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Lohnt Selbstausbau finanziell ? 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7


ToniPETER am 15 Nov 2017 11:55:04

Servus!
Ich habe mich auch für den Selbstausbau entschieden, und zwar aus folgenden Gründen.
1. Ich kann schon mit "wenig" finanziellen Mittel Reisen. (Luftbett rein und los geht´s)
2. Bei einen Kauf, so wie ich es mir vorstelle, würde ich ca. 100000,- bezahlen. So komme ich auf geschätzte 50000,-
3. Den Grundriss bzw. die Einteilung kann ich machen, wie ich es mir vorstelle.
Und 4. Kann so ein Ausbau auch Spaß machen.

Sprinterklasi am 15 Nov 2017 12:00:32

Hallo, beim Kastenwagen sieht die finanzielle Situation vielleicht etwas freundlicher aus, beim aufgebauten Womo lohnt sich ein Selbstausbau aus finanzieller Sicht sicher nicht.
Mein Beispiel: Sprinter 316cdi mit Alko-Tiefrahmen und Ormocar-TI-Kabine mit 7m Länge aus 2012 kostete 54.000 €, dazu 20.000 € Material. Ich erfreue mich jetzt schon 5 Jahre an meinem Wunschmobil, aber ein finanzielles Schnäppchen war das sicher nicht.
Schöne Grüße, klasi

cbra am 15 Nov 2017 12:18:24

Sprinterklasi hat geschrieben:....
Mein Beispiel: Sprinter 316cdi mit Alko-Tiefrahmen und Ormocar-TI-Kabine mit 7m Länge aus 2012 kostete 54.000 €, dazu 20.000 € Material. Ich erfreue mich jetzt schon 5 Jahre an meinem Wunschmobil, aber ein finanzielles Schnäppchen war das sicher nicht.
Schöne Grüße, klasi


was hätte ein gleichwertiges fertigmobil, oder eine massanfertigung gekostet? vermutlich deutlich mehr

berny2 am 15 Nov 2017 13:01:47

Sprinterklasi hat geschrieben:Mein Beispiel: Sprinter 316cdi mit Alko-Tiefrahmen und Ormocar-TI-Kabine mit 7m Länge aus 2012 kostete 54.000 €, dazu 20.000 € Material.

Unser Renault Trafic 2,5L Diesel hoch lang geschl. Kasten kostete vor 25 Jahren ~28TDM, Ausbaumaterialien plus Vorzelt mit Boden ~15TDM. Ausser Dusche ist alles drin: el. Wasserheizung, Kompressorkühli, 2-fl. Herd, Spüle, grosse PP + Waschbecken im abgetrennten "Bad", usw. Ausreichend Platz für zwei, neuerdings kommt auch noch die Enkelin mit... geplant u.a. Slettnes Fyr, das waren wir bereits zweimal, die Kleine noch nicht... :)

kiteliner am 15 Nov 2017 14:08:03

Ab sich so etwas finanziell rechnet? Muss jeder selbst beurteilen, liegt an den Prioritäten. Wenn man seine Zeit mit einrechnet, sicherlich nicht, wenn man ehrlich ist. Also nicht nur die wirklichen Schrauberzeiten, sondern noch die Zeiten für Planung und Recherche, Teile kaufen.....
ABER:
Je nachdem, was man kauft und wie man arbeitet kann man den Ausbau an die finanziellen Mittel besser anpassen.
Man kann natürlich ein neues Auto kaufen und dann loslegen und machen bis alles fertig ist. Ob sich das rechnet weiß ich nicht, außer, dass ich den Vorteil habe (hoffentlich) alles so zu haben, ob jetzt auf Design, Ausbau, Komponenten bezogen, wie ich will. Wenn man da die Kosten gegeneinander stellt wird es sich finanziell vielleicht nicht so lohnen. Ich muss hier in kurzer Zeit viel Geld in die Hand nehmen, egal, so oder so. Aber um den Ansatz, "ich habe genau das was ich will" geht es ja wohl nicht, sondern die Kohle!

