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Blattfedertausch Fiat Ducato 230JTD


gomorra am 09 Jun 2022 09:36:38

Hallo zusammen,
an unserem Ducato 230 JTD Bj. 2001 werden jetzt bei Fiat die Blattfedern auf meinen Wunsch hin getauscht, da sie im Beladenen zustand von der Biegung her schon fast nach unten zeigen. Bei der ersten Begutachtung durch die Service Annahme meinte der Meister das die Federn nicht unbedingt getauscht werden müssten, das würde bei einem 3,8t Womo immer so aussehen. Ich war etwas irritiert, und habe dann einen Tag später doch den Auftrag erteilt. Nun bin ich immer noch verunsichert, da ich in unserem letzten Urlaub mir einige Womos mal angeschaut habe. Zu 90% waren die Blattfeder gerade bis hin zu nach obenstehenden Federpaketen.
Wie sieht das bei Euch aus? Wenn, warum habt Ihr die Federn tauschen lassen?
Bin schon sehr auf Eure Erfahrungen gespannt.

Gruß Frank

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mv4 am 09 Jun 2022 09:42:46

ganz erhrlich...das Geld kannst du dir sparen...und lieber in eine 8" Zusatzluftfederung investieren.

UweHD am 09 Jun 2022 10:51:59

gomorra hat geschrieben: ...Zu 90% waren die Blattfeder gerade bis hin zu nach obenstehenden Federpaketen....

Das ist eine Auslegungssache der Federung.
Wenn die Blattfeder im normalen Fahrzustand gerade bzw. bereits leicht nach oben durchgebogen ist, dann federt sie komfortabler (spricht um die Nullage weicher an).
Wenn sie hingegen nach unten durchgebogen ist, dann ist sie unkomfortabler, bietet aber mehr Beladungsreserven.

Da Wohnmobile meist an der oberen Grenze ihres zGG sind, ist eine mehr oder weniger gerade Blattfeder also ganz normal

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JoFoe am 09 Jun 2022 15:47:23

Moin,
gesunde Blattfedern weisen eine konvexe Kurve auf um die Stöße entsprechend abzufedern. Dabei wird der Federwiderstand stärker, je näher sich die Feder zum Fahrzeugboden bewegt (bei Stößen von unten) oder umgekehrt. Eine Situation, bei der der Anschlagpuffer (das orangene Schaumstoffelement/schwarze Gummielement) auf den Anschlagteller der Hinterachse trifft, sollte vielmehr die Ausnahme sein (z. B. beim Fahren durch ein Schlagloch o. ä.). Bei den beschriebenen Federn liegt der Anschlagpuffer fast auf dem Federteller auf ?? Und die Federn beschreiben beinahe eine konkave Kurve, biegen sich also nach unten. Der Vorgang des Abfederns ist damit - wenn überhaupt - nur noch minimal gegeben und wird im Wesentlichen durch die Anschlagpuffer gewährleistet und nicht mehr durch die Blattfedern selbst.

UweHD am 09 Jun 2022 17:18:45

JoFoe hat geschrieben: ...Eine Situation, bei der der Anschlagpuffer (das orangene Schaumstoffelement/schwarze Gummielement) auf den Anschlagteller der Hinterachse trifft, sollte vielmehr die Ausnahme sein... .

Das gilt nur dann, wenn das PU Element wirklich nur ein Anschlagpuffer ist. Je nach Konfiguration dient das PU Element als zusätzliches Federungselement (so wie z.B. bei unserem 1994'er Hymer auf Ducato-Basis: Da war das PU Element immer in Kontakt mit der Blattfeder, und das sollte auch so sein)

Olli2305 am 09 Jun 2022 17:54:43

UweHD hat geschrieben:Das gilt nur dann, wenn das PU Element wirklich nur ein Anschlagpuffer ist. Je nach Konfiguration dient das PU Element als zusätzliches Federungselement (so wie z.B. bei unserem 1994'er Hymer auf Ducato-Basis: Da war das PU Element immer in Kontakt mit der Blattfeder, und das sollte auch so sein)

Das ist eine Meinung, ein Bekannter hatte Mal eine Schrauberbude neben einer Firma die auf Blattfedern spezialisiert waren, der hatte in den 90er auch einige Womos in Bearbeitung. Für unsere Geländewagen hat er auch Federn gebaut, kein Vergleich zu dem Original, obwohl nicht von denen zu unterscheiden. Er sagte auch immer, wenn eine Feder gerade ist, ist sie zu schwach.
Ein Womo ist halt oft an seiner Zuladungs Grenze und das immer, da ist die Feder halt immer Maximal belastet und kann sich nicht entspannen, auf Dauer nicht optimal.

