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Breiter Transporter für Selbstausbau


Transcraft am 01 Sep 2020 21:26:45

Hallo, liebe Forengemeinde.
Ich bin derzeit auf der Suche nach einem Basisfahrzeug für den Selbstausbau.
Das fertige Fahrzeug soll hauptsächlich mir allein als neues Zuhause dienen, das ganze Jahr über.
Es soll von außen unauffällig sein, d.h. keine Markise etc., weil ich wild stehe. Bin tagsüber vollzeit bei meiner Arbeitsstelle, d.h. ich stehe erst ab Abends wild.

Nun hab ich mich schon ein wenig in die Materie hineingelesen und bin schon heiß auf den Ausbau, mit dem ich gerne zeitnah anfangen würde.
Ich bin handwerklich tätig und mache auch bei meinem derzeitigen PKW fast alles selbst, habe also schonmal nicht zwei linke Hände.
Der Ausbau soll aber ein anderes Thema sein.

So nun suche ich also erstmal einen 3,5t-Transporter, den ich fahren darf mit der Führerschein-Klasse BE.
Meine Haupt-Anforderung wäre neben der Stehhöhe erstmal, dass ich eine maximale Breite für ein Querbett habe. Ohne Erweiterungs-Anbau. Der Ducato soll dabei ja gut dabei sein. Aber vielleicht gibt es ja noch ein Fahrzeug mit ein paar CM mehr. Dieser Punkt ist mir jedenfalls wichtig.

Anforderungen an das Basisfahrzeug.
Budget: max. 10000€
- Stehhöhe
- Maximaler Platz für Querbett
- Lange Bauform (L3H2 oder länger?)
- Trennwand zur Fahrerkabine, zwecks Isolation
- Rundum geschlossen, d.H. keine Fenster
- Heck-Flügeltüren, seitlich Schiebetür (einseitig rechts oder beidseitig)
- Verzurr-Ösen am Boden (brauch man für den Einlegeboden, oder?)
- Klimaanlage, evtl. Tempomat
- Weiß ohne Aufdrucke/Werbung

Bei der Länge des Fahrzeugs bin ich halt noch unsicher. Es wird oft geschrieben, dass man nicht in Parkhäuser kommt. Aber ich fahre bei meinem derzeitigen Lebensstil so gut wie nie in Parkhäuser, dieses Jahr vielleicht 1x... Und dieses 1x kann ich mir auch sparen. Parkplatzsuche bissl schwieriger... Joa aber ich wohne da drin, dann ist ein halber Meter mehr schon einiges wert. Ich hab auch keine Panik davor mir dem Transporter zu rangieren etc., da ich große Fahrzeuge gewohnt bin.

Falls die Ausstattung für das Basisfahrzeug wichtig ist, könnt ihr erst mal mit der Standardausstattung für ein 4-Jahrenzeiten-Mobil ausgehen, also Camper-Fenster, Dachventilator-Luke, Vollisolierung, Standheizung, Solar, Kühlschrank, Spüle, Gasherd (nicht fest), Hängeschränke, Trockentrenntoilette usw.

Wer kann mir Empfehlungen geben?
Wäre auch für Anregungen dankbar bezüglich praktischer Ansätze, die ich beim Kauf bedenken sollte.


Solofahrer am 01 Sep 2020 22:34:13

Paketdienst-Fahrzeug von DHL oder UPS.

Tinduck am 01 Sep 2020 22:45:02

3,5 Tonnen mit L3H2? Da kannst du aber nur auf japanisch mit Papierwänden ausbauen... und dann noch frei stehen und autark mit ganzjähriger Bewohnung. Könnte sehr spannend werden, wenn der fertige Ausbau auf der Waage steht.

Guck mal hier... --> Link und der ist noch kleiner!

bis denn,

Uwe

Anzeige vom Forum


Transcraft am 01 Sep 2020 23:49:57

Also undenkbar, dass ich unter 3,5t komme?
Ich würde schon überall aufs Gewicht achten. Leichtes Pappelholz, Aussparungen in der Möblierung usw.
Aber wenn ihr nochmal bestätigt, dass das nicht möglich ist, will ich es glauben.
Wenn es nur schwer umzusetzen ist, ist es eine Herausforderung. :)

tztz2000 am 02 Sep 2020 00:12:45

Transcraft hat geschrieben:Also undenkbar, dass ich unter 3,5t komme?

