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Lohnt Selbstausbau finanziell ? 1, 2, 3


ToniPETER am 15 Nov 2017 11:55:04

Servus!
Ich habe mich auch für den Selbstausbau entschieden, und zwar aus folgenden Gründen.
1. Ich kann schon mit "wenig" finanziellen Mittel Reisen. (Luftbett rein und los geht´s)
2. Bei einen Kauf, so wie ich es mir vorstelle, würde ich ca. 100000,- bezahlen. So komme ich auf geschätzte 50000,-
3. Den Grundriss bzw. die Einteilung kann ich machen, wie ich es mir vorstelle.
Und 4. Kann so ein Ausbau auch Spaß machen.

Sprinterklasi am 15 Nov 2017 12:00:32

Hallo, beim Kastenwagen sieht die finanzielle Situation vielleicht etwas freundlicher aus, beim aufgebauten Womo lohnt sich ein Selbstausbau aus finanzieller Sicht sicher nicht.
Mein Beispiel: Sprinter 316cdi mit Alko-Tiefrahmen und Ormocar-TI-Kabine mit 7m Länge aus 2012 kostete 54.000 €, dazu 20.000 € Material. Ich erfreue mich jetzt schon 5 Jahre an meinem Wunschmobil, aber ein finanzielles Schnäppchen war das sicher nicht.
Schöne Grüße, klasi

cbra am 15 Nov 2017 12:18:24

Sprinterklasi hat geschrieben:....
Mein Beispiel: Sprinter 316cdi mit Alko-Tiefrahmen und Ormocar-TI-Kabine mit 7m Länge aus 2012 kostete 54.000 €, dazu 20.000 € Material. Ich erfreue mich jetzt schon 5 Jahre an meinem Wunschmobil, aber ein finanzielles Schnäppchen war das sicher nicht.
Schöne Grüße, klasi


was hätte ein gleichwertiges fertigmobil, oder eine massanfertigung gekostet? vermutlich deutlich mehr

berny2 am 15 Nov 2017 13:01:47

Sprinterklasi hat geschrieben:Mein Beispiel: Sprinter 316cdi mit Alko-Tiefrahmen und Ormocar-TI-Kabine mit 7m Länge aus 2012 kostete 54.000 €, dazu 20.000 € Material.

Unser Renault Trafic 2,5L Diesel hoch lang geschl. Kasten kostete vor 25 Jahren ~28TDM, Ausbaumaterialien plus Vorzelt mit Boden ~15TDM. Ausser Dusche ist alles drin: el. Wasserheizung, Kompressorkühli, 2-fl. Herd, Spüle, grosse PP + Waschbecken im abgetrennten "Bad", usw. Ausreichend Platz für zwei, neuerdings kommt auch noch die Enkelin mit... geplant u.a. Slettnes Fyr, das waren wir bereits zweimal, die Kleine noch nicht... :)

kiteliner am 15 Nov 2017 14:08:03

Ab sich so etwas finanziell rechnet? Muss jeder selbst beurteilen, liegt an den Prioritäten. Wenn man seine Zeit mit einrechnet, sicherlich nicht, wenn man ehrlich ist. Also nicht nur die wirklichen Schrauberzeiten, sondern noch die Zeiten für Planung und Recherche, Teile kaufen.....
ABER:
Je nachdem, was man kauft und wie man arbeitet kann man den Ausbau an die finanziellen Mittel besser anpassen.
Man kann natürlich ein neues Auto kaufen und dann loslegen und machen bis alles fertig ist. Ob sich das rechnet weiß ich nicht, außer, dass ich den Vorteil habe (hoffentlich) alles so zu haben, ob jetzt auf Design, Ausbau, Komponenten bezogen, wie ich will. Wenn man da die Kosten gegeneinander stellt wird es sich finanziell vielleicht nicht so lohnen. Ich muss hier in kurzer Zeit viel Geld in die Hand nehmen, egal, so oder so. Aber um den Ansatz, "ich habe genau das was ich will" geht es ja wohl nicht, sondern die Kohle!

Daher sehe ich das Thema vielleicht, ich mag da falsch liegen, eher für die als interessant an, welche nicht mal eben einen 5- oder 6-stelligen Betrag ausgeben können. Wenn man einen, ich nenne es mal low-Budget Ansatz macht, lohnt es sich für den Ein oder Andern vielleicht eher, sofern man so etwas mag!
Was ich meine ist, ich kaufe ein gebrauchtes Auto, ggf. für kleines Geld, ggf. sogar schon ein WoMo. Das kann ich, wenn es nicht kaputt ist, schon mal benutzten und ich gebe erst einmal wenig Geld aus.
In einen "leeren" KaWa oder so, kann man, es wurde schon von Anderen geschrieben ggf. einfach Luftmatratzen reinlegen und einen Gaskocher und Wasserkanister. Manchem reicht das.

Mit der Zeit, wenn ich wieder Geld habe, oder aber zu günstigem Preis Material für einen Umbauschritt zusammen habe, mache ich in einem zeitlich überschaubaren Rahmen ein Projekt und repariere gewisse Sachen, baue oder aus, verbessere, optimiere.
Baue z.B. eine alte, aber noch brauchbare Starterbatt oder günstige AGM-Batt (gebraucht) ein und lege ein Ladegerät aus dem Diskounter dazu, dann vielleicht noch ein gebrauchtes Solarpanel, was mein Nachbar rausgeworfen hat, weil zu klein, funktioniert aber noch.
So habe ich Strom, erst mal, und wenn ich was besseres bekomme und wieder Kohle habe fliegt das Alte raus. Oder ich mache vorher noch 25 andere, mir wichtigere Projekte.
So kann ich Urlaub mit meinem Auto machen und vermeide u.U. lange Standzeiten, die gerade älteren Fz nicht gut tun.
Ich kann während meines Ausbaus ggf. "Fehlentwicklungen", Planungsmängel oder auch schon Geschmacksänderungen vermeiden, die mir sonst erst nach dem Ausbau aufgefallen wären. Naja, dieser Schalter oder Steckdose da drüben, ist jetzt nicht ganz so geschickt, wie ich ursprünglich dachte.

