Hier kommt also ein Auszug aus dem 1. Teil, der wie immer vollständig und mit viel mehr Bildern hier --> Link zu lesen ist.
Montag, 29.06.2020 bis Sonntag, 05.07.2020
Unser erstes Übernachtungsziel ist Wissembourg, und die Anreise durch die Pfalz ist wie immer problemlos, jedenfalls bis Landau. Bei Landau-Süd verlassen wir die A65 um auf kürzestem Weg nach Wissembourg zu gelangen. Daran hindert uns aber ein Umleitungsschild, und es werden noch viele hinzukommen. Wir lernen auf den verschlungenen Straßen zwischen Landau, Bad Bergzabern und Kandel viele schöne Orte kennen und sehen die ersten Störche, um dann wieder bei Kandel-Nord (drei Abfahrten weiter) auf die A65 geleitet zu werden. Es dauert auch nicht lange, da empfängt uns auf der Fahrt nach Wissembourg an der Abfahrt Lauterbourg das nächste Umleitungsschild.

Der neue kostenlose Stellplatz mit V+E in Wissembourg gefällt uns nicht, deshalb fahren wir zum Stellplatz ohne V+E am Freibad. Der Parkplatz ist aufgrund von Corona leer, liegt im Grünen und trotzdem direkt an der alten Stadtmauer. Auch wenn wir schon sehr oft und zu allen Jahreszeiten in Wissembourg waren, zieht uns dieser gemütliche und schöne Ort immer wieder an.

Am nächsten Morgen ist unser erstes Ziel die Burg Fleckenstein im Nationalpark der Nordvogesen. Nach einem kleinen Waldspaziergung mit Informationen zur Köhlerei erreichen wir den Felsen auf dessen Höhe die Burgruine Fleckenstein steht. Der Aufstieg erfolgt nach strengen Corona-Regeln. Oben angekommen haben wir eine herrliche Aussicht. Trotzdem ist es für uns unverständlich, wie man hier auf der schmalen Bergkuppe überhaupt bauen konnte, geschweige Wohnräume gestalten konnte.


Von den weiteren in diesem Gebiet befindlichen Burgen wie Wineck, Schoeneck und Windstein sehen wir auf unserer Weiterfahrt direkt nichts. Wir begnügen uns auch mit dem Besuch von Fleckenstein und fahren einen Bogen über Reichshoffen nach Westen bis Hatten, einem Ort an der Maginot-Linie. Der kostenlose Stellplatz mit V+E ist direkt am dortigen Museum zur Kriegsgeschichte.
Nach einer ruhigen Übernachtung fahren wir über Soufflenheim, Besuch einiger Töpfereien, nach Sessenheim und begeben uns auf die Spuren von Johann Wolfgang Goethe und seiner verehrten Frédérique Brion. Es gibt einen schönen Prospekt mit einem ausführlichen Rundwanderweg.

Zur Mittagszeit ist auf der A35 durch Strasbourg nur wenig Betrieb. Auf einem Rastplatz kurz vor Colmar, auf Höhe der Haut Königsbourg, bekochen wir uns selbst. Rund um uns herum wimmelt es nur so von Störchen.

Kurz darauf verlassen wir die Autobahn, fahren an Kaysersberg vorbei (lt. P-M soll der Stellplatz jetzt EUR 20,00 kosten), hinauf auf den Col du Bonhomme und an der Ski-Station des Col du Calvaire vorbei zum Hotel „Les Terrasses du Lac Blanc“. Hier gibt es einen Stellplatz mit V+E, Gebühr 7,00 EUR, und einer wunderbaren Aussicht. Wenn man aber abends im Restaurant Essen geht, ist der Stellplatz kostenlos. Es ist ein richtiger Ort der Ruhe. Handy und Internet funktionieren nicht. :eek: :D

Nach einem starken abendlichen Gewitter und dem nächtlichnen Regen, sieht man heute aber nichts mehr. Wir stehen so richtig in den Wolken. Da wir eigentlich vorhaben, die Route des Crêtes noch mit weiteren Übernachtungen bis zum Grand Ballon zu befahren, warten wir noch ein wenig ab. Ständig wabern aber die Wolken nur auf und ab. Unser Wohnmobilnachbar war schon zu Einkäufen im Tal und erzählt uns, dass in Orbey bereits die Sonne scheint. Also brechen wir auf und fahren noch bis zum Col de la Schlucht. Hier ist aber auch noch alles in den Wolken. Am Plateau hat sich seit unserem letzten Besuch viel verändert. Leider brauchen die Heidelbeeren auch mindestens noch zwei Wochen, bis sie reif sind. Lena wollte genau deshalb aber hier hoch. Schade! So wie Einige der Parkplätze angelegt werden, könnte es bald hier oben geregelte Übernachtungsplätze für Wohnmobile geben. Die V+E ist schon seit langem hinter dem Schuppen der Straßenmeisterei.

