Es sollte unsere Jungfernfahrt mit unserem WoMo werden (sicherheitshalber auf einem Campingplatz, da unser Gesundheitsequipment somit unser WoMo noch nicht ausreichend autark sind). Es stand die Erprobung und Eingewöhnung zwar im Vordergrund, also nicht die Reise und die Sehenswürdigkeiten, jedoch auch Ruhe, schöne Natur und wenig Gewusel und das in der Hochsaison. Es sollte ausreichend km vorweisen, aber im Falle eines Falles doch sehr nah an Deutschland sein. Letzendlich landeten wir 30 km von der deutschen Grenze in Dänemark am Dynt Strand auf dem "Gammelmark Strand Camping, Gammelmark 20, 6310 Broager".
Wir haben es nicht bereut. Wir hatten eine wunderschöne Panoramasicht auf die gesamte Bucht mit vielen Vögeln, insbesondere Schwalben und Mauerseglern, Wildgänsen aus der Ferne mit ihren faszinierenden Formationen. An den 3 Tagen, an denen sich auf die Terasse vor uns ein hohes Wohnmobil stellte, gab es zwar keine Panoramasicht mehr, aber weiterhin eine wunderschöne Sicht auf Teile der Bucht.
Während unseres Buchungsvorgangs konnten wir zwischen diesem Platz oben mittig (M43) oder einem direkt in Strandnähe (D27 war es glaube ich) auswählen. Der in Strandnähe wäre auch sehr schön gelegen, hätte aber nicht diese wunderbare Sicht auf die gesamte Bucht geboten. Letztendlich entschieden wir uns für den Platz oben an der Einfahrt zu unserer Stellplatzreihe (M43-M49). Wir dachten, dass wir vielleicht auch das eine oder andere mal auch mit dem WoMo rumtouren würden und wir deshalb hätten schnell raus- und wieder einfahren können. Dies taten wir jedoch nicht.
Was würden wir das nächste mal bei unserer Platzwahl anders machen, was störte uns? Im nachhinein würden wir eher in der Mitte der Reihe und eine Terasse höher einen Platz buchen. Es gab unten und oben Sanitäranlagen und wenn man diese nutzen wollte, so bedeutete dies folglich steile Wege. Die Sanitäranlagen waren in Ordnung, jedoch war entweder die Klientel sehr chaotisch oder der Reinigungsintervall von 1x täglich zu wenig.
Auch empfanden wir es als sehr störend, dass jemand, der am Ende der Reihe campte, täglich mindestens 2 bis 4 mal mit seinem Auto (vermutlich zum Klo und Entleeren der Kassette) fast direkt an unserem Campingtisch vorbeifuhr. Da wir es bevorzugen unter freiem Himmel, auch wenn es etwas kühler ist, zu sitzen, zu essen, war zusätzlich der zwar geringe, aber doch vorhandene Publikumsverkehr an der Seite auch störend.
Ich bin keine sportliche Fahrradfahrerin, deshalb kommen für mich keine Offroad-Strecken in Frage. Vorweg, dieses Empfinden ist sehr subjektiv, ich fand, dass es dort für mich, bis auf eine Ausnahme, keine ansprechenden, schönen Fahrradtouren gab. Mit dem Fahrrad ist die nächst größere Ortschaft Sønderborg 12 km entfernt. Unsere Sonderburg-Tour betrug ca. 30 km. Sie führt an Denkmälern und einer Windmühle vorbei. Der Rest an Sehenswürdigkeiten ist schnell über das Internet aufgezählt. Auf dem Rückweg rasteten wir in dem Cafe Bocata am Vemmingbunder Strand.
Einzig und allein die Strecke zum Ziegeleimuseum Cathrinesminde (Cathrinesminde Teglværk) war sehr schön. Aber, und jetzt kommt das aber, der Wanderweg Gendarmstien durchkreuzt regelrecht den Campingplatz. Er ist wunderschön und führt hier in der Region am Meer entlang. Mitunter muß man durch dichtes Schilf, den man mit den Händen teilen muß, um überhaupt den Weg zu erkennen. So ein Erlebnis hatte ich noch nicht - kann ich nur empfehlen.
In diesem Sinne Reisende