Aber, und da sehe ich den finanziellen "Vorteil" drin, ich kann meine notwendigen Finanzmittel strecken. Ich muss mir ggf. kein Geld leihen, meine Reserven aufbrauchen usw.
Ich kann vielleicht keine 30.000€ so im Moment auf einen Schlag bezahlen, aber über die nächsten 5 Jahre verteilt ist das durchaus möglich und ich habe dann auch noch Geld um den Sprit, die Fähre, den Maut zu bezahlen.
Ich hätte mir die 30k€, die bisher in unser Auto gewandert sind, auch nicht so mal eben leisten können, über 5Jahre war das nicht so sehr das Problem. Auch wenn wir in vielen Bereichen noch bei der Low-Budget Lösung sind, ich kann damit sehr gut leben. Es muss sich aber auch nicht jeder eine 33 Jahre alte Basis aussuchen. :wink:

cbra am 15 Nov 2017 14:59:06

da stimmt schon vieles

meinen ersten kastenwagen habe ich als student gebaut. schon aus budgetgründen ar garnix anderes denkbar. erstmal rostlöcher zuschweissen, bett und dusche rein und los ging es - dann halt zug um zug küche, heizung und so.

deshalb helfe ich jetzt auch studenten aus m,einem umfeld bei ähnlichen projekten ( werkstatt, gebaruchte battereien, boiler, PV panels etc verschenken)

ab eigenbu 2 war relativ klar dass es unser raumkonzept (windsurforientiert) nicht gibt, also kompletter eigenbau. allerdings hat sich der über jahre gezogen - entweder hatte ich schlechte auftragslage, viel zeit aber ollte nix investieren, oder fette auftragslage und keine zeit. dann kam scheidung, neue frau und motivation - fertigmachen.
dann einige jahre rumfahren, das konzept hat sich bewährt, aber die basis ( iveco 1986) gab langsam den geist auf, also neues projekt

das bewährte konzept verfeinert und durchgeplant. eigenbau war relativ klar, aber dennoch anfragen auf einzelanfertigung - da waren gewicht, lieferzeit und auch preis deutlich jenseits unserer vorstellungen

wir haben das dann sehr schnell ( neben dem vollzeitjob ca 1.500h in 10 monaten) durchgezogen und sind jetzt schon wieder seit 4 saisonen ca 15.000 / saison unterwegs.
jedes jahr pimpen wir manches das anfangs nicht reinkam. das war teilweise dem zeitmangel geschuldet ( lieber die treppe schnell fertig und 5 kg schwerer als eine sommersaison zu verlieren) teilweise dem budget - wir haben das nebenher "einfach so" finanziert, und da kam in der ersten runde die efoy eben nicht rein, sondern erst etwas später.
diesen winter steht eine neues PV panel an ( leichter, effizienter) neue hundebox, treppe, "lattenrost" ( leichter) beifahrersitz (komfort)

wen wir das auto hätten bauen lassen wäre das finanziell ein heftiger akt gewesen ( angebote waren 250.000,-- aufwärts) so ging es nebenher und 10 monate freizeit.
man muss fairerweise sagen dass ich die komplette werkstatt zum bau sowieso habe, also habe ich diese kosten nicht berücksichtigt.

wenn ich jetzt ansetze dass ich mir im vergleich zur massanfertigung 150.000 gespart habe deutlich leichter bin - aber nicht so schön macht es umgelegt auf die 1500h schon auch finanziell sinn

und spass sowieso

kiteliner am 15 Nov 2017 15:23:02

Gut, wenn du dich in diesen Regionen bewegst, dann passt mein Ansatz nicht mehr so.
Wenn ich deine Rechnung sehe 250.000€ das Angebot, 150.000€ gespart, dann ist die Summe, die du in 10 Monaten aufgewendet hast eine andere als ich für Low-Budget Lösung angesetzt habe.
Bei einem 3Mio.€ Projekt habe ich natürlich mehr Sparpotential als bei einem 30.000€ Projekt. :lol:
Bei mir ging es eher um jene, für die 30.000€ eher "WoMo oder Nicht-WoMo" :) sind.
Bei uns waren es die 30.000€ für einen jetzt schon nutzbaren 7,5to mit 7,5m*2,3*3m mit 3-4 Schlafplätzen, 6 Sitzplätzen und etwa 1to Zuladung (abgelastet ohne techn. Änderungen), sonst 9,2to. Nach oben sind bei den Ausgaben ja keine Grenzen gesetzt.

cbra am 15 Nov 2017 15:30:28

naja - angefangen mit dem studentemobil war ich schon über geringere einsparungen glücklich

ich wollte nur darstellen dass es aus meiner sicht sowohl im low budget bereich sinn macht ( den kastenwagen mit matratze gibts ja garnicht serienmässig) und man damit traumhafte urlaube machen kann, und dass es auch im höheren preissegment sinn machen kann.

dass der spassfaktor überall dazu kommt ist mMn auch sehr wichtig

cbra am 15 Nov 2017 15:31:35

kiteliner hat geschrieben:...
Bei mir ging es eher um jene, für die 30.000€ eher "WoMo oder Nicht-WoMo" :) sind.
...



kann ich auch nachvollziehen - 250.000,-- wären wohl auch eher "nichtwohnmobil" geworden

kiteliner am 15 Nov 2017 15:50:49

eben, für manchen ist auch schon der Ausbau Spaßfaktor oder Urlaub.
Ganz abgesehen, von der Verbindung zum Fahrzeug und dem Fachwissen über genau dieses Fz.

JackSchmidt am 15 Nov 2017 16:17:22

Hermanunterwegs hat geschrieben:Hallo Ihr Lieben!