Nein, nicht undenkbar. Ein Freund von mir, ein Schreiner, hat sich einen neuen 7 m Daily selbst ausgebaut. Das geht mit dem Gewicht, sehr knapp.... viel Zuladung ist da natürlich nicht mehr drin.

Tinduck am 02 Sep 2020 08:27:47

Genau, und Zuladung wird ja völlig überbewertet, insbesondere, wenn man drin wohnen will... :lach: :lach: :lach:

Leichtausbau wird schwierig, wenn man einen Kawa wintertauglich machen möchte. Da musst du schon vollflächig isolieren, das kostet Zuladung.
Was planst Du so an Wasservorrat ein? Und Gepäck hat man beim Bewohnen wohl auch etwas mehr als auf einer Urlaubsreise. usw. usf.

Das Problem ist, was ist dein Plan B? Auflasten und C1 machen? Du wirst den Wagen ja nicht wegwerfen wollen, wenn er ausgebaut ist und dann leer schon 3,4 Tonnen hat.

bis denn,

Uwe

Transcraft am 02 Sep 2020 09:08:53

Einen Plan B gibts nicht. C1 ist mir zu teuer und auflasten wohl auch.
Da wäre mir eine genaue Gewichtsplanung wichtig.
An Wasservorrat reichen 50L + 1 Kasten Mineralwasser. Hab täglich die Möglichkeit, Wasser zu tanken und benutze die Außendusche nur im Notfall. Im Winter im Fitnessstudio.

Generell denke ich nicht, dass es so viel Zuladung in Form von Inventar wird.
Ich bin schon recht minimalistisch veranlagt.

Hat das schonmal jemand für den selben Zweck und 3,5t gemacht? Ich bin ja allein, das sollte man bedenken.

Ich verharre aber auch nicht auf meiner L3H2-Idee. Wenn das gar nicht geht, muss ich mir halt etwas anderes überlegen, ihr seid die Experten :)

tztz2000 am 02 Sep 2020 09:44:57

Schau halt mal bei mobile.de nach Kastenwagen in der Preisklasse 9 - 12k €.... da gibt's einige ältere Iveco oder Sprinter!

--> Link

Tinduck am 02 Sep 2020 09:54:33

.... die sind aber für Querbett hinten eigentlich unbrauchbar, weil oben zu schmal. In Frage kommen in der Hinsicht eigentlich nur Ducato + Klone und der Opel, Vario ist raus wegen Gewicht. Oder eben doch, wie oben empfohlen, kein Kasten, sondern ein Postkoffer.

bis denn,

Uwe

tztz2000 am 02 Sep 2020 10:14:38

Der hier ginge doch als Längsschläfer!

--> Link

wolfherm am 02 Sep 2020 10:19:57

tztz2000 hat geschrieben:Der hier ginge doch als Längsschläfer!

--> Link


Etwas rustikaler und spartanischer Innenausbau, aber sehr interessant.

Tinduck am 02 Sep 2020 11:56:33

Rustikal?

Versteht mich nicht falsch, jeder so wie er will... aber den Wagen könnte man wahrscheinlich teurer verkaufen, wenn man den Sperrmüll vorher auslädt.

Edith: ich korrigiere mich, die Kiste ist 16 Jahre alt... da hat einfach mal jemand nachgeschaut, für wieviel Geld richtige, 16 Jahre alte Womos weggehen... recht ambitionierte Preisgestaltung.

bis denn,

Uwe

andwein am 02 Sep 2020 14:04:24

Transcraft hat geschrieben:......Wenn es nur schwer umzusetzen ist, ist es eine Herausforderung.

