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luftfederung
hallo
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Einbau Zusatz-Luftfederung Und ewig grüßt das Murmeltier


UweHD am 14 Mai 2023 18:38:48

Hallo zusammen,

ich habe mir vor einiger Zeit das 8" Luftfederungspaket von Italocamper für die HA bestellt, inkl. Zweikreis-System und Kompressor.
Die Teile waren auch soweit vollständig und z.B. Federbälge sowie Luftleitungen tragen das Goldschmitt-Logo... sollte also von der Qualität her passen.
Einbauberichte und Diskussionen habe ich hier im Forum weitläufig studiert und fühlte mich also für den Einbau gut gewappnet.

Jetzt ein paar Beobachtungen und auch ein paar Fragen, nachdem ich mit dem Einbau des Kompressors begonnen hatte - die Federbälge selbst werde ich auf einer Hebebühne in der Werkstatt eines Freundes einbauen, da wollte ich dann nicht soviel Zeit auf der Hebebühne belegen für Kleinkram wie Elektrik und Einbau der Luftleitungen zu Armaturenbrett und den Einbau des Bedientes selbst. Das konnte ich auch im Vorfeld zuhause erledigen.

Erste Sache, die mir auffiel: Der Kompressor passt niemals in den Raum der Trittstufe in der Fahrertür (Jumper 2021'er Baujahr). Hat das Problem schon mal jemand gehabt? Zum einen liegen die Luftabgänge des Mannesmann-Kompressors so blöde, dass da niemals Platz bleibt (die Abgänge müsste man also ändern) und auch ohne die Abgänge würde es m.E. nicht passen.
Ich habe mich daher kurzerhand entschlossen, den Kompressor unter den Fahrersitz zu montieren. Der Raum ist bei unserem Adria Coral 670 nämlich leer - keine Batterie, kein EBL, nichts verbaut :)

Hier ein Bild des Kompressors in der Eingangsstufe, direkt an der Wand. Weiter geht er nicht, d.h. er würde auf jeden Fall so weit in den Tritt hineinragen:



Da in der Stufe ist im 2021'er Modell auch schon einiges an Krimskrams verbaut:



Naja, dann wandert der Kompressor halt hier unter den Sitz - ich nebenbei auch noch recht servicefreundlich im Fall der Fälle :)



So, weiter ging es mit dem Bedienteil im Armaturenbrett. Das Ding war schnell zusammen- und eingebaut und weist neben zwei kleinen Manometern bis 10 Bar auch zwei Autoventile auf. Damit soll man dann wohl den Druck ablassen können. Dazu gibt es noch einen Schalter mit LED, die den "Kompressor ein" Zustand durch ein rotes Lichtsignal anzeigt:



Dabei kamen bei mir aber eine Fragen auf, und zwar:

1. Der Schalter schaltet den Kompressor direkt, ohne Relais. Ist das immer so? Ich habe etwas Bedenken, dass der Schalter irgendwann den Geist aufgibt aufgrund des Einschaltstroms.

2. Die Autoventile zur Druckregulierung sind, sagen wir mal, ergonomisch suboptimal. Gibt es da vielleicht irgendwo passende Einsätze mit Drucktastern o.ä. zum Luft ablassen?

3. Der Schalter schaltet den Kompressor dauerhaft ein, d.h. er läuft bis man ihn wieder ausschaltet. Das könnte natürlich mal zu einer Fehlbedienung führen, z.B. wenn jemand mit dem Auto fährt der sich nicht auskennt.
Laut Datenblatt macht der Kompressor 10 Bar, die Bälge sind für maximal 7 Bar zugelassen. Hier wäre schon ein echtes Problem, sofern es kein Überdruckventil oder eine automatische Abschaltung im Kompressor gibt (wovon ich nicht ausgehe) und jemand den Kompressor auf Dauerfeuer stellt.

