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Vogesen und Schwarzwald Sommer 2020


Säcker am 23 Aug 2020 11:37:07

Dies ist eine zweigeteilte Reise links und rechts des Rheines. Wobei wir uns vom 29.06. bis zum 05.07.2020 auf unserer Elsass-Tour befanden, um noch einmal über die Höhen der Vogesen zu fahren. Und am 28.07. nahmen wir wieder den „Faden“ im Elsass auf und schwenkten hinüber auf die andere Rheinseite, um uns den Schwarzwald zwischen Offenburg und Feldberg etwas näher anzuschauen. Bei unserer Rückkehr in Limburg am 03.08.2020 hatten wir 941 km bzw. 915 km mit unserem Wohnmobil zurückgelegt. Übernachtet haben wir fast ausschließlich auf Wohnmobil-Stellplätzen.

Hier kommt also ein Auszug aus dem 1. Teil, der wie immer vollständig und mit viel mehr Bildern hier --> Link zu lesen ist.

Montag, 29.06.2020 bis Sonntag, 05.07.2020
Unser erstes Übernachtungsziel ist Wissembourg, und die Anreise durch die Pfalz ist wie immer problemlos, jedenfalls bis Landau. Bei Landau-Süd verlassen wir die A65 um auf kürzestem Weg nach Wissembourg zu gelangen. Daran hindert uns aber ein Umleitungsschild, und es werden noch viele hinzukommen. Wir lernen auf den verschlungenen Straßen zwischen Landau, Bad Bergzabern und Kandel viele schöne Orte kennen und sehen die ersten Störche, um dann wieder bei Kandel-Nord (drei Abfahrten weiter) auf die A65 geleitet zu werden. Es dauert auch nicht lange, da empfängt uns auf der Fahrt nach Wissembourg an der Abfahrt Lauterbourg das nächste Umleitungsschild.



Der neue kostenlose Stellplatz mit V+E in Wissembourg gefällt uns nicht, deshalb fahren wir zum Stellplatz ohne V+E am Freibad. Der Parkplatz ist aufgrund von Corona leer, liegt im Grünen und trotzdem direkt an der alten Stadtmauer. Auch wenn wir schon sehr oft und zu allen Jahreszeiten in Wissembourg waren, zieht uns dieser gemütliche und schöne Ort immer wieder an.



Am nächsten Morgen ist unser erstes Ziel die Burg Fleckenstein im Nationalpark der Nordvogesen. Nach einem kleinen Waldspaziergung mit Informationen zur Köhlerei erreichen wir den Felsen auf dessen Höhe die Burgruine Fleckenstein steht. Der Aufstieg erfolgt nach strengen Corona-Regeln. Oben angekommen haben wir eine herrliche Aussicht. Trotzdem ist es für uns unverständlich, wie man hier auf der schmalen Bergkuppe überhaupt bauen konnte, geschweige Wohnräume gestalten konnte.





Von den weiteren in diesem Gebiet befindlichen Burgen wie Wineck, Schoeneck und Windstein sehen wir auf unserer Weiterfahrt direkt nichts. Wir begnügen uns auch mit dem Besuch von Fleckenstein und fahren einen Bogen über Reichshoffen nach Westen bis Hatten, einem Ort an der Maginot-Linie. Der kostenlose Stellplatz mit V+E ist direkt am dortigen Museum zur Kriegsgeschichte.

Nach einer ruhigen Übernachtung fahren wir über Soufflenheim, Besuch einiger Töpfereien, nach Sessenheim und begeben uns auf die Spuren von Johann Wolfgang Goethe und seiner verehrten Frédérique Brion. Es gibt einen schönen Prospekt mit einem ausführlichen Rundwanderweg.



Zur Mittagszeit ist auf der A35 durch Strasbourg nur wenig Betrieb. Auf einem Rastplatz kurz vor Colmar, auf Höhe der Haut Königsbourg, bekochen wir uns selbst. Rund um uns herum wimmelt es nur so von Störchen.