Das ist ein Spruch und nicht mal ein guter. Deine Realität möchte:
1. Das fertige Fahrzeug soll hauptsächlich mir allein als neues Zuhause dienen, das ganze Jahr über. also Sommer wie Winter!
2. Stehhöhe, 3. Maximaler Platz für Querbett (wie groß bist du?), 4. Lange Bauform (L3H2 oder länger?) also so um 6,5m
5. Rundum geschlossen, d.H. keine Fenster , also keine Belüftung im Sommer und keine Frischluft im Winter (Schwitzwasser/Schimmel)
6. das Ganze kleiner 3,5t, aber mit Klimaanlage und die notwendigen Batterien für Kühli und Heizung für eine Winterzeit
Viele Punkte, die sich widersprechen. Die Widersprüche sollten vor dem Fahrzeugkauf geklärt/priorisiert werden.
Hier gibt es ein paar Kauf- und technische Informationen: --> Link
Gruß Andreas

tztz2000 am 02 Sep 2020 15:35:24

Tinduck hat geschrieben:Edith: ich korrigiere mich, die Kiste ist 16 Jahre alt... da hat einfach mal jemand nachgeschaut, für wieviel Geld richtige, 16 Jahre alte Womos weggehen... recht ambitionierte Preisgestaltung.

Was erwartest Du bei einem Budget von 10k €? :nixweiss:

Da ist nicht mehr drin! Und einen ollen Ducato mit Womoaufbau aus gepflegten Rentnerhänden gäbe es vielleicht für das Geld (wenn man grosses Glück hat! :ja: ), aber das will der TE ja nicht, er sucht ja offenbar ein Stealth-Fahrzeug! Und sowas geht halt nur als KaWa!

Transcraft am 03 Sep 2020 00:58:51

Hallo ihr lieben,
ich glaube, ich habe mich wohl in allen Punkten falsch ausgedrückt.

Ich möchte keinen fertigen Aufbau, grade das selber Ausbauen ist das das geile. Ich hab da schon genaue Vorstellungen.
Die 10k€ sind das Budget für das Basisfahrzeug. Für den Ausbau hab ich in etwa nochmal so viel eingeplant aber das ist erstmal nicht entscheidend, mir geht es erstmal nur ausschließlich um das Basisfahrzeug.

Ich bin 1,80 groß und hab schon in einem Ducato-Ausbau probegelegen. Da war allerdings am Fuß und Kopf keine Verkleidung, nur die blanke Isolierung und selbst da war es dann eng. Da das Bett recht breit sein soll, kann ich ein wenig schief drin liegen und stoße dann nach meinem Plan nicht mehr an.

Rundum geschlossen soll das Basisfahrzeug sein. Das heißt lange nicht, dass ich es dann beim Ausbau so lasse. Will halt nicht überall Kältebrücken in Form von Einfachfenstern sondern gut isolierte Campingfenster.

Die Klima war für die Fahrerkabine angedacht, nicht für den Laderaum. Im Stand brauch ich keine Klima. Standheizung natürlich, die läuft aber über Diesel und nicht über Batterie. Aber die zwei angedachten zusätzlichen AGM-Batterien und die 200-300W Solarpanele wiegen schon etwas, das stimmt.

Ein Postkoffer find ich jetzt designtechnisch eine Vollkatastrophe. Ich dachte schon an eine klassische Transporter-Form.
Bei der Länge können wir aber auch auf L2H2 gehen, wenn das nichts wird mit den 3,5t. Frage mich halt, ob der die Länge so viel ausmacht vom Leergewicht her. Ich meine, ich muss in das längere Fahrzeug ja nicht zwangsläufig mehr einbauen. Ich hab halt dann nur mehr Platz und von mir aus ein paar KG mehr wegen dem größeren Achsstand. Oooooder ganz falsch gedacht? :?: :idea:

rkopka am 03 Sep 2020 08:44:40

Transcraft hat geschrieben:Standheizung natürlich, die läuft aber über Diesel und nicht über Batterie.

Auch die Dieselheizung braucht einiges an Strom. Im Winter hast du weniger Solar, speziell, wenn das Wetter mal eine Woche mies ist. Wenn du nicht zwischendurch am Netz hängst oder jeden Tag auch mindestens eine(? eher mehr) Stunde fährst, reicht das nicht.

