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Wie kauft man ein NEUES Womo? Kaufvertrag und dann?


HoWe1909 am 24 Aug 2020 15:12:28

Hallo zusammen,
ich habe da mal eine blöde Frage, aber vielleicht ist sie ja auch gar nicht so blöd.
Ich habe sämtliche PKW bisher immer nur gebraucht gekauft: Vorbeifahren, Probefahrt und Barzahlung mit Kaufvertrag.

Da die neuen Kastenwagen preislich nur wenig über den gebrauchten liegen, interessiere ich mich nun für ein neues Womo. Da die Angebot weiter entfernt liegen und auch noch Zubehör vom Händler verbaut werden soll, frage ich hier nach dem normalen Procedere. Wie funktioniert der Neukauf?


Danke
Horst


Trashy am 24 Aug 2020 15:26:21

Genau so.
Man bestellt, wartet, bezahlt und fahrt los.

opapa am 24 Aug 2020 15:44:59

Hallo Horst,

in der Regel wird eine "verbindliche Bestellung eines neuen Kraftfahrzeugs" gemacht. Verbindlich abgeschlossen ist der Kaufvertrag aber erst dann, wenn der Händler innerhalb einer gewissen Frist eine gleichlautende Auftragsbestätigung schickt oder aber das Fahrzeug sofort liefert.
Achte bei der verbindlichen Bestellung auch darauf, was als Liefertermin hinterlegt ist, ob verbindlich oder unverbindlich. Danach richten sich dann evtl. Fristen bei Lieferverzug (Nachfrist).
Wichtig ist auch zu klären, welcher Preis unten rechts steht im Kontext der Mehrwertsteuer-Senkung bis Ende 2020. Ausschlaggebend für den zur Anwendung kommenden MWSt.-Satz ist der Zeitpunkt der Lieferung/ Leistung, nicht der Bestellung. Also vorher klären, was passiert, wenn...

Gruß Uwe

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chrisc4 am 24 Aug 2020 15:46:31

Das Procedere steht in den Lieferbedingungen und ist individuell.
Bei mir war es folgendermaßen.
Nach der verbindlichen Bestellung bekam ich eine Auftragsbestätigung mit vorraussichtlichem Liefertermi per Post.
Da steht alles aufgeführt das du bestellst hast. Das muss man genau kontrollieren ob alles richtig ist. Bei Abweichungen muss man ab besten schriftlich reklamieren.
Nach einiger Zeit wurde ich aufgefordert die vereinbarte Summe zu überweisen, ca. 10% und direkt danach bekam ich den KFZ Brief per Einschreiben zugesandt. Damit kann man das Wohnmobil anmelden und bekommt die Nummernschilder.
Per Telefon bekam ich den Abholtermin, mit Tag und Uhrzeit.
Am Tag darauf kam die Abholterminbesätigung und die Aufforderung den Restbetrag bis auf 5000 Euro zu überweisen.
Am Abholtermin (nach wenigen Tagen) haben wir uns das Wohnmobil genau angeschaut und bekamen ein 2 stündige Einweisung.
Danach wurde der Restbetrag gezahlt und ich bekam alle Schlüssel und alle Bedienungsanleitungen etc.

Wie gesagt, das ist bei den Händlern unterschiedlich! Bei kleinen Händlern wäre ich mit der Vorauszahlung vorsichtig, wegen möglicher Insolvenz!

Gruß
Hans

bigben24 am 24 Aug 2020 15:53:37

Ich wäre mit An- oder Vorauszahlungen sehr vorsichtig und würde sie persönlich nie leisten. Für eine Anzahlung gibt es auch gar keinen Grund. Den Kaufpreis überweist man so, das er am Tag der Abholung beim Händler gutgeschrieben ist, oder man macht am Tag der Abholung eine Blitzüberweisung, die ist umgehend beim Händler gutgeschrieben.

Viele Händler argumentieren, das man den Brief erst rausgibt, wenn bezahlt ist. Das ist natürlich Blödsinn, denn das Fahrzeug ist ja immer noch in seinem Besitz. Meist dient das nur dazu, sich zinsfreie Liquidität zu verschaffen.

