aqua
motorradtraeger

Warum eigentlich überladen? Versuch einer Begründung.


ingemaus am 02 Okt 2007 12:11:04

Hallo !
Jetzt will ich es aber ganz genau machen! Kein Norm Deutsch ,sondern ich versuche ,es für uns Laien etwas verständlicher zu schreiben.
In der EN 1646- 2 stehen für alle Hersteller die Berechnung der Mindestmassen, die bei der Konstruktion von Momos zu beachten sind. Alle Fa die nach E2 Norm produzieren müssen sich an die einzelnen Massen halten. Alle haben die gleichen Vorgaben, keiner kann schummeln! Diese Massen interessieren den Käufer aber zunächst nicht.! Im Übrigen ist diese Norm kein Gesetz, wenn es aber zu Streitigkeiten kommt, wird sich jeder Gutachter an die EN und den Massen halten. Der Hersteller hat sein FG fertig und fährt zur Homologation. Dort wird festgestellt, wie schwer ist das FG mit den einzelnen Massen der EN. Wenn alle Gewichte addiert sind, darf ein 3.5 t nur max 3.5 t wiegen. Ab 06.04 müssen übrigens die FG mit der Masse im fahrbereiten Zustand gewogen und im Kfz -Brief unter Spalte 14 Leergewicht , eingetragen sein. Da wird dann getrickst, dass sich die Balken biegen. Ein Mobil mit einer Länge von 7 Meter und für 5 Personen und 3.5 t zGG, ist so gut wie unmöglich herzustellen. Also wird behauptet Gas 90 %, Wasser 90 % oder Tank 90 % Füllung. Dies ist aber nach EN und der Erweiterung, ich bin der Meinung § 42 Abs. 2 und 3 StVZO anders. Alle Massen sind mit 100 % anzusetzen. Da wird das R - Rad, welches zum Aufbau gehört herausgerechnet, ABS usw ebenfalls.obwohl serienmäßig Gas wird in Alu gewogen usw. So abgerechnet kommt der Hersteller dann auf 3.5 t. Geschafft! Nur sind für den Käufer, die unterwegs verlorenen Massen immer von der Zuladung abzuziehen, wenn er die 3.5t einhalten will. Er kann dann nur noch zwischen den verbliebenen Massen wie Personen 2 statt 5 oder nur 30 statt 90 Liter Wasser wählen, um das zGG nicht zu überschreiten. Dann kommt der Hammer. Einem Richter zu erklären , dass zB. die 90 % Berechnung nicht richtig ist, obwohl diese frech im Prospekt steht, ist schwierig. Er sagt, da stehen sie doch. Erst wenn ein Gutachter an das FG darf, haben die Hersteller schlechte Karten. Dazu und dies ist für mich bis heute noch nicht geklärt, obwohl eine Norm nicht eingehalten wurde. vom Hersteller : Im Prospekt steht auf der letzten Seite alle Angaben zu Gewichten + - 5 %. Nur in der Norm steht davon nichts! Oder? Wer weis mehr? Ich habe hierzu schon oft nachgefragt, aber keine Angaben, auch im PC gefunden.
Wenn jetzt aus dem Forum noch jemand schreibt:HabeGewichtsprobleme! Woher, warum ? Dann ist er selber schuld, hier wird immer wieder gesagt : Vor Abnahme wiegen ,wiegen! Gutes Geld für gute Ware!

von Ingemaus

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psbu am 02 Okt 2007 12:26:29

Endlich ein verständlicher Beitrag. Danke

Advantage am 02 Okt 2007 12:58:52

Hallo ingemaus,

Du wirst hier noch zum Gewichtssachverständigen auserkoren. :D

Toller Beitrag

Dakota am 02 Okt 2007 13:21:13

Also wird behauptet Gas 90 %, Wasser 90 % oder Tank 90 % Füllung. Dies ist aber nach EN und der Erweiterung, ich bin der Meinung § 42 Abs. 2 und 3 StVZO anders.


Laut EN ist die Massenberechnung mit 90% auch richtig. Auch wird hier den Herstellern nichts gesetzlich vorgeschrieben, sondern nur gewisse Richtlinien & Mindestanforderungen empfohlen/vorgegeben.

Die Europäische Norm 1646-2 definiert die Mindestzuladung eines Reisemobils. Außerdem empfiehlt sie den Herstellern, vier Gewichtsangaben auszuweisen: die zulässige Gesamtmasse, die Masse in fahrbereitem Zustand, die Höchstzuladung und die Masse der Grundausstattung.
Nach der EN 1646-2 ist die Grundausstattung eines Reisemobils, also 90 Prozent des Gasvorrats, 90 Prozent des Frischwasservorrats und ein elektrisches Anschlusskabel à vier Kilogramm, Teil der Zuladung eines Reisemobils. Nach der StVZO (§ 42 Abs. 3) zählt die Grundausstattung seit Juli 2004 aber zur Masse im fahrbereiten Zustand, zu der neben dem Gewicht des betriebsbereiten Fahrzeugs auch 75 kg Fahrergewicht, 90 Prozent des Kraftstoffvorrates und 100 Prozent des Frischwasservorrats addiert werden.


