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PaulCamper

Aufbau-Batterie Gel- oder Säure?


migula am 04 Dez 2007 12:55:08

In einem Beitrag habe ich gelesen, dass eine Starterbatterie, als Versorgungsbatterie ungeeignet sei. Gibt es Säurebatterien die für den Aufbau geeignet sind oder müssen Gel-Batterien verwendet werden.

RG Regalbau am 04 Dez 2007 13:05:26

Klar gibt es Säure Batterien, die für den Aufbau geeignet sind.
Die müssen halt Zyklenfest sein.
Bekommst du bei den bekannten Campinghändlern oder bei EB**.

abo1 am 04 Dez 2007 13:29:31

hallo

wenn dein batterie montageort einfach zugänglich ist (säurestandskontrolle) und nicht im innenraum liegt bzw falls doch gute entlüftet ist (entlüftungsschläucherl) dann ist wahrscheinlich eine säure VERSORGER batterie (solarbatterie, zyklenfeste batterie) die beste wahl.

sie ist robuster was die ladetechnik betrifft und meist etwas preiswerter

ansonsten die selbe batterietype als gel batterie wählen
ist etwas teurer als die säure versorgerbatterie und benötigt ein anständiges ladengerät (mit temperaturkompensation) und eine ordentliche verkabelung zwischen LiMa unde batterie um die selbe lebensdauer zu erreichen wie die säurebatterie.

lg
g

PS:
natürlich "kann" man auch starterbatterien für die stromversorgung verwenden.

sie sind jedoch dazu konstruiert GERINGE energiemengen bei sehr HOHEN strombedarf abzudecken der danach gleich wieder mit HOHEN strömen aufgefüllt wird

was sie garnicht mögen sind GERINGE ströme zum laden und entladen und wiederkehrende ladungen und entladungen der batterie (das kostet extrem lebensdauer und kapazität).

genau das ist aber das was im Womo in aller regel benötigt wird.

starterbatterien sind für den womo aufbau als sicher "verwendbar" aber an sich nicht für diesen zweck gebaut und daher aufgrund des raschen verschleisses "ungeeignet"

lg
g

Gast am 04 Dez 2007 13:54:42

@ migula

Die Praxis sagt oft mehr als die Theorie. Meine letzte Wohnraumbatterie (Säure/Starterbatterie) hielt 9 (in Worten: neun) Jahre, bei pfleglicher Behandlung.
Außerdem braucht man für so eine Batterie/Akku keine speziellen Ladegeräte, da tuts das was serienmäßig verbaut ist locker und im ausgebauten Zustand (Winter) sogar ein Bauhausladegerät.
Billiger und an jeder Tanke zu bekommen sind sie ebenfalls. Gut zugänglich sollte sie sein zum Wasser nachfüllen, Ladezustand kontrollieren usw..
Wenn ich hier oft lese welche Probs Gelbatterien schon nach 3 Jahren machen, dann bekomme ich in meinem Kopf immer ein großes Fragezeichen.
Allerdings habe ich, und brauche ich auch nicht, kein Solar am Dach. Da mag das vielleicht anders sein, aber da kann ich nicht mitreden da ich mich damit noch nie befasst habe.

Ich bin ein Vertreter der Meinung, je weniger eingebaut ist umso weniger Probleme. Aber mit mir haben WOMO und Zubehörhändler auch keine große Freude und das ist gut so. :D :D :D

migula am 04 Dez 2007 14:15:51

In meinem Wohnmobil (mit Solaranlage) sind im Doppelboden 2 große Säure-(ich denke LKW-Starter)Batterien eingebaut. Anhand von welchen Daten kann ich erkennen ob es sich um eine Starter- oder Versorgungsbatterie handelt?

abo1 am 04 Dez 2007 15:13:38

migula hat geschrieben:In meinem Wohnmobil (mit Solaranlage) sind im Doppelboden 2 große Säure-(ich denke LKW-Starter)Batterien eingebaut. Anhand von welchen Daten kann ich erkennen ob es sich um eine Starter- oder Versorgungsbatterie handelt?


hallo

nur anhand der typenbezeichnung

denn batterie zersägen um die plattenstärke nachzumessen wird ja wohl ausfallen ...

