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Wechselrichter anschließen (bei zwei Bordbatterien)


Gast am 06 Mär 2005 23:11:35

Hallo,

Bisher hatte ich meinen Wechseleichter (600 Watt) direkt an die Bordbatterie unter dem Fahrersitz mit kurzen Kabeln angeschlossen
(20mm2). Nun habe ich eine zweite Bordbatterie einbauen lassen, deren Einbauort weiter weg ist (im Unterflurstaukasten).
Normalerweise sollte man den Wechselrichter ja folgendermassen anschliessen: Plus an 1. Batterie, Minus an 2. Batterie.
Da der Weg zur 2. Batterie sehr lang ist, möchte ich den Wechselrichter wieder nur an die 1. Batterie anschliessen.
Ist das technisch OK? Oder ein Risiko? Oder Unzulässig?

Udo

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[Admin] am 06 Mär 2005 23:18:06

Plus an 1. Batterie, Minus an 2. Batterie


und was bringt das? Das Minuskabel von Batterie 2 liegt ebenso auf Masse wie das von Batterie 1 - also kannste es auch gleich bei Batterie 1 auf Masse legen.

Es sei denn, Du machst wirklich Plus an 1. Batterie, Minus an 2. Batterie und zwischen den beiden Batterien eine Verbindung von jeweils Minus Batterie 1 zu Plus Batterie 2 - dann ist Deine Kaffeemaschiene auch doppelt so schnell fertig wie vorher :D

Gast am 06 Mär 2005 23:31:17

Hallo Dirk,

wie es anzuschließen ist, hat mir ein Meister von Hymer gesagt :roll: !

Udo

[Admin] am 06 Mär 2005 23:40:36

hmmm.......seltsam! Ich kann mir kaum vorstellen, daß die Minuspole nicht auf Masse liegen sollten. Vielleicht hast Du ihn nur falsch verstanden (oder wir reden aneinander vorbei)

Vielleicht solltest Du erstmal nach beiden Batterien schauen - wo die Massekabel hingehen, solltest Du eigentlich ohne Aufwand sehen können. Schätzungsweise liegen die gleich neben der Batterie irgendwo auf Masse - wenn nicht, bauen die Hymer vielleicht in der Tschechei :D (bei tschechischen Motorrädern der Marke "Java" liegt PLUS auf dem Rahmen - nicht Minus! :D (kein Witz!)

Gast am 06 Mär 2005 23:42:23

Da ein Wechselrichter je nach Leistung sehr hohe Ströme ziehen kann, stellt die von Udo beschriebene Anschlussart sicher, dass beide Batterien gleich entladen werden.
Allerdings sollten die Batterien bereits in ähnlicher Weise an die Bordelektrik angeschlossen sein.


Udo, ich stell morgen noch Bilder rein, die das oben gesagte deutlich machen.
Ich kann das gerade nicht da ich auf dem Lappi keine Bildbearbeitungsprogramme habe.

@Dirk und Udo: Wartet ab, ein Bild sagt da mehr als tausend Worte.
Die Minuspole liegen selbstredend auf Masse, aber durch dieses Art der Verkabelung wird sichergestellt, dass sowohl das Plus als auch das Minus-Kabel zu jeder Batterie
a)gleich lang ist
und
b) gleiche (unvermeidliche) Verluste hat.
Dann werden die beiden Batterie exakt gleich ge- und entladen und sollten somit ihr Maximum an Power und Lebensdauer haben.

[Admin] am 06 Mär 2005 23:49:19

Da ein Wechselrichter je nach Leistung sehr hohe Ströme ziehen kann, stellt die von Udo beschriebene Anschlussart sicher, dass beide Batterien gleich entladen werden.


ich versteh Dich schon, aber das Kabel hat doch kaum weniger Widerstand - als wenn Minus über die Fahrzeugmasse ginge - eher weniger (der "Fahrzeug-Querschnitt" ist doch allemal größer, als der Kabeldurchschnitt)

Gast am 06 Mär 2005 23:52:31

Dirk, warte es ab. Wenn du das Bild siehst, wird es klar!

PS: Es geht natürlich auch anders, aber so wie beschrieben ist es die optimale Lösung. Ob diese theoretisch optimal Lösung auch wirklich merkbar mehr bringt ist eine andere Frage.

