xcamping
luftfederung
hallo
Links zu ebay oder Amazon sind Werbelinks. Wenn Sie auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter Provision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.

Bin zögerlich Ducato 230 noch zeitgemäß? 1, 2


vicos am 14 Apr 2024 15:11:56

Hallo zusammen!

Beste Grüße aus dem Lipperland. Wollte mich zuerst als Neuling vorstellen: Mittleres Alter, Frau, vier Kids, ein Hund und haben das Reisen mit einem (Miet)-Camper für uns entdeckt. Und meine Tastatur ist kaputt, verzeiht also ein paar Rechtschreibfehler...
Leider ist die Miete eines solchen Gefährts nicht preisgünstig und in der Ferienzeit in unserer Wunschkonfiguration schwer zu haben. Daher haben wir gedacht, uns trotz des überhitzen Markts was eigenes zu holen.
Als Mietcamper hatten wir einen Ahorn Canada AS mit Doppeldinette, Etagenbetten, das auf 7,5m und unter 3,5t. Es ist zu sechst grenzwertig, aber mit etwas disziplinierter Gepäckmitnahme machbar. Ich bin der Meinung, gerade das Minimalistische macht doch den Reiz am Campen aus. Da wir tendenziell eher Richtung Adria/ligurische Küste fahren, reichen ein paar Badehosen und Sonnencreme aus :razz:

Nun haben wir uns ein Budgetlimit von max. 25.000 gesetzt. Nun ja, der Markt ist überschaubar, wird in diesem Preissegment eher von Ducatos 230 geflutet. Ab und an ist noch was interessantes auf 416 CDI Basis dabei, hier dann aber deutlich schwerer. Zwar hat sich die EU bereits für 4,25t mit Klasse B ausgesprochen, jedoch kann das Ganze, bis es durch den EU Rat beschlossen und in nationales Recht umgesetzt worden ist, noch bis 2027 dauern. Dann brauche ich auch keinen großen Camper mehr, weil die Kinder dann mit hoher Wahrscheinlichkeit schon aus dem Haus sein werden...

Nun haben wir hier in der Gegend ein Kaufangebot gesehen, welches uns vom Grundriß ABSOLUT zusagt. Ein Eura Mobil S 695 VB. Etagenbetten, Rundsitzgruppe für 6-7 Personen, großer Kühlschrank, separate Dusche, doppelter Boden, Leergewicht im fahrbereiten Zustand 3020kg (derzeit aufgelastet 3,85t; würde ich nach Möglichkeit auf 3,5t ablasten, mit der Option, nach Umsetzung der 4. Führerscheinrichtlinie wieder aufzulasten, falls Bedarf besteht).
Das besichtigte Fahrzeug zeigt innen einen guten Zustand, keine Gerüche, nicht verwohnt, kein "Ekelgefühl", wie wir es bei anderen Besichtigungen bereits erlebt haben. Der Fahrerraum sehr gut.
Außen sind altersbedingte Spuren zu sehen, der Klarlack der Seitenleisten löst sich unschön auf, die Heckschürze wurde durch einen Rempler etwas demoliert, jedoch nichts TÜV-kritisches. Solarpanel an der Satellitenschüssel mit Sonnentracker!?

Jetzt zu den Sachen, die mich wirklich zögern lassen:
Der Besitzer hat das Mobil mit behobenen Wassereintritt bei einem großen Händler in Bielefeld gekauft. Leider stellte sich im Nachhinein heraus, dass es dennoch zu weiterem Wassereintritt an der Schnittstelle Alkoven-Wohnraum im Bereich des rechten Seitenfensters geführt hat. Der Besitzter hat den Bereich dann hinter der äußeren Halbrundverkleidung neu abgedichtet und innen neue Verkleidung angebracht. Aber auch jetzt wieder sieht man, dass hier Wasser war, aber es ist trocken und nicht "muffig". Ich habe bereits hier im Forum gelesen, dass es eine bekannte Stelle bei diesem Modell ist und das Wasser durch die obere Alkoven-Leiste eindringt. Hier die gleiche Stelle am gleichen Modell, nur in einem wesentlich größerem Ausmaß: --> Link

Nachdem wir uns nahezu 2 Stunden im und ums Fahrzeug bewegt haben, wollte ich noch einen Blick in den Motorraum werfen (eine Probefahrt wollte würde ich bei sehr konkreter Kaufabsicht noch machen). Der Besitzer öffnet die Motorhaube, ich zücke mein Handy und halte die Taschenlampe über den Motor, als der Besitzer nach hinten zurückspringt. Aus dem linken Motorraum glozt uns mit verschlaffenem Blick ein Waschbär an. Er hat sich ein kleinen Nest aus Dämmmaterial gebaut und ließ sich auch nach Minuten nicht aus der Ruhe bringen. Er bevorzugte es, sich wieder einzukuscheln und weiterzuschlafen :? Erst nach viel Getöse, drängte er sich irgendwie zwischen Spritzwand und Motor nach unten und verließ das Grundstück zum Nachbarn.
Wir inspizierten den Motorraum und stellten zerfleddertes Dämmmaterial fest. Auch am Kabelbaum nahe der Spritzwand hatte er Leiter angeknabbert, jedoch nicht durchgebissen. Neben dem Öldeckel lagen transparente Kunststoffröhrchen (Dm ca. 6mm - Wischerwasser?).

Ferner habe ich echt Zweifel, mir einen 230er Ducato zu kaufen. Auch wenn der technisch i.O. ist, reden wir hier immer noch von Technik aus dem letzten Jahrtausend! Weder Klimaanlage, noch ABS, geschweige Airbags oder ESP! Elektrische FH sind das höchste der Gefühle! Keine AHK, keine Rückfahrkamera.

Jetzt zum Preis: Veranschlagt waren 27 kEUR. Da es ein relativ seltenes Modell ist und neuere Baujahre mit ähnlichem Aufbau nur als 3-Achser und 3,6t Leergewicht zu haben sind, ist der Preis entsprechend.
Der Verkäufer macht einen seriösen Eindruck, im Nachhinein stellt sich heraus, dass meine Schwester in persönlich kennt. Es wäre daher ein absolut ehrlicher Kauf.
Ich habe den Verkäufer danach nochmal kontaktiert. In einem freundlichen Gespräch teilte er mir mit, dass er mit diesem (neuen) Wissen des Marder- und Wasserschadens den veranschlagten Preis nicht mehr fordern könne. Er machte das Angebot, dass er es mit den Mängeln deutlich unter diesem Preis an mich verkaufen würde, bevor er es teuer in der Werkstatt machen ließe... da ich handwerklich nicht ganz unfähig bin, traue ich mir die Instandsetzung mit fachlicher Anleitung hier aus dem Forum absolut zu.
Das andere ist die fehlende Klima. Ist es ratsam, eine Wohnraumklima zu installieren, die auch während der Fahrt kühlt? Welche Peripherie ist dafür erforderlich? Vor allem, was kostet das?
Eine Rückfahrkamera ist m.M.n. bei über 7,3m Pflicht. Ein Funk-Kamerasystem mit Android-Radio-System ist verhältnismäßig preisgünstig und einfach nachzurüsten.

