Urlaub-2008 am 17 Mär 2008 16:34:33

Hallo,

wir haben uns ein MB 100 Karmann gekauft und möchten dieses dann in Amerika ab und an auch mal mit externen Strom von Campingplätzen versorgen.

Soweit ich weiß, hat das WoMo (es ist leider in den USA- so dass wir nicht selber nachschauen können) eine Steckdose für einen 3-poligen Stecker. Da wir in Deutschland, wie auch in Amerika Wechselstrom haben haben wir uns nun folgendes vorgestellt:
Wir haben einen (blauen) 3-pol-Stecker gekauft. Dieser kommt in die WoMo-Steckdose. In den USA möchten wir uns dann einen Stecker kaufen, der in die Steckdose auf dem Campingplatz passt. Dann muss doch eigentlich nur noch ein Kabel zwischen die beiden Stecker geschraubt werden (eins, was man auch in den USA zur Stromversorgung von WoMos benutzenw würde) und unser WoMo bekommt damit 110 V-Strom vom Campingplatz. Geht das so? Kann man einfach ein USA-Stromkabel zwischen einen 3-pol-Stecker und einen passenden USA-Stecker bauen? Klar, unser WoMo bekommt dann nur 110 V aber da die meisten unserer Geräte sich umstellen lassen, ist das kein Problem.

Wäre super, wenn mir jemand sagen könnte, ob unser Vorhaben so praktikabel ist.

Vielen Dank!
,
Carmen

canter am 17 Mär 2008 16:51:00

Sollte aus meiner SIcht so praktikabel sein. Allerdings würde ich vorab genau prüfen ob euer Ladegerät die 110V wirklich kann!! Das kann ich mir
ehrlich gesagt nicht vorstellen. Dann müsstet ihr in den USA noch ein 110V Ladegerät keufen und einbauen.
Sonst fällt mir akut noch ein, das der MB100 in den USA nie verkauft wurde, also Teile für ihn kaum zu bekommen sein werden.

Urlaub-2008 am 17 Mär 2008 16:57:11

Hallo Jens,

danke für die Antwort. Warum sollte unser WoMo die 110 V nicht vertragen? Ich meine, das ist doch weniger, als das, worauf es ausgelegt ist. D.h. würden wir dann Geräte anschließen, die 240 V brauchen, würden sie nicht funktionieren, aber wenn wir Geräte anschließen (wie z.b. einen Fön im WoMo, den wir vorher auf 110 V einstellen) muss das doch funktionieren- oder nicht?

Ist das dem Ladegerät des WoMos nicht egal, wenn es nur 110 V bekommt?

mafrige am 17 Mär 2008 16:57:22

Hallo Carmen,

erstmal herzlich willkommen hier im Forum.

Die Stromspannung in den USA, Kanada und Mexiko beträgt 110 Volt.
Falls du elektrische Geräte aus Europa in diesen Ländern betreiben willst, prüfen das bitte im Voraus.
Sollten eure Elektrogerät nur mit einer Spannung von 220V arbeiten, benötigst Du einen Spannungswandler von 110/120V auf 220/240V.
Das gilt auch für manche Elektroblock's die in Wohnmobilen verbaut sind.
(bei uns EBL 99d).
Diese Geräte kosten 300 W ca. 50 € bis 1000 W 160 €, also erschwinglich!

Beho am 17 Mär 2008 17:46:16

Hallo,

was vielleicht noch entscheidener ist, in den USA/Kanada 60 Hertz Wechselspannung. Vorsicht bei Netzteilen- die mit Wandlerlaufen.

aus OWL

Beho

Flywolf am 17 Mär 2008 18:12:05

Hmm, wenn ich mir so die Kabel anschaue, die ich aus meinem Ami rausgerissen hab, würd ich glatt behaupten, dass die Querschnitte größer als bei 230 Volt sind.
Wolf

Varadero_BW am 17 Mär 2008 20:19:12

Hallo Wolf,

Das ist doch klar.

Leistung ist Spannung mal Strom.
Also wenn die Spannung nur halb so hoch ist (110 Volt anstatt 220 Volt), braucht man schon den doppelten Strom (2 Ampere statt 1 Ampere) für die gleiche Leistung (hier 220 Watt).
Und die Kabeldicke wird nur am Strom der durch fliessen muss fest gelegt.
Also doppelter Strom, doppelter Querschnitt.



Nur so ist es möglich große Leistungen von zig Megawatt über so dünne Leitungen zu übertragen. Eben mit Hochspannung.
Wenn der Draht da etwa 100 Ampere kann und 200.000 Volt drauf sind, dann sind das 20 Megawatt auf nem etwa 40 mm² Draht.




