bjoernkrueger am 28 Jun 2026 16:45:00 Moin! wir möchtern gerne für unseren neuen Carado CV 640pro+ (auf Basis des Fiat Dukato) eine ordentliche Batterie anschaffen, die länger hält als die standardmäßig verbaute 08/15 Batterie. Ich muss warnend darauf hinweisen, dass ich bisher keine Ahnung von der Thematik habe, daher bitte ruhig etwas ausführlicher antworten, und mit Fachbegriffen, die Euch vermutlich gängig sind, sparsam umgehen...
In der Bedienungsanleitung habe ich gelesen, dass man für die Montage den Beifahrersitz ausbauen muss. Ich bin zwar technisch einigermaßen versiert, aber ich denke, da sollte man wahrscheinlich einen Fachmann ranlassen, zumal das Ding nagelneu ist, und wir vermutlich die Garantie verlieren, wenn wir das selbst dran rumwerkeln.
Folgende Fragen beschäftigen mich in dem Zusammenhang: - Welche Arten von Batterien gibt es? - Was kosten die inkl. Einbau? - Wie lange halten die im Vergleich zur Standardbatterie? Mir ist klar, dass man das nicht so pauschal beantworten kann, da das ja von der Kapazität und natürlich auch von vielen anderen Faktoren abhängt - Und all die Fragen, die mir aufgrund meiner Ahnungslosigkeit nicht einfallen
Für die Beurteilung noch wichtig: wir haben einen Kompressor-Kühlschrank, und keine Solaranlage. Uns ist wichtig, dass wir auch mal einen Tag irgendwo ohne Landstrom verbringen können.
Danke!!
bjoernkrueger am 28 Jun 2026 17:14:15 ich habe inzwischen mal ein bisschen recherchiert. Es gibt die Li-Batterien ja in unterschiedlichen Kapazitäten, also 100, 150 oder sogar 200 Ah. Natürlich variiert damit auch die Größe der Batterie. Die Standardbatterie ist bei unserem WoMo unter dem Beifahrersitz eingebaut. Ist da genug Platz für eine fette Batterie? Und muss der Ladebooster an die neue Batterie angepasst werden?
Und ich habe von einem "Shunt" gehört, einer Vorrichtung, die man irgendwie an den Minuspol der Batterie dranklemmt und dann kann man mittels App genau feststellen, wie voll oder leer die Batterie aktuell ist. Habt Ihr sowas? Macht das Sinn? Ich finde es eigentlich ganz sinnvoll, aber wie gesagt, mir fehlt leider die Erfahrung.
DAnke nochmal!
Ticontrol am 28 Jun 2026 18:08:04 Bei den angebotenen Batterien sind die Maße immer aufgeführt,musst Du nur mit dem zur Verfügung stehenden Platz abgleichen,also Länge,Breite und Höhe,wenn das passt,sollte es keine Probleme geben.
Gruß Ticontrol
mv4 am 28 Jun 2026 19:14:12 --> LinkBesser wie jede Werkstatt...der Peter weiß was er tut. Und die Ostsee ist auch immer für eine Reise gut.
rkopka am 29 Jun 2026 10:08:52 bjoernkrueger hat geschrieben:In der Bedienungsanleitung habe ich gelesen, dass man für die Montage den Beifahrersitz ausbauen muss. Ich bin zwar technisch einigermaßen versiert, aber ich denke, da sollte man wahrscheinlich einen Fachmann ranlassen, zumal das Ding nagelneu ist, und wir vermutlich die Garantie verlieren, wenn wir das selbst dran rumwerkeln.
