Ausderasche am 31 Aug 2020 23:54:13 ja, wir haben in 50 Jahren Mitgliedschaft 3 mal den ADAC in Anspruch genommen. Darunter in den 90er Jahren den Totalverlust unseres WOMOs bei einem unverschuldeten Unfall in Frankreich. Das hatte der ADAC toll gelöst. Die letzten beiden Fälle in I und GR waren einer sehr gut, einer im Endeffekt schlecht gelöst. Und da unser Womo - über 3,20m hoch nur in Teilbereichen abgesichert war und die ADAC-Langzeit-AKV und auch die normale AKV doch sehr teuer (und beileibe nicht Sieger bei Stiftung Warentest) sind - haben wir letztes Jahr unsere (meine) ADAC Plus Mitgliedschaft gekündigt, u.a. weil wir den Schutzbrief eigentlich nur für das Womo und nicht für den PKW - nur Kurzstrecken - benötigen. Da ging es uns wie Schlabuster: schlabuster-1 hat geschrieben: Wir hatten eine ADAC plus Mitgliedschaft incl. Partnercard. Gekündigt. Das Jahr darauf bekommt meine Frau eine Beitragsrechnung in Höhe von 54 Euro für ein weiteres Jahr Mitgliedschaft! Auf Nachfrage hieß es, dass mit der Plusmitgliedschaft beide Partner eigenständige Mitglieder des ADAC geworden sind.
Das ging mir sehr gegen den Strich. Und da der ADAC 2015 - NACHWEISLICH - diese Partnermitgliedschaft als ERWEITERUNG MEINER MITGLIEDSCHAFT, also nicht als eigenständige Mitgliedschaft beworben hatte und meine Frau nie eine Willenserklärung abgegeben hatte, ADAC Mitglied werden zu wollen, habe ich dieser ADAC Rechnung an meine Frau heftigst widersprochen. Der ADAC hat da auch sehr schnell eingelenkt. (Ich bin überzeugt, er hatte sehr schlechte Karten.) Die schlimmste Erkenntnis kam noch später. Ein Mitglied (mit privatem Kontakt) dieses Forums machte mich darauf aufmerksam, dass bei langjährigen ADAC Mitgliedern mit PLUS-Mitgliedeschaft Bestandsschutz existiere, d.h. der Ehepartner sowieso in der Partnermitgliedschaft sei. D.h. Der ADAC bewarb bei mir die Partnermitgliedschaft, obwohl gar nicht notwendig, da durch die langjährige Mitgliedschaft sowieso gegeben. Akzeptierte und kassierte dann den Beitrag für Partnermitgliedschaft für 4 Jahre. Und kam dann noch nach meiner Kündigung mit dem Thema: Deine Frau ist immer noch Mitglied. DAS FAND ICH SCHON MEHR ALS DREIST! Jetzt bin ich froh, dass ich nicht mehr Mitglied in dem Verein bin. Gruß Frank
Ausderasche am 31 Aug 2020 23:59:37 Post Scriptum zu meinem vorherigen Beitrag:
Ich möchte nicht wissen (eigentlich schon), wieviele (10.000 > langjährige Mitglieder) diesen Beitrag für ihre Ehepartner bezahlen und der ADAC kassiert und zahlen nach Kündigung noch das Add-On Jahr.