Gruß

Pechvogel am 24 Aug 2020 15:53:57

chrisc4 hat geschrieben:... Bei kleinen Händlern wäre ich mit der Vorauszahlung vorsichtig, wegen möglicher Insolvenz!



Können größere oder gar große Händler nicht insolvent werden??



Grüße
Dirk

Pechvogel am 24 Aug 2020 16:00:00

bigben24 hat geschrieben:...Viele Händler argumentieren, das man den Brief erst rausgibt, wenn bezahlt ist. Das ist natürlich Blödsinn, denn das Fahrzeug ist ja immer noch in seinem Besitz...


Um das nochmal klar zu untermauern:
Der Brief bzw die Zulassungsbescheinigung haben nichts, aber auch gar nichts mit dem Besitz von irgendeinem Fahrzeug zu tun!!
Lediglich an- bzw ummelden kann man ohne Brief nicht.

Eigentumsübergang erfolgt mit der Unterschrift über die Aushändigung des Fahrzeugs ( in der Regel eine Art Lieferschein ).


Grüße
Dirk

wolfherm am 24 Aug 2020 16:01:40

....und der Bezahlung des Kaufpreises.

rkopka am 24 Aug 2020 16:07:53

bigben24 hat geschrieben:Ich wäre mit An- oder Vorauszahlungen sehr vorsichtig und würde sie persönlich nie leisten. Für eine Anzahlung gibt es auch gar keinen Grund.

Evt. bei speziellen Wünschen, Optionen, Umbauten ? Da tut sich der Händler schwerer, das anderweitig zu verkaufen, wenn der Käufer plötzlich abspringt. Meines war nicht neu, sondern aus der Vermietung. Ich hab den Kaufvertrag im Herbst gemacht mit einigen Umbauvorgaben und Lieferung im Frühjahr. Da ich den Wagen vorher für eine Testfahrt gemietet hatte, reichte ihnen die €1000 Kaution als Anzahlung. Den Rest kurzfristig überwiesen.

RK

chrisc4 am 24 Aug 2020 16:14:22

bigben24 hat geschrieben:Ich wäre mit An- oder Vorauszahlungen sehr vorsichtig und würde sie persönlich nie leisten. Für eine Anzahlung gibt es auch gar keinen Grund. Den Kaufpreis überweist man so, das er am Tag der Abholung beim Händler gutgeschrieben ist, oder man macht am Tag der Abholung eine Blitzüberweisung, die ist umgehend beim Händler gutgeschrieben.
Gruß


Wo siehst du einen Vorteil für dich?
Wenn der Händler insolvent ist, dann geht deine Überweisung direkt vor der Abholung genauso in die Insolvenzmasse. :)
Der Insolvenzverwalter hat dann die Konten bereits beschlagnahmt!

Gruß
Hans

HoWe1909 am 24 Aug 2020 16:26:27

Danke erstmal für die vielen Antworten!

Ich habe mich evtl. missverstädnlich ausgedrückt. Ich werde vermutlich ein Bestandsfahrzeug kaufen, was schon beim Händler steht.
Ja, und ich tue mich mit Vorabüberweisungen sehr schwer, da ein Freund von mir vor Jahren einen Wohnwagen gekauft und den Betrag vorher überwiesen hat. Der Händler war just in dem Zeitraum pleite und die 15000€ waren zum größten Teil weg....
Daher fragte ich nach dem gängige Procedere.

chrisc4 am 24 Aug 2020 16:48:53

rkopka hat geschrieben:Evt. bei speziellen Wünschen, Optionen, Umbauten ? Da tut sich der Händler schwerer, das anderweitig zu verkaufen, wenn der Käufer plötzlich abspringt.

RK


Genau so ist es!
Bevor das Wohnmobil in die Werkstatt geht für den Einbau von Satanlage, Solar, Dachklimaanlage etc. muss die Anzahlung auf dem Konto sein.