;-)

lg
g

Ausderasche am 04 Dez 2007 16:29:07

Hallo Migula,

nach meinen "guten" Erfahrungen mit GEL-Batterien (--> Link) und nachdem ich den Rest des Jahres mit der verbleibenden einen gefahren bin, habe ich mir jetzt auch zwei Nassbatterien (Versorgungsbatterien) mit je 250AH + ein Entgasungssystem von Moll eingebaut. Siehe Foto. Um die Batterien, die im Doppelboden schwer zugänglich sind, nicht immer ausbauen zu müssen, habe ich mir folgendes Befüllungssystem gebaut. Siehe ebenfalls Foto. Informiere Dich aber auch mal bei Fuzzy und AGTAR nach Belüftungssystemen....die haben ein System, wo bereits durch die Entgasungsschläuche befüllt werden kann. Das finde ich noch besser als Moll. Und manche Nassbatterien haben ja schon den Anschluss für den Entgasungsschlauch. Hersteller von solchen Batterien sind z.B. Moll oder Akkusolar. Da sie nur etwas mehr als die Hälfte einer GEL-Batterie kosten, haben sie sich schon rentiert, wenn sie 2,5 Jahre halten (bei angeblichen 5 Jahren Lebensdauer einer GEL-Batterie ...bei meiner Erfahrung bereits nach einem Jahr :D )

Viele
Frank

OT- @Migula - mit der Versicherung schlage ich mich immer noch wegen des Marderschadens - bisher keinen Cent gesehen, obwohl Marderbiss versichert.

WoRo1 am 04 Dez 2007 16:36:49

Ich hatte in den ersten beiden Jahren zwei Aufbaubatterien, die am Ende auch bei längerer Fahrt nicht recht aufgeladen wurden und stattdessen schnell schlapp machten, wenn ich nicht zwischendurch an 220 Volt angeschlossen war. Ein Bosch-Händler hatte mir damals geraten, doch lieber zwei Starterbatterien zu nehmen. Die seien zwar nicht so langlebig. Da sie aber viel billiger seien, könne man sie getrost alle 3- 4 Jahre auswechseln, ohne dass das im Ergebnis teurer würde. Die habe ich jetzt drei Jahre und so lange auch eine Solaranlage (zu der Starterbatterien angeblich nicht passen sollen) und bin mit meiner Stromversorgung seitdem voll zufrieden. Selbst wenn ich drei Tage ohne 220 Volt-Anschluss stehe und dabei reichlich Strom verbrauche (Fernseher usw.), machen meine Batterien nicht schlapp. Wenn ich bisherige Beiträge zum Thema Batterien (außer dem heutigen von Rider, der allerdings keine Solaranlange hat) lese, dürfte das eigentlich gar nicht möglich sein. Welche Fachleute, von denen es hier im Forum ja etliche gibt, kann mir das als völligem Batterie-Laien erklären ?

aus Hamburg
Wolfgang

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Gerd Peter am 04 Dez 2007 21:35:26

Hallo zusammen,
kann mich den Beitrag von Rider voll anschließen! 8)
Hatte bei meinem alten E 700 drei normale Starterbatterien im Wohnraum verbaut, geladen wurde mit 150 Watt Solar oder Lichtmaschine.
Bei Verkauf im November 2006 waren die Batterien bereits 5 Jahre alt
und immernoch top!!
Jetzt habe ich 2 Stck. Gelbatterien verbaut, ob die auch 5 Jahre halten :?: :roll:

aus NRW G.Peter

agu am 04 Dez 2007 22:52:35

Gerd Peter hat geschrieben:Jetzt habe ich 2 Stck. Gelbatterien verbaut, ob die auch 5 Jahre halten :?: :roll:

aus NRW G.Peter

Ja die halten auch 5 Jahre. Ich denke das Thema Batterien wird dramatisiert. Ich habe bisher noch keinen grösseren Unterschied zwischen den 3 Sorten feststellen können. Nach 5 Jahren lassen alle langsam nach.