Jetzt die Frage an Euch:

Kann man in 2024 noch einen Ducato 230 2,8 Diesel noch kaufen? An eine Plakette ist nicht zu denken und auch >3,5t wird die Maut in Österreich nicht günstig!
Sind die Schäden ein absolutes No-Go oder mit etwas handwerklichem Geschick reparabel?
Was wäre der maximale Preis, der für beide Seiten fair wäre? (Abgesehen vom immer noch völlig überhitzten Markt)

Über Eure Einschätzungen wäre ich echt dankbar!

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

Pechvogel am 14 Apr 2024 15:53:01

Zeitgemäß ist ein 230er Duc sicher nicht mehr. Schließlich gibt es mittlerweile das zweite Nachfolgemodell.
Und dann dürfte der 230er u.U. auch nicht mehr lange vom H-Kennzeichen weg sein. Obwohl das, im Hinblick auf Umweltzonen, nur in Deutschland relevant ist.
Der 2,8er Diesel gilt wohl als zuverlässig und robust, sofern man im halbwegs etwas Liebe ( und vor allem Wartung ) zukommen lässt.
Auch ist so‘n 230er Duc weltweit in jeder Dorfschmiede reparierbar.

Wohnraumklima während der Fahrt dürfte ziemlich schwierig werden! Die brauchen einfach so viel Strom das die Lichtmaschine an ihre Grenzen kommt.

Reparierte Wasserschäden? Mir persönlich wär‘s egal sofern ordentlich gemacht.
Ist aber Geschmackssache und hier kommen bestimmt gleich die Bedenkenträger.

ABER über zwei Dinge musst Du dir im klaren sein:
1. ein Womo zu mieten ist NICHT teurer als eins zu besitzen! Jedenfalls nicht wenn man schulpflichtige Kinder hat!! :eek:
2. an einem Womo ist IMMER irgendwas zu reparieren / zu schrauben. Das muss man nicht nur können sondern vor allem auch wollen ( und die Zeit haben )!



Grüße
Dirk

hampshire am 14 Apr 2024 16:05:39

vicos hat geschrieben:Kann man in 2024 noch einen Ducato 230 2,8 Diesel noch kaufen?

Ich finde: ja!
Du musst damit rechen, dass Du nicht überall hinfahren darfst - das nimmt zu. Aber bis diese Schätzchen gar nicht mehr fahren dürfen gehen noch viele, viele schöne Urlaube ins Land. Der Verbrauch ist OK und die Technik ist solide.
vicos hat geschrieben:Sind die Schäden ein absolutes No-Go oder mit etwas handwerklichem Geschick reparabel?

Das kann ich nicht beurteilen. Mit etwas Wissen, Geschick und vor Allem Geduld und Frustrationstoleranz bekommt man so ziemlich alles wieder ans Laufen. Es kommt da mehr auf Dich an als auf den Waschbärschaden.
vicos hat geschrieben:Was wäre der maximale Preis, der für beide Seiten fair wäre?

Schwer zu sagen, ich weiß ja nicht einmal ob der Ausgangspreis in Ordnung ist. Aus dem Bauch heraus würde ich einen unbekannten Waschbär-Schaden im Motorraum, bei dem mindestens ein Kabelbaum in Mitleidenschaft gezogen wurde mit 3500€ ansetzen. Bis eine Werkstatt so etwas analysiert hat geht schon mal ein Tag ins Land, neue Kabelbäume kosten, Dämm-Material auch und Arbeitsstunden sind nicht ohne. Wenn Du das selbst reparierst ist das Dein Nutzen und nicht der des Verkäufers.

Zur fehlenden Klimaanlage - Nice to have aber aus meiner Sicht kein "Essential" für den gelungenen Familienurlaub.

Zum Wasserschaden - wenn es jetzt dicht ist, ist es OK. Persönlich habe ich vor Wasserschäden mehr Bammel als for elektrischen Fehlern. Aber jeder fühlt sich ja an anderer Stelle mehr oder weniger "hilfebedürfig".

Anzeige vom Forum


BikeAir am 14 Apr 2024 16:53:02

Um es kurz zu machen: ICH würde für ein 20 Jahre altes, technisch völlig überholtes Wasservorschadenmobil mit Holz drinnen, wo man nicht sieht wo die Fäule überall stecken könnte und ohne zu wissen, was da an unbekannter Sanierung noch auf mich zu kommen würde, genau 0 Euro ausgeben und schon gar keine 27.000 :lol: . Das Risiko wäre mir viel zu hoch, vielleicht hat man Glück oder einen Totalverlust, je nachdem.

Das gilt für mich, aber jeder ist "seines eigenen Glückes Schmied".

Grüße

Enola am 14 Apr 2024 17:54:06

BikeAir hat geschrieben:technisch völlig überholtes

Also hat 4 Räder, 4 Zylinder, 1 Steuerrad, Bremse, Gaspedal, Heizung…
Verbrauch bei 9 Litern.
Was können dann die Neuen besser für 25000 Euro?
Mehr Abgasrückführungsgedöns, mehr blingbling nerv mich nicht gepiepse?
Bitte melden sie sich in ihrer Garage Anzeige, weil sich die Karre aus unerfindlichen Gründen in den Überlebensmodus geswitcht hat?
Wo es grosse Schritte gab, ist Kühlschrank, LED, Akku und Heizung. Alles für kleines Geld nachzurüsten oder man lebt mit dem Alten.
Also sooo viel ist jetzt technisch nichts vorwärtsgegangen die letzten 20 Jahre.

WomoTechnikService am 14 Apr 2024 18:25:44

Ich fahre einen 230er von 1997als Tandemachser 5t mit einem Intergrierten Aufbau von Niesmann und Bischof, genau den Flair 6700 ITA. Bei meinem war nach 26 Jahren vorn am Fiatfahrgestell die Kühlertraverse zu wechseln, was man selbst machen kann (rechts und links je 3 Schrauben), gibts nach bei Axel Augustin für ca. 100€. Zusätzlich waren an den vorderen Wagenheberaufnahmen und Trittstufen (die bei mir keine sind im Intergrierten, aber innen Ablagefächer) Schweißarbeiten dran... der Alko-Tiefrahmen hinten ist wie neu. Als ich bei ca. 250.000 km die Kupplung wechseln ließ, fragte ich bei der Probefahrt den Fiatmeister, ob ich mich langsam nach einem Austauschmotor umsehen muss... er sah mich verständnislos an und sagte: "Das ist ein 230er... der schafft die Million!"...

