Splitframe am 16 Jul 2026 20:57:55 Hallo zusammen, ich möchte nächstes Jahr einen Kastenwagen zum Elektrocamper umbauen. Ich habe dieses Jahr schon viel überlegt und abgewägt und bin jetzt vorerst beim Renault Master 4 E-Tech L3H2 3,5t gelandet. Aber es ist nichts in Stein gemeißelt. Meine Frage reißt viele andere Bereiche wie Batterie, Ladeelektronik und Verbraucher an, hat aber letztlich eher weniger mit konkreten Umsetzungen in diesem Bereich zu tun, außer vielleicht Verbraucher, daher poste ich es hier. Ich hoffe das ist in Ordnung. Der Renault bietet eine V2L Schnittstelle an mit 2xSchuko und 3,7kWh kombiniert, sowie einen 12V 24A Zugang, beides von der "Hochvolt"batterie. Nun Frage ich mich, ob es Sinn ergeben könnte auf eine eigenen Batterieaufbau zu verzichten, was ja wieder Gewicht und Geld spart. Soweit ich es recherchieren konnte sollte die 24V Schnittstelle Dauerstrom bieten, das Bodybuilder Dokument ist leider noch nicht auffindbar. Die 230V schaltet nach einer Stunde ab wenn weniger als ca. 55 Watt entnommen werden. Da ich das Fahrzeug während der Stehzeiten über Solarmodule auch aufladen möchte brauche ich aber trotzdem einen, umgangssprachlich, Solargenerator wie ein Bluetti AC300 (+3kWh Batteriemodul) welcher dann auch als Rückfall für die Verbraucher dienen soll/kann im UPS Betrieb. Der Aufbau wäre praktisch, dass alle Verbraucher am Bluetti hängen und dieser wiederum durch Solar gespeißt wird und V2L als Rückfall hat. Also habe ich etwas in diese Richtung gesucht und konnte nicht ganz herausfinden, ob man die Verbraucher wie Herdplatten überhaupt über Schuko betreiben darf, wenn sie fest verbaut sind. Und Rüttelfeste Boiler mit Tank im 230V Bereich ist auch eher rar. Gleichzeitig betrieben wäre auch ein No Go. Daher habe ich dann etwas gezweifelt ob es überhaupt Sinn ergibt den internen Aufbau Stromtechnisch um die V2L Schnittstelle herum zu entwickeln. Es ist schon verlockend, da man hier 87kWh zur Verfügung hat, was für einen Camper natürlich Astronomisch ist. Aber will man im Innenaufbau wirklich auf Schukoverbindungen setzen? Ich konnte nicht herausfinden ob es überhaupt erlaubt wäre von Schuko auf die Innenverlegung zu gehen und dann auf Steckdosen und Verbraucher abzuzweigen. Die 12V 24A kann ich höchstens für Beleuchtung benutzen. Und wenn die V2L/AC300 Kombi als Hauptträger vorne und hinten unrealistisch ist, ergibt es dann überhaupt noch Sinn die V2L dazu zu kaufen? Wenn ich diese weg lasse könnte ich nämlich auch einen gebrauchten E-Tech nehmen oder einen lagernden Wagen. Diese werden sehr viel günstiger sein als ein Neuwagen aus dem Konfigurator. Und selbst wenn die V2L/AC300 Kombi sinn ergibt/möglich ist, ist die Kostenersparnis für Wechselrichter/Laderegler/Batterien nicht durch den höheren Anschaffungspreis dann nicht schon wieder futsch? Also zusammengefasst: - Ergibt die V2L/AC300 Kombi, also 230V 16A, als Hauptträger des Verbrauchs überhaupt sinn?
- Falls die V2L/AC300 Kombi keinen Sinn ergibt, lohnt sich die V2L als purer "Notstrom" überhaupt?4
- Verpufft die Kostenersparnis durch fehlende Wechselrichter/Laderegler/Batterien dadurch, dass man keinen Lager/Gebrauchtwagen holen kann?
- Kommt man mit solch einem Aufbau überhaupt durch die Zulassung/Ummeldung?