Doch es gibt was : Die Gel-Batterie habe ich nie beachtet, die Anderen müssen nachgefüllt werden.

abo1 am 04 Dez 2007 23:57:32

Wolfgang Rohr hat geschrieben:Welche Fachleute, von denen es hier im Forum ja etliche gibt, kann mir das als völligem Batterie-Laien erklären ?
Grus


hallo

das ist relativ leicht erklärt

minus und minus ergibt plus

es gibt ein dutzend verschiedene umstände warum jemand mit eigentlich schlecht geeignetem equipment relativ gute ergebnisse erreicht.

bei dir scheint die leitung zwischen LiMa und aufbaubatterie relativ schwach zu sein und/oder die LiMa spannung ist relativ niedrig

auf die tour werden die batterien nie voll geladen und sulphatieren und sterben. basta. UNTERladung ist nämlich ähnlich schädlich wie ÜBERladung.

nun hast du starterbatterien verbaut die komplette entladungszyklen nicht gut vertragen. gleichzeitig hast du eine solaranlage montiert.

die solaranlage lädt nun deine batterien immer so weit voll dass du in wirklichkeitvermutlich nur wenige % deiner akkukapazität verbrauchst und dann die solar die batterie wieder voll macht.

damit kommt die starterbatterie dann relativ gut klar, vor allem wenn du sie gelegentlich ja auch mit einem 230volt ladegerät voll lädtst.

und deshalb klappt das in DEINEM fall mit dieser kombination dann doch.

ändere nur einen einzigen parameter daran (die 230volt aufladungen, deinen relativ niedrigen stromverbrauch, die groesse der solaranlage, die temperatur bei der du deine fahrten machst ..) und du hast gute chancen ein fiasko zu erleben

lg
g

PS:
hauptgrund für das versterben von (gel)batterien ist und bleibt eine ungeegnete ladung durch die LiMa (unterladung) und die oft fehlende temperaturkompensation der 230volt ladegeräte

Gast am 05 Dez 2007 00:22:59

@ abo

Das heißt für mich und die Praxis zeigt das ebenfalls, dass ich mit Nassbatterien die Leitung zwischen Lima und Akku NICHT verstärken brauche, kein teures Ladegerät kaufen muss, keine Temperaturkompensation brauche und die Batterien noch dazu wesentlich billiger sind.

Fazit für mich:
Wozu zum Teufel soll ich mir dann das alles, noch dazu um teures Geld, einhandeln???? :D :D

abo1 am 05 Dez 2007 01:22:52

Rider hat geschrieben:Fazit für mich:
Wozu zum Teufel soll ich mir dann das alles, noch dazu um teures Geld, einhandeln???? :D :D



hallo

ich mag plakative antworten ja auch ..

aber verstanden hast du mich schon, oder?
;-)

lg
g

Gast am 05 Dez 2007 11:58:00

abo1 hat geschrieben:ich mag plakative antworten ja auch ..
aber verstanden hast du mich schon, oder? ;-)


Ja ich denke schon :wink: aber an meinem Fazit hat sich deswegen nichts verändert und an meiner Anlage wird sich deshalb auch nichts ändern. Warum auch wenn es so super funzt. 8)
Aber solche Diskussionen mit versch. Standpunkten, Erfahrungen usw. tragen sehr gut dazu bei, dass sich Leute die sich informieren, hinterher auch eine eigene Meinung bilden und die für sie richtigen Entscheidungen treffen können. Die alleinige Wahrheit gibt es selten bis nie, auch wenn sie theoretisch begründbar ist.
Aber das hast du ja auch nicht behauptet, nur um mich nicht misszuverstehen.

Rider

migula am 05 Dez 2007 12:32:46

Fazit:
Durch die obigen Beiträge habe ich viel gelernt. Bis vor zwei Tagen war ich der Meinung: Säurebatterien sind Starterbatterien und Gelbatterien sind Aufbaubatterien.

Wenn mir aber ein Händler ein 7 Jahre altes Mobil mit (neuen) Starterbatterien für den Aufbau verkauft, stellt dies kein Mangel dar! Es hat nicht zu interessieren welche Batterie eingebaut ist, sondern ob die Elektrik funktioniert.

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