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Hallo, ich bin drauf und dran einen russischen UAZ Buchanka (heisst auf Russisch wohl Brot) zu kaufen. Dieser wird seid ca 50 Jahren hergestellt und gibt es heute noch als Neuwagen mit Euro 6 Benzinmotor. Die Qualität ist sehr dürftig, die Nehmerqualitäten aber ziemlich überzeugend. Das Fahrzeug ist knapp 4,50 lang. Und ich habe vor diesen als Camper umzubauen. Ich möchte damit dann auch mal Russland, Norwegen... bereisen, was mit dem Allrad kein Problem sein dürfte. Dieser UAZ wird dann gleichzeitig mein Alltagsauto. Meinen bisherigen ausgebauten Kastenwagen werde ich aber noch behalten. Man weiß ja nie. Was mit gefällt. Das Fahrzeug lässt sich gut selbst reparieren. Ersatzteile wohl auch kein Problem und recht preisgünstig. Und wenn man die Schwachstellen kennt, so kann man da auch viel optimieren. Mir ist bewusst, das wird auch neu ein Schrauberauto. Vermutlich hat mich mich da die Nostalgie gepackt und ich fühle mich wieder 30 Jahre zurückversetzt, als ich auch immer an meinen Kisten herumgeschraubt habe. Habe das damals gerne gemacht, und hoffe dass ich dass heute auch noch gut finde :-) Der Motor sitzt zwischen Fahrer und Beifahrersitz, was die kurze Baulänge in Sachen "Platz" begünstigt. Spritverbrauch natürlich etwas heftig mit ca 13 - 16 Liter/100 km/h. Aber man kann die neuen Motoren auf LPG umrüsten. Ich sehe das Ganze als Spaßprojekt und wollte eh schon selbst mal einen Camper ausbauen sollte. Falls das Projekt schief läuft, hält sich der finanzielle Schaden im Rahmen, da diese Kisten auch später nur wenig an Wert verliert. Gebraucht bekommt man diese Fahrzeuge in gutem Zustand kaum. Es sei denn, die sind heruntergeritten und man ist bereit in meinen Augen zuviel Geld dafür hinzublättern. In Russland kosten diese Busse neu ab ca 10.000 Euro in Deutschland dann ca ab 23.000 Euro. Rechnet man Zoll, MwSt etc hoch so bleibt es natürlich auch nicht bei den 10.000 Euro in Russland. Zudem wird es schwer diesen dann in Deutschland zugelassen zu bekommen. Also wenn ich kaufe, dann direkt Neu mit Tageszulassung in Deutschland. Ich lasse mich gerade noch von einigen YouTube Videos begeistern. Cooles Projekt Den habe ich mir vor 3 Jahren bei Made in Russia auch angeschaut, gab's auch mit Hochdach und Bett, meine Frau bemerkte aber das funkeln in den Augen und hat erklärt, das wir dafür keinen Platz haben, was leider stimmt. Dein Vorhaben werde ich auf jeden Fall beobachten. Irgendwie mag ich die alten Kisten, muss wohl daran liegen, das ich als Jugendlicher beim benachbarten Lada Händler ausgeholfen habe. Dann kaufe dir schon mal 4 Gallonen fluidFilm NAS....mit LPG braucht das Teil 20 Liter Gas... Das sind so richtig urige Autos,denen tut keine Grobheit und keine Piste weh,die sind für den harten Einsatz gebaut,ohne technischen Schnickschnack,richtige Gebrauchsautos.Falls Du Dein Projekt verwirklichst,wäre es schön,wenn ein paar Bilder davon hier im Forum auftauchen würden. Gruß Bernd coole Sache, hab auch schon über einen Niva nachgedacht. Bei uns in Dresden gibt's einen Lada Händler der mit Brot handelt. Gefahren bin ich ihn 18 Monate lang. Auf Youtube gibts Videos. Geile Kiste im Retro-Design…. …. was mich etwas stört…. keine Knautschzone, keine Airbags! Wäre ein ex-CH-Militär Puch G nix für Dich? Der hat zwar auch keine Airbags, aber reichlich Knautschzone. Da gibt es eine gute Community und zahlreiche Camper-Ausbauten. Meiner ist noch in Arbeit…. äusserlich mehr oder weniger fertig…. innen ist er noch Baustelle. ![]() Hallo, hätte jetzt nicht erwartet, dass gleich soviele positive Kommentare kommen. Hätte eher mit