Also wir haben nicht nur selber ausgebaut, sondern auch den kompletten Aufbau (der jetzt auf einem Oldtimer-LKW steht) selbst gebaut.
Mein Mann und ich sind "Bürohengst" und Tierarzthelferin und haben sowas zum ersten mal gemacht. ........


Hallo Sabine und Micha,

ich finde eure Seite und die Videos toll. Ihr kommt einfach natürlich rüber.

Ich baue gerade mein neues Womo auf. Wird etwas anders als euer Hermann (kein Allrad usw.)
Aber das schöne am selber Bauen ist ja, das jeder machen kann, was er will.

--> Link

Nach meiner Berechnung komme ich min 70‰ günstiger als eine Einzelanfertigung von einem Hersteller.
Das Beste ist aber nicht die Einsparung, sondern, dass ich im laufenden Ausbau noch alles ändern kann. Und wenn ich fertig bin, kann ich alle gut reparieren, da ich bei der Montage besonders auf eine gute Wartbarkeit achte.
Bei den großen Herstellern ist das of ein Problem.

andwein am 16 Nov 2017 13:22:11

JackSchmidt hat geschrieben:...Nach meiner Berechnung komme ich min 70‰ günstiger als eine Einzelanfertigung von einem Hersteller.
Das Beste ist aber nicht die Einsparung, sondern, dass ich im laufenden Ausbau noch alles ändern kann. Bei den großen Herstellern ist das of ein Problem.

Das ist natürlich alles richtig. Und deine Beiträge zu Änderungen etc. sind wirklich gut und zeigen dass du das kannst.
Aber wenn die Frage lautet: "Lohnt Selbstausbau finanziell", dann ist das erstmal eine kaufmänische Frage und die sollte man auch kaufmännisch betrachten. Da gibt es dann keine "Eh da Kosten" und kein "Weglassen von Arbeitszeitkosten" Da muss man halt seinen persönlichen Arbeitszeitertrag im Beruf ansetzen. Weglassen gilt eigentlich noch nicht mal für Arbeitslose, denn wenn man ein Fahrzeug selbst ausbauen kann, kann man diese Fertigkeiten ja auch beruflich vermarkten, oder?
Auch das fertige Selbstausbaufahrzeug sollte zumindest in Aussehen, Ausstattung und Qualität mit einem Serienfahrzeug einigermassen vergleichbar sein und "keine Toilette oder kein Abwassertank" sind halt nicht mehr vergleichbar.
Ist aber nur meine Meinung, Gruß Andreas

JackSchmidt am 16 Nov 2017 15:01:41

Hallo Andreas, da hast Du recht.

Allerdings ist das bei mir ein Ausgleich zum Büro. Also Hobby und auf 1,5 bis 2 Jahre angelegt.
Mein Modellauto ist halt etwas größer ;-)

Aber selbst wenn ich meine Arbeitszeit rechne, komme ich immer noch günstiger als bei den großen weg.

Und welche Arbeit dort teilweise abgeliefert wird, ist Dir als Fachmann ja hinreichend bekannt. Das sollte dann in Deine kostenbetrachtung mit einfließen. (Änderungen an einem neuen Womo)

Das waren ohne Arbeitszeit gute 10T€ Bei meinem neuen Womo von der Stange.

Ein Womo Fachmann rechnet dafür nochmal 15T € an Arbeitslohn.

cbra am 16 Nov 2017 15:51:23

andwein hat geschrieben:...
Auch das fertige Selbstausbaufahrzeug sollte zumindest in Aussehen, Ausstattung und Qualität mit einem Serienfahrzeug einigermassen vergleichbar sein und "keine Toilette oder kein Abwassertank" sind halt nicht mehr vergleichbar.
...


das sehe ich nur bedingt so. für sehr viele leute ist z.b. die toilette unerwünscht (all die VW-Bus fahrer, surfer etc.)

wir haben einen anderen zugang zum aussehen - pseudoholzmöbel wollen wir auf keinen fall, sondern alles maximal lackiert. wir wollen auch absolut keine kästen oder schränke, sondern alles offen - aus überzeugung.

das bekommt man serie garnicht

auch glaube ich dass viele selbstbauten in der qualität locker mit serie mithalten können, was z.b. verkabelung, servicefreundlichkeit betrifft - und bei einigen handwerklich versierten oft auch der möbelbau - da habe ich viele selbstbauten gesehen die serienmobile (da habe ich meine kenntnis von belkannten und reparaturen) locker übertreffen.

dem dem finanziellen aspekt geht es beim selbstbau ja auch um individualisierung die in der serie nicht erhältlich ist

rkopka am 16 Nov 2017 16:04:40

cbra hat geschrieben:wir wollen auch absolut keine kästen oder schränke, sondern alles offen - aus überzeugung.

Dann hast du allen Kleinkram in irgendwelchen Boxen oder Taschen ? Wie sollte das sonst während der Fahrt halten ? Kein Geschirr... ?

RK

cbra am 16 Nov 2017 16:21:33

wir haben ein offenes regal mit sehr leichten drahtgitterboxen ( ikea, aber gibt es nicht mehr) da ist alles drin was wir brauchen, aber es ist durchlüftet, man findet alles gleich, kann schnell umsortieren / gruppieren. hatten wir schon in cube 2 und weil zufrieden unverändert übernommen ( definitiv ausgebaut und wieder eingebaut)

sicherung beim fahren mit einem 3mm dyneemaseil für alles.
das gleiche nochmal weniger hoch im alkoven neben dem bett.
und unter den 2 sitzbänken euroboxen die da genau hinpassen.
unter der abwasch ebenfalls euroboxen.
dann gibts eine kleiderstanke da hängt alles - ebenfalls gut durchlüftet

zweifellos unkonventionell ( irgendeiner hier schrieb mal "sieht fuurchtbar aus über die carbondusche) aber für uns passt es genau - holzkästchen gehen für uns garnicht