Also wenn Du nicht vorhast, in Umweltzonen rumzufahren, sehe ich kein Problem beim 230er, ansonsten bekommst Du den, wenn es der 2,8er ist, auch für wenig Geld auf die grüne Plakette nachgerüstet: --> Link

LG Peter

mithrandir am 14 Apr 2024 19:02:03

Habe ich das Bajahr überlesen?
27k sind happig, vor allem mit Wasserschaden.
Ich habe vor drei Jahren meinen 14 Jahre alten Ducato Alkoven für 20kEuro verkauft. Damals 2010 4 Jahre alt für 27kEuro gekauft. Ist was anderes als dein Eura, aber nur mal zur Einschätzung.
Der Wasserschaden kann halt echt ein Fass ohne Boden werden, wenn ich so lese was es hier alles gibt.
Grundsätzlich würde ich mir wegen des Alters keinen Stress machen. Auf Autobahn und Landstraße darfst du noch lange fahren und in die Stadt will ich mit so einem Teil nicht. Oft genug probiert :lol:
Den Waschbärschaden soll der aktuelle Besitzer über seine hoffentlich enthaltene Marderschaden Versicherung abrechnen.
Zur Not mal in die Werkstatt fahren und fragen, was die Reparatur kostet. Das geht dann halt vom Preis ab. Und eben der Wasserschaden, aber da habe ich gar kein Gefühl, was ich abziehen würde.
Ach ja, ob es so gut ist, wenn der Verkäufer ein Bekannter ist? Ich kaufe und verkaufe nie von/an Bekannte/Verwandte. Da ist das streiten nämlich doof, wenn es Komplikationen gibt.

Ruedi1952 am 14 Apr 2024 19:03:19

Vor allem hast du keine Probleme mit den teuren Wartungen, den empfindlichen Motoren und Elektronik.
Ich danke Gott jeden Tag nicht mit diesen neuen M... mich rumärgern zu müssen.
Unser 244 mit 110 PS ist auch anspruchslos genauso wie mein Wrangler tj von 1996.
Teile sind Preiswert was will man mehr.
Wir sind bisher überall hingekommen wo wir hinwollten.

kanalpirat am 14 Apr 2024 19:41:03

Hallo,

wir fahren ähnlich wie Peter einen 230er mit ALKO-Tandemachse und einem Niesmann+Bischoff-Aufbau, allerdings als Alkoven. Bei uns waren vor etwas mehr als einem Jahr leider sehr umfangreiche Schweißarbeiten nötig, das kann bei einem so alten Fahrzeug passieren. Aber sonst sind wir mit dem Ducato sehr zufrieden, wir haben den 2,8 Liter-Iveco-Motor, und der würde (wenn man denn dürfte :D ) unser Wohnmobil (4,5 t) auch mit 120 km/h über die Autobahn ziehen. Verbrauch völlig im Rahmen. Klimaanlage haben wir auch nicht und nie vermisst. Für die Wärme fahren wir ja in den Süden. 8)

Behobene Wasserschäden haben wir ebenfalls. Ich weiß, dass ich alle so schnell wie möglich behoben habe und der einzige dauerhafte "Schaden" leichte Verfärbungen am Innenraumteppich sind. Wenn ich unser Wohnmobil verkaufen wollte (was ich nie tun würde), würde ich darauf hinweisen und hätte als Verkäufer ein reines Gewissen. Dir muss aber klar sein, dass Undichtigkeiten in einem alten Aufbau eher auftreten können als in einem neuen, einfach weil durch die Wankbewegungen beim Fahren irgendwann Spalten entstehen können. Hier ist also viel Vertrauen zum Verkäufer nötig. Wenn du das hast und auch in Zukunft auf Undichtigkeiten achtest, kannst du so ein altes Wohnmobil kaufen.

Die Abwägung weiterhin mieten oder kaufen hast du ja schon hinter dir. Dirk hat dich auch schon darauf hingewiesen, dass sich ein eigenes Wohnmobil finanziell nicht lohnt, selbst für ein häufig fahrendes Lehrerpaar wie uns nicht. Aber ich bin überzeugt, dass Kinder (und auch wir Erwachsene) einen Urlaub in einem eigenen Wohnmobil viel intensiver erleben als in einem gemieteten.

Viele Grüße

Patrick

mv4 am 14 Apr 2024 19:42:46

Der 2,8 Motor war einer der besten was es bei Fiat gab...er läuft zwar etwas rauer als die neuen Kollegen....dafür völlig klaglos ..und richtig der hält länger wie die Nachfolge Modelle.

Der ursprüngliche Preis war viel zu hoch angesetzt...ist aber ja schon nicht mehr aktuell...ABS müsste er eigentlich schon haben....Airbag nicht....das hatten die meisten eh erst viel später. Wenn du reparieren kannst kannst du mit dem Aufbau auch noch viel Freude haben...auch mit Holz....es fahren tausende damit herum ..ohne Wasserschaden...man muss eben davon was verstehen.

boulette am 14 Apr 2024 20:12:23

Ich hatte auch einen 230iger. Leider abgebrannt (Pfusch der Werkstatt am Auspuff). Jetzt 244. Die größten Reparaturen waren Traverse unter dem Kühler. Kann man selber machen. Achtung, die Schrauben sitzen sehr fest und neigen zum Abreißen. Das andere waren die Schweller. Hat eine Werkstatt neu angefertigt und eingeschweißt.
Man kann einen 230iger immer noch kaufen. Ist etwas laut aber sehr zuverlässig!
Was zu reparieren gibt es immer, aber ist das bei den neueren so viel anders?

Gruß
Boulette

BiggiK am 14 Apr 2024 20:32:12

Ich würde mit dem mobil erstmal selbst auf eine Waage fahren und danach genau schauen, wieviel Zuladung bis 3,5 Tonnen möglich sind. Ich kann es wirklich nicht glauben, dass ihr mit 4 (offenbar schon Teenagern) Kindern, Hund und zwei erwachsenen mit 3,5 Tonnen auskommt.
Habt ihr keinen alten Führerschein? Keine Lust den notwendigen Schein zu machen?

Gruß Birgit

flo1979 am 14 Apr 2024 20:37:37

kanalpirat hat geschrieben:Aber ich bin überzeugt, dass Kinder (und auch wir Erwachsene) einen Urlaub in einem eigenen Wohnmobil viel intensiver erleben als in einem gemieteten.

Und vor allen Dingen erleben die Kids wie unsere ebenfalls 4 den Urlaub viel öfter. Selbst eine Nacht mit Spätabreise fühlt sich an wie ein langes WE zuhause.

vicos am 14 Apr 2024 23:01:52

Vielen Dank für die Antworten bisher.

