RaGu am 28 Aug 2026 19:22:45 Moderation:Dein Thema wurde in eine andere Kategorie verschoben, da es nicht korrekt platziert war. Bitte schau Dir in der Übersicht die Kategoriebeschreibungen an, Sie helfen Dir, ein Thema passend einzuordnen. Mit stetig wachsendem Staunen, und zugegeben auch einer gewissen Faszination, verfolge ich die unzähligen Beiträge in den einschlägigen Camper-Foren zur Optimierung des ach so geliebten „Männerspielzeugs“. Zusätzlich zur ohnehin üppigen Serienausstattung werden in monatelanger Schweißarbeit unzählige Überwachungs-, Automatisierungs- und Tuning-Tools verbaut. Jeder fließende Ampere-Bruchteil von A über B nach C muss elektronengenau erfasst werden. Für Einsteiger reichen noch drei analoge Zeigerinstrumente, die Mittelklasse setzt auf Bluetooth und App-Vorsehung, während der True-Profi sein gesamtes Mobil vollautomatisiert steuert. Das Ergebnis: Der Gelegenheitsbastler sitzt bei Regen im Salon und starrt auf 15 bunte Touch-Displays, die ihm jeden elektrischen Rülpser seiner Weißware in Echtzeit quittieren. Der Profi nutzt dafür das 14-Zoll-Edel-Tablet, selbstverständlich auch im Café der nächsten Location per Starlink oder zu Hause am Kamin. Nach zwei Jahren unermüdlicher Bastelarbeit, dem Verlegen kilometerlanger Kabeltrassen und dem Setzen zahlloser Sensoren (Mist, die brauchen ja auch alle Strom!) ist das einst profane Brot-und-Butter-Mobil maximal aufgerüstet und technisch völlig gläsern. Der stolze Eigner, und ausschließlich er, keinesfalls seine Frau, erfreut sich täglich an einem gigantischen Wulst an Informationen. Die Kiste hängt am elektronischen Tropf: Spannung, Restkapazität, Durchflussmenge, Temperaturverläufe, Reifendruck, Neigungswinkel. Ein Datenstrom von solcher Dichte, dass jeder leitende Notarzt auf einer kardiologischen Intensivstation blass vor Neid würde. Das morgendliche Ritual verändert sich dramatisch: Statt einer entspannten Zeitung zum Kaffee folgt der sorgenvolle Blick auf den Ladeverlauf der Solaranlage in Relation zum Füllstand der mehreren hundert Ampere-Stunden starken Lithium-Bank. Auch der Füllstand der Flüssigkeiten auf den Zehntelliter genau sorgt für tägliches Stirnrunzeln. Die Kommunikation mit der weiblichen Begleitung erlischt vollkommen. Stattdessen werden Notfallpläne A, B und C durchexekutiert, sobald Sensor #47 eine minimale Abweichung detektiert. Oder befindet sich das Teil nur im „Spinner-Modus“? Das muss sofort diagnostiziert werden! Der Stresspegel steigt täglich. „Wenn ich wieder zu Hause bin, muss ich unbedingt...“, raunt es aus der Zentrale. Die Ehefrau wird zunehmend wortkarger („Uffbasse!“), packt leise gedanklich die Koffer, und der Urlaub wandelt sich unmerklich vom Erholungstrip zur technischen Schicht auf Station. Der Ralph.... P.S. schreibe das auch im "anderen Forum".
WomoToureu am 28 Aug 2026 19:29:20 RaGu hat geschrieben:Der Stresspegel steigt täglich. „Wenn ich wieder zu Hause bin, muss ich unbedingt...“, raunt es aus der Zentrale. Die Ehefrau wird zunehmend wortkarger („Uffbasse!“), packt leise gedanklich die Koffer, und der Urlaub wandelt sich unmerklich vom Erholungstrip zur technischen Schicht auf Station.
Perfekt die Situation bei einigen Kollegen beschrieben, wir sind da völlig unterbelichtet --> Link mit lediglich zwei Modulen und einem Bleiakku ( 95 Ah ) als Aufbauakku, sowie Serientechnik.
gnarz18 am 28 Aug 2026 19:57:00 Ist für den einen oder anderen eine Art Hobby, warum also nicht? Soll jeder so machen wie er möchte. Grüße Michael
Rockerbox am 28 Aug 2026 20:00:25 Herrlich Ralph!
Und auch (oder gerade weil) ich mich bei manchem Satz selber ertappt habe :lach: :lach: :lach:
Das ist ein :top: wert!
hacmac am 28 Aug 2026 20:13:52 Ralph, du sprichst mir aus der Seele.
Das ist wohl das Neue Camping... mit Allrad
Gruß Dieter
kielius am 28 Aug 2026 20:22:42 Früher ging der Mann in den Keller und "bastelte" an seiner Modelleisenbahn. Hier ein neues Bäumchen, hier eine neue Schranke, da ein paar Passanten am See, ein paar Schienen mit einer Weiche und zu Weihnachten gab es eine neue Lok. Heute macht der Mann und ab und zu mal die Frau alles am WoMo wie RaGu sehr gut und sehr wirklichkeitsnah geschrieben hat. Kann man ja auch alles vorführen und ausgiebig bereden wie mit der Eisenbahn. Ist jetzt mehr an der Öffentlichkeit.....
leverkusen3 am 28 Aug 2026 22:40:15 Hallo
Kann es sein, das da jemand neidisch ist?
Mich kann er ja nicht meinen, weil ich ja gar keine Zeit habe, dauernd aufs Handy zu gucken, wenn ich das Tablet in der Hand habe.
Allerdings muss ich jetzt wieder runter ans Womo, da baumeln noch ein paar Kabel, die verstaut werden müssen.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas
goorooj am 29 Aug 2026 01:27:32 Da hat er schon Recht mit der Beobachtung, der OP. Aber es muss nicht negativ sein. Der OP hat vielleicht damals auch nicht am Mofa geschraubt hat weil er das das doof fand. Andere fanden das halt geil. Und so ist es mit dem Womo auch. Für mich wäre das auch nix. Aber ich bin der letzte der anderen ihren Spass miesmachen will. Lasst piepen, jungs.
roehri am 29 Aug 2026 07:46:26 Moin, da hat Ralph doch einige „erwischt“.
Aber ich denke, es gibt schlimmeres.