Ich halte das von daher eigentlich für zu riskant. Wie habt ihr das gelöst?
Ich könnte mir folgende Lösung vorstellen:

3.1: Einbau eines Zeitrelais, das den Kompressor nach ein paar Sekunden wieder abschaltet.
-> könnte gehen, ist aber nicht ganz unkompliziert und auch nicht so einfach zu beschaffen, wenn dann die passende Einschaltzeit vorgeben möchte.

3.2: Austausch des Schalters gegen einen Taster.
-> In dem Fall müsste man die ganze Zeit den Finger auf dem Taster lassen, um die Federbälge zu überfüllen. Das wäre dann schon grob fahrlässig, und eine versehentliche Fehlbedienung eher unwahrscheinlich. Das wäre im Moment meine favorisierte Lösung

Ansonsten: Der Einbau ging fix von der Hand, an einem Samstag Nachmittag war alles erledigt. Jetzt nur noch die Federbälge einschrauben und die Luftleitungen am Handbremsseil entlang in den Fußraum legen und voilà: Es sollte (hoffentlich) alles funktionieren :)


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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

Rockerbox am 14 Mai 2023 19:03:42

Servus,

also in meinem Bedienteil ist von Haus aus ein Taster und kein Schalter, finde ich aus den genannten Gründen auch besser, so lange muss man das Teil ja auch nicht bedienen.

Bei mir ist auch kein Relais, der Kompressor hängt direkt dran, seit Jahren keine Probleme, ebenso machen die Ablassventile ihren Job. Und du wirst sehen, so oft greift man da auch nicht dran.

partliner am 14 Mai 2023 20:04:45

Ich hab die Luftfederung auch von italiacamper und hab im Bedienfeld auch einen Taster, der den Kompressor nur solange schaltet, wie er gehalten wird. Beim Einbau wurde der Kompressor im Motorraum verbaut.

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mv4 am 14 Mai 2023 20:39:51

Ich habe den Kompressor schon an mehreren Fahrzeugen am Unterboden verbaut...Außen in einer Kiste..mit Steuerteil ich habe die Stromversorgung mit Relais gelöst..die Bedienung erfolgt mittels Fernbedienung oder App drahtlos.

Niederrhein am 14 Mai 2023 21:04:14

zu deiner "Befürchtung" ... ich zitiere die Bälge sind für maximal 7 Bar zugelassen

wenn du die Luftfederung wirklich mal auf 7 Bar aufpumpen würdest - dann max. um auf eine Fähre zu fahren.

Mit mehr als 4 Bar fängt dein Fahrzeug im normalen Verkehrt an zu hoppeln ...
die meisten bewegen Ihr Fahzeug mit 2 - 3,5 Bar;
den Wert erkennst du an den Manometern, sodass du den Kompressor spätestens dann wieder ausschalten wirst.

VG Peter

UweHD am 14 Mai 2023 22:03:35

Danke erst einmal für die Antworten, das hilft mir schon einmal weiter.
Ich denke, ich lasse es dann erst einmal ohne Relais, werde aber auf einen Taster umbauen.

Warum Taster?

Niederrhein hat geschrieben:...zu deiner "Befürchtung" ... ich zitiere die Bälge sind für maximal 7 Bar zugelassen...

Nun, meine Befürchtung ist weniger, dass ich unbedarft mit 7 Bar in der Gegend herumhoppeln könnte :)
Es geht mir darum, dass vielleicht irgendjemand mal den Kompressor ein- aber nicht wieder ausschaltet. Sei es aus Unwissen oder einfach aus Fahrlässigkeit. Und weil der Kompressor lt. Datenblatt 10 Bar Druck liefert, wären dann die Bälge irgendwann auch mit 10 Bar aufgepumpt.... wer weiß, ob die Dinger das überhaupt überleben würden? Das möchte ich jedenfalls nicht riskieren.

leverkusen3 am 14 Mai 2023 22:05:44

Hallo

In der Qualität der Komponenten unterscheiden sich die Einbausätze der verschiedenen Anbieter.