Kurz darauf verlassen wir die Autobahn, fahren an Kaysersberg vorbei (lt. P-M soll der Stellplatz jetzt EUR 20,00 kosten), hinauf auf den Col du Bonhomme und an der Ski-Station des Col du Calvaire vorbei zum Hotel „Les Terrasses du Lac Blanc“. Hier gibt es einen Stellplatz mit V+E, Gebühr 7,00 EUR, und einer wunderbaren Aussicht. Wenn man aber abends im Restaurant Essen geht, ist der Stellplatz kostenlos. Es ist ein richtiger Ort der Ruhe. Handy und Internet funktionieren nicht. :eek: :D



Nach einem starken abendlichen Gewitter und dem nächtlichnen Regen, sieht man heute aber nichts mehr. Wir stehen so richtig in den Wolken. Da wir eigentlich vorhaben, die Route des Crêtes noch mit weiteren Übernachtungen bis zum Grand Ballon zu befahren, warten wir noch ein wenig ab. Ständig wabern aber die Wolken nur auf und ab. Unser Wohnmobilnachbar war schon zu Einkäufen im Tal und erzählt uns, dass in Orbey bereits die Sonne scheint. Also brechen wir auf und fahren noch bis zum Col de la Schlucht. Hier ist aber auch noch alles in den Wolken. Am Plateau hat sich seit unserem letzten Besuch viel verändert. Leider brauchen die Heidelbeeren auch mindestens noch zwei Wochen, bis sie reif sind. Lena wollte genau deshalb aber hier hoch. Schade! So wie Einige der Parkplätze angelegt werden, könnte es bald hier oben geregelte Übernachtungsplätze für Wohnmobile geben. Die V+E ist schon seit langem hinter dem Schuppen der Straßenmeisterei.



Aufgrund der Wetterlage entscheiden wir uns für die Abfahrt nach Munster. Denn auch ein Abstecher zum Petit Ballon würde nichts bringen. Wenige hundert Höhenmeter tiefer erstrahlt schon die Sonne. In Munster machen wir einen kleinen Mittagsstopp und entdecken ein tolles und trotzdem preiswertes Mittagsmenü in einem Hotel.

Nach einem kleinen Verdauungsspaziergang setzen wir die Fahrt fort. In Ribeauvillé schickt uns die Ausschilderung für Wohnmobile weit außerhalb in ein Tal hinein. Der ausgewiesene Stellplatz ist aber abgesperrt und gefällt uns auch überhaupt nicht. Unsere nächste Möglichkeit ist Châtenois (Keschteholz), östlich von Sélestat, mit einem Stellplatz (7 Stück) mit V+E für EUR 7,00. Châtenois ist ein sehenswerter Ort mit einer mittelalterlichen Befestigungsanlage, schönen Häusern und guten Restaurants. Zum Berg hin schützte eine Ringmauer aus dem 14. Jhdt. die Anfänge des Ortes. Im 15. und 16. Jhdt. wurde dann noch eine weitere Ringmauer um den sich vergrößernden Ort gezogen.



Die Sonne weckt uns wieder sehr früh. Auf dem Weg zu einem nahen Stellplatz am Rhein machen wir noch einen kurzen Stopp in Dambach la Ville. Das Stadttor war so beeindruckend, dass wir dem Ort noch schnell einen Besuch abstatten.





Der Rhein muss noch weiter warten. Zuerst steht noch der Mont Ste. Odile, zwischen Barr und Obernai, auf dem Programm. Wir kochen uns erst was auf dem Parkplatz bevor wir zu der Wallfahrtskirche gehen. Die beiden Kapellen sind leider wegen Corona geschlossen. Hurra, hier gibt es schon Heidelbeeren. Vor uns haben natürlich schon viele Andere nach den Beeren gesucht. Und auf den ausgelatschten Pfaden ist die Sammelei dann sehr mühselig. Für ein paar Gläser Marmelade langt es nachher aber doch. Einheimische, die ihre Plätze kennen, ziehen mit mehreren Eimern los.



Über Obernai fahren wir jetzt aber zum Rhein. Hier können wir faulenzen und Schiffe gucken. Der Platz ist zum Wochenende hin gut besucht.







Die Elsass-Tour ist nun für uns vorbei und wir begeben uns auf die Heimfahrt. Über Erstein, hier sehen wir ein „Würth-Museum“ (MERKEN!), kommen wir bei Illkirch ganz gemütlich wieder auf die A35. Ein paar Kilometer vor der Grenze fahren wir bei Seltz zum SuperU um noch einige französische Lebensmittel (Mandelmehl, Spezialmehl zum Brotbacken, Wein, Wurst, Käse usw.) einzukaufen. Dann geht es nach Bad Dürkheim.