Also, weitermachen. Wo ist das Kabel? :nixweiss:
Guid0 am 29 Aug 2026 09:01:58 Genau. Und richtig echte Kerle fahren mit einem Planwagen mit 2 vorgespannten Ochsen und Peitsche campen, nicht wahr...? Die kochen nicht per Gas oder Induktion. Moderner Schnickschnack. Die machen ein Lagerfeuer. Die gehen nicht neumodern in den Supermarkt. Die schießen ein Reh. Genau die gleiche Diskussion gibt es bei Häusern in Bezug auf Smarthomes. Und die, die dagegen wettern, stellen immer nur zu Schau, dass sie voll von Vorurteilen sind, aber null Ahnung haben, was möglich ist und wie groß der Komfortgewinn oder die Stromeinsparung ist. Beispiel: Warum ist es ein Vorteil, immer manuell daran denken zu müssen, wann man die schwarze, blaue, braune oder gelbe Tonne rausstellen muss, zumal die Abholtermine rund um die 10 Feiertage im Jahr immer durcheinandergeworfen werden? Das Smarthome kann den digitalen Müllkalender auslesen, den jede Gemeinde online anbietet, und mir eine Nachricht auf das Smartphone senden. Einmal einrichten. 170-mal pro Jahr nicht an irgendwelche Abholtermine denken müssen. Die früher dumme zeitgesteuerte Lüftungsanlage, die man bei schlechter Luft manuell hochstellen musste, regelt jetzt viel besser dynamisch nach CO2-Werten in der Luft. Einmal einrichten, nie mehr drum kümmern müssen. Zu Hause genießen wirklich alle in der Familie, dass sie keine Schlüssel mehr mitnehmen müssen, sondern die Türen per Fingerabdruck oder Zahlencode öffnen können oder wenn für das Auto das Smartphone reicht, das man eben ohnehin dabei hat. Wenn niemand mehr zu Hause ist (kein Smartphone mehr im WLAN), schließt das Haus allein die Türen ab. Einmal einrichten. Nie mehr an Schlüssel bzw. Abschließen denken müssen. Und das Gleiche überlege ich dann auch für ein WoMo. Welchen Vorteil hat es, erst manuell feststellen zu müssen: "Richtig schlechte Luft im Camper. Ich muss jetzt mal [manuell] die Lüftung anstellen." Ist man dann ein echter Kerl? Für 20 Euro kann man einen CO2-Sensor einbauen und Lüfter/Klima automatisch steuern. Nebenbei kann man damit die Luftfeuchtigkeit messen und ebenfalls verhindern, dass jemals Bedingungen entstehen, bei denen an möglicherweise nicht so gut isolierten Stellen Feuchtigkeit kondensiert, die früher oder später zu Rost führt (Taupunkt). Einmal einrichten. Nie wieder dran denken müssen. Wenn ich es hinbekomme (Selbstausbau), will ich das WoMo per Fingerabdruck öffnen können. Und mit LEDs/Lichtsteuerung ist heute so viel möglich und das wertet auch WoMos im Inneren optisch dermaßen auf, warum soll ich darauf verzichten und mich an einem unnötig häßlichen WoMo "erfreuen"? Warum soll ich zeitraubend mit Auffahrkeilen o.ä. herumhampeln, wenn ich z.B. ein Hubbett per digitaler Wasserwaage automatisch immer perfekt in die Waagerechte bringen kann. Wie bei allem, kann man natürlich übertreiben. Aber der "echte Kerl" erfreut sich eben an der Winde, die er nie benutzt oder an den Felgen. Der andere hat Spaß an Elektronik. Und übrigens: Die gleiche Diskussion haben wir seinerzeit auch geführt, als Smartphones aufkamen. Oft sinngemäß gehört: "So ein Quatsch. Ich brauche keine E-Mails, Navigation, Internetbrowser oder Banking auf so einem winzigen Display ohne vernünftige Tastatur". Die einen haben die Vorteile eher begriffen und die anderen später. Selbstverständlich hast auch Du heute ein Smartphone und selbstverständlich kommt zunehmende Elektronik und Digitalisierung auch in WoMos, weil es einfach sinnvoll ist. Kostet fast nichts und bringt viel.
uli644 am 29 Aug 2026 12:35:02 So aus eigener Erfahrung.
Unsere ersten Lithium hatten Nix, einzige Anzeige war der Phillipi Shunt, der uns sagte wie voll die Batterie ist.
Hat mir irgendwie gereicht.
Jetzt haben wir ne 450 Ah BullTron. Die hat Bluetooth, und zwei BMS für die eine Batterie.
Wir haben ständig Abweichungen zwischen der Anzeige vom Shunt, wie voll die Batterie noch ist und der Anzeige in der BullTron App (durchaus mal 20% Abweichung. Also shunt sagt noch 45%, App sagt noch 25%) und dann kann man die beiden BMS in der App getrennt angucken und die liegen manchmal auch nochmal deutlich auseinander.
Hab ich also viel Daten zum grübeln. Nutzen hab ich davon irgendwie nicht. Bin aber auch nicht Manns genug die App zu löschen und nicht mehr zu gucken…
Zumindest zur Abweichung zwischen den beiden BMS sagt BullTron dass das kein Problem ist, solange das höchsten 20% sind.
Von daher, ich teile die Sicht vom Ralph, weniger ist manchmal mehr!
landmesser am 29 Aug 2026 17:08:45 Guid0 hat geschrieben:Und das Gleiche überlege ich dann auch für ein WoMo. Welchen Vorteil hat es, erst manuell feststellen zu müssen: "Richtig schlechte Luft im Camper. Ich muss jetzt mal [manuell] die Lüftung anstellen." Ist man dann ein echter Kerl? Für 20 Euro kann man einen CO2-Sensor einbauen und Lüfter/Klima automatisch steuern.
Danke! Danke! Danke! Jetzt wird mir klar, warum meine Reisen mit dem Wohnmobil solange dauern. Dieses alle 30 Minuten anhalten, das CO2-Messgerät rausholen, CO2-Wert messen, manuelle Klimanlage einstellen, CO2-Messgerät wieder einpacken, weiterfahren. Das wird bei mir in Zukunft vorbei sein - ich brauche erst anzuhalten, wenn ich tanken muss. Warum bin ich vorher nicht auf diese Idee gekommen? Wenn ich es mir überlege, brauche ich auch nicht mehr aus dem Fenster zu gucken, wenn ich wissen will obs regnet. Ich kann eine künstliche Intelligenz befragen - natürlich per Spracherkennung.
RaGu am 29 Aug 2026 17:19:36 landmesser hat geschrieben:Dieses alle 30 Minuten anhalten, das CO2-Messgerät rausholen, CO2-Wert messen, manuelle Klimanlage einstellen, CO2-Messgerät wieder einpacken, weiterfahren.
getroffen, (wenn auch überspitzt, aber gut...)
hacmac am 29 Aug 2026 18:25:47 Daumen hoch !!!