teuchmc am 16 Nov 2017 23:50:01

Nur nochmal zu Erinnerung. Hier geht's um FINANZEN. Die Grundsätzlichkeit warum, weshalb ,wieso man einen Selbstbau in Angriff und in Planung nimmt, stehen
hier nicht ja nicht so zur Debatte.
Sonnigen weiterhin. Uwe

cbra am 17 Nov 2017 00:24:19

teuchmc hat geschrieben:Nur nochmal zu Erinnerung. Hier geht's um FINANZEN. Die Grundsätzlichkeit warum, weshalb ,wieso man einen Selbstbau in Angriff und in Planung nimmt, stehen
hier nicht ja nicht so zur Debatte.
Sonnigen weiterhin. Uwe

es beziehen sich doch so gut wie alle beiträge auch auf die finanzen, v.a. weil die "vergleichbarkeit" berechtigterweise in die diskussion geworfen wurde und natürlicherweise auch über prioritäten gesprochen wird. ohne diese betrachtungen ist eine finanzdiskussion vollkommen sinnbefreit.

balou1111 am 17 Nov 2017 01:04:02

Wir haben uns für den Selbstausbau entschieden, weil...
...wenn was defekt ist kann ich es selbst beheben
...wir es so ausbauen wie wir es wollen
...technisch variabel sind
...preislich ca. die Hälfte sparen können ca.35000€
einfach auch unser WoMo haben als Unikat !!!!

teuchmc am 17 Nov 2017 10:45:31

Naja, cbra, siehe Beitrag von balou1111. Die Entscheidung "warum Selbstausbau" sellt sich hier nicht, weil die ist ja eigentlich immer die Gleiche.Man ist aus seiner eigenen Erfahrung heraus unzufrieden mit dem was es gibt und den gebotenen Qualitäten für eben Summe X in Euronen, weil man auch nur Summe X ausgeben will/kann und unter Umständen, weil man es will/kann/brauch/fürs ego/wat ooch imma.
Interessant ist ja eben OHNE Wertung, warum z.B. Ballou1111 ca. 35 große Scheine sparen konnte gegenüber einen ungefähren Kawa von der Stange z.b.. Sowas interessiert z.b.mich.
So kann der geneigte Interessent eben für sich rational entscheiden, was für ihn das Beste ist(Neu von der Stange/Weißware/Selbstbau). Weil emotional eben nicht in materiellen Wert darstellbar ist.
Sonnigen weiterhin. Uwe

kiteliner am 17 Nov 2017 11:24:20

Wenn man es kaufmännisch betrachtet, so wie schon eingeworfen, so spart man, wenn man alles einrechnet inklusive der eigenen Arbeitszeit, wie hoch man die auch immer ansetzt, wohl deutlich weniger bis nichts.
Wenn man es aber eben nur aus Sicht seiner eigenen Geldbörse sieht, dann spart man Geld. Weil man es eben nicht ausgeben muss für die Arbeitszeit. Natürlich kann man jetzt gegenrechnen, das man statt dessen hätte arbeiten können und damit Geld verdient hätte, aber ich denke darum geht es gar nicht.
Wenn man es so strikt sieht, müsste man wohl auch einrechnen, dass man viel an Erfahrung, Fähigkeiten und Wissen erlangt hat, die mit wie viel € zu Buche schlagen müssten? Lehrgang in E-Technik an der VHS? Selbstfindungsseminar bei xyz? Entspannungsübungen im Yogastudio?
Ich finde das alles ein müßig.
Auch die Berechnung hinterher, was ist der Wert des Fz bei Verkauf, wie wertig ist die erbrachte Arbeit, das Endergebnis, ist meiner Meinung nach müßig.
Ich denke es geht den Meisten, welche so etwas tun, nicht darum hinterher damit einen Betrag xxxx zu erwirtschaften, sondern darum ein WoMo zu haben mit dem sie zufrieden sind, was sie sich so nicht hätten kaufen können, nicht leisten können, eine Zeitvertreib zu hatten, den sie hinterher nutzen können...... Ich schätze da kann noch reichlich mehr zu geschrieben werden. Ja, ggf. auch fürs EGO, warum auch nicht; ja, ich hab es geschafft, keiner hat es mir zugetraut, aber ich hab es getan und ich bin damit fertig geworden und es funktioniert. Super!

balou1111 am 17 Nov 2017 13:12:12

"kaufmännisch" möchte da niemand angreifen, aber wie berechnet man "Freizeit" und unterm Strich wenn ich wegen jedem "Wehwechen" in die Werkstatt muss dann legt man auf jeden Fall drauf....eigene Erfahrung...

zu meiner Kostenersparnis, ich habe mir verschiedene ausgebaute Kastenwagen herausgesucht dann meine Wünsche eingebracht und somit Kaufpreise bekommen. Danach als Grundlage die Einbauteile in den verschiedenen Shops herausgesucht, komme demnach incl. eines 20% Zuschlag für Kleinteile usw. komme ich auf ca. 20000€ plus ein gutes Grundfahrzeug kam ich auf ca. 35000€ dagegen über standen 75000-80000€ für ein Fertigfahrzeug.

Unsere Wünsche waren, autark mit 300WP solar min. 300Ah Bord-Batterievolumen, min. 175l Frischwasser und 200l Abwassertank, Video rundum Überwachung usw.
Kein TV ansonsten alles was man zum reisen benötigt.

Momentan in der Winterpause zu 80% fertiggestellt und der Kostenrahmen wird unterschritten, da ich gelernter Karosseriebauer bin konnte ich alle Arbeiten selbst durchführen bzw. Hilfe durch Erfahrungen der verschiedenen Forenteilnehmer und deren Anregungen.