UweHD am 10 Jun 2022 09:03:05

Olli2305 hat geschrieben: ...Das ist eine Meinung,..

Einspruch, das ist nicht nur eine Meinung, sondern Fachwissen :)

Das Elastomer dient bei den Ducato-Hinterachsen als progressive Zusatzfederung, nicht nur als einfacher Anschlagpuffer. Dafür wäre es auch deutlich zu lang - vergleiche das einfach mal mit "echten" Anschlagpuffern an anderen Achskonstruktionen. Auch die pilzartige Form mit den Einschnürungen im Material zeigt ganz klar, dass man hier ein aktives Federelement in das Blattfedersystem einbringen wollte, das im obereren Einfederungsbereich der Achse eine zunehmende Verhärtung der Federung erzeugt. Progressive Einfeder-Kennlinien, bei Schraubenfedern Gang und Gäbe, sind mit Blattfedern ansonsten nur schwer oder gar nicht zu erzeugen.

Das Ganze soll natürlich nicht bedeuten, dass eine Fahrwerks-Ruhelage im progressiven Verhärtungsbereich besonders optimal ist. Das ist einfach der Tatsache geschuldet, dass die HA vieler Wohnmobile an der oberen Grenze der projektierten Achslast bewegt wird. Ein Schaden oder eine gefährliche Situation ist es aber dennoch nicht, sondern einfach Stand der (einfachen) Transportertechnik.

Hier noch einmal ein Foto unserer Jumper-Hinterachse. Maxi-Chassis, unbeladen, sicherlich >700kg unterhalb der zulässigen Achslast.
Man kann gut das (serienmäßige) Elastomer-Federelement erkennen, das in diesem nur leicht beladenen Zustand noch keinen Kontakt zur Blattfeder hat. Aber ist ist offensichtlich, dass das Elastomer bereits so knapp über der Achse liegt, dass bei stärkerer Zuladung die Feder das Elastomer stauchen, und (wie vom Hersteller gewollt) in den progressiven Bereich eintauchen wird.
Ein reiner Anschlagpuffer wäre kürzer und komplett anders konstruiert.


gomorra am 10 Jun 2022 09:16:28

Hallo zusammen,

erst mal vielen Dank für die reichhaltigen Informationen.
Meine Anschlagpuffer sehen so aus als hätte ein Marder sie in Bearbeitung gehabt. Demnach müssen die Federn des Öfteren Kontakt zu dem Puffer gehabt haben. Da war für mich klar, das ganze muss erneuert werden. Dazu kommt, dass der Vorbesitzer in der Garage wohl immer ein Motorrad transportiert hat, was über der Belastungsgrenze des Zugelassenen war. Jetzt, nach dem ich das Womo von allem unnötigen befreit habe, ist auch die Zuladung von 800kg wieder kein Problem. Für mich als Laie stellt sich das ganze so da, dass wenn Blattfedern vorhanden sind, müssen/sollten sie nach oben zeigen. Ansonsten sind sie für diesen Einsatzzweck ungeeignet und müssen durch ein stärkeres Paket ersetzt werden. Der Wagen steht jetzt in der Werkstatt, und ich werde berichten, wenn die neuen Federn verbaut sind.

Gruß Frank

udob am 10 Jun 2022 11:11:14

Bei meinem 230er waren die Federn auch schon nach ca 5 Jahren im Dauerkontakt zu den Puffern.
Der Wagen ist deutlich am Heck tiefer gesunken. Die bereits empfohlene Zusatzluftfederung bringt wieder Höhe und auch mehr Dämpfung.
Darüber hinaus lässt sich das auch auf dem Stellplatz zusätzlich zum Ausgleich nutzen.

Olli2305 am 10 Jun 2022 12:38:58

Hallo Uwe,
deine Blattfeder sieht ja auch noch gesund aus, habe schon einige Ducatos gesehen, da war die Blattfeder gerade und die Puffer kürzer. Wie lang diese sind hengt auch vom Arbeitsweg der Feder ab. Kenne bisser nur ziemlich feste aus Gummi, bei einen Ducato hab ich die noch nicht begrabelt.

gerritRoe am 10 Jun 2022 13:29:24

Hallo Uwe.
Ist richtig eingestellt.
Mal sehen. Fahre mal zu Fiat. Hoffe die haben eine einfache Lösung.
Danke
Liebe Grüße

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