MilesandMore am 29 Aug 2026 18:35:55 Den Vergleich mit der Modelleisenbahn hab ich auch schon öfters benutzt :mrgreen: Früher gingen Männer ins Wirtshaus und haben Karten gespielt um der Frau zu entkommen. :lol: Klar kann man alles automatisieren auch zu Hause - dann hätte ich bei minus 10 Grad nicht die Schiebetür im Schlafzimmer vergessen :oops: Aber der CO2 Gehalt war danach Spitze für Stunden :lach: Aber so bin ich geistig wenigstens immer noch ein bisschen heraus gefordert. :mrgreen: Vor dem los fahren Garage checken alles fest- alle Türen zu und abgeschlossen - Strom weg - Keile weg - Stützen hoch gefahren und dann kommt die Checkliste innen - aus dem Kopf. Ich finde es gut das die Temperatur im WoMo schwankt das ich nicht wie im Beruf jahrzehntelang in einem voll klimatisierten Hotel Zimmer schlafe das exakt 20C hält. Es ist schön morgens aufzustehen und es ist "frisch" an der Dinette. So wars in unseren VW Bussen immer. Heizung hoch drehen - Kaffee kochen - Müsli und Brot machen - frühstücken. Damit verbinden wir Camping wir sind mit dem Zelt groß geworden. Beste Gruesse Bernd
hacmac am 29 Aug 2026 18:59:57 Daumen hoch !!
Guid0 am 29 Aug 2026 19:32:50 landmesser hat geschrieben:Dieses alle 30 Minuten anhalten, das CO2-Messgerät rausholen, CO2-Wert messen, manuelle Klimanlage einstellen, CO2-Messgerät wieder einpacken, weiterfahren.
Wenn zwei Personen sich im Wohnmobil aufhalten oder da schlafen, die Türen und Dachluken geschlossen sind und das Fahrzeug relativ dicht ist, steigt die CO₂-Konzentration durch die Atemluft sehr schnell an. Bei dem geringen Raumvolumen eines Wohnmobils bist Du in einer halben Stunde, spätestens einer Stunde bei 2.000 ppm. Das ist keine Esoterik und auch keine Frage der persönlichen Einstellung oder Befindlichkeit, sondern schlicht Physik: Menschen produzieren beim Atmen kontinuierlich 15-20 Liter CO₂ pro Stunde. Je kleiner der Raum und je geringer der Luftaustausch, desto schneller steigt die Konzentration. Man merkt es nicht, weil es ein schleichender Prozess ist. Über 2000 ppm CO₂ gelten als hygienisch inakzeptabel. Empfindliche Personen bekommen dann bereits Konzentrationsstörungen und Kopfschmerzen. Das ist ein Grund, warum heute kaum noch ein neues Haus oder eine neue Wohnung ohne Lüftungssystem (zentral oder dezentral) gebaut wird. Die Hütten sind so dicht, dass es keinen Luftaustausch gibt und die Luftqualität schnell inakzeptabel wird, es sei denn, ein Fenster ist dauergeöffnet, aber dann geht jede Menge Energie nach draußen verloren und von draußen kommt ggf. jede Menge Lärm rein. Letzteres ist auch auf Campsites eine häufige Problematik. Wenn man wochenlang mit dem WoMo unterwegs ist und darin genau so viel Zeit verbringt wie sonst in der Wohnung, leuchtet mir nicht ein, warum ich mir schlechte Luft antun sollte oder versuchen sollte, richtiges Lüften manuell in den Griff zu bekommen. Man kann nicht riechen, ob der CO₂-Wert noch bei 500 oder vielleicht doch schon kritisch bei 2000 ppm ist. Der Sensor kostet 20-30 Euro (z.B. von IKEA), misst dann permanent CO2, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und ggf. noch PM2.5. Die Lösung ist in 10 Minuten aufgesetzt und dann ist automatisiert, dass der CO2-Wert nie über 1000 ppm steigt. Der Stromverbrauch des Sensors liegt bei 0,5 W. Ich würde übrigens ziemlich viel wetten, dass das in 5 Jahren oder so zumindest bei höherwertigen Wohnmobilen Standard ist. Kostet kaum noch etwas und ist aus den gleichen Gründen sinnvoll, aus denen es auch bei Häusern sinnvoll ist und gemacht wird.
teuchmc am 29 Aug 2026 19:51:54 Moin! Was ist dann automatisiert, wenn ich solch CO2-Sensor ins Kfz einbaue? Sonnigen weiterhin. Uwe
MilesandMore am 29 Aug 2026 21:13:49 Guid0 hat geschrieben:Wenn zwei Personen sich im Wohnmobil aufhalten oder da schlafen, die Türen und Dachluken geschlossen sind und das Fahrzeug relativ dicht ist, steigt die CO₂-Konzentration durch die Atemluft sehr schnell an. Man kann nicht riechen, ob der CO₂-Wert noch bei 500 oder vielleicht doch schon kritisch bei 2000 ppm ist.
Da sieht man mal was Google so alles anrichtet bei Menschen. Wer hat vor 20 Jahren seinen CO2 Wert im Haus gemessen? Alle WoMos haben Zwangsentlüftungen meiner in der Küche und im Bad mit einem Pilz auf dem Dach und 10x10 Lüftungsschacht. Ich hab einen CO2 Sensor bei mir im SZ seit einem halben Jahr da ich das Haus auf Sonoff Smart Thermometer umgestellt habe. 500 schaffst du wenn du die Fenster offen hast - dauernd! Der minimale Wert - aussen liegt bei mir bei 450ppm. Selbst beim Schlafen mit geöffneter bodentiefer Schiebetür liegt der Wert nachts um die 1000ppm. Im Winter wenn geschlossen ist liegt er über 2000ppm am Morgen. Die Kopfschmerzen kommen meiner Meinung nach eher von den vier Aperol Spritz die immer mit aufs Bild müssen bei Insta. Da war einer bestimmt verdorben. Beste Gruesse Bernd
Joachim260 am 29 Aug 2026 22:51:22 Ich glaub ich bin schon längst gestorben, hab es nur noch nicht bemerkt. Gibt es da einen Sensor der messen kann ob ich noch lebe? :lol:
Gruß Joachim
Jobelix am 29 Aug 2026 23:57:29 Danke für den Beitrag Ralph! Jeder wie er will und kann. Man(n) muss seinen Weg finden. Technikverliebtheit kann auch zur totalen Entpannung beitragen. Beispiele: Auf LiFePo4 augerüstet : Am Anfang wir immer geschaut. Nach 2 Touren nicht mehr, weil man jetzt weiss - es reicht - immer! Kleine Powerstation: Als Wechselrichterersatz und Backup mitgenommen . Auch da: läuft - kriegen wie nie leer - auch wenn wir 10 Kaffee pro Tag trinken - also wieder kein Stress Gastank: Füllstand checken, bevor man ohehin zur Tanke fährt - keine Ungewissheit - somit Entspannung bei der Frau :D "Simple Life" geht für mich, wenn die Technik passend für eigenen Bedürfnisse ausgleget ist und kein Selbstzweck ist . Was sich für mich, wessen Haus voller Shellys ist, sich nicht erschließt, ist, z.B. ein Smartphonebedienung, wenn der Lichtschalter auch nur eine Armläge entfernt ist oder litergenauer Abwassertankfüllstand. Nicht alles was technisch machbar ist, ist auch sinnvoll.
jonn68 am 30 Aug 2026 07:29:33 Danke der letzte Beitrag beschreibt es sehr genau, Technik entlastet und man sollte nichts von ihr merken, aber nicht ständig ihr Knecht sein. Vieles geht immer noch analog viel schneller und manchmal würde es einem gut tun, aufzustehen und einen Schalter zu bedienen. Man hat manchmal das Gefühl, dass manche ein rollemdes AKW dabei haben, das kontinuierlich überwacht werden muss, keep it simpel ist schon lange ein Weisheit.