Anders bei der StVZO (§ 42 nur: Abs. 3)

Hier heißt es:

3) Das Leergewicht ist das Gewicht des betriebsfertigen Fahrzeugs ohne austauschbare Ladungsträger (Behälter, die dazu bestimmt und geeignet sind, Ladungen aufzunehmen und auf oder an verschiedenen Trägerfahrzeugen verwendet zu werden, wie Container, Wechselbehälter), aber mit zu 90 % gefüllten eingebauten Kraftstoffbehältern und zu 100 % gefüllten Systemen für andere Flüssigkeiten (ausgenommen Systeme für gebrauchtes Wasser) einschließlich des Gewichts aller im Betrieb mitgeführten Ausrüstungsteile (z. B. Ersatzräder und -bereifung, Ersatzteile, Werkzeug, Wagenheber, Feuerlöscher, Aufsteckwände, Planengestell mit Planenbügeln und Planenlatten oder Planenstangen, Plane, Gleitschutzeinrichtungen, Belastungsgewichte), bei anderen Kraftfahrzeugen als Kraftfahrzeugen nach § 30a Abs. 3 zuzüglich 75 kg als Fahrergewicht. Austauschbare Ladungsträger, die Fahrzeuge miteinander verbinden oder Zugkräfte übertragen, sind Fahrzeugteile.


Daher ist z.B. laut StVZO ein mitwiegen der Flüssiggasbehälter nicht notwendig -> "Behälter, die dazu bestimmt und geeignet sind, Ladungen aufzunehmen und auf oder an verschiedenen Trägerfahrzeugen verwendet zu werden..()"

So kommt es zu abweichenden Gewichtsangaben in Prospekt und Fahrzeugschein. Vorallem auch da die StVZO keine, die EN 1642-2 sehrwohl Tolleranzen vorsieht.

ingemaus am 03 Okt 2007 11:58:42

Hallo Dakota!
Bin bestimmt kein Oberlehrer. Wenn aber in der EN der Kraftstofftank zu 100 % gefüllt zu berechnen ist, wird unsere Nationale StVZO hier bestimmt nicht weniger, nämlich nur 90 % zur Berechnung angeben dürfen.
Wo bitte hat eine Norm , hier die EN, Toleranzen?
Bevor wir uns Zahlen Massen usw um die Ohren hauen und alles verwässern, lese bitte genau, das meine :
Prospekt 1 : Leergewicht = Masse im fahrbereiten Zustand nach EN 1646 -2 enthalten ist das Gewicht für den Fahrer, 90 % Kraftstoff, 100 % Frischwasser, 100 % Gas ( 2x11kg Alu), Kabeltrommel, Bordwerkzeug. Was ist hier lt EN mit dem R-Rad 30 kg, dem gefüllten Boiler 12 kg , vollen Tank , der Zusatzbatterie 30 kg, ein Schelm der denkt, diese ist bei der Ho
mologation nicht an ihrem Ort.
Prospekt 2 : Masse im fahrbereiten Zustand: leeres FG einschließlich Fahrer, Gas, Kraftstoff und Wasservorräte , Stromversorgung.
Was hier nicht stimmt , Ihr seit jetzt fit ! Rechnet selber. OK! Funktioniert überhaupt nicht, wenn ich die für mich übrig bleibende Zuladung nachrechnen will.
Prospekt 3 . Masse fahrbereit entspricht dem Gewicht des leeren FG ( was das auch immer sein soll) einschließlich Bord-Werkzeug, E -Rad ggf Reparaturset, Kraftstoff ( hier bekomme ich sogar Recht ) zu 100 % !!
Zusatzbatterie, 75 kg für den Fahrer, zuzüglich der Grundausstattung. Diese umfasst die Massen der Frischwasser und Gasvorratsbebälter ( warum Gas, wenn Du meinst nicht nötig?), die auf 90 % ihres Fassungsvermögens gefüllt sind.
Läßt sich beliebig fortsetzen, darum ging es mir .
Also wiegen , wiegen und ja Ihr ahnt es schon wiegen vor Abnahme.

von ingemaus

migula am 03 Okt 2007 12:10:05

Nicht nur wiegen; auch rechnen!! Beim Umstieg vom Wohnwagen auf das Reisemobil hatte ich eine Zuladung vergessen! Wohnwagen: Zuladung 250 kg (hat gereicht) Wohnmobil: Zuladung 400 kg (ist ja gut) Rechenfehler:Die Personen (300 kg) sitzen im Reisemobil nicht im PKW!!!!

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