Ich habe beim größten Bürstner Händler in Europa gekauft, die haben ihre festen Bedingungen, da kannst du keine Bedingung verhandeln. Da gehen täglich viele Mobile raus. Entweder du akzeptierst die Bedingungen oder es kommt kein Vertrag zustande. Die verzichten dann lieber auf dich als Kunde! :)

Gruß
Hans

opapa am 24 Aug 2020 16:52:27

Hallo Horst,

bei einem Bestandsfahrzeug würde ich die Bezahlung direkt bei Abholung machen. Entweder Geld auf den Tisch des Hauses oder Online- Sofortüberweisung, kostet nur wenige Cent. Und nur, wenn Auto, Fahrzeugpapiere und Schlüssel ohne Fehl und Tadel übernommen werden können. Je nach Standort des Händlers und Deinem Wohnort käme evtl. ein Kurzzeitkennzeichen in Frage, mit dem Du nach Hause kommst und dann in Ruhe alles anmelden kannst.

Gruß Uwe

chrisc4 am 24 Aug 2020 17:03:23

opapa hat geschrieben:Hallo Horst,

bei einem Bestandsfahrzeug würde ich die Bezahlung direkt bei Abholung machen. Entweder Geld auf den Tisch!

Gruß Uwe


Das geht nur bis 10.000 Euro wegen Geldwäschegesetz, auch Bankkarte und Kreditkarten fallen darunter.

Blitzüberweisung geht genauso in die Insolvenzmasse!

opapa am 24 Aug 2020 17:12:20

Hallo nochmal,

das Zitat entspricht nicht meinem Text, sorry, aber wenn schon...

Gruß Uwe

chrisc4 am 24 Aug 2020 17:18:45

opapa hat geschrieben:Hallo nochmal,

das Zitat entspricht nicht meinem Text, sorry, aber wenn schon...

Gruß Uwe


Klar, dein Text wurde im Zitat gekürzt, das ist doch in diesem Forum so gewünscht.

Gruß
Hans

goldfinger am 24 Aug 2020 17:36:24

chrisc4 hat geschrieben:.......Das geht nur bis 10.000 Euro wegen Geldwäschegesetz, auch Bankkarte und Kreditkarten fallen darunter.....


Ich denke, es ist nach wie vor möglich auch hohere Beträge in Bar zu bezahlen. Man muss sich nur ausweisen können, was ja beim Autokauf nicht wirklich viel verlangt ist.


Andreas

Pechvogel am 24 Aug 2020 17:47:53

goldfinger hat geschrieben:...

Ich denke, es ist nach wie vor möglich auch hohere Beträge in Bar zu bezahlen. Man muss sich nur ausweisen können, was ja beim Autokauf nicht wirklich viel verlangt ist.


Andreas


Nö, nicht mal das!
Du mußt nur, wenn Du das Geld abhebst ( Achtung u.U. vorher bei der Bank anmelden!! ) sagen dass Du dir davon 'n Auto oder sonst was kaufen willst und der Händler beim einzahlen, aber den kennst seine Bank vermutlich eh.


Grüße
Dirk

Pechvogel am 24 Aug 2020 17:54:28

chrisc4 hat geschrieben:...Blitzüberweisung geht genauso in die Insolvenzmasse!


Entweder der Händler ist schon insolvent, dann macht das Geschäft offiziell der Insolvenzverwalter und der ist froh über frisches Geld das rein kommt. Oder der Händler geht 10 Minuten nach der Sofortüberweisung in die Insolvenz dann gehört mir das Fahrzeug schon.

Aber heute überweisen und morgen abholen birgt die Gefahr dass der Händler morgen früh Insolvenz anmelden muß. Dann wird es sehr schwierig und teuer!


Grüße
Dirk

Lummerland am 24 Aug 2020 18:02:29

Wenn man befürchtet, dass der Händler vielleicht zwischenzeitlich pleite geht, sollte man dann nicht eher ganz die Finger davon lassen? Entweder man hat ein gutes Gefühl beim Kauf oder man lässt es. Nach meiner Erfahrung ist eine Anzahlung völlig üblich. Und ich habe schon viele Fahrzeuge gekauft. Und bei Sonderwünschen wird es ohne nicht klappen.