Das Kit der bei mir verbauten VB semi Air Zusatzluftfederung habe ich nach dem Bedienteil und dem Kompressor ausgesucht. Da lässt sich am Bedienteil jede Seite einzeln einfach heben und absenken.
Der Kompressor hat ein Überdruckventil eingebaut und passt gut in den Einbauplatz in der Trittstufe auf der Fahrerseite.
Die Goldschmitt Konstruktion hat mir damals nicht gefallen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas

UweHD am 14 Mai 2023 22:16:03

Ach ja, eine Frage noch in die Runde:
Da der Kompressor ja im Druckkreislauf hängt und es auch keine Rückschlagventile in den Abgängen des Kompressors gibt, liegt also immer der volle Betriebsdruck der Federbälge auf dem Verdichter des Kompressors. Und nach meiner Erfahrung ist so ein Kompressorverdichter nie 100% dicht (und wohl schon garnicht bei dem Chinateil), d.h. es wird einen leichten Druckverlust "rückwärts" durch den Kompressor geben.

Um das auszuprobieren, habe ich das Bedienteil probehalber mal an den Kompressor angeschlossen, den Luftkreislauf ohne Federbälge kurzgeschlossen und auf 4 Bar aufgepumpt. Dabei stellte ich fest, dass der Druck um etwa 1 Bar pro Stunde abfällt.
Gut, da ist jetzt fast kein Volumen, nur das bisschen Luft in den Leitungen vom Kompressor zum Manometer. Aber dennoch kann man sehen, dass da ein kleines bisschen Luft verloren geht mit der Zeit - und ich tippe auf den Kompressor selber als den Übeltäter im System.

Wie sind da eure Erfahrungen mit der fertig installierten Luftfederung, wie oft müsst ihr da in der Praxis nachpumpen?
Ich kenne das nur von unserem alten Hymer mit Zusatz-Luftfeder ohne Kompressor, da hielt der Druck jahrelang ohne erkennbaren Verlust.

UweHD am 14 Mai 2023 22:18:25

leverkusen3 hat geschrieben: ...Da lässt sich am Bedienteil jede Seite einzeln einfach heben und absenken...

Kann man da die Federbälge separat aufpumpen (und nicht nur einzeln wieder Luft ablassen)? Das wäre natürlich sehr praktisch.

Franky70 am 14 Mai 2023 22:25:28

Hallo Uwe,
die 10bar können die Bälge sicherlich ab. Wenn du mal die Balgdrücke während der Fahrt beobachtest wirst du feststellen, dass die Balgdrücke bei der Durchfahrt von Bodenwellen sogar über 10bar ansteigen.
Abgesehen davon, würde ich dir aber auch empfehlen einen Druckschalter zu installieren.

Franky70 am 14 Mai 2023 22:33:19

UweHD hat geschrieben:Kann man da die Federbälge separat aufpumpen (und nicht nur einzeln wieder Luft ablassen)? Das wäre natürlich sehr praktisch.

Hallo Uwe,
dazu mußt du nur in die jeweilige Balg Füllleitung einen Absperrhahn einbauen. Wobei es aber ja auch kein großer Aufwand ist beide Bälge gleichzeitig zu befüllen und dann einen wieder ablassen.
Link zum eBay Artikel

kamann am 14 Mai 2023 22:49:21

Hallo: wenn Mann die Luftanschlüsse mit passendem Werkzeug dreht passt alles in die Trittstufe und unterm Sitz ist wertvoller Platz noch vorhanden.
Der Kompressor pumpt nur so hoch auf wie man den Schalter (Taster) betätigt: einfach beim gewünschten Druck den Schalter loslassen....
So long KH

speeedi am 15 Mai 2023 07:14:38

Moin,
also ich würde den jetzigen Schalter drin lassen und mir einen Taster zusätzlich einbauen somit kannst Du im Notfall falls der Taster mal klemmen sollte oder was weis ich mit dem Schalter den Kompressor immer noch ausstellen.
Dieter