Guid0 am 30 Aug 2026 08:20:05 teuchmc hat geschrieben:Moin! Was ist dann automatisiert, wenn ich solch CO2-Sensor ins Kfz einbaue?
Die Drehzahlregelung von Lüftern erfolgt typischerweise per PWM-Signal. Das PWM-Signal kannst Du u.a. mit einem Raspi, einem ESP32 oder wenn es noch einfacher sein soll, mit einem Shelly Dimmer erzeugen. Mit dem CO2-Wert und der Luftfeuchtigkeit wird dann vollautomatisch geregelt, wann und wie schnell der Lüfter dreht.
Guid0 am 30 Aug 2026 08:54:40 MilesandMore hat geschrieben:Da sieht man mal was Google so alles anrichtet bei Menschen.
Bei anderen sieht man, was Selbstherrlichkeit und Ignoranz alles anrichten... MilesandMore hat geschrieben:Alle WoMos haben Zwangsentlüftungen meiner in der Küche und im Bad
Und Du weißt, wie gut das funktioniert, oder Du nimmst an, dass das gut funktioniert? Mein Haus wurde vor 23 Jahren absichtlich extrem luftdicht gebaut. Die Luftdichtigkeit wurde nicht angenommen, sondern gemessen (Blower-Door-Test). Entsprechend wurde das Haus schon damals mit einer zentralen Lüftungsanlage ausgestattet. Alle Normen/Richtlinien wurden erfüllt. Vor 3 Jahren habe ich in 3 Räumen CO2-Sensoren aufgestellt, weil es die eben mittlerweile billig gibt (früher nicht). Seitdem weiß ich, dass ich 20 Jahre lang die Lüftung unter falschen Prämissen betrieben habe und im Winterhalbjahr im Wohnzimmer öfters und im Schlafzimmer jede Nacht Werte von an die 2.000 ppm hatte. Nun ja, das habe ich ja offensichtlich überlebt, sonst könnte ich hier nicht mehr posten. Man überlebt halt auch 20 Jahre Rauchen, 20 Jahre Alkohol trinken, 20 Jahre keinen Sport treiben, 20 Jahre lang täglich 4000 kcal in sich reinzustopfen. Gesund ist nichts davon und alles hat definitiv langfristige Folgen. Das 2000 ppm CO2 und ein entsprechend niedriger Sauerstoffwert den Körper belasten, ist wissenschaftlich unstrittig. Die Evolution hat unsere Körper für CO2-Werte von um die 300 ppm ausgelegt. Durch das Verbrennen fossiler Energie haben wir den Wert auch in der Außenluft bereits auf 427 ppm gebracht. 50 Jahre waren für die Evolution nicht genug Zeit, um unsere Körper an das Leben in dichten Räumen mit CO2-Werten von 2000 ppm und entsprechend niedrigen Sauerstoffwerten anzupassen. Hier z.B. eine Meta-Studie zu Auswirkungen hoher CO2-Werte. Das zu leugnen, ist Level Klimawandelleugnung. --> LinkWenn das nun ein Riesenaufwand wäre oder riesige Kosten triggern würde, gute Luft zu garantieren, dann müsste man ggf. noch einmal abwägen. Aber mir leuchtet nicht ein, warum ich meinen Körper mit potenziell schlechter Luft belasten sollte, wenn ich das mit so dermaßen geringem Aufwand ausschließen kann? Die Leute kaufen sich Wohnmobile für 100.000 Euro die tausende Euro Betriebskosten pro Jahr auslösen und in denen sie tausende Stunden verbringen. Und dann arbeiten sie sich hier verbissen daran ab, wie dumm ein CO2-Sensor für einmalig 30 Euro und eine vollautomatische Lüftungssteuerung angeblich sind und sind überzeugt, eine totale rationale Argumentation zu führen. Herrje.... Alle CO2-Sensoren müssen übrigens regelmäßig an der Außenluft kalibriert werden, sonst zeigen die nach einiger Zeit nur noch Schrott an.
landmesser am 30 Aug 2026 10:24:36 Moin Guido,
an dem, was du schreibst, ist nichts falsches. Aber deine Zielgruppe ist der technisch interessierte Hobbybastler, nicht einmal der technisch interessierte Wohnmobilfahrer. Alles, was für dich richtig und wichtig ist, kann für mich unnötig und damit unwichtig sein.
Um mich als Beispiel zu nehmen: Ich habe normalerweise zwei Gitarren und zwei verwandte Saiteninstrumente im Wohnmobil dabei. Ist für mich lebensnotwendig, für die meisten Menschen nicht nur total unwichtig, sondern eher verrückt.
Jetzt nochmal zum CO2-Sensor, der, wie du schriebst, regelmäßig kalibriert werden muss.
Ich habe einen selbstkalibrierenden analogen CO2-Sensor, der mich vor zuviel CO2 warnt. Den habe ich im Wohnmobil präventiv immer bei mir. Folgende Schwellwerte und Reaktionen durch den ebenfalls vorhandenen analog-biologischen Roboter:
Unter 1.000 ppm: Die Luftqualität ist unbedenklich und gut. 1.000 bis 1.400 ppm: Erste Symptome wie Müdigkeit oder leichtere Kopfschmerzen treten auf; mein neuronales Netzwerk regt an zu lüften. Über 2.000 ppm: Die Konzentration ist inakzeptabel. Es kommt zu Konzentrationsschwäche, erhöhtem Puls und starker Schläfrigkeit. Mein neuronales Netzwerk setzt meinen Körper in Richtung Fenster in Gang. Fenster wird geöffnet. Ab 10.000 ppm (1 %): Dies führt zu deutlichen Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit. In meinem zugigen Billig-LeichtbauWoMo nicht möglich. Ab 40.000 bis 80.000 ppm (4–8 %): Es besteht akute Lebensgefahr durch Bewusstlosigkeit und Sauerstoffverdrängung. In meinem zugigen Billig-LeichtbauWoMo nicht möglich.
Viel Spaß beim Basteln weiterhin mit freundlichen Grüßen landmesser
ps: Ich könnte dir wahrscheinlich kurzfristig einen raspi dafür programmieren. Aber selbst einbauen? Niemals.
leverkusen3 am 30 Aug 2026 10:36:07 Hallo Das hast du bestimmt von einer tollen Ki: Guid0 hat geschrieben: Das 2000 ppm CO2 und ein entsprechend niedriger Sauerstoffwert den Körper belasten, ist wissenschaftlich unstrittig. Die Evolution hat unsere Körper für CO2-Werte von um die 300 ppm ausgelegt.