RK

mv4 am 03 Sep 2020 08:55:05

der ducato (und seine fast baugleichen Derivate) ist unter den Kastenwagen das breiteste was es gibt. der Sprinter und VW sind oben alle etwas schmaler. Wenn du ein Querbett darin haben willst ...bei 180cm wird das nur gehen wenn das Bett breit genug ist das du etwas schräg darin liegen kannst.

djwawo am 03 Sep 2020 09:07:59

Bei einem L2 mit Trennwand, reden wir mal von ca. 3m Länge und 1.80 Breite. Das finde ich für ganzjähriges Wohnen mit allen Hausrat ganz schön spannend. Bin gespannt, was es wird.

Transcraft am 03 Sep 2020 22:49:06

Auch die Dieselheizung braucht einiges an Strom. Im Winter hast du weniger Solar, speziell, wenn das Wetter mal eine Woche mies ist. Wenn du nicht zwischendurch am Netz hängst oder jeden Tag auch mindestens eine(? eher mehr) Stunde fährst, reicht das nicht.

Ok das mit dem Stromverbrauch der Dieselheizung hab ich nicht gewusst, interessant. Ich kann aber zum Glück zur Not täglich Strom tanken auf der Arbeit.

der ducato (und seine fast baugleichen Derivate) ist unter den Kastenwagen das breiteste was es gibt. der Sprinter und VW sind oben alle etwas schmaler. Wenn du ein Querbett darin haben willst ...bei 180cm wird das nur gehen wenn das Bett breit genug ist das du etwas schräg darin liegen kannst.

Wenn wir dann doch mal das Querbett ausklammern, welches Fahrzeug wäre bei den restlichen Anforderungen für 10k€ am besten zu bekommen und am bewährtesten? Vielleicht muss ich das Querbett dann doch überdenken :?

Bei einem L2 mit Trennwand, reden wir mal von ca. 3m Länge und 1.80 Breite. Das finde ich für ganzjähriges Wohnen mit allen Hausrat ganz schön spannend. Bin gespannt, was es wird.

Ja, das denke ich mir auch.
Aber was hab ich für eine Alternative, wenn die L3-Modelle nach dem Ausbau auf über 3,5t kommen? Fest steht dass ich ein Fahrzeug ausbauen werde. Den C1-Führerschein möchte ich ungern machen.

Ulf_L am 04 Sep 2020 07:44:29

Tinduck hat geschrieben:[...]Leichtausbau wird schwierig, wenn man einen Kawa wintertauglich machen möchte. Da musst du schon vollflächig isolieren, das kostet Zuladung.[...]


Hallo

Die Isolation war bei meinen Ausbauten ganz sicher kein Topkandidat beim Gewicht :wink:

Gruß Ulf

eclipse88 am 04 Sep 2020 07:45:21

Der Duc hat ja nur 4 Längen und 3 Höhen. L3 wären 6m Gesamtlänge, dass ist der meiste Standard in ausgebauter Form mit Querbett. Die L4 Länge mit 6,36 wird bevorzugt für Längs Betten. Beide liegen voll ausgebaut meistens so um die 3t. Da bleiben also für 2 Personen und Urlaub noch Reserven.

So nun bist du allein und wirst wahrscheinlich nicht so einen professionellen Ausbau wie bei einem Hersteller anvisieren, ergo wirst du leichter werden. Ich denke nicht, dass du einen 100 Liter, Frisch Wasser und 100 Liter Abwassertank, isoliert, dir einbauen möchtest.

Wie schon gesagt, der Duc und seine Brüder, sind räumlich das Beste was du bekommen kannst, quadratisch, praktisch, gut.
Da es hier nur ums Basisfahrzeug geht, erspare ich mir erstmal den Rest.

Transcraft am 15 Sep 2020 22:01:55

Schön zu hören, dass es doch klappen kann.
Es wird dann wohl ein Ducato ab 2010 mit max. 150tkm.
Was mich noch ein wenig verwirrt ist, dass das zulässige Gesamtgewicht 3.120 kg beträgt... Warum machen die denn sowas? Warum nicht einfach gleich 3,5t?

bhomburg am 16 Sep 2020 12:02:04

Der erste VW LT (bis '95) ist auch gut geeignet, da quadratisch-praktisch-gut und breit genug für ein Querbett. Ausserdem sind die wesentlich leichter und auch günstiger zu bekommen als ein <2006er Ducato - es bleibt mehr Zuladung und auch mehr Budget für den Ausbau.
Nur Klimaanlage ist nicht bzw. muss über den Ausbau realisiert werden, und die Technik ist halt 30 Jahre alt (Verbrauch, Fahrleistungen, Reparaturanfälligkeit, Ersatzteilversorgung). Ich fand die Ausbauten auf dem Ding jedenfalls sehr ansprechend. Westfalia Sven Hedin oder Karmann Florida waren in puncto Raumausnutzung top, der Sven Hedin war sogar als 2.8t-Auto brauchbar.