Aber zur Ursprungsfrage von Carmen:

Nimm Dir mal die technischen Daten von Deinem EBL her. Wenn da drin steht, dass der auch mit 110 Volt 60 Hz arbeiten kann, kein Problem.
Aber, Denk auch dran, Dein Kühlschrank kann ja mit Gas, 12V und 220 Volt arbeiten.
Auch hier schauen ob der mit 110 V anstatt der hier in Europa üblichen 220V kann. Wenn nein, dann bleibt hier halt der Gas Betrieb.

Auch mit dem Gas musst Du aufpassen, ob Du Dir in USA Flaschen kaufst und einen Anschluss im Womo umbauen kannst oder das machen lässt.
Dann müssen die Flaschen auch noch in Deinen Gaskasten passen.
Denn die deutschen Gasflaschen kriegst Du dort sicher nicht getauscht.
Hatte das Problem in Frankreich. ne grüne 12Kg Propangas Flasche hat zwar vom Anschluss gepasst, sieht genauso groß aus, aber ich habe die Flasche nicht in meinen Gaskasten rein bekommen. Grund: sie ist etwa 1 cm mehr im Durchmesser.

Zum Strom, es wird aber so sein, dass das Laden Deiner Batterien länger dauern wird, da die Ladeleistung durch den 110 V Eingang verringert ist.

Wenn Du im Süden der USA unterwegs bist wäre eine Solaranlage sicher auch ne Möglichkeit Deine Batteri(en) wieder auf zu laden.


Frank

wrtlbrnft am 17 Mär 2008 20:51:02

Hallo Varadero
Grundsätzlich hast du recht: Die Verlustleistung in einem Kabel ist von der Stromstärke (Ampere) abhängig, aber:
Die Verlustleistung steigt quadratisch mit dem Strom, d.h. doppelter Strom=4-fache Verlustleistung, dreifacher Strom=9-fache Verlustleistung.

Beste

Peter

Varadero_BW am 17 Mär 2008 20:57:08

Hallo Peter,

Es ging nicht um die Verlustleistung.
Die Frage von Wolf war, warum sind in einem amerikanischen Wohnmobil die 110 Volt Leitungen dicker ausgelegt als man das in deutschen mit 220 Volt tut.
So habe ich das verstanden.


Frank

Herbsch am 17 Mär 2008 21:18:06

Ein Kühlschrank der für 230V gebaut ist, wird mit 110V nicht mehr kalt werden. Hintergrund sind die verbauten Heizpatronen. Dies ist im Prinzip ein Heizdraht der nur noch mit reduzierter Leistung arbeitet.

Bei vielen Geräten die keine elektronischen Netzteile haben, wird eine Reduzierung der Spannung zu einer reduzierten Leistung führen, also Fön, Wasserkocher, usw arbeiten nur mit halber Leistung

LG
Herbsch

achimHH am 17 Mär 2008 21:54:52

Hallo Carmen.
Du schreibst der MB100 ist bereits in der USA.
ist es schon länger dort?

denn dann ist es doch sicher bereits angepasst. oder ?

Auch würde ich, zumal der Dollarkurs für uns z.Zt. sehr günstig ist,
bestimmt nichts von hier mit in die USA nehmen.

Auch sind die meisten Zubehörteile usw. in den USA günstiger !
Und Zubehörläden, die gibt es dort auch.

abo1 am 17 Mär 2008 22:00:41

hallo

nebenfrage:

ich nehme nicht an dass ihr ihn drüben lassen wollt, oder?
denn zulassen lässt sich das in den USA nicht

lg
g

Flywolf am 17 Mär 2008 22:42:16

Eigentlich hab ich ja keine Frage gestellt, sondern einen Zustand beschrieben und darauf gewartet, dass ein Fachmann wie Varadero_BW dies erklärt. Hat er getan. Somit ergibt sich für mich die Gefahr, dass ein 230 Voltnetz bei Betrieb mit 110 Volt und Abnehmern mit gleichem Verbrauch, überlastet werden kann.
Wolf

mafrige am 17 Mär 2008 23:29:40

Hallo,

das ganze Problem ist erledigt, wenn man einen Wandler 110 V > 220 V benutzt. Aber der muss beim Stromeingang ins Wohnmobil installiert sein!
Kosten, siehe meinen obigen Bericht.
Ansonsten riskiert man den Ausfall von Laderegler, Notebook und anderen elektrischen Geräten.

Urlaub-2008 am 18 Mär 2008 09:53:23

Hallo zusammen,

vielen Dank für die vielen Antworten!

Bin mir nun nur noch nicht ganz sicher, denn wir haben eine (zweite) Gerätebatterie im WoMo (in der Bedienungsanleitung steht, dass diese über 220 V von außen geladen werden kann). Ist es denn dann auch ok für die Batterie, wenn sie nur 110 V bekommt? Läd sie dann auf 110 V- nur eben langsamer?


Carmen

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