Daher sehe ich das Thema vielleicht, ich mag da falsch liegen, eher für die als interessant an, welche nicht mal eben einen 5- oder 6-stelligen Betrag ausgeben können. Wenn man einen, ich nenne es mal low-Budget Ansatz macht, lohnt es sich für den Ein oder Andern vielleicht eher, sofern man so etwas mag!
Was ich meine ist, ich kaufe ein gebrauchtes Auto, ggf. für kleines Geld, ggf. sogar schon ein WoMo. Das kann ich, wenn es nicht kaputt ist, schon mal benutzten und ich gebe erst einmal wenig Geld aus.
In einen "leeren" KaWa oder so, kann man, es wurde schon von Anderen geschrieben ggf. einfach Luftmatratzen reinlegen und einen Gaskocher und Wasserkanister. Manchem reicht das.

Mit der Zeit, wenn ich wieder Geld habe, oder aber zu günstigem Preis Material für einen Umbauschritt zusammen habe, mache ich in einem zeitlich überschaubaren Rahmen ein Projekt und repariere gewisse Sachen, baue oder aus, verbessere, optimiere.
Baue z.B. eine alte, aber noch brauchbare Starterbatt oder günstige AGM-Batt (gebraucht) ein und lege ein Ladegerät aus dem Diskounter dazu, dann vielleicht noch ein gebrauchtes Solarpanel, was mein Nachbar rausgeworfen hat, weil zu klein, funktioniert aber noch.
So habe ich Strom, erst mal, und wenn ich was besseres bekomme und wieder Kohle habe fliegt das Alte raus. Oder ich mache vorher noch 25 andere, mir wichtigere Projekte.
So kann ich Urlaub mit meinem Auto machen und vermeide u.U. lange Standzeiten, die gerade älteren Fz nicht gut tun.
Ich kann während meines Ausbaus ggf. "Fehlentwicklungen", Planungsmängel oder auch schon Geschmacksänderungen vermeiden, die mir sonst erst nach dem Ausbau aufgefallen wären. Naja, dieser Schalter oder Steckdose da drüben, ist jetzt nicht ganz so geschickt, wie ich ursprünglich dachte.

Aber, und da sehe ich den finanziellen "Vorteil" drin, ich kann meine notwendigen Finanzmittel strecken. Ich muss mir ggf. kein Geld leihen, meine Reserven aufbrauchen usw.
Ich kann vielleicht keine 30.000€ so im Moment auf einen Schlag bezahlen, aber über die nächsten 5 Jahre verteilt ist das durchaus möglich und ich habe dann auch noch Geld um den Sprit, die Fähre, den Maut zu bezahlen.
Ich hätte mir die 30k€, die bisher in unser Auto gewandert sind, auch nicht so mal eben leisten können, über 5Jahre war das nicht so sehr das Problem. Auch wenn wir in vielen Bereichen noch bei der Low-Budget Lösung sind, ich kann damit sehr gut leben. Es muss sich aber auch nicht jeder eine 33 Jahre alte Basis aussuchen. :wink:

cbra am 15 Nov 2017 14:59:06

da stimmt schon vieles

meinen ersten kastenwagen habe ich als student gebaut. schon aus budgetgründen ar garnix anderes denkbar. erstmal rostlöcher zuschweissen, bett und dusche rein und los ging es - dann halt zug um zug küche, heizung und so.

deshalb helfe ich jetzt auch studenten aus m,einem umfeld bei ähnlichen projekten ( werkstatt, gebaruchte battereien, boiler, PV panels etc verschenken)

ab eigenbu 2 war relativ klar dass es unser raumkonzept (windsurforientiert) nicht gibt, also kompletter eigenbau. allerdings hat sich der über jahre gezogen - entweder hatte ich schlechte auftragslage, viel zeit aber ollte nix investieren, oder fette auftragslage und keine zeit. dann kam scheidung, neue frau und motivation - fertigmachen.
dann einige jahre rumfahren, das konzept hat sich bewährt, aber die basis ( iveco 1986) gab langsam den geist auf, also neues projekt

das bewährte konzept verfeinert und durchgeplant. eigenbau war relativ klar, aber dennoch anfragen auf einzelanfertigung - da waren gewicht, lieferzeit und auch preis deutlich jenseits unserer vorstellungen