Gruß Jürgen

teuchmc am 17 Nov 2017 14:17:51

Moin Balou1111!Danke für Deine Aufstellung. Sowas in der Richtung find ich sehr hilfreich.
Den sehr großen Abstand von Angebot und Deiner Zahl find ich schon mehr als deutlich. Hätte ich jetzt nicht erwartet.
Selbst wenn man angenommen Arbeiten an Fremdfirmen geben müsste in Höhe von z.b.10t€, wären es ja immer noch durchschnittlich 25janz grosse Scheine weniger.
Na gut, müsste man dann noch den Lohn irgendwie errechnen etc.. Aber ob das dann 25t€ sind?
Egal. Ab da ist dann wohl der Spaß am Bau eher entscheidet.
Sonnigen weiterhin. Uwe

balou1111 am 17 Nov 2017 14:39:33

Hallo Uwe,
danke, ich war auch erstaunt was manche Shop´s so verlangen und was Hersteller berechnen.......Gewinner ist 100%ig nicht der Kunde.
z.B. Heizung Truma Combi 4 plus, günstigste ca. 1660€ teuerste ca. 2100€ usw.
Ich bedanke mich auch für den Tipp Firma Vöhringer in Trochtelfingen und deren Werksverkauf, da dieses Unternehmen Holzveredlung aller Art für Wohnmobilhersteller anbieten bekommt man im Werksverkauf Platten mit Dekor, Klappen, Tische usw. zum Materialpreis und der liegt bei ca. 5-10% also eine Einsparung von 90-95% für die "kaufleute" gegenüber Holzhandlung/Baumarkt verschiedene Dekore bekommt man "draußen" gar nicht...
z.B. funierte Sperrholz Platte 3-4mm ca. 3,00 - 1,80m = 10€ - Stauklappe(innenraum oben) aus einer Auslauf-Serie 80cm breit ca. 35cm hoch = 5€
so ist die Ersparnis nachvollziehbar...

Auch dir sonnige Grüße
Jürgen

andwein am 17 Nov 2017 18:23:43

cbra hat geschrieben:....das sehe ich nur bedingt so. für sehr viele leute ist z.b. die toilette unerwünscht (all die VW-Bus fahrer, surfer etc.)

Na ja, unerwünscht bestimmt nicht, aber OK weiter hinten in der Prioritätenliste. Ich bin auch Surfer, aber bei dichtem Strandhaferbewuchs in die Dünen hocken war nie mein Wunsch. Vielleicht bin ich da zu empfindlich?
leicht grinsend, Andreas

angelatorsten am 02 Dez 2017 13:16:57

Lohnt sich der Selbstausbau finanziell?
Diese Fragestellung möchen wir gerne nach unseren Erfahrungen kurz durchleuchten.

Aus kaufmännischer Sicht stelle ich eingesetztes Kapital dem Ertrag gegenüber. Demzufolge ist die Fragestellung bei einem Selbstausbau bereits ad absurdum geführt.

Schon sind wir im Bereich der Projektierung, die mit ganz anderen Fragestellungen beginnt.
Ausgangssituation : Ich habe auf der Messe mein Traummobil gesehen, leider nicht bezahlbar! Hier beginnen bereits die Überlegungen, diesen Wunsch in die Wirklichkeit umzusetzen!

- Welche finanziellen und handwerlichen Möglichkeiten habe ich, diesen speziellen Traum annähernd zu verwirklichen?
- Wieviel Zeit steht mir zur Verfügung?
- Steht eine Halle, Scheune usw. in der Nähe zur günstigen Nutzung?
- Kann ich auf qualifizierte Hilfe im Bekanntenkreis hoffen?
- Das Einverständnis des Partners ist sicher?
- Usw., usw.

Die Umsetzung, also die Planung und die Durchführung, endet am Tag X. Nun sind der Zeitrahmen und die finanziellen Aufwendungen bekannt und die obige Fragestellung kann auf unterschiedliche Weisen beantwortet werden.

1) Mein Traummobil sollte auf der Messe 150 000,00€ kosten, mein Selbstausbau nach Vorbild lag nun bei 55 000,00€!
Schaut man nur auf diese Zahlen, lohnt sich der Selbstausbau.

2) Insgesamt habe ich also 95 000,00€ eingespart. Meine Arbeitszeit lag bei 3000 Stunden.
Wie berechne ich diese Arbeitszeiten? Wie qualitativ hochwertig war meine Arbeit? Mit welcher Kilometerleistung habe ich mein Basisfahrzeug gekauft? Wie hoch wäre der Wertverlust beim Verkauf meines Eigenbaues?

Mit diesen wenigen Beispielen möchten wir andeuten, dass nur diese Fragestellung ein falscher Ansatz sein kann!

Einen Selbstaufbau beginne ich nach reiflicher Überlegung, wenn ich meine Träume ausschließlich auf diese Art und nach meinen Vorstellungen verwirklichen kann. Einer der Hauptgründe ist die zeitliche Toleranz, in der das Einkommen aufsummiert und eine Kaufsumme nicht sofort komplett benötigt wird.
Alle weiteren Voraussetzungen an den Selbstausbauer seien bei dieser Fragestellung mal vernachlässigt.

Wir hatten für unser Projekt 6 Jahre veranschlagt. Die Kosten sollten verteilt werden und die verfügbare Zeit war knapp.
Urlaube, Feierabende und Wochenenden mussten reichen.
Diese Arbeit muss einem Freude bereiten, Entspannung bieten! Sonst platzt das Projekt wie eine Seifenblase und bei ,mobile' steht der nächste abgebrochene Traum. Nur aus finanziellen Gründen einen Selbstausbau zu wagen, halten wir für sehr optimistisch!
Hier entscheiden aber sicherlich auch die eigenen Ansprüche!

Ach ja, wir haben 2011 mit dem Projekt begonnen und die restlichen Arbeiten enden erst nächste Woche! Denn am 15.12.2017 starten wir in unseren Traum! Das war ein langer Weg!
--> Link

997Frank am 03 Dez 2017 11:43:31

Für mich gibt es noch einen weiteren Aspekt, der den Selbstausbau zu einem "lohnenden" Vorhaben macht.

