassen sind wunderschön.
Hundemadame findet überall Gelegenheit zu entspannen. Der Vorteil wenn man schon etwas älter und viel gereist ist. Die schöne Holzkirche in Honfleur. Der Glockenturm musste gesondert gebaut werden da das Gewicht der Glocken zu hoch war für die Kirche.


Der Stellplatz in Honfleur ist riesig. Es gibt 2x V+E am Platz der im Stellplatzpreis inbegriffen ist, ich glaube es waren 17€ für 24 Stunden. Sauber ist anders, aber bei der Masse an Fahrzeugen durchaus noch akzeptabel. Die Parkplatzwächter sind sehr freundlich und zuvorkommend, sie geben Prospekte und Infomaterial aus.
Kleines Ungeschick: ich habe mich zu sehr in die Auslagen eines Ladens vertieft und meine reaktive Hundemadame springt mir ohne Vorwarnung in die Leine, Finger arg verdreht, Selbstdiagnose: ein angerissenes Band… cool (ok nicht wirklich).

Wir verlassen Honfleur am nächsten Vormittag oder eher Mittag und reisen weiter Richtung Westen. 17. September bei Donville
Natürlich sind wir spät dran und finden somit keinen geöffneten Campingplatz mehr und stellen uns erst mal auf eine Parkplatz der nach 22Uhr nicht mehr mit Womo besetzt sein darf.
Wir beraten und und entscheiden uns trotzdem zu bleiben, es ist Nachsaison und wir werden sehr artig sein und nichts verändern (höchstens zum Besseren, ich sammele herumfliegenden Müll ein und entsorge ihn).

Wir verbringen eine ruhige Nacht da es gestern schon recht dunkel war sehen wir uns erst mal um. Wir beschliessen zu Fuss am Strand entlang nach Donville zu gehen und uns mit Brot und co ein zu decken.

Donville selbst ist ein typisches Städtchen entlang unseres Weges, ein Spa befindet sich dort, ansonsten ist es eher unspektakulär. Der Strand ist toll, leer und somit für uns absolut geeignet. Wir fahren wieder am frühen Nachmittag weiter zum Mont St Michel
18. September 2019 Mont St Michel
Der Mont-St-Michel ist äusserst beeindruckend, er blitzt während unserer Anfahrt immer wieder am Horizont auf. Wir sind wie immer spät angekommen und verschieben unseren Besuch des Mont-St-Michel auf den nächsten Tag.

Wir wissen anfangs nicht ob wir ich doch lieber auf einen Campingplatz oder eher auf die Stellplätze um den Mont-St-Michel gehen sollen. Es ist zum Teil unserer Faulheit zum anderen Teil unserem Hund geschuldet dass wir uns für die nächst mögliche Lösung entscheiden. Wir benutzen den Stellplatz der zu den Parkplätzen um den Mont-St-Michel gehört.
Der Platz selber ist sehr schön man kann sich frei hinstellen und es sind auch für diese Jahreszeit genügend Plätze vorhanden. Es gibt nur eine Grauwasser Entsorgungsstation jedoch weder Frischwasser noch eine Toilettenentsorgungsmöglichkeit.
Wie zu erwarten ist der Mont-St-Michel touristisch bis auf das letzte Zentimeterchen erschlossen. Die Busse oder Pferdekutschen die vom Parkplatz zum Berg führen sind für Hunde nicht zugelassen. Der Weg dahin beträgt etwa 4 km über eine sehr gut ausgebaute Fußgänger-Busstraßen-Brücke. Wir schaffen das ganze locker mit vielen Fotos Sessions zwischendurch in 1,5 Stunden.
Am Abtei Berg angekommen ist alles total überlaufen und das im am 19. September. Ich gehe nur kurz mit dem Hund hinein es ist aber so eng und unangenehm, dass ich mich entscheide zurück zu laufen. Ich bin jetzt auch nicht der Fan von riesigen Besichtigungstouren ich ziehe die Natur vor Ich mag keine großen Menschenmengen. Mein Mann will aus Solidarität mit zurück laufen, ich ermuntere ihn allerdings sich diese Abtei anzusehen da er doch eher ein Freund von so etwas ist.
Hund und ich laufen gemütlich zurück und entspannen im Bus.
Mein Mann kommt irgendwann 2 Stunden später und hat sich so viel als möglich angesehen ohne noch einmal extra irgendwo Eintritt zu bezahlen wozu er kein Bock hatte. Er ist allerdings immer wieder begeistert was man vor mehreren 100 Jahren ohne die technischen Hilfsmittel, wie wir sie heute kennen, erreichen konnte.
19. September 2019 Porz Hir
Nach unserem Besuch verlassen wir den berühmten Berg und fahren nach Porz Hir.
War vor ewigen Zeiten also ganz ganz ganz vielen Jahren einmal hier damals noch mit Zelt auf einem abenteuerlichen Zeltplatz gleich am Meer. Es gibt diesen Platz nicht mehr, alles ist modernisiert und auch etwas verbaut.
Wir finden einen sehr netten Campingplatz. Die Betreiber sind sehr freundlich und geben uns einen sehr schönen Platz gleich an einem kleinen Ausgang damit wir mit dem Hund nicht erst über den ganzen Platz laufen müssen zum Gassi gehen.
Die Küste in Porz Hir ist allerdings immer noch atemberaubend schön. Hier ist die Bretagne noch wirklich wild und ungezähmt. Letzteres verhindert allerdings nicht dass auch andere Besucher dies schon entdeckt haben und so gibt es angelegte Wanderwege viele Besucher älteren Semesters und die Wildheit wurde doch etwas in ihre Schranken gewiesen. In Porz Hir gibt es außer ein paar Häuser, dem Campingplatz und ein paar Bauern nichts als wunderschöne Natur. Ich beneide die Anwohner hier dies ist einer der Orte an dem ich mir vorstellen könnte länger zu wohnen.
Aber auch wenn es mir hier super gefällt, mein Mann hat andere Pläne in 300km Entfernung spielt einer seiner Lieblingsmusiker auf einem Festival. Was tut man nicht alles aus Liebe… ;-) und so machen wir uns auf den Weg zu dem Festival um dem hervorragenden Philippe Ménard zu lauschen, er ist Komponist, Sänger und One-Man-Band. Ein echter Künstler und natürlich mag ich seine Musik auch.
Auf dem Weg zum Festival in Mûrs-Erigné machen wir Halt in Tréguier um unsere Vorräte auf zu füllen und besichtigen das kleine Städtchen dabei.
In Tréguier gibt es einen offiziellen sehr schönen Stellplatz direkt am Fluss. Den wir aber nur als Parkplatz nutzen bleiben werden wir ja nur kurz.
21. September mûrs-erigné
Das Festival ist sehr gut organisiert aber leider nur spärlich besucht, was wir sehr schade finden denn die Qualität der Musik ist sehr gut.
Wir finden rasch Anschluss und nehmen den Aperitif mit unseren Nachbarn ein, dabei entpuppt sich unsere Hundereaktive Freya als souveräner Festivalhund. Sie liegt entspannt und unangeleint vor unserem Bus und ist durch nichts aus der Ruhe zu bringen.