Ich nehme natürlich die Elektroinstallation sehr ernst und habe mir bereits viel dazu angeschaut und recherchiert, habe hier aber alles etwas lockerer beschrieben, da es sonst noch länger geworden wäre. Über eure Gedanken würde ich mich sehr freuen. Viele Grüße
UweHD am 17 Jul 2026 08:08:47 Ich denke, V2L macht als Bordbatterie-Ersatz in einem Camper nur dann Sinn, wenn man die Fahrzeug-Firmware entsprechend anpassen kann. Nur so kann man die automatische Abschaltung umgehen etc. Man könnte das V2L dann auch fix in den Bordstromkreis einbinden, nicht nur über Schuko-Stecker arbeiten. Ich würde an deiner Stelle mal in dieser Richtung nachforschen. Der Wagen ist jetzt sicherlich nicht das typische Betätigungsfeld der Tuner, aber es gibt sicherlich irgendwo welche, die sich schon damit beschäftigt haben.
Splitframe am 17 Jul 2026 10:20:37 UweHD hat geschrieben:Ich denke, V2L macht als Bordbatterie-Ersatz in einem Camper nur dann Sinn, wenn man die Fahrzeug-Firmware entsprechend anpassen kann. Nur so kann man die automatische Abschaltung umgehen etc. Man könnte das V2L dann auch fix in den Bordstromkreis einbinden, nicht nur über Schuko-Stecker arbeiten.
Das mit dem V2L fix in das Boardnetz einbinden hatte ich mir auch überlegt, aber Renault seitig stand irgendwo das sämtliche manipulation an der V2L "Box" zu Garantieverlust führen. Wenn das Fahrzeug "Bereit" ist dann schaltet die V2L wohl nicht ab, das wäre also nur Nachts bzw. wenn niemand da ist ein Problem, aber da könnte der AC300 bzw. ein Mini Victron Aufbau ja mit einer kleinen Batterie einspringen.
Gruziwuzi am 17 Jul 2026 12:23:04 Sehr interessantes Projekt. Ich würde mir am liebsten auch einen E-Camper basteln ... Würde mich freuen, wenn Du hier weiter darüber berichtest.
Ich denke, dass es kein Problem ist, alles über die Schuko-Dosen anzubinden. Die V2L-Abschaltung kann man wohl am einfachsten austricksen, indem man einen Verbraucher mit >55W alle 45 min mal für 10 s einschaltet (z.B. WW-Boiler, oder notfalls 60W-Glühbirne im Staukasten an Zeitschaltuhr, wenn man keinen sinnvolleren Verbraucher findet). Aber wäre es denn so schlimm, die V2L immer dann zu aktivieren, wenn man sie braucht, also z.B. zum Kochen oder zum Boiler aufwärmen?
Andere Frage: Wie willst Du heizen? Mit 87 kWh, die Du ja nicht komplett nutzen kannst, weil Du musst es ja noch bis zur nächsten Ladestation schaffen, kann man nicht sehr lange heizen ...
Splitframe am 17 Jul 2026 12:52:19 Gruziwuzi hat geschrieben:Aber wäre es denn so schlimm, die V2L immer dann zu aktivieren, wenn man sie braucht, also z.B. zum Kochen oder zum Boiler aufwärmen?
Gruziwuzi hat geschrieben:Wie willst Du heizen?