Gruß Frank
WomoTechnikService am 01 Feb 2021 10:56:42 Auch ich war 1990 gleich in den ADAC eingetreten, der Werbung sei Dank...irgendwann in den 90ern hat der Gelbe Engel dann auch mal mein Auto aufgemacht, als ich mich ausgesperrt hatte. Ich habe dann auch zur Plusmitgliedschaft gewechselt, weil ich das mit dem Bestandsschutz nicht wußte... Dann kamen die Negativerlebnisse: Himmelfahrt 2004, damals mit Wohnwagen am Haken, brach mitten in der Nacht auf dem Bremer Kreuz eine Welle im Getriebe meines Ford Galaxy... der Pannenhelfer war ein Vertragspartner des ADAC. Er hatte nicht einmal eine Warnlampe oder ähnliches dabei, um den Wohnwagen im Dunkeln für die Zeit zu sichern, während er den Galaxy auflud und dann den Wohnwagen anhängte (er hat ja beim Abhängen kein Licht...), wir riefen also die Autobahnpolizei, die diese Sicherung übernahm. Der ADAC selbst war nicht in der Lage, einen Mietwagen mit Anhängekupplung zu besorgen. Da ich zusätzlich einen Schutzbrief über meine KFZ-Versicherung hatte, habe ich mit denen telefoniert und bekam umgehend einen Mietwagen mit Anhängekupplung vermittelt (T5) und sogar vor Ort gebracht. Der ADAC lehnte dann die Kostenübernahme für den T5 (104,-€ pro Tag) ab und bot nur 50,-€ pro Tag an. Der Schutzbrief meiner Versicherung übernahm dann unkompliziert den Rest. Den Galaxy brachte der ADAC nach 3 Wochen nach Hause. Ostern 2007, meine Eltern, auch Plusmitglieder, mit 1500kg-Wohnwagen auf dem Weg nach Kroatien... bei Pegnitz Motorschaden. Wieder war der ADAC nicht in der Lage, einen Mietwagen mit Anhängekupplung zu besorgen. Auch den Wohnwagen könne man nicht zeitnah nach Hause bringen. Der ADAC bot an, wenn meine Eltern jemand hätten, der den Wohnwagen nach Hause bringt, würden sie die Kosten übernehmen. Ich hatte damals den Ford Transit Euroline und fuhr also von Dresden zum Pannenort 350km und mit Wohnwagen 350km zurück. Nach den damaligen eigenen Autokostentabellen hätte der ADAC pro km -,56€ zahlen müssen. Getankt hatte ich insgesamt für 140,-€, der ADAC erstattete 70,-€... Auf Nachfrage teilte man mir mit, dass der ADAC nach der Verbrauchsangabe des Herstellers nur 7,6l pro 100km erstattet und 700km x 7,6l/100km beim damaligen Dieselpreis von 1,30€ eben 70,-€ sind. Dass ich schon Solo auf der Autobahn ca. 9l/100km verbrauche, wenn ich nicht nur 80km/h fahre und mit Wohnwagen dann bei 100km/h sogar zwischen 13 und 14l verbrauche, war dem ADAC egal. Diese beiden Fälle führten dann zur Kündigung meiner Mitgliedschaft beim ADAC und ich habe jetzt auf jedem Fahrzeug den Schutzbrief der Versicherung für wenige € im Jahr. LG Peter
Tinduck am 01 Feb 2021 13:54:47 womo-45 hat geschrieben:2. Trotz durchgegebener GPS-Koordinaten konnte uns der vom ACE benachrichtigte Pannendienst nicht finden und der Standort musste von uns telefonisch erneut durchgegeben werden! Was wäre wenn jemand schwer verletzt gewesen wäre?
Wer ruft denn bitte bei Personenschaden den Pannendienst?? Die Jungs und Mädels von der 112 finden dich schon... würd ich von irgendwelchen Pannenfritzen jetzt nicht erwarten, die haben es auch nicht so eilig und keine Sonderrechte. ADAC oder ACE oder was auch immer.... wollen auch nur Geld verdienen, man wird überall Fälle finden, wo's geklappt hat und wo nicht. Die 3,20m-Beschränkung macht allerdings den ADAC zum no go, wenn man höher ist. Wer trotzdem darauf vertraut, weils vor 20 Jahren mal geklappt hat, riskiert, im Fall der Fälle sehr dumm dazustehen. Würd ich mir überlegen. bis denn, Uwe
peter1130 am 04 Feb 2021 10:57:24 Tinduck hat geschrieben:.
Die 3,20m-Beschränkung macht allerdings den ADAC zum no go, wenn man höher ist. Wer trotzdem darauf vertraut, weils vor 20 Jahren mal geklappt hat, riskiert, im Fall der Fälle sehr dumm dazustehen. Würd ich mir überlegen.
bis denn,
Uwe
Das einzige was bei über 3,20m abgelehnt wird ist das schleppen alles andere bleibt davon unberührt. Auch bei anderen Firmen wird es wenige Schleppwagen geben die nur 80cm an der Ladefläche hoch sind. Oder versuche mal ein Wohnmobil mit riesen Überhang hinten in einer Brille zu schleppen. Mehr als 4m Gesamthöhe mit Schleppwagen sind halt nicht erlaubt. Auch für die Anderen nicht.