Ich habe selbst ausgebaut, weil ich Spaß daran habe und das schon seit Jahren in meinem Kopf herumgespukt ist.

Der Erholungseffekt bei der Nutzung wäre mit einem gekauften Wohnmobil für uns bestimmt vergleichbar und preislich hätten wir sicher auch was passendes gefunden.

ABER: ich habe richtig Spaß am Selbstausbau gehabt ... somit hat sich das für mich "gelohnt"

Gruß, Frank

taps am 03 Dez 2017 13:35:48

Hallo Frank,
Dein Beitrag hätte von mir sein können. So sehe ich das auch.
:razz:
Bei mir kam noch dazu, dass ich mein Surfgerödel von hinten in einen beheizten Doppelboden durchladen konnte.
Im Heizungsfach waren die Segel und im Winter die Skistiefel.
Welches Womo von der Stange hat das schon.
Was das preisliche anbelangt:
Ich hatte damals viele Teile wie Kühlschrank und Heizung, Gasflaschen, Gas-Verteiler gebraucht erworben und so mehrere tausend DM gespart.

Gruß
Andreas

hampshire am 03 Dez 2017 20:09:26

Was ist „finanziell lohnen“?

Anschaffung
Werkstatt/Ausrüstung/Verbrauchsmaterial
Zeiteinsatz
Wertverlust / Wiederverkauf

Wer selbst baut schont seine Liquidität und bindet weniger Kapital mit dem Fahrzeug durch geringeren Einkauf. Der Selbstbauer muss auch damit rechnen einen deutlich geringeren Verkaufspreis zu erzielen und ggf. einen erheblich höheren Wertverlust in Kauf zu nehmen.
Es spielt also eine Rolle bei der finanziellen Betrachtung wie lange man das Fahrzeug nutzen will.
Wenn ich das für mich selbst rechne komme ich zu dem Schluss, dass ich meinen Kasten nicht hätte günstiger bauen können - von der Qualität ganz zu schweigen.

rkopka am 03 Dez 2017 20:26:14

hampshire hat geschrieben:Der Selbstbauer muss auch damit rechnen einen deutlich geringeren Verkaufspreis zu erzielen und ggf. einen erheblich höheren Wertverlust in Kauf zu nehmen.

Wertverlust auf was bezogen ? Wenn man nur die reinen Ausgaben rechnet, dürfte es doch nicht so schlecht sein ? Und ein kommerzieller Wunschausbau hat vielleicht auch spezielle Details, die nicht allen gefallen. Dafür vielleicht einen klingenden Namen :roll: . Wie sieht es denn mit dem Verkaufswert nach z.B. 10 Jahren aus ? Wobei die meisten wohl eher nicht mit Rücksicht auf den Wiederverkauf ausbauen werden.

RK

hampshire am 03 Dez 2017 20:37:33

Wertverlust bezogen auf das eingesetzte Kapital. Hier geht es ja um die Finanzfrage.
Der Selbstbau muss schon eine sehr hohe Qualität haben um einen marktüblichen Wertverlust zu haben - anderenfalls wird der Wertverlust eines Selbstbaus potenziell größer sein als bei einem Herstellerfahrzeug.
Die Haltedauer spielt wie gesagt natürlich eine Rolle.

chicolini am 20 Jan 2018 15:05:07

ich meine es braucht schon eine gute Portion Enthusiasmus und verfügbare Zeit einen Ksten selbst auszubauen, rechnen ( sofern man es richtig macht ) wird es sich sicherlich nicht, aber es wird bei eisernem Willen dann letzten Endes exakt so, wie man es haben will.

Und ein gutes Stück weit stolz darf man auch drauf sein... egal wie hochwertig oder exklusiv der Ausbau gediehen ist.

Meiner Meinung nach muss das Bauen einen selbst fordern aber auch Spaß machen, dann ist die Zeit und die Wirtschaftlichkeit schnell Nebensache..
Schlafen tut es sich im selbst gebauten Bett dann immer noch am "Besten" :mrgreen:

Hut ab vor jedem der es selbst macht, man sollte die darin steckende Arbeit nie unterschätzen !!

Für mich war wichtig, dass mich mein Universalwomo in erster Linie aushält, im Alltag möglichst flexibel nutzbar ist, beim Rennsport den unvermeidbaren Kontakt der Möbel mit Crossstiefeln und oder Werkzeug Spritkanister etc, wegsteckt und im Urlaub autark für min 3 Wochen ausser Nasszelle alles bestmöglich ermöglicht.

Kauf das mal... Ich hätte schon Angst in eine Hochglanzmelaminoberfläche eine Spax-Schraube reinzudrehen wenn ich mir nicht 100% sicher wäre diese genau da haben zu wollen..
Bei Sperrholz lasiert sieht das schon anders aus..

So mein Denkansatz, der letzlich zum Selbstbau geführt hat.
Nachgerechnet hab ich bis heute nicht.. :wink:

Grüße Ole

berny2 am 20 Jan 2018 19:22:43

cbra hat geschrieben:zweifellos unkonventionell ( irgendeiner hier schrieb mal "sieht fuurchtbar aus über die carbondusche) aber für uns passt es genau - holzkästchen gehen für uns garnicht