wir haben das dann sehr schnell ( neben dem vollzeitjob ca 1.500h in 10 monaten) durchgezogen und sind jetzt schon wieder seit 4 saisonen ca 15.000 / saison unterwegs.
jedes jahr pimpen wir manches das anfangs nicht reinkam. das war teilweise dem zeitmangel geschuldet ( lieber die treppe schnell fertig und 5 kg schwerer als eine sommersaison zu verlieren) teilweise dem budget - wir haben das nebenher "einfach so" finanziert, und da kam in der ersten runde die efoy eben nicht rein, sondern erst etwas später.
diesen winter steht eine neues PV panel an ( leichter, effizienter) neue hundebox, treppe, "lattenrost" ( leichter) beifahrersitz (komfort)

wen wir das auto hätten bauen lassen wäre das finanziell ein heftiger akt gewesen ( angebote waren 250.000,-- aufwärts) so ging es nebenher und 10 monate freizeit.
man muss fairerweise sagen dass ich die komplette werkstatt zum bau sowieso habe, also habe ich diese kosten nicht berücksichtigt.

wenn ich jetzt ansetze dass ich mir im vergleich zur massanfertigung 150.000 gespart habe deutlich leichter bin - aber nicht so schön macht es umgelegt auf die 1500h schon auch finanziell sinn

und spass sowieso

kiteliner am 15 Nov 2017 15:23:02

Gut, wenn du dich in diesen Regionen bewegst, dann passt mein Ansatz nicht mehr so.
Wenn ich deine Rechnung sehe 250.000€ das Angebot, 150.000€ gespart, dann ist die Summe, die du in 10 Monaten aufgewendet hast eine andere als ich für Low-Budget Lösung angesetzt habe.
Bei einem 3Mio.€ Projekt habe ich natürlich mehr Sparpotential als bei einem 30.000€ Projekt. :lol:
Bei mir ging es eher um jene, für die 30.000€ eher "WoMo oder Nicht-WoMo" :) sind.
Bei uns waren es die 30.000€ für einen jetzt schon nutzbaren 7,5to mit 7,5m*2,3*3m mit 3-4 Schlafplätzen, 6 Sitzplätzen und etwa 1to Zuladung (abgelastet ohne techn. Änderungen), sonst 9,2to. Nach oben sind bei den Ausgaben ja keine Grenzen gesetzt.

cbra am 15 Nov 2017 15:30:28

naja - angefangen mit dem studentemobil war ich schon über geringere einsparungen glücklich

ich wollte nur darstellen dass es aus meiner sicht sowohl im low budget bereich sinn macht ( den kastenwagen mit matratze gibts ja garnicht serienmässig) und man damit traumhafte urlaube machen kann, und dass es auch im höheren preissegment sinn machen kann.

dass der spassfaktor überall dazu kommt ist mMn auch sehr wichtig

cbra am 15 Nov 2017 15:31:35

kiteliner hat geschrieben:...
Bei mir ging es eher um jene, für die 30.000€ eher "WoMo oder Nicht-WoMo" :) sind.
...



kann ich auch nachvollziehen - 250.000,-- wären wohl auch eher "nichtwohnmobil" geworden

kiteliner am 15 Nov 2017 15:50:49

eben, für manchen ist auch schon der Ausbau Spaßfaktor oder Urlaub.
Ganz abgesehen, von der Verbindung zum Fahrzeug und dem Fachwissen über genau dieses Fz.

JackSchmidt am 15 Nov 2017 16:17:22

Hermanunterwegs hat geschrieben:Hallo Ihr Lieben!

Also wir haben nicht nur selber ausgebaut, sondern auch den kompletten Aufbau (der jetzt auf einem Oldtimer-LKW steht) selbst gebaut.
Mein Mann und ich sind "Bürohengst" und Tierarzthelferin und haben sowas zum ersten mal gemacht. ........


Hallo Sabine und Micha,

ich finde eure Seite und die Videos toll. Ihr kommt einfach natürlich rüber.

Ich baue gerade mein neues Womo auf. Wird etwas anders als euer Hermann (kein Allrad usw.)
Aber das schöne am selber Bauen ist ja, das jeder machen kann, was er will.