nem Shitstorm gerechnet :-) Ja Fluidfilm und Mike-sanders werden wohl gute Freunde werden. Habe sogar noch 6 Liter FluidFilm NAS im Keller. Und jede Menge Sikaflex brauch man auch, um die ganzen Löcher und Dichtungen erstmal abzudichten. Wenn ich auf gas umbaue geht es in erster Linie ja um den Preis pro 100 km. Mir ist bewusst, dass sich das erst nach ca 30.000 km rechnet. Manche fahren mit 11 bis 12 Liter benzin und ca 16 Liter Gas um die Gegend. Ich bin da pessimistischer :-) Der Puch ist nicht so meins. Aber Du hast recht, Knautschzone und kein Airbag ist ein echter Nachteil. Wobei durch die fehlende Knautschzone auch wieder mehr Platz im Innenraum ist. Ein Unfall sollte man nicht damit haben. Gilt aber für vieles wo Spass macht (Motorrad...) Interessant. Letzthin gab es beim Explorer und bei 4x4 Passion Reiseberichte mit der Buchanka auf YouTube. Beide waren in Dagestan. Hat mir jedenfalls gut gefallen. Viele Grüsse aus der Schweiz Birdie UAZ Buchanka - Ich glaube ich bin irre . Yep aber ein wenig Bluna ist doch Ok. :mrgreen: Hab selber einen alten Roller und einen Transit Connect gekauft . Einfach so zum Rumwurschteln . Was meine Frau gesagt hat möchte ich hier nicht wiederholen aber es macht Spass. :lol: Bei Gesichtsbuch, "UAZ Buhanka, der Offroadbus" . Man(n) könnte aber auch über einen GAZ Sobol 4x4 nachdenken... Vor gut 40 Jahren habe ich eine solche Prothese bei der NVA gefahren! :D Also für mich wäre das nix wenn ich so zurück denke 8) ... auf YouTube habe ich mit viel Freude die Buchanka-Story vom ExpedVan verfolgt: --> Link Da kann man gute Tipps und Erfahrungen abgreifen :ja: Nicht Brot, sondern übersetzt so viel bedeutet wie Kastenbrot
Ja den habe ich fast komplett durch :-) Gefällt mir gut, was der macht !
Der Sobold gefällt mir nicht. :-(
mir auch nicht wenn du mit dem beengten raum auskommst, spaß daran hast und sichtlich auch die finanziellen mittel: gib gas und lass und teilhaben. ;-) Wir haben die Fahrzeuge letztens auf der Abenteuer & Allrad gesehen, wenn ich mich recht erinnere gab es dort sogar verschiedene Ausbaustufen der Inneneinrichtung. Viel Spass wünsche ich auf jeden Fall bei diesem Prozess. Hallo quax, Deine Idee finde ich gut. Wenn Du Bock auf ein solches Projekt hast, mach es !!! Ich hoffe, Deine Begleitung hat auch Bock auf ein solches Fahrzeug. ... es sei denn, Du willst allein fahren. Schreibe aus eigener Erfahrung. Wir hatten ein US-Mobil selbst importiert und umgebaut. ... meine Frau hat sich darin nicht 'wohlgefühlt'. Also weg damit, mit dem Womo. Haben jetzt eins, in dem sie sich wohlfühlt. Happy Wife, happy life. . Vor zwei Jahren habe ich den elektrischen Ausbau für einen Buchanka übernommen, den sich ein junges Paar aus Dresden gekauft hatte, um damit durch die Welt zu reisen. Sie hatten einen Dachgepäckträger montiert, da haben wir ein 200Wp Solarmodul draufgepackt, drin dann Victron SmartSolar 75/15, Schaudt Ladebooster und Winston LIFEYPO4 160Ah... tolles und unverwüstliches Fahrzeug, das sicher auch in Ländern wie Iran, Mongolei, Indien usw. repariert werden kann. LG Peter Wow super Link, Danke Ahorne7500 : Tatsächlich ist es so, dass meine Begleiterin selber ziemlich verrückt nach dem Fahrzeug ist. Sie ist früher immer im T 3 mit Kinder unterwegs gewesen. Falls es dann nicht klappen sollte, wäre es halt so. Dann muss man schauen, von was man sich trennt. Auf jeden Fall habe ich für mich gelernt, wenn etwas passt, braucht es wenig Kompromisse. Wenn man es geschickt anstellt und weiß worauf man sich einlässt, klappt das denke ich ganz gut. Zuladung ist ja relativ gut, so dass auch ein Teil der Ausrüstung auf das Dach kann.