Ein Restrisiko bleibt ohnehin immer. Aber wenn die Pleite 2 Tage später kommt, hängt die Gewährleistung auch in der Luft...

goldfinger am 24 Aug 2020 18:05:56

Pechvogel hat geschrieben:....Nö, nicht mal das!
Du mußt nur, wenn Du das Geld abhebst ( Achtung u.U. vorher bei der Bank anmelden!! ) sagen dass Du dir davon 'n Auto oder sonst was kaufen willst und der Händler beim einzahlen, aber den kennst seine Bank vermutlich eh....

Wie soll das denn in der Realität aussehen, wenn der Händler mich nach meinem Ausweis fragt? Sage ich dann einfach: "Nö, kriegen Sie nicht, ich habe meiner Bank schon Bescheid gesagt"?


Andreas

chrisc4 am 24 Aug 2020 18:09:17

Man könnte die Bonität des Händlers prüfen, unter Geschäftsläuten ist das üblich --> Link
oder ein Treuhandkonto einrichten.
Das kostet jedoch Geld und ob der Händler eine Zahlung auf ein Treuhandkonto akzeptiert und das Wohnmobil herausgibt ist auch fraglich.

Gruß
Hans

Pechvogel am 24 Aug 2020 19:04:04

goldfinger hat geschrieben:...
Wie soll das denn in der Realität aussehen, wenn der Händler mich nach meinem Ausweis fragt? Sage ich dann einfach: "Nö, kriegen Sie nicht, ich habe meiner Bank schon Bescheid gesagt"?


Andreas


Kaufst Du ein Womo ohne Kaufvertrag? Da steht doch alles drin.

Geldwäschegesetz ist grundsätzlich kein Problem wenn, auf Nachfrage, eine Rechnung vorgelegt werden kann.
Die Banken müssen "ungewöhnliche" Transaktionen ( Überweisungen, Einzahlungen, Abhebungen,... ) ab 25.000 Euro der Bundesbank melden.
Wenn dich dein Banker fragt wofür das Geld ist und Du hast 'ne schlüssige Begründung ist die Transaktion nicht mehr meldepflichtig. Sagst Du aber "das geht Dich 'n Schei.dreck an" geht die Meldung raus.
Wenn Du regelmäßig solche Geldein- oder -Ausgänge hast ist das nicht mehr ungewöhnlich und auch nicht meldepflichtig.


Grüße
Dirk

Pechvogel am 24 Aug 2020 19:12:01

chrisc4 hat geschrieben:Man könnte die Bonität des Händlers prüfen, unter Geschäftsläuten ist das üblich --> Link
...


Mal abgesehen davon dass das in der Regel auch Geld kostet tauchten Zahlungsschwierigkeiten da, erfahrungsgemäß, erst auf wenn der Händler schon Insolvenz angemeldet hat. D.h. es kann einem durchaus passieren dass das Ranking heute noch " im grünen Bereich" ist und morgen steht da Insolvent.
Hab' ich alles schon gesehen. Firmen die schon monatelang ihre Löhne nicht bis kaum bezahlen konnten hatten immer noch ein super Ranking.


Grüße
Dirk

chrisc4 am 24 Aug 2020 19:26:21

Pechvogel hat geschrieben:D.h. es kann einem durchaus passieren dass das Ranking heute noch " im grünen Bereich" ist und morgen steht da Insolvent.
Hab' ich alles schon gesehen. Firmen die schon monatelang ihre Löhne nicht bis kaum bezahlen konnten hatten immer noch ein super Ranking.
Grüße
Dirk


Irgendwann ist auch Mal gut!
Wenn man so ängstlich ist, sollte man es einfach lassen!
Das Ganze leben ist ein Risiko und endet immer mit den Tod!

Gruß
Hans

xiquadrat am 24 Aug 2020 19:29:31

wolfherm hat geschrieben:....und der Bezahlung des Kaufpreises.


nicht wirklich, Eigentum wird durch die Übertragung des Kaufgegenstands erworben. Die Bezahlung des Kaufpreises ist nur dann zusätzlich notwendig, wenn im Kaufvertrag ein Eigentumsvorbehalt vereinbart wurde.