Das sind ja ganz neue wissentschaftliche Erkenntnisse, das sich der Sauerstoffgehalt in der Luft mit einem CO2 Messgerät bestimmen lässt und das eine negative Korrelation zwischen CO2 und O2 besteht. Auch, das unser Körper für 300 ppm ausgelegt ist, stammt bestimmt vom Hersteller des Meßgerätes. Mit freundlichen Grüßen Thomas
leverkusen3 am 30 Aug 2026 11:12:01 RaGu hat geschrieben:Mit stetig wachsendem Staunen, und zugegeben auch einer gewissen Faszination, verfolge ich die unzähligen Beiträge in den einschlägigen Camper-Foren zur Optimierung des ach so geliebten „Männerspielzeugs“
Hallo Ralph Mit ähnlichem Staunen beobachte ich, was für Auswüchse die Automatisierung des Basisfahrzeugs annimmt. Da wird klaglos hingenommen, das mir das Auto ins Lenkrad greift, um in der Baustelle die Fahrspur zu wechseln. Es ist völlig Normal, das die Nutzung des Telefons bestraft wird, die Bedienung des Autos aber nur noch über einen Touchscreen mit acht Untermenüs funktioniert. Keiner beschwert sich über Vollbremsungen auf der Autobahn, wegen aufgewirbelter Plastiktüten. Oder Leistungsverweigerung des Autos, weil ich während der Fahrt eine Sonnenbrille anziehe. Oder Werkstattbesuche ausschließlich in der Vertragswerkstatt zum „anlernen“ der neuen Starterbatterie. Da wird als gegeben hingenommen, das mein Auto mit GPS und GSM trotzdem bereits bei 45 Km/h bimmelt und behauptet ich würde über 50 Km/h fahren. Bereits nach 3 Jahren die Batterie in der herausnehmbaren Rücksitzbank getauscht werden muss, um durch die erste HU zu kommen. Mal ganz abgesehen von den Bimmel- und Gong Konzerten bei so gefährlichen Tätigkeiten, wie dem Öffnen der Türen oder dem Ein- und Aussteigen. Diese Liste lässt sich beliebig verlängern Mit freundlichen Grüßen Thomas
MilesandMore am 30 Aug 2026 11:13:33 Guid0 hat geschrieben:Bei anderen sieht man, was Selbstherrlichkeit und Ignoranz alles anrichten...
Guido, Interessant welche Wut eine schlichte abweichende Meinung bei manchen Menschen auslösen. Guid0 hat geschrieben:Man überlebt halt auch 20 Jahre Rauchen, 20 Jahre Alkohol trinken, 20 Jahre keinen Sport treiben, 20 Jahre lang täglich 4000 kcal in sich reinzustopfen. Gesund ist nichts davon und alles hat definitiv langfristige Folgen.
Die langfristigen Folgen der Nutzung von sozialen Medien erscheinen mir immer mehr das größere Gesundheitsrisiko zu sein. Guid0 hat geschrieben:Das zu leugnen, ist Level Klimawandelleugnung.
Guido du bist doch erleuchtet da kannst du doch über der Masse an Unwissenden stehen und deine Gesundheit mit besten Massnahmen schützen. Ansonsten fällt mir zu deinem Beitrag nur das hier noch ein. retired.jpg Liebe Grüße, nimm dein Wohnmobil und fahr einfach ein bischen weg draußen ist die Luft eh besser als vor dem PC. Bernd
Guid0 am 30 Aug 2026 11:15:52 landmesser hat geschrieben:Um mich als Beispiel zu nehmen: Ich habe normalerweise zwei Gitarren und zwei verwandte Saiteninstrumente im Wohnmobil dabei. Ist für mich lebensnotwendig, für die meisten Menschen nicht nur total unwichtig, sondern eher verrückt.
Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. Ob man 2 Gitarren hat oder nicht, beeinflusst die Gesundheit üblicherweise nicht. Ob ich 10 T-Shirts oder 3 T-Shirts im WoMo dabei habe, üblicherweise auch nicht. Wenn man immer bei 2000 ppm CO2 schläft, beeinflusst das dagegen die Gesundheit. Und zwar negativ. Jetzt kann man natürlich die Einstellung haben, dass einen die eigene Gesundheit nicht interessiert und dass Gesundheit nur ein Thema für Hobbybastler ist. Und dann können einige hier im Forum mit stolz geschwellter Brust ihr Unwissen und ihre Ignoranz zur Schau stellen: "Hahaha, wie blöd kann man sein? 30 Euro in gesicherte gute Luftqualität und die eigene Gesundheit investieren? Mein Gott, ist der lost! Wir echten Kerle haben uns noch nie für solchen Schnickschnack interessiert, also muss das falsch sein." Und vielleicht habe ich mich ja irgendwie missverständlich ausgedrückt, aber es geht eben nicht darum, dann regelmäßig manuell Messungen anzustoßen, regelmäßig auf irgendeinen Wert zu schauen, irgendwelche Extrabuttons in einer App zu haben und da dauernd etwas anzuklicken. Es geht darum, das einmal einzurichten, es voll zu automatisieren, sich nie mehr darum kümmern zu müssen und die Gewissheit zu haben, dass es bezüglich der Luftqualität kein Problem gibt. Das habe ich mehrfach geschrieben. Wenn man ein professionell ausgebautes WoMo hat und gar nicht recht weiß, wie da die ganze Elektronik ausgestaltet ist und da auch kein Raspi, ESP oder sonstwas vorhanden ist, wo man andocken kann, dann ist es natürlich eine ganz andere Abwägung, ob man sowas nachrüstet oder versucht, mehr auf Belüftung zu achten. Da ich ohnehin, einen Raspi mit Home Assistant als Zentrale verbauen würde, sind es dann halt einmalig 20-50 Euro und 20 Minuten Zeitaufwand, um das umzusetzen. Wie blöd müsste ich sein, das dann bei einem neuen Ausbau nicht umzusetzen? Das Ding kostet zigtausende Euro, man verbringt da tausende Stunden drin und der Minimalaufwand für die eigene Gesundheit soll Quatsch sein? landmesser hat geschrieben:Jetzt nochmal zum CO2-Sensor, der, wie du schriebst, regelmäßig kalibriert werden muss. Ich habe einen selbstkalibrierenden analogen CO2-Sensor, der mich vor zuviel CO2 warnt.