Zum Thema Stealth noch: Wer darauf Wert legt sollte tunlichst keine "Camping-Fenster" an Seiten und Hecktüren verbauen. Mit den Dingern aus dem Reimo-Katalog sieht ein Blinder aus 20m Entfernung so einem Auto das Wohnmobil an.
Wer einen richtigen stealth camper bauen will muss die Karosse entweder geschlossen lassen und alles übers Dach realisieren (dann gibts aber nur noch wenig Fläche für Solar) oder Isolierfenster in Serienoptik einbauen. Die kosten leider ein Vermögen, selber basteln geht aber auch (Anregungen z.B. hier: --> Link).
In urbaner Umgebung ist tatsächlich ein ex-DHL- oder UPS-Auto das Beste.

Sprinterklasi am 16 Sep 2020 13:24:35

Hallo, von den aktuellen Kawas geht eigentlich nur der Ducato. Der Sprinter ist durch den Heckantrieb deutlich schwerer und schmaler und trotz der Nachteile auch noch teurer. Beim Transit kenne ich die betreffenden Zahlen leider nicht.
Schöne Grüße, klasi

kiteliner am 17 Sep 2020 09:14:37

Moin
Muß bhomburg zustimmen beim Thema Stealth. Wenn so eine Kiste so richtig unauffällig sein soll, kauf dir eine alte Handwerkerkarre, lass die Werbung drauf und ändere außen rum nichts außer auf dem Dach. Wenn du da rundum Fenster rein machst, kannst du auch eine Markiese dran machen. Solar auf dem Dach, dann am besten ganz flach aufgebaut, sonst fällt es auf, allerdings brauchst du, gerade wenn du drin leben willst mehrere Dachfenster um Luft rein und Feuchtigkeit raus zu bekommen. Das nimmt dir Platz für Solar oder Dachstauraum in Form von Dachboxen.
Wie lange bleibst du an einem Ort? Dann fällt regelmäßiges Stehen an einem Ort auch auf.
Meiner Meinung nach solltest du dich nicht zu sehr auf tägliches Nachversorgen abstützen. Könnte mir vorstellen, dass das bei/nach der Arbeit ganz schön nervig wird jedern Tag wieder loszuziehen. Gerade im Winter, wenn es lange dunkel ist und man sich nicht draußen aufhalten kann. Abgesehen davon, was machst du wenn mal wieder Lockdown oder so etwas sein sollte? Als Urlauber, gut, dann fährt man, wenn man noch darf nach Hause, aberwenn du keine andere Bleibe hast? Ich bin sicherlich kein Verschwörungs-Theoretiker, aber ich denke nicht, dass das das letzte Mal war, dass Epidemien das öffentliche Leben stören.