Beim Sitz würde mich das wundern. Gibts da Infos ? Die Demontage ist nicht so schwer (mein Duc ist älter, aber da wird sich nicht viel geändert haben). Für die Schrauben braucht man stabiles Werkzeug, weil die recht fest sitzen können. Dann muß man auf die Stecker zum Sitz achten und alle abziehen und im Idealfall den Wagen so nicht mehr starten, weil es Berichte gibt, daß dann Fehlermeldungen im Speicher sind. Der Sitz ist recht schwer und man kommt blöd ran. Da hilft eine 2. Person. Ich hab ihn mit Gurten nach oben befestigt und zur Seite geschwenkt, weil ich es allein gemacht habe. RK
dieterk am 29 Jun 2026 10:15:43 Hallo, Im Carport im "Schlafmodus" hängt das Womo am Landstrom, ansonsten alles, auch Bedienpanel aus. Muss dann halt auch so sein, sollte der Wassertank leer sein und die Wasserhähne sind auf Mittelstellung und geöffnet, sonst würde ja die Pume ununterbrochen nudeln. Zuhause dann, wenn ich weg fahren will: Wassertank voll machen, Hähne zu, Panel an, Kühlschrank an. Das Panel bleibt angeschaltet, bis ich das Womo wieder ins Carport fahre. Was sich mir noch nie erschlossen hat, da bin ich halt nicht so tief in der Materie und kenne den Grund nicht: warum haben viele (ich glaube nicht alle) Kastenwagen einen Kompressorkühlschrank? Ich bin, abgesehen von der bei sehr warmem Wetter schlechteren Kühlleistung, mit dem Absorber zufrieden. Dann passiert so etwas nicht, da ich beim freistehen den Kühli auf Gas laufen lasse, Strombedarf im Womo ist dann verschwindet gering. Ich stand im Mai auf einem Stellplatz und hatte Landstrom angesteckt (wegen der Senseo), Kühli lief aber über Gas. Grund: die Stromsäule muss man mit Fuffis füttern. Ich habe da immer ein ungutes Gefühl, wenn dann mitten in der Nacht der Strom weg ist und mein Kühli (kein AES) ausfällt. Ich brauchte in 5 Tagen gerade Mal 1,5 Euronen für Strom (3 Kw), obwohl wir täglich geduscht haben, abends das TV lief und auch LIcht an war. Morgens lief eine gute Zeit lang die Heizung, das es Nachts empfindlich kalt war (war vor der Hitzewelle). Von den zahlreichen Kaffeetassen über die Senseo mal abgesehen. Daher macht für mich in einem Womo ohne viel Schnickschnack wie Solar, LFP usw. ein Kompressor wenig Sinn. Aber wie gesagt, ich bin da Laie und es gibt, außer der besseren Kühlleistung wenn ich z.B. in den Süden fahren will, bestimmt noch mehr Gründe, die ich aber nicht kenne. Meine Meinung, sonst nix. Gruß Dieter
rkopka am 29 Jun 2026 10:20:35 dieterk hat geschrieben:Was sich mir noch nie erschlossen hat, da bin ich halt nicht so tief in der Materie und kenne den Grund nicht: warum haben viele (ich glaube nicht alle) Kastenwagen einen Kompressorkühlschrank? Ich bin, abgesehen von der bei sehr warmem Wetter schlechteren Kühlleistung, mit dem Absorber zufrieden.
Gute Kühlung ist doch ein gutes Argument !? Ein weiterer Punkt ist, daß es keine Gasversorgung (dafür) geben muß und das Fahrzeug dann meist mit nur einer, evt. sogar kleineren Gasflasche fürs Kochen auskommt, wenn man mit Diesel heizt. RK
mv4 am 29 Jun 2026 11:54:16 wenn man keine Gasversorgung an Bord hat...dann ist ein Kompressorkühli fast schon Pflicht...der braucht die Hälfte an Strom wie ein Absorber
dieterk am 29 Jun 2026 13:47:30 Da habt ihr beiden natürlich recht. Absorber ist natürlich dann von Vorteil wenn ich mit Gas kühlen kann. Auf Strom zu kühlen ist, trotz besserer Kühlleistung, der Kompressor im Vorteil. Deswegen schrieb ich ja, im Standard, d.h. normaler Kastenwagen oder Womo, kein Solar, kein LFP usw. finde ich dann den Absorber besser, wenn ich gleichzeitig auch eine Truma habe und auf Gas köchele. In dem Fall ich das mMn nicht so dolle, wenn ich frei stehen will, auch nur mal einen Tag, und der Kühli zieht mir die Batterie leer. Mit einer, vielleicht 90 oder 100 Ah Batterie ab Werk und ohne Solar usw. macht der Kompressor dann nicht viel Sinn. Es sei denn, ich docke dort wo ich stehe (wenn möglich) direkt an Landstrom an. Oder der Wohnmobilkauf zieht dann noch diverse Folgekosten hinter sich her weil ich dann noch aufrüsten muss. Gruß Dieter