Die automatische Kalibrierung ist genau das Problem. Einige Hersteller erklären das. Je nach Software ist sie auch abschaltbar oder man kann manuell kalibrieren. Die Anbieter gehen davon aus, dass Menschen richtig lüften und durch Luftaustausch der CO2-Wert dann regelmäßig dem der Außenluft (420-430 ppm) entspricht. Und dann haben sie eine Logik wie: Der niedrigste gemessene Wert innerhalb einer Woche muss der Außenluft also 420-430 ppm entsprechen. Sinkt Dein CO2-Wert im Schlafzimmer innerhalb einer Woche aber nie unter 1000 ppm , weil das Fenster z.B. nur einen Spalt auf ist, dann setzt der Sensor diese 1000 ppm bei der Kalibrierung als neue 420 ppm. Wenn der Sensor dann zukünftig z.B. 800 ppm ausgibt, sind es eigentlich 1380 ppm. Das ist jetzt ein extremes Beispiel, aber so funktioniert die automatische Kalibrierung. Deshalb muss man draußen kalibrieren oder sicher sein, dass man genügend Luftaustausch hat. BTW: Leute mit Gitarre sind in der Regel sympathisch 8)
Guid0 am 30 Aug 2026 11:23:02 leverkusen3 hat geschrieben:Das sind ja ganz neue wissentschaftliche Erkenntnisse, das sich der Sauerstoffgehalt in der Luft mit einem CO2 Messgerät bestimmen lässt und das eine negative Korrelation zwischen CO2 und O2 besteht.
Toll. Du bist der erste Mensch, den ich kennenlernen durfte, der bestreitet, dass Menschen Sauerstoff verbrauchen und CO2 ausstoßen und es in geschlossenen Räumen mit Menschen eine gesicherte negative Korrelation zwischen O2 und CO2 gibt. Das ist genau der Grund, warum z.B. regelmäßig mal Flüchtlinge ersticken, die im ziemlich luftdichten Kühlkoffer eines LKWs transportiert werden. Möchtest Du Dich noch mit anderen Thesen exponieren?
Guid0 am 30 Aug 2026 11:35:02 leverkusen3 hat geschrieben:Da wird klaglos hingenommen, das mir das Auto ins Lenkrad greift, um in der Baustelle die Fahrspur zu wechseln. Keiner beschwert sich über Vollbremsungen auf der Autobahn, wegen aufgewirbelter Plastiktüten.
Das entspricht zu 100% der Diskussion, die vor 50 Jahren bei der Einführung des Sicherheitsgurtes geführt wurde. Da kamen Leute wie Du und haben argumentiert, wie gefährlich das wäre, weil man, wenn das Auto brennt, durch den Sicherheitsgurt nicht raus käme. Richtig ist, dass die Assistenzsysteme nicht fehlerfrei arbeiten. Sie verhindern aber mehr Unfälle/Probleme, als sie verursachen. Waymo wickelt pro Woche 500.000 bezahlte Fahrten mit seinen vollautonomen Fahrzeugen ab. 6,5 Millionen Kilometer pro Woche. Dabei bauen die Fahrzeuge immer mal wieder skurrilen Unsinn, was dann jedes Mal breit durch die Presse und Social Media geht. Dann sehen sich Menschen wie Du bestätigt. Die Fahrzeuge verursachen schon heute nur 10% der Unfälle, die der durchschnittliche menschliche Fahrer verursacht. Das ist harte Evidenz. Viele Menschen argumentieren heute aber lieber mit "anekdotischer Evidenz", die gar keine Evidenz ist.
binsofrei am 30 Aug 2026 11:45:51 leverkusen3 hat geschrieben:
Mit ähnlichem Staunen beobachte ich, was für Auswüchse die Automatisierung des Basisfahrzeugs annimmt.
Thomas
Habe mich gar nicht mehr getraut, diese Seite der Medaille anzuschneiden. Will nicht Assistenzsysteme in Bausch und Bogen verurteilen, aber dieser EU verordnete Sicherheits- und Gängelirrsinn hat nicht mehr akzeptable Ausmaße angenommen. Und da nützt es auch nichts, wenn man verschiedene Assistenten ausschalten kann, ich persönlich will diese Überwachungssysteme nicht haben. Die meisten dienen unter dem Deckmäntelchen der Sicherheit für alle einzig im Zweck der Überwachung. Besten Beispiel ist der "Müdigkeitsassistent", der dem Vernehmen nach seine Aufgabe künftig durch Beobachtung des Fahrers durchführen wird. Und der Zwangsalkoholtest, verbunden mit der Zündung und in einigen Fahrzeugen bereits verbaut, wird auch nicht lange auf sich warten lassen. Ich kann für mich nur hoffen, dass es Bastlern und Hackern gelingen wird, missliebige Assistenzsysteme einfach abzuschalten und der Übergriffigkeit durch die EU abhelfen wird.
Guid0 am 30 Aug 2026 12:07:43 binsofrei hat geschrieben:Und der Zwangsalkoholtest
Wirklich schlimm diese EU. Nicht mal mehr besoffen Autofahren darf man :mrgreen: Ernsthaft: Natürlich kann es valide Argumente gegen so etwas geben, z.B. wenn das das Auto um viele tausend Euro verteuern würde. Aber wenn man einen zuverlässigen Alkoholtest für 50 Euro implementieren kann, dann machen. Welches Argument willst Du dagegen vorbringen, außer eben, dass Du besoffen Auto fahren können willst? Wir haben in der EU pro Jahr 5.000-6.000 Verkehrstote durch Alkohol. Und die Besoffenen fahren nicht nur sich selbst, sondern auch andere tot. Auch Kinder. Übrigens: Nur dank der EU kannst Du so dermaßen unkompliziert und unbehelligt durch alle EU-Länder reisen und beliebig lange an jedem Ort bleiben.
Lancelot am 30 Aug 2026 12:14:50 binsofrei hat geschrieben: Die meisten dienen unter dem Deckmäntelchen der Sicherheit für alle einzig im Zweck der Überwachung.
Stets befürwortet mit dem Totschlag-Argument "mehr Sicherheit" : klar kann man da nicht dagegen sein. Aber zu welchem Preis ? Geschürt und befeuert von der Auto-Lobby, die ihre Mühlen mit mehr Helferlein teuer verkaufen können. :bindagegen:
pwglobe am 30 Aug 2026 12:19:29 Im Wohnmobil haben wir nür die nötigsten Sensoren, Frischwasser, Grau und Schwarzwasser, Temperatur innen und außen. Für die Stromversorgung reicht der Smart Shunt, die Akkus haben keinen Bluetooth. Beim Basisfahrzeug (11 Jahre alt)vermisse ich aber die im PKW und neueren LKW vorhandenen Assistenten. Neben dem Notbremsassistenten und der Reifendruckkontrolle wäre mir der Abstandstempomat und Spurhalteassistent wichtig. Man kann natürlich auch so fahren, es ist aber deutlich entspannter mit den Helfern. Die angesprochenen Systeme für die Müdigkeit und Alkohol halte ich ebenfalls für sinnvoll, besonders bei LKW könnten so Unfälle verhindert werden. Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Vielleicht bei einem Unfall schneller als mancher denkt.