Danke für dein Interesse, so richtig geht es ja erst nächstes Jahr los, aber ich plane alles so gut ich kann zu Dokumentieren. Ich muss auch noch einige Probleme lösen, wie z.B. wo ich den Ausbau sinnvoll vollziehen kann, da ich nur zur Miete wohne. Bezüglich V2L Abschaltung, da geht es mir vor allem um den Kühlschrank, aber wie du sagst, es wäre ja eigentlich nicht schlimm wenn V2L auch mal aus geht. Es ist sowieso eher als Rückfallebene gedacht, oder ggf. nicht mal das sondern als "2. Leitung", sprich Kochen/Boiler geht dann halt nur bei eingeschaltetem Fahrzeug und Kühlschrank, Aufladen, PC/Notebook und Co gehen über den Solargenerator (z.B. AC300). Zum heizen, die bisherige Planung ist tatsächlich den Camper nur auf Frühling bis Herbst auszulegen, daher wollte ich auch die Dämmung eine Stufe (2mm?) dünner halten auch um etwas Gewicht zu sparen. Die Heiz&Kühlleistung welche ich dann brauche wollte ich über eine kleine Klima/Wärmepumpe wie z.B. die Dometic FreshWell FWX4 bewältigen
UweHD am 17 Jul 2026 14:29:59 Eventuell ist es das einfachste, für die 24/7 12V Bordstromversorgung eine vom V2L separate Installation für das Mobil zu verbauen, also EBL mit 230V Lader und eine (kleine) 12V LiFePo, die dann Beleuchtung, Kompressor-Kühlschrank etc. dauerhaft versorgt. Diese kleine LiFePo kannst du dann ja regelmäßig über das V2L nachpuffern, damit umgehst du dann auch das Problem der Abschaltung des V2L. Falls du ohne Gas auskommen möchtest, würde ich zum Heizen eine entsprechende Inverter-Klimaanlage verbauen. Die kann dann im Sommer auch kühlen, was ich in einem Wohnmobil mit so viel Batteriekapazität schon fast für unverzichtbar halte :) Im Heizbetrieb kann die, je nach Heizleistung, schon mal knapp 1.000W ziehen (Unsere Truma Aventa Comfort Dachklima zieht im Heizbetrieb 850W). Damit hast du mit voller Traktionsbatterie aber immer noch einige Tage Kapazität zur Verfügung bevor du dir wieder einen Ladepunkt suchen musst. Mein BMW i5 hat auch gute 82kWh Batteriekapazität, und den habe ich schon stundenlang mit der Standheizung betrieben, ohne dass das den Akku sonderlich beeindruckt hätte. Klar, beim Camping steht man natürlich erheblich länger, aber auch bei einer (angenommenen) netto-Laufzeit der Heizung von 6h/Tag im Camper wären das bei der Truma Aventa dann gut 5kWh Verbrauch pro Tag, der Einfachheit halber jetzt mal ohne Wandlerverluste gerechnet. Zu Nordpol oder zum Hardcore-Wintercamping würde ich damit nicht fahren, aber alles andere sollte sinnvoll abbildbar sein, speziell wenn du eher mobil bist. Und auf einem Campingplatz mit 230V Anschluß stellt sich das Problem ja ohnehin nicht. Wenn du meinen Rat möchtest: Heiz das Ding elektrisch über eine Klimaanlage!
Splitframe am 17 Jul 2026 16:31:34 UweHD hat geschrieben:Eventuell ist es das einfachste, für die 24/7 12V Bordstromversorgung eine vom V2L separate Installation für das Mobil zu verbauen, also EBL mit 230V Lader und eine (kleine) 12V LiFePo, die dann Beleuchtung, Kompressor-Kühlschrank etc. dauerhaft versorgt. [...] damit umgehst du dann auch das Problem der Abschaltung des V2L.
Genau, das wäre ja praktisch dann die Bluetti AC300 welche auch direkt über 800W Dachsolar gespeißt wird (werden soll). UweHD hat geschrieben:Wenn du meinen Rat möchtest: Heiz das Ding elektrisch über eine Klimaanlage!
Da muss ich dann mal schauen wenn es tiefer in die Planung geht ob es eine Boxklima wie die Dometic Freshwell wird oder eine Dachklima wie deine Truma Aventa.
UweHD am 17 Jul 2026 22:57:31 Splitframe hat geschrieben: …ob es eine Boxklima wie die Dometic Freshwell wird oder eine Dachklima wie deine Truma Aventa.
Die Freshwell hatte ich auch erst auf dem Schirm, aber davon dann schnell Abstand genommen als ich realisierte, wieviel Platz mir da im Schrank verloren geht. Und das in einem 7,5m TI, der ja im Vergleich nicht klein ist. Kleiner Tip: Nimm einen Karton in passender Größe als Dummy und platziere den im fertig ausgebauten Wagen. Dann entscheide dich für oder gegen die Staukasten-Klima. Die umfangreiche Verschlauchung dabei nicht vergessen.
BossHogg am 18 Jul 2026 08:40:38 Servus, Wie viel Ahnung von Elektrik hast Du? Speziell Hochvolt-DC Anlagen!
palstek am 18 Jul 2026 12:56:18 Mein PKW (Kia EV3) verfügt auch über V2L. Wenn V2L genutzt wird, muss das Auto etliche Systeme hochfahren und hat daher einen Eigenverbrauch von 200-250 Watt. Das ist bei einer kurzzeitigen V2L-Nutzung zu verschmerzen, spricht aber gegen eine dauerhafte Nutzung. Ich nehme an, beim Renault dürfte es ähnlich sein. Daher würde ich für den Aufbau eine normale LFP-Batterie sowie ein Ladegerät mit hohem Ladestrom verbauen, um damit die Aufbaubatterie über V2L wieder aufzuladen. Hoher Ladestrom deswegen, um V2L möglichst kurz nutzen zu müssen.