anmafi am 15 Mai 2023 07:42:55

Hallo.
Genau die gleichen Probleme habe ich auch gehabt, ausser das der Schalter (auch das Kit von Italocamper) den Kompressor einschaltet solange man drückt.
Der Kompressor ging bei mir auch nicht in die Trittstufe (hier unter Fahrzeugtechnik- Ducato- Kompressor in die Trittstufe) zu lesen.
Am Kompressor selber sind die Rückschlagventile, der Kompressor würde den Druck nicht halten.
Habe den Kompressor dann auch in die Sitzkonsole eingebaut.
Du kannst die beiden Rückschlagventile um 90`drehen, ich habe dann statt den geraden Schraubverbindungen (nach den Rückschlagventilen) 90`Schraubverbindungen genommen
somit laufen die beiden Luftschläuche eng am Kompressor vorbei, und nehmen keinen Platz weg.
Den Schalter würde ich auch umbauen.

Manne

Pechvogel am 15 Mai 2023 07:47:47

Bis DER Kompressor, bei einer kompl. installierten Anlage, 10 Bar Luft gepumpt hat, vergeht einiges an Zeit, sofern er das überhaupt schafft.

Ich hab´ bei meiner LuFe das Bedienteil kompl. rausgeschmissen ( bzw halt gar nicht verwendet ) und mir stattdessen eine Bedienung mit drei Tastern einfallen lassen:
zentral einen Taster mit dem man den Kompressor einschaltet und dann etwas unterhalb rechts und links jeweils einen Taster der ein Magnetventil betätigt das dann die Luft aus einem der beiden Stränge entweichen lässt.
Bei meinem Womo konnte ich den Kompressor auch leicht hinten, in der Nähe der Hinterachse ( aber innen ) einbauen so dass sich kurze Wege für die Druckluftschläuche ergeben haben.




Grüße
Dirk

anmafi am 15 Mai 2023 07:49:54

Ahh.
Sehe gerade, deine Rüchschlagventile am Kompressor sind ja schon seitlich, bei mir standen Sie senkrecht nach oben.
Jetzt einfach 90`Verbinder mit Teflonband einschrauben, dann hast du viel Platz gewonnen.

Gast am 15 Mai 2023 08:02:27

UweHD hat geschrieben:Ach ja, eine Frage noch in die Runde:
Da der Kompressor ja im Druckkreislauf hängt und es auch keine Rückschlagventile in den Abgängen des Kompressors gibt….
… den Luftkreislauf ohne Federbälge kurzgeschlossen und auf 4 Bar aufgepumpt. Dabei stellte ich fest, dass der Druck um etwa 1 Bar pro Stunde abfällt.


Ich habe letztes Jahr das Kit von Italiacamper24 verbaut, mein Kompressor hat 2 Rückschlagventile verbaut. Im November das Fahrzeug abgestellt und vor 3 Wochen erstmals wieder raus geholt… immer noch 1,5 Bar drauf wie im November…. Da ist wohl eher eine Steckverbindung bei Dir nicht ganz dicht…

Gruß Dieter

kamann am 15 Mai 2023 08:21:15

Hallo:
Auch mein Druck der LuFu war über Winter immer stabil,
Was wichtig ist. das Abschneiden der Luftleitungen sollte immer mit einem Vorgesehen Werkzeug ausgeführt werden. Ein Seitenschneider geht natürlich auch: aber die Undichtheit ist siecher!!!
So long KH

andwein am 15 Mai 2023 10:33:00

UweHD hat geschrieben:Es geht mir darum, dass vielleicht irgendjemand mal den Kompressor ein- aber nicht wieder ausschaltet. Sei es aus Unwissen oder einfach aus Fahrlässigkeit.