Guid0 am 30 Aug 2026 12:49:41 pwglobe hat geschrieben:Beim Basisfahrzeug (11 Jahre alt)vermisse ich aber die im PKW und neueren LKW vorhandenen Assistenten. Neben dem Notbremsassistenten und der Reifendruckkontrolle wäre mir der Abstandstempomat und Spurhalteassistent wichtig.
So sehe ich das auch. Wenn ich mal 5 km zum Baumarkt fahre, brauche ich alles nicht und auch perspektivisch kein autonomes Fahren. Wenn sich dann doch mal die Konstellation ergibt, dass man 6, 8, 10 Stunden am Tag fahren muss, sind diese Assistenten sehr hilfreich. Trotz zwangsweise nachlassender Aufmerksamkeit ist es sehr schwierig einen Unfall zu bauen, wenn diese Assistenten aktiv sind. Perspektivisch wäre auf Langstrecke auch autonomes Fahren für mich interessant (dann aber auch eine Kostenfrage). Hinter all den Thematiken steckt auch, dass wir als Menschen häufig eine völlig irrationale Risikowahrnehmung haben. Gewohnte Alltagsgefahren werden krass unterschätzt. Da hat man sich dran gewöhnt. Neue Gefahren werden überschätzt. Wenn Deutsche das erste Mal eine Campingreise durch Namibia machen, dann machen sie sich viele Gedanken über Gefahren durch Schlangen, Skorpione, Elefanten, Krokodile ggf. auch durch Kriminalität. Kennt man alles von zu Hause nicht. Über Autofahren machen sie sich keine Gedanken. Autofahren kann man ja und als Deutscher ist man sowieso per Geburt der beste Autofahrer unter der Sonne. Verunglücken tun sie dann bei Autounfällen, weil sie sich reihenweise mit dem Hilux mit 2 Dachzelten auf einer Schotterpiste rollen. Rückblickend war ich vor 20 Jahren bei der ersten Namibiareise auch grob fahrlässig unterwegs.
lonsome am 30 Aug 2026 13:22:34 Hallo,
viele von diesen Dingen brauche ich nicht. Aber wenn es jemandem Spaß macht? Sollen er oder sie doch machen. Egal ob Überwachung oder super Kaffeemaschine, alles kein Problem. Ich bevorzuge es einfach: Wasserstand am Panel, Batterie über App, fertig.
Aber neigen wir nicht auch sonst zu solchen Spielereien. Küchenmaschinen, die Einkaufslisten ausdrucken und die Kochzeiten.ansagen usw.?
Ja, die ganzen elektronischen Helferlein in unseren Autos - wir wollen sie nicht aus Sorge um unsere Freiheit. Und darf uns was kosten, auch wenn es Menschenleben sind. Ich denke da an eine Geschichte aus der Notfallseelsorge: Eine Stelle, an der 60 km/h vorgeschrieben waren, Unfall von betrunkenem jungem Fahrer, 2 junge Tote, der Fahrer nur leicht verletzt. Der BMW war dort so schnell unterwegs, dass er in zwei Teile zerrissen wurde, ein Teil über 100 Meter weiter in einer Wiese lag. Ich habe dann in einem Gespräch mit dem Sportverein, dem alle angehört haben, die jungen Leute gefragt: Wenn wir etwas in die Autos einbauen könnten, dass die nur schnell fahren wie erlaubt, und dann würden die beiden Toten wieder leben können - wolltet ihr das? Oder wollt ihr lieber die Freiheit, zu schnell fahren zu können usw. und dafür bleiben die beiden tot? Betretene Gesichter, aber es war klar, was alle dachten: lieber die beiden tot und dafür die Freiheit.
Eine Bekannte von mir lehnt auch den Sicherheitsgurt ab, auch die ganze Verwandtschaft um sie herum. Beim letzten Auto konnte der Neffe den Piepser bei nicht angelegtem Gurt ausprogrammieren. Beim jetztigen geht das nicht mehr. Jetzt verwendet sie ein altes Gurtschloss, das sie einsteckt. Das braucht es alles nicht, höchstens bei einer Autobahnfahrt.
Mich nerven auch manche Eingriffe, bei meinem Duc stelle ich als erstes den Spurhalteassistenten ab, weil der einfach unsinnig eingreift, oft sogar gefährlich. Aber einige Dinge sind schon sinnvoll. Manche Dinge müssen weiterentwickelt werden, etwa der Notbremsassistent. In meiner Straße war die Teerdecke quer aufgerissen und nur die untere Schicht wieder eingebaut. An der Kante hat mein ID.3 eine Vollbremsung hingelegt…
Gruß Klaus
BikeAir am 30 Aug 2026 13:42:36 Im WoMo nur das Notwendige - Anzeigen die eh da sind plus meine Victron App - das reicht völlig aus. lonsome hat geschrieben:Hallo, An der Kante hat mein ID.3 eine Vollbremsung hingelegt…
Ja sowas macht VW sehr gerne, das kenne ich vom Polo mehrfach, den wir mal als Mietwagen auf Lanzarote hatten, der machte das sogar bei der Einfahrt ins Parkhaus. pwglobe hat geschrieben: Neben dem Notbremsassistenten und der Reifendruckkontrolle wäre mir der Abstandstempomat und Spurhalteassistent wichtig. .....
Das sind durchaus sinnvolle Assistenent, wenn sie denen zuverlässig funktionieren würden , der Spurhalteassistent dagegen kann sich "gehackt legen" , sobald ich mich ins Auto setze, ist der aus, das ist bei mir schon ein Automatismus geworden. Ich kenne die aus 4 verschiedenen Fahrzeugen (Opel, Volvo, VW und Citroen, in allen haben sie mir unangekündigt ins Lenkrad gegriffen - sowas geht gar nicht! Gruß
phoenix am 30 Aug 2026 14:30:13 Moin, leben und leben lassen, ich mag es nicht wenn mir einer die neuen Errungenschaften als lebenswichtig verkaufen oder mich missionieren will. Wie sagte man so schön "wer viel mist, mist Mist. Viele Menschen verlassen sich nicht mehr auf ihre Sinne und glauben nur noch ihrgend welchen Werten. Wenn ich friere stelle ich die Heizung an und wenn mir die Luft zu schlecht erscheint, lüfte ich. Wenn das Mindeshaltbarkeitsdatum überschritten ist, schaue ich zuerst, dann rieche ich und dann schmecke ich vorsichtig, danach entscheiden ich ob genießbar oder in die Tonne. Fortschritt soll mich entlasten oder die Qualität verbessern und nicht Selbstzweck sein. Aber jeder wie er möchte. Gruß Franz-Bernd
siemueller am 30 Aug 2026 14:53:18 Es gibt von dem wunderbaren Gerhard Polt einen Sketch, der heisst "Toleranz"! Gruss
Guid0 am 30 Aug 2026 15:00:37 phoenix hat geschrieben:Viele Menschen verlassen sich nicht mehr auf ihre Sinne und glauben nur noch ihrgend welchen Werten.