Gast am 07 Mär 2005 08:40:39

So oder ähnlich wird es in vielen Reisemobilen aussehen.

Gast am 07 Mär 2005 08:45:03

Oder als Variante davon die Minus-Pole an Masse geschraubt.

Gast am 07 Mär 2005 08:49:29

Und so meint es Udo, bzw. sein Hymer - Händler.

Gast am 07 Mär 2005 08:52:05

Bei den ersten beiden Beispielen sind die Kabel zu Batterie 1 und 2 immer unterschiedlich lang, bzw. Batterie 2 hat immer mehr Klemmstellen.

Da jeder Zentimeter Kabel und jede Klemmstelle immer einen Verlust bedeutet wird die Batterie 2 immer weniger beansprucht.

Bei der dritten Variante gleichen sich die Kabellängen zu Batterie 1 und 2 aus und beide Batterien haben die gleiche Anzahl Klemmstellen.
Dies ist die theoretisch richtige Art, 2 Batterien parallel zu schalten.

Variante 1 und 2 funktionieren ohne Frage auch.

Einen Nachteil hat die Variante 3 bei real existierenden Verkabelungen. Stehen Batterie 1 und 2 nicht schön nebeneinander, sondern wie oft im richtigen Leben in verschiedenen Staukästen braucht man sehr lange Kabel. Und die sind teuer und schwer zu verlegen (=auch teuer).
Da ist dann die Frage, ob man durch die langen Kabel nicht genau das Gegenteil erreicht.

Wenn du, Udo nicht gerade einen 2000 Watt Wechselrichter anschließen und mit Maximalleistung betreiben willst, kannst du durchaus den WR an nur eine Batterie klemmen.

Klemmst du den WR wie vom Hymer-Menschen empfohlen an beide Batterien musst du aufpassen, dass sich der WR-Anschluss nicht mit der normalen Batterie-Verkabelung "beisst".

Da zwischen den Batterien sehr hohe Ströme fließen können, sollte man sich schon sicher sein was man tut.

Hier besteht bei Falschanschluß durchaus Brand und Explosionsgefahr.

Bei meinen Beispielbildern habe ich alle "Feinheiten" wie Sicherungen weggelassen. Das sollte man beim realen Anschluß natürlich nicht tun.


An die Elektrik-Profis (und alle anderen):
Dies ist nur eine Skizzierung des Problems und keine genaue Bauanleitung. Seht mir nach, wenn ich zur Verdeutlichung etwas "bildhaft" gezeichnet habe. Ich weiß, richtige Schaltpläne sehen anders aus.

Und -- es ist schwer sowas richtig zu (be)schreiben. Von Auge zu Auge mit einem Skizzenblock dabei wäre es einfacher.
Oder noch besser -- am Womo zeigen, was man meint.

pickup2000 am 07 Mär 2005 09:20:20

hallo
ich befasse mich auch gerade damit und bin leider total blöd was strom angeht. meine 2 aufbaubatterien(zukünfttig wenn im sommer solar auf dem dach liegt) liegen dann ca. 1,5 -2 meter auseinander.
haben beide 80 ah und nun meine frage:
welches der beispiele kann ich anwenden und welches wäre die max. größe eines wechselrichters für die batterien

mfg mike


ANMERKUNG!!!
Camping24.net antwortet auf die gleiche frage: ich soll mir einen
1500/3000 kaufen , kann das sien?

Gast am 07 Mär 2005 09:28:11

Nach den ausführlichen Erläuterungen:

@Udo:

Einen 600 Watt WR würde ich einfach wieder an die Sitzkistenbatterie anklemmen.


@pickup

Heute Abend kommt näheres.

Gast am 07 Mär 2005 21:50:22

An alle:

Danke für die Tips. Werde meinen Wechselrichter, wie Dieter vorschlägt, wieder an die erste Batterie anschließen.
Den 600 W-Wechselrichter benötige ich eigentlich immer nur kurz:
Handy laden, mal den Compi aufladen und für den Lockenstab von Anne :D .