Du hörst ihn, und zwar gut. Also keine Gefahr.
Bei mir ist der am Unterboden verbaut (Transit) und die Luftablassventile haben kleine schrwarze Plastikkappen zum besseren Drücken. Zeitsteuerung könnte kontraproduktiv sein, denn wenn du auf 7 Bar aufblasen möchtest (Fährauffahrten) dauert das.
Gruß Andreas

Navigatore am 15 Mai 2023 11:14:42

UweHD hat geschrieben:Wie sind da eure Erfahrungen mit der fertig installierten Luftfederung, wie oft müsst ihr da in der Praxis nachpumpen?
Ich kenne das nur von unserem alten Hymer mit Zusatz-Luftfeder ohne Kompressor, da hielt der Druck jahrelang ohne erkennbaren Verlust.

Das wäre aber sehr ungewöhnlich. Ich habe so etwas jedenfalls weder bei Lkw noch jetzt bei unser VLF von Goldschmitt erlebt. Goldschmitt schreibt dazu:

"Von einem undichten Luftfedersystem spricht man, wenn der Luftdruck im System binnen 24 Stunden um mehr als 0,5 bar absinkt"

Meiner Erfahrung nach ist die Geschwindigkeit dieses schleichenden Druckverlustes von der Höhe des Drucks in der Feder abhängig. Wenn ich auf dem CP nivelliere und beispielsweise ein Federbein voll ausgefahren ist, dauert es ungefähr drei bis vier Tage, bis die Libelle einen Schrägstand anzeigt und ich nachpumpen muss. Der Luftverlust verlangsamt sich, um so weniger Druck in der Feder ist und ist auch nicht bei jeder Feder gleich. Fahre ich das System im Winterlager auf das Minimum herunter (Fahrzeug ganz abgesenkt), ist der Druckverlust über Winter sogar nur marginal.
Über die Höhe der Drücke kann ich leider nichts sagen, weil die AirDriveControl keinen Druck sondern nur grafische Füllstände anzeigt.

Ich war unlängst bei Goldschmitt zur regelmäßigen Wartung. Ein Rollbalg an der Alkoachse musste gewechselt werden und ein zweiter wäre gerade noch im Toleranzbereich, sagte man mir in Polch. Ursache für den mehr oder minder starken, schleichenden Luftverlust sind die Verpressungen der Bälge an den Aufnahmen. Die sind nie hundertprozentig dicht, es gibt dazu Fertigungstoleranzen und die Dichtigkeit verändert sich mit zunehmendem Alter (bei mir 5 Jahre) auch noch.
Den zweiten werde ich jetzt aber auch wechseln lassen, weil mich das Nachpumpen nervt, wenn wir mal irgendwo ein bis zwei Wochen stehen und stark nivellieren mussten.

Natürlich gibt es Unterschiede zwischen VLF und ZLF, weil bei der ZLF ja das ursprüngliche Federsystem noch unterstützt aber trotzdem darf man - wenn man Goldschmitt folgt - konstatieren, dass Luftfedern nie ganz dicht sind und über kurz oder lang immer nachgepumpt werden müssen.

Trashy am 15 Mai 2023 11:16:23

UweHD hat geschrieben:Da der Kompressor ja im Druckkreislauf hängt und es auch keine Rückschlagventile in den Abgängen des Kompressors gibt, liegt also immer der volle Betriebsdruck der Federbälge auf dem Verdichter

Wie sind da eure Erfahrungen mit der fertig installierten Luftfederung, wie oft müsst ihr da in der Praxis nachpumpen?


Moin.
Bei mir wurden zwei Rückschlagventile mitgeliefert. (Air Basic Plus)
Die können ja auch einfach nachgerüstet werden wenn sie fehlen.
Druckverlust war bei mir nach ca. 2 Wochen da. Nach Austausch gegen Qualitätsverbinder mit sauber geschnittenen Schläuchen war Ruhe.
Den Kompressor hat es mir im letzten Jahr gerissen.
Ab und an flog die Sicherung beim Einschalten oder es tat sich einfach nichts. Da sich nichts tat habe ich wohl das Abschalten vergessen - Sicherung wechsle ich dann mal später. Kam dann aber wohl irgendwann doch zum Kontakt. Die Bälge wurden auf Anschlag Manometer aufgeblasen.
Hab das erst am nächsten Morgen bemerkt und die Anlage manuell betrieben.
Ohne Austausch des Schalters habe ich dann ein Relais zum Schalten dazwischen gesetzt und Ruhe ist auch hier.
Letztendlich also also so wie es soll.

leverkusen3 am 15 Mai 2023 13:00:35

UweHD hat geschrieben:Kann man da die Federbälge separat aufpumpen (und nicht nur einzeln wieder Luft ablassen)? Das wäre natürlich sehr praktisch.