Gott sei Dank sind die Geschmäcker unterschiedlich. An Holzkästchen gibt es bei uns deren zwei: Besteckschublade und Diverses für die Küche. Und das alles seit 26 Jahren unverändert in unserem Selbstausbau... :twisted:

dinooo am 20 Jan 2018 22:08:58

Ich bin inzwischen der Meinung das es sich finanziell lohnt wenn man Spaß am bauen hat.
Wir haben unseren Otto --> Link letztes Jahr ausgebaut und nun noch mit einer kleinen Heizung ausgestattet, welche sich übrigens bei Temperaturen um 0 oder auch etwas minus Graden ohne isolierten Boden perfekt eignet.
Inklusive allem Campingzubehör und den gesamten Umbau belaufen sich die Kosten nun auf etwa 16000€ ( wovon das Fahrzeug 10000€ verschlingt). Wenn ich vergleiche was es fertiges in diesem Budget zu kaufen gibt, biegen sich mir die Zehennägel um :-S.
Wir sind froh selbst gebaut zu haben und das Fahrzeug nun so simpel wie er ist unsere Zweitwohnung nennen zu dürfen.
Klar haben wir keine Dusche, aber für unsere Zwecke ist das vollkommen ok so, wer von den Kastenwagen- oder auch Teilintegriertenbesitzern duscht gern in seinem Fahrzeug, also aus Überzeugung? Ich denke keiner, zu eng, zuviel Aufwand, alles nass...
Wer kein Topausgestattes Fahrzeug möchte, kann den Umbau wie bei Cheesus oder bei mir zu sehen ist mit 2500-3500€ umsetzen, je nach gewählten Materialien.

olli1 am 29 Jan 2018 17:37:37

Hallo...Ich habe schon 3 Stück ausgebaut...zu DM Zeiten ging es.In euro Zeiten nicht mehr....Habe es bereut einen auszubauen....Gruß olli1

cbra am 29 Jan 2018 19:22:33

olli1 hat geschrieben:Hallo...Ich habe schon 3 Stück ausgebaut......Habe es bereut einen auszubauen....Gruß olli1


warum bereust du es ?
und warum erst nach dem dritten?

Tinduck am 29 Jan 2018 22:39:35

Also, ganz ehrlich....

Selbstausbauer sind per Definition Individualisten. Und wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit, dass man einen Käufer findet, dem der eigene eigenwillige Einrichtungsstil zusagt?

Ich würde mal sagen, einen Selbstausbau kann man beim Verkauf ungefähr mit dem Zeitwert des Basisfahrzeuges ansetzen. Wenn der Ausbau halbwegs professionell ist, vielleicht ein bisschen mehr, bei Fichtenholzausbau a la 80er Jahre Dachgeschoss eher nicht.

Schaut euch mal bei mobile an, wie lange da irgendwelche schrägen Kisten rumlungern, ohne dass einer kauft.

Selbstausbau lohnt sich, wenn man die eigene Arbeitszeit nicht einrechnet und das Ding dann lange fährt. Für Leute, die alle 3 Jahre das Fahrzeug wechseln. wohl eher nicht, würd ich mal sagen.

bis denn,

Uwe

cbra am 29 Jan 2018 22:45:26

wenn ich alle 3 jahre wechsel bin ich kein selbtsbauer, sondern mach das (fast) gewerblich.

ich will meinen selbstbau so lange wie möglich fahren, und habe selbst gebaut weil es möglichst gut zu unseren anforderungen passen soll.

wiederverkauf ist nicht vorgesehen.

neubau nur wenn es einen lottogewinn gibt und ich die karre etwas extremer / leichter nochmal bauen kann.

wenn das fahrgestell stirbt kann ich den aufbau auf einen neuen unterbau setzen

Ducato13 am 16 Feb 2018 13:37:57

Eindeutiges Jein,
Nein, wenn Du handwerklich unbegabt bist, nein, wenn es nicht eine Leidenschaft oder zumindest Hobby ist, nein, wenn Du glaubst Dir einen Std.Lohn von 10€ Netto anrechnen zu müssen.

Ein eindeutiges JA, wenn der Ausbau Leidenschaft, Hobby und Spaß für Dich bedeutet und Du handwerklich im Stande bist es umzusetzen. Ja, wenn Du Individualität suchst und Sie bei Stangenware nicht findest. Ein eindeutiges ja, wenn Du einen hochwertigen Ausbau möchtest und Dir die einzelnen Komponenten selbst zusammenstellen willst.

Ich baue selbst aus und für mich treffen alle Ja Punkte zu. Die Basis ein MB Sprinter mit langem Radstand und Hochdach, 90.000 km gelaufen, Aussenfarbe Silbermetalic, 4 Jahre alt, wirklich guter Zustand 18.000€, hochwertige Komponenten in allen Bereichen, Dämmung, Elektrik (u.a. 320Ah Bordstrom, 230 Watt Solar, 1800 Watt Wandler), Innenverkleidung (weitestgehend aus dem Bootsbau), Möbelbau (alle Rahmen aus Aluprofil), große Tanks (2x 100l), TV/Satellit, Wlan Antenne, Markise, Fahrradträger etc. Insgesamt ebenfalls ca. 18.000€.

Auf der Caravan Messe in Düsseldorf stehen Sprinter gleicher Größe und Motorisierung, mit erheblich weniger Ausstattung und weniger hochwertigen Komponenten für 70-80.000€ als Stangenware Allerdings neu.

Jetzt musst Du mir sagen, ob Deiner Meinung nach sich unser Umbau auch finanziell gelohnt hat. Wir meinen schon.

Tinduck am 16 Feb 2018 15:46:43

Ducato13 hat geschrieben:...große Tanks (2x 100l)...


Das ist aber auch nur für nen Kawa gross...

Ansonsten hast Du natürlich Recht. Wobei mich interessieren würde, wie hoch Du die Kosten für Deine Arbeitszeit ansetzen müsstest mit dem, was Du in Deinem Hauptberuf pro Stunde verdienst. Das müsste man nämlich ehrlicherweise noch auf Deine 2 x 18.000 Euro draufrechnen.

bis denn,

Uwe

invaderduck am 16 Feb 2018 20:36:03

Für mich eindeutigen Ja, da ich habe mein Wohnmobil 1987 gebaut aus einem fast neuen LKW- Pritschenwagen mit 20 000 km, einen

mk9 am 16 Feb 2018 20:37:29

Es werden immer wieder Wertverlust und was man als Lohn/Gehalt im Hauptberuf verdient aufgeführt.