Splitframe am 18 Jul 2026 17:55:45 palstek hat geschrieben:[...] und hat daher einen Eigenverbrauch von 200-250 Watt.
Das ist ein guter Einwand, wenn es beim Renault genauso hoch sein sollte werde ich da ggf. doch etwas umdenken müssen. Von einem Freund weiß ich, dass der Ioniq 5 nur um die 50 Watt braucht, das wäre ja verkraftbar. BossHogg hat geschrieben:Servus, Wie viel Ahnung von Elektrik hast Du? Speziell Hochvolt-DC Anlagen!
Mit simplen 230V Schaltungen/Abzweigungen habe ich keine Probleme, in Sachen Gleichstrom habe ich simple selbst gemachte Akkus mit Arduino/ESP32 in Projekten gehabt. Wechselrichter hab ich auch schon einen angeschlossen. Ansonsten habe ich einen Freund der mal Elektriker gelernt hat, aber nicht mehr in dem Feld arbeitet und einen Dipl. Ing. Elektrotechnik auf Arbeit der Leiterkarten Design macht und als Hobby dieses Carrera Bahn auf Crack hat.
WoMoMei am 18 Jul 2026 18:24:33 Manipulation am DC Hochvoltsystem ist ausgeschlossen. Das wird zuverlässig verhindert.
Spaßfaktor:
Ist ein Fehler (Hochvolt) im Fehlerspeicher irgendeiner Hochkomponente, dann ist der bei der HU ein erheblicher Mangel und es gibt keinen HU Stempel. Auch im Fall, dass das Auto ganz normal fährt. Also bei Manipulationen am Hochvolt vorsichtig sein, dass keine Fehler im Speicher übrig bleiben.
Splitframe am 18 Jul 2026 18:54:55 WoMoMei hat geschrieben:Manipulation am DC Hochvoltsystem ist ausgeschlossen. Das wird zuverlässig verhindert. Also bei Manipulationen am Hochvolt vorsichtig sein, dass keine Fehler im Speicher übrig bleiben.
Das ist gut zu wissen, aber ich möchte am V2L oder internen Hochvoltsystem nichts anfassen oder manipulieren. Nur, wie vorgesehen, Verbraucher anstecken.
cbra am 18 Jul 2026 20:52:17 Ich lese hier gerne und interessiert mit - einer der besten threads seit langem
Danke
Splitframe am 18 Jul 2026 21:29:50 cbra hat geschrieben:Ich lese hier gerne und interessiert mit - einer der besten threads seit langem
Danke
Sehr gerne :D Ich hatte vorher auch einen Mercedes eSprinter L4H3 im Auge, aber nachdem bekannt wurde dass die 4,25t Ausnahmeregel für den B Führerschein nicht voll gelten wird, ,und der auch ganz schön teuer ist, habe ich nochmal geschaut und bin auf den Renault Master 4 gestoßen, welcher auch bisher viel Lob bekommen hat. Auf YouTube baut "Dennis Kroburger" daraus auch gerade einen Vollelektrischen Camper, da hätte ich die Gelegenheit mir Sachen abzugucken und Fallstricke zu vermeiden.
wanderhans am 22 Jul 2026 13:21:32 Hallo zusammen, ich habe gestern eine Master e-tech l3H2 als 4 Tonner bestellt. Die Option V2L inside Stromversorgung für Aufbauten 3,5KW und 2polige elektrische Schnittstelle, habe ich mitbestellt. Leider konnte mir der Verkäufer keine Detailinformationen nennen und hat mich an den Kundensupport verwiesen. Diesen habe ich angeschrieben und warte auf Antwort.
abenn am 22 Jul 2026 14:02:09 Hallo, in der Tat ein interssanter Ansatz und ein spannendes Projekt. Allerdings frage ich mich wie das in der Praxis gehen soll, wenn dann z.B. durch heizen, kochen etc. der Akuu des Autos geleert wurde über 1,2,3 Tage ... ... wie soll dann die Weiterfahrt ausehen? x km zur nächsten Ladesäule um dann nachzuladen zum weiter fahren? Fände ich jetzt unpraktisch für unsere Art Urlaub im Womo zu machen. Aber spannend hier beim Projekt mitzulesen ist es auf jeden Fall! Viele Erfolg.