Das kommt deshalb zustande, weil im deutschen Recht im Kaufvertrag tatsächlich 3 Geschäfte vereinbart werden. Ein Verpflichtungsgeschäft (der Verkäufer verpflichtet sich den Kaufgegenstand zur Verfügung zu stellen), und 2 Übertragungsgeschäfte. Das eine ist die Übergabe des Kaufgegenstands an den Käufer, das andere ist die Übergabe der vereinbarten Gegenleistung an den Verkäufer.

Was jetzt immer wieder zu Mißverständnissen führt, ist dass diese 3 Geschäfte rechtlich *unabhängig* voneinander sind. Das heißt beispielsweise eben auch, dass man durch die Bezahlung des Kaufpreises kein Eigentum an der Sache erwirbt, daher auch die Gefahr des Verlustes von Vorauszahlungen bei Insolvenz des Verkäufers.

goldfinger am 24 Aug 2020 19:31:40

Pechvogel hat geschrieben:Kaufst Du ein Womo ohne Kaufvertrag? Da steht doch alles drin.....


Wer im Kaufvertrag steht, muss nicht derjenige sein der das Fahrzeug bezahlt. Ist bei uns z.B. so.

Ich glaube nicht, dass sich irgendein Händler auf Deine Version einlassen würde.


Andreas

xiquadrat am 24 Aug 2020 19:37:07

chrisc4 hat geschrieben:Wenn der Händler insolvent ist, dann geht deine Überweisung direkt vor der Abholung genauso in die Insolvenzmasse. :)
Der Insolvenzverwalter hat dann die Konten bereits beschlagnahmt!

wenn du ein relativ hohes Maß an Sicherheit haben möchtest, dann muß der Händler deine Vorauszahlung über eine Bankbürgschaft absichern. Die Kosten dafür sind dann eben Verhandlungssache. Ist aber bei relativ hohen Vorauszahlungen und langen Lieferzeiten nicht ungewöhnlich.

Ruefue am 24 Aug 2020 19:48:17

Hallo, um zu vermeiden, mit großen Mengen Bargeld zu reisen, hatten wir bei einem Kauf von Privat einen bestätigten Bundesbankscheck benutzt. Die Gebühr war damals 25 Euro. Die Gefahr eines Bargelddiebstahls war dann gebannt. Das ist ggf. auch eine Alternative zur Überweisung. Gruß

HoWe1909 am 24 Aug 2020 20:11:36

Danke für die vielen Antworten!
Wobei die Beiträge dann doch z.T. wertend werden. Ich habe doch nur nach dem Procedere gefragt.
Also, ich habe verstanden, dass ich Umbauten wohl vorab bezahlen muss-kann ich nachvollziehen. Ich habe verstanden, dass ich vor ort bar oder per Sofortüberweisung bezahlen kann - kann ich nachvollziehen. Und ich habe verstanden, dass ich wohl eine Anzahlung leisten muss. Gibt es da übliche Prozentangaben wie hoch diese Anzahlung ist?
Danke
Horst

chrisc4 am 24 Aug 2020 20:12:06

Bei den Händlern gibt es Liefer/ Zahlungsbedingungen, die musst du bei der Bestellung unterschreiben und ist Vertragsbestandteil.
Wenn du nicht unterschreibst, dann kommt kein Kaufvertrag zustande.
Da können eventuell solche Dinge drin stehen oder auch nicht.
Das was da steht ist die Rechtsgrundlage für die Abwicklung!

Gruß
Hans

xiquadrat am 24 Aug 2020 20:32:21

HoWe1909 hat geschrieben:Also, ich habe verstanden, dass ich Umbauten wohl vorab bezahlen muss-kann ich nachvollziehen. Ich habe verstanden, dass ich vor ort bar oder per Sofortüberweisung bezahlen kann - kann ich nachvollziehen. Und ich habe verstanden, dass ich wohl eine Anzahlung leisten muss. Gibt es da übliche Prozentangaben wie hoch diese Anzahlung ist?

also grundsätzlich sind die Bedingungen eines Kaufvertrages verhandelbar. Wenn man sich da nicht einig wird, kauft man eben woanders. Ist ja jetzt nicht so, dass dich jemand zum Abschluß zwingen könnte :)