Diese Argumente mögen sicherlich zutreffen. Dennoch darf man die Antworten auf diese offenen Fragen nicht so in den Vordergrund stellen.

Begründung:

1. Beim Selbstausbau darf man nicht davon ausgehen, dass man das Fahrzeug nach einigen Jahren wieder verkauft. Dann läßt man sofort die Finger von Ausbau. Denn in solchen Fällen wird vom potentiellen Käufer soviel bemängelt, daß man an eine Schenkung denken sollte, :D um sich nicht zu ärgern.
Man muß schon meines Erachtens über 10 Jahre das Reisemobil selbst nutzen. Denn dann hat sich der Selbstausbau gelohnt. Nun kommt es aber auch in erster Linie darauf an, was das Fahrzeug überhaupt gekostet hat. Der 1. Selbstausbau eines Peugeot J7 war mit geringem Aufwand. Wollte mal testen, ob uns der Campingurlaub gefällt. Hat er.

2. der Hinweis über den Verdienst, den man für die Stunden anderweitig erzielt h ä t t e können hängt davon ab, welche Arbeit man hauptberuflich ausübt.

Ja, ich hätte beim Spargelstechen oder Erdbeerpflücken helfen können, :D aber auch nur zu entsprechenden Zeiten ( Jahreszeit / Tageszeit ).
Hat jemand noch einen anderen Vorschlag :?: Also, das Argument ist für mich völlig uninteressant.
Der 1. Selbstausbau eines Peugeot J7 war mit geringem Aufwand. Wollte mal testen, ob uns der Campingurlaub gefällt. Hat er. Mit geringem Aufwand, 5 Jahre damit in Urlaub gefahren, Tessin, Italien, Frankreich und Niederlande.

Das 2.Reisemobil für 400 DM 1994 von einem Malerbetrieb gekauft, weil dieses Fahrzeug einen neuwertigen Austauschmotor hatte. War zunächst als Reservefahrzeug / Ersatzteilträger gedacht. Wurde dann aber aufwendig neu aufgebaut ( Blechteile und Schweißarbeiten ). Gesamtaufwand mit ca.
8.000,00 DM jetzt mal geschätzt. Alle Belege sind noch vorhanden. Seit 1996 bis heute im Einsatz, nur 2 Reparaturen, Kühler defekt und neue Bremsleitungen Vorderachse. Ansonsten keine Defekte und Reparaturen angefallen. Vor Jahren habe ich vom Ausbau berichtet, und viele Touren damit unternommen. Resultat für meine Frau und mich: e s h a t s i c h g e l o h n t.

Uns sollte ich mal nicht mehr fahren können / wollen :cry: , würde ich meinen Peugeot J9 eher verschenken, als mir Bemerkungen über eine kleine Delle hier oder da, oder eine Roststelle an der Tür oder Frontblech oder über matten Lack anzuhören.

Jetzt habe ich wieder zuviel gelabert, aber was soll`s. Kurz und bündig: Wer gewillt ist und 60.000.00 € und mehr auszugeben, soll es machen.
Soll jeder für sich entscheiden. Wer das Geld in der Höhe nicht hat aber dennoch nicht auf etwas Eigenes verzichten möchte und die Fähigkeit zum Selbstausbau hat, der soll es machen. Der Spaß und die Freude sind da. Nicht zuletzt der Stolz, etwas geschafft zu haben. :)

Schönes Wochenende wünscht vom schönen linken Niederrhein
Manfred

OWLer60 am 25 Feb 2018 16:57:34

Als Selbstausbauer weiss ich genau welches Kabel von wo kommt und wo es hingeht.
Nur so als Beispiel.
Und mit dem nächsten Satz möchte ich keinem Hersteller etwas unterstellen...aber...
Als Selbstausbauer werde ich am Ende wahrscheinlich eine bessere Qualität haben als wenn ich ein WoMo kaufe das von Leuten "zusammengesetzt" worden ist die das halt "machen müssen" um ihre Miete zu bezahlen.
Aber das wichtigste: Wenn ich selber ausbaue das hat dieses WoMo einen eigenen Stil, eine Individualität und es ist für mich dann perfekt. Jedes WoMo von der Stange wird immer ein Kompromiss sein. Ich z.B. bin nur 1,75 groß. Warum sollte mein Bett dann 200 lang sein? Verschenkter Stauraum der wiederum einem Schrank Platz bietet.
Finanziell lohnen wird sich ein Selbstausbau nie, aber es macht Spaß!

rkopka am 25 Feb 2018 21:05:49

OWLer60 hat geschrieben:Als Selbstausbauer werde ich am Ende wahrscheinlich eine bessere Qualität haben als wenn ich ein WoMo kaufe das von Leuten "zusammengesetzt" worden ist die das halt "machen müssen" um ihre Miete zu bezahlen.

Wenn man beliebig Zeit hat, etwas zu wiederholen oder ewig andere Womos untersucht vielleicht. Oder wenn man schon z.B. Tischler ist und genau weiß, was man macht. Sonst haben die allein durch die Übung und weil Arbeitsprozesse genau geplant werden schon Vorteile. Wenn man selber etwas nicht ganz so exakt hinbekommen hat, läßt man es vielleicht eher so, bevor man praktisch neu anfängt und nochmal einiges an Geld und Zeit reinsteckt.

RK

teuchmc am 26 Feb 2018 00:13:21

Naja,OWLer, janz schön grosse Frxxxe und Arroganz gegenüber den Loiden, die das Mobil "nur zusammensetzen" weil sie "ihre Miete zahlen müssen".
Wenn Deine Qualität so hoch ist, brauchst Du doch gar nicht mehr zu wissen, wo die Kabel liegen.
Sonnigen weiterhin. Uwe

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