Im Gegensatz zu meinem Mann bin ich nicht so der Musikliebhaber dass ich mir den während dem Festival aufkommenden Regen antun muss. Nach Philippe gehe ich nach der Nacht-Pipi-Hunderunde ins Bett.






22. September Le Crotois
Wir fahren wieder hoch ans Meer und erreichen Le Crotois. Hier gibt es gleich 2 Stellplätze wir landen auf dem gleich hinter der Düne. Neben einem grossen leeren …Platz, dessen Sinn erschliesst sich uns nicht so wirklich bis zum nächsten Morgen. Aber davon später.
Wir bauen in aller Ruhe unsere Markise auf, Stühle raus und erst mal relaxen.
Etwas später kommt ein älterer Franzose und nach etwas Beratung mit seiner Madame nimmt er den Platz gleich an der Düne, übersieht den tiefen Sand und versackt erst mal erfolgreich bis auf das Chassis.
Wir kucken… also Markise wieder rein und Abschleppseil raus und so retten wir/Männe die Armen aus ihrer misslichen Lage. Am nächsten Tag bekommen wir als Danke einen Wein geschenkt.

Am nächsten Morgen ist das Wetter schon wieder ganz angenehm und wir wissen nun auch was es mit dem „Platz“ auf sich hat, es ist der Sammelplatz für die örtlichen Muschelfischer, sehr früh, sehr laut… Aber wir wollen es nun wissen, wo und wie findet man die Muscheln und vor allem wie schmecken die. Wir wandern also über den riesigen Strand und sehen dabei viele Leute auf Händen und Knien beim…. nun fragen bildet: Muschelsammeln natürlich. Jetzt will Männer es wissen und buddelt nun auch, wir werden fündig und wie! Hundekottüten müssen nun als Sammelbehälter herhalten. Sammeln darf jeder Erwachsene 5kg am Tag ohne Lizenz. Wir nehmen etwa 2 kg mit und bereiten sie mit Bordmitteln zu.

Richtig geht es so:
In Süsswasser vom groben Dreck und Sand befreien, dann in Salzwasser 12 Stunden ruhen lassen damit sie den im Inneren befindlichen Sand abgeben, dann mit Zwiebeln, Petersilie und Wein kochen bis sie sich öffnen, schütteln und die Schalen entnehmen, danach wir gewünscht weiterverarbeiten (in leckerer Muschelsosse zu Nudeln z.B.)

Da wir kein Salz haben überspringen wir den 2 Schritt und nehmen das Knirschen beim Essen in Kauf, aber die sind so etwas von gut!! Beste Muscheln ever. Im Handel bekommt man sie als Coques du Crotois zu kaufen, kosten dann etwa 7€ das Kilo.
Leider ist der Urlaub nun auch schon wieder vorbei und so machen wir uns am
24. September auf der heimreise
Wie bei jeder Autobahnfahrt ist es langweilig bis auf einen brandgefährlichen LKW Fahrer dem wir nicht schnell genug sind und der drängelt und alle in Gefahr bringt, verläuft diese eher Ereignislos.
Dann tschüss ihr Lieben, bis zum nächsten Mal.
--> Link


hotchili am 15 Aug 2020 14:38:31

Ich lade Euch noch ein paar Bildchen dazu, es äergert mich alles so ohn jedes Bild stehen zu lassen.

Das berühmte Haus im Fels bei Porz Hir

Stellplatz in Honfleur

Festivalbesucher beim Aperitiv mit Hund


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