WomoTechnikService am 04 Feb 2021 13:08:35 peter1130 hat geschrieben:Auch bei anderen Firmen wird es wenige Schleppwagen geben die nur 80cm an der Ladefläche hoch sind.
Wohnmobile werden vom Hersteller zum Händler ja auch transportiert und da gelten dieselben Regeln. Es wird nur nicht jeder Abschlepper vor Ort die Möglichkeit haben... LG Peter
Tinduck am 04 Feb 2021 13:12:02 Ja, und weil das alles gar nicht geht und völlig unmöglich zu organisieren ist, stehen die Autobahnen ja auch voll mit über 3,20 m hohen Wohnmobilen und LKWs, die man da nicht mehr runter bekommt? :gruebel:
Unsinn. Richtiger Schutzbrief, und es passt. ICH hätte auf jeden Fall keine Lust, für den ADAC Beiträge zu blechen und dann das Abschleppen nicht organsiert und/oder bezahlt zu bekommen. Die Möglichkeit ist da, dem ADAC ist das nur zu teuer.
bis denn,
Uwe
BadHunter am 04 Feb 2021 19:34:46 Tinduck hat geschrieben:Die Möglichkeit ist da, dem ADAC ist das nur zu teuer.
Wie fast allen anderen Automobilclubs auch.... Hat also nichts mit dem ADAC zu tun! Es hat einfach damit etwas zu tun, dass es einfach höhere Kosten verursachen würde, wenn jeder Club Tieflader bereitstellen oder als Vertragspartner unterhalten müsste, um einen einfach zu geringen Anteil an Fahrzeugen über 3,20 m Höhe zu transportieren. Natürlich werden die Fahrzeuge von Wohnmobilherstellern auch zu den Händlern transportiert, aber auch da sind die meisten Mobile eben unter dieser Höhengrenze. Und die, bei denen die Fahrzeuge höher sind, sind auch die Premiumhersteller, bei denen die Kaufpreise in ganz anderen Regionen liegen und die dann mit Sicherheit ihre eigenen Partner mit Tiefladern haben, weil die fast ausschließlich solche Fahrzeuge transportieren müssen. Also ich wüsste nicht, warum man da irgendeinem Automobilclub etwas vorwerfen sollte. Geholfen wird einem ja trotzdem, denn Pannenhilfe gibt es ja trotzdem, und ein Abschleppunternehmen wird i.d.R. auch höhere Fahrzeugen wohl nicht auf der Autobahn stehenlassen sondern zumindest bis zur nächsten Ausfahrt oder dem nächsten Rastplatz abschleppen.
Lancelot am 04 Feb 2021 20:02:43 Tinduck hat geschrieben: ICH hätte auf jeden Fall keine Lust, für den ADAC Beiträge zu blechen und dann das Abschleppen nicht organsiert und/oder bezahlt zu bekommen.
Der ADAC (und andere) schließen einige wenige Leistungen für > 3,20 m aus, die weitaus meisten gelten. Auch die x-te Wiederholung machts nicht wahrer : organisieren tut zumindest der ADAC sehr wohl, nur nicht zahlen. Wobei wir damals den Höchstsatz in Kulanz bekommen haben .. :gut: Tinduck hat geschrieben: Die Möglichkeit ist da, dem ADAC ist das nur zu teuer.
Nicht nur dem ADAC, den Kritikern wohl auch. Steht doch jedem frei, das verbleibende Resrisiko mit einem Truckschutzbrief abzusichern, kostet halt teuer.