Splitframe am 24 Jul 2026 13:57:56 wanderhans hat geschrieben:ich habe gestern eine Master e-tech l3H2 als 4 Tonner bestellt. Die Option V2L inside Stromversorgung für Aufbauten 3,5KW und 2polige elektrische Schnittstelle, habe ich mitbestellt.
Ach, Mensch, das finde ich ja super spannend. Du gehst ja dann etwas früher als ich an den Start. Über jede Information über die V2L und 12V wäre ich sehr dankbar. Darf ich fragen wie nah am Listenpreis du gezahlt hast? Weil Lagerwagen bekommt man die L3H2 87kWh bereits ab 43.000, aber im Konfigurator ist man schnell bei 53.000. Hat der Händler da ein bisschen spiel, auch wenn es sich um ein Bestellfahrzeug handelt? abenn hat geschrieben:Allerdings frage ich mich wie das in der Praxis gehen soll, wenn dann z.B. durch heizen, kochen etc. der Akuu des Autos geleert wurde über 1,2,3 Tage ... ... wie soll dann die Weiterfahrt ausehen? x km zur nächsten Ladesäule um dann nachzuladen zum weiter fahren?
Also mein, vielleicht naiver, plan ist dass ich mit 800W Dachsolar halbwegs auskomme. Da nehme ich an das ich zwischen 3 und 6 kWh pro Tag rein bekomme, an richtig guten Sommertagen vielleicht sogar 8-10kWh. Wenn die AC300 voll ist kann ich dann auch das Fahrzeug darüber aufladen um keinen Strom zu verschwenden. Und 87kWh sind schon eine Hausnummer, von dem was ich so mitbekommen habe bauen die meisten sich 3-9kWh ein. Zum vergleich, unser 3 Personenhaushalt (WG) verbrauchte damals 10kWh pro Tag mit 22kW Durchlauferhitzer und 3 Personen welche fast täglich duschen und großer Kühlschrank, PC, Backofen, etc. Campen würde ich alleine. Eine Dusche im Camper verbraucht etwas unter 2kWh, Notebook vielleicht 1kWh pro Tag, je nachdem ob es ein Urlaubstag oder ein "Camper Office" Tag ist. Induktionsherd je nach Gericht um die 1kWh. Mein Plan ist es halt auf den Campingplätzen dann nicht die teuren Stromanschlüsse vor Ort zu nehmen wenn ich es vermeiden kann. Und wenn alle Stricke reißen lade ich vor der Abfahrt auf dem Campingplatz mit 1,6kW oder fahre zu einem nahegelegenen Schnelllader. Dazu sei aber auch gesagt, ich plane nicht länger als 2 Wochen am Stück und werde mich hauptsächlich im Bereich Niederlande/Nordsee bewegen und vielleicht mal ans Mittelmeer, an Monatelangen Reisen und Platz hopping habe ich nicht so das interesse (bisher).
abenn am 24 Jul 2026 19:27:32 Also deine Ertrags Prognose ist sehr optimistisch und mit den 800W Solar wirst Du den Renault denke ich nicht laden können. Die Onboard Charger AC brauchen eine gewisse Startleistung, bei unserem kleinen Corsa e mit 11 kw OnboardCharger z.B. 1,4 kw.
Jaki1190 am 24 Jul 2026 19:46:21 Aus meinen Erfahrungen .... mit den flach liegenden, festen 800WP Modulen wirst du an so richtig guten Tagen auch mal 3 KWh reinbekommen... wenn du wirklich prall in der Sonne stehst. aber nur zur Sommersonnenwende.
Splitframe am 27 Jul 2026 11:40:25 abenn hat geschrieben:Die Onboard Charger AC brauchen eine gewisse Startleistung, bei unserem kleinen Corsa e mit 11 kw OnboardCharger z.B. 1,4 kw.
Dafür ist ja der AC300 Solargenerator mit 3kWh als Pufferspeicher gedacht. Jaki1190 hat geschrieben:Aus meinen Erfahrungen .... mit den flach liegenden, festen 800WP Modulen wirst du an so richtig guten Tagen auch mal 3 KWh reinbekommen... wenn du wirklich prall in der Sonne stehst. aber nur zur Sommersonnenwende.