--> Link

Nach meiner Berechnung komme ich min 70‰ günstiger als eine Einzelanfertigung von einem Hersteller.
Das Beste ist aber nicht die Einsparung, sondern, dass ich im laufenden Ausbau noch alles ändern kann. Und wenn ich fertig bin, kann ich alle gut reparieren, da ich bei der Montage besonders auf eine gute Wartbarkeit achte.
Bei den großen Herstellern ist das of ein Problem.

andwein am 16 Nov 2017 13:22:11

JackSchmidt hat geschrieben:...Nach meiner Berechnung komme ich min 70‰ günstiger als eine Einzelanfertigung von einem Hersteller.
Das Beste ist aber nicht die Einsparung, sondern, dass ich im laufenden Ausbau noch alles ändern kann. Bei den großen Herstellern ist das of ein Problem.

Das ist natürlich alles richtig. Und deine Beiträge zu Änderungen etc. sind wirklich gut und zeigen dass du das kannst.
Aber wenn die Frage lautet: "Lohnt Selbstausbau finanziell", dann ist das erstmal eine kaufmänische Frage und die sollte man auch kaufmännisch betrachten. Da gibt es dann keine "Eh da Kosten" und kein "Weglassen von Arbeitszeitkosten" Da muss man halt seinen persönlichen Arbeitszeitertrag im Beruf ansetzen. Weglassen gilt eigentlich noch nicht mal für Arbeitslose, denn wenn man ein Fahrzeug selbst ausbauen kann, kann man diese Fertigkeiten ja auch beruflich vermarkten, oder?
Auch das fertige Selbstausbaufahrzeug sollte zumindest in Aussehen, Ausstattung und Qualität mit einem Serienfahrzeug einigermassen vergleichbar sein und "keine Toilette oder kein Abwassertank" sind halt nicht mehr vergleichbar.
Ist aber nur meine Meinung, Gruß Andreas

JackSchmidt am 16 Nov 2017 15:01:41

Hallo Andreas, da hast Du recht.

Allerdings ist das bei mir ein Ausgleich zum Büro. Also Hobby und auf 1,5 bis 2 Jahre angelegt.
Mein Modellauto ist halt etwas größer ;-)

Aber selbst wenn ich meine Arbeitszeit rechne, komme ich immer noch günstiger als bei den großen weg.

Und welche Arbeit dort teilweise abgeliefert wird, ist Dir als Fachmann ja hinreichend bekannt. Das sollte dann in Deine kostenbetrachtung mit einfließen. (Änderungen an einem neuen Womo)

Das waren ohne Arbeitszeit gute 10T€ Bei meinem neuen Womo von der Stange.

Ein Womo Fachmann rechnet dafür nochmal 15T € an Arbeitslohn.

cbra am 16 Nov 2017 15:51:23

andwein hat geschrieben:...
Auch das fertige Selbstausbaufahrzeug sollte zumindest in Aussehen, Ausstattung und Qualität mit einem Serienfahrzeug einigermassen vergleichbar sein und "keine Toilette oder kein Abwassertank" sind halt nicht mehr vergleichbar.
...


das sehe ich nur bedingt so. für sehr viele leute ist z.b. die toilette unerwünscht (all die VW-Bus fahrer, surfer etc.)

wir haben einen anderen zugang zum aussehen - pseudoholzmöbel wollen wir auf keinen fall, sondern alles maximal lackiert. wir wollen auch absolut keine kästen oder schränke, sondern alles offen - aus überzeugung.

das bekommt man serie garnicht

auch glaube ich dass viele selbstbauten in der qualität locker mit serie mithalten können, was z.b. verkabelung, servicefreundlichkeit betrifft - und bei einigen handwerklich versierten oft auch der möbelbau - da habe ich viele selbstbauten gesehen die serienmobile (da habe ich meine kenntnis von belkannten und reparaturen) locker übertreffen.

dem dem finanziellen aspekt geht es beim selbstbau ja auch um individualisierung die in der serie nicht erhältlich ist

rkopka am 16 Nov 2017 16:04:40

cbra hat geschrieben:wir wollen auch absolut keine kästen oder schränke, sondern alles offen - aus überzeugung.

Dann hast du allen Kleinkram in irgendwelchen Boxen oder Taschen ? Wie sollte das sonst während der Fahrt halten ? Kein Geschirr... ?

RK

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