Thema Autark:
Wasser 50l und Abwasser etwa ebenso viel, sind für eine Person ok, müssen aber isoliert (Innenraum) sein, wenn du ganzjährig stehen willst. Wenn man spart und nachdenkt reichen die 3-4 Tage. Wo entsorgst und versorgst du? Immer bei dir auf der Arbeit?
Strom: Kannst du deine Batterien jeden Tag auf der Arbeit nachladen, wenn im Winter oder bei Schlechtwetterperiode der Strom nicht reicht? Was ist am Wochenende, oder wenn du Urlaub hast?
Was willst du an elektrischen Verbauchern nutzen? Standheizung hatten wir schon, wenn es im Winter kalt ist, ziehen die Dinger richtig Strom mit ihrem Lüfter. Das kannst du reduzieren, wenn du gut isolierst, das nimmt aber Platz weg. Drinnen kalt lassen ist keine Alternative, weil du dann, wenn du drinnen bist, Kondenswasser im Auto hast. Vor allem wenn du nur über das Dach lüften kannst.
Kühlbox/schrank braucht auch Strom oder Gas (und selbst auf Gas braucht die Elektronik Strom). Licht braucht wenig bei LED. Telefon, Pad, Laptop, Kamera laden?
Willst du Gas einbauen? Zum Kochen und Kühlschrank ist das nicht schlecht, weil es Strom spart, braucht aber wieder Platz. Wäre aber als Redundanz zum Strom nicht schlecht, wenn mal die Batterie am Wochenende kaputt gehen sollte. Du willst immerhin drin wohnen. Solche Dinge gehen immer am ochenende im Winter kaputt.
230V Verbraucher? Benötigt Wechselrichter nd entsprechende Batteriekapazität (Platz/Gewicht).
Was ist mitLebensmittel-Vorräten (Kühlschrank)? Die musst du irgendwo lagern und zubereiten. Den entstehenden Müll kurzfristg lagern und dann entsorgen. Geschirrmuss du lagern und nach benutzung spülen. Wenn du länger irngedwo stehst und daunernd dort irgendwo Müll in die Eimer vesenkst, könnte das den Anwohnern schnell auf den Keks gehen. Außerdem suchst du deine Stellplätze dann nach den Entsorgungsmöglichkeiten aus.
Toilette, wie stellst du dir das vor? Braucht u.U. Wasser, aber auf jeden Fall Platz und Entsorgungsmöglichkeit.

Will dir dein Unterfangen nicht ausreden, aber gerne sieht man solche Sachen durch die romantische Brille von Freiheit, Lagerfeuerromantik...
Das war es erst einmal, hoffe das hilft dir als Denkansätze weiter.

andwein am 18 Sep 2020 11:01:50

kiteliner hat geschrieben: Will dir dein Unterfangen nicht ausreden, aber gerne sieht man solche Sachen durch die romantische Brille von Freiheit, Lagerfeuerromantik... Das war es erst einmal, hoffe das hilft dir als Denkansätze weiter.

Ein treffender Komentar zu den bisherigen Vorstellungen des TE. Unauffällig ist ja OK, aber sehen wird man den Zweck immer. Wenn man sich wo hinstellt wo kein anderer steht sind die Blicke von Naturschützern, Landwirten, Förstern oder Vollzugsbeamten immer besonders scharf. Otto Pkw Fahrer kann man täuschen, die anderen nicht!
Der ganze Aufwand mit "Stealth" ist unnötig wie ein Kropf!
Gruß Andreas

Galvon am 19 Sep 2020 15:41:52

Tinduck hat geschrieben:3,5 Tonnen mit L3H2? Da kannst du aber nur auf japanisch mit Papierwänden ausbauen... und dann noch frei stehen und autark mit ganzjähriger Bewohnung. Könnte sehr spannend werden, wenn der fertige Ausbau auf der Waage steht.

Guck mal hier... --> Link und der ist noch kleiner!

bis denn,

Uwe


Moin zusammen,

da wir gerade aktuell selber ausbauen (Citroen Jumper L3H2, 5,99 m, 3.5 to zGG) verstehe ich diese Aussage nicht. Unser Wagen hat ein Leergewicht von 2.240 kg,
inklusive Boden und kompl. Verkleidungen, Trennwand, fahrbereiter Zustand). Da bleiben 1.250 kg zum Ausbau. Ein komplett leerer Kastenwagen dieser Art wiegt fahrbereit nur 2.100 kg.
da hätte man gar 1.400 kg zur Verfügung. In unserer Planung z. B. haben wir ca. 700 kg Ausbaumasse auf dem Zettel, da bleiben gute 500 kg "über".
Sollte doch locker reichen, auch ohne Balsaholz-Bastelei. :wink:

Gruß Andreas

teuchmc am 19 Sep 2020 21:45:42

Naja, nicht unbedingt, wenn man das "Lastenheft" des TE umsetzen möchte.
Da steht ja was von "ganzjährig" und "autark".
Sonnigen weiterhin. Uwe


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