Das klingt ja so logisch und geerdet. Es scheitert in der Realität daran, dass uns die Evolution für vieles, was in unserer heutigen Welt möglich ist, schlicht keine Sinne gegeben hat. Auf etwas wie Nougat* hat uns die Evolution auch nicht vorbereitet. Deine Sinne sagen Dir "Scheiße, ist das lecker. Mehr davon" und nicht "Bäääh, die Kalorienmenge und die Blutzuckerexplosion machen mich kaputt." Und unser Sinn für den Sauerstoffgehalt schlägt erst an, wenn sich Atemnot einstellt. Dann ist der Körper aber schon lange im roten Bereich. Ich will auch niemanden missionieren und habe ja schon geschrieben, dass ich einen CO2-Sensor und eine automatische Lüftungssteuerung bei einem bestehenden Camper von einem der üblichen Anbieter auch eher nicht nachrüsten würde. Wir können die Diskussion aber auch einfach mal umkehren: Was sind Eure Argumente, bei einem neuen Selbstausbau, der ca. 60.000 Euro kostet, keine CO2- und Luftfeuchtigkeitsgeregelte automatische Lüftung zu verbauen, wenn diese 20–50 Euro kostet und mit 20 Minuten Extraaufwand realisiert ist? * Bevor jetzt jemand kommt und unbedingt posten muss "Ich mag eh keinen Nougat" oder "Von Nougat wird mir schlecht": Es geht nicht um Nougat. Es geht um das Schema. So energiedichte Nahrung, die auch noch lecker ist, kommt in der Natur nicht vor und die Evolution hat uns darauf nicht vorbereitet. CO2-Werte von 2000 ppm kommen in der Natur auch eher nicht vor.
Lancelot am 30 Aug 2026 16:14:24 Guid0 hat geschrieben: Was sind Eure Argumente, bei einem neuen Selbstausbau, der ca. 60.000 Euro kostet, keine CO2- und Luftfeuchtigkeitsgeregelte automatische Lüftung zu verbauen, wenn diese 20–50 Euro kostet und mit 20 Minuten Extraaufwand realisiert ist?
KEINE :!: Wer das braucht/will und sich damit sicherer/wohler fühlt - warum nicht :razz: Aber es soll auch Leute geben, die auf die werksseitige Zwangsbelüftung des Herstellers und den persönlichen gesunden Dings vertrauen, den uns die Evolution durchaus mitgegeben hat. Bestimmt nicht explizit im "Nougat-Fall", aber doch in Körperbeherrschung und einem zeitweiligen Blick in den Spiegel. Ich brauche und will die Mehrzahl der Helferlein nicht! Muß sie aber trotzdem zwangsweise teuer mitkaufen :? Haben wir schon über "Nachhaltigkeit" und "Weiter-Verwendung" gesprochen ? Ob es in wenigen Jahren noch Fahrzeuge mit H-Zulassung geben kann bezweifle ich. Da sind längst Software und Teile nicht mehr verfügbar. Das Kistchen läuft - hoffentlich - noch problemlos, aber die Helferlein und Steuerung sind ausgestiegen und/oder nicht mehr nutzbar. (Unser Mini ist BJ 2015, ich wollte ein Navi-Update. Kostet 120 Mäuse, was solls auf die Jahre : GEHT NICHT :!: Man lehnt die Verantwortung ab, weil die Geräte-Software nicht mehr kompatibel ist, es besteht Gefahr den Navi-Rechner zu zerstören, kostet so um die 3,5 Mille :eek: . Nur auf meine Verantwortung ... :wall: . Ich habe eigentlich gute Beziehungen dorthin, wollte mal "was probieren". Nix geht da - ich würde doch eh bald ein neues Auto kaufen ... :evil: ) Für mich ist das reine Abzocke! Wer sich Helfer/Assistenzen einbauen will - bitte gern :!: Aber zwangsweise unter dem Deckmantel "Sicherheit" ... :nein: Am sichersten wäre ---> gar nicht fahren :roll:
ulimm am 30 Aug 2026 16:19:49 Lancelot hat geschrieben: Aber zwangsweise unter dem Deckmantel "Sicherheit" ... :nein:
Und auch immer wieder gerne genommen: Denk doch mal einer an die Kinder! Egal ob "Sicherheit" oder Chatkontrolle oder oder ....
flyingpenguin am 30 Aug 2026 16:29:38 RaGu hat geschrieben:unzählige Überwachungs-, Automatisierungs- und Tuning-Tools verbaut. Jeder fließende Ampere-Bruchteil von A über B nach C muss elektronengenau erfasst werden. [...] kilometerlanger Kabeltrassen [...] zahlloser Sensoren
Ich weiß gar nicht wieviele hundert Mikroprozessoren in meinem Transit bereits verbaut waren, bevor ich mit dem Ausbau angefangen hatte. RaGu hat geschrieben:Für Einsteiger reichen noch drei analoge Zeigerinstrumente
Äh ja. Dann hat der Einsteiger 300 Mikroprozessoren und drei Analoginstrumente. Und eine Ameisenarmee Sensoren an der Maschine, im Chassis (Airbag relevant) und in beiden Stossstangen. Allein die Mobileye Kamera im Rückspiegel stellt eine Saturn V Rakete in den Schatten, was die Rechenleistung betrifft. Dieses Thema kommt 30 Jahre zu spät. Vor Jahren habe ich mal die Rechenleistung gesehen, die in aktuellen autonomen Fahrzeugen verbaut wird. Dagegen ist der Victron Flohzirkus irrelevant. Will sagen, die "Übertechnisierung" ist schon vor mehr als 10 Jahren auch im WoMo Basis- Chassis angekommen. Und irrelevant, sobald der Fahrer sein Mobiltelefon an Bord hat. Grüße, Hendrik
MilesandMore am 30 Aug 2026 16:43:15 Lancelot hat geschrieben:Geschürt und befeuert von der Auto-Lobby, die ihre Mühlen mit mehr Helferlein teuer verkaufen können. :bindagegen:
Wolfgang, die Autolobby steckt da nicht dahinter. Die EU und ihre Komissare geben gerne NULL Ziele aus. Bestimmt weil da so viele - nein das verkneife ich mir - sitzen Zero Emission war der Auslöser für Adblue, NOx Kat und DPF Kat und vieles mehr und jetzt NULL Verkehrstote bis 2050. Diese Vorgehensweise mit der Null hat sich bewährt. Man macht eine Vorgabe von der man weiß daß sie unter keinen Umständen zu erreichen ist. Damit läßt sich dann am Ende JEDE Maßnahme rechtfertigen in der Zukunft. Vielleicht auch das Ende des Individualverkehrs. NULL Schulden scheint allerdings keine Option zu sein. Beste Gruesse Bernd
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