Da würde ich evtl gerne auf Dich zukommen. So in der Art habe ich es auch vor.
Mein Rat, schau dir das Russenblech erstmal wirklich genau von nahe an, fahr ein Runde damit und gehe tief in dich.... ein erfahrener Autoschrauber mit Werkstatt/Schrauberplatz bist du?
Danke für Deinen Rat. Ich habe Kfz-Mechaniker damals gelernt. Ist zwar auch schon 30 Jahre her aber passt ja zum Auto. Wie gesagt, das ist ein Projekt bei dem man nicht viel Geld kaputt machen kann. Die Buchanka haben zwar Ihre Schwachstellen, aber es gibt auch Foren die zur Not helfen können. Mir ist auch bewusst, dass diese Fahrzeuge nicht dicht sind. Die Schweißnähte eher zusammengebruzzelt sind. Aber auch, dass diese Fahrzeuge bei ordentlicher Wartung sehr zuverlässige Lastentiere sind. Der Plan sieht wie folgt aus: Nach dem Kauf werden alle Verkleidungen entfernt und alle vorhandenen Undichtigkeiten verarztet. Alle Blechverbindungen geprüft und bei bedarf mit Sika... gedichtet Für die Hohlräume und Unterboden wird Mike Sanders und Fluid Film genommen Wenn alles soweit dicht ist, geht es an die Dämmung und Versiegelung des Innenraums. Danach Elektrik/Standheizung Und dann der Innenausbau So der grobe Plan. Lieferzeit liegt aktuelle bei ca 6 - 8 Monate
bei uns, lada-dresden stehen welche da. mal ein Bild vom Kollegen sein Brot ![]()
CA nannten wir seinerzeit "Camping in Afghanistan".
Ja aber vermutlich nicht in meiner Wunschkonfiguration 2 Sitzer, da ich die anderen Sitze nicht brauche Höherlegung - breitere Reifen Differentialsperre Dachgepäckträger / Leiter Wobei man den Dachträger durchaus auch selbst nachrüsten könnte. Weisst Du denn was da steht und ob die evtl auch die Umbauten machen? Am liebsten wäre mir eben der Van ohne die hinteren Seiten Fenster.
leider nicht, fahre nur mehrmals die Woche dran vorbei, es handelt sich um die Autogalerie Dresden, der Kollege hat sich auf Fahrzeuge aus Putins Reich spezialisiert. die gibt es auch mit Hochdach...