BadHunter am 04 Feb 2021 20:04:32 Wenn ich hier von den ganzen negativen Erlebnissen mit dem ADAC lese, dann gibt es sicher auch mit anderen Clubs oder Schutzbriefen genau solche Erlebnisse. In der absoluten Zahl wohl nicht, aber anteilig an der Anzahl der Mitglieder oder Versicherten. Das ist wie bei Versicherungen im Allgemeinen: negative Erlebnisse liest man immer wieder und reichlich im Internet, aber die große Masse der Zufriedenen sagt wenig, weil man ja zufrieden ist und sagt, dass man ja genau dafür seine Beiträge zahlt. Sowohl ich in meinen bisher 30 Jahren als Plus-Mitglied als auch meine Eltern, die nun altersbedingt seit über einem Jahr kein Wohnmobil mehr haben, hatten bisher ausschließlich positive Erlebnisse mit dem ADAC. Deshalb habe ich Wechselgedanken aus Beitragsgründen auch immer recht schnell wieder verworfen. Wenn ich zusammenrechne, wie oft und in welchem Umfang wir bisher die Hilfe des ADAC in Anspruch nehmen mussten, so haben wir, selbst, wenn ich mit 100 € Beitrag pro Jahr rechnen würde, immernoch eine Menge Geld gespart! Nur ein Auszug: Panne mit dem PKW an einem Sonntag, Zahnriemen gerissen. ADAC gerufen, ca. 200 Km nach Hause und Auto in die Werkstatt bei uns in der Nähe gebracht worden, an einem Sonntag. Kosten, die der ADAC übernommen hat (bekam hinterher eine Kopie der Rechnung des Abschleppuunternehmens zur Kenntnis): 800 € Motorradunfall, ca. 120 Km von zuhause entfernt, zum Glück unverletzt, aber Motorrad nicht mehr fahrbereit: wieder nach Hause gebracht worden, Motorrad in die Werkstatt meines Vertrauens, natürlich wieder an einem Sonntag. Panne im Urlaub mit Wohnmobil in Thüringen, es stieg Rauch direkt vor mir aus der Lenksäule auf, also sofort angehalten. vom ADAC zur nächsten Werkstatt geschleppt worden, dort wurde ein neues Zündschloss bestellt und am nächsten Tag eingebaut. In der Nacht von Samstags auf Sonntag auf der Rückfahrt von einem Zirkusbesuch (Chinesischer Staatszirkus): an der Hinterachse des PKW blockiert auf der Autobahn plötzlich eines der Hinterräder, später festgestellt Ursache war ein Bremsbelag, der sich gelöst und verkeilt hat. Wieder nach Hause gebracht worden (ca. 80 Km) und das Auto in unsere Werkstatt.
Meine Eltern: Zahnriemenriss in Frankreich beim Wohnmobil, abgeschleppt zur nächsten Werkstatt, dort wurde am Folgetag die Reparatur durchgeführt, die eigentlichen Reparaturkosten waren recht günstig, wurden erstmal vom ADAC ausgelegt, nach dem Urlaub dann von meinen Eltern bezahlt. Ebenfalls in Frankreich: Wohnmobil hatte immer weniger Leistung, Abschleppen in eine Werkstatt, wo festgestellt wurde, dass wohl verschmutzter Diesel getankt worden war und sich dadurch das Treibstoffsystem immer mehr zugesetzt hat. Diesel komplett abgelassen, gesamtes System gereinigt und gespült, alle Kosten vom ADAC übernommen worden. Dazu hatten meine Eltern auf Ihren Fahrten zur Überwinterung in Spanien dreimal Reifenschäden, bei denen auch jedesmal die Hilfe über den ADAC reibungslos und schnell geklappt hat, jedesmal mit mehreren Rückrufen, ob alles gut liefe und die Hilfe reibungslos klappt. Incl. Beschaffung jeweils neuer Reifen.
Dies soll kein Loblied auf den ADAC sein, denn dafür bezahlen wir ja unseren Beiträge, und ich gehe davon aus, dass es vielen Anderen bei anderen Clubs hoffentlich auch so geht. Es tut mir für jeden Leid, dem nicht die gewünschte Hilfe zuteil wurde, und kann die Enttäuschung verstehen, mir stinkt es einfach nur gewaltig, dass solche Aussagen dann pauschal auf einen Club oder Anbieter bezogen verallgemeinert werden und dieses Unternehmen dann pauschal verurteilt wird, obwohl die große Masse der Menschen absolut zufrieden ist.
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