Hallo Uwe

Genau das geht.
Ausserdem sind im Bedienteil separate Rückschlagventile verbaut. Der Druckverlust über den Winter lag bei 0,5 Bar.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas

UweHD am 15 Mai 2023 13:16:41

Trashy hat geschrieben: ...Bei mir wurden zwei Rückschlagventile mitgeliefert. (Air Basic Plus)
Die können ja auch einfach nachgerüstet werden wenn sie fehlen...

Von welchem Lieferanten bzw. wo könnte man diese Ventile bekommen?

UweHD am 15 Mai 2023 13:21:39

Trashy hat geschrieben: ...Nach Austausch gegen Qualitätsverbinder mit sauber geschnittenen Schläuchen war Ruhe....

Qualitätsverbinder ist ein guter Punkt.
Die mitgelieferten Metallverbinder (2 klobige Y-Verbinder, in die man den Schlauch reindrückt bzw. T-Stücke in denen man die Schläuche verschraubt) sehen mir irgendwie zusammengewürfelt aus. Ich bin grundsätzlich eher ein Freund der bekannten Festo-Verbinder.

Hat schon mal jemand die Goldschmitt-Schläuche mit den blauen Festo-Dingern ausgestattet, passen die grundsätzlich?


Pechvogel am 15 Mai 2023 13:28:22

Goldschmitt liefert auch "nur" die Festo-Schläuche mit.
Soll heißen: ja die Verbinder passen.

Bei den Rückschlagventilen habe ICH, nach mehreren Versuchen mit Industriequalitäten, welche aus dem Aquarienzubehör :eek: genommen!
Da ich oft mit wenig Druck in der Anlage unterwegs bin hatten die Industrie-Rückschlagventile ihre liebe Not dem niedrigen Druck auch bei Vibrationen stand zu halten.
Die technischen Daten zu den Ventilen besagen meist dass der Mindestdruck bei 1,5 - 2,0 Bar beginnt und dann sollten die natürlich senkrecht und ohne Schlaglöcher eingebaut werden.....




Grüße
Dirk

mv4 am 15 Mai 2023 13:29:16

Uwe...verabschiede dich Mal von den Gedanken das an der Luftfederung irgendwas von Goldschnitt selber hergestellt wurde...das ist alles vom Zulieferer. ...selbst der Schriftzug.Das Preisschild ist dann von Goldschnitt..
Solange es europäische Luftschläuche sind ..passt jeder.. Amerikanische und Englische passen nicht ..die haben einen leicht größeren Durchmesser.

UweHD am 15 Mai 2023 13:45:23

Perfekt, das klingt doch gut :)

Dann werde ich erst einmal die Federbälge verbauen, anschließen und alles gut austesten. Im Zweifelsfall kann ich dann ja (wenn es zu Druckverlusten kommen sollte) das Verbindergeraffel gegen Festo Blue tauschen inkl. Rückschlagventile