Ja ich weiß, aber finde ich für mich persönlich unpassend. Mit der normalen Höhe komme ich evtl noch gut in Parkhäuser oder PKW Parkplätze. Zudem will ich für grössere Touren lieber ein Dachgepäckträger. Dort wäre dann auch Platz für Ersatzkraftstoff oder Wassertank... So ein Buchanka ist die nächstgrössere Stufe nach Landy mit Dachzelt oder Ausbau, danach kommen dann schon 4x4 Ivecos und Unimogs. Ich glaube für reine Expedition ist das schon ein ganz ordentliches Teil, bei uns ( ich wohne nähe Rosenheim, da gibts den "Made in Russia" Händler ) fährt auch einer mit Womo-Ausbau rum. Ich wollte mal was kleines, mit was ich unter den Höhenbegrenzungen am Meer durchkomme, da hatte ich mir das auch überlegt... aber mit meinen knapp 2 Metern Körpergrösse war das dann doch nicht machbar, wurde dann ein Vivaro. Aber Grundsätzlich hat der UAZ ja ziemlich genau 2 Meter soweit ich weiss, da hast du manchmal auch mit den 1.90 Begrenzungen Glück ( die haben oft ein wenig Luft ). wenn du die breiten stabilen Stoßstangen hast kannst die als Lastenträger nutzen...ein Baum mit 20cm Durchmesser hinterlässt da nicht mal Kampfspuren ich muss mal messen wie hoch der mit dem großen Rädern und Normaldach ist. vor einigen jahren habe ich für jemanden in einen GAZ 66 den V8 Benzinmotor (30L Verbrauch...Gelände 60L) gegen einen V8 Diesel Motor vom 400CDI OM628 getauscht...war eine Menge Arbeit...hatte sich aber gelohnt. das war so ein Kofferaufbau (allerdings verlängerter Radstand und längerer Koffer. ![]()
ja genau So ich habe jetzt den Buchanka mit folgender Ausstattung angefragt: - 2 Sitzer ohne hintere Seitenfenster - Farbe grün - nur Unterboden/Holraumschutz (nur Unterboden nicht im Innenraum) - Mike Sanders - Riff Höherlegungsfahrwerk - Kotflügelabdeckungssatz vorne / Hinten - Reifen 245/75R16 - Dachgepäckträger groß mit Leiter - Rif Unterfahrschutz - 1 x Schiebefenster an der Türe - deutsche Tageszulassung Wenn alles glatt geht, habe ich einen in 6 bis 8 Monaten.
Über den :top: 31850,-€ Ich habe bei made in Russia angefragt. Komme denke ich auf rund 30.000 Euro. Da ich so einen Brotlaib viele Jahre gefahren bin, möchte ich Dir in Deiner Euphorie auch etwas über seine Nachteile schreiben: Das Fahrverhalten entspricht dem, was man von einem Fzg mit 2,3m Radstand, einem großen Trägheitsmoment um die Hochachse (Frontlenker mit L~4,5m) und 2 lediglich durch die Blattfedern geführten Starrachsen erwarten kann: Ab 80 / 90 km/h kommt beim Fahren auf der BAB Geschwindigkeitsrausch auf. 100 km/h ist für das Fahrwerk zuviel. Bedenke, Stabilisatoren, Panhardstab, Längslenker - alles Fehlanzeige. Jede Bodenwelle führt zu einem Eigenlenkverhalten. Die Blattfedern stecken zugunsten besserer Achsverschränkung an beiden Enden in Gummitaschen (vorne kein Auge). Die Federn sind also an beiden Enden beweglich am Rahmen befestigt. Hat das heutige Modell noch 4 Trommelbremsen, oder gibt`s vorne schon Scheiben? Der Fahrersitz ist sehr dicht an die Tür gebaut, weil der Motorraum seinen Platz braucht - wohin nur mit dem linken Arm... Nehmerqualitäten sind auch von der Lautstärke erforderlich, der Motor sitzt fast auf Deinem Schoß. Weil der Motor sich mitten im Fahrzeug befindet, strahlt dieser eine enorme Hitze in den Innenraum, was nur im Winter von Vorteil ist. Zwar ist die Aussenhöhe über 2,0 m, die Innenhöhe ist aber deutlich niedriger als im T3, glaube es sind nur 1,35m, geradeso zum Sitzen ausreichend. Die Qualität entspricht einem Auto vom Herstellungspreis 10000€, von daher muss man mit regelmäßigen Reparaturen der überraschendsten Art rechnen. Zum EURO 6 Motor kann ich nichts sagen, meiner hatte noch einen Vergaser, aber die zahlreichen Motorprobleme meines Niva EURO4 Motors waren spannend genug, um der Phantasie keine Grenzen zu setzen (Hydrostössel, Steuerkette, Ventilablagerungen, Lambdaregelung/Kat usw). Meine Familie hat sich damals nach 800km mit dem UAZ zum Bahnhof bringen lassen und ist den Rest der Reise mit dem Zug gefahren. Mein Fazit: Für das Schrauberglück ein spannendes Projekt wenngleich mit 30k€ etwas zu teuer dafür, für Langstrecken u. Fernreisen weniger geeignet.
... :klatschen: :klatschen: :klatschen: Der Klacks schreibt mir aus der Seele! |
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