Ich wollte gerne ausprobieren ob ich mit fest installierten Phase Change Modulen am Unterboden nicht ein paar kWh mehr raus kitzeln kann. Selbst mit 4kWh würde ich ja bereits gemütlich über einen typischen Tag kommen. Ich werde auch viel auswärts Essen (E-Motorrad TC Max). Sprich, meist ist es wirklich nur der Kühlschrank, einmal Duschen und mal das Notebook für ein paar Stunden. Wenn es wirklich heiß/kalt ist vielleicht mal die Klima.
Jaki1190 am 27 Jul 2026 12:00:16 ich hab separat eine gut ca 800 WP (2 Panels) Inselanlage mit Speicher auf dem Carport und kann den Ertrag somit gut einschätzen. Anstellwinkel etwa knapp 18 Grad. Ausrichtung perfekt, nur zeitlich ist die Sonne wegen Baumbeschattung (über die muss sie erstmal drüber) auf den Zeitraum von 7.00 - 19.00 Uhr begrenzt. Ertrag ist in den 25 Tagen dieses Monats derzeit genau bei 59 kwh. das heißt im Schnitt/ Tag 2,36 Kwh. Tagesleistung von 818 Wh (07.07.) bis 3,74 Kwh (25.07.) alles dabei... deine Ertragswünsche sehe ich nicht mit der Leistung auf dem Dach. Vom Ertrag der 220 WP, die wir auf dem Wohnmobildach haben, reden wir lieber nicht. Das reicht zur Erhaltung bei nicht Nutzung und "Nachladung".
wanderhans am 27 Jul 2026 12:18:43 Ich habe einen Rückruf vom Renault Kunden Service erhalten. Ohne die FIN können keine technischen Auskünfte gegeben werden Da der Wagen erst bestellt ist habe ich diese noch nicht. Ich hoffe das ich in kürze eine AB erhalte in der dann vielleicht schon die FIN angegeben ist.
Splitframe am 27 Jul 2026 12:26:00 Jaki1190 hat geschrieben:nur zeitlich ist die Sonne wegen Baumbeschattung auf den Zeitraum von 7.00 - 19.00 Uhr begrenzt.
Ich denke du meinst 7 bis 9 Uhr? Weil 7 bis 19 Uhr hieße ja es wäre den ganzen Tag schatten auf den Panels. In jedem Fall, sind das natürlich leicht enttäuschende Werte, aber ggf. ein Grund mehr nur einen Solargenerator zu verbauen anstatt einem vollen LFP Victron Aufbau. Es würde mir ja schon reichen meinen Tagesverbrauch zu decken, sodass die V2L nur zum Zuge kommt wenn schlechtes Wetter ist. Und wenn alle Stricke reiße in den sauren Apfel beißen und den Strom vor Ort benutzen oder eben aufladen Fahren.
abenn am 27 Jul 2026 12:36:15 Splitframe hat geschrieben:Dafür ist ja der AC300 Solargenerator mit 3kWh als Pufferspeicher gedacht.
3kwh ins E Auto laden reich bummelig für 20 km ... nicht gerechnet die Wandlungsverluste 800 W Solar > 12V Ladegregler der AC300? > Wechselrichter der AC300 auf 230V :roll:
HWBI am 27 Jul 2026 12:37:36 Splitframe hat geschrieben:...ob ich mit fest installierten Phase Change Modulen am Unterboden nicht ein paar kWh mehr raus kitzeln kann...
:eek: :?: Irgendwie muss da was an mir vorbei gegangen sein. Soweit ich Phasenwechsel-Materialien kenne können die Wärme- oder Kälte-Leistungen einspeichern. Oder meinst du die mit deinem Solarstrom elektrisch aufheizen zu wollen ? Wobei ich mir, abgesehen vom zusätzlichen Gewicht, auch nicht vorstellen kann wie du die Energie da wieder rückwandeln willst.
wanderhans am 27 Jul 2026 13:18:50 UweHD hat geschrieben:Eventuell ist es das einfachste, für die 24/7 12V Bordstromversorgung eine vom V2L separate Installation zu verbauen, also EBL mit 230V Lader und eine (kleine) 12V LiFePo, die dann Beleuchtung, Kompressor-Kühlschrank etc. dauerhaft versorgt. Ich würde ich zum Heizen eine entsprechende Inverter-Klimaanlage verbauen. Die kann dann im Sommer auch kühlen.