Udo

guidoplkw am 07 Mär 2005 22:21:52

@ Udo
Handy und Laptop kannst du Top über 12 V betreiben. Ist billiger und ich denke einfacher. Zigarettenanzünder reicht. Passende Netzteile gibt es für wenige Euro´s zu kaufen. Also ich mach dafür den WR nicht an und schon gar nicht für Handy laden ist einfach zu uneffektiv.
Guido

Gast am 08 Mär 2005 10:34:48

@ Pickup
Ich bin zeitlich noch nicht dazu gekommen dir genauer zu Antworten.
Schreib mir doch mal auf diesem Wege, was du genau planst.

Oder mach doch einfach ein neues Thema auf, dann kommen vielleicht auch Ideen von anderen Usern.
Warum soll nicht das Forum zusammen die Anlage planen.
Du kannst dann ja immer noch deine eigene Entscheidung treffen.

Wechselrichter und Wattzahlen:
Man muss immer bedenken, dass sich die Auslegung der Kabel und Sicherungen nach dem zweiten, höheren Wert richten muss.
Dass wären bei 3000 Watt 250 Ampere. Da verlegst du schon richtig dicke Kabel. Und die 3000 Watt kannst du allerhöchstens ca. 10 Minuten aus der (vollen) Batterie ziehen, wenn du diese nicht dauerhaft schädigen willst.

pickup2000 am 08 Mär 2005 21:36:16

hallo dieter

ich werde wenn es warm wird, 2 panele solar mit je 55 ? auf mein dach bringen.
dazu kommt eine 2te aufbaubatterie mit ca 80 ah (die erste hat auch 80ah und beide sollen in etwa gleich sein sagt der womohändler)
bis jetzt habe ich einen 150/300 watt wechselrichter.
was ist aber wenn die frau mal ihren föhn :( anschmeißen will,
der hat ca 1500 watt.
irgendwo bei ebay habe ich mal gesehen das man dann auch große batterien braucht
ung jeder sagt etwas anderes :evil:

danke für etwaige mühe mike

peterhubertus am 08 Mär 2005 21:45:54

pickup2000 hat geschrieben:.... bis jetzt habe ich einen 150/300 watt wechselrichter.
was ist aber wenn die frau mal ihren föhn :( anschmeißen will,
der hat ca 1500 watt.
irgendwo bei ebay habe ich mal gesehen das man dann auch große batterien braucht
ung jeder sagt etwas anderes ....


1. mit einem 150/300 Watt Wechselrichter kannst Du keinen 1500 W Föhn betreiben. Da brauchst Du logischerweise einen ca. 1500 W Wechselrichter.

2. entsprechend große Batterien brauchst Du dann natürlich auch, wenn Du überschlägig 150 A Strom haben willst (150 Ampere x 12 Volt = 1800 Watt. Die überschüssigen 300 Watt bleiben irgenwo als Verluste hängen).

Gast am 08 Mär 2005 21:51:44

Wenn du absolut fundierte Antworten haben willst, dann schau mal bei "zensiert, unser Dirk will das so 8)" rein. Die diskutieren da z.T. auf einem Niveau da wird man nur noch schwindelig. Aber es kommen auch kurze verwertbare Antworten für "Normalmenschen".

Bei 1500 Watt kommt es noch auf den Batterietyp an, ob der überhaupt genug Ampere in der kurzen Zeit liefern kann. Starterbatterien können das problemlos, Langzeitbordakkus nicht unbedingt.
Bei den 125 A (entspricht 1500 Watt) sollte dies bei 160 AH funktionieren.
Aber nach ca. 30 Minuten sind rappelvolle Akkus bereits fast entladen.
Denn a) sind Akkus eigentlich nie so richtig voll und b) soll man sie nur zur Hälfte der Kapazität entladen wenn man länger Freude daran haben will.

Also ich würds probieren, zur Not kann die Freundin ja mit 1000 Watt föhnen.

Achja, deine Ausgangsfrage: Wenn du die Elektrik sowieso noch baust, dann Anschluß nach Bild 3.
Aber auf jeden fall schön dicke Kabel nehmen und vernünftig absichern.

pickup2000 am 09 Mär 2005 12:28:31

hallo an alle helfer

danke erstmal für eure tipps, jetzt bin ich ein wenig schlauer und werd mich überall durchlesen.

l.g. mike

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