Aufgrund der Wetterlage entscheiden wir uns für die Abfahrt nach Munster. Denn auch ein Abstecher zum Petit Ballon würde nichts bringen. Wenige hundert Höhenmeter tiefer erstrahlt schon die Sonne. In Munster machen wir einen kleinen Mittagsstopp und entdecken ein tolles und trotzdem preiswertes Mittagsmenü in einem Hotel.
Nach einem kleinen Verdauungsspaziergang setzen wir die Fahrt fort. In Ribeauvillé schickt uns die Ausschilderung für Wohnmobile weit außerhalb in ein Tal hinein. Der ausgewiesene Stellplatz ist aber abgesperrt und gefällt uns auch überhaupt nicht. Unsere nächste Möglichkeit ist Châtenois (Keschteholz), östlich von Sélestat, mit einem Stellplatz (7 Stück) mit V+E für EUR 7,00. Châtenois ist ein sehenswerter Ort mit einer mittelalterlichen Befestigungsanlage, schönen Häusern und guten Restaurants. Zum Berg hin schützte eine Ringmauer aus dem 14. Jhdt. die Anfänge des Ortes. Im 15. und 16. Jhdt. wurde dann noch eine weitere Ringmauer um den sich vergrößernden Ort gezogen.

Die Sonne weckt uns wieder sehr früh. Auf dem Weg zu einem nahen Stellplatz am Rhein machen wir noch einen kurzen Stopp in Dambach la Ville. Das Stadttor war so beeindruckend, dass wir dem Ort noch schnell einen Besuch abstatten.


Der Rhein muss noch weiter warten. Zuerst steht noch der Mont Ste. Odile, zwischen Barr und Obernai, auf dem Programm. Wir kochen uns erst was auf dem Parkplatz bevor wir zu der Wallfahrtskirche gehen. Die beiden Kapellen sind leider wegen Corona geschlossen. Hurra, hier gibt es schon Heidelbeeren. Vor uns haben natürlich schon viele Andere nach den Beeren gesucht. Und auf den ausgelatschten Pfaden ist die Sammelei dann sehr mühselig. Für ein paar Gläser Marmelade langt es nachher aber doch. Einheimische, die ihre Plätze kennen, ziehen mit mehreren Eimern los.

Über Obernai fahren wir jetzt aber zum Rhein. Hier können wir faulenzen und Schiffe gucken. Der Platz ist zum Wochenende hin gut besucht.



Die Elsass-Tour ist nun für uns vorbei und wir begeben uns auf die Heimfahrt. Über Erstein, hier sehen wir ein „Würth-Museum“ (MERKEN!), kommen wir bei Illkirch ganz gemütlich wieder auf die A35. Ein paar Kilometer vor der Grenze fahren wir bei Seltz zum SuperU um noch einige französische Lebensmittel (Mandelmehl, Spezialmehl zum Brotbacken, Wein, Wurst, Käse usw.) einzukaufen. Dann geht es nach Bad Dürkheim.
Der Stellplatz mit V+E, Gebühr 8,00, ist fast voll belegt. Es sind nur noch Plätze ohne Fernsehempfang frei. Ich finde trotzdem noch ein Platz, wo auch ich heute Abend Fußball schauen kann. Vorher verbringen wir aber noch eine angenehme Zeit im Weingut Barth.
Nach dem Frühstück tanken wir noch in Bad Dürkheim und fahren gemütlich Nachhause. Ich habe festgestellt, dass der Auspuff kurz hinter dem Partikelfilter gebrochen ist. Da kommt ein Werkstatt-Termin auf mich zu. Bis auf die Baustelle am Mainzer-Kreuz und der dadurch notwendigen Umleitung läuft der Verkehr flüssig.
Der 2. Teil der Reise über den Schwarzwald gibt es demnächst im Deutschland Forum.
Und wie immer, findet ihr den vollständigen Bericht mit viel mehr Bildern hier --> Link.
Viel Spaß bei der Lektüre!