Konsul am 15 Mai 2023 16:33:12

Darf ich als Neubesitzer eine LuFu auch noch meinen Senf zum Würstchen geben? :wink:
Also, ich würde den Schalter gegen einen Taster tauschen. Der Schalter wäre mir auch zu unsicher.
Ein Relais brauchts nicht. Mein Kompressor hängt mit einer Sicherung direkt an der Starterbatterie.
Zum aufpumpen musst Du bei Deiner LuFu zuerst beide Bälge aufpumpen und dann je nach Gebrauch wieder einzeln ablassen. Das wollte ich z.B. nicht und habe mir deswegen die LuFu von Linnepe gekauft die zwei getrennte Kreise mit getrennten Tastern hat. Über die Taster kann ich entweder Zu- oder Abluft steuern. Evtl. kannst Du Dir ja so ein Bedienteil als Extra kaufen. Frag doch mal bei Linnepe nach.
Und so richtig verstehe ich die Anschlüsse an Deinem Kompressor auch nicht. Bei mir ist da nur ein Abgang direkt zur Bedieneinheit. Von dort geht es dann über T-Stücke zu den Manometern und direkt nach hinten zu den Luftbälgen.
Wenn Du Angst vor Überdruck hast, dann kaufst Du Dir einfach ein einstellbares Überdruckventil und schleifst es in den Luftabgang des Kompressors ein.
Wenn Du Druckverlust hast, beobachte mal ob der gleichmässig auf beiden Seiten ist oder unterschiedlich stark. Bei mir war der Druckverlust innerhalb 24 Stunden um fast 2 Bar gleichmässig abgefallen. Das heisst es kann nur an der Zuluft bzw. an der Bedieneinheit liegen. Ich habe dann mit Lecksuchspray festgestellt dass die Verschraubung am Kompressor nicht ganz dicht war. Ein nachziehen war nicht mehr möglich. Ich habe dann den Luftanschluss auf steckbar getauscht und ein externes Rückschlagventil in die Abluft des Kompressors eingeschleift. Jetzt steht der Wagen (testweise) seit 4 Tagen mit 4 Bar ohne Luftverlust im Hof.
Somit bin ich voll und ganz zufrieden.

KAWADO am 15 Mai 2023 17:59:30

Konsul hat geschrieben:Zum aufpumpen musst Du bei Deiner LuFu zuerst beide Bälge aufpumpen und dann je nach Gebrauch wieder einzeln ablassen. Das wollte ich z.B. nicht und habe mir deswegen die LuFu von Linnepe gekauft die zwei getrennte Kreise mit getrennten Tastern hat. Über die Taster kann ich entweder Zu- oder Abluft steuern.


Noch eine andere "Bastellösung" mit 12v Ventilen Beispiel Link zum eBay Artikel und Schaltern,
damit geht das problemlos mit beiden Seiten separat rauf/Runter :wink:

Funktioniert seit 3 Jahren problemlos unter der Trittstufe/Kompressor und Umschalter unterm Sitz.

Vor dem 1. Ventil kann ich an einem 2.Luftanschluss den Reifenfüller anschließen.

33436

Konsul am 15 Mai 2023 20:49:50

Kurze Zwischenfrage:
Was sind das für Ventile die Du da liegen hast?
Der Rest ist klar.

KAWADO am 15 Mai 2023 22:28:51

Konsul hat geschrieben:Was sind das für Ventile die Du da liegen hast?


Wie oben im Link

UweHD am 23 Mai 2023 10:31:51

So, gestern Abend haben wir die Luftfedern verbaut und angeschlossen, das Bedienteil und den Kompressor hatte ich vorab ja schon montiert und angeschlossen.
Die Montage hat auf einer Hebebühne gut zwei Stunden gedauert, wobei locker eine Stunde davon aus "um das Auto herumlaufen" und den genauen Arbeitsablauf noch einmal durchdenken bestand :D Irgendwann macht man halt alles zum ersten mal, und in diesem Fall war sogar das Aufbocken auf die Bühne noch Neuland.