Ob sich ein eigenes Mobil gegenüber einem Mietcamper rechnet oder nicht, ist nachrangig, meine ich. Der Urlaub mit der Familie und die gemeinsame Zeit ist mit Geld nicht aufzuwiegen. Und wenn es auch nur kurze Wochenendtrips sind, wie der Teilnehmer zuvor geschrieben hat. Andererseits kaufe ich den Wagen auch mit der Einstellung, diesen an meine Geschwister zu verleihen, da diese auch ein Interesse gezeigt haben, gegen einen kleinen Betrag, der die Selbstkosten deckt, ohne Gewinnabsicht. Das ist für uns kein Thema. Anders sieht das aus, wenn sich Leute einen neuen Camper kaufen, der ans Herz gewachsen ist, den möchte man nicht verleihen, ist ja auch ein Teil der eigenen Privatspäre. Und bei einem älteren Modell muss man auch nicht so Angst haben, dass die Kinder wieder irgendwo einen Kratzer reingemacht haben, man ist entspannter.

Bei einem 244 würde ich etwas weniger zögern, dieser ist etwas moderner geworden. Vom Motor her mache ich mir absolut keine Sorgen, vom Alko Fahrwerk genauso wenig. btw: Kann ich Schäden an der Drehstabfederung ausschließen? Das jährliche Fetten hatte der Besitzer nicht auf dem Schirm, meint nur, dass sich der Wagen ca. ab 100km/h nicht mehr wirklich "gut anfühlt".
Mit viel Glück dürfte der Wagen ABS haben.

Wie gesagt, 3,5t sind grenzwertig, aber mit konsequenter Beladung, auch zu sechst machbar. Das wäre aber auch nur Übergansgweise, bis mein Klasse B Schein auch für 4,25t freigegeben wird (bin leider wenige Wochen zu spät geboren und habe neben den Vorteilen der EU leider auch die Nachteile zu spüren bekommen, es wurmt mich immer noch massiv, warum meine Frau - etwas älter als ich - 11 Tonnen im Gespann, auch schwere Anhänger bewegen darf und ich nicht, einfach aufgrund des Geburtsdatums und eines willkürlich gewählten Stichtags)

Was uns absolut fehlen wird, ist die Klimaanlage. Im Mietcamper schmolzen die Kids im Wohnraum trotz Fahrerhaus-Klima regelrecht dahin... Wenn es da keine sinnvolle und bezahlbare Option gibt, wäre das ein KO-Kriterium, denke ich. Habe irgendwo gelesen, dass jemand eine Klima aus dem Baumarkt für 299€ mit Wechselrichter betreibt und das zufriedenstellend funktioniert. Habe keine Idee, wie lange das mit einer Aufbaubatterie geht, oder ob man zusätzlich einige Solarpanels draufpacken müsste, bin kein Elektroniker.

Der Wasserschaden ist überschaubar, ich konnte weder eine Durchnässung noch morsche Oberflächen feststellen, lediglich eine trockene Verfärbung der Innenwand hinter dem Schrank. Ein Blick unter das Fahrzeug im Bereich des "Seitenspoilers" zeigte, wo das Wasser heruntergeflossen ist. Es kommt entweder aus der Dichtung Fahrerhaus-Alkoen-Seitenspoiler oder dadrüber. Der Rest des Bodens war unauffällig.

Der Wagen ist von Mai 2002 und hat 136 TKM. Der Schaden des Waschbärs kann leider aufgrund fehlender Kasko nicht über die Versicherung reguliert werden. Daher wäre es dem Verkäufer nach seiner Aussage lieber, mir dem Wagen in diesem Zustand für einen deutlich reduzierten Kaufpreis abzugeben, bevor er "2000-3000€ an die Werkstatt bezahlt". Klar, ist für Ihn wesentlich angenehmer und mit weniger Aufwand und Risiko verbunden. Wie gesagt, ich traue dem Verkäufer absolute Ehrlichkeit zu, es soll für beide Seiten fair bleiben.

Ich habe so überschlagen und werde sicher noch investieren müssen: 17.000-18.000€ mehr wäre nicht drin. Was meint Ihr? Würde das zu dem Preis wieder interessant, falls der sich drauf einlässt?

vicos am 14 Apr 2024 23:32:09

Noch eine Ergänzung zur fehlenden Klima: Habe gerade etwas gesucht und die Ecoflow Wave2 entdeckt eine 20kg schwere mobile Klima mit 1159Wh, über Solar, 230V oder auch im Auto ladbar. Ca. 1600€. Das wäre doch eine Alternative und auch abseits des Wohnmobils nutzbar, oder?

BadHunter am 15 Apr 2024 08:33:44

Ist das angegebene Leergewicht auch nachgewogen worden? Normalerweise werden bei dem in den Papieren angegebenen nachträgliche Anbauten (Markise, Sat-Schüssel usw) nicht berücksichtigt, ohne das Fahrzeug zu wiegen würde ich auf die Angabe absolut nichts geben!
Wir haben den 230 Ducato, sogar noch etwas älter mit Bj. 1995 und 2,5 TDi. Sicher musste in den letzten 4-5 Jahren hier und da etwas geschweißt werden (Einstiege), der Querträger vorn getauscht werden, aber technisch läuft er problemlos, hat jetzt 197.000 Km auf der Uhr. Gekauft habe ich den mit 91.000 Km vor 18 Jahren!
Letztes Jahr hat sich eines der hinteren Radlager verabschiedet, aber auch das ist eben Verschleiß und nicht ungewöhnlich.
Den Preis finde ich schon sehr sportlich, und ob der Aufbau nun wirklich dicht ist und gut repariert wurde, also incl. des maroden Holzes? Wer soll das "garantieren" ?
Ein Wasserschaden kann sehr schnell große Ausmaße annehmen, da er sich oft erst zeigt wenn man das im Innenraum sieht, bis dahin kann schon Holz und Dämmung großflächig hinüber sein und man hat leicht mal einen Totalschaden!
Klima während der Fahrt? Naja, es gibt solche Klimaanlagen für Staukästen, die über 12 V laufen, aber was die wirklich bringen? Ich kenne keine Klimaanlage, die während der Fahrt den Aufbau kühlt, lasse mich aber gern eines Besseren belehren.
Wir haben nicht einmal eine Fahrerhausklima, waren in den letzten Jahren im Sommer viel im Süden unterwegs (Italien, Kroatien, Frankreich), uns hat es gereicht, für Durchzug zu sorgen. Für die Nächte haben wir einen Standventilator dabei gehabt, der bei vorhandenem Stromanschluss gute Dienste geleistet hat, aber dafür gäbe es auch mobile Klimaanlagen, die man aussen an die Fensterrahmen hängen kann.

mithrandir am 15 Apr 2024 09:07:29

Zum Thema Klima, das hatte ich in meinem Post vergessen.
Während der Fahrt kühlt eigentlich die Fahrerhausklima auch im hinteren Bereich einigermaßen mit. Wenn man die Rollos an den Dachfenstern schließt, ist die Temperatur dort auch nicht so tragisch.
Eine wirklich gute Wohnraumklimaanlage braucht ordentlich Leistung um was zu bewirken und das geht mMn nur über Landstrom.
Wir hatten eine im Alkoven (war beim Kauf drin). Die haben wir nur sehr selten laufen lassen. Einerseits verkraften das viele Absicherungen an Stell-/und Campingplätzen nicht und zweitens reicht bei großer Hitze auch eine starke Leistung kaum aus um die Temperatur erträglich zu halten. Klar abends mal runterkühlen geht schon, aber dann musst du die Fenster zulassen, damit keine Wärme reinkommt und irgendwann nachts wird es dann doch stickig.
Und dann ist da das hier allgegenwärtige Gewicht. Die Zusatzklima wiegt auch ordentlich und ihr wollt <3,5t kommen. Das passt nicht.

rkopka am 15 Apr 2024 09:43:14

Ruedi1952 hat geschrieben:Teile sind Preiswert was will man mehr.
Wir sind bisher überall hingekommen wo wir hinwollten.

Wenn man sie noch bekommt. Mit dem Alter wird das schwieriger. Für meinen alten 230er (damals etwa 18 Jahre alt) war es schwierig (für die Werkstatt) einen Turbo zu finden. Ölpumpe hat auch eine Woche gedauert, bis die da war. Damals stand noch ein älteres Fahrzeug am Hof, bei dem sie noch viel mehr Probleme hatten. Aufbauteile (außen) sind noch viel schwerer zu bekommen, aber das beginnt schon in jungen Jahren.

vicos hat geschrieben:Der Wasserschaden ist überschaubar, ich konnte weder eine Durchnässung noch morsche Oberflächen feststellen, lediglich eine trockene Verfärbung der Innenwand hinter dem Schrank.

Und was ist dahinter ? Bei mir gab es im Bad ganz leichte Aufblähungen der Kunststoffbeschichtung der Wand. Dahinter war ein kapitaler Wasserschaden, den man sonst einfach nicht gesehen hat.

RK

Ruedi1952 am 15 Apr 2024 09:47:18

Wir haben keine Klima aber in Ungarn stehen wir im Schatten hoher Bäume. Der Solarkoffer steht in der Sonne. Nachts Fenster und Dachluken offen nie Probleme mit Hitze auch bei tagsüber 35 Grad gehabt.
Unser Alkoven hat auch keine Fahrzeugklima auch nie vermisst Kabine ist ja immer im Schatten.
Strom kostet in Heviz 6 EUR am Tag für Klimabetreiber lohnt es sich.
Wir brauchen bei zwei Liefepo4 a 130 AH keinen Strom mehr.
Etliche CP's haben/hatten 6 A im Tagespreis und 16 A gegen Aufpreis.

rkopka am 15 Apr 2024 10:40:27

Ruedi1952 hat geschrieben:Unser Alkoven hat auch keine Fahrzeugklima auch nie vermisst Kabine ist ja immer im Schatten.

Ist wohl individuell. Ich bin eigentlich nicht so empfindlich, aber z.B. einmal in Deutschland auf der Autobahn im Sommer ging es nicht mehr ohne - auch mit dem Alkoven. Ich hatte schon alle Fenster offen und die Lüftung auf Volldampf laufen, aber es wurde einfach nicht kühler und das bei dem Höllenlärm von Lüftung und Fahrtwind. Als ich dann merkte, daß ich unaufmerksamer wurde, habe ich dann doch die Klima eingeschaltet und dann war es leise und angenehm. Ähnliches in Südfrankreich, wenn man auf der AB an der Küste in den engen Felseinschnitten fährt, wo Fahrtwind einfach nichts mehr bringt.

RK

flo1979 am 15 Apr 2024 14:19:06

Also bei uns in Italien bei 38°C war die Fahrerhausklima im gemieteten Duc 8 immer ausreichend, um auch die Dinette während der Fahrt ausreichend kühl zu halten. Wenn die Dachfenster zu sind, ist der Koffer gut isoliert. Die weiter oben genannte Klima mit 1,3kW Kühlleistung ist m.E. Spielzeug. Für die Dometic 2200 (die haben wir jetzt auf unserem eigenen Mobil) gibt es zwar einen passenden WR, aber 2,2kW Kühlleistung sind um die 800W elektrisch, also etwa 70A bei 12V. Das muss erstmal versorgt werden.

Wir hatten letztes Jahr teilweise so warme und windstille Nächte, da war wenig mit Schlafen. Maxxfan soll gut sein, aber passt nicht so ganz zum Alkoven.

rolf51 am 15 Apr 2024 14:39:07

Hallo,
welche Not muss herrschen, dass ich ein 27 Jahre altes Wohnmobil mit Mängeln, für fast den damaligen Neupreis mir anschaue bzw. über kaufen nachdenke. Für 40tsd bekommt man ein 7 Jahre altes Wohnmobil des Herstellers.
Es sind immer noch goldene Zeiten für Verkäufer die sich die Hände reiben was für ein Deal sie gemacht haben. Wie sagt man es steht jeden Tag ein ....... auf.

topolino666 am 15 Apr 2024 15:13:18

(Auch) ich bin erstaunt wie wenig auf die Gewichtsproblematk geachtet wird. Mit 6 Personen (4 größere Kinder??) sowohl im gemieteten 7,5 Meter Mobil wie auch im auserkorenen - aktuell aufgelastetem (das hat schon seinen Grund) - geht einfach nicht legal mit 3,5 to. Auch nicht mit der berühmten Badehose im Schrank.
Vor dem Kauf ungedingt wiegen!!!!

Ich hab jetzt bei mobile ein paar Fahrzeuge geklickt, die haben tlws ein zGG von 4,5 to und alle so 3,2 to leer. Das passt einfach nicht.

Und zum Traum der Führerscheinnovelle gibt es auch hier im Forum schon teils ausufernde Diskussionen, da sich die Erweiterung aber wohl nur auf alternative Antriebe beziehen soll hilft das im vorliegendem Fall auch nicht weiter. --> Link

Wenn ein Partner (hier die Frau) schon / noch den großen Schein hat, dann ist der Weg zum Führerschein ja eh nicht mehr weit! ;-)

vicos am 15 Apr 2024 20:29:36

Genau dieses Modell hat 3020kg unter G) eingetragen. Der Canada Ahorn AS it 7,5m sogar 2970kg. Und ja, wir waren vor Fahrtantritt zu sechst mit Sack und Pack auch auf der Waage.

Und nein, es ist kein "Traum einer Führerscheinnovelle" sondern ist schon ziemlich konkret: Das Europäische Parlament hat einer Erweiterung des B-Führerscheins auf 4,25 Tonnen bereits zugestimmt. Diese Änderung soll für Wohnmobile und Krankenwagen gelten, und zwar, anders als bisher angenommen, unabhängig vom Antrieb! Die genauen Bedingungen werden nach der EU Wahl verhandelt. Aber es kommt definitiv.
Ein C1 Fühererschein würde nur in Verbindung mit einem Anhängerschein (also C1E) Sinn ergeben, liegt heute aber mittlerweile dann bei realistischen 4000-4.500€! Das werde ich mir drei mal überlegen, zumal der Schein dann nur 5 Jahre gültig ist und mit umfangreichen Gesundheitschecks und großem Sehtest, erweiterte Erste-Hilfe-Kurs, also allem, was ein Berufskraftfahrer benötigt, verbunden ist. Und wenn man dann etwas Blutdruck hat oder bekommt plötzlich Diabetes, dann wars das endgültig. Das ist weder von den Kosten noch von den Voraussetzungen nicht mehr verhältnismäßig. Daher begrüße ich die Neuregelung und beachte schon bei der Fahrzeugsuche eine mögliche spätere Auflastung.

Ja, es gibt in der Tat für 40TEUR wesentlich bessere Fahrzeuge, wenn man sich diesen Bertrag leisten kann oder möchte, was bei uns nicht der Fall ist. Also entweder ganz darauf verzichten oder Kompromisse eingehen. Was wäre die Alternative? Es scheint da so eine magische Grenze im Preisgefüge zu geben, ich schätze so bei 35.000€ ab da gibts was Vernünftiges, dadrunter deutlich schlechter, gefühlt nichts dazwischen. Zudem scheint es auch lokale Unterschiede zu geben, hier im Raum OWL gibt es kaum Verkaufsangebote, offenbar bevorzugt man hier den Wohnwagen. Die interessanten Inserate sind meist im Osten oder Bayern :(

Sehr interessant finde ich auch die Fahrzeuge auf Sprinter-Basis, die gibt es aus den Baujahren 2000-2005 mit Eura-Mobil, Phoenix oder auch Concorde Aufbau für unter 30.000, jedoch mit super Heckantrieb, dafür auch schwerer, aber so gut wie nie mit platzsparenden Etagenbetten.

Olli2305 am 15 Apr 2024 21:11:18

vicos hat geschrieben:Genau dieses Modell hat 3020kg unter G) eingetragen. Der Canada Ahorn AS it 7,5m sogar 2970kg. Und ja, wir waren vor Fahrtantritt zu sechst mit Sack und Pack auch auf der Waage.

Die 3020/2970kg sind aber ohne Anbauteile die nach der Auslieferung montiert wurden. Bei 6 Personen mit Hund, sehe ich da wirklich nur noch die berühmte Badehose im Gepäck. Fällt mir schwer zu glauben, dass es sich ausgeht.
Der Markt ist momentan noch überhitzt, ich würde noch weiter beobachten und schauen wie sich die Gebrauchtpreise entwickeln.

Elgeba am 15 Apr 2024 21:15:41

Sorry, das stimmt so nicht.Ich bin zwar Rentner,fahre aber immer noch Omnibusse,meist in Teilzeit,und ich bin Diabetiker,ist absolut kein Hindernis,so lange es nicht gewisse Werte übersteigt.Auch der restliche Gesundheitscheck ist kein Problem und sollte eigentlich bei jedem Autofahrer Pflicht sein,nicht nur bei Berufsfahrern,zu denen ich eigentlich nicht gehöre,ich habe aber alle FS die es gibt,und mache die Fahrerei nebenbei.


Gruß Bernd

flo1979 am 15 Apr 2024 21:43:51

Olli2305 hat geschrieben:Die 3020/2970kg sind aber ohne Anbauteile die nach der Auslieferung montiert wurden.

G ist auch ohne werksseitig montierte Optionen, also die Masse des Basismodell in fahrbereiten Zustand. Da haben wir z.B. 2840kg drin stehen. Mit Extras kommen knapp 3000 zusammen.

vicos am 16 Apr 2024 08:49:34

So, jetzt steht auch eine neue Zahl im Raum, für diese der Wagen an ich im aktuellen Zustand übergehen würde. 18 TEUR. Soweit ich die Person kenne, liegt hier keine Absicht vor, mir einen Schrotthaufen unterjubeln wollen, sondern ein fairen Preis für beide Seiten zu finden. Und in Anbetracht des aktuellen Zustands bevorzugt er natürlich den Verkauf so wie der Wagen jetzt ist, bevor er nun viel Geld in Werkstätten gibt und das im Kaufpreis dennoch nicht 1:1 abbilden kann und ich dann sage, ich hätte es zuhause mit meinem Handwerksgeschick wesentlich günstiger erledigt. Somit läge das Restrisiko auch bei mir.
Hätte der Wagen ein Klima für die Fahrt, würde ich jetzt ernsthafter überlegen. Gibt es neben der Ecoflow WAVE2 denn nichts anständiges, was einigermaßen kühlt?
Was brauche ich für Elektronikkomponente, um eine Staukastenklima während der Fahrt zu betreiben?

Ruedi1952 am 16 Apr 2024 08:57:49

Rechne dir aus Klima 3200 W. Wechselrichter mit entsorechend hoher Anlaufreserve.
Liefepo4 in ausreichender Größe.
Lima mit ausreichend Leistung.

HalbvetteVenus am 16 Apr 2024 09:06:50

vicos hat geschrieben:Hätte der Wagen ein Klima für die Fahrt, würde ich jetzt ernsthafter überlegen.
Was brauche ich für Elektronikkomponente, um eine Staukastenklima während der Fahrt zu betreiben?


Meine Erfahrung: wir hatten 20 Jahre Alkovenmobile ohne Klimaanlage. Das war nie ein Problem.
Erstens spendet der Alkoven erstaunlich viel Schatten. Zweitens fahren wir im Wohnmobil aufgrund der niedrigeren Geschwindigkeiten und des ohnehin höheren Geräuschpegels viel mehr mit geöffneten Fenstern (in den Fahrerhaustüren) als z.B. im Alltags-PKW . Drittens habe ich im Sommerurlaub meistens leichte Freizeitkleidung an. Da stört mich die Hitze weniger als wenn ich in Büroklamotten unterwegs bin.

Wenn also an Deinem Wunschfahrzeug wirklich alles passt außer der fehlenden Klimaanlage würde ich an Deiner Stelle zuschlagen.
Die Nachrüstung einer funktionierenden Während-der-Fahrt-Lösung ist in meinen Augen nicht wirtschaftlich (im Verhältnis zum Anschaffungspreis) und kostet auch Platz und Gewicht.

Pechvogel am 16 Apr 2024 09:36:35

vicos hat geschrieben:So, jetzt steht auch eine neue Zahl im Raum, für diese der Wagen an ich im aktuellen Zustand übergehen würde. 18 TEUR...

Der Verkäufer ist im Preis von 27.000€ auf 18.000€ runtergegangen?!? :eek:


Grüße
Dirk

BadHunter am 16 Apr 2024 09:40:04

vicos hat geschrieben:So, jetzt steht auch eine neue Zahl im Raum, für diese der Wagen an ich im aktuellen Zustand übergehen würde. 18 TEUR. Soweit ich die Person kenne,


Sorry, aber wenn der Verkäufer mal eben das sooo tolle Fahrzeug für 9.000 € weniger abzugeben bereit ist (was ich immernoch viel finde in Anbetracht der evtl. behobenen Wasserschäden!), dann klingeln bei mir sämtliche Alarmglocken!
Aber wie auch immer, jeder muss irgendwann seine eigenen Erfahrungen sammeln...
Nach 30 Jahren mit Wohnmobilen würde ich ein solches Fahrzeug im Leben nicht kaufen.

ollimk am 16 Apr 2024 09:54:26

Zum Thema Klimaanlage: auch wir begannen einst mit einem da schon 20 Jahre alten Hobby 620AK, EZ 1991, der weder Servolenkung noch Fahrgastraum-Klima hatte. Es stimmt, durch den überkragenden Alkoven heizt sich der Innenraum deutlich weniger auf als beispielsweise im Kastenwagen oder PKW. Für unsere Reisen in nordische Gefilde war das auch absolut OK. Eine Stadtdurchfahrt im Lyoner Großraum bei gleißendem Sonnenschein und abends dann mit einem aufgeheizten Wagen im sonnigen Süden am Stellplatz ankommen ... - also ich kann mir da schöneres vorstellen und würde heute, im Jahr 2024, nicht mehr auf Klima verzichten wollen. Hitze macht müde. Ich würde den Wagen nicht kaufen.

Zum Thema Gewicht: nein, 6 Personen (selbst wenn alle mit 60 kg eher schlank wären) im 3,5-Tonner geht nicht auf, macht euch doch keinen vor.

rkopka am 16 Apr 2024 10:04:30

ollimk hat geschrieben:würde heute, im Jahr 2024, nicht mehr auf Klima verzichten wollen. Hitze macht müde. Ich würde den Wagen nicht kaufen.

Ich auch nicht. Wenn aber das Budget Grenzen setzt, wäre das für mich nicht unbedingt der Haupthinderungsgrund. Für mich wären evt. Wasserschäden und die Fahrzeugtechnik eher relevant. Kommt aber auch sehr auf die Urlaubspläne an.

Zum Thema Gewicht: nein, 6 Personen (selbst wenn alle mit 60 kg eher schlank wären) im 3,5-Tonner geht nicht auf, macht euch doch keinen vor.

Die alten Fahrzeuge waren noch deutlich leichter als heute. Wenn es geht, bedeutet es, daß man sehr sparsam bei allem sein muß, das man mitnimmt. D.h. keine nennenswerten Vorräte, Räder, Werkzeug, Sportgeräte... Selbst bei Tisch und Stühlen muß man aufs Gewicht achten. Dann noch mit wenig Wasser fahren und es könnte gehen. Ob man das so will, ist eine andere Frage.

Bei meinem (neueren) Alkoven würden (rechnerisch) 6 Personen gehen. Aber mit 5kg Gas, nur Schlafsäcke, kein Gepäck, leichte Tisch und Stühle, Minimum Wasser, keine Lebensmittel, 60kg/Person.

RK

hampshire am 16 Apr 2024 10:22:38

vicos hat geschrieben:Hätte der Wagen ein Klima für die Fahrt, würde ich jetzt ernsthafter überlegen. Gibt es neben der Ecoflow WAVE2 denn nichts anständiges, was einigermaßen kühlt?

Eine Nachrüst Klimaanlage für das Fahrzeug z.B. hier: --> Link

mithrandir am 16 Apr 2024 10:39:49

Ich würde mal zusammenfassen:
Mittlerweile 18kEUR für das Mobil mit Wasser- und Marder-/Waschbärschaden
Ablastung auf <3,5t
Aufbauklimaanlage gewünscht

Meine aktuelle Meinung:
Wenn du es dir zutraust und die Zeit investieren willst, hören sich 9000 EUR Reduktion gut an. Ich finde das Gesamtpaket immer noch zu teuer.
Ablastung und Klima sind individuelle Entscheidungen.
Wenn du keinen Stress damit hast, vor jedem Urlaub penibel aufs Gewicht zu achten (Wassertankfüllung, wie viele Konservern, Fahrräder usw.) kommst du ggf. mit <3,5t klar, aber unbedingt vor dem Kauf das Leergewicht prüfen
Bezüglich Klima gibt es Menschen, die mit Hitze besser klarkommen, andere können das gar nicht. Das kannst du auch nur selbst entscheiden. Kompromiss wäre, das Mobil erst mal ohne Klima zu nutzen. Ob du die dieses Jahr einbaust oder nächstes Jahr bzw. gar nicht brauchst ist ja egal.

ollimk am 16 Apr 2024 10:52:03

rkopka hat geschrieben:.....

Bei meinem (neueren) Alkoven würden (rechnerisch) 6 Personen gehen. Aber mit 5kg Gas, nur Schlafsäcke, kein Gepäck, leichte Tisch und Stühle, Minimum Wasser, keine Lebensmittel, 60kg/Person.

RK


Völlig unrealistisch... "kein Gepäck"....also mit Verlaub, aber das ist ja nun Blödsinn.

rkopka am 16 Apr 2024 11:17:05

rkopka hat geschrieben:Bei meinem (neueren) Alkoven würden (rechnerisch) 6 Personen gehen. Aber mit 5kg Gas, nur Schlafsäcke, kein Gepäck, leichte Tisch und Stühle, Minimum Wasser, keine Lebensmittel, 60kg/Person.
ollimk hat geschrieben:Völlig unrealistisch... "kein Gepäck"....also mit Verlaub, aber das ist ja nun Blödsinn.

Das ist eine einfache Rechnung. Den Rest braucht man mehr. Und im Sommer reichen doch 2 T-Shirts und eine Badehose ? Nicht daß das sinnvoll wäre (IMO), aber man könnte so fahren.

Ich bin leider am anderen Ende des Spektrums. Ich muß selbst alleine manchmal aufpassen, nicht zu überladen :-).

RK

vicos am 16 Apr 2024 12:31:47

Nur zum Vergleich: Selbst wenn jeder Mitfahrer 20kg mitnehmen würde, müsste man noch unter 3,5t bleiben. Im Flugzeug nach Malle hat an auch nicht mehr dabei :P Klar, muss man sich eben eingrenzen, Fahrräder bleiben zuhaus, einen TV brauchen wir im Camper auch nicht und Frischwasser muss ich nicht durch die Gegend karren, wird vor Ort aufgefüllt.
Es wäre ja auch eine Übergangslösung, der Wagen steht ja jetzt schon mit 3,85t in den Papieren.

Der Verkäufer ist glaubwürdig und hat es nicht nötig, sich zu bereichern. Ich denke, der Preis war von Anfang an deutlich zu hoch angesetzt, ohne von dem Marder zu wissen. Er würde das Fzg. jetzt in die Werkstatt geben und rechnet mit 2-3 TEUR, was er nie wieder reinholt, mit seinem Risiko, dass da doch mehr kaputt ist. Aus der Situation heraus würde ich auch lieber günstiger verkaufen und das Risiko an den Käufer weitergeben, dafür mit einem deutlichen Preisrückgang.

Auch ich genieße sehr gerne den Fahrtwind bei heißen Sommertagen (für mich ist erst Sommer, wenn ich ins Auto steige und der Motor hat bereits Betriebtemperatur :-) ). Die Klima wäre jedoch für die Kinder und den Hund im hinteren Bereich während der Fahrt unabdingbar.

Pechvogel am 16 Apr 2024 12:44:06

vicos hat geschrieben:... Die Klima wäre jedoch für die Kinder und den Hund im hinteren Bereich während der Fahrt unabdingbar.

Dann bekommst Du aber u.U. auch mit einer "normalen" Fahrerhausklima schon Probleme.Die sind nämlich dafür ausgelegt den, normalerweise abgeschlossenen, Fahrerhausbereich abzukühlen und nicht noch den ganzen Wohnraum dahinter.



Grüße
Dirk

Ruedi1952 am 16 Apr 2024 13:04:24

Eine Klima ist nur ein Luxusartikel.
Die meisten Menschen und Tiere haben bis heute ohne überlebt.
Unabdingbar ist eine Maßlose übertreibung.
Ich fahre seit 1970 Auto und einmal PKW mit Klima, nein ist nicht unabdingbar notwendig nur ein Luxus.
Dann sollte man sich auch überlegen den Urlaub in kühlere Länder zu machen.

wolfherm am 16 Apr 2024 13:07:46

Ruedi1952 hat geschrieben:Eine Klima ist nur ein Luxusartikel.
Die meisten Menschen und Tiere haben bis heute ohne überlebt.
Unabdingbar ist eine Maßlose übertreibung.
Ich fahre seit 1970 Auto und einmal PKW mit Klima, nein ist nicht unabdingbar notwendig nur ein Luxus.
Dann sollte man sich auch überlegen den Urlaub in kühlere Länder zu machen.


Es ist ja wunderbar, wenn du so genügsam bist. Das hilft dem TE aber nicht weiter, er ist halt nicht so abgehärtet wie du…..

:thema:

ollimk am 16 Apr 2024 13:09:23

Neben der Frage, ob Klima nun Luxus, schön oder unabdingbar ist (den Hund nicht vergessen dabei!), sollte sich vicos aber auch überlegen, wo das gekaufte Fahrzeug dann stehen soll und ob es einen Platz gibt, an dem die notwendigen Bastelarbeiten durchgeführt werden können. Am Straßenrand in der dicht besiedelten Wohngegend, womöglich noch ohne Zugang zu einer Garage, arbeitet es sich schlecht.

vicos am 16 Apr 2024 16:29:43

Ich habe die Möglichkeit, das Fahrzeug auf meinem privaten Grundstück abzustellen. Müsste mir nur eine vernünftige Überdachung überlegen.

arha am 16 Apr 2024 20:26:02

vicos hat geschrieben: Gibt es neben der Ecoflow WAVE2 denn nichts anständiges, was einigermaßen kühlt?
Was brauche ich für Elektronikkomponente, um eine Staukastenklima während der Fahrt zu betreiben?
ich kann dir zwar nichts über eine Staukasten Klimaanlage sagen, aber ich habe eine Truma Dach-Klimaanlage, mit Softstart, die speziell dafür ausgelegt wurde, während der Fahrt zu laufen, weil ich dachte, dass das für meine Tiere notwendig wäre. Dafür wurde ein teurer Büttner Wechselrichter eingebaut, der größte, den es gab, und eine LiFePo Batterie. Die Kabel wurden angeblich so verlegt, dass es funktioniert. Und ja, es funktioniert, aber nach ungefähr 30 Minuten fängt die Klimaanlage an zu „schlagen“ oder zu „klopfen“. Und dies auch bei der niedrigsten Stufe der Klimaanlage. Auch teure Monteurstunden haben das Problem nicht behoben. Und dies, obwohl die Lichtmaschine meines Pilote 969D 50 A liefert, was relativ hoch und ungewöhnlich ist.

Jetzt habe ich noch zusätzlich eine EcoFlow Wave 2, mit Akku, denn ohne Akku kannst du sie nicht als Klimaanlage während der Fahrt betreiben. Übrigens kannst du auf der EcoFlow Webseite die generalüberholte Version der Wave 2 und des Akkus erstehen. Zur Zeit gibt es da gute Angebote, noch für ein paar Tage, glaube ich, aber es gibt diese Angebote immer wieder.

Es gibt auf YouTube sehr viele YouTuber, die sagen die EcoFlow Wave 2 taugt nichts. Vielleicht möchtest du dir dort die Videos ansehen. Die meisten sind allerdings Kastenwagen, die sich ja noch ganz anders aufheizen als ein Alkoven oder ein Teilintegrierter. Nach meiner Beobachtung stimmt nicht, dass die EcoFlow nur laue oder warme Luft erzeugt. Die Luft, die aus der EcoFlow kommt, hat eine Temperatur von 2,7 °C, dies wird so angezeigt und scheint auch zu stimmen. Trotzdem wirst du 7,5 m Länge nicht mit einer 5100 BTU EcoFlow Wave 2 herunter kühlen können, es sei denn, du unterstützt die EcoFlow dadurch, dass du den Raum aufteilst und mit einer Fahrerhaus Klimaanlage unterstützt. Im Stand kannst du durch eine Aludecke, die circa 100 € kostet, die Arbeit der EcoFlow erleichtern, Allerdings sind dann eventuelle Solarpaneele auch abgedeckt.

Ich konnte bei deiner Beschreibung nicht klar ersehen, ob du eine Fahrerhaus Klimaanlage hast. Ich bin übrigens deiner Meinung in Bezug auf eine Klimaanlage, letztes Jahr in der Provence war es über 40 °C. Nach ein paar Tagen bin ich auf einen Stellplatz geflüchtet, wo ich Strom hatte, damit ich ein paar Nächte schlafen konnte und sich mein Körper sich wieder entspannen konnte. Dabei sind die Nächte in der Hoch-Provence relativ kühl. Allerdings hat sich tagsüber alles so aufgeheizt, dass es zu lange dauert, bis es wieder abkühlt. Meine französischen Nachbarn ohne Klimaanlage haben sich zu mir eingeladen, und einen Termin beim Wohnmobil Händler gemacht, um sich eine Klimaanlage einbauen zu lassen.

Andererseits stimme ich mit dem zulässigen Gesamtgewicht darin über ein, dass das mit sechs Leuten nicht möglich ist. Aber das wirst du schon noch selber herausfinden.

Anzeige

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Elnagh T-Loft 530 Teilintegriert
Wohnmobildiscounter Go oder Nogo
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2026 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt