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Reifen flicken 1, 2


pitb am 01 Mär 2010 10:56:29

Nochmal: ich hätte deutlich mehr Bedenken, ein ewig altes Reserverad, das seit Jahr und Tag unterm WoMo hängt, mit Sprödrissen im Gummi usw. aufzuziehen und dann damit große Strecken zu fahren als den Reifen richtig zu tamponieren. Ein Fuhrparkleiter einer großen Baufirma hat mir ebenfalls mal erklärt, dass ein gut geflickter Pneu besser ist als ein uralt Reserve.

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Gerd Peter am 01 Mär 2010 18:09:43

Hallo zusammen,

komme gerade vom TÜV und möchte wie versprochen berichten.
Folgend Aussagen habe ich bekommen:

In der Stvo gibt es keinen Hinweis auf ein Verbot, einen Schlauch in einen
schlauchlosen Reifen zu montieren.
Aber:
In der Stvo § 36 Absatz......? sind alle zugelassenen Reparaturen von
schlauchlosen Reifen aufgeführt.
Es wird explizit darauf hingewiesen, dass ein Schlauch nicht in einen unreparierten Reifen montiert werden darf.
Das heißt im Umkehrschluss, in einen reparierten Reifen dürfte der Schlauch doch montiert werden, so der Tüv-Ingenieur :roll:
Habe im Internet versucht, den passenden Absatz aus der Stvo zu bekommen, leider sind diese Seite wohl kostenpflichtig.
Aber im folgenden Link steht der gleiche Text wie in der Stvo.

siehe --> Link


Gerd Peter

DonCarlos1962 am 30 Nov 2019 21:32:11

Ich möchte dieses Thema noch einmal nach vorne holen.

Als wir unsere "Jungfernfahrt" mit unserem, damals neuen WoMo machten, kamen wir nicht einmal bis zum ersten Stellplatz, weil wir eine hübsche Schraube in der Lauffläche des Reifens hatten!
Der Reifen, ca. 100Km gelaufen, wurde in einer Fachwerkstatt von innen geflickt.
Jetzt ist der Reifen 13.000Km darauf und ist vollkommen unauffällig.

Jetzt aber zur Frage:
Wir haben leider kein Reserverad oder Wagenheber an Bord, nur ein Reifenreparaturset mit Kompressor und einer Dichtflüssigkeit. (3,5 Tonner)

Jetzt habe ich schon mehrfach auf Youtube gesehen, wie Nutzer diese Schnellreparatur mit den Vulkanisierwürsten durchführen.--> Link
So ein Reparatur-Set kostet um die 12€. --> Link

Grundsätzlich würde ich einen eingefahrenen Nagel oder eine Schraube unterwegs und im Notfall, lieber mit so einer Gummiwurst, als mit der Latexmilch reparieren. Zum aufpumpen wäre ja der Kompressor an Bord.

Was mich zu der Frage bringt: Mit so einem Reparaturset einen PKW-Reifen zu durchstechen, ist die eine Sache. Aber kommt man auch durch einen Transporterreifen? Ist der nicht viel fester aufgebaut?
Einen Akkuschrauber hätte ich vielleicht noch an Bord.

Wie ist da eure Einschätzung?

LG Carsten

Labrador am 30 Nov 2019 21:56:28

DonCarlos1962 hat geschrieben:
Wie ist da eure Einschätzung?

LG Carsten


Diese Reifeninstandsetzung ist nicht vergleichbar mit dem fachgerechten flicken des Reifens bei einem Reifenhändler. Deshalb würde ich diese Instandsetzung nur dazu benutzen um auf dem kürzesten Weg zu einem Stellplatz oder noch besser gleich direkt zum Reifenhändler zu kommen.

babenhausen am 30 Nov 2019 22:01:24

Irgendwie fehlt mir in dem Set die Vulkanisierflüssigkeit .
Suche mal nach Tip Top Sealfix . Akkuschrauber brauchst du keinen das Loch ist ja schon im Reifen. Klappt auch bei LKW Reifen aber nur für kleine Löcher bis 6 mm PKW und 8 mm LKW

DonCarlos1962 am 30 Nov 2019 22:45:11

Labrador hat geschrieben:Diese Reifeninstandsetzung ist nicht vergleichbar mit dem fachgerechten flicken des Reifens bei einem Reifenhändler. Deshalb würde ich diese Instandsetzung nur dazu benutzen um auf dem kürzesten Weg zu einem Stellplatz oder noch besser gleich direkt zum Reifenhändler zu kommen.

Ja, als dauerhafte Lösung war es auch nicht gedacht und ich stimme Dir vollkommen zu!
Aber damals, mit der Schraube im Reifen, konnte mir der Händler nicht einmal einen Reifen verkaufen. Ganz einfach, weil der keinen CP Reifen des Herstellers in der erforderlichen Größe hatte.

Wenn ich jetzt den halben Liter Dichtmilch in den Reifen gefüllt hätte, stelle ich mir bei der späteren Reparatur die Schweinerei lebhaft vor. Kann man nach dem Einsatz von Vulkanisierflüssigkeit den Reifen überhaupt noch einmal flicken? Ist dann das Ventil nicht auch dahin?

Deshalb dachte ich, dass eine Notreparatur mit den "Gummiwürsten" vielleicht besser ist? Zur Not auch, um im Urlaubsland den Reifen noch einmal durch einen Fachbetrieb richtig repariert zu bekommen? Zumindest für einen Heimweg?


In diesem Reparaturset ist wohl eine Vulkanisierflüssigkeit in dem kleinen Becher enthalten, auch wenn die China-Deutschübersetztung von einem Schmierstoff spricht.
Vielleicht sollte ich das aber noch einmal prüfen und eine Tube Tip Top Sealfix nachkaufen?

LG Carsten

rkopka am 01 Dez 2019 00:33:04

DonCarlos1962 hat geschrieben:Der Reifen, ca. 100Km gelaufen, wurde in einer Fachwerkstatt von innen geflickt.
Jetzt ist der Reifen 13.000Km darauf und ist vollkommen unauffällig.

Ich hatte das früher ein paar mal am PKW. Beim jetzigen habe ich es vor einem Jahr selber gemacht und auch etwa 13.000km gefahren bis zu den neuen Reifen.

Was mich zu der Frage bringt: Mit so einem Reparaturset einen PKW-Reifen zu durchstechen, ist die eine Sache. Aber kommt man auch durch einen Transporterreifen? Ist der nicht viel fester aufgebaut?
Einen Akkuschrauber hätte ich vielleicht noch an Bord.

Ich hab ein billiges Set und die Werkzeuge taugen nicht viel. Auf jeden Fall bin ich mit dem "Bohrer" nicht sehr weit gekommen (PKW). Das Gummi hat sich nach Entfernen der Schraube wieder zusammengezogen. Ich hab dann einen Akkuschrauber benutzt. Das Reinschieben des Streifens hat auch 3 Anläufe gebraucht.

babenhausen hat geschrieben:Irgendwie fehlt mir in dem Set die Vulkanisierflüssigkeit .
Suche mal nach Tip Top Sealfix . Akkuschrauber brauchst du keinen das Loch ist ja schon im Reifen. Klappt auch bei LKW Reifen aber nur für kleine Löcher bis 6 mm PKW und 8 mm LKW

Mein Set hatte keine dabei und hat funktioniert !? Die Streifen sind mit einer weichen Masse bestrichen. Sie schreiben bei TipTop, daß man auf 2bar aufpumpen soll und dann den Streifen reinschiebt. Das erscheint mir nicht gerade einfach ? Ich hatte ohne Druck Probleme, wäre aber nicht auf die Idee gekommen, ihn dafür aufzupumpen. Stand auch nicht in der Anleitung.

RK

Metalfriese am 01 Dez 2019 02:48:28

In diesem ADAC Ratgeber wird beschrieben, das für die Montage von Schläuchen in mit "tubless" gekennzeichneten Reifen darauf zu achten ist, ob der Hersteller dafür eine Freigabe erteilt hat- es wird ja immer gefragt wo man sowas nachlesen kann:
--> Link
Bezieht sich zwar auf Oldtimerreifen, aber dürfte genauso für andere gelten.
Es braucht nicht immer zwingend ein Gesetzt (auch wenn der Deutsch das so liebt) - wenn der Hersteller sagt: nein, dann nein.
Da aber Flicken im erlaubten Rahmen keinerlei Problem darstellt würde sich mir die Frage niemals stellen - das Risiko einen unpassenden Schlauch dazu noch falsch montiert zu bekommen, wäre es mir nicht ansatzweise wert. Diverse Stopsel haben bisher keinerlei Probleme bereitet :-) Selbst Pannenspray hat bei kleinsten Löchern tadellos gearbeitet.
Die meisten Reifenpannen erfolgen (wenn nicht überaltert) wohl eher wg zu geringem Druck, als das der Reifen mal geflickt worden wäre.

bayernfranzl am 02 Dez 2019 19:48:10

Servus

nur mit einem Stopsel,und 5 bar, würde ich nicht unbedingt machen,evtl nur zum Heimfahren....aber das ist halt die schnelle Art. Richtig und stabil gegenüber hohen Drücken ist, wenn dann von innen noch eine Platte draufgeklebt wird.....Kipper, Traktoren etc
Schläuche werden oft in schlauchlosen Reifen verwendet....ich glaube speziell die 4x4 die in Dünen mit extrem wenig Luftdruck fahren.
Im Urlaub, aus der Not würde ich sofort den Stöpsel akzeptieren, aber wenn der Reifen eh runter muß, um die Platte einzukleben, evtl noch wuchten...dann mach ich gleich einen Neuen drauf.

Nix für unguad, meine Meinung

DonCarlos1962 am 02 Dez 2019 23:09:35

Ich denke auch, dass es für den Notfall keine schlechte Lösung ist, eine "Wurst" in den Reifen zu schieben. Besser zumindest, als die Lösungsmilch durch das Ventil einzufüllen.

Weite Strecken fährt man dann eh besser nicht mehr. Ab zum Reifenfritzen des Vertrauens und einen neuen Reifen drauf.

Oder, was ich jetzt nicht weiß, vielleicht kann auch ein mit der "Wurst" von außen notdürftig reparierter Schaden durch einen Reifenfachbetrieb tatsächlich noch einmal richtig von innen repariert werden?

Wie damals, in unserem Fall, war der Reifen ja erst ca. 100Km gelaufen und Ersatz war nicht so schnell zu bekommen. Der fachgerechten Reparatur von innen vertraue ich schon. Wir haben damals 40.-€ für die Arbeit bezahlt und konnten guten Gewissens weiter fahren.

Wer sieht, wie die Reparatur durchgeführt wird, versteht, dass da nichts mehr passieren wird.

Ein guter Hinweis war der, dass man eine Vulkanisierflüssigkeit für die Reparatur mit der Wurst dabei haben sollte. Nicht alles Set´s haben diese dabei!

LG Carsten

hmarburg am 02 Dez 2019 23:22:41

Wir haben uns bei unserem Knaus Van TI gleich auf den ersten Kilometern eine Schraube rein gefahren. Nachdem wir nach 3500 km das zweite mal Luft nachfüllen mussten sind wir doch mal zum Reifenhändler unseres Vertrauens und haben dort den Störenfried stecken sehen. Der Händler hat uns den Reifen mit einem Pfropfen verschlossen und uns zugesichert, dass wir jetzt ohne Einschränkungen weiter fahren können. Auf die Frage mit dem Einziehen eines Schlauches sagte er zu uns, dass das heute nicht mehr macht.
Das Ganze hat uns 42 Euronen gekostet und alles ist jetzt gut.

Gruß, Holger

DonCarlos1962 am 02 Dez 2019 23:55:15

Ich habe in einem anderem Forum diesen Beitrag zum Thema gefunden:

[i]Die aktuelle Grundlage ist eine detaillierte Ergänzung zum §36 StVZO vom März 2001 aus dem Bundesverkehrsministerium. Die Richtlinie hat den Namen „RICHTLINIE FÜR DIE INSTANDSETZUNG VON LUFTREIFEN“ und die Dokument Nr. B3620. Man kann dieses Dokument beim Verkehrsblatt-Verlag Borgmann GmbH & Co KG, Hohe Strasse 39 in 44139 Dortmund bestellen. Internet --> Link, Telefon 0180-534 01 40, Fax 0180 534 01 20.