Die Schläuche gehen, wie in all den anderen Bauberichten beschrieben, neben dem Handbremsseil in den Triebkopf und von dort durch eine zweite, extra gebohrte Durchführung in den Innenraum hinter dem Einstieg auf der Fahrerseite. Das war zunächst etwas fummelig, aber mit einem langen Draht als Führung bekam man dann die Luftschläuche irgendwann durch die beiden Löcher gezogen und der Fall war erledigt :)

Die Schläuche habe ich in Wellrohren verlegt und parallel zu den Handbremsseilen mit Kabelbindern befestigt. Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass die Befestigung am Handbremsseil mitunter ein Problem bei der Eintragung und Abnahme sein könnte.... ich habe es aber dennoch erst einmal so gemacht, da diese Art der Verlegung die sauberste und von der Position her beste für die Schläuche ist. Zudem kann ich mir keinen Grund vorstellen, warum man die nicht parallel zu den Handbremsseilen an den jeweiligen Haltern der Karosserie befestigen sollte. Das Gutachten sagt auch nichts Gegenteiliges.
Von daher: Schauen wir mal - wenn das ein Problem bei der Abnahme sein sollte, dann verlege ich sie halt anders...



Ansonsten: Ich muß sagen, die Luftfederung ist eine volle Empfehlung! Schon bei 5 Bar Druck hebt sich das Heck um mehr als 10cm an, und bei regulärem Fahrdruck von ca. 2 Bar fährt sich das Auto merklich komfortabler. Insbesondere über kleine Fugen und Querrillen hat man ein deutlich weicheres Ansprechen der Federung gegenüber unserem doch eher bockharten Heavy-Chassis mit der doppelten Blattfederung bei "nur" ca. 3,2t tatsächlichem Gewicht.

Ich wollte auch erst nicht glauben, daß eine Zusatz-Luftfederung, die ja im Fahrbetrieb unter Last nicht weicher sein kann als die verbaute Blattfeder, dennoch ein weicheres Ansprechverhalten zeigt. Aber es ist einfach so, die ersten Testfahrten haben das ganz klar gezeigt. Ich erkläre mir das so, daß die Luftfederung das Heck leicht aus den Blattfedern hebt und diese dadurch entlastet und somit "weicher" macht. Der Rest der Last wird vom Luftbalg getragen, der einfach prinzipbedingt ein weicheres Ansprechverhalten zeigt also so ein Stahlfederblatt. Man hat im Ergebnis also eine Kombination aus Federkennlinie der Blattfeder und der Luftfeder, was in Summe einfach eine Verbesserung ist.

Einziger Wehrmutstropfen: Das Heck hebt sich auch bei 1,5 - 2 Bar naturgemäß schon etwas an ggü. dem Zustand ohne Luftfederung. Und da der Wagen sowieso schon vorne keilförmig tiefer stand, hat sich der Effekt noch etwas verstärkt. Vermutlich sollte man die Federn der Vorderachse konsequenterweise auch noch gegen längere tauschen - hat das hier schon mal jemand gemacht?

Hier mal ein Foto mit 2 Bar Druck auf den Bälgen:


mv4 am 23 Mai 2023 11:48:39

Ja habe ich schon mehrmals gemacht...aber nicht längere (die gibt es nicht) sondern der Drahtdurchmesser ist stärker ...und dadurch auch eine andere Anzahl von Windungen.

Und hatte nie !! ein schlechteres Fahrgefühl wie vorher. Du musst nur die Richtige Feder für dich finden...wenn der Schiefstand nicht zu groß ist..die mittlere Feder wählen. Vorher tatsächliche Vorderachslast messen.

Konsul am 23 Mai 2023 12:46:31

Die Luftschläuche / Wellrohr darfst Du am Bremsseil befestigen, nur an den Bremsschläuchen darfst Du nichts befestigen. Also mach Dir keine Sorgen deswegen :wink:
Auf dem Foto sieht das doch noch gut aus. Wenn ich mit 2 Bar auf den Bälgen fahre ist mein Heck deutlich höher als Deines. Und das mit knapp 2t Hinterachslast.
Kleiner Tipp noch: Lass mal die Scheinwerfereinstellung kontrollieren wenn Du meinst er sei vorne jetzt zu tief. !. Könnte der TÜV das bemängeln bei der Eintragung und 2. Könnte Deine Reichweite nachts eingeschränkt sein. Runterdrehen kannst die Scheinwerfer ja immer, aber hoch geht nicht.

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