Ich plane einen ähnlichen Aufbau. -kein Gas -Heizen und Kühlen über eine Inverter Klimaanlage ( BREEZONIC SLIM PLUS HP) zur Zeit mein Favorit -kochen über Induktion -kleine Pufferbatterie mit 24 Volt, für Kühlschrank und Licht. -kein Solar auf dem Dach, eventuell ein mobiles Solarfeld , reicht für den Kühlschrank Solar auf dem Dach macht keinen Sinn, beim Stellplatz gibt immer nur ein Ziel, der Wagen soll im Schatten stehen.
Splitframe am 27 Jul 2026 13:23:55 abenn hat geschrieben:3kwh ins E Auto laden reich bummelig für 20 km ... nicht gerechnet die Wandlungsverluste 800 W Solar > 12V Ladegregler der AC300? > Wechselrichter der AC300 auf 230V :roll:
Klar ist es nicht viel, aber bevor der gute Strom ins nichts geht braucht es nur eben das Ladekabel anschließen und schon geht es los. Wenn da bei ner Woche stehen 80-100km Reichweite herum kommen. Mit 50% ankommen und mit 90% wieder abfahren wäre natürlich der Traum, mal sehen wie viel man letztlich raus holen kann. HWBI hat geschrieben:Oder meinst du die mit deinem Solarstrom elektrisch aufheizen zu wollen? Wobei ich mir, abgesehen vom zusätzlichen Gewicht, auch nicht vorstellen kann wie du die Energie da wieder rückwandeln willst.
Ach, nicht Module, Material, sorry. Ich war im Kopf woanders. Das sind eine Art wartungsarme Kühlpacks welche sich Nachts von selbst wieder aufladen, wenn sie denn Korrekt angemischt sind. Würde aber für 4x200 Watt Module ca. 5KG pro Panel an Gewicht hinzufügen, dafür aber verhindern dass die Module heißer als ~45°C werden. Wäre aber alles Spielerei und auch leicht wieder zu entfernen.
WoMoMei am 27 Jul 2026 13:39:16 Beim E-Auto laden ist bei Typ2 nicht weniger als 6A vorgesehen. Also mindestens 1,38kW.
HWBI am 27 Jul 2026 14:40:27 Splitframe hat geschrieben:...eine Art wartungsarme Kühlpacks welche sich Nachts von selbst wieder aufladen, wenn sie denn Korrekt angemischt sind. Würde aber für 4x200 Watt Module ca. 5KG pro Panel an Gewicht hinzufügen, dafür aber verhindern dass die Module heißer als ~45°C werden...
Mehr als 10% würde ich da nicht erwarten wobei ja auch die Frage ist ob die Kapazität der Kühlpacks dann wirklich über den Tag ausreicht. 75GradC.jpg 45GradC.jpg
Splitframe am 27 Jul 2026 15:04:31 HWBI hat geschrieben:Mehr als 10% würde ich da nicht erwarten wobei ja auch die Frage ist ob die Kapazität der Kühlpacks dann wirklich über den Tag ausreicht.
Cooles Tool. Die 5KG pro Panel waren erstmal knapp Kalkuliert. Ich könnte auch auf 6KG gehen, dann sollte es einen normalen Sommertag locker schaffen. Bei 4 Panels wären es dann um die 0,5 - 0,7kWh pro Tag mehr Ertrag, finde ich schon in Ordnung.
HWBI am 09 Aug 2026 14:50:30 Splitframe hat geschrieben:... eine Art wartungsarme Kühlpacks welche sich Nachts von selbst wieder aufladen, wenn sie denn Korrekt angemischt sind. Würde aber für 4x200 Watt Module ca. 5KG pro Panel an Gewicht hinzufügen, dafür aber verhindern dass die Module heißer als ~45°C werden...
Jetzt sinniere ich hier gerade über eine Lösung in einem anderen Bereich wo diese Packs eventuell zur Anwendung kommen könnten. Habe ich richtig verstanden du musst die selbst anmischen und könntest dabei die Phasenwechsel-Temperatur (zumindest in Grenzen) beeinflussen ? Hättest du dazu mal etwas Genaueres ? Link, Anbieter oder Produktnamen ?
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