Was jetzt Vorauszahlungen angeht, muß dir eben klar sein, dass die ein einseitiges Risiko für dich darstellen (Stichwort Insolvenz), und für den Verkäufer ein zinsloses Darlehen sind. Jeder halbwegs fähige Kaufmann wird seine Kapitalkosten sowieso mit in die Preiskalkulation einfließen lassen. Insofern stellt eine Vorauszahlung eben auch einen verdeckten höheren Preis dar. Würde ich mir schon zweimal überlegen ob ich mich so ohne weiteres darauf einlassen würde. Vor allem wenn's dann um höhere Summen geht.

Aber schlußendlich muß jeder selbst entscheiden mit was er sich wohl fühlt, und welche Risiken er eingehen möchte.

Lummerland am 24 Aug 2020 20:40:06

Üblich ist eine Anzahlung in Höhe von 10% des Kaufpreises...

Lummerland am 24 Aug 2020 20:45:13

Die Aussage "dann kaufst du halt woanders" ist in der Theorie ja ein guter Tipp. Die Realität sieht zumindest nach meiner Erfahrung etwas anders aus. Es ist ja nun nicht so, dass die wirklich seriösen Händler (und nur dort würde ich kaufen) an jeder Straßenecke zu finden wären. Und wenn du monatelang das richtige WoMo gesucht hast, endlich fündig geworden bist, dann überlegt du dir das aber gründlich, ob du die Bedingungen ablehnst...

So ist das halt mit Theorie und Praxis.

xiquadrat am 24 Aug 2020 20:45:39

ach ja, noch was. Wer meint, dass so ein Insolvenzrisiko nur theoretisch wäre, könnte sich ja mal diesen Link (mit Zeitungsartikel) --> Link ein wenig genauer anschauen.

xiquadrat am 24 Aug 2020 20:48:41

Lummerland hat geschrieben: Und wenn du monatelang das richtige WoMo gesucht hast, endlich fündig geworden bist, dann überlegt du dir das aber gründlich, ob du die Bedingungen ablehnst...

'unbedingt haben wollen' ist in der Tat keine besonders gute Voraussetzung für Verhandlungen ;)

Lummerland am 24 Aug 2020 21:04:47

Das hat zwar nichts mit 'unbedingt haben wollen' zu tun, aber sei's drum...

Pechvogel am 24 Aug 2020 21:19:49

Warum denn überhaupt eine Anzahlung wenn es ein Bestands Fahrzeug ist?
Kauf das Fahrzeug, bezahl von mir aus per Sofortüberweisung dass es Deins ist und lass die Änderungen dann machen.


Grüße
Dirk

xiquadrat am 24 Aug 2020 21:22:38

Lummerland hat geschrieben:Das hat zwar nichts mit 'unbedingt haben wollen' zu tun, aber sei's drum...

na ja, wenn's dann eben genau dieses Modell bei diesem Händler sein muß... wie würdest du das denn nennen ? Ist ja auch nicht schlimm oder verwerflich wenn dir das unter den Umständen diese Bedingungen wert ist. Kann man sich ja durchaus dafür entscheiden, sich darauf einzulassen.

Es ist eben im Allgemeinen hilfreich, wenn man sich vorher über die möglichen Konsequenzen des Vorgehens im Klaren ist.
Und ob nun ein Händler seriös ist oder nur noch ein Einschreiben von der Insolvenz entfernt, könnte ich beim besten Willen nicht beurteilen ohne dass der die Buchhaltung offen legt. Da das keiner machen wird, muß man eben das Insolvenzrisiko ernst nehmen.

dieter2 am 25 Aug 2020 00:31:33

Lummerland hat geschrieben:Üblich ist eine Anzahlung in Höhe von 10% des Kaufpreises...


Warum sollte das üblich sein.
6000 € in der Schwebe gibt einen unruhigen Schlaf :roll:

Mein Händler wollte keine Anzahlung,er hat keine Vorauskosten
Erst wenn das Womo vom Werk geliefert wird,und dann hat er den vollen Kaufpreis von mir erhalten bei der Übergabe.


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