Der Stellplatz mit V+E, Gebühr 8,00, ist fast voll belegt. Es sind nur noch Plätze ohne Fernsehempfang frei. Ich finde trotzdem noch ein Platz, wo auch ich heute Abend Fußball schauen kann. Vorher verbringen wir aber noch eine angenehme Zeit im Weingut Barth.

Nach dem Frühstück tanken wir noch in Bad Dürkheim und fahren gemütlich Nachhause. Ich habe festgestellt, dass der Auspuff kurz hinter dem Partikelfilter gebrochen ist. Da kommt ein Werkstatt-Termin auf mich zu. Bis auf die Baustelle am Mainzer-Kreuz und der dadurch notwendigen Umleitung läuft der Verkehr flüssig.

Der 2. Teil der Reise über den Schwarzwald gibt es demnächst im Deutschland Forum.

Und wie immer, findet ihr den vollständigen Bericht mit viel mehr Bildern hier --> Link.

Viel Spaß bei der Lektüre!


clamat am 23 Aug 2020 12:58:08

Hi Hans-Werner,
Vielen Dank für deinen tollen Reisebericht (leider darf ich noch keine Positiv-Bewertung abgeben).
Bin mal gespannt auf den nächsten Teil, was du alles rund um unsere Heimat Offenburg entdeckt hast :-)
LG
Claudia

Säcker am 23 Aug 2020 14:30:03

Vielen Dank, Claudia. Eines kann ich von dem kleinen Stückchen Schwarzwald schon sagen. Es war wunderschön. Es ist erstaunlich, was die Corona-Zeit so alles mit sich bringt.

Anzeige vom Forum


zeus am 23 Aug 2020 16:30:07

Hans Werner, das ist meine Lieblingsregion. Dort war ich erstmals mit 16 Jahren im Rahmen eines Schüleraustauschs. Die Familie hat mit mir soooo viele Ausflüge gemacht. Ich bin dann die nächsten Jahre immer wieder dorthin gefahren. Das ist eine sooo wunderschöne Gegend. Auch mit dem Womo waren wir schon oft dort.
Danke für Deine wunderbaren Fotos, war für mich eine tolle Erinnerung.

reisemobil.online.cx am 23 Aug 2020 16:33:15

Danke für den Reisebericht und die zahlreichen tollen Fotos!

haroba am 23 Aug 2020 16:59:58

Moin Lena! Moin Hans-Werner!

Ich habe die Langversion Eurer Tour genossen.
Danke, dass Ihr immer alles so genau beschreibt.

Viele gute Tipps sind dabei zum Merken!

Munterholln!
Hartmut

mk9 am 23 Aug 2020 18:58:23

Auch ich bedanke mich für den schönen Reisebericht.

In den 80iger Jahren bin ich mit meiner Honda in Wissembourg gewesen und dann die Strecke nach BITCHE gefahren. Unterwegs auch zur Burg Fleckenstein gefahren. Ich meine, dass ich ein großes Stück mit der Maschine zur Burgruine fahren konnte. Aber das ist ja auch über 40 Jahre her.

Später dann in Obersteinbach an der D 3 (Richtung Bitche, im Hotel Anthon übernachtet. Tagestouren im Nationalpark unternommen. Niederbronn - les Bains und weitere Orte, wie u.a.
la Petite Pierre im Nationalpark der Nordvogesen aufgesucht. War ein schönes Erlebnis. Leider keine Fotos vorhanden.

Jahre später habe ich einen Freund aus der Oldtimerszene in BARR besucht. Das war aber vor meiner WOMO-Zeit. Um so mehr freut es mich, wenn Berichte aus dem Elsass, insbesondere von Euren Touren, erscheinen. Vielleicht wird es sich noch ergeben, dass wir mal wieder in diese Gegend kommen.

Gruß auch an Lena.

Manfred

Säcker am 23 Aug 2020 19:20:26

Ein ganz großes Dankeschön an Alle!

mk9 hat geschrieben: Vielleicht wird es sich noch ergeben, dass wir mal wieder in diese Gegend kommen.
Manfred


Das wäre doch ein Ziel Manfred, oder?

haroba hat geschrieben:Viele gute Tipps sind dabei zum Merken!
Hartmut


Genau dafür sollen die Berichte auch sein, Hartmut!

zeus hat geschrieben:Danke für Deine wunderbaren Fotos, war für mich eine tolle Erinnerung.


Das freut mich ganz besonders, Hildegunde!


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