In der Anlage ein kleiner Auszug aus dieser Richtlinie für Sie und ihr Forum.

Grundsätzlich sagt die Richtlinie und der §36 StVZO (Absatz 5 wurde zugunsten der Richtlinie gestrichen) nichts zum Thema Geschwindigkeitsindex der reparierten Reifen aus. Das bedeutet es gibt keine gesetzliche Beschränkung in dieser Hinsicht. Absatz 3.2 enthält allerdings einen Satz, der auf Beschränkungen durch den Reifenhersteller hinweist. „Die Informationen des Reifenherstellers zur Reifeninstandsetzung sind dabei zu beachten.“. Wenn es also schriftliche und der Allgemeinheit zugängliche Aussagen des Reifenherstellers gibt, dann könnten so weitere Einschränkungen für bestimmte Reifen hinzukommen.

In der Richtlinie wird nur die Schadengröße teilweise eingeschränkt und zwar bezogen auf die Fahrzeugkategorie.So dürfen Reifen von Krafträdern im Laufflächenbereich bis maximal 6mm Schadensausdehnung mit Kombi-Reparaturkörpern (z.B. Minicombi) durchgeführt werden. Außerhalb des Laufflächenbereichs dürfen Kraftradreifen nicht repariert werden.

Bei PKW-Reifen gilt für Laufflächenschäden und Kombi-Reparaturkörper das Gleiche wie bei Kraftradreifen, aber außerhalb der Lauffläche sind Reparaturen durch Vulkanisation auch erlaubt.

Die Richtlinie fordert in jedem Fall das Reinigen der Schadenstelle (Absatz 3.4) und ein Verschließen des Schadenskanals und das Anbringen eines Reparaturpflasters auf der Reifeninnenseite (Absatz 4). Damit sind Abdichtungen durch das Einschieben eines Gummipfropfens von außen her verboten.

Ansonsten ist den Anweisungen des Herstellers des Reparaturmaterials zu folgen. (Siehe Absatz 3.3 der Richtlinie). Dafür liegen unserem Reparaturmaterial je Packung gedruckte Anleitungen bei.

Wir hoffen damit die Unklarheiten beseitigt zu haben und freuen uns darauf demnächst Ihre Hinweise und Kommentare auf der Homepage Ihres Forums lesen zu können.

Vielen Dank für Ihr Interesse an dem Thema Reifenreparatur.

Mit freundlichen Grüßen,


TIP TOP Stahlgruber; i.A. D.Witt (Produktmanager TRM)
[/i]

Also ist die Reparatur von außen eigentlich verboten. Aber für den Notfall gehe ich das Risiko ein.

LG Carsten

bayernfranzl am 03 Dez 2019 15:42:11

Servus Carsten

Ich bewerte deinen Beitrag als sehr positiv.
Ich mache das in einem separatem Beitrag, weil ich selber noch keine 10 positiv Bemerkungen habe, und somit nicht bewerten darf.
Der Grund dafür würde mich mal interessieren. Ich bin seit 20Jahren in vielen Foren unterwegs,aber nirgends wird mir die Möglichkeit genommen, mit einem klick einen Beitrag als gut zu bewerten.
Stell dir mal vor.....da sind 11 Freunde, 10 davon sind sind schon ewig in diesem Forum, jeder hat 10 positive Beurteilungen.
Diese 10 schleppen ihren Freund, einen Schlaumeier, der null Ahnung hat, in diesem Forum an, und Bewerten seine Beiträge....irgendein Käse, jedes mal, alle 10 mit positiv.
Dann darf der Schlaumeier plötzlich positive Berwertungen abgeben.....und um dieses nicht möglich zu machen, gibt es dieses System, mit dem Schlupfloch das ich eben geschrieben habe.

Nix für unguad, aber jedem seine Meinung

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