Karl87 am 29 Jun 2026 14:10:38 bjoernkrueger hat geschrieben:Folgende Fragen beschäftigen mich in dem Zusammenhang: - Welche Arten von Batterien gibt es? - Was kosten die inkl. Einbau? - Wie lange halten die im Vergleich zur Standardbatterie? Mir ist klar, dass man das nicht so pauschal beantworten kann, da das ja von der Kapazität und natürlich auch von vielen anderen Faktoren abhängt
Moin, ich fasse mal ein paar Antworten auf die Fragen zusammen. (Bitte korrigieren, wenn ich was falsches schreibe) Batteriearten: Sinn macht eigentlich nur eine LiFePO4 Batterie. Die damit sinnvolle Kapazität hängt halt vom Bedarf und dem verfügbaren Platz ab. Einige Batterien haben die gleiche Bauform wie die herkömmlichen AGM und andere werden damit beworben, dass sie "Untersitz" passen. Kosten: Die Preise gehen von "Billig" bis "Sauteuer", je nachdem ob man sich günstigste Chinaware holt und selbst verbaut oder sich von der Werkstatt zum teuersten Premium Batteriehersteller beschwatzen lässt. Die reinen Batteriepreise "ohne Einbaukosten" gehen von ca. 100€ pro 100Ah (für billigste Chinaböller, die ich nicht verbauen würde) bis hin zu >1000€ für 100Ah bei Premiumherstellern (die ich nur verbauen würde, wenn Geld keine Rolle spielt). Viele Werkstätten verbauen keine "Fremdbatterien", die der Kunde mitbringt, sondern nur das was sie ihm auch verkaufen. Du kannst also mal beim Verkäufer des Wohnmobils oder anderen Werkstätten anfragen, was die anbieten und zu welchen Preisen. Mir wurden vom Händler >1000€ inkl. Einbau für 100Ah genannt, was ich dankend ablehnte und dann 314Ah für ~600€ selber verbaute. Ich habe allerdings auch Fachkenntnis von Elektrik. Standzeiten: Grob gerechnet hat eine LiFEPO4 Batterie etwas weniger als die doppelte nutzbare Energie wie eine nach den Angaben gleich große AGM Batterie. zB bei AGM 100 sind ca. 50 Ah nutzbar, während bei LiFePO4 100 ca. 90 Ah nutzbar sind (weil man auch die möglicht nicht voll entleeren sollte). bjoernkrueger hat geschrieben:Und muss der Ladebooster an die neue Batterie angepasst werden? Und ich habe von einem "Shunt" gehört, einer Vorrichtung, die man irgendwie an den Minuspol der Batterie dranklemmt und dann kann man mittels App genau feststellen, wie voll oder leer die Batterie aktuell ist.
Ladebooster: Der Ladebooster und auch das Ladegerät, das mit Landstrom lädt, muss für LiFePO4 geeignet sein. Viele neuere Geräte haben eine Einstellmöglichkeit auf den Batterietyp. Shunt: Viele LiFePO4 Batterien haben schon ein eingebautes Managementsystem mit Bluetooth, so dass man den Ladestand am Smartphone sehen kann. Ein externer shunt kann genauer sein, aber man kann sich den dann auch sparen. Da Du wenig Ahnung davon hast würde ich an Deiner Stelle eher zu Fachwerkstätten gehen und mir dort Angebote einholen und dann das passende beauftragen. Viel Erfolg
bjoernkrueger am 02 Jul 2026 16:15:04 ok, danke erstmal für Eure Postings! Ich werde die Batterie auf jeden Fall nicht selbst einbauen, schon wegen der Garantie. Aber ich habe mal nach Batterien gegoogelt, es ist wie vor dem Marmeladenregal im Supermarkt. 100 Marken zu massiv unterschiedlichen Preisen. Da gibt es eine mit 300 Ah für knapp über 500€ von Renogy, für 540€ bekommt man eine mit nur 100 Ah von Flybat, oder auch eine mit 180 Ah für 925€ von Supervolt. Und das war jetzt nur die erste Übersicht im Suchergebnis. Ich will natürlich keinen Schrott kaufen, aber superduper Highend muss es auch nicht sein. Und warum gibt es manche Batterien ohne Mehrwertsteuer???
Das ist schon wirklich blöd, wenn man so gar keine Ahnung hat...
JuergenBerkemeier am 02 Jul 2026 17:10:08 Hallo, bjoernkrueger hat geschrieben:Und warum gibt es manche Batterien ohne Mehrwertsteuer???
stationäre private PV anlagen und was so dazu gehört sind von der MwSt befreit. Ob dein Wohnmobil stationär ist, musst du entscheiden. 8) VG Jürgen
abnachlapalma am 03 Jul 2026 11:46:19 JuergenBerkemeier hat geschrieben:Hallo,
stationäre private PV anlagen und was so dazu gehört sind von der MwSt befreit. Ob dein Wohnmobil stationär ist, musst du entscheiden. 8)
VG Jürgen
Es genügt, eine Erklärung zu unterschreiben, dass man im Womo auch manchmal arbeitet. Habe soeben eine 200er Berger